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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cemal_Pascha&amp;diff=463255</id>
		<title>Cemal Pascha</title>
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		<updated>2025-03-13T22:52:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Djemal Pasha2.png|mini|Cemal Pascha]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ahmet Cemal&#039;&#039;&#039; (ältere Transkription: &#039;&#039;Ahmed Djemal&#039;&#039;), bekannt als &#039;&#039;&#039;Cemal Pascha&#039;&#039;&#039; (* [[6. Mai]] [[1872]] in [[Mytilini]] auf [[Lesbos]]; † [[21. Juli]] [[1922]] in [[Tiflis]], [[Georgische Sozialistische Sowjetrepublik|GSSR]]), war [[Jungtürken|jungtürkischer]] Nationalist, [[General]] ([[Pascha (Titel)|Pascha]]) und führendes Regierungsmitglied des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reichs]]. Cemal Pascha war einer der Hauptverantwortlichen für den [[Völkermord an den Armeniern]], [[Völkermord an den Assyrern und Aramäern|Assyrern und Aramäern]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Benz]]: &#039;&#039;Vorurteil und Genozid. Ideologische Prämissen des Völkermords.&#039;&#039; Böhlau Verlag, 2010. S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Aufstieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ahmed Cemal Paşa &amp;amp; his wife.gif|mini|Cemal Pascha mit Ehefrau Seniha Hanım]]&lt;br /&gt;
Ahmet Cemal wurde in [[Mytilini|Midilli]] auf der Insel [[Lesbos]] als Sohn eines Militärarztes geboren. Von Kind an war ihm die militärische bzw. militärärztliche Laufbahn vorgegeben; er promovierte als Chirurg. Als junger Offizier schloss er sich der [[Jungtürken|jungtürkischen]] Bewegung an und war gemeinsam mit [[Ziya Gökalp]] und [[Talaat Pascha|Mehmet Talaat]] Gründer des [[Komitee für Einheit und Fortschritt|Komitees für Einheit und Fortschritt]]. Ziel dieser Partei war die Übernahme der Regierung durch die Jungtürken und die grundlegende Erneuerung des türkischen Staatswesens. Als führendes Mitglied im Komitee für Einheit und Fortschritt übernahm Ahmet Cemal die politische Aufgabe, den Einfluss der jungtürkischen Bewegung im türkischen [[Offizierkorps|Offizierscorps]] zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jungtürkische Revolution ==&lt;br /&gt;
Unter der Führung des [[charisma]]tischen [[Ismail Enver]] kam es 1908 im damals türkischen [[Thessaloniki]] zur offenen militärischen Rebellion der Jungtürken. Ahmet Cemal hatte großen Anteil daran, dass sich viele Offiziere und Mannschaften dem Aufstand anschlossen, was letztlich entscheidend für den Erfolg der [[Jungtürkische Revolution|Jungtürkischen Revolution]] war. Die militärische Überlegenheit der aufständischen Truppen zwang die bisherige [[Absolutismus|absolutistische]] Regierung des [[Sultan]]s zum Nachgeben. Am 24. Juli 1908 musste Sultan [[Abdülhamid II.]] die liberale [[Verfassung]] des [[Großwesir]]s [[Midhat Pascha]] von 1876 wieder in Kraft setzen, die er 1878 selbst suspendiert (aber nie formell abgeschafft) hatte, außerdem die [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] aufheben, eine [[Amnestie]] erlassen und reaktionäre Regierungsmitglieder entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die Regierungsbeteiligung der Jungtürken unternahmen reaktionäre Kräfte am 13. April 1909 einen [[Vorfall vom 31. März|Putschversuch]], den revolutionäre Truppen unter der Führung Cemals und Envers in wenigen Tagen niederschlugen. Danach entthronten die Jungtürken Sultan Abdülhamid II., den sie für den Putschversuch verantwortlich machten, und ersetzten ihn durch seinen als liberal geltenden, auf jeden Fall jedoch politisch gefügigeren Bruder und Thronfolger [[Mehmed V.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit als Generalgouverneur und Minister ==&lt;br /&gt;
Bereits beim jungtürkischen Aufstand von 1908 eine führende Figur im Militär-Netzwerk dieser Partei, hatte sich Cemal im Frühjahr 1909 erfolgreich an der Niederschlagung des konservativen Gegen-Putsches in Istanbul beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichwohl spielte er zunächst innerhalb der jungtürkischen Regierung nur eine nachgeordnete Rolle in der „zweiten Reihe“. Anfang 1909 zum Zivilgouverneur (Wali) einer kleinasiatischen Provinz in der Nähe Istanbuls ernannt, wurde Cemal bereits im August 1909 als Gouverneur (Wali) der Provinz [[Adana]] in [[Kilikien]] eingesetzt, wo es im Frühjahr 1909 zu schlimmen [[Massaker von Adana|muslimischen Massakern]] an der armenischen Minderheit gekommen war. Cemal gelang es, die angespannte Situation zu beruhigen – er setzte die durch Revolution und Gegenputsch ins Wanken geratene Staatsverwaltung wieder durch und gründete, wie US-Botschafter [[Henry Morgenthau senior]] noch 1914 anerkennend festhielt – sogar ein Waisenhaus für armenische Kinder, deren Eltern ermordet worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um angesichts der drohenden [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|britischen]] Expansion in [[Palästina (Region)|Palästina]], [[Syrien]], [[Arabische Halbinsel|Arabien]] und [[Mesopotamien]] die dortige militärische und politische Lage zu stabilisieren, übernahm Cemal Bey 1911 das Amt des Generalgouverneurs von [[Bagdad]]. Aufgrund der militärischen Niederlage des Osmanischen Reiches im [[Italienisch-Türkischer Krieg|italienisch-türkischen Krieg]], die 1911/12 zu erheblichen Gebietsverlusten in Nordafrika und im [[Dodekanes]] führte, und aufgrund ihrer zunehmenden Unterdrückung der zahlreichen nicht-türkischen Minderheiten verspielten die Jungtürken jedoch 1912 für kurze Zeit die Macht. Im Juli 1912 wurde die jungtürkische Regierung, der man die Niederlage gegen Italien und die Desorganisation in der Armee anlastete, durch die probritische liberale Partei [[Freiheits- und Einigkeitspartei|Freiheit und Einheit]] gestürzt, der sich auch Vertreter der alten Regierungselite aus der Regierungszeit Abdül Hamids II. anschlossen. Diese Regierung – ihrerseits durch die Jungtürken und deren Anhänger im Offizierskorps bedroht, die sie hart verfolgte – sah sich ab Oktober 1912 ihrerseits mit einem neuen Krieg („[[Erster Balkankrieg]]“) gegen die das Osmanische Reich angreifenden Balkanstaaten [[Montenegro]], [[Serbien]], [[Bulgarien]] und [[Griechenland]] konfrontiert – einen Krieg, den die schlecht organisierte und geführte und zudem im Offizierskorps politisch gespaltene [[osmanische Armee]] unerwartet rasch und eklatant verlor. Bis Anfang 1913 ging fast der gesamte osmanische Balkan (damals noch [[Albanien]], [[Kosovo]], [[Makedonien]] und [[Thrakien (Landschaft)|Thrakien]]) an die Angreifer verloren. Die Bereitschaft der liberalen Regierung, diese Gebietsverluste zu akzeptieren und sogar die alte Sultansresidenz [[Edirne]] in nächster Nähe der Hauptstadt [[Istanbul]] abzutreten, führte zu heftiger öffentlicher Unruhe und bereitete dem Militärputsch der Jungtürken unter Enver Bey im Januar 1913 den Weg. Cemal Bey, der mit dem Machtwechsel vom Juli 1912 sein Bagdader Amt verloren und am Balkankrieg als Oberst teilgenommen hatte, stieg erst durch diesen Putsch von 1913 in die engste Führung der Jungtürken auf. Er wurde zum Generalleutnant (mit dem Titel „Pascha“) und zugleich zum Militärgouverneur der Hauptstadt Istanbul ernannt – ein Amt, das ihn auch zum Chef der dortigen Geheimpolizei machte, um die Sicherheit der neuen Regierung zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue jungtürkische Regierung unter Großwesir Marschall [[Mahmud Şevket Pascha]] musste zunächst ebenfalls den Verlust fast der gesamten europäischen Türkei inklusive Edirnes akzeptieren. Im Sommer 1913, als die siegreichen Balkanstaaten miteinander um die territoriale Beute kämpften, beteiligte sich jedoch auch das Osmanische Reich am Krieg gegen das isolierte Bulgarien und konnte diesem im Zweiten [[Balkankrieg]] Edirne wieder abnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor hatte die jungtürkische Putschregierung mehrere Verschwörungen (sowohl aus Kreisen der gestürzten liberalen Partei als auch aus oppositionellen Fraktionen der Jungtürken selbst) und – freilich um den Preis der Ermordung ihres Großwesirs Shevket Pascha – sogar einen Gegenputsch im Juni 1913 überstanden. Unter dem neuen Großwesir Prinz [[Said Halim Pascha]] stiegen daraufhin Talaat Bey, Enver Pascha und Cemal Pascha zu einem [[Jungtürkisches Triumvirat|Triumvirat]] mit nahezu [[Diktatur|diktatorischen]] Vollmachten innerhalb der Regierung auf. Cemal Pascha trat Ende 1913 als Minister für öffentliche Arbeiten in die Regierung ein und sicherte durch sein Organisationstalent, aber auch durch seine guten diplomatischen Kontakte zur französischen Regierung eine wichtige französische Anleihe für seinen Staat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um – ähnlich wie dies Kriegsminister Enver Pascha für die Armee bereits durchführte – den strukturellen und personellen Erneuerungsprozess in der osmanischen Kriegsmarine voranzutreiben, wurde Cemal Pascha jedoch bereits im Februar 1914 zum Marineminister ernannt. Als solcher führte er im Juli 1914 geheime Bündnisverhandlungen mit Frankreich, die jedoch in Paris auf Zurückhaltung stießen; nach seiner Rückkehr nach Istanbul musste Cemal feststellen, dass eine andere Führungsgruppe innerhalb der Regierung – allen voran Said Halim, Talaat und Enver – ein Militärbündnis mit Deutschland abgeschlossen hatten. Cemal fügte sich, zumal seine eigene Bündnisoption gescheitert war, drang jedoch nach Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] im August 1914 erfolgreich darauf, den Kriegseintritt des Osmanischen Reiches auf Seiten Deutschlands so lange zu verzögern, bis die [[Mobilmachung]] abgeschlossen war. Gerüchte, Cemal habe grundsätzlich gegen diesen Kriegseintritt erfolglos opponiert, wurden von ihm selbst nach 1918 entschieden bestritten. Im Herbst 1914 schließlich provozierte das Osmanische Reich durch einen Angriff seiner Flotte auf den russischen Kriegshafen [[Sewastopol]] die Kriegserklärung der [[Triple Entente|Entente]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Kriegsbeginn sah sich Cemal Pascha aus der Regierung und dem Führungszirkel der Jungtürken faktisch verdrängt, indem er auf Bitten Envers fern der Hauptstadt die militärische Führung im [[Naher Osten|Nahen Osten]] gegen die Briten übernahm. Formell blieb Cemal zwar Marineminister, doch wurde dieses Ressort fortan faktisch durch Enver mitverwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Militärbefehlshaber und Generalgouverneur von Syrien (Damaskus) war Cemal mitverantwortlich für den 1915 von der jungtürkischen Regierung angeordneten [[Völkermord an den Armeniern]] in Form der Zwangsdeportation großer Teile der armenischen Bevölkerung des Osmanischen Reiches aus Kleinasien in die syrische Wüste. Was als militärisch bedingte „Evakuierung“ einer politisch unzuverlässigen Minderheit aus bedrohten Kriegsgebieten getarnt wurde, war in Wahrheit eine von der jungtürkischen Führung um Talaat zentral organisierte „endgültige Lösung“ dieses Minderheitenproblems durch [[Völkermord]].&lt;br /&gt;
Cemal scheint an dieser Entscheidung der Führungsspitze nicht beteiligt gewesen zu sein. Nach Einschätzung deutscher Diplomaten habe er „persönlich die Vernichtung der Armenier nicht gewollt“, allerdings auch „nicht aufzuhalten vermocht“ (Konsul [[Walter Rößler|Rößler]], Aleppo, an den Reichskanzler, 3. Januar 1916). Doch nicht nur auf den Transporten, sondern auch im syrischen Aufnahmegebiet, für das er Verantwortung trug, kamen viele Armenier durch Hunger, Krankheit oder gewaltsame Übergriffe ums Leben. Viele Armenier betrachten Cemal daher bis heute als „Aufseher des Völkermords“. Eben deshalb wurde Cemal ab 1918 von der [[Triple Entente|Entente]] als Kriegsverbrecher gesucht, im Osmanischen Reich als solcher zum Tod verurteilt und schließlich von einer armenischen Geheimorganisation getötet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Enver+Dschemal 1916.jpg|mini|Enver Pascha (links) mit Cemal Pascha auf einer Inspektionsfahrt durch Syrien (1916)]]&lt;br /&gt;
Scharf ging Cemal in Syrien und Palästina sowohl gegen arabische Nationalisten wie auch [[Zionismus|jüdisch-zionistische]] Siedlungen vor. 1915 und 1916 wurden Führer arabischer Geheimgesellschaften in Damaskus und Beirut verhaftet, unter Folter verhört und von Militärtribunalen zum Tod verurteilt. Cemal rechtfertigte 1916 sein Vorgehen in dem Buch &#039;&#039;La verité sur la question syrienne&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Gegen die zionistische Siedlungsbewegung in Palästina wollte Cemal mit harter Hand vorgehen. Sein Plan einer Vertreibung der seit der ersten [[Alija]] eingewanderten „ausländischen“ Juden nach Ägypten wurde allerdings von der Regierung in Istanbul aufgehalten, nachdem das Deutsche Reich und die USA diplomatisch interveniert hatten. Auch Cemals Furcht vor dem, wie er meinte, mächtigen [[Weltjudentum]] wird zur Erklärung seines Sinneswandels herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Schwartz: &#039;&#039;Ethnische „Säuberungen“ in der Moderne. Globale Wechselwirkungen nationalistischer und rassistischer Gewaltpolitik im 19. und 20. Jahrhundert&#039;&#039;. Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3-486-70425-9, S. 120 f. (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Angebot von [[David Ben Gurion]] und [[Jizchak Ben Zwi]], ein jüdisches Freikorps zur Verteidigung der osmanischen Herrschaft in Palästina aufzubauen, beantwortete Cemal mit der Ausweisung der beiden sozialistisch-zionistischen Politiker. Im Frühjahr 1917 ordnete er die Deportation der Kollaboration mit den heranrückenden britischen Truppen verdächtigter jüdischer Siedler aus [[Jaffa]] in die [[syrische Wüste]] an. Darüber hinaus erwog er, auch die jüdische Zivilbevölkerung [[Jerusalem]]s deportieren zu lassen. Es kam zu Ausschreitungen und Morden durch osmanische Soldaten. Erneut verhinderte nicht zuletzt das Veto des deutschen Auswärtigen Amtes eine mit dem Armeniermassaker vergleichbare Tragödie. Die deutsche Unterstützung für die Zionisten, unterstützt durch humanitäre Hilfe der bis 1917 neutralen USA,  war wesentlich dem Engagement des damals in Istanbul für die [[Zionistische Weltorganisation]] aktiven [[Richard Lichtheim]] zu verdanken.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Schwartz: &#039;&#039;Ethnische „Säuberungen“ in der Moderne. Globale Wechselwirkungen nationalistischer und rassistischer Gewaltpolitik im 19. und 20. Jahrhundert&#039;&#039;. Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3-486-70425-9, S. 125 f. (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die militärische Bilanz Cemals als Oberbefehlshaber der 4. Armee in [[Syrien]] war zwiespältig. Osmanische Angriffe auf das britische Ägypten verliefen 1915/16 unglücklich, Arabien und der heutige Irak gingen an die Briten verloren. Erfolge erzielte Cemal bei der Abwehr britischer und arabischer Angriffe auf Palästina, die er im März und April 1917 in der Ersten und [[Zweite Schlacht um Gaza|Zweiten Schlacht um Gaza]] zurückwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich die desolate militärische Lage in Ostanatolien, wo die Russen gegenüber den Osmanen größere Territorialgewinne erreicht hatten, infolge der [[Februarrevolution 1917|Februarrevolution]] und erst recht der [[Oktoberrevolution]] 1917 und des folgenden Ausfalls Russlands als Kriegsgegner überraschend zum Günstigen wendete, übernahm Cemal Ende 1917 in Istanbul effektiv wieder das Amt des Marineministers, das er bis zur Kriegsniederlage vom Herbst 1918 innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Windschatten der deutschen Siege konnten die Jungtürken mit dem [[Friedensvertrag von Brest-Litowsk]] vom 3. März 1918 den Wiedergewinn der 1878 an Russland abgetretenen Distrikte [[Kars]], [[Ardahan]] und [[Batumi]] feiern. Im Sommer 1918 konzentrierte sich der osmanische Generalstab auf die Eroberung des bisher russischen [[Aserbaidschan]] und damit auf die Errichtung eines „pantürkischen Reiches“ bis nach Usbekistan und Turkestan, vernachlässigte jedoch den Abwehrkampf gegen die Briten. Kurz nach dem erfolgreichen Einmarsch der osmanischen Truppen in [[Baku]] am [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meer]] brach die osmanische Front in Palästina zusammen. Als sich Ende Oktober 1918 auch die Armeen der Verbündeten [[Österreich-Ungarn]] und [[Bulgarien]] auflösten und die Kriegsniederlage Deutschlands feststand, war der Erste Weltkrieg für das Osmanische Reich plötzlich verloren. Daraufhin brach das jungtürkische Regime wie ein Kartenhaus zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Unterzeichnung des [[Waffenstillstand von Mudros|Waffenstillstands in Mudros]] am 30. Oktober 1918 musste Cemal (ebenso wie Talaat und Enver) aus Istanbul fliehen, um der Verhaftung und Verurteilung durch die neue liberale Regierung zu entgehen, die mit den Siegermächten der [[Triple Entente|Entente]] zusammenarbeitete und auch den Völkermord an den Armeniern ansatzweise juristisch zu ahnden versuchte. Auch Cemal wurde 1919 in Abwesenheit wegen Kriegsverbrechen zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. November 1918 gelangte das entmachtete Triumvirat mit deutscher Hilfe nach [[Berlin]], wo Cemal (anders als Talaat, der dort blieb und 1921 getötet wurde) jedoch nur kurze Zeit lebte. Cemal wollte – ebenso wie Enver – den Krieg gegen Großbritannien in Mittelasien fortsetzen. Zu diesem Zweck kooperierte er mit den [[Bolschewiki]] in Sowjetrussland, die ihn 1920 über Moskau nach [[Afghanistan]] reisen ließen, wo er als Militärberater bei der Modernisierung der afghanischen Armee half. Cemal wirkte auch mit bei der Anbahnung militärisch-ökonomischer Kooperationen zwischen Sowjetrussland und der [[Türkische Nationalbewegung|türkischen Nationalbewegung]] um [[Mustafa Kemal]], in der sich viele ehemalige Jungtürken sammelten. Durch diese weit verzweigten Aktivitäten geriet Cemal ins Blickfeld [[Armenien|armenischer]] Verfolger, die sich an den ehemaligen jungtürkischen Machthabern für den Tod so vieler Angehöriger ihres Volkes rächen wollten. Am 21. Juli 1922 wurde Cemal in der Hauptstadt der [[Georgische Sozialistische Sowjetrepublik|GSSR]], [[Tiflis]], von dem geheimen armenischen Kommando [[Operation Nemesis]] durch Stepan Dzaghigian und Artashes Kevorkian erschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Boris Barth]]: &#039;&#039;Genozid. Völkermord im 20. Jahrhundert. Geschichte, Theorien, Kontroversen.&#039;&#039; Beck, München 2006, ISBN 978-3-406-52865-1, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Todesjahr erschienen in Deutschland Cemals Memoiren „Erinnerungen eines türkischen Staatsmannes“, in denen er seine eigene Verantwortung für den Genozid an den Armeniern bestreitet und den Völkermord gleichzeitig dadurch zu relativieren versucht, dass dadurch die von Kriegsgegnern geplante ethnische Aufteilung des Osmanischen Reiches verhindert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Als Herausgeber: [[Theodor Wiegand]]: &#039;&#039;Alte Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: 100 Tafeln mit beschreibendem Text&#039;&#039;. Georg Reimer Verlag, Berlin 1918 ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/wiegand1918 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Erinnerungen eines türkischen Staatsmannes&#039;&#039;.  Drei Masken Verlag, München 1922 ([https://archive.org/details/erinnerungeneine00cema Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Karl Kienitz: &#039;&#039;[https://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=654 Cemal Pascha, Ahmed]&#039;&#039;, in: &#039;&#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&#039;&#039;. Bd. 1. München 1974, S. 297 f.&lt;br /&gt;
* Jeremy Salt: &#039;&#039;The last Ottoman Wars: The Human Cost, 1877–1923&#039;&#039;. The University of Utah Press, Salt Lake City 2019, ISBN 978-1-60781-704-8.&lt;br /&gt;
* M. Talha Çiçek: &#039;&#039;War and State Formation in Syria: Cemal Pasha&#039;s Governorate during World War I, 1914–17&#039;&#039;. Routledge, London 2014, ISBN 978-0-415-72818-8.&lt;br /&gt;
* Yücel Güclü: &#039;&#039;Armenian Events of Adana in 1909: Cemal Pasa and Beyond&#039;&#039;. Rowman &amp;amp; Littlefield Publishing, Maryland 2018, ISBN 978-0-7618-6993-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Djemal Pasha|Cemal Pascha}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119311798|LCCN=n/86/007083|VIAF=248387938}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cemal, Pascha}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Komitees für Einheit und Fortschritt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minister (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marineminister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pascha]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Balkankriegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Türkei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Völkermords an den Armeniern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Kriegsverbrechen im Ersten Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zum Tode verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer eines Attentats]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cemal, Pascha&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cemal, Ahmet; Djemal, Ahmet&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=türkischer General und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Mai 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mytilini]] auf [[Lesbos]], Osmanisches Reich&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Juli 1922&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tiflis]], GSSR&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
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		<title>Stephan Burián</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Stephan (István) Baron&#039;&#039;&#039; (ab 1918 &#039;&#039;&#039;Graf&#039;&#039;&#039;) &#039;&#039;&#039;Burián von Rajecz&#039;&#039;&#039; (* [[16. Januar]] [[1852]] in [[Stupava (Slowakei)|Stampfen]] bei [[Bratislawa|Pressburg]]; † [[20. Oktober]] [[1922]] in [[Wien]]) war ein führender Politiker [[Österreich-Ungarn]]s, insbesondere als mehrfacher [[Außenminister|Außen-]] und gemeinsamer [[Liste der Finanzminister Österreich-Ungarns (1867–1918)|Finanzminister]] der [[Österreich-Ungarn|Doppelmonarchie]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Freiherr von Burian 1915 Charles Scolik.png|mini|Stephan Burián, 1915]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burián István.jpg|mini|Burián von Rajecz in der Uniform eines ungarischen Magnaten]]&lt;br /&gt;
=== Diplomatischer Dienst ===&lt;br /&gt;
Burián, Angehöriger des ungarischen [[Landadel]]s im damaligen [[Oberungarn]] (der heutigen [[Slowakei]]), amtierte zunächst als [[k.u.k.]] [[Generalkonsul]] in [[Moskau]], bevor er in den diplomatischen Dienst wechselte. 1887 bis 1895 wirkte er als [[Gesandter]] Österreich-Ungarns in [[Sofia]], der Hauptstadt des damals autonomen, formell noch zum [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] gehörigen [[Fürstentum Bulgarien|Fürstentums Bulgarien]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Joachim Böttcher |Titel=Ferdinand von Sachsen-Coburg und Gotha 1861 - 1948 - Ein Kosmopolit auf dem bulgarischen Thron|Verlag=Osteuropazentrum Berlin - Verlag (Anthea Verlagsgruppe) |Ort=Berlin |Datum=2019 |ISBN=978-3-89998-296-1 |Seiten=61, 63, 76, 104, 111, 340}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1896 wurde er k.u.k. [[Liste der österreichischen Gesandten in Württemberg|Gesandter]] beim König von [[Königreich Württemberg|Württemberg]] in [[Stuttgart]], bevor er 1897 die wichtige Position des Gesandten in [[Athen]] übernahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖBL&amp;quot;&amp;gt;{{ÖBL|1|129||Burian von Rajecz Stefan Graf|}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzminister ===&lt;br /&gt;
1903 wechselte er in die Innenpolitik der [[Österreich-Ungarn|Doppelmonarchie]], als er von [[Kaiser von Österreich|Kaiser]] und König [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Franz Joseph I.]] zum [[k.u.k. gemeinsame Ministerien|gemeinsamen]] &#039;&#039;Minister der Finanzen&#039;&#039; ernannt wurde, eine Position, die er bis 1912 innehatte. Zu den Aufgaben des vormaligen Reichsfinanzministeriums, das neben den Finanzministerien der beiden Teilstaaten der Doppelmonarchie bestand und nun auf ungarischen Wunsch nicht mehr so genannt wurde, gehörten die Finanzierung der Außenpolitik, des [[Gemeinsame Armee|gemeinsamen Heers]] und der [[Österreichische Marine|Kriegsmarine]] sowie seit 1878 auch die Verwaltung von [[Bosnien-Herzegowina]], da sich Österreich und Ungarn nicht hatten darauf einigen können, welchem der beiden Teilstaaten die okkupierte, 1908 annektierte Provinz angehören sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖBL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister a latere ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Enthebung 1912 wurde er im Juni 1913 von Franz Joseph in die Regierung des [[Königreich Ungarn|Königreiches Ungarn]] berufen und zwar als &#039;&#039;Minister a latere&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ungarischer Minister am königlichen Hoflager&#039;&#039;, der die ständige engste Verbindung zwischen dem Wiener Hof und den Ministerien in [[Budapest]] sicherzustellen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im Frühjahr 1914 sah Burián die Ursache für den Gegensatz der Monarchie zu [[Russisches Kaiserreich|Russland]] in [[Galizien]] und nicht auf dem [[Balkanhalbinsel|Balkan]]. Wenn Österreich-Ungarn Russland die Garantie gäbe, polnische und ukrainische Loslösungsbestrebungen, die ihr ja auch selber geschadet hätten, nicht mehr zu unterstützen, hätte die zaristische Außenpolitik keinen Grund mehr gehabt, die Balkanländer gegen die Monarchie zu unterstützen. Dann hätte auch das Bündnis mit [[Deutsches Kaiserreich|Deutschland]] gelockert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Julikrise]] von 1914 vermittelte Burián erfolgreich zwischen Außenminister Berchtold und dem zunächst kriegsunwilligen ungarischen Ministerpräsidenten [[István Tisza]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hugo Hantsch]]: &#039;&#039;Leopold Graf Berchtold. Grandseigneur und Staatsmann&#039;&#039;. Graz/Wien/Köln 1963, Band 1: S. 585f.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
József Galántai: &#039;&#039;István Tisza und der Erste Weltkrieg&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Österreich in Geschichte und Literatur&#039;&#039; 8 (1964), S. 465–477, hier: S. 474.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Minister Stephan Freiherr Burian von Rajez 1915 C. Scolik.png|mini|Stephan Burián, 1915]]&lt;br /&gt;
Nach der Enthebung des Grafen [[Leopold Berchtold]] wurde Burián am 13. Jänner 1915 vom Kaiser und König zum gemeinsamen [[Ministerrat für Gemeinsame Angelegenheiten der Österreichisch-Ungarischen Monarchie|österreichisch-ungarischen &#039;&#039;Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Äußeren&#039;&#039;]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang April 1915 betonte der deutsche Reichskanzler [[Theobald von Bethmann Hollweg]] in Zusammenhang mit dem [[Londoner Vertrag (1915)|drohenden italienischen Kriegseintritt]], dass er &#039;&#039;unser Schicksal nicht an die Unbesonnenheit und Illoyalität Baron Buriáns ketten&#039;&#039; wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Monticone: &#039;&#039;Deutschland und die Neutralität Italiens 1914–1915&#039;&#039;. Verlag Steiner, Stuttgart 1982, ISBN 3-515-03603-2, S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt; Burián hatte die Verhandlungen mit Italien in &#039;&#039;pedantischer und starrer Weise&#039;&#039; geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Lehmann: &#039;&#039;Czernins Friedenspolitik 1916–18&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Die Welt als Geschichte&#039;&#039; 23 (1963), S. 47–59, hier: S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er suchte von Anfang an, nach dem klassischen Rezept der Diplomatie, nicht die Einigung mit Italien, sondern bot immer nur so viel an, wie es dem Verhandlungspartner gerade nicht genug war. Im Februar 1915 signalisierte er nur Verhandlungsbereitschaft, wollte aber von Gebietsabtretungen nichts hören. Im März war er im Prinzip damit einverstanden, aber erst im April dazu bereit, die Abtretung des [[Trentino]] schon während des Krieges vorzunehmen, und blieb damit immer einen Monat hinter den steigenden italienischen Ansprüchen zurück. Er tat das in der Absicht, den italienischen Kriegseintritt, von dessen Unvermeidbarkeit er von Anfang an überzeugt war, möglichst hinauszuschieben. Aus seinem &#039;&#039;kriegsfatalistischen Blickwinkel&#039;&#039; gab er den durchaus vorhandenen Neutralitätsbestrebungen in Italien von Anfang an keine Chance.&amp;lt;ref&amp;gt;István Diószegi: &#039;&#039;Außenminister Stephan Graf Burián. Biographie und Tagebuchstelle&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Annales Universitatis Scientiarum Budapestinensis de Rolando Eötvös nominatae. Sectio historica&#039;&#039; 8 (1966), S. 169–208, hier: S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Burián Minister des Äußeren wurde, war sein Lieblingsprojekt die [[Kriegsziele im Ersten Weltkrieg#Austro-Polnische Lösung|austropolnische Lösung]], die Angliederung [[Kongresspolen]]s an die Monarchie, das Hauptthema bei den deutsch-österreichisch-ungarischen [[Kriegsziele im Ersten Weltkrieg#Kriegsziele der Mittelmächte|Kriegszielerörterungen]], während die übrigen Gebiete kaum behandelt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Steglich (Historiker)|Wolfgang Steglich]]: &#039;&#039;Die Friedenspolitik der Mittelmächte 1917/18&#039;&#039;. Band 1, Wiesbaden 1964, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erreichte bei der Berliner Polen-Konferenz vom 11.–13. August 1915 sogar die (vorübergehende) deutsche Zustimmung zur austropolnischen Lösung.&amp;lt;ref&amp;gt;André Scherer, Jacques Grunewald: &#039;&#039;L’Allemagne et les problèmes de la paix pendant la première guerre mondiale. Documents extraits des archives de l&#039;Office allemand des Affaires étrangères.&#039;&#039; (deutsche Originaldokumente). Band 1, Paris 1962. ISBN 2-85944-010-0, S. 161f. Stephan Graf Burián: &#039;&#039;Drei Jahre aus der Zeit meiner Amtsführung im Kriege&#039;&#039;. Berlin 1923, S. 67ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Burián stellte in seinen Unterredungen mit Bethmann Hollweg die mögliche Angliederung Kongresspolens stets als eine Last dar, die man nur auf sich nehme, weil man keine andere Wahl habe. &#039;&#039;Mit der von ihm gespielten Rolle des &#039;&#039;widerwilligen Annexionisten&#039;&#039; ließ sich ein allzu großer Eifer schlecht vereinbaren&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Lemke: &#039;&#039;Allianz und Rivalität. Die Mittelmächte und Polen im ersten Weltkrieg&#039;&#039;. Verlag Böhlau, Wien/Köln/Graz 1977, S. 251ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanz- und abermals Außenminister ===&lt;br /&gt;
Der Thronwechsel von Franz Joseph zu [[Karl I. (Österreich-Ungarn)|Karl I./IV.]] im November 1916 änderte die Lage, da Karl im Dezember 1916 seinen Favoriten Graf [[Ottokar Czernin]] zum Außenminister ernannte. Burián wurde nun neuerlich gemeinsamer Finanzminister und blieb dies bis April 1918.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der insbesondere wegen der [[Sixtus-Affäre]] unumgänglich gewordene Rücktritt Czernins brachte Burián erneut ins Außenministeramt, das er von April bis zum 24. Oktober 1918 nochmals innehatte. Er war damit der vorletzte Außenminister der Doppelmonarchie. Nach seiner Wiederernennung erhob ihn Kaiser und König Karl kurz vor der Auflösung der Habsburgermonarchie noch in den Grafenstand. Da das Königreich Ungarn Mitte Oktober mit Zustimmung des Monarchen die Realunion mit dem kaiserlichen Österreich per Ende Oktober 1918 gekündigt hatte, sah Burián in dieser Funktion keine Wirkungsmöglichkeit mehr. Der ehemalige ungarische Ministerpräsident [[István Tisza]], dessen Vertrauter Burián war, wurde am 31. Oktober 1918 in Budapest ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Burián, der nach dem Krieg wegen seiner Außenpolitik vor allem von deutscher Seite – namentlich von General [[Erich Ludendorff]] – heftig attackiert wurde, schrieb seine Kriegserinnerungen nieder, die nach seinem Tode sowohl in deutscher als auch in englischer Version erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burián verbrachte seinen Lebensabend in Wien und wohnte zuletzt im [[Schwarzenbergplatz#Nr. 17: Palais Wertheim|Palais Wertheim am Schwarzenbergplatz]]. Er starb am 20. Oktober 1922 in Wien und wurde im Burián’schen Familiengrab auf dem [[Wiener Zentralfriedhof]] (Gruppe 16 G, Nummer 5) beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung ==&lt;br /&gt;
Viele warfen Burián seine Starrheit vor; nach dem Historiker [[István Diószegi (Historiker)|István Diószegi]] blieb er auch als praktischer Politiker ein Doktrinär, der die flexible Wirklichkeit in theoretische Schemata presste und die Dinge, ohne sich um die tatsächlichen Triebkräfte zu kümmern, nach den von ihm aufgestellten Regeln erledigte – solange, bis sich herausstellte, dass sie ungeeignet waren. Auf den Misserfolg folgte niemals eine Überprüfung der Methode, sondern die Aufstellung neuer theoretischer Schemata.&amp;lt;ref&amp;gt;István Diószegi: &#039;&#039;Außenminister Stephan Graf Burián. Biographie und Tagebuchstelle&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Annales Universitatis Scientiarum Budapestinensis de Rolando Eötvös nominatae. Sectio historica&#039;&#039; 8 (1966), S. 169–208, hier: S. 170–174.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Drei Jahre aus der Zeit meiner Amtsführung im Kriege&#039;&#039;. Ullstein, Berlin 1923.&lt;br /&gt;
** ins Englische übersetzt: [https://archive.org/details/austriaindissolu00step/page/n5/mode/2up &#039;&#039;Austria in dissolution; being the personal recollections of Stephan, count Burian&#039;&#039;] (Digitalisat, mit einem Vorwort von Burián)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|3|52|52|Burián von Rajecz, Stephan Graf|Reinhold Lorenz|124541755}}&lt;br /&gt;
* Georg Erich Schmid: &#039;&#039;[https://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=633 Burián von Rajecz, Stephan Graf]&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&#039;&#039;. Band 1. München 1974, S. 272 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|István Burián|Stephan Burián}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Burián-Rajecz,_Stephan_Graf}}&lt;br /&gt;
* [https://www.oocities.org/veldes1/burian.html Biografie bei Austrian Commanders] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.firstworldwar.com/bio/burian.htm Biografie bei firstworldwar.com] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/002778}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kabinett István Tisza II}}&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|  VORGÄNGER= Theodor von Zichy&lt;br /&gt;
|        AMT= [[Liste der österreichischen Gesandten in Württemberg|k.u.k. Gesandter in Württemberg]]&lt;br /&gt;
|       ZEIT= 1896–1897&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER= Siegfried von Clary-Aldringen&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER2= [[Gustav von Kosjek]]&lt;br /&gt;
|       AMT2= [[Liste der österreichischen Botschafter in Griechenland|k.u.k. Gesandter in Griechenland]]&lt;br /&gt;
|      ZEIT2= 16. Febr. 1897 – 24. Juli 1903&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2= [[Karl von Macchio]]&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER3= [[Agenor Gołuchowski der Jüngere]] &amp;lt;small&amp;gt;(interim.)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|       AMT3= [[k.u.k. Finanzminister]]&lt;br /&gt;
|      ZEIT3=  24. Juli 1903 – 12. Feb. 1912&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER3= [[Leon Ritter von Biliński]]&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER4= [[László Lukács]]&lt;br /&gt;
|       AMT4= Minister á latere&lt;br /&gt;
|      ZEIT4= 10. Jun 1913 – 13. Jan. 1915&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER4= [[Erwin Roszner von Roseneck]]&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER5= [[Leopold Graf Berchtold]]&lt;br /&gt;
|       AMT5= [[Liste der Außenminister der Habsburgermonarchie|k.u.k. Außenminister]]&lt;br /&gt;
|      ZEIT5= 13. Jan. 1915 – 22. Dez. 1916&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER5= [[Ottokar von Czernin]]&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER6= [[Ernest von Koerber]]&lt;br /&gt;
|       AMT6= [[k.u.k. Finanzminister]] &amp;lt;small&amp;gt;(interim.)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|      ZEIT6=  28. Okt. 1916 – 2. Dez. 1916&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER6= [[Konrad zu Hohenlohe-Schillingsfürst]]&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER7= [[Konrad zu Hohenlohe-Schillingsfürst]]&lt;br /&gt;
|       AMT7= [[k.u.k. Finanzminister]]&lt;br /&gt;
|      ZEIT7=  22. Dez. 1916 – 7. Sep. 1918&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER7= [[Alexander Spitzmüller von Harmersbach]]&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER8= [[Ottokar von Czernin]]&lt;br /&gt;
|       AMT8= [[Liste der Außenminister der Habsburgermonarchie|k.u.k. Außenminister]]&lt;br /&gt;
|      ZEIT8=  16. April 1918 – 24. Okt. 1918&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER8= [[Gyula Andrássy der Jüngere]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124541755|VIAF=88789147}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Burian, Stephan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenminister (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsfinanzminister (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minister (Transleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouverneur (Bosnien und Herzegowina)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisch-ungarischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesandter in Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Botschafter in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies (Österreich, 20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1852]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Burián, Stephan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Burián von Rajecz, Stephan&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-ungarischer Diplomat und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Januar 1852&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stupava (Slowakei)|Stampfen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Oktober 1922&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karel_Husa&amp;diff=390222</id>
		<title>Karel Husa</title>
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		<updated>2024-11-20T14:19:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Karel Husa&#039;&#039;&#039; (* [[7. August]] [[1921]] in [[Prag]]; † [[14. Dezember]] [[2016]] in [[Apex (North Carolina)|Apex]], [[North Carolina]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Karel Husa (1921–2016) - Schott Music|Sammelwerk=Schott Music|Datum=2016-12-15|Online=https://de.schott-music.com/karel-husa-1924|Abruf=2016-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Komponist]] [[Tschechien|tschechischer]] Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er studierte ab 1939 am [[Prager Konservatorium]] bei [[Jaroslav Řídký]] sowie [[Dirigieren]] bei [[Metod Doležil]] und [[Pavel Dědeček]] und an der [[Akademie der musischen Künste in Prag|Prager Musik-Akademie]] und graduierte 1947. 1947 komplettierte er seine Studien in [[Paris]] am &#039;&#039;[[Conservatoire de Paris]]&#039;&#039; und an der &#039;&#039;Ecole normale de musique&#039;&#039;. Zu seinen Lehrern zählten [[Arthur Honegger]] sowie [[Nadia Boulanger]] für [[Komposition (Musik)|Komposition]], [[André Cluytens]], [[Eugène Bigot]] und [[Jean Fournet]] für Dirigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 wurde er Professor für Komposition und [[Musiktheorie]] an der &#039;&#039;[[Cornell University]]&#039;&#039; in [[Ithaca (New York)|Ithaca]], Bundesstaat [[New York (Bundesstaat)|New York]] und blieb dort bis 1992. Ferner dozierte er am &#039;&#039;Ithaca College&#039;&#039; Komposition. 1974 wurde er gewähltes Mitglied der &#039;&#039;[[Königliche Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien|Königlich Belgischen Akademie der Schönen Künste und Wissenschaften]]&#039;&#039;. Ferner erhielt er mehrmals die Ehrendoktorwürde, so unter anderem vom &#039;&#039;Coe College&#039;&#039;, dem &#039;&#039;Cleveland Institute of Music&#039;&#039;, dem &#039;&#039;Ithaca College&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Baldwin Wallace College&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1959 wurde er [[Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten|US-amerikanischer Staatsbürger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl er persönlich als auch seine Werke erhielten zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Mit seinem &#039;&#039;String Quartet No. 3&#039;&#039; bekam er 1969 den bekannten [[Pulitzer-Preis]] und mit seinem &#039;&#039;Cello Concerto&#039;&#039; bekam er 1993 den [[Grawemeyer Award]]. 1994 wurde er in die [[American Academy of Arts and Letters]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://artsandletters.org/?s=Karel+Husa&amp;amp;restype=all | titel=Members: Karel Husa| hrsg=American Academy of Arts and Letters| zugriff=2019-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein &#039;&#039;Music for Prague 1968&#039;&#039; gehört heute mit über 7000 Aufführungen weltweit zum modernen Repertoire der guten Symphonischen Blasorchester. In Deutschland machte als erstes die Stadtkapelle Wangen die Musik von Karel Husa bekannt (und holte mit „Music for Prague 1968“ und „Al Fresco“ national sowie international mehrere Musikpreise). Von seiner „Music for Prague 1968“ fertigte Husa selbst eine Sinfonieorchesterversion an und erfüllte sich einen langersehnten Traum, als er diese Fassung am 13. Februar 1990 in Prag mit der [[Tschechische Philharmonie|Tschechischen Philharmonie]] aufführen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er dirigierte nahezu alle bedeutenden Orchester in [[New York City|New York]], [[Boston]] und [[Washington, D.C.]] sowie derjenigen in Paris, [[London]], Prag, [[Zürich]], [[Hongkong]] und [[Singapur]]. Jedes Jahr besuchte er rund 20 Universitäten für Gastdirigate und als Lektor für seine Musik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Komponisten, die bei Husa studierten, zählt auch [[Henrique de Curitiba]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[University of Florida]] verlieh ihm 2011 die [[Ehrendoktor]]würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Honorary Degree Recipients |url=http://president.ufl.edu/office/honors-awards/honorary-degree-recipients/ |wayback=20151220201932}} president.ufl.edu, abgerufen am 14. Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werke für Orchester ===&lt;br /&gt;
* 1948 &#039;&#039;Divertimento for String Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*# Ouverture&lt;br /&gt;
*# Aria&lt;br /&gt;
*# Finale&lt;br /&gt;
* 1949 &#039;&#039;Concertino pro klavír a orchestr&#039;&#039; opus 10&lt;br /&gt;
* 1953 &#039;&#039;First Symphony&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1956–1957 &#039;&#039;Fantasies for Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*# Aria&lt;br /&gt;
*# Capriccio&lt;br /&gt;
*# Nocturne&lt;br /&gt;
* 1961 &#039;&#039;Mosaïques&#039;&#039; for Orchestra&lt;br /&gt;
* 1963 &#039;&#039;Fresque&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1971 &#039;&#039;Two Sonnets by Michelangelo&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1978 &#039;&#039;An American Te Deum for Chorus and Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1979 &#039;&#039;Pastoral&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1983 &#039;&#039;Reflections - Symphony No. 2&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1984 &#039;&#039;Symphonic Suite&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1986 &#039;&#039;Concerto for Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1987 &#039;&#039;Concerto for Organ and Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1987 &#039;&#039;Concerto for Trumpet and Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1988 &#039;&#039;Concerto for Violoncello and Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1993 &#039;&#039;Concerto for Violin and Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1996 &#039;&#039;Celebration Fanfare&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1997 &#039;&#039;Celebración&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1990 &#039;&#039;Overture &amp;quot;Youth&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Concerto for Brass-Quintet and String Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Evocations de Slovaquie&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Elegie et Rondeau for Alto Saxophon and Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Overture for Large Orchestra&#039;&#039; opus 3&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Portrait for String Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Serenade for Woodwind Quintet with String Orchestra, Xylophone and Harp&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werke für Blasorchester ===&lt;br /&gt;
* 1955/1964 &#039;&#039;Festive Ode&#039;&#039; for chorus and wind band - Text: [[Eric Blackall]]&lt;br /&gt;
* 1958 &#039;&#039;Divertimento for Brass-Ensemble and Percussion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1967 &#039;&#039;Concerto for Alto Saxophone and Concert Band&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1968 &#039;&#039;Music for Prague 1968 for Concert Band&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*# Introduction and Fanfare&lt;br /&gt;
*# Aria&lt;br /&gt;
*# Interlude&lt;br /&gt;
*# Toccata and Chorale&lt;br /&gt;
* 1970 &#039;&#039;Apotheosis of this Earth&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*# Apotheosis&lt;br /&gt;
*# Tragedy of Destruction&lt;br /&gt;
*# Postscript&lt;br /&gt;
* 1970–1971 &#039;&#039;Concerto for Percussion and Wind Ensemble&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1973 &#039;&#039;Concerto for Trumpet and Wind Orchestra&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1973 &#039;&#039;Al Fresco for Concert Band&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1974/1995 &#039;&#039;Divertimento for Symphonic Winds and Percussion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1976 &#039;&#039;An American Te Deum for Chorus and Band&#039;&#039; Text: [[Henry David Thoreau]], [[Ole Rølvaag]], [[Otokar Březina]], folk, traditional, and liturgical sources&lt;br /&gt;
* 1980 &#039;&#039;Intradas and Interludes&#039;&#039; for 7 trumpets and percussion&lt;br /&gt;
* 1981 &#039;&#039;Fanfare&#039;&#039; for ensemble of brass and percussion&lt;br /&gt;
* 1982 &#039;&#039;Concerto for (Large) Wind Ensemble (1982)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1984 &#039;&#039;Concertino for Piano and Wind Ensemble&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1984 &#039;&#039;Smetana Fanfare for Wind Ensemble&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1996 &#039;&#039;Midwest Celebration (Fanfare) for Three Choirs of Brass and Percussion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1997 &#039;&#039;Les Couleurs Fauves&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bühnenwerke ===&lt;br /&gt;
* 1974 &#039;&#039;The Steadfast Tin Soldier&#039;&#039; Ballet, from the [[Hans Christian Andersen]] fairy tale&lt;br /&gt;
* 1976 &#039;&#039;Monodrama&#039;&#039; Ballet&lt;br /&gt;
* 1980 &#039;&#039;The Trojan Women&#039;&#039; Ballet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Werke ===&lt;br /&gt;
* 1945 &#039;&#039;Suite&#039;&#039; opus 5, for viola and piano&lt;br /&gt;
* 1945 &#039;&#039;Sonatina&#039;&#039; opus 6, for violin and piano (also for flute and piano)&lt;br /&gt;
* 1956 &#039;&#039;Twelve Moravian Songs&#039;&#039; for voice and piano&lt;br /&gt;
* 1958 &#039;&#039;Divertimento&#039;&#039; for ensemble of brass and percussion&lt;br /&gt;
* 1960 &#039;&#039;Poem for Viola and Chamber Orchestra, Oboe, Horn and Piano&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1968 &#039;&#039;String Quartet No. 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1973 &#039;&#039;Sonata&#039;&#039; for violin and piano&lt;br /&gt;
* 1974 &#039;&#039;Divertimento&#039;&#039; for brass quintet, with optional percussion&lt;br /&gt;
* 1976 &#039;&#039;Drum Ceremony&#039;&#039; for 5 percussion&lt;br /&gt;
* 1977 &#039;&#039;Landscapes&#039;&#039; for brass quintet&lt;br /&gt;
* 1979 &#039;&#039;Three Dance Sketches&#039;&#039; for percussion&lt;br /&gt;
* 1981 &#039;&#039;Sonata à tre&#039;&#039; for clarinet, violin, and piano&lt;br /&gt;
* 1982 &#039;&#039;Recollections&#039;&#039; for wind quintet and piano&lt;br /&gt;
* 1983 &#039;&#039;Cantata&#039;&#039; for male chorus and brass quintet - Text: [[Edwin Arlington Robinson]], [[Emily Dickinson]], [[Walt Whitman]]&lt;br /&gt;
* 1990 &#039;&#039;String Quartet No. 4 (&amp;quot;Poems&amp;quot;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1992 &#039;&#039;Cayuga Lake (Memories)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1992 &#039;&#039;Tubafest Celebration Fanfare&#039;&#039; for tuba quartet&lt;br /&gt;
* 1994 &#039;&#039;Five Poems&#039;&#039; for wind quintet (flute, oboe, clarinet, basson, horn)&lt;br /&gt;
* 1997 &#039;&#039;Postcard from Home&#039;&#039; for alto saxophone and piano&lt;br /&gt;
* 2000 &#039;&#039;Song (Good Night)&#039;&#039; for a cappella SATB chorus&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Musique d&#039;amateurs&#039;&#039; für Oboe, Trompete und Streicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werke für Orgel ===&lt;br /&gt;
* 1987 &#039;&#039;Frammenti&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werke für Klavier ===&lt;br /&gt;
* 1943 &#039;&#039;Sonatina&#039;&#039; opus 1&lt;br /&gt;
* 1975 &#039;&#039;Sonata No. 2&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1984 &#039;&#039;Variations&#039;&#039; for piano quartet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chormusik ===&lt;br /&gt;
* 1976 &#039;&#039;There Are From Time To Time Mornings&#039;&#039; for baritone voice and mixed chorus a cappella&lt;br /&gt;
* 1981 &#039;&#039;Every Day&#039;&#039; for mixed chorus a cappella&lt;br /&gt;
* 1981 &#039;&#039;Three Moravian Songs&#039;&#039; for mixed chorus a cappella&lt;br /&gt;
* 2000 &#039;&#039;Song (Good Night)&#039;&#039; for a cappella SATB chorus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Byron Adams: &#039;&#039;Karel Husa&#039;s Music for Prague 1968. An Interpretative Analysis&#039;&#039;. In: &#039;&#039;The Instrumentalist&#039;&#039;. 42, 1987, {{ZDB|1254768-2}}, S. 19–24.&lt;br /&gt;
* Lawrence W. Hartzell: &#039;&#039;Karel Husa. The Man and the Music&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Musical Quarterly&#039;&#039; 62, 1976, {{ISSN|0027-4631}}, S. 87–104&lt;br /&gt;
* Susan Hayes Hitchens: &#039;&#039;Karel Husa. A Bio-Bibliography&#039;&#039;. Greenwood Press, New York NY u. a. 1991, ISBN 0-313-25585-7, (&#039;&#039;Bio-bibliographies in music&#039;&#039; 31).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{NKCR|jn19990009851}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119397315|TYP=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* [https://www.nytimes.com/2017/01/04/arts/music/karel-husa-pulitzer-prize-winning-composer-dies-at-95.html Nachruf in The New York Times]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119397315|LCCN=n/81/22490|VIAF=115622231}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Husa, Karel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Ballett)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Blasmusik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der tschechischen Verdienstmedaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pulitzer-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Letters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor einer Hochschule]] &amp;lt;!-- University of Louisville --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der University of Florida]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tscheche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2016]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Husa, Karel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Komponist und Professor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. August 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prag]], Tschechoslowakei&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Dezember 2016&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Apex (North Carolina)|Apex, North Carolina]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Regierungstruppe_des_Protektorats_B%C3%B6hmen_und_M%C3%A4hren&amp;diff=2749383</id>
		<title>Regierungstruppe des Protektorats Böhmen und Mähren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Regierungstruppe_des_Protektorats_B%C3%B6hmen_und_M%C3%A4hren&amp;diff=2749383"/>
		<updated>2024-10-30T19:06:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Regierungstruppe des Protektorats Böhmen und Mähren&#039;&#039;&#039; (kurz &#039;&#039;Regierungstruppe&#039;&#039;, {{csS|Vládní vojsko}}) war eine bewaffnete Formation des [[Protektorat Böhmen und Mähren|Protektorats Böhmen und Mähren]]. Sie wurde nach der „[[Zerschlagung der Rest-Tschechei]]“ und der Gründung des Protektorats durch das [[NS-Staat|nationalsozialistische Deutschland]] am 25. Juli 1939 aufgestellt und diente ausschließlich zeremoniellen Zwecken. Ihre Truppenstärke betrug 280 Offiziere und 7000 Soldaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vládní vojsko - uniforma (VHU).jpg|mini|Uniform der Regierungstruppe, Dienstgrad &#039;&#039;vrchní strážmistr&#039;&#039; (&#039;&#039;Oberfeldwebel&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leistungsabzeichen der Regierungstruppe des Protektorats Böhmen und Mähren.jpg|mini|[[Leistungsabzeichen der Regierungstruppe des Protektorats Böhmen und Mähren|Leistungsabz. der Regierungstruppe]], darauf Wappen des Protektorats]]&lt;br /&gt;
Die Aufstellung Protektorats-eigener [[Streitkräfte]], die nach amtlicher Lesart der „Wahrung der inneren Ruhe und Ordnung“ dienen&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF&amp;quot;&amp;gt;http://www.arcig.cz/projekty/historseminar/kuzvart.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; und einen Aufstand von Soldaten der seit dem 15. März 1939 aufgelösten [[Tschechoslowakische Armee|Tschechoslowakischen Armee]] verhindern sollte, sollte einen Anschein von Unabhängigkeit des Protektorats wahren. Tatsächlich diente sie nur zeremoniellen Zwecken. Für den Schutz der deutschen Oberhoheit im Protektorat sorgten [[Wehrmacht]]seinheiten, etwa 5.800 Mitglieder der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] und ein System von Spitzeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg K. Hoensch]]: &#039;&#039;Geschichte der Tschechoslowakei&#039;&#039;, Stuttgart 1992, ISBN 3-17-011725-4, S. 106f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Aufnahme in die Regierungstruppe war ein Alter von 18 bis 25 Jahren, einwandfreier Gesundheitszustand, eine Mindestgröße von 165 cm, eine abgeschlossene [[Volksschule#20. Jahrhundert|Volksschulausbildung]] sowie politische Zuverlässigkeit verlangt. Eingestellt wurden nur unverheiratete und kinderlose Männer [[Tschechen|tschechischer]] [[Volkszugehörigkeit]]. Das Führungsorgan der Regierungstruppe war die Generalinspektion mit Sitz im ehemaligen Gebäude des tschechoslowakischen Verteidigungsministeriums. Ihr unterstanden drei &#039;&#039;Regional-Kommandos&#039;&#039; (entsprechend den Kommandanturen der [[Regiment]]er). In der Regierungstruppe dienten maximal etwa 7.000 Soldaten (darunter ca. 280 [[Offizier]]e) in zwölf [[Bataillon]]en in der Stärke von je 480–540 Mann. Zum &#039;&#039;Generalinspekteur der Regierungstruppen&#039;&#039; wurde der General I. Klasse (entspricht General der Waffengattung) [[Jaroslav Eminger]] ernannt. Dies blieb er für die gesamte Dauer des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]]. Überwacht wurden die Regierungstruppen von einer Verbindungsstelle namens &#039;&#039;Deutscher Verbindungsstab bei der Regierungstruppe des Protektorats Böhmen und Mähren&#039;&#039;. Diesen kommandierten nacheinander die Generäle [[Erich Friderici]] (Juli 1939 bis Oktober 1941), [[Rudolf Toussaint]] (Oktober 1941 bis September 1943 und dann wieder von Juli 1944 bis Mai 1945) und [[Ferdinand Schaal]] (September 1943 bis Juli 1944). Die Regierungstruppe war die einzige Institution des Protektorats, in der als Verkehrssprache ausschließlich die [[Tschechische Sprache|tschechische]] verwandt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einheiten wurden in erster Linie für [[Ehrenwache|Wach]]- und [[Militärparade|Paradeaufgaben]] geschult. Schießübungen wurden aufgrund der geringen Zuweisung von [[Munition]] sehr begrenzt durchgeführt, bei diesen wurden oft nur [[Pistole]]n verwandt. [[Militärmanöver|Manöver]] oder Geländeübungen fanden nie statt. Auch die Bewaffnung der Regierungstruppe war nur leicht, sie entsprach eher der einer [[Polizei]]einheit (keine [[Kampfflugzeug|Flugzeuge]], [[Panzer]], [[Mannschaftstransportwagen (Militär)|gepanzerte Fahrzeuge]], [[Artillerie]], [[Automatische Schusswaffe|Maschinenwaffen]] oder [[Handgranate]]n). Die Soldaten wurden meist zum [[Katastrophenschutz]], aber nur selten zur [[Aufstandsbekämpfung|Bandenbekämpfung]] eingesetzt. Dies lag wohl vor allem an der Unzuverlässigkeit der Regierungstruppen, denn bei der Verfolgung von [[Partisan]]en oder der Aufklärung von Sprengstoffanschlägen wurden aufgrund von absichtlichem Behindern der Soldaten und Offiziere kaum Ergebnisse erzielt. 72 ihrer Mitglieder wurden wegen Widerstand verhaftet und 33 in [[Konzentrationslager]] eingeliefert. Staatspräsident [[Emil Hácha]] machte deutschen Stellen zweimal den Vorschlag zur Entsendung einer „Tschechischen Legion“ (&#039;&#039;České legie&#039;&#039;) an die [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]]. Dies scheiterte trotz ähnlicher Bestrebungen des [[Oberkommando der Wehrmacht|OKW]] vor allem am Misstrauen [[Adolf Hitler|Hitlers]] aufgrund der Erfahrung des Ersten Weltkrieges mit Massendesertionen tschechischer Soldaten zu den Russen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsende ===&lt;br /&gt;
Im Mai 1944 wurden elf der zwölf Bataillone der Regierungstruppe nach [[Oberitalien]] zu Bau- und Schanzarbeiten verlegt. Als einziges [[Bataillon]] verblieb die [[Hradní stráž|Burgwache]] in Prag um ihre Aufgabe als Wache des &#039;&#039;Staatspräsidenten des Protektorats Böhmen und Mähren&#039;&#039; wahrzunehmen. Dies geschah vor allem, da man befürchtete, dass sich die Soldaten der sich nähernden [[Rote Armee|Roten Armee]] anschließen könnten. Die Generalinspektion lag in [[Verona]], die drei untergeordneten Regional-Kommandos in [[Bologna]], [[Varese]] und [[Turin]]. Operativ unterstellt war sie dem &#039;&#039;[[SS- und Polizeiführer|SSPF]] Oberitalien Mitte&#039;&#039; [[Ernst-Albrecht Hildebrandt]]. Insgesamt wurden 5.002 Mannschaften und 272 Offiziere entsendet. Trotz der anfänglichen Verbote erforderte die Situation den Einsatz der Regierungstruppe im Kampf gegen [[Resistenza|italienische Partisanen]]. Diese Auseinandersetzungen kosteten auf Seiten der Regierungstruppen 10 Tote und 15 Verwundete. Etwa 800 Soldaten schlossen sich den Partisanen an oder desertierten (offiziell galten sie als „entführt“). Der Rest der Regierungstruppe wurde im Oktober 1944 entwaffnet (nur Offiziere durften ihre persönliche Waffe behalten) und alle elf Bataillone in &#039;&#039;Arbeits-Bataillone&#039;&#039; umgegliedert, um in den [[Alpen]] Festungsanlagen zu bauen. Die Soldaten erlebten das Kriegsende in Italien und kehrten im Juli 1945 in die Tschechoslowakei zurück. Die zurückgebliebene Burgwache nahm im Mai 1945 am [[Prager Aufstand]] teil. Der Generalinspekteur der Regierungstruppe Jaroslav Eminger wurde nach Kriegsende von den [[Kommunistische Partei der Tschechoslowakei|Kommunisten]] der Kollaboration mit den Deutschen beschuldigt, die Anschuldigungen aber im April 1947 fallen gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Generalinspektion&#039;&#039;&#039; – [[Prag]]-Dewitz (General I. Klasse [[Jaroslav Eminger]])&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.fronta.cz/sekce/dotazy-a-odpovedi?list=12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Regional-Kommando I&#039;&#039;&#039; – Prag (General III. Klasse František Fabian, ab 1942 General III. Klasse Karel Pražák)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Bataillon – Prag u. [[Lány u Rakovníka|Lana]] (Wache der [[Prager Burg]], Sitz des &#039;&#039;Staatspräsidenten des Protektorats Böhmen und Mähren&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Bataillon – [[Rakonitz]] u. [[Kralowitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Bataillon – [[Písek|Pisek]] u. [[Moldautein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Bataillon – [[Tschaslau]] u. [[Benešov|Beneschau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Bataillon – [[Kuttenberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Regional-Kommando II&#039;&#039;&#039; – [[Königgrätz]] (General III. Klasse Karel Procházka)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Bataillon – Königgrätz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Bataillon – [[Josefov (Jaroměř)|Josefstadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Bataillon – [[Jitschin]] u. [[Turnov|Turnau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Bataillon – [[Reichenau an der Knieschna]] u. [[Adlerkosteletz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Regional-Kommando III&#039;&#039;&#039; – [[Brünn]] (General III. Klasse Eduard Horák)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Bataillon – [[Hohenmauth]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Bataillon – [[Butschowitz]] u. [[Bzenec|Bisenz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Bataillon – [[Leipnik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienstgrade ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F1F1F1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; width:160px;&amp;quot;| 1939–40&amp;lt;ref&amp;gt;http://en.valka.cz/viewtopic.php/t/45888&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; width:160px;&amp;quot;| 1940–45&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; width:160px;&amp;quot;| Entsprechender [[Dienstgrad]] des [[Heer (Wehrmacht)|Heeres]] der [[Wehrmacht]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vojín&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;([[Gemeiner]])&#039;&#039;  || Střelec&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;(Schütze)&#039;&#039; || [[Schütze (Dienstgrad)|Schütze]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Svobodník&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;(Gefreiter)&#039;&#039; || Svobodník&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;(Gefreiter)&#039;&#039; || [[Gefreiter]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Desátník&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;([[Korporal]])&#039;&#039; || Desátník&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;(Korporal)&#039;&#039; || [[Stabsgefreiter]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Četař&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;([[Zugsführer]])&#039;&#039; || Četař&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;(Zugsführer)&#039;&#039; || [[Unteroffizier]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rotný&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;([[Rottmeister]])&#039;&#039;|| Rotný&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;(Rottmeister)&#039;&#039;|| [[Unterfeldwebel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rotmistr&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;([[Kompaniefeldwebel]])&#039;&#039; || Strážmistr&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;([[Wachtmeister]])&#039;&#039; || [[Feldwebel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Štábní rotmistr&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;(Stabsfeldwebel)&#039;&#039; || Vrchní strážmistr &#039;&#039;(Oberwachtmeister)&#039;&#039; || [[Oberfeldwebel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Praporčík&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;([[Fähnrich]])&#039;&#039; || Štábní strážmistr &#039;&#039;(Stabswachtmeister)&#039;&#039; || [[Stabsfeldwebel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Poručík || Poručík || [[Leutnant]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nadporučík || Nadporučík || [[Oberleutnant]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kapitán || Hejtman || [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Štábní kapitán&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;([[Stabskapitän]])&#039;&#039;|| Hejtman I. třídy&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;([[Hetman]] I. Klasse)&#039;&#039; || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Major || Major || [[Major]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Podplukovník || Podplukovník || [[Oberstleutnant]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Plukovník || Plukovník || [[Oberst]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Generál III. třídy&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;(General III. Klasse)&#039;&#039; || Generál III. třídy || [[Generalmajor]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Generál II. třídy&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;(General II. Klasse)&#039;&#039; || Generál II. třídy || [[Generalleutnant]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Generál I. třídy&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;(General I. Klasse)&#039;&#039; || Generál I. třídy || [[General der Waffengattung]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=[[Jaromír Tauchen]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Die Staatsverwaltung des Protektorats Böhmen und Mähren (1939–1945). Ein Grundüberblick und die Entwicklungstendenzen.&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=[[Beiträge zur Rechtsgeschichte Österreichs]]&lt;br /&gt;
  | Datum=2022&lt;br /&gt;
 | Seiten=398-408&lt;br /&gt;
 | Online=https://austriaca.at/0xc1aa5576%200x003dc9aa.pdf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [http://www.uniforminsignia.org/?option=com_insigniasearch&amp;amp;Itemid=53&amp;amp;result=1179 Dienstgradabzeichen der Regierungstruppen auf uniforminsignia.org]&lt;br /&gt;
* [http://www.arcig.cz/projekty/historseminar/kuzvart.pdf Die Regierungstruppe und ihre Rolle im Zweiten Weltkrieg, PDF, tschechisch]&lt;br /&gt;
* [http://www.stream.cz/video/13/111620-vladni-vojsko-1939-45 Fotografien von Soldaten der Regierungstruppe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechische Kollaboration]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=St.-Georgs-Bruderschaft&amp;diff=1412562</id>
		<title>St.-Georgs-Bruderschaft</title>
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		<updated>2024-09-19T11:49:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;St.-Georgs-Bruderschaften&#039;&#039;&#039; des Spätmittelalters waren [[Patriziergesellschaft]]en, die am [[Fernhandel]] der [[Hanse]] beteiligt waren. Ihre Gründungszeit liegt vor 1350. Die Versammlungsräume dieser Bruderschaften befanden sich in den teilweise heute noch erhaltenen [[Artushof|Artushöfen]] verschiedener [[Hansestadt|Hansestädte]] im Ostseeraum, insbesondere in [[Danzig]] (&#039;&#039;Gdańsk&#039;&#039;, [[Artushof Danzig]]), [[Elbląg|Elbing]] (&#039;&#039;Elbląg&#039;&#039;, [[Artushof Elbing]]) und [[Toruń|Thorn]] (&#039;&#039;Toruń&#039;&#039;, [[Artushof Toruń]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglich in [[Riga]] (&#039;&#039;Riga&#039;&#039;) und [[Tallinn|Reval]] (&#039;&#039;Tallinn&#039;&#039;) bestehenden Bruderschaften gingen 1399 in der [[Schwarzhäupter|&#039;&#039;Compagnie der Schwarzen Häupter&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Bruderschaft der Schwarzhäupter&#039;&#039;]] auf; die ehemaligen &#039;&#039;Artushöfe&#039;&#039; wurden zu &#039;&#039;[[Schwarzhäupterhaus|Schwarzhäupterhäusern]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Niedergang der Hanse im ausgehenden 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verloren auch die Bruderschaften an Funktion und Bedeutung; der genaue Zeitpunkt ihrer Auflösung ist unbestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roman Czaja: &#039;&#039;Korporative Organisationsformen der herrschenden Gruppen in den Ostseestädten&#039;&#039;. Zusammenfassung des Artikels aus &#039;&#039;Zapiski Historyczne. Poświęcone Historii Pomorza I Krajów Bałtyckich Ukazują Się Od 1908 Roku&#039;&#039;, Band LXIX, Heft 2–3. Towarzystwo Naukowe w Toruniu, Toruń 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stgeorgsbruderschaft}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Hanse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Geschichte (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adelsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patriziergesellschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=S%C3%A4ulensonnenuhr&amp;diff=1679316</id>
		<title>Säulensonnenuhr</title>
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		<updated>2024-07-30T09:52:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zsonnenuhrmodell.jpg|miniatur|Zylindersonnenuhr für φ=52°]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Säulensonnenuhr&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Zylindersonnenuhr&#039;&#039;&#039;; [[Lateinische Sprache|lateinisch]] &#039;&#039;cylindrus horarius&#039;&#039;) ist eine [[Höhensonnenuhr #Zylindersonnenuhr|Höhensonnenuhr]]. Sie besteht aus einem senkrecht zu haltenden Zylinder mit einem um dessen Achse drehbaren [[Schattenstab]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sonnenuhr war im [[Spätmittelalter]] und am Anfang der [[Neuzeit]] weit verbreitet. Sie wurde von [[Hermann von Reichenau]] (1013–1054) entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SoHa&amp;quot;&amp;gt;Vgl. &#039;&#039;Sonnenuhren-Handbuch&#039;&#039;, Arbeitskreis Sonnenuhren in der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie, 2006, Seite 128&amp;lt;/ref&amp;gt; Hirten verwendeten sie in verkleinerter Ausführung, die „Hirtensonnenuhr“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.horo.ch/astro/psd/dragon_de.html Drachen- oder Hirtensonnenuhr]&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt wurde und aus einfachen Werkstoffen – meist aus Holz oder [[Bein (Werkstoff)|Bein]] – bestand. Bei Nichtgebrauch ließ sich der Schattenwerfer, ein horizontal gestellter Stab, meistens in den Zylinder einklappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Datum ([[Deklination (Astronomie)|Deklinationswinkel]] der Sonne) muss bekannt sein, ebenso, ob Vor- oder Nachmittag ist. Der Schattenstab wird über die gültige Datumslinie gestellt. Die Uhr wird mit senkrechter Achse und dem Schattenstab gegen die Sonne gehalten (Stabschatten senkrecht). Die Schnittpunkte der Datumslinien mit den Stundenlinien bilden eine [[Skale|Skala]], von der die Vormittags- bzw. Nachmittagsstunde ablesbar ist. Anzeigepunkt ist das Ende des Stabschattens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abbildung zeigt eine Zylindersonnenuhr für die [[geografische Breite]]&amp;amp;nbsp;52°. Das [[Sonnenuhr #Die_Zifferblätter|Zifferblatt]] veranschaulicht darüber hinaus, wie sich die [[Tageslänge]] und die Höhe der Sonne ([[Höhenwinkel]]) im Verlauf eines Jahres verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Sonnenuhrenhandbuch&#039;&#039;, Deutsche Gesellschaft für Chronometrie, Arbeitskreis Sonnenuhren, 2006, S. 73 und S. 128&lt;br /&gt;
* Fritz von Osterhausen: &#039;&#039;Das große Uhrenlexikon&#039;&#039;. Heel, Königswinter 2005, ISBN 3-89880-430-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://wwwg.uni-klu.ac.at/kultdoku/kataloge/16/html/1377.htm Sonnenuhr Erzherzog Maximilians]&lt;br /&gt;
* Olaf Fischer Fischer, Thomas Müller: [https://www.spektrum.de/alias/material/wie-konstruiert-man-eine-zylinder-sonnenuhr/1571292 &#039;&#039;Herstellung und Nutzung der Zylindersonnenuhr&#039;&#039;] Unterrichtsmaterialien abgerufen am 30. Juli 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Sonnenuhren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7562812-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Saulensonnenuhr}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sonnenuhr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Instrument der Astronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Bien&amp;diff=333998</id>
		<title>Hans Bien</title>
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		<updated>2024-07-09T19:47:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hans Bien&#039;&#039;&#039; (* [[27. Februar]] [[1591]] in [[Nürnberg]]; † [[6. August]] [[1632]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nuernberg.museum/artist/show/175-bien-hans  Hans Bien Steinmetz, Zeichner, Kartograph, Ingenieur] bei VIRTUELLES MUSEUM Nürnberger Kunst&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenda) war ein Zeichner und [[Steinmetz]] der Stadt Nürnberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeichnung - Nürnberg - Prospect aus der Vogelschau - Hans Bien.jpg|mini|Nürnberg – Prospect aus der Vogelschau, um 1630]]&lt;br /&gt;
Er ist neben Hieronymus Braun der zweite bekannte Nürnberger [[Kartograf|Kartograph]] im 17. Jahrhundert. Er erhielt seine Ausbildung als Steinmetz und Zeichner beim Stadtwerkmeister [[Jakob Wolff der Jüngere|Jakob Wolf dem Jüngeren]] 1617–1619 wanderte er als Steinmetzgeselle durch Oberdeutschland und Italien. 1620 legte er die Meisterprüfung ab und war danach als Zeichner, Geometer, Architekt, Baugutachter und Festungsbaumeister für die [[Reichsstadt Nürnberg]] tätig. Ab 1627 erhielt er ein festes Gehalt als militärischer Berater. Hans Bien starb 1632 in den Notzeiten des Dreißigjährigen Krieges als die Reichsstadt durch die Armee Wallensteins bedroht war und wurde auf dem [[Rochusfriedhof]] beerdigt; das Grab ist nicht erhalten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://archiv.statistik.nuernberg.de/geoinf/historisch/hans_bien.htm |wayback=20140726173241 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-04-15 23:35:10 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nuernberg.de/internet/statistik/historische_karten.html Historische Stadtkarten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berühmt wurde Bien durch Darstellungen der Stadt Nürnberg: Landwehrkarten der Nürnberger Umgebung (1620), ein Nürnberger Stadtgrundriss (1621–1627), die sogenannte &#039;&#039;Bien-Karte&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://archiv.statistik.nuernberg.de/geoinf/historisch/beschreibung.htm |wayback=20140726174329 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-04-15 23:35:10 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; (ein weiterer Stadtgrundriss, 1628–1631) und eine Karte des [[Pflegamt Lauf|Pflegamtes Lauf]] (1628).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die detaillierten &#039;&#039;Topographie-Pläne&#039;&#039; des Hans Bien erlauben es, ein recht genaues Bild vom Stadtgefüge Nürnbergs des frühen 17. Jahrhunderts zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Fleischmann (Historiker)|Peter Fleischmann]]: &#039;&#039;Der Nürnberger Zeichner, Baumeister und Kartograph Hans Bien (1591–1632). Eine Ausstellung des Staatsarchivs Nürnberg zum 400. Geburtstag des Künstlers. Nürnberg 8.6.-28.7.1991.&#039;&#039; Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München-Nürnberg 1991, ISBN 3-921635-20-9&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|228||Bien, Hans|[[Wilhelm Schwemmer]]|118996967}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Bien-Karte im [http://online-service.nuernberg.de/stadtplandienst/spa/main.php?myClient=small&amp;amp;myBackground=1&amp;amp;myLayer=bien1630&amp;amp;myBBOX=4433139,5480415,462 Stadtplandienst Nürnberg]&lt;br /&gt;
* [https://www.nuernberg.museum/projects/show/636-prospekt-vogelschau Prospekt aus der Vogelschau] VIRTUELLES MUSEUM Nürnberger Kunst&lt;br /&gt;
* [https://www.nuernberg.museum/artist/show/175-bien-hans  &#039;&#039;Hans Bien – Steinmetz, Zeichner, Kartograph, Ingenieur&#039;&#039;] Auswahl der Werke bei: Kulturhistorisches Museum Nürnberg e.V.&lt;br /&gt;
* Thomas Eser: [https://www.foerderverein-khm-nuernberg.de/downloads/weite-blick-nuernberger-panoramen-leseprobe.pdf &#039;&#039;DER WEITE BLICK – Nürnberger Panoramen aus sieben Jahrhunderten &#039;&#039;] &#039;&#039; HANS BIEN &#039;&#039; S. 31 Ausstellungskatalog&lt;br /&gt;
* Hans Bien: [https://www.nuernberg.museum/projects/show/640-panoramadarstellung-stadt-nuernberg-westen &#039;&#039;Panoramadarstellung der Stadt Nürnberg von Westen&#039;&#039;] (1612) Berlin Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz&lt;br /&gt;
* Hans Bien: [https://www.nuernberg.museum/projects/show/639-isometrischer-riss-deutschen-hauses-nuernberg-vogelschau-suedwest-ausgesehen &#039;&#039;Isometrischer Riss des Deutschen Hauses zu Nürnberg aus der Vogelschau von Südwest gesehen&#039;&#039;], 1625 [[Germanisches Nationalmuseum]] Signatur HB 3097&lt;br /&gt;
* [https://www.nuernberg.museum/projects/show/633-steilaufsicht-osten &#039;&#039;Nürnberg – Steilaufsicht von Osten&#039;&#039;],1628, Stadtarchiv Nürnberg&lt;br /&gt;
* [https://www.nuernberg.museum/projects/show/637-isometrische-darstellung-gesamtanlage-deutschen-hauses-nuernberg-einblick-erdgeschosse &#039;&#039;Deutsches Haus – Einblick in die Erdgeschosse&#039;&#039;] Germanisches Nationalmuseum Signatur HB 3097&lt;br /&gt;
*[https://www.lauf.de/index.php?id=330 &#039;&#039;Stadtansicht Lauf&#039;&#039;] von Hans Bien, 1628 (Städtische Sammlungen), in: Chronik einer Stadtgeschichte „Lauf an der Pegnitz“&lt;br /&gt;
*[https://www.bavarikon.de/object/bav:KVC-LUT-0000000000042859 Hans Bien: &#039;&#039;Grundriss der Veste Coburg mit den neuen Basteien (Grundriß von dem Schloß)&#039;&#039;], 1625, bei [[Bavarikon]]&lt;br /&gt;
* [https://www.nuernberg.museum/projects/show/641-blick-fuerth &#039;&#039;Blick auf Fürth&#039;&#039;], 1629&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118996967|LCCN=nr93007198|VIAF=96127580}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bien, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baumeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinmetz (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartograf (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (Nürnberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1591]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1632]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bien, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Zeichner und Steinmetz der Stadt Nürnberg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Februar 1591&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. August 1632&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Frauentor_(N%C3%BCrnberg)&amp;diff=1825103</id>
		<title>Frauentor (Nürnberg)</title>
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		<updated>2024-07-08T21:28:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Annotiertes Bild&lt;br /&gt;
| image = De Merian Frankoniae 090.jpg&lt;br /&gt;
| image-width = 2000| image-left = -920&lt;br /&gt;
| image-top = -1150&lt;br /&gt;
| width = 350&lt;br /&gt;
| height = 390&lt;br /&gt;
| caption = Kupferstich von Matthäus Merian dem Älteren 1632 mit Graben und vorgelagerten Schanzen (Detail)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Frauentor&#039;&#039;&#039; war das Haupttor im Südosten der [[Nürnberg]]er [[Stadtmauer (Nürnberg)|Stadtmauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Der Frauentorturm am östlichen Eck des Tors ist einer der vier markanten runden Haupttürme der Nürnberger Stadtbefestigung, seine alte Bezeichnung ist „Blau Q“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Frauentor wurde nach dem dahinterliegenden Frauenkloster [[Klarissenkloster St. Klara (Nürnberg)|Klarissenkloster St. Klara]] benannt. Durch das Tor konnte man die Stadt in Richtung [[Regensburg]] und anderer südöstlich gelegener Orte verlassen. Da Zahlungen an den Torsperrer ab dem Jahr 1386 belegt sind, muss der Bau des Tors spätestens in diesem Jahr vollendet gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ersetzte das &#039;&#039;Innere Frauentor&#039;&#039; der vorletzten Stadtmauer, das 1498 beim Bau der [[Mauthalle (Nürnberg)|Mauthalle]] abgerissen wurde. 1558 wurde der damalige Torturm von [[Jörg Unger]] zu dem noch heute stehenden Rundturm umgebaut und ein Tor neben dem Turm angelegt&amp;lt;ref group=&amp;quot;SL&amp;quot;&amp;gt;{{Stadtlexikon Nürnberg|lemma=Frauentor|autor=HW|seite=304|nurlemma=1|id=2187}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Zufahrt zur Stadt war über eine Holzbrücke und einem Innenhof möglich. Später wurde das Frauentor durch drei vorgelagerte [[Schanze (Festungsbau)|Schanzen]] und Graben gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bau des [[Königstor (Nürnberg)|Königstors]] 1849 lief nur noch der stadtauswärtige Verkehr durchs Frauentor&amp;lt;ref group=&amp;quot;SL&amp;quot;&amp;gt;{{Stadtlexikon Nürnberg|lemma=Königstor|autor=WFP/HW|seite=553|nurlemma=1|id=3197}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Heute ist das Frauentor Fußgängern vorbehalten, im Waffenhof des Tores wurde 1971 der [[Handwerkerhof Nürnberg]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zwinger (Architektur)|Zwinger]] zwischen Frauentor und [[Sterntor (Nürnberg)|Sterntor]] wurde 2004 ein [[Neues Museum Nürnberg#Skulpturengarten|Skulpturengarten]] eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nmn.de/de/besuch/skulpturengarten/der-staedtische-skulpturengarten.htm?q=skulpturengarten |titel=Der städtische Skulpturengarten - Neues Museum Nürnberg |abruf=2023-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Nuernberg Ansichtskarte 022.jpg|Frauentor, 1900&lt;br /&gt;
 2008-05-16 Handwerkerhof Nürnberg Frauentor.jpg|Frauentor, 2008&lt;br /&gt;
 Nürnberg Frauentorturm 2008.jpg|Frauentorturm, 2008&lt;br /&gt;
 2008-05-10 Handwerkerhof Nürnberg innen.JPG|Handwerkerhof mit Frauentorturm im Hintergrund, 2008&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauentorzwinger ==&lt;br /&gt;
Der Königs- und Frauentorzwinger wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Vom früher in der Mitte gelegenen Turm Blau R ist nur der Rest stadtseitiger Bögen erhalten. Heute wird das Vorwerk des Frauentors so bezeichnet. Der ehemals in der Mitte dieses Zwingerbereichs befindliche Turm Blau R ist seit dem Zweiten Weltkrieg nur noch als stadtseitiger Bogen erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Stadtlexikon Nürnberg|lemma=Königs- und Frauentorzwinger|autor=HW|seite=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1971 wurde hier der Handwerkerhof errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauentormauer ==&lt;br /&gt;
Der weite Mauerbereich zwischen [[Königstor (Nürnberg)|Königstor]] bis hin zum [[Spittlertor]] heißt [[Frauentormauer]], der außerhalb liegende Stadtgraben heißt Frauentorgraben. Danach wurden die innerhalb der Stadtmauer liegende Gasse &#039;&#039;Frauentormauer&#039;&#039; und die außerhalb gelegene Hauptverkehrsstraße &#039;&#039;Frauentorgraben&#039;&#039; benannt. In diesem Bereich wurden im 19. Jahrhundert weitere Tore angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im westlichen Abschnitt  der Frauentormauer befindet sich das [[Nürnberger Rotlichtviertel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Frauentorturm (Nürnberg)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://online-service.nuernberg.de/stadtplandienst/spa/main.php?myClient=small&amp;amp;myBackground=1&amp;amp;myLayer=bien1630&amp;amp;myBBOX=4433507,5479380,176 Ansicht des Frauentores] in der Karte (1628/31) von [[Hans Bien]]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/HPSC6XSOYMYRBA4SE5SXORAQAW3NCG3B &#039;&#039;Das Frauentor&#039;&#039;] Stadtarchiv Nürnberg&lt;br /&gt;
* [https://www.astronomie-nuernberg.de/geschichte/personen/images/Braun-Prospekt.jpg &#039;&#039;Das Frauentor&#039;&#039;, Ausschnitt] [[Braunscher Prospekt]] von 1608&lt;br /&gt;
* [https://museen.nuernberg.de/kunstsammlungen/bestaende/highlights-kunstsammlungen/vak/bemmel-frauentor &#039;&#039;Nürnberg, Frauentor von Südosten mit Blick auf das Laufertor  um 1750&#039;&#039;] Georg Christoph Gottlieb I von Bemmel (1738–1794)  Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
* &amp;lt;sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039;[SL]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/sup&amp;gt; {{Stadtlexikon Nürnberg}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;SL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sonstige Quellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtmauer Nürnberg}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=49/26/49.86/N |EW=11/4/51.94/E|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadttor in Nürnberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Torturm in Nürnberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turm in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Nürnberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anisotropie&amp;diff=25491</id>
		<title>Anisotropie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anisotropie&amp;diff=25491"/>
		<updated>2024-06-16T12:24:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Anisotropie&#039;&#039;&#039; (von {{grcS|ἀν-|an-}} „un-“ [&#039;&#039;[[Alpha privativum]]&#039;&#039;], {{lang|grc|ἴσος|isos}} „gleich“ und {{lang|grc|τρόπος|tropos}} „Drehung, Richtung“) ist die Richtungsabhängigkeit einer [[Eigenschaft]] eines Stoffes oder eines Vorgangs. Anisotropie ist das Gegenteil von [[Isotropie]]. Der Begriff wird in diesem Sinn in der [[Physik]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Strahlung]], [[Magnetismus]], Ausbreitungsgeschwindigkeit von [[seismische Welle|Erdbebenwellen]]), [[Materialwissenschaft]], [[Kristallographie]] und [[Mathematik]] auf jeweils unterschiedliche Eigenschaften der betrachteten [[System]]e angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* Die [[Strahlung]] der [[Sonne]] ist isotrop, die eines [[Laser]]s anisotrop.&lt;br /&gt;
* Gerichtete Anordnung der [[Kristallit]]e in Metall ([[Textur (Kristallographie)|Textur]]): Daraus ergibt sich eine Anisotropie der elastischen und plastischen [[Verformbarkeit]].&lt;br /&gt;
* Die [[Doppelbrechung]] ([[Optik]]) beruht auf einer Anisotropie des [[Brechungsindex]].&lt;br /&gt;
* [[Flüssigkristall]]e sind anisotrope [[Flüssigkeit]]en.&lt;br /&gt;
* Ein Element &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; eines [[Quadratische Form#Quadratischer Modul|quadratischen Moduls]] (&#039;&#039;M&#039;&#039;, &#039;&#039;q&#039;&#039;) heißt &#039;&#039;anisotrop&#039;&#039;, wenn &amp;lt;math&amp;gt;q(x) \ne 0&amp;lt;/math&amp;gt;. Elemente &amp;lt;math&amp;gt;x \ne 0&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;q(x) = 0&amp;lt;/math&amp;gt; werden &#039;&#039;isotrop&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
* Die [[elektrische Anisotropie]] findet man in dünnen Schichten wie in [[Nanodraht]]-Schichten oder CNT-Schichten auf Strukturen.&lt;br /&gt;
* Die [[Elastizität (Mechanik)|Elastizität]] von [[Werkstoff]]en ist häufig anisotrop. Dies wird mit den [[Elastizitätsgesetz]]en beschrieben. Die bekanntesten anisotropen Elastizitätsgesetze sind das [[Elastizitätstensor#Spezielle Elastizitätsgesetze|&#039;&#039;triklin anisotrope&#039;&#039;]], das [[Orthotropie|&#039;&#039;orthotrope&#039;&#039;]] und das [[Transversale Isotropie|&#039;&#039;transversal isotrope&#039;&#039;]] Elastizitätsgesetz.&lt;br /&gt;
: Beispiele: mit Glas- oder [[Kohlenstofffaser]]n verstärkte [[Kunststoff]]e ([[Glasfaserverstärkter Kunststoff|GFK]] und [[Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff|CFK]]) und verstreckte Kunststoffe haben ein richtungsabhängiges Elastizitätsgesetz, nicht jedoch unverstärkte Kunststoffe oder Metalle.&lt;br /&gt;
* [[Holz]] ist ein in vielerlei Hinsicht anisotroper Werkstoff. Die anisotropen Hauptrichtungen sind axial (auch longitudinal oder in Faserrichtung genannt), radial (in Bezug auf den zylindrischen Baumstamm) und tangential. Spaltbarkeit, Elastizität, Härte und Längenveränderungen (Trocknung, Wärme) sind Beispiele anisotroper Holzeigenschaften.&lt;br /&gt;
* Additive Fertigungsverfahren wie zum Beispiel [[3D-Druck]] erzeugen teilweise anisotrope Werkstücke, da sie das Werkstück in Schichten aufbauen und sich die Materialeigenschaften in der Schichtebene von denen orthogonal dazu unterscheiden.&lt;br /&gt;
* Anisotropes [[Ätzen]] von [[Halbleiter]]n ermöglicht eine genauere Steuerung des Materialabtrags. Hierzu werden Ätzmittel verwendet, die in bestimmten Richtungen des Kristallgitters bevorzugt arbeiten.&lt;br /&gt;
* Alle [[Kristall]]e (und damit auch [[Mineral]]e) sind bei einigen Eigenschaften anisotrop.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Will Kleber]], [[Hans-Joachim Bautsch]], [[Joachim Bohm (Kristallograph)|Joachim Bohm]] (1990): &#039;&#039;Einführung in die Kristallographie.&#039;&#039; Verlag Technik. ISBN 3-341-00479-3, Seiten 14 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Siehe auch:&lt;br /&gt;
:* [[trikline Anisotropie]]&lt;br /&gt;
:* [[monokline Anisotropie]]&lt;br /&gt;
:* [[tetragonale Anisotropie]]&lt;br /&gt;
:* [[hexagonale Anisotropie]]&lt;br /&gt;
:* [[kubische Anisotropie]]&lt;br /&gt;
* [[Fluoreszenz]] kann zu einem gewissen Maße anisotrop sein, das heißt, die austretende Fluoreszenzstrahlung ist in diesen Fällen bezüglich ihrer Schwingungsebene nicht gleichmäßig verteilt (siehe [[Fluoreszenzanisotropie]]).&lt;br /&gt;
* In der Zellbiologie wird die gleichmäßige Vergrößerung einer Zelle nach der [[Zellteilung]] als isotrop bezeichnet; wenn sie in einer Richtung verstärkt abläuft (also Streckungswachstum der Zelle), nennt man sie anisotrop.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick: Isotropie, Anisotropie, Bianisotropie am Beispiel des Elektromagnetismus ==&lt;br /&gt;
Es geht um die Verbindung der folgenden Größen:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;{\vec B}&amp;lt;/math&amp;gt; = [[magnetische Flussdichte]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;{\vec D}&amp;lt;/math&amp;gt; = [[elektrische Flussdichte]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;{\vec H}&amp;lt;/math&amp;gt; = [[magnetische Feldstärke]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;{\vec E}&amp;lt;/math&amp;gt; = [[elektrische Feldstärke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Isotropie ===&lt;br /&gt;
In isotropen Materialien sind die elektromagnetischen Eigenschaften in allen Richtungen gleich. Die Größen &amp;lt;math&amp;gt;{\vec D}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;{\vec E}&amp;lt;/math&amp;gt; sowie &amp;lt;math&amp;gt;{\vec B}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;{\vec H}&amp;lt;/math&amp;gt; werden jeweils durch einen skalaren Faktor miteinander verbunden:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\vec{B} = \mu_0 \cdot \vec{H}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt;\mu_0 = 1{,}256\,637\,0621\,2\,(19) \cdot 10^{-6}~\tfrac{\mathrm{N}}{\mathrm{A^2}}&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Permeabilität (Magnetismus)|magnetische Permeabilität]] im Vakuum.&lt;br /&gt;
: Beispiel: magnetisches Feld im Vakuum&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\vec{D} = \varepsilon_0 \cdot \vec{E}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon_0 = 8{,}854\,187\,812\,8\,(13) \cdot 10^{-12}~\tfrac{\mathrm{As}}{\mathrm{Vm}}&amp;lt;/math&amp;gt; die Dielektrizitätskonstante oder [[Permittivität]] im Vakuum.&lt;br /&gt;
: Beispiel: elektrisches Feld im Vakuum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anisotropie ===&lt;br /&gt;
In anisotropen Materialien hängen die elektromagnetischen Eigenschaften von der Richtung ab. Die Größen &amp;lt;math&amp;gt;{\vec D}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;{\vec E}&amp;lt;/math&amp;gt; sowie &amp;lt;math&amp;gt;{\vec B}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;{\vec H}&amp;lt;/math&amp;gt; werden jeweils durch einen [[Tensor]] 2. Stufe (eine 3 x 3 [[Matrix (Mathematik)|Matrix]]) miteinander verbunden. Dieser Tensor beschreibt die Richtungsabhängigkeiten:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt; \vec{B} = \begin{pmatrix}&lt;br /&gt;
    \mu_{11} &amp;amp; \mu_{12} &amp;amp; \mu_{13} \\&lt;br /&gt;
    \mu_{21} &amp;amp; \mu_{22} &amp;amp; \mu_{23} \\&lt;br /&gt;
    \mu_{31} &amp;amp; \mu_{32} &amp;amp; \mu_{33} &lt;br /&gt;
  \end{pmatrix}  \vec{H} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Beispiel: [[Magnetische Anisotropie#Beispiele|Formanisotropie, ferromagnetische dünne Schichten, Kristallanisotropie]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt; \vec{D} = \begin{pmatrix}&lt;br /&gt;
    \varepsilon_{11} &amp;amp; \varepsilon_{12} &amp;amp; \varepsilon_{13} \\&lt;br /&gt;
    \varepsilon_{21} &amp;amp; \varepsilon_{22} &amp;amp; \varepsilon_{23} \\&lt;br /&gt;
    \varepsilon_{31} &amp;amp; \varepsilon_{32} &amp;amp; \varepsilon_{33} &lt;br /&gt;
  \end{pmatrix}  \vec{E} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Beispiel: [[Doppelbrechung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bianisotropie ===&lt;br /&gt;
Bianisotropie ist eine Verallgemeinerung der Anisotropie. In bianisotropen Materialien hängen die elektromagnetischen Eigenschaften nicht nur von der Richtung ab, sondern elektrische und magnetische Feldstärken sind auch voneinander abhängig und beeinflussen gemeinsam die elektrischen und magnetischen Flussdichten. Elektrische und magnetische Flussdichte können nun nicht mehr getrennt betrachtet werden, sondern sind gemeinsam über vier 3 x 3 Matrizen mit der elektrischen und magnetischen Feldstärke verbunden:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\vec{B} = \mu \vec{H} + \zeta \vec{E}\,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\vec{D} = \varepsilon \vec{E} + \xi \vec{H}\,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Dabei sind &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;\zeta&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;\xi&amp;lt;/math&amp;gt; die vier 3 x 3 Matrizen, in denen sich die verschiedenen Abhängigkeiten ausdrücken.&lt;br /&gt;
: Beispiel: In der [[Nanotechnologie]] werden Strukturen in isotrope Materialien eingelagert, um bestimmte Effekte zu erzielen. Hierbei wird willkürlich und beabsichtigt eine Bianisotropie hervorgerufen.&amp;lt;ref&amp;gt; Tom G Mackay, [[Akhlesh Lakhtakia]]: &#039;&#039;Electromagnetic Anisotropy and Bianisotropy: A Field Guide&#039;&#039;, WSPC, 2019, ISBN 978-9811203138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Symmetrie (Physik)]]&lt;br /&gt;
* [[Diffusionsanisotropie]]&lt;br /&gt;
* [[Magnetische Anisotropie]]&lt;br /&gt;
* [[Anisotropes Filtern]]&lt;br /&gt;
* [[R-Wert (Werkstoffprüfung)|R-Wert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Anisotropie|Hrsg=Ulrich Kilian u. Christine Weber|Sammelwerk=Lexikon der Physik |Verlag=Spektrum Akademischer Verlag |Datum=2003 |ISBN=978-3-860-25296-3  |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/physik/anisotropie/541}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-ulm.de/fileadmin/website_uni_ulm/uzwr/mmsm/mmsm1-ws1213/mmsm1-handout-anisotropie.pdf Handout: Anisotropie]&lt;br /&gt;
* [https://macau.uni-kiel.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dissertation_derivate_00001556/d1556.pdf Anisotropie von Bodenstrukturen und Porenfunktionen in Böden und deren Auswirkungen auf Transportprozesse]&lt;br /&gt;
* [https://tuwewi.files.wordpress.com/2009/07/anisotropie.pdf Elastische Anisotropie metallischer Werkstoffe]&lt;br /&gt;
* [https://www.msuq.physik.uni-osnabrueck.de/ps/diplom-brueger.pdf Einfluss der Anisotropie auf die Eigenschaften magnetischer Moleküle]&lt;br /&gt;
* [https://www.geo.tu-freiberg.de/hydro/oberseminar/os99/naumann_dirk.pdf Anisotropie und Symmetrie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4002073-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werkstoffeigenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontinuumsmechanik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polarisator&amp;diff=273634</id>
		<title>Polarisator</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polarisator&amp;diff=273634"/>
		<updated>2024-06-05T11:34:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Polarisationsapparat hg.jpg|mini|hochkant|Polarisationsapparat nach &#039;&#039;[[Johann Gottlieb Nörrenberg|Nörrenberg]]&#039;&#039; für den Physikunterricht]]&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;Polarisator&#039;&#039;&#039; ist ein Bauteil, das [[elektromagnetische Welle]]n, z.&amp;amp;nbsp;B. sichtbares Licht, mit einer bestimmten [[Polarisation]] aus nicht, teilweise oder anders polarisierten elektromagnetischen Wellen herausfiltert. Polarisatoren nutzen folgende Mechanismen, um die unterschiedlichen Polarisationen der einfallenden Wellen zu trennen: [[Dichroismus]] (auch: selektive [[Absorption (Physik)|Absorption]] genannt), [[Reflexion (Physik)|Reflexion]], [[Doppelbrechung]], [[Streuung (Physik)|Streuung]] und [[Beugung (Physik)|Beugung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polarisatoren, die eine linear polarisierte elektromagnetische Welle erzeugen, werden &#039;&#039;&#039;Linearpolarisatoren&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;linearer Polarisator&#039;&#039;&#039;, genannt. Das [[Gesetz von Malus]] beschreibt quantitativ die Aufteilung linear polarisierter Strahlung in die beiden Komponenten. Analog dazu bezeichnet man Polarisatoren, die zirkular polarisiertes Licht erzeugen, als &#039;&#039;&#039;Zirkularpolarisator&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polarisatoren sind für die Funktion der [[Flüssigkristallanzeige]]n von [[Computermonitor]]en und [[Mobiltelefon]]en unverzichtbar. [[Polarisationsmikroskop]]e und viele Methoden der [[Spektroskopie]] setzen Polarisatoren ein, um den Einfluss der Probe auf die Polarisation des Lichts zu untersuchen. In der Fotografie werden [[Polarisationsfilter]] eingesetzt, um Reflexe an Glasscheiben zu vermindern oder das Blau des Himmels intensiver erscheinen zu lassen. Auch in einigen Sonnenbrillen werden sogenannte Polarisationsgläser eingesetzt, die den gleichen Effekt haben. Diese sind bei Anglern beliebt, da sie die Spiegelungen der Wasseroberfläche vermindern und somit Fische leichter lokalisierbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Polarisator, der benutzt wird, um vorhandene Polarisation festzustellen oder zu messen, heißt auch &#039;&#039;&#039;Analysator&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Polarisation durch Streuung und Beugung fehlt}}&lt;br /&gt;
Ein Polarisator filtert einfallende Strahlung so, dass nur Strahlung mit einer Polarisationsrichtung seinen Ausgang verlässt. Dies lässt sich mit unterschiedlichen physikalischen Effekten erreichen. Bei manchen dieser Prinzipien gelangt der Anteil der Strahlung, der eine unpassende Polarisationsrichtung hat, an einen zweiten Ausgang. Bei anderen Prinzipien absorbiert das Bauteil diesen Anteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polarisation durch Dichroismus ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Polarisationsfilter}}&lt;br /&gt;
Ein dichroitischer Polarisator, ein Polarisator, der auf dem [[Dichroismus]] basiert, [[Absorption (Physik)|absorbiert]] die beiden Komponenten von linear polarisiertem Licht stark asymmetrisch, das heißt, eine der Komponenten wird stark absorbiert, die andere im Wesentlichen transmittiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Polarisatoren aus dichroitischen Kristallen hängt die Absorption von der Polarisationsrichtung relativ zur [[Optische Achse (Kristalloptik)|optischen Achse]] ab. Durch einfaches Drehen dieser Kristalle lässt sich erreichen, dass nur die gewünschte Polarisationsrichtung durchgelassen wird.&lt;br /&gt;
Die Kosten für solche Einkristalle steigen jedoch mit zunehmender Kristallgröße erheblich, so dass für großflächige Polarisatoren nach Alternativen gesucht wurde. Einen dieser alternativen Polarisatoren entwickelte [[Edwin Herbert Land]]. Er basierte auf der parallelen Anordnung von nadelförmigen dichroitischen [[Herapathit]]-[[Kristallit]]en auf einer Folie, der sogenannten [[J-Folie]] (engl. {{lang|en|J-sheet}}, ca. 1930).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert die sogenannte [[H-Folie]] ({{lang|en|H-sheet}}, Edwin Herbert Land, 1938). Sie besteht aus einer [[Polyvinylalkohol]]-Folie (PVA), deren [[Konjugation (Chemie)|konjugierte]] Ketten [[Chromophor]]e darstellen, also Licht absorbieren. Durch [[Dotierung]] mit [[Jod]] entstehen in den Ketten [[Löcherleitung|bewegliche Löcher]], was die Absorption für Licht, das parallel zu den Ketten polarisiert ist, aus dem UV-Bereich in den sichtbaren Bereich verschiebt. Eine parallele Ausrichtung der zunächst ungeordneten Ketten erreichte Land, indem er die PVA-Folie in einer Richtung streckte („reckte“). Heutzutage werden anstelle von PVA-Folien auch Folien aus [[Zellulosehydrat]] genutzt (vgl. [[Polarisationsfilter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polarisation durch Doppelbrechung ===&lt;br /&gt;
Polarisatoren, deren Wirkung auf den [[Doppelbrechung|doppelbrechenden Eigenschaften]] der verwendeten Materialien basiert, werden allgemein als [[Polarisationsprisma|Polarisationsprismen]] bezeichnet. Bei doppelbrechenden Materialien hängt der [[Brechungsindex]] von der Polarisation des Lichtes ab, daraus folgt, dass Licht unterschiedlicher (linearer) Polarisation unterschiedlich gebrochen wird, das heißt, die senkrecht zueinander polarisierten Anteile des Lichtes nehmen unterschiedliche Wege durch das Material und können auf diese Weise getrennt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Praxis üblicherweise verwendeten doppelbrechenden Polarisatoren sind Prismen vom [[Nicol-Typ]], z.&amp;amp;nbsp;B. [[Nicol-Prisma]], und die [[Glan-Typ]]-Prismen, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Glan-Thompson-Prisma]], die erstere in modernen Anwendungen aufgrund besserer Eigenschaften weitgehend verdrängt haben. Zudem gibt es noch ältere Polarisationsprismen, bei denen beide Polarisationen aus der Endfläche in unterschiedlichen Winkeln austreten und daher als Strahlteiler wirken, hierzu zählt unter anderem  das [[Rochon-Prisma]].&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer polarisierender Prismen, die sich vorrangig in der Anordnung der doppelbrechenden Kristalle unterscheiden. Aus der Anordnung ergibt sich auch, ob nur eine bestimmte Polarisation oder ob beide Strahlen in unterschiedlichen Austrittswinkeln das Gesichtsfeld erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Strahlenverlauf in ausgewählten Polarisationsprismen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Wollaston Prism DE.svg|Wollaston-Prisma&lt;br /&gt;
 Rochon Prisma DE.svg|Rochon-Prisma&lt;br /&gt;
 Nicols prism DE.svg|Nicols-Prisma&lt;br /&gt;
 Glan-Thompson prism DE.svg|Glan-Thompson-Prisma&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polarisatoren, bei denen beide Polarisationen im Gesichtsfeld erscheinen, sind:&lt;br /&gt;
* [[Hofmann-Prisma]]&lt;br /&gt;
* [[Soret-Prisma]]&lt;br /&gt;
* [[Wollaston-Prisma]]&lt;br /&gt;
** [[Nomarski-Prisma]]&lt;br /&gt;
** [[Rochon-Prisma]]&lt;br /&gt;
** [[Sénarmont-Prisma]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polarisatoren, bei denen nur eine Polarisation im Gesichtsfeld erscheint, sind:&lt;br /&gt;
* Nicol-Typ bzw. Nicol-Prismen&lt;br /&gt;
** [[nicolsches Prisma]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandbookOfOptics&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[verkürztes nicolsches Prisma]]&lt;br /&gt;
** [[nicolsches Prisma mit geraden Endflächen]]&lt;br /&gt;
** [[ahrenssches Nicol-Prisma]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandbookOfOptics&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[thompsonsches Prisma]]&lt;br /&gt;
** [[Nicol-Halle-Prisma]] (nach [[Bernhard Halle]])&lt;br /&gt;
** [[Hartnack-Prażmowski-Prisma]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandbookOfOptics&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Foucault-Prisma]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandbookOfOptics&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Glan-Typ bzw. Glan-Prismen: Zeichnen sich durch zur optischen Achse geschliffene Einfallsflächen aus.&lt;br /&gt;
** [[Glan-Thompson-Prisma]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandbookOfOptics&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Bass, Casimer Decusatis, Vasudevan Lakshminarayanan, Guifang Li, Carolyn MacDonald, Virendra Mahajan, Eric Van Stryland |Titel=Handbook of Optics, Volume I |Auflage=3. |Verlag=McGraw Hill Professional |Datum=2009 |ISBN=978-0-07-149889-0 |Seiten=13.8ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Glan-Foucault-Prisma]]&lt;br /&gt;
*** [[Glan-Taylor-Prisma]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandbookOfOptics&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Lippich-Prisma]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandbookOfOptics&amp;quot; /&amp;gt; (nach [[Ferdinand Franz Lippich]] (1838–1913))&lt;br /&gt;
*** [[Marple-Hess-Prisma]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandbookOfOptics&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Frank-Ritter-Prisma]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandbookOfOptics&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Prismen bestehend aus 3 oder mehr Teilprismen&lt;br /&gt;
** [[Ahrens-Prisma]]&lt;br /&gt;
* [[Feußner-Prisma]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandbookOfOptics&amp;quot; /&amp;gt;: Hier wird die Polarisation durch eine dünne Schicht aus doppelbrechendem Material erzeugt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polarisation durch Reflexion ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Brewster-polarizer-de.svg|mini|Schema eines auf dem Brewster-Winkel basierenden Polarisators. Um den Grad der Polarisation zu erhöhen, sind mehrere Einzelpolarisatoren hintereinander platziert]]&lt;br /&gt;
Fällt unpolarisiertes Licht unter dem [[Brewster-Winkel]] auf eine Glasplatte, ist der reflektierte Teil linear, und zwar senkrecht zur Einfallsebene des Lichtes, polarisiert. Der transmittierte Anteil ist nur teilweise polarisiert. Lässt man dieses Licht jedoch durch mehrere Platten unter dem Brewster-Winkel laufen, lässt sich auch dieser Anteil linear polarisieren. Die Polarisationsebene ist hierbei parallel zur Einfallsebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elektromagnetische Wellen im Zentimeter- bis Mikrometerbereich lassen sich mit einem [[Drahtgitterpolarisator]] polarisieren. Dieser wirkt für die (elektrische) Polarisationskomponente parallel zu den Drähten wie ein vollflächiger Metallspiegel, für die senkrechte Komponente ist er als Isolator durchsichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zirkular polarisiertes Licht lässt sich durch spezielle Reflexion erzeugen. Beispielsweise kann einfallendes, 45° linear polarisiertes Licht durch [[Totalreflexion]] in einem Glaskörper spezieller Geometrie in zirkular polarisiertes Licht umgewandelt werden, siehe [[fresnelsches Parallelepiped]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Polarisation durch Streuung === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Polarisation durch Beugung === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Optik ===&lt;br /&gt;
Neben der Erzeugung von polarisiertem Licht können Polarisatoren auch als [[Filter (Optik)|Filter]] dienen. So kann beispielsweise eine Kombination von zwei drehbar hintereinander gebauten Polarisatoren als „variabler Abschwächer“ von unpolarisiertem Licht Verwendung finden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.lasercomponents.com/fileadmin/user_upload/home/Datasheets/lco/abschwaecher_variabel.pdf |wayback=20200216112850 |text=Datenblatt }} (PDF; 347&amp;amp;nbsp;kB) zum Glan-Taylor-Polarisator als variabler Abschwächer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch in der Fotografie werden Polarisationsfilter eingesetzt, siehe [[Polarisationsfilter]]. Dabei wird eine bestimmte Polarisationskomponente herausgefiltert, um beispielsweise unerwünschte Reflexionen auf Gewässern oder Glasscheiben abzuschwächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anwendung von Polarisatoren  findet sich in [[Polarisationsmodulator]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polarimetrie ===&lt;br /&gt;
In der [[Analytische Chemie|Analytik]] werden Polarisatoren immer paarweise in [[Polarimeter]]n verwendet, um über den Drehwert den Gehalt oder die [[Stoffreinheit|Reinheit]] einer [[Optische Aktivität|optisch aktiven]] Substanz zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Satellitenempfangsanlagen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polarisatoren werden auch in [[Satellit (Raumfahrt)#Aufgaben|Satellitenempfangsanlagen]] eingesetzt; wobei in entsprechenden Beschreibungen und im Techniker-Sprachgebrauch oft auch der englischsprachige Begriff &#039;&#039;polarizer&#039;&#039; verwendet wird. Ein Polarisator dient bei einer Empfangsanlage mit nur einem [[Rauscharmer Signalumsetzer|LNB]]-Erreger dazu, auch den Empfang von Frequenzen in einer anderen elektromagnetischen Polarität (x/y) zu ermöglichen. Dabei dreht der Polarisator das von einem Satellitenspiegel konzentrierte elektromagnetische Feld stufenlos in jene optimale Position. So wird beim Empfang durch den LNB-Erreger die größtmögliche Feldstärke und die beste Kreuzmodulations-Entkopplung ermöglicht. Der gewünschte Drehwinkel (vgl. [[Skew (Satellit)|Skew]]) wird vom Sat-Receiver durch analoge oder digitale Steuersignale vorgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sat-Empfangsanlagen mit Polarisator eignen sich daher besonders für Sat-Drehanlagen, welche eine stufenlose Anpassung der Polarisation je Satellitenposition benötigen. Polarisatoren werden bei feststehenden Sat-Empfangsanlagen heute durch kostengünstige LNB mit zwei integrierten Erregerantennen in x/y-Anordnung aufgehoben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Polarizer.jpg|mini|Polarisationssteuerung durch einen drehbaren Reflektor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Magnetic Polarizer.jpg|mini|Polarisationssteuerung durch magnetisierten Ferritstab]]&lt;br /&gt;
Es gibt drei wesentliche Bauformen von Polarisatoren, die in Satellitenempfangsanlagen eingesetzt werden:&lt;br /&gt;
# Mechanische: Die gewünschte Polarität wird durch eine kleine drehbare Dipolantenne selektiert.&lt;br /&gt;
# Magnetische: Element der [[Parabolantenne]], welches aus einer Spule und einer zirkularen Wellenführung besteht. Der Strom in der Spule erzeugt in einem Ferritstab ein magnetisches Feld, welches in der Lage ist zu polarisieren. Mit dieser Technik ist es möglich, einen Kanal einer Polarität zu empfangen, während man einen Kanal einer anderen Polarität unterdrückt.&lt;br /&gt;
# Mechanische Drehvorrichtungen, welche ein gesamtes LNB in eine zum Empfang gewünschte Polarisation drehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Jean M. Bennett]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Michael Bass (Physiker)|Michael Bass]], Casimer Decusatis, Vasudevan Lakshminarayanan, Guifang Li, Carolyn MacDonald, Virendra Mahajan, Eric Van Stryland&lt;br /&gt;
   |Titel=Polarizers&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Handbook of Optics&lt;br /&gt;
   |Band=Volume I&lt;br /&gt;
   |Auflage=3.&lt;br /&gt;
   |Verlag=McGraw Hill Professional&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-0-07-149889-0&lt;br /&gt;
   |Seiten=13.1 ff.&lt;br /&gt;
   |Kommentar=umfangreiche Zusammenstellung zu allen möglichen polarisierenden Prismen}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hans Dodel, Sabrina Eberle&lt;br /&gt;
   |Titel=Satellitenkommunikation&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Springer-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2007&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-540-29575-4&lt;br /&gt;
   |Online=https://books.google.de/books?id=r_cmBAAAQBAJ}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur &lt;br /&gt;
  |Titel=Polarisator&lt;br /&gt;
  |Hrsg=Ulrich Kilian u. Christine Weber|Sammelwerk=Lexikon der Physik &lt;br /&gt;
  |Verlag=Spektrum Akademischer Verlag |Datum=2003 |ISBN=978-3-860-25296-3  &lt;br /&gt;
  |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/physik/polarisator/11471}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Polarization (waves)|Polarisator}}&lt;br /&gt;
* Kenneth R. Spring, Thomas J. Fellers,  Michael W. Davidson: &#039;&#039;[https://micro.magnet.fsu.edu/primer/lightandcolor/prismsandbeamsplitters.html Introduction to Prisms and Beamsplitters].&#039;&#039; 1. August 2003, abgerufen am 17. Januar 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarisator| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liste_der_Herz%C3%B6ge_von_Schlesien&amp;diff=544230</id>
		<title>Liste der Herzöge von Schlesien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liste_der_Herz%C3%B6ge_von_Schlesien&amp;diff=544230"/>
		<updated>2024-04-16T21:46:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Liste der Herzöge von Schlesien&#039;&#039;&#039; ist aufgrund der vielfachen Teilungen und Wiedervereinigungen nicht als Aufeinanderfolge von Herrschern darzustellen. In der Folge wird daher eine Übersicht über die Teilungen angegeben, anschließend eine Liste der Herzöge mit ihrem jeweiligen Teilterritorium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Herzogtum Schlesien]] und [[Herzogtümer in Schlesien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:silesia1185-1201.png|mini|250px|Schlesien in der Zeit 1185–1201 (mit modernen polnischen Namen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht über die Teilungen des Herzogtums Schlesien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schlesien&lt;br /&gt;
** Teilung 1163:&lt;br /&gt;
** Niederschlesien&lt;br /&gt;
*** Teilung&lt;br /&gt;
*** Breslau&lt;br /&gt;
**** Teilung 1241&lt;br /&gt;
**** Liegnitz&lt;br /&gt;
***** Teilung 1278&lt;br /&gt;
***** Liegnitz&lt;br /&gt;
****** Teilung 1311&lt;br /&gt;
****** Brieg&lt;br /&gt;
******* Teilung 1348&lt;br /&gt;
******* Liegnitz (bis 1419)&lt;br /&gt;
******* Brieg&lt;br /&gt;
******** Teilung 1399&lt;br /&gt;
******** Lüben, Haynau und Ohlau&lt;br /&gt;
********* Teilung 1441&lt;br /&gt;
********* Brieg&lt;br /&gt;
********** Teilung 1495&lt;br /&gt;
********** Liegnitz&lt;br /&gt;
*********** Teilung 1547&lt;br /&gt;
*********** Liegnitz (bis 1596)&lt;br /&gt;
*********** Brieg&lt;br /&gt;
************ Teilung 1602&lt;br /&gt;
************ Brieg&lt;br /&gt;
************* Teilung 1639&lt;br /&gt;
************* Brieg (bis 1664)&lt;br /&gt;
************* Liegnitz (bis 1663)&lt;br /&gt;
************* Wohlau (bis 1675)&lt;br /&gt;
************ Liegnitz und Goldberg (bis 1653)&lt;br /&gt;
********** Brieg und Lüben (bis 1521)&lt;br /&gt;
********* Goldberg (bis 1452)&lt;br /&gt;
******** Brieg (bis 1436)&lt;br /&gt;
****** Breslau (bis 1335)&lt;br /&gt;
****** Liegnitz (bis 1352)&lt;br /&gt;
***** Schweidnitz&lt;br /&gt;
****** Teilung 1301&lt;br /&gt;
****** Schweidnitz&lt;br /&gt;
******* Teilung 1226&lt;br /&gt;
******* Schweidnitz und Fürstenberg (bis 1368)&lt;br /&gt;
******* Schweidnitz (bis nach 1343)&lt;br /&gt;
****** Jauer (bis 1346)&lt;br /&gt;
****** Münsterberg (bis 1428)&lt;br /&gt;
***** Löwenberg (bis 1286)&lt;br /&gt;
**** Lebus (bis 1247)&lt;br /&gt;
**** Breslau (bis 1290)&lt;br /&gt;
**** Glogau&lt;br /&gt;
***** Teilung 1274&lt;br /&gt;
***** Sagan (bis 1304)&lt;br /&gt;
***** Steinau (bis 1289)&lt;br /&gt;
***** Glogau&lt;br /&gt;
****** Teilung 1309&lt;br /&gt;
****** Sagan&lt;br /&gt;
******* Teilung 1369&lt;br /&gt;
******* Sagan (bis 1393)&lt;br /&gt;
******* Glogau (bis 1394)&lt;br /&gt;
******* Freystadt&lt;br /&gt;
******** Teilung 1397&lt;br /&gt;
******** Sagan (bis 1504)&lt;br /&gt;
******** Freystadt und Crossen (bis 1476)&lt;br /&gt;
******** Glogau (bis 1423)&lt;br /&gt;
****** Namslau&lt;br /&gt;
******* Teilung 1412/13&lt;br /&gt;
******* Bernstadt (bis 1447)&lt;br /&gt;
******* Oels&lt;br /&gt;
******** Teilung 1439&lt;br /&gt;
******** Oels (bis 1471)&lt;br /&gt;
******** Wohlau (bis 1492)&lt;br /&gt;
******* Steinau (bis 1427)&lt;br /&gt;
******* Cosel (bis 1452)&lt;br /&gt;
******* Wohlau (bis 1474)&lt;br /&gt;
****** Oels (bis 1322)&lt;br /&gt;
****** Steinau (bis 1361/65)&lt;br /&gt;
****** Glogau (bis 1331)&lt;br /&gt;
*** Neiße und Oppeln (bis 1201)&lt;br /&gt;
** Mittelschlesien (bis 1203)&lt;br /&gt;
** Oberschlesien&lt;br /&gt;
*** Teilung 1281&lt;br /&gt;
*** Teschen und Auschwitz&lt;br /&gt;
**** Teilung&lt;br /&gt;
**** Auschwitz (bis 1405)&lt;br /&gt;
**** Teschen&lt;br /&gt;
***** Teilung (1400)&lt;br /&gt;
***** Auschwitz&lt;br /&gt;
****** Teilung 1433&lt;br /&gt;
****** Zator (bis 1521)&lt;br /&gt;
****** Toschof (bis 1484)&lt;br /&gt;
****** Auschwitz (bis 1495/97)&lt;br /&gt;
***** Teschen&lt;br /&gt;
****** Teilung 1431&lt;br /&gt;
****** Beuthen (bis 1474)&lt;br /&gt;
****** Groß-Glogau (bis 1477)&lt;br /&gt;
****** Teschen (bis 1477)&lt;br /&gt;
****** Freystadt (bis 1653)&lt;br /&gt;
*** Beuthen&lt;br /&gt;
**** Teilung&lt;br /&gt;
**** Auschwitz (bis 1329)&lt;br /&gt;
**** Cosel&lt;br /&gt;
***** Teilung&lt;br /&gt;
***** Cosel (bis vor 1349)&lt;br /&gt;
***** Beuthen (bis 1355)&lt;br /&gt;
**** Gleiwitz (bis 1342)&lt;br /&gt;
*** Oppeln&lt;br /&gt;
**** Teilung 1313&lt;br /&gt;
**** Falkenberg (bis 1382)&lt;br /&gt;
**** Strehlitz (bis nach 1386)&lt;br /&gt;
**** Oppeln&lt;br /&gt;
***** Teilung 1356&lt;br /&gt;
***** Oppeln und Wielun (bis 1401)&lt;br /&gt;
***** Oppeln und Strehlitz&lt;br /&gt;
****** Teilung 1382&lt;br /&gt;
****** Oppeln und Strehlitz (bis 1421)&lt;br /&gt;
****** Beuthen (bis 1532)&lt;br /&gt;
****** Falkenberg (bis 1460?)&lt;br /&gt;
*** Ratibor (bis 1336)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herzöge von Schlesien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Władysław II. (Polen)|Wladyslaw II.]] († 1159 in der Verbannung), Herzog von Schlesien sowie [[Seniorherzog]] von [[Polen]] bis zur Vertreibung 1146; von Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I.]] „Barbarossa“ mit Schlesien belehnt, Stammvater der [[Schlesische Piasten|schlesischen Piasten]]&lt;br /&gt;
* [[Boleslaw I. (Schlesien)|Boleslaw I.]] „der Lange“, [[Mieszko I. (Oppeln)|Mieszko I.]] &#039;&#039;Kreuzbein&#039;&#039; (siehe unten) und [[Konrad I. (Schlesien)|Konrad]], Söhne Wladyslaws II., 1163–1173 gemeinsam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1157 und 1163 Teilung Schlesiens unter Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I.]] als Lehnsherr zweier schlesischen Herzogtümer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1173 Teilung Schlesiens in Ober-, Mittel- und Niederschlesien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Boleslaw I. (Schlesien)|Boleslaw I.]] „der Lange“ († 1201), in Niederschlesien 1173–1201 (siehe unten)&lt;br /&gt;
* [[Mieszko I. (Oppeln)|Mieszko I.]] „Kreuzbein“ († 1211), in Oberschlesien nach der Teilung 1173–1211; Herzog von Oppeln 1102–1211 (siehe unten)&lt;br /&gt;
* [[Konrad I. (Schlesien)|Konrad I.]] († 1203), in Mittelschlesien (Glogau, Sagan und Schwiebus), 1181 Domherr in Bamberg, Elekt von Bamberg, † 1203 vor dem Amtsantritt in Bamberg; Mittelschlesien geht an Niederschlesien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzöge von Schlesien in Niederschlesien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Boleslaw I. (Schlesien)|Boleslaw I.]] „der Lange“ († 1201) 1163–1201; Oppeln bis 1195 (siehe oben)&lt;br /&gt;
* [[Jaroslaw (Opole)|Jaroslaw]] († 1201), Sohn Boleslaws I.; in Oppeln 1195–1201; seit 1198 Bischof von Breslau. Nach seinem Tod fällt Oppeln an seinen Vater Boleslaw zurück.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich I. (Polen)|Heinrich I.]] „der Bärtige“ († 1238), Sohn Boleslaws I., 1201–1238 in Breslau, seit 1186 vermählt mit (der späteren Heiligen) [[Hedwig von Andechs]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich II. (Polen)|Heinrich II.]] „der Fromme“ († 1241), Sohn Heinrichs I., 1238–1241 in Breslau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1241 Teilung in Liegnitz, Lebus, Breslau und Glogau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzöge von Schlesien in Liegnitz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Boleslaw II. (Schlesien)|Boleslaw II.]] „der Kahle“ († 1278), Sohn Heinrichs II., 1241–1278 in Liegnitz&lt;br /&gt;
* [[Mieszko (Lebus)|Mieszko]], Sohn Heinrichs II., 1241–1242 in Lebus, vererbt Lebus an Liegnitz, 1258 an Brandenburg verkauft&lt;br /&gt;
* [[Heinrich III. (Schlesien)|Heinrich III.]] „der Weiße“ († 1266), Sohn Heinrichs II., 1241–1266 in Breslau&lt;br /&gt;
* [[Konrad II. (Schlesien)|Konrad II.]] († 1273/74), Sohn Heinrichs II., 1251–1273/74 in Glogau (siehe unten)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich IV. (Schlesien)|Heinrich IV.]] „der Gerechte“ († 1290), Sohn Heinrichs III., 1266–1290 in Breslau, vererbt an Liegnitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1278 Teilung in Liegnitz, Schweidnitz und Löwenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzöge von Schlesien in Liegnitz (nach der Teilung von 1278) ===&lt;br /&gt;
* [[Heinrich V. (Schlesien)|Heinrich V.]] „der Dicke“ († 1296), Sohn Boleslaws II., 1278–1296 in Liegnitz, in Breslau 1290&lt;br /&gt;
* [[Bolko I. (Schweidnitz)|Bolko I.]] († 1301), Sohn Boleslaws II., 1278 in Löwenberg, 1290–1301 in Schweidnitz, Jauer und Fürstenberg (siehe unten)&lt;br /&gt;
* [[Bolesław III. (Schlesien)|Boleslaw III.]], [[Heinrich VI. (Schlesien)|Heinrich VI.]] und [[Wladislaus (Liegnitz)|Wladislaus]], Söhne Heinrichs V., 1296–1311 gemeinsam in Liegnitz,&lt;br /&gt;
* [[Bolesław III. (Schlesien)|Boleslaw III.]] († 1352), 1311–1348 in Brieg&lt;br /&gt;
* [[Heinrich VI. (Schlesien)|Heinrich VI.]] „der Gute“ († 1335) 1311–1335 in Breslau, verkauft Breslau 1327 an Böhmen&lt;br /&gt;
* [[Wladislaus (Liegnitz)|Wladislaus]] († 1352) 1311–1338 in Liegnitz, Sohn Heinrichs VI., vererbt Liegnitz an Brieg&lt;br /&gt;
* Katharina von [[Šubić]], Herzogin von Brieg und Ohlau († 1358), Ehefrau Boleslaws III., 1348–1356&lt;br /&gt;
* [[Wenzel I. (Liegnitz)|Wenzel I.]] († 1364), 1348–1364 in Liegnitz, Sohn Boleslaws III.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig I. (Liegnitz)|Ludwig I.]] († 1398), Sohn Boleslaws III., 1348 in Buchwald und [[Herzogtum Lüben|Lüben]], 1356–1398 in Brieg&lt;br /&gt;
* [[Ruprecht I. von Liegnitz|Ruprecht I.]] († 1409), [[Boleslaw IV. (Liegnitz)|Boleslaw IV.]] († 1394) und [[Heinrich VII. (Liegnitz)|Heinrich VII.]] († 1398), Söhne Wenzels I., ab 1364 gemeinsam in Liegnitz&lt;br /&gt;
* [[Heinrich VIII. (Brieg)|Heinrich VIII.]] „mit der Schramme“ († 1399), Sohn Ludwigs I., 1398–1399 in Brieg&lt;br /&gt;
* [[Heinrich IX. (Liegnitz-Lüben)|Heinrich IX.]] († 1419/20), Sohn Heinrichs VIII., 1399–1419/20 in Lüben, [[Herzogtum Haynau|Haynau]] und Ohlau&lt;br /&gt;
* [[Ludwig II. (Liegnitz)|Ludwig II.]] († 1436), Sohn Heinrichs VIII., 1399–1436 in Liegnitz und Brieg, Brieg 1436 an Lüben-Haynau-Ohlau&lt;br /&gt;
* [[Wenzel II. (Liegnitz)|Wenzel II.]] († 1419), Sohn Wenzels I., 1409–1419 in Liegnitz, Bischof von Breslau 1382–1417, vererbt Liegnitz an Brieg&lt;br /&gt;
* [[Ruprecht II. (Liegnitz-Lüben)|Ruprecht II.]] († 1431), Sohn Heinrichs IX., 1420–1431 in Lüben&lt;br /&gt;
* [[Wenzel III. (Liegnitz-Ohlau)|Wenzel III.]] († 1423), Sohn Heinrichs IX., 1420–1423 in Ohlau&lt;br /&gt;
* [[Ludwig III. (Liegnitz-Lüben)|Ludwig III.]] († 1441), Sohn Heinrichs IX., 1420–1441 in Lüben, Haynau und Ohlau&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth von Brandenburg (1403–1449)|Elisabeth von Brandenburg]] († 1449), Tochter des Kurfürsten [[Friedrich I. (Brandenburg)|Friedrich I.]], Witwe Ludwigs II., 1436–1449 in Liegnitz, Liegnitz 1449 an Brieg&lt;br /&gt;
* [[Johann I. (Liegnitz-Lüben)|Johann I.]] († 1453), Sohn Ludwigs III., 1441–1453 in Brieg, 1449–1453 in Liegnitz, Liegnitz 1453–1455 an Böhmen&lt;br /&gt;
* [[Heinrich X. (Liegnitz-Haynau)|Heinrich X.]] († 1452), Sohn Ludwigs III., 1441–1452 in Haynau und Goldberg, vererbt Goldberg an Brieg&lt;br /&gt;
* Hedwig von Liegnitz († 1471), Tochter Ludwigs II. von Brieg, Witwe Johanns I., 1453–1471 in Brieg&lt;br /&gt;
* [[Friedrich I. (Liegnitz)|Friedrich I.]] († 1488), Sohn Johanns I., 1455–1488 in Liegnitz, 1471–1488 in Brieg&lt;br /&gt;
* [[Ludmilla von Podiebrad]] († 1503), Tochter des böhmischen Königs [[Georg von Podiebrad]], Witwe Friedrichs I., 1488–1503 in Ohlau&lt;br /&gt;
* [[Johann II. (Liegnitz)|Johann II.]] († 1495), Sohn Friedrichs I., 1488–1495&lt;br /&gt;
* [[Friedrich II. (Liegnitz)|Friedrich II.]] († 1547), Sohn Friedrichs I., 1495–1547 in Liegnitz&lt;br /&gt;
* [[Georg I. (Brieg)|Georg I.]] († 1521), Sohn Friedrichs I., 1495–1521 in Brieg-Lüben&lt;br /&gt;
* Anna von Pommern († 1550), Tochter Herzogs Bogislaws X., Witwe Georgs I., 1521–1550 in Lüben, das Erbe geht an Liegnitz&lt;br /&gt;
* [[Friedrich III. (Liegnitz)|Friedrich III.]] († 1570), Sohn Friedrichs II., 1547–1570 in Liegnitz&lt;br /&gt;
* [[Georg II. (Brieg)|Georg II.]] „der Schwarze“ († 1586), Sohn Friedrichs II., 1547–1586 in Brieg&lt;br /&gt;
* Katharina von Mecklenburg († 1581), Tochter Herzog Heinrichs, Witwe Friedrichs III., 1570–1581 in Haynau&lt;br /&gt;
* [[Heinrich XI. (Liegnitz)|Heinrich XI.]] († 1588), Sohn Friedrichs III., 1570–1579 in Liegnitz, und&lt;br /&gt;
* [[Friedrich IV. (Liegnitz)|Friedrich IV.]] († 1596), Sohn Friedrichs III., 1570–1596 in Liegnitz, vererbt Liegnitz an Brieg&lt;br /&gt;
* [[Joachim Friedrich (Brieg)|Joachim Friedrich]] († 1602), Sohn Georgs II., 1586–1602 in Brieg&lt;br /&gt;
* [[Johann Georg (Ohlau-Wohlau)|Johann Georg]] († 1592), Sohn Georgs II., 1586–1592 in Lüben und Wohlau&lt;br /&gt;
* [[Anna von Württemberg (1561–1616)|Anna von Württemberg]] († 1616), Tochter des Herzogs [[Christoph (Württemberg)|Christoph]], Witwe Johann Georgs († 1592) und Friedrichs IV. († 1596), 1594–1616 in Haynau&lt;br /&gt;
* [[Anna Maria von Anhalt]] († 1605), Tochter des Fürsten [[Joachim Ernst (Anhalt)|Joachim Ernst von Anhalt]], Witwe Joachim Friedrichs, 1602–1605 in Ohlau&lt;br /&gt;
* [[Johann Christian (Brieg)|Johann Christian]] († 1639), Sohn Joachim Friedrichs, 1602–1639 in Brieg&lt;br /&gt;
* [[Georg Rudolf (Liegnitz)|Georg Rudolf]] († 1653), Sohn Joachim Friedrichs, 1602–1653 in Liegnitz, 1615–1653 in Wohlau&lt;br /&gt;
* [[Georg III. (Brieg)|Georg III.]] († 1664), Sohn Johann Christians, 1639–1664 in Brieg, vererbt an Wohlau&lt;br /&gt;
* [[Ludwig IV. (Liegnitz)|Ludwig IV.]] († 1663), Sohn Johann Christians 1653–1663 in Liegnitz, vererbt an Wohlau&lt;br /&gt;
* [[Christian (Liegnitz-Brieg)|Christian]] († 1672), Sohn Johann Christians, 1639–1672 in Wohlau&lt;br /&gt;
* Anna Sophie von Mecklenburg († 1666), Tochter des Herzogs Johann Albert II. in Güstrow, Witwe Ludwigs IV., 1663–1667 in Parchwitz&lt;br /&gt;
* [[Luise von Anhalt-Dessau (1631–1680)|Luise von Anhalt]], † 1680, Tochter des Fürsten Johann Kasimir in Dessau, Witwe Christians, 1672–1680 in Ohlau&lt;br /&gt;
* [[Georg Wilhelm I. (Liegnitz-Brieg-Wohlau)|Georg Wilhelm]] († 1675), Sohn Christians, 1672–1675 in Wohlau; sein Besitz geht 1675 als erledigtes Lehen an Böhmen, nachdem der uneheliche Sohn Martin geb. 21. Januar 1676, nicht anerkannt wurde (diese Linie ist noch existent). 1740 an Preußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzöge von Schlesien in Schweidnitz (nach der Teilung von 1278) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bolko I. (Schweidnitz)|Bolko I.]] (Boleslaw III.) († 1301), 1278 in [[Herzogtum Löwenberg|Löwenberg]], 1290–1301 in Schweidnitz, Jauer und Fürstenberg (siehe oben)&lt;br /&gt;
* [[Bernhard I. (Jauer-Löwenberg)|Bernhard I.]] († 1286), Sohn Boleslaws II., 1278–1286 in Löwenberg&lt;br /&gt;
* [[Bernhard II. (Schweidnitz)|Bernhard II.]] († 1326), Sohn Bolkos I., 1301–1326 in Schweidnitz&lt;br /&gt;
* [[Heinrich I. (Schweidnitz)|Heinrich I.]] († 1346), Sohn Bolkos I., 1301–1346 in Jauer, vererbt an Schweidnitz&lt;br /&gt;
* [[Bolko II. (Münsterberg)|Bolko II.]] (Boleslaw IV.) († 1341), Sohn Bolkos I., 1301–1341 in Münsterberg&lt;br /&gt;
* [[Bolko II. (Schweidnitz)|Bolko II.]] (Boleslaw V.) († 1368), Sohn Bernhards II., 1326–1368 in Schweidnitz-Fürstenberg, 1346 in Jauer&lt;br /&gt;
* [[Heinrich II. (Schweidnitz)|Heinrich II.]] († nach 1343), Sohn Bernhards II., 1326–nach 1343 in Schweidnitz&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus (Münsterberg)|Nikolaus der Kleine]] († 1358), Sohn Bolkos II. (Boleslaw IV.), 1341–1351 in Münsterberg,&lt;br /&gt;
* [[Bolko III. (Münsterberg)|Bolko III.]] (Boleslaw VI.) († 1410), Sohn Nikolaus des Kleinen, 1351–1410 in Münsterberg&lt;br /&gt;
* Agnes, Tochter Nikolaus des Kleinen (†?), 1358–1367 in Strehlen&lt;br /&gt;
* [[Agnes von Habsburg (1315–1392)|Agnes von Habsburg]] († 1392), Tochter Herzog Leopolds I., Witwe Bolkos II. (Boleslaw V.), 1368–1392 in Schweidnitz-Fürstenberg; Schweidnitz-Fürstenberg 1392 an Böhmen, 1526 an Österreich, 1740 an Preußen&lt;br /&gt;
* [[Johann I. (Münsterberg)|Johann I.]] († 1428), 1410–1428 in Münsterberg; und [[Heinrich II. (Münsterberg)|Heinrich II.]] († 1420), Söhne Bolkos III., 1410–1420 in Münsterberg&lt;br /&gt;
* Euphemia († 1447), Tochter Bolkos III., 1428–1442 in Münsterberg, † 1447; Münsterberg an Böhmen 1442, an Troppau 1443, erneut an Böhmen 1454, an die Familie [[Podiebrad (Adelsgeschlecht)|Podiebrad]] 1462&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzöge von Schlesien in Glogau (nach der Teilung von 1274) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Konrad II. (Schlesien)|Konrad II.]] († 1273/74), 1251–1273/74 in Glogau (siehe oben)&lt;br /&gt;
* [[Konrad III. (Schlesien)|Konrad III.]] „Köberlein“ († 1304), Sohn Konrads II., 1274–1304 in Sagan, vererbt an Glogau&lt;br /&gt;
* [[Primislaus I. (Glogau-Sprottau)|Primislaus I. (Primko)]] († 1289), Sohn Konrads II., 1274–1289 in [[Herzogtum Steinau|Steinau]] und [[Herzogtum Sprottau|Sprottau]], vererbt an Glogau&lt;br /&gt;
* [[Heinrich III. (Glogau)|Heinrich III.]] († 1309), Sohn Konrads II., 1274–1309 in Glogau&lt;br /&gt;
* [[Heinrich IV. (Glogau)|Heinrich IV. „der Treue“]] († 1342), Sohn Heinrichs III., 1309–1342 in Sagan, 1329 in halb Glogau&lt;br /&gt;
* [[Konrad I. (Oels)|Konrad I.]] († 1366), Sohn Heinrichs III., 1309–1366 in [[Herzogtum Namslau|Namslau]], 1322 in [[Herzogtum Oels|Oels]]&lt;br /&gt;
* [[Boleslaus (Glogau-Oels)|Boleslaus/Bolko]] († 1321), Sohn Heinrichs III., 1309–1322 in Oels, vererbt an Namslau&lt;br /&gt;
* [[Johann (Glogau-Steinau)|Johann]] († 1361/65), Sohn Heinrichs III., 1309–1361/65 in Steinau, 1329–1338 in halb Glogau; verkauft seine Hälfte von Glogau 1338 an Böhmen, vererbt Steinau an Sagan&lt;br /&gt;
* [[Primislaus II. (Glogau)|Primislaus II.]] (&#039;&#039;Primko/Przemko&#039;&#039;) († 1331), Sohn Heinrichs III., 1309–1331 in Glogau; vererbt seinen Besitz je zur Hälfte an Sagan und Steinau&lt;br /&gt;
* [[Heinrich V. (Glogau-Sagan)|Heinrich V.]] († 1369), Sohn Heinrichs IV., 1342–1369 in Sagan, 1344–1369 in (halb) Sagan&lt;br /&gt;
* [[Konrad II. (Oels)|Konrad II.]] († 1403), Sohn Konrads I., 1366–1403 in Namslau&lt;br /&gt;
* [[Heinrich VI. (Glogau-Sagan)|Heinrich VI. d. Ä.]] († 1393), Sohn Heinrichs V., 1369–1393 in Sagan und [[Herzogtum Crossen|Crossen]], vererbt an [[Herzogtum Freystadt|Freystadt]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich VII. (Glogau-Sagan)|Heinrich VII. „Rumpold“]] († 1394), Sohn Heinrichs V., 1369–1394 in halb Glogau und Steinau, vererbt an Freystadt&lt;br /&gt;
* [[Heinrich VIII. (Glogau)|Heinrich VIII. „der Sperling“]] († 1397), Sohn Heinrichs V., 1369–1397 in Freystadt, Grünberg und [[Herzogtum Sprottau|Sprottau]]&lt;br /&gt;
* [[Johann I. (Sagan)|Johann I.]] († 1439), Sohn Heinrichs VIII., 1397–1439 in Sagan&lt;br /&gt;
* [[Heinrich IX. (Glogau)|Heinrich IX.]] († 1467), Sohn Heinrichs VIII., 1413–1418 (&#039;&#039;gemeinsam mit Heinrich X. und Wenzel&#039;&#039;) in halb Glogau, 1418–1467 in halb Glogau und Freystadt (&#039;&#039;gemeinsam mit Heinrich X.&#039;&#039;), 1430/31–1467 in Crossen&lt;br /&gt;
* [[Heinrich X. (Glogau)|Heinrich X. „Rumpold“]] († 1423), Sohn Heinrichs VIII., 1413–1418 (gemeinsam mit Heinrich IX. und Wenzel) in halb Glogau, 1418–1423 (gemeinsam mit Heinrich IX.) in Freystadt und halb Glogau&lt;br /&gt;
* [[Wenzel (Glogau)|Wenzel]] († 1430/31), Sohn Heinrichs VIII., 1413–1418 in Glogau (gemeinsam mit Heinrich IX. und Heinrich X.), 1418–1430/31 in Crossen und Schwiebus&lt;br /&gt;
* [[Konrad III. (Oels)|Konrad III.]] († 1412/13), Sohn Konrads II., 1403–1412/13 in Namslau&lt;br /&gt;
* [[Konrad von Oels|Konrad IV. „Senior“]] († 1447), Sohn Konrads III., 1413–1447 in Bernstadt, 1417 Bischof von Breslau&lt;br /&gt;
* [[Konrad V. (Oels)|Konrad V. „Kanthner“]] († 1439), Sohn Konrads III., 1413–1429 in Oels&lt;br /&gt;
* [[Konrad VI. (Oels)|Konrad VI. „Dechant“]] († 1427), Sohn Konrads III., 1413–1427 in Steinau&lt;br /&gt;
* [[Konrad VII. (Oels)|Konrad VII. „der alte Weiße“]] († 1452), Sohn Konrads III., 1413–1452 in Cosel-Wartenberg&lt;br /&gt;
* [[Konrad VIII. (Oels)|Konrad VIII. „der Junge“]] († 1444/47), Sohn Konrads III., 1413–1444/47 in Wohlau&lt;br /&gt;
* [[Konrad IX. (Oels)|Konrad IX. „der Schwarze“]] († 1471), Sohn Konrads V., 1439–1471 in Oels-Cosel&lt;br /&gt;
* [[Konrad X. (Oels)|Konrad X. „der junge Weiße“]] († 1492), Sohn Konrads V., 1439–1492 in Wohlau; sein Besitz geht 1492 an Böhmen, 1495 an Münsterberg&lt;br /&gt;
* [[Balthasar (Sagan)|Balthasar]] († 1472), Sohn Johanns I., 1439–1461 in Sagan&lt;br /&gt;
* [[Rudolf (Sagan)|Rudolf]] († 1454), Sohn Johanns I., 1439–1454 in Sagan&lt;br /&gt;
* [[Wenzel (Sagan)|Wenzel]] († 1488), Sohn Johanns I., 1439–1450 in Sagan, danach in Priebus&lt;br /&gt;
* [[Johann II. (Sagan)|Johann II.]] „der Böse“ († 1504), Sohn Johanns I., 1439–1450, 1461–1467 und 1472 in Sagan, 1450–1472 in Priebus&lt;br /&gt;
* [[Heinrich XI. (Glogau)|Heinrich XI.]] († 1476), Sohn Heinrichs IX., 1467–1476 in Freystadt und Crossen&lt;br /&gt;
* [[Balthasar (Sagan)|Balthasar]] († 1472), 1467–1472 zum zweiten Mal in Sagan&lt;br /&gt;
* [[Johann II. (Sagan)|Johann II.]] († 1504), 1472–1476 zum zweiten Mal in Sagan, 1482–1488 in Glogau; 1476–1504 in Freystadt; Sagan geht 1476 an Sachsen, Freystadt 1534–1549 ebenfalls an Sachsen, 1549 dann an Österreich.&lt;br /&gt;
* [[Barbara von Brandenburg (1464–1515)|Barbara von Brandenburg]] († 1515), Tochter des Kurfürsten [[Albrecht Achilles]], Witwe Heinrichs XI., 1476–1510 in Züllichau und Crossen; Freystadt geht 1476 an Sagan, Crossen 1510 an Brandenburg; Glogau 1476(?)–1526 zu Böhmen, das bis 1742 von den Habsburgern regiert wurde, ab 1742 bei Preußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzöge von Schlesien in Oberschlesien (nach der Teilung von 1173) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mieszko I. (Oppeln)|Mieszko I.]] († 1211), Sohn [[Władysław II. (Polen)|Wladyslaws II.]] (siehe oben), 1173–1211 in Ratibor und Teschen, in Auschwitz und Oberbeuthen 1177, in Oppeln 1201&lt;br /&gt;
* [[Kasimir I. (Oppeln-Ratibor)|Kasimir I.]] († 1229/30), Sohn Mieszkos I., 1211–1229/30&lt;br /&gt;
* [[Mieszko II. (Oppeln-Ratibor)|Mieszko II.]] († 1246), Sohn Kasimirs I., 1230–1246 in Oppeln&lt;br /&gt;
* [[Wladislaus I. (Oppeln-Ratibor)|Wladislaw I.]] († 1281), Sohn Kasimirs I., 1234–1281 in Oppeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1281 Teilung in Teschen-Auschwitz, [[Herzogtum Beuthen|Beuthen]], Oppeln und Ratibor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzöge von Schlesien in Teschen, Auschwitz und Ratibor (nach der Teilung von 1281) ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siehe auch: [[Herzogtum Teschen#Liste der Herzöge von Teschen|Liste der Herzöge von Teschen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mesko I. (Teschen)|Mieszko III.]] († 1313/16), Sohn Wladislaws I., 1281–1290 in Ratibor, 1290–1313/16 in Teschen&lt;br /&gt;
* [[Primislaus (Ratibor)|Primislaus/Przemislaw]] († 1306), Sohn Wladislaws I., 1281–1306 in Teschen, 1290–1306 in Ratibor&lt;br /&gt;
* [[Lestko (Ratibor)|Lestko]] († 1336), Sohn Przemislaws, 1295–1336 in Ratibor; 1336 Heimfall an Böhmen; 1337 an Troppau&lt;br /&gt;
* [[Wladislaus (Teschen-Auschwitz)|Wladislaus]] († 1321/24), Sohn Mieszkos III., 1313/16–1321/24 in [[Herzogtum Auschwitz|Auschwitz]]&lt;br /&gt;
*  [[Johann I. (Teschen-Auschwitz)|Johann I.]], († 1370/72), Sohn Wladislaws, 1321/22–1372 in Auschwitz&lt;br /&gt;
* [[Johann II. (Teschen-Auschwitz)|Johann II.]] († 1476), Sohn Johanns I.&lt;br /&gt;
* [[Johann III. (Teschen-Auschwitz)|Johann III.]] († 1405), Sohn Johanns II., 1376–1405 in Auschwitz (mit ihm erlosch 1405 die direkte &#039;&#039;Linie Auschwitz&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Przemislaus I. (Teschen)|Przemislaw I. von Teschen]] († 1409), Sohn Kasimirs III., 1358–1400 in Teschen&lt;br /&gt;
* [[Przemislaus I. (Teschen-Auschwitz)|Przemislaw I. von Auschwitz]] († 1406), Sohn Przemislaws I. von Teschen, 1400–1406 in Auschwitz&lt;br /&gt;
* [[Kasimir I. (Teschen-Auschwitz)|Kasimir I.]] († 1434), Sohn Przemislaws I. von Auschwitz, 1406–14 in Auschwitz, [[Herzogtum Tost|Tost]] und (halb) [[Herzogtum Gleiwitz|Gleiwitz]]&lt;br /&gt;
** [[Wenzel I. (Auschwitz-Zator)|Wenzel I. von Zator]] († 1465), Sohn Kasimirs von Auschwitz, 1433–1445 in Auschwitz und Tost, 1445–1465 in [[Herzogtum Zator|Zator]]&lt;br /&gt;
*** [[Kasimir II. (Teschen-Zator)|Kasimir II.]] († 1489/94), Sohn Wenzels I. von Zator, 1465–1489/94&lt;br /&gt;
*** [[Wenzel II. (Teschen-Zator)|Wenzel II.]] († 1484/87), Sohn Wenzels I. von Zator&lt;br /&gt;
*** [[Johann V. (Teschen-Zator)|Johann V.]] († 1513), 1465–1513, Sohn Wenzels von Zator, verkauft Zator 1494 an Polen&lt;br /&gt;
*** [[Wladislaus (Teschen-Zator)|Wladislaus]] († 1494), Sohn Wenzels II. von Zator&lt;br /&gt;
** [[Przemislaus III. (Teschen-Tost)|Primislaus/Przemko III.]] († 1484), Sohn Kasimirs I. von Auschwitz, 1445–1484 in Tost&lt;br /&gt;
** [[Johann IV. (Teschen-Auschwitz)|Johann IV.]], († 1495/97), Sohn Kasimirs I. von Auschwitz, 1445–1457 in [[Herzogtum Auschwitz|Auschwitz]], verkauft sein Gebiet 1457 an Polen, 1772 gelangt es an Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Boleslaus I. (Teschen)|Boleslaw I.]] († 1431), Sohn Przemislaws I., 1400–1431 in Teschen&lt;br /&gt;
* [[Wenzel I. (Teschen)|Wenzel]] († 1474), Sohn Boleslaws I., 1431–1474 in Teschen und Beuthen&lt;br /&gt;
* [[Wladislaus (Teschen)|Wladislaw]] († 1460), Sohn Boleslaws I., 1431–1460 in Teschen und Groß-Glogau&lt;br /&gt;
* [[Przemislaus II. (Teschen)|Przemislaw II.]] († 1477), Sohn Boleslaws I., 1431–1477 in Teschen und Groß-Glogau&lt;br /&gt;
* [[Boleslaus II. (Teschen)|Boleslaw II.]] († 1452), Sohn Boleslaws I., 1431–1452 in Teschen und Freistadt&lt;br /&gt;
* [[Margareta von Cilli]] († 1480), Tochter des Grafen Hermann II., Witwe Wladislaws von Teschen, 1460–1480; und Przemislaw († 1477), 1460–1477 Sohn Wladislaws von Teschen, in Teschen und Groß-Glogau&lt;br /&gt;
* [[Kasimir II. (Teschen)|Kasimir IV.]] († 1528), Sohn Boleslaws II., 1452–1528 in Teschen und Freistadt&lt;br /&gt;
** [[Friedrich (Teschen)|Friedrich]] († 1507), Sohn Kasimirs IV.&lt;br /&gt;
** [[Wenzel II. (Teschen)|Wenzel]] († 1524), Sohn Kasimirs IV.&lt;br /&gt;
* [[Wenzel III. Adam]] († 1579), Sohn Wenzels II., 1528–1579 in Teschen und Freistadt&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Kasimir (Teschen)|Friedrich Kasimir]] († 1571), Sohn Wenzel III. Adams, 1560–1571 in [[Herzogtum Bielitz|Bielitz]] und Freistadt&lt;br /&gt;
* [[Adam Wenzel]] († 1617), Sohn Wenzel Adams, 1579–1617 in Teschen und Freistadt&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wilhelm (Teschen)|Friedrich Wilhelm]] († 1625), Sohn Adam Wenzels, 1617–1625 in Teschen und Freistadt&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Lukretia (Teschen)|Elisabeth Lucretia]] († 1653), Tochter Wenzel Adams, 1625–1653 in Teschen und Freistadt; vererbt an Böhmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzöge von Schlesien in Beuthen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kasimir II. (Oppeln-Beuthen)|Kasimir II.]] († 1312), Sohn [[Wladislaus I. (Oppeln-Ratibor)|Wladislaws I.]], 1281–1312 in Beuthen&lt;br /&gt;
* [[Boleslaus (Beuthen-Tost)|Boleslaw]] († 1329), Sohn Kasimirs II., 1289–1309 in Auschwitz, 1321 [[Liste der Erzbischöfe von Esztergom|Erzbischof von Gran]]&lt;br /&gt;
* [[Wladislaus (Beuthen-Cosel)|Wladislaw II.]] († 1351/55), Sohn Kasimirs II., 1306–1351/5 in [[Herzogtum Cosel|Cosel]]&lt;br /&gt;
* [[Ziemowit (Beuthen-Gleiwitz)|Ziemowit/Siemowit]], Sohn Kasimirs II., 1306–1342 in Gleiwitz&lt;br /&gt;
* [[Kasimir III. (Cosel)|Kasimir III.]] († vor 1349), Sohn Wladislaw II., in Cosel, vererbt an Beuthen&lt;br /&gt;
* [[Boleslaus (Beuthen-Cosel)|Boleslaw]] († 1355), Sohn Wladislaws II., in Beuthen, vererbt an Herzogtum Oppeln bzw. an Oels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzöge von Schlesien in Oppeln ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bolko I. (Oppeln)|Boleslaw (Bolko) I.]] († 1313), Sohn Wladislaws I., 1281–1313 in Oppeln&lt;br /&gt;
* [[Bolko II. (Oppeln-Falkenberg)|Boleslaw II.]] († 1362/65), Sohn Boleslaws I., 1313–1362/65 in [[Herzogtum Falkenberg|Falkenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Albert (Oppeln-Strehlitz)|Albert]] († nach 1366), Sohn Boleslaws I., 1313–nach 1366 in Strehlitz, vererbt an Oppeln&lt;br /&gt;
* [[Bolko II. (Oppeln)|Bolko II.]] († 1356), Sohn Boleslaws I., 1313–1356 in Oppeln&lt;br /&gt;
* [[Wladislaus II. (Oppeln)|Wladislaus II.]] († 1401), Sohn Bolkos II., 1356–1401 in Oppeln und Wielun, vererbt an Oppeln-Strehlitz&lt;br /&gt;
* [[Bolko III. (Oppeln)|Bolko III.]] († 1382), Sohn Bolkos II., 1356–1382 in Oppeln und Strehlitz&lt;br /&gt;
* [[Wenzel (Oppeln-Falkenberg)|Wenzel von Falkenberg]] († 1369), 1362/65–1369&lt;br /&gt;
* [[Heinrich (Oppeln-Falkenberg)|Heinrich von Falkenberg]] († 1382), Sohn Boleslaws I., 1360/65–1382 in Falkenberg, vererbt an Oppeln&lt;br /&gt;
* [[Johann I. (Oppeln)|Johann I. Kropidlo]] († 1421), Sohn Bolkos III., 1382–1421 in Oppeln-Strehlitz, [[Erzbischof von Gnesen]] 1389, [[Bischof von Cammin]] 1394–1398, vererbt an Beuthen&lt;br /&gt;
* [[Bolko IV. (Oppeln)|Bolko IV.]] († 1437), Sohn Bolkos III., 1382–1437 in Beuthen&lt;br /&gt;
* [[Bernhard (Oppeln-Falkenberg)|Bernhard von Falkenberg und Strehlitz]] († 1455), Sohn Bolkos III., 1382–1355 in Falkenberg, vererbt an Beuthen&lt;br /&gt;
* [[Bolko V. (Oppeln)|Bolko V.]] († 1460), 1437–1460, und [[Nikolaus I. (Oppeln)|Nikolaus I.]] († 1476), 1437–1476, Söhne Bolkos IV., in Beuthen&lt;br /&gt;
* [[Johann II. (Oppeln-Ratibor)|Johann II.]] († 1532), 1476–1532, und [[Nikolaus II. (Oppeln)|Nikolaus II.]] († 1497), 1476–1497, Söhne Nikolaus I., in Beuthen; Beuthen 1532–1543 an Brandenburg&lt;br /&gt;
* [[Georg Friedrich I. (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)|Georg Friedrich]] († 1603), Sohn Georgs, 1556 Markgraf von Ansbach und Bayreuth, 1557 Markgraf von Kulmbach, 1543–1549 in Beuthen, 1543–1603 in Jägerndorf&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand II. (Tirol)|Ferdinand]], Erzherzog von Österreich († 1595), Sohn des Kaisers [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand I.]], 1549–1551 in Beuthen&lt;br /&gt;
* [[Isabella Jagiellonica|Isabella Zapolya]], 1551–1556 in Beuthen&lt;br /&gt;
* [[Georg Friedrich I. (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)|Georg Friedrich]] († 1603), Sohn Georgs, 1556 Markgraf von Ansbach und Bayreuth, 1557 Markgraf von Kulmbach, 1543–1549 in Beuthen, 1543–1603 in Jägerndorf&lt;br /&gt;
* [[Sigismund Báthory]], 1597–1598 in Beuthen, Beuthen danach bis 1615 wieder bei Österreich&lt;br /&gt;
* [[Karl von Österreich (1590–1624)|Karl von Österreich]], † 1624, 1615–1624 in Beuthen, ab 1608 Bischof von Breslau, ab 1613 Bischof von Brixen&lt;br /&gt;
* Stephan Bethlen (&#039;&#039;Bethlen Istvan&#039;&#039;) und [[Gabriel Bethlen]] (&#039;&#039;Bethlen Gábor&#039;&#039;), Fürsten von [[Siebenbürgen]], Gegenherzöge in Beuthen 1622–1628&lt;br /&gt;
* Ferdinand, Erzherzog von Österreich, 1624–1630 in Beuthen&lt;br /&gt;
* [[Karl Ferdinand Wasa|Karl Ferdinand von Polen]] († 1655), Sohn König [[Sigismund III. Wasa|Sigismunds III.]] von Polen, 1630–1645 in Beuthen&lt;br /&gt;
* Sigismund Kasimir von Polen († 1647), Sohn des polnischen Königs Władysław IV. Wasa, 1645–1647 in Beuthen&lt;br /&gt;
* [[Władysław IV. Wasa]] († 1648), 1632 König von Polen, in Beuthen 1647–1648&lt;br /&gt;
* [[Johann II. Kasimir]] († 1672), 1648 König von Polen, 1648–1664; Beuthen 1672 an Österreich, an Preußen 1740&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzöge von (Ober-)Schlesien in Troppau, Ratibor, Jägerndorf und Leobschütz ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siehe auch: [[Herzogtum Jägerndorf#Herzöge von Jägerndorf|Herzöge von Jägerndorf]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet von Troppau gehörte seit jeher zur [[Markgrafschaft Mähren]]. Aus dieser wurde 1269 das Gebiet von [[Opava|Troppau]] ausgegliedert, das 1318 zu einem Herzogtum erhoben wurde. Erster Herzog von [[Herzogtum Troppau|Troppau]] war Nikolaus I., der den [[Přemysliden#Troppauer Zweig der Přemysliden|Troppauer Zweig]] der böhmischen [[Přemysliden]] begründete.&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus I. (Troppau)|Nikolaus I.]] († 1318), ca. 1269–1318, natürlicher Sohn von König [[Přemysl Ottokar II.]] von Böhmen&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus II. (Troppau)|Nikolaus II.]] († 1365), Sohn Nikolaus’ I., 1318–1365 in Troppau, 1337–1365 in Ratibor&lt;br /&gt;
# [[Johann I. (Troppau-Ratibor)|Johann I.]], † 1380/82, Sohn Nikolaus’ II., (1365)1367–1380/82 in Ratibor; 1367–1377 in Troppau (Teil, gemeinsam mit Primislaus und Wenzel); 1377–1380/82 in Jägerndorf und Freudenthal&lt;br /&gt;
## [[Nikolaus IV. (Ratibor-Freudenthal)|Nikolaus IV.]] († 1405/07, von Freudenthal (gemeinsam mit Johann II.)&lt;br /&gt;
## [[Johann II. (Troppau-Ratibor)|Johann II. „der Eiserne“]] († 1424), Sohn Johanns I., 1380/82–1424 von Ratibor und Freudenthal (bis 1405/07 Teil); 1380/82–vor 1385 und 1422–1424 in Jägerndorf&lt;br /&gt;
### [[Nikolaus V. (Ratibor-Jägerndorf)|Nikolaus V.]] († 1452), Sohn Johanns II., 1424–1437 von Jägerndorf und Ratibor (gemeinsam mit Wenzel), 1437–1452 in Jägerndorf, Freudenthal und [[Herzogtum Rybnik|Rybnik]]&lt;br /&gt;
#### [[Wenzel (Jägerndorf-Rybnik)|Wenzel von Rybnik]] († 1479), Sohn Nikolaus V., 1464–1474 in Rybnik, mit [[Żory|Sohrau]] und [[Fürstentum Pleß|Pleß]]&lt;br /&gt;
#### [[Johann IV. (Jägerndorf-Loslau)|Johann IV.]] († 1483), Sohn Nikolaus V., (1452) 1464–1474 von Jägerndorf, 1464–1483 in [[Herzogtum Loslau|Loslau]].&lt;br /&gt;
#### Barbara, Tochter Nikolaus V., ⚭ mit [[Johann IV. (Teschen-Auschwitz)|Johann IV. von Auschwitz]] († 1495/97), 1490–1492 (?) Herrin von Jägerndorf&lt;br /&gt;
### [[Wenzel (Troppau-Ratibor)|Wenzel von Ratibor]] († 1456), Sohn Johanns II., 1424–1437 in Ratibor und Jägerndorf (gemeinsam mit Nikolaus V.), 1437–1456 von Ratibor&lt;br /&gt;
#### [[Johann III. (Troppau-Ratibor)|Johann III. d. J.]] († 1493), Sohn Wenzels von Ratibor-Jägerndorf, 1456–1506 in Ratibor&lt;br /&gt;
##### [[Nikolaus VI. (Troppau-Ratibor)|Nikolaus VI. von Ratibor]], († 1506), Sohn Johanns III. d. J., 1493–1506 in Ratibor&lt;br /&gt;
##### [[Johann IV. (Troppau-Ratibor)|Johann IV. von Ratibor]] († nach 1506), Sohn Johanns III. d. J.&lt;br /&gt;
##### [[Valentin (Troppau-Ratibor)|Valentin von Ratibor]] († 1521), Sohn Johanns III. d. J., 1506–1521 in Ratibor; &#039;&#039;mit ihm erlosch die přemyslidische Linie Troppau-Ratibor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# [[Nikolaus III. (Troppau-Leobschütz)|Nikolaus III.]], Sohn Nikolaus II., 1367–1377 von Troppau (Teil), 1377–1394 von [[Herzogtum Leobschütz|Leobschütz]]&lt;br /&gt;
# [[Wenzel I. (Troppau)|Wenzel I. von Troppau]] († 1381), Sohn Nikolaus II., (1367) 1377–1381 von Troppau (gemeinsam mit Přemysl/Primislaus I.)&lt;br /&gt;
# [[Přemysl I. (Troppau)|Přemysl/Primislaus I.]] († 1433), Sohn von Nikolaus II., (1367) 1377–1433 in Troppau (gemeinsam mit Wenzel), 1394–1433 in Leobschütz&lt;br /&gt;
## [[Wenzel II. (Troppau-Leobschütz)|Wenzel II.]] († 1445/47), Sohn Přemysl/Primislaus I., 1435–1445/47 in Leobschütz&lt;br /&gt;
### [[Johann I. (Troppau-Leobschütz)|Johann I. &#039;&#039;Hanuš&#039;&#039;]] (* um 1420, † 1454), Sohn Wenzels II., 1445/47–1454 Herr auf Fulnek&lt;br /&gt;
### [[Johann II. (Troppau-Leobschütz)|Johann II. &#039;&#039;Pius&#039;&#039;]] († 1482/90), Sohn Wenzels II. 1445/47–1482/90 in Leobschütz, 1445/47–1464 in Troppau (Teil)&lt;br /&gt;
## [[Wilhelm (Troppau)|Wilhelm]] († 1452), Sohn Primislaus, 1435–1452 in Troppau (Teil), 1443–1452 in Münsterberg&lt;br /&gt;
### [[Friedrich (Troppau)|Friedrich]] († 1470)&lt;br /&gt;
### [[Wenzel III. (Troppau)|Wenzel III.]] († 1474)&lt;br /&gt;
### [[Přemysl III. (Troppau)|Přemysl/Primislaus III.]] († 1493)&lt;br /&gt;
## [[Ernst (Troppau)|Ernst]] († nach 1464), Sohn Primislaus, ca. 1435–1451 von Troppau (Teil), 1452–1456 in Münsterberg, verkauft Münsterberg an den böhmischen König Georg von Podiebrad&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Viktorin (Münsterberg und Troppau)|Viktorin]] († 1500), Sohn Georgs von Podiebrad, Reichsfürst 1459, in Troppau-Leobschütz 1465–1490&lt;br /&gt;
* Johann von Schellenberg († 1508), 1493–1506 in Jägerndorf&lt;br /&gt;
* Georg von Schellendorf, 1506–1523 Fürst von Jägerndorf, 1523 an [[Hohenzollern#Die Herzöge von Brandenburg-Jägerndorf|Hohenzollern]] verkauft&lt;br /&gt;
* [[Georg (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)|Georg von Brandenburg-Ansbach]] „der Fromme“ auch: „der Bekenner“ († 1543), 1536 Markgraf von Ansbach, 1523–1543 in Jägerndorf&lt;br /&gt;
* [[Georg Friedrich I. (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)|Georg Friedrich von Brandenburg-Ansbach]] († 1603), Sohn Georgs, 1556 Markgraf von Ansbach und Bayreuth, 1557 Markgraf von Kulmbach, 1543–1549 in Beuthen, 1543–1603 in Jägerndorf&lt;br /&gt;
* [[Joachim Friedrich (Brandenburg)|Joachim Friedrich von Brandenburg]] († 1608), 1598 [[Kurfürst von Brandenburg]], 1603–1606 in Jägerndorf&lt;br /&gt;
* [[Johann Georg (Brandenburg-Jägerndorf)|Johann Georg von Brandenburg]] († 1624), Sohn Joachim Friedrichs, 1606–1621 in Jägerndorf; Jägerndorf kommt zu Troppau&lt;br /&gt;
* [[Herzog von Troppau und Jägerndorf]] ist ab 1621 der jeweilige [[Fürst von Liechtenstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzöge von (Ober-)Schlesien in Münsterberg, Oels, Bernstadt und Juliusburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Heinrich I. (Münsterberg-Oels)|Heinrich d. Ä.]] († 1498), Sohn des böhmischen Königs Georg von Podiebrad, Reichsfürst, Graf von Glatz, Herzog von Münsterberg 1462–1498, Herzog von Oels 1495–1498&lt;br /&gt;
* [[Albrecht I. (Münsterberg-Oels)|Albrecht I. von Podiebrad]] († 1511), Sohn Heinrichs d. Ä., 1498–1501&lt;br /&gt;
* [[Georg I. (Münsterberg-Oels)|Georg I. Podiebrad]] († 1502), Sohn Heinrichs d. Ä., in Oels 1498–1502&lt;br /&gt;
* [[Karl I. (Münsterberg-Oels)|Karl I. Podiebrad]] († 1536), Sohn Heinrichs d. Ä., in Münsterberg 1498–1536&lt;br /&gt;
* [[Joachim (Münsterberg-Oels)|Joachim von Podiebrad]] († 1562), Sohn Karls I., 1536–1542 in Münsterberg (gemeinsam mit seinen Brüdern)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich II. (Münsterberg-Oels)|Heinrich II. von Podiebrad]], Sohn Karls I., 1536–1542 in Münsterberg (gemeinsam mit seinen Brüdern); 1542–1548 in Bernstadt&lt;br /&gt;
* [[Georg II. (Münsterberg-Oels)|Georg II. von Podiebrad]] († 1553), Sohn Karls I., 1536–1542 in Münsterberg (gemeinsam mit seinen Brüdern)&lt;br /&gt;
* [[Johann (Münsterberg-Oels)|Johann von Podiebrad]] († 1565), Sohn Karls I., 1536–1542 in Münsterberg (gemeinsam mit seinen Brüdern); 1542–1565 in Oels; 1548–1565 in Bernstadt; 1559–1565 nochmals in Münsterberg&lt;br /&gt;
* [[Karl Christoph (Münsterberg)|Karl Christoph von Münsterberg]] († 1569), Sohn Johanns, 1565–1569 in Münsterberg; Ende des Hauses Podiebrad in Münsterberg.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich III. (Münsterberg-Oels)|Heinrich III. von Podiebrad]] († 1587), Sohn Heinrichs II., 1565–1574 in Bernstadt (&#039;&#039;Bernstadt 1574 verkauft, 1604 zurückerworben von Karl II.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* [[Karl II. (Münsterberg-Oels)|Karl II. von Podiebrad]] († 1617), Sohn Heinrichs II., 1565–1617 in Oels, 1604–1617 in Bernstadt&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Wenzel (Oels-Bernstadt)|Heinrich Wenzel von Podiebrad]] († 1639), Sohn Karls II., 1617–1639 in Bernstadt, vererbt an Oels&lt;br /&gt;
* [[Karl Friedrich I. (Oels)|Karl Friedrich von Podiebrad]] († 1647), Sohn Karls II., 1617–1647 in Oels; 1639–1647 in Bernstadt&lt;br /&gt;
* [[Silvius I. Nimrod (Württemberg-Oels)|Silvius I. Nimrod]] († 1664), Schwiegersohn Karl Friedrichs I., 1647–1664 in Oels (durch Heirat, Belehnung 1649)&lt;br /&gt;
* [[Karl Ferdinand (Württemberg-Oels-Bernstadt)|Karl Ferdinand]] († 1669), Sohn Silvius Nimrods, 1664–1668 in Oels und Bernstadt&lt;br /&gt;
* [[Silvius II. Friedrich (Württemberg-Oels)|Silvius II. Friedrich]] († 1697), Sohn Silvius Nimrods, 1668–1697 in Oels&lt;br /&gt;
* [[Christian Ulrich I. (Württemberg-Oels)|Christian Ulrich I.]] († 1704), Sohn Silvius Nimrods, 1668–1697 in Bernstadt, 1697–1704 in Oels und Juliusburg&lt;br /&gt;
* [[Julius Siegmund (Württemberg-Juliusburg)|Julius Siegmund]] († 1684), Sohn Silvius Nimrods, 1668–1684 in Juliusburg&lt;br /&gt;
* [[Karl (Württemberg-Bernstadt)|Karl]] († 1745), Sohn Julius Siegmunds, 1684–1697 in Juliusburg, 1697–1745 in Bernstadt&lt;br /&gt;
* [[Karl Friedrich II. (Württemberg-Oels)|Karl Friedrich II.]] († 1761), Sohn Christian Ulrichs I., 1704–1744 in Oels und Juliusburg&lt;br /&gt;
* [[Christian Ulrich II. (Württemberg-Wilhelminenort)|Christian Ulrich II.]] († 1734), Sohn Christian Ulrichs I., 1704–1734 in Wilhelminenort&lt;br /&gt;
* [[Karl Christian Erdmann (Württemberg-Oels)|Karl Christian Erdmann]], † 1792, Sohn Christian Ulrichs II., 1734–1792 in Wilhelminenort, 1744–1792 in Oels und Juliusburg, 1745–1792 in Bernstadt&lt;br /&gt;
* [[Friedrich August (Braunschweig-Lüneburg-Oels)|Friedrich August, Prinz von Braunschweig-Wolfenbüttel]] († 1805), Schwiegersohn Karl Christian Erdmanns, 1792–1805 in Oels, Bernstadt, Juliusburg etc.; der Besitz bleibt bei Wolfenbüttel bis 1884, kommt dann an Sachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Max Wilberg]]: Regententabellen, eine Zusammenstellung der Herrscher von Ländern aller Erdteile bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, Frankfurt 1906 ([https://archive.org/details/regententabellen00wilbuoft Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Hugo Weczerka]] (Hrsg.): &#039;&#039;[[Handbuch der historischen Stätten]].&#039;&#039; Band: &#039;&#039;Schlesien&#039;&#039; (= &#039;&#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&#039;&#039; Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, Stammtafeln auf S. 589–603.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
|Autor= [[Hermann Grotefend]]&lt;br /&gt;
|Titel=Stammtafeln der schlesischen Fürsten bis zum Jahre 1740&lt;br /&gt;
|Verlag= Max&lt;br /&gt;
|Ort=Breslau &lt;br /&gt;
|Auflage =1&lt;br /&gt;
|Datum=1875&lt;br /&gt;
|Online=https://books.google.de/books?id=ZyGWl3UB6n0C&amp;amp;printsec=frontcover}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
|Autor= Hermann Grotefend&lt;br /&gt;
|Titel=Stammtafeln der schlesischen Fürsten bis zum Jahre 1740&lt;br /&gt;
|Verlag= Max&lt;br /&gt;
|Ort=Breslau &lt;br /&gt;
|Datum=1889&lt;br /&gt;
|Auflage=2&lt;br /&gt;
|Online=https://books.google.de/books?id=9Pw1AQAAMAAJ&amp;amp;printsec=frontcover}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://my.raex.com/~obsidian/baltic.html#Silesia Herzöge von Schlesien] &amp;lt;!-- dead link --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liste (Herzöge)|Schlesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzog (Schlesien)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fürstentum in Schlesien|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
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		<title>Na příkopě</title>
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		<updated>2024-02-24T22:50:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Na prikope, Prague, June 2016.jpg|mini|Straßenansicht der „Příkopy“, 2016]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Na příkopě&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://vdp.cuzk.cz/vdp/ruian/ulice/458996 ulice Na příkopě, hlavní město Praha, kód 458996], RÚIAN, ČÚZK&amp;lt;/ref&amp;gt; (deutsch &#039;&#039;&#039;Graben&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;Am Graben&#039;&#039;) ist eine Straße im Zentrum von [[Prag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Graben verbindet den [[Wenzelsplatz]] mit dem [[Platz der Republik (Prag)|Platz der Republik]] und bildet die Grenze zwischen der [[Prager Altstadt|Altstadt]] und der [[Prager Neustadt|Neustadt]]. Er ist zum Teil eine [[Fußgängerzone]]. Das Straßenbild prägen repräsentative Bauten, darunter das Hauptquartier der [[Česká národní banka|Tschechischen Nationalbank]], Palais und luxuriöse Geschäfte.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.myczechrepublic.com/de/prag/na-prikope-strasse.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Straße befindet sich an der Stelle eines Grabens, der 1232 bis 1834 bei den Anlagen der Prager Altstadt ausgehoben wurde. 1760 wurde der Graben zugeschüttet und es entstand eine Straße, die zuerst &#039;&#039;Ve starých alejích&#039;&#039; („In den alten Alleen“) hieß, 1839 bis 1870 auf &#039;&#039;Kolowratská třída&#039;&#039; („[[Kolowrat]]-Allee“) umbenannt wurde und seit 1871 den heutigen Namen trägt.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Wachmeier: &#039;&#039;Prag: Kunst- und Reiseführer.&#039;&#039; Verlag Kohlhammer, 1967, S. 269 ([https://books.google.de/books?ei=bPIMUd7oMYrptQbK1YDIBw&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=w28nAQAAMAAJ&amp;amp;dq=Na+P%C5%99%C3%ADkop%C4%9B+Kolowrat+stra%C3%9Fe+in+prag&amp;amp;q=+minister+Kolowrat++#search_anchor Google Buch]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich Torberg]] bezeichnete den „Graben“ als [[Korso]] der Prager High Society, an dem sich um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert das gesellschaftliche und geschäftliche Leben der Stadt abspielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Torberg. &#039;&#039;Die Tante Jolesch&#039;&#039;. Anaconda 2011, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein berühmter Treffpunkt war das Hotel „Zum schwarzen Ross“, in dem zahlreiche illustre Gäste abstiegen, darunter [[Ludwig van Beethoven]] (1812) und [[Frédéric Chopin]] (1829). Der gesellschaftliche Mittelpunkt der Deutschen in Prag war von 1875 bis 1945 der Gebäudekomplex Am Graben 22–24, das ehemalige [[Deutsches Haus (Prag)|Deutsche Haus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Prag Zum Schwarzen Ross.jpg|Hotel „Zum schwarzen Ross“, Am Graben, Lithographie, um 1820&lt;br /&gt;
Beer01.jpg|Fotografie von [[Alois Beer]], um 1890&lt;br /&gt;
Prague 07-2016 View from Powder Tower img4.jpg|Am Graben, gesehen vom [[Prager Pulverturm]], 2016&lt;br /&gt;
Nový Kolowratský palác celý.JPG|Palais Kolowrat, 2012&lt;br /&gt;
142 Galeries comercials Slovanský Dům (Casa Eslava), Na Příkopě.jpg|Deutsches Haus, 2012&lt;br /&gt;
Banka (Staré Město), Praha 1, Na Příkopě, Celetná 33, Staré Město.JPG|Ehemalige Hauptzentrale der [[Böhmische Escompte-Bank|Böhmischen Escompte-Bank]], 2012&lt;br /&gt;
Příkopy 1.jpg|Straßenansicht bei Nacht, 2016&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Zikmund Winter]]: &#039;&#039;V ohradě měst a městských zdech.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Sebrané Spisy Zikmunda Wintra.&#039;&#039; Band 7. Otto, Praha 1914, S. 91–100 (tschechisch, [https://www.digitalniknihovna.cz/mlp/view/uuid:990f7240-dd88-11dd-8a3d-0030487be43a digitalniknihovna.cz]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Na příkopě (Prague)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50.08562 |EW=14.425685 |type=landmark |region=CZ-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Na prikope}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Prag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prager Neustadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prager Altstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abd_ar-Rahman_IV.&amp;diff=160125</id>
		<title>Abd ar-Rahman IV.</title>
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		<updated>2023-06-19T18:23:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Abd ar-Rahman IV. al-Murtada&#039;&#039;&#039; ({{arS|عبد الرحمن المرتضى|d=ʿAbd ar-Raḥmān al-Murtaḍā}}; † [[1018]]) war [[Kalif]] von [[Kalifat von Córdoba|Córdoba]] (1018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abd ar-Rahman IV. entstammte der Dynastie der [[Umayyaden]] und war ein Sohn von Mohammed, eines Enkels des Kalifen [[Abd ar-Rahman III.]] Er wurde in [[Valencia]], wohin er sich zurückgezogen hatte, von einigen [[Berber (Ethnie)|Berberführern]] zum Kalifen erhoben, nachdem im [[Kalifat von Córdoba]] die [[Hammudiden]] unter [[Ali ibn Hammud an-Nasir]] an die Macht gekommen waren und das Kalifenamt übernommen hatten. Zwar konnte er sich mit dem muslimischen Statthalter von [[Saragossa]] und dem [[Grafschaft Barcelona|Grafen von Barcelona]] verbünden, doch konnte er die Hammudiden nicht dauerhaft aus Córdoba vertreiben. Bei einem Angriff auf die [[Ziriden von Granada]] wurde er von seinen Berbertruppen im Stich gelassen, besiegt und bei [[Guadix]] auf der Flucht ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Arnold Hottinger]]: &#039;&#039;Die Mauren. Arabische Kultur in Spanien.&#039;&#039; Wilhelm Fink Verlag, München 1995, ISBN 3-7705-3075-6.&lt;br /&gt;
* [[Évariste Lévi-Provençal]]: &#039;&#039;Abd al-Rahman IV&#039;&#039;, in: &#039;&#039;[[Encyclopaedia of Islam]]&#039;&#039;, 2. Auflage, Bd. 1 (1960), S. 84&lt;br /&gt;
* Évariste Lévi-Provençal: &#039;&#039;Histoire de l’Espagne musulmane&#039;&#039;, 1944–53, Bd. 2, S. 328–330.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Ali ibn Hammud an-Nasir]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[al-Qasim al-Ma&#039;mun]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Kalifat von Córdoba|Kalif von Córdoba]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1018&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1254568026|LCCN=|NDL=|VIAF=1182164913183018980005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Abd Arrahman 04}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalif (Córdoba)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umayyade (Linie Cordoba)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 10. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1018]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Abd ar-Rahman IV.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Abd ar-Rahman IV. al-Murtada (vollständiger Name); عبد الرحمن المرتضى (arabisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Kalif von Córdoba (1018)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1018&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei Guadix&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
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		<title>Georg Ludwig Lehnes</title>
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		<updated>2023-05-04T21:02:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: /* Schriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Georg Ludwig Lehnes&#039;&#039;&#039; (* [[17. April]] [[1799]] in [[Aurachtal|Neundorf]]; † [[9. Dezember]] [[1849]] in [[Höfen (Herzogenaurach)|Höfen]]) war ein deutscher [[Archivar|Archivschreiber]] und veröffentlichte zwischen 1833 und 1841 fünf Abhandlungen zur [[Franken (Region)|fränkischen]] [[Regionalgeschichte]]. Die Werke des frühen [[Heimatforscher]]s werden bis in die Gegenwart als wertvolle Grundlagen der heimatgeschichtlichen Forschung angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Ludwig Lehnes wurde am 17. April 1799 als zweiter Sohn von „ganz armen Eltern“ in Neundorf (Gemeinde [[Aurachtal]]) bei [[Herzogenaurach]] in [[Mittelfranken]] geboren. Unter seinen Vorfahren befanden sich lutherische [[Exulanten]] aus dem [[niederösterreich]]ischen [[Waldviertel]], die um 1700 in die Region um [[Ansbach]] eingewandert waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise geht der [[Familienname]] des [[Historiker]]s auf einen Schreib- oder Lesefehler zurück. Seine beiden Brüder wurden unter dem Familiennamen „Lehner“ in die Register eingetragen. Dieser Name ist noch bis in die Gegenwart um Herzogenaurach verbreitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1822 diente Lehnes als [[Wehrpflichtiger]] in der königlich bayerischen Armee. Bereits 1825 wurde er allerdings „wegen Kränklichkeit“ aus dem eigentlich sechsjährigen [[Wehrdienst]] entlassen. 1822 begann er zusätzlich in [[Erlangen]] ein Studium der Fächer [[Geschichte]], [[Mathematik]], [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Kameralwissenschaft]] ([[Verwaltung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Militärzeit wurde Lehnes für drei Jahre bei der Regierung des Mittelmainkreises angestellt und wechselte anschließend an das Landgericht [[Neustadt an der Aisch]]. Der dortige Landrichter stellte ihm am 30. November 1833 ein sehr gutes Zeugnis aus. Lehnes war nach Matthias Salomon Schnizzer (1708) der zweite Chronist der Stadt Neustadt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Döllner]]: &#039;&#039;Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933.&#039;&#039; 1950; 2. Auflage, Ph. C. W. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836/37 wurde er nach [[Rentweinsdorf]] bei [[Ebern]] versetzt, um dort das Familienarchiv der Freiherren von [[Rotenhan (Adelsgeschlecht)|Rotenhan]] zu ordnen. Der Schlossherr [[Julius von Rotenhan]] bescheinigte ihm später in seiner Familienchronik, er habe das „Geschäft“ gut vollendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wechselte Lehnes am 1. Dezember 1837 an die Archivkanzlei des Königlichen Archivs in Nürnberg (jetzt: [[Staatsarchiv Nürnberg]]). Als Scribent (Schreiber) wurde ihm dort nur der kärgliche Lohn von 45 Kreuzern für jeden Arbeitstag ausbezahlt. Ein Zeugnis berichtet dennoch von „Diensteifer trotz Nahrungssorgen“ und bescheinigt „unverdrossenes Ausharren“. Das Dokument schließt mit dem Gesamturteil: „Befriedigt jede Erwartung und studiert sehr fleißig im Fach Geschichte“. Nach einer weiteren günstigen Beurteilung („in jeder Hinsicht sehr empfehlenswert“) im Jahr 1839 wurde ihm der Titel „Archivfunktionär“ zuerkannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1847 erhielt Lehnes die zweite Offiziantenstelle am Königlichen Archiv Bamberg (jetzt: [[Staatsarchiv Bamberg]]). Nur etwa zwei Jahre später starb Georg Ludwig Lehnes am 9. Dezember 1849 in Höfen bei Neudorf. Er wurde nur 50 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 stellte Günter Lipp ([[Kreisheimatpfleger]] [[Landkreis Haßberge]]) anlässlich des Reprints der &#039;&#039;Geschichte des Baunachgrundes&#039;&#039; einen knappen Lebenslauf des Chronisten zusammen. Als Hauptquellen dienten Lipp die [[Personalakte]] von Lehnes im [[Bayerisches Hauptstaatsarchiv|Bayerischen Hauptstaatsarchiv]] in [[München]] und im [[Staatsarchiv Nürnberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historischen Arbeiten von Georg Ludwig Lehnes enthalten einige zeitbedingte Fehlinterpretationen, etwa zur [[Toponomastik|Ortsnamenkunde]]. Als Kind seiner [[Slawophilie|slawophilen]] Epoche wies er insbesondere einigen [[Ortsname]]n im [[Baunach (Fluss)|Baunachtal]] fälschlicherweise einen [[Slawen|slawischen]] Ursprung zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Unkorrektheiten sind die Werke des Chronisten unverzichtbare Quellen zur fränkischen Regionalgeschichte, die teilweise als Nachdrucke wieder leichter zugänglich gemacht wurden. Als Archivbeamter hatte Lehnes direkten Zugang zu den ortsgeschichtlichen [[Akte]]n in bedeutenden öffentlichen und privaten Archiven.  Besondere Verdienste erwarb er sich bei der Neuordnung des Schlossarchives in Rentweinsdorf. Neben den Schriftquellen bezog Lehnes auch die [[Sage|Volkssagen]] und [[Legende]]n in seine Forschungen ein und besuchte die zahlreichen Geschichtsdenkmäler der Region. Aus heutiger Sicht wirkt die Arbeitsweise dieses frühen Heimatchronisten erstaunlich modern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Geschichtliche Nachrichten von den Orten und ehemaligen Klöstern Riedfeld, Münchsteinach und Birkenfeld&#039;&#039;. Neustadt an der Aisch 1833 [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10386875?page=7 Digitalisat] bei [[Münchener Digitalisierungszentrum]]&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=KeVWAAAAcAAJ &#039;&#039;Geschichte der Stadt Neustadt an der Aisch. Eine Denkschrift an die vor zweihundert Jahren geschehene Niederbrennung&#039;&#039;].  Neustadt an der Aisch 1834 (Nachdruck  Neustadt an der Aisch 1921)&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;Geschichte der protestantischen Pfarrei und des ehemaligen Benedictiner-Klosters Münchaurach, Königlichen Landgerichts Herzogenaurach, Decanats Markt Erlbach. Mit Beilagen.&#039;&#039;  Neustadt an der Aisch 1837 ([https://books.google.de/books?id=b8dCAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Geschichte des Aurach-, Fembach-, Seebach- und Zenngrundes in Mittel- und Oberfranken&#039;&#039;. Neustadt an der Aisch 1841. (Nachdruck Neustadt an der Aisch 1983. ISBN 3-923006-20-9)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Geschichte des Baunach-Grundes in Unterfranken&#039;&#039;. Würzburg, 1842. (Nachdruck Neustadt an der Aisch, 2005. ISBN 3-89557-251-9). Erstmals erschienen in: &#039;&#039;Zeitschrift des historischen Vereines von Unterfranken&#039;&#039;, Bd. 7, Heft 1, 1841&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Günter Lipp: &#039;&#039;Georg Ludwig Lehnes – sein Lebenslauf&#039;&#039;. In: Georg Ludwig Lehnes: &#039;&#039;Geschichte des Baunach-Grundes in Unterfranken&#039;&#039;. Neustadt an der Aisch 2005. ISBN 3-89557-251-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131628283|VIAF=3610400}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lehnes, Georg Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatforscher (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1799]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1849]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lehnes, Georg Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Archivschreiber, fränkischer Heimatforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. April 1799&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aurachtal|Neundorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Dezember 1849&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Höfen (Herzogenaurach)|Höfen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Peka%C5%99&amp;diff=893345</id>
		<title>Josef Pekař</title>
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		<updated>2023-01-10T22:50:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Josef Pekař.JPG|mini|hochkant|Josef Pekař]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Josef Pekař&#039;&#039;&#039; (* [[12. April]] [[1870]] in [[Turnov|Malý Rohozec]]; † [[23. Januar]] [[1937]] in [[Prag]]) war ein tschechischer [[Historiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Schüler von [[Jaroslav Goll]] und [[Antonín Rezek]] an der tschechischen [[Karls-Universität Prag]] promovierte 1893 zum Doktor der Philosophie, unterrichtete 1895 am Gymnasium in [[Mladá Boleslav]] (Jungbunzlau) und ein Jahr später in Prag. 1896 war er bei der &#039;&#039;Straka-Akademie für junge katholische Adelige&#039;&#039; tätig. 1894 unternahm er eine Studienreise und besuchte an der Universität in [[Erlangen]] Vorlesungen des Historikers [[Friedrich von Bezold]] und an der Universität in [[Berlin]] Vorlesungen von [[Heinrich von Treitschke]] und [[Eduard Zeller]]. 1897 wurde er Dozent für österreichische Geschichte und Supplent dieses Faches an der tschechischen Karls-Universität in [[Prag]], wurde 1902 außerordentlicher und 1905 ordentlicher Professor für österreichische Geschichte an der tschechischen Karls-Universität Prag. Die Habilitations-Schrift hatte als Thema das Komplott gegen Generalfeldmarschall [[Wallenstein]] (&#039;&#039;Dějiny Valdštejnského spiknutí 1630–1634&#039;&#039;). Als Privatdozent an der tschechischen Philosophischen Fakultät vertrat er seit Sommer 1897 Professor Antonin Rezek und wurde Mitvorsitzender des historischen Seminars. 1904 initiierte er die Reorganisation des Historischen Clubs. 1909 bis 1910 amtierte Pekař als Dekan der Fakultät und war 1931 bis 1932  Rektor der Universität. 1935 wies er die angebotene Kandidatur für das Amt des Präsidenten der [[Tschechoslowakei]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1893 schrieb Josef Pekař Zeitungsbeiträge, seit 1898 arbeitete er als Redakteur der Zeitschrift &#039;&#039;Český časopis historický&#039;&#039; (Tschechische historische Zeitschrift). In den 90er-Jahren trug er Argumente gegen die Echtheit der [[Grünberger Handschrift]] zusammen und veröffentlichte 1895 seine Habilitations-Schrift über das [[Wallenstein]]-Komplott. In seinen wissenschaftlichen Publikationen setzte er sich mit einem breiten wissenschaftlichen Spektrum mit der ältesten Geschichte in [[Böhmen]], der [[Hussiten]]zeit und den Geschehnissen im 17. und 18. Jahrhundert auseinander. 1912 begann er einen wissenschaftlichen Disput mit [[Tomáš Garrigue Masaryk]] über die sinngebenden Kräfte in der böhmischen Geschichte. Pekař widersprach dabei Masaryk, der die Auffassung vertrat, dass die wechselnden [[Religion]]szugehörigkeiten eine tragende Rolle gespielt haben. Pekař selbst vertrat den völkisch-nationalen Gesichtspunkt. Seine  Auffassung der negativen Beurteilung der [[Hussitenkriege]] und die positive Darstellung der Zeit nach der [[Schlacht am Weißen Berg]] während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurde später durch die Ideologie  des [[Marxismus]] abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
=== Bibliographie ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Dějiny Valdštejnského spiknutí 1630–1634&lt;br /&gt;
   |Datum=1895&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Geschichte der Wallensteiner Verschwörung – deutsch &#039;&#039;Wallenstein 1630–1634.&#039;&#039; 1937}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=O době husitské&lt;br /&gt;
   |Datum=1900&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Über die Zeit der Hussiten}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=K českým dějinám agrárním ve středověku&lt;br /&gt;
   |Datum=1901&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Tschechische Agrargeschichte im Mittelalter}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Nejstarší legenda česká&lt;br /&gt;
   |Datum=1903&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Die älteste tschechische Legende}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Kniha o Kosti&lt;br /&gt;
   |Band=2 Teile, 1910–1911&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Das Buch über die Herrschaft Kost, eine zweiteilige historische Monographie}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Masarykova česká filosofie&lt;br /&gt;
   |Datum=1912&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Masaryks tschechische Philosophie}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=František Palacký&lt;br /&gt;
   |Datum=1912}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=České katastry 1654–1789&lt;br /&gt;
   |Auflage=2&lt;br /&gt;
   |Datum=1932&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Böhmische Kataster 1654–1789&lt;br /&gt;
   |OCLC=567959129}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Dějiny naší říše&lt;br /&gt;
   |Datum=1914&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Geschichte unseres Reiches – später &#039;&#039;Dějiny československé&#039;&#039; – Geschichte der Tschechoslowakei – hier fasste er seine geschichtliche Auffassung für den Schulunterricht zusammen – deutsch 1988}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=František Josef I.&lt;br /&gt;
   |Datum=1916&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Franz Josef I.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Říjen 1918&lt;br /&gt;
   |Datum=1920&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Oktober 1918 – die Gründung der Tschechoslowakei}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Z české fronty&lt;br /&gt;
   |Band=2 Bände, 1917–1919&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Von der tschechischen Front}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Bílá Hora její příčiny a následky&lt;br /&gt;
   |Datum=1921&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Weißer Berg, Ursachen und Folgen}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Tři kapitoly z boje o svatého Jana Nepomuckého&lt;br /&gt;
   |Datum=1921&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Drei Kapitel aus dem Kampf um den Hl. Johannes von Nepomuk}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Světová válka; stati o jejím vzniku a osudech&lt;br /&gt;
   |Datum=1921&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Der Weltkrieg, Essays über seinen Beginn und seine Schicksale}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Omyly a nebezpečí pozemkové reformy&lt;br /&gt;
   |Datum=1923&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Irrtümer und Gefahren der Bodenreform – deutsch 1924}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Žižka a jeho doba&lt;br /&gt;
   |Band=4 Bände, 1927–1933&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Žižka und seine Zeit}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Svatý Václav&lt;br /&gt;
   |Datum=1929&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Der Heilige Wenzel}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Smysl českých dějin&lt;br /&gt;
   |Datum=1929&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Der Sinn der tschechischen Geschichte – deutsch 1961}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Valdštejn&lt;br /&gt;
   |Datum=1933&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Wallenstein}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=O povstání kralevice Přemysla proti králi Václavovi&lt;br /&gt;
   |Datum=1941&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Über den Aufstand des Königssohnes Přemysl gegen König Wenzel}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Z duchovních dějin českých&lt;br /&gt;
   |Datum=1941&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Die geistige Geschichte Böhmens}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Listy úcty a přátelství&lt;br /&gt;
   |Datum=1941&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Korrespondenz mit [[Jaroslav Goll]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In deutscher Sprache publizierte Werke ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Wenzels- und Ludmila-Legenden und die Echtheit Christians&lt;br /&gt;
   |Datum=1906}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Irrtümer und Gefahren der Bodenreform&lt;br /&gt;
   |Verlag=J. G. Calve&lt;br /&gt;
   |Ort=Prag&lt;br /&gt;
   |Datum=1924&lt;br /&gt;
   |Originaltitel=Omyly a nebezpečí pozemkové reformy&lt;br /&gt;
   |Originalsprache=cs&lt;br /&gt;
   |Übersetzer=Eugen Czernin}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Wallenstein 1630–1634. Tragödie der Verschwörung&lt;br /&gt;
   |Verlag=Metzner&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=1937&lt;br /&gt;
   |Originaltitel=Dějiny Valdštejnského spiknutí 1630–1634&lt;br /&gt;
   |Originalsprache=cs&lt;br /&gt;
   |Übersetzer=Josef Pekař}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Um eine neue Geschichte im Dritten Reiche&lt;br /&gt;
   |Verlag=Publikationsstelle des Preußischen Geheimen Staatsarchivs&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin-Dahlem&lt;br /&gt;
   |Datum=1938&lt;br /&gt;
   |Originaltitel=O nový dějepis v Třetí Říši&lt;br /&gt;
   |Originalsprache=cs&lt;br /&gt;
   |Übersetzer=Josef Pekař}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Sinn der tschechischen Geschichte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Presseverein Volksbote&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1961&lt;br /&gt;
   |Originaltitel=Smysl českých dějin&lt;br /&gt;
   |Originalsprache=cs&lt;br /&gt;
   |Originaljahr=1929}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Tschechoslowakische Geschichte für die höchsten Klassen der Mittelschulen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Sudetendeutsches Archiv&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1988&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-926303-06-9&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Nachdruck der Ausgabe vom Verlag des Historischen Clubs, Prag 1921}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Seibt]], [[Hans Lemberg]], Helmut Slapnicka: &#039;&#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder.&#039;&#039; Band III. Herausgegeben im Auftrag des [[Collegium Carolinum (Institut)|Collegium Carolinum]], R. Oldenbourg Verlag, München 2000, ISBN 3-486-55973-7, S. 163. (mit weiteren Literaturhinweisen).&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|7|395|397|Pekař Josef|K. Kučera}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Jahrbücher für Geschichte Osteuropas N.F.&#039;&#039; 1961, S. 367–368.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Zdeněk Kalista]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Josef Pekař&lt;br /&gt;
   |Ort=Prag&lt;br /&gt;
   |Datum=1994}}&lt;br /&gt;
* [[Richard Georg Plaschka]]: &#039;&#039;Von Palacký bis Pekař. Geschichtswissenschaft und Nationalbewußtsein bei den Tschechen.&#039;&#039; Böhlau, Graz 1955, S. 71–90.&lt;br /&gt;
* Jakub Šiška: [https://deutsch.radio.cz/josef-pekar-und-die-suche-nach-dem-sinn-der-tschechischen-geschichte-8260000 &#039;&#039;Josef Pekař und die Suche nach dem Sinn der tschechischen Geschichte&#039;&#039;] [[Radio Prague]] vom 16. Mai 2015 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119421305}}&lt;br /&gt;
* {{NKCR|jk01092389}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119421305|LCCN=n/83/1060|VIAF=29582830}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pekar, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Karls-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königreich Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1870]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pekař, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=tschechischer Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. April 1870&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Malý Rohozec]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Januar 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=%C4%8Cernovice_u_Chomutova&amp;diff=432055</id>
		<title>Černovice u Chomutova</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=%C4%8Cernovice_u_Chomutova&amp;diff=432055"/>
		<updated>2022-10-01T15:36:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Tschechien&lt;br /&gt;
| Ort                = Černovice&lt;br /&gt;
| Wappen             = [[Bild:Černovice (Chomutov District) CoA.jpg|111px|Wappen von Černovice]]&lt;br /&gt;
| Kraj               = Ústecký kraj&lt;br /&gt;
| Kraj_link          = &lt;br /&gt;
| Lageplan           = Cernovice CV CZ.png&lt;br /&gt;
| Lageplanbeschreibung = &lt;br /&gt;
| Okres              = Chomutov&lt;br /&gt;
| Fläche             = 559,2487&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.uir.cz/obec/563021/Cernovice&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe               = 384&lt;br /&gt;
| Gemeindenummer     = 563021&lt;br /&gt;
| Postleitzahl       = 430 01&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen    = U&lt;br /&gt;
| Straßen            = &lt;br /&gt;
| Schienen           = [[Bahnstrecke Chomutov–Vejprty/Reitzenhain|Chomutov–Křimov–Reitzenhain]]&lt;br /&gt;
| Flughafen          = &lt;br /&gt;
| GemeindeArt        = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Ortsteile          = 1&lt;br /&gt;
| Bürgermeister      = Zdeňka Peroutková&lt;br /&gt;
| BürgermeisterDatum = 2021&lt;br /&gt;
| AnschriftStraße    = Černovice 80&lt;br /&gt;
| AnschriftOrt       = 430 02 Černovice&lt;br /&gt;
| Website            = cernovice-ulk.cz&lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 50/26/53/N&lt;br /&gt;
| Längengrad         = 13/21/27/E&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Černovice&#039;&#039;&#039; ({{deS|&#039;&#039;Tschernowitz&#039;&#039;}}) ist eine Gemeinde im [[Ústecký kraj]] in [[Tschechien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
Černovice liegt zwei Kilometer westlich von [[Chomutov]] am [[Podkrušnohorský přivaděč]] und gehört dem [[Okres Chomutov]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Gründung wird auf die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert. Die ältesten bekannten Bezeichnungen sind Schirnowitz, später Czrnowitz, Czernowicz, Czrniewicz, Zcirnebitz, Tchirnowitz und ab 1847 der Ortsname Černowice. Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort 1281. Zu diesem Zeitpunkt gehörte der Ort den [[Deutscher Orden|Deutschordensrittern]] von [[Chomutov|Komotau]]. 1488 übernahm das Geschlecht der Veitmil ([[Weitmühl]]) das Eigentum. Es folgte das Geschlecht der [[Vitzthum (Adelsgeschlecht)|Vitzthum]], die den Ort in die Gebietsherrschaft [[Ahníkov|Hagensdorf]] einbanden. Nach der [[Schlacht am Weißen Berg]] wurde das Vermögen konfisziert und [[Jaroslav Borsita Graf von Martinitz]] übereignet. 1791 erbte die Gräfin [[Marie Anna von Althann]] Tschernowitz. Es folgten 1848 Karl Friedrich Otto Graf [[Wolkenstein-Trostburg (Adelsgeschlecht)|Wolkenstein-Trostburg]], [[Franz Preidl Edler von Hassenbrunn]] und [[Emanuel Karsch]]. Tschernowitz bildete ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Gemeinde im [[Gerichtsbezirk Komotau]] bzw. [[Bezirk Komotau (Königreich Böhmen)|Bezirk Komotau]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohner des Dorfes lebten von der Landwirtschaft, des Weiteren gab es einige Weber, Steinmetze und weitere handwerkliche Berufe. Die im Steinbruch gewonnenen Steine wurde vor allem für Bauten in Komotau genutzt, wurde aber auch für den Kirchenbau in [[Most (Tschechien)|Brüx]] verwendet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Kohlebergwerke eröffnet, ein [[Schamotte]]werk in Betrieb genommen und der Ort wurde an die Eisenbahn angeschlossen. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen Ziegelwerke hinzu, die jedoch während der Wirtschaftskrise wieder stillgelegt wurden. Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] ging am Ort fast spurlos vorüber, nach dem Krieg [[Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei|wurde der größte Teil der deutschen Bevölkerung vertrieben]]. Durch den Kohleabbau wurde Anfang der 1960er Jahre ein Teil des Ortes abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung der Einwohnerzahl ===&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohnerzahl&amp;lt;ref name=&amp;quot;Historický lexikon&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|hrsg=Český statistický úřad|titel=Historický lexikon obcí České republiky - 1869-2015|url=https://www.czso.cz/documents/10180/20537734/130084150422.pdf|datum=2015-12-18|zugriff=16. Februar 2016|sprache=cs}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1869 || 439&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1880 || 424&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1890 || 460&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1900 || 553&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1910 || 724&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1921 || 844&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1930 || 892&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1950 || 644&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961 || 613&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1970 || 501&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1980 || 428&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1991 || 337&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2001 || 378&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2011 || 497&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Černovice (Chomutov District)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Okres Chomutov}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cernovice U Chomutova}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Despotat_Morea&amp;diff=461821</id>
		<title>Despotat Morea</title>
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		<updated>2022-09-04T14:39:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Despotate of Morea 1450.svg|mini|Despotat Morea, 1450]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Despotat Morea&#039;&#039;&#039; war ein [[Byzantinisches Reich|byzantinisches]] Herrschaftsgebiet auf der [[Peloponnes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Ritter des [[Vierter Kreuzzug|Vierten Kreuzzuges]] im Jahr 1204 [[Konstantinopel]] [[Eroberung von Konstantinopel (1204)|erobert]] und damit das noch immer beachtliche Byzantinische Reich zerschlagen hatten, bildete sich eine Anzahl Einzelstaaten heraus, wie das [[Despotat Epirus]], das [[Kaiserreich Trapezunt]], das [[Kaiserreich Nikaia]], das Lateinische [[Königreich Thessaloniki]] sowie das [[Lateinisches Kaiserreich|Lateinische Kaiserreich]] als eigentlicher Rest des einstigen [[Oströmisches Reich|Oströmischen Reiches]]. In [[Morea]] ([[Peloponnes]]) bildete sich das lateinische [[Fürstentum Achaia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1259 gelang es [[Michael VIII.]] [[Palaiologen|Palaiologos]], die alliierten epirotischen und achaischen Heere bei der [[Schlacht von Pelagonien]] zu schlagen und den achaischen Fürsten [[Wilhelm II. von Villehardouin]] gefangen zu nehmen. Zwei Jahre später konnte Michael auch [[Konstantinopel]] [[Rückeroberung von Konstantinopel 1261|zurückerobern]]. 1262 wurde Wilhelm II. aus der Gefangenschaft entlassen, allerdings musste er dem Kaiser das Gebiet um die Festung [[Mystras|Mistra]], nahe dem antiken [[Sparta]], abtreten und ihm den Treueid schwören, wovon er freilich nach seiner Rückkehr in Morea vom Papst freigesprochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Mistra (hauptsächlich [[Lakonien]]) wurde nun eine byzantinische Provinz, von einer [[Kephale]] geleitet. Nachdem die Byzantiner erfolglos versucht hatten, das Fürstentum Achaia zu erobern, etablierte sich im 14. Jahrhundert ein gewisser &#039;&#039;modus vivendi&#039;&#039; zwischen den beiden Staaten, obwohl gegenseitige Streifzüge nie vollständig aufhörten. Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts, erst unter den [[Kantakuzenos|Kantakuzenen]] und später den [[Palaiologen]], diente das Amt des „[[Despot (Titel)|Despoten]]“ der Morea als byzantinische [[Sekundogenitur]], während die Macht Achaias verfiel. Daneben besaß [[Republik Venedig|Venedig]] bedeutende Besitzungen auf der Halbinsel, wie etwa die massiven Festungen von [[Methoni (Messenien)|Methoni]] und [[Koroni]] am westlichen Finger der [[Peloponnes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. Jahrhundert konnten die Söhne des Kaisers [[Manuel II. Palaiologos]] die Reste der lateinischen Herrschaft beseitigen, und mit dem Fall von [[Patras]] 1430 war die Halbinsel mit Ausnahme der venezianischen Kolonien wieder vollständig unter byzantinischer Kontrolle. 1448 wurde der Despot Konstantin in Mistra als [[Konstantin XI.]] zum letzten byzantinischen Kaiser erhoben. Nachdem 1453 [[Konstantinopel]] von den Türken erobert worden war, wurde 1460 auch [[Morea]] von den Türken unter Sultan [[Mehmed II.]] eingenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Despotat&#039;&#039; leitet sich vom griechischen Wort &#039;&#039;despotes&#039;&#039; (δεσπότης) für ‚Herr‘ ab und hat in Bezug auf die byzantinischen Despotate keine wertende Funktion. Es handelt sich bei den byzantinischen Despotaten also nicht um Gewaltherrschaften im Sinne von [[Despotie]]n, sondern lediglich um Provinzen oder Fürstentümer innerhalb des Reiches. Dementsprechend ist &#039;&#039;Despot&#039;&#039; in diesem Zusammenhang der Titel des Provinzgouverneurs. Siehe dazu auch [[Despot (Titel)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Byzantinische Statthalter und Despoten von Morea ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Michael Kantakuzenos]]&#039;&#039; (1308–1316)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Andronikos Asanes]]&#039;&#039; (1316–1322)&lt;br /&gt;
* [[Manuel Kantakuzenos (Despot)|Manuel Kantakuzenos]] (1348–1380)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Michael Asanes]] und [[Andreas Asanes]], [[Usurpator]]en&#039;&#039; (1354/55)&lt;br /&gt;
* [[Matthaios Asanes Kantakuzenos]] (1380–1383)&lt;br /&gt;
* [[Demetrios I. Kantakuzenos|Demetrios I. Asanes Kantakuzenos]] (1383)&lt;br /&gt;
* [[Theodor I. (Morea)|Theodoros I. Palaiologos]] (1383–1407)&lt;br /&gt;
* [[Theodor II. (Morea)|Theodoros II. Palaiologos]] (1407–1443)&lt;br /&gt;
* [[Konstantin XI.|Konstantinos Palaiologos]] (1428–1448)&lt;br /&gt;
** [[Thomas Palaiologos]] (1428–1460)&lt;br /&gt;
* [[Demetrios Palaiologos|Demetrios II. Palaiologos]] (1449–1460)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Manuel Kantakuzenos (Usurpator)|Manuel Kantakuzenos]], Usurpator&#039;&#039; (1453–1454)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang von Löhneysen]]: &#039;&#039;Mistra. Griechenlands Schicksal im Mittelalter. Morea unter Franken, Byzantinern und Osmanen&#039;&#039;. Prestel, München 1977, ISBN 3-7913-0405-4.&lt;br /&gt;
* [[Steven Runciman]]: &#039;&#039;Mistra. Byzantine capital of the Peloponnese&#039;&#039;. Thames and Hudson, London 1980, ISBN 0-500-25071-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Despotat Morea| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Byzantinischer Teilstaat|Morea, Despotat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kreisobrist&amp;diff=1122547</id>
		<title>Kreisobrist</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kreisobrist&amp;diff=1122547"/>
		<updated>2020-03-12T22:52:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.188.3.227: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Kreisobrist&#039;&#039;&#039; war ein Amt in den [[Reichskreis]]en des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]] in der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kreisordnung von [[1522]] sollte jeder Kreis einen &#039;&#039;[[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]]&#039;&#039; ernennen und dem Kaiser anzeigen. Dieser sollte jedoch nicht in erster Linie militärischer Vorgesetzter der Kreistruppen sein, sondern alle in dieser Kreisordnung genannten Aufgaben der Kreise vollziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;nach Hofmann, S. 66 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Augsburger Reichs- und Religionsfrieden|Augsburger Reformwerk]] vom 25. September [[1555]] wurden seine Aufgaben nun mit dem Titel Kreisobrist erneut festgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;§§ 56 – 60 des Augsburger Reichsabschieds&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aufgaben des Kreisobristen waren&lt;br /&gt;
* die Aufsicht über den [[Landfrieden]] innerhalb des Kreises,&lt;br /&gt;
* die Vollstreckung des Religionsfriedens,&lt;br /&gt;
* die Vollstreckung reichsgerichtlicher Urteile,&lt;br /&gt;
* Verwaltungsaufgaben im Hinblick auf Reichswährung und Reichspolizeiwesen,&lt;br /&gt;
* die Zwangsvollstreckung (Exekution) gegenüber säumigen Kreismitgliedern,&lt;br /&gt;
* die vom Kreis aufgetragene Leitung der Kreisgeschäfte zwischen den Kreistagen,&lt;br /&gt;
* die Musterung der Kreistruppen und die Aufsicht über deren Ausrüstung und Versorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurde in den Kreisen tatsächlich ein Kreishauptmann oder Kreisobrist ernannt, wurde das Amt zumeist dem vornehmsten (d.&amp;amp;nbsp;h. ranghöchsten) &#039;&#039;weltlichen&#039;&#039; [[Reichsstände|Stand]] des Kreises zur Besetzung übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Winfried Dotzauer]]: &#039;&#039;Die deutschen Reichskreise (1383–1806). Geschichte und Aktenedition.&#039;&#039; Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-515-07146-6. [https://books.google.de/books?id=nivgmctAVyAC&amp;amp;pg=PA3 Google Book]&lt;br /&gt;
* [[Hanns Hubert Hofmann]] (Hrsg.):  &#039;&#039;Quellen zum Verfassungsorganismus des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1495-1815&#039;&#039;, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1. Auflage 1976&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=que&amp;amp;ID=739 Der Augsburger Reichsabschied („Augsburger Religionsfrieden“) im Volltext]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliges Römisches Reich in der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Militärgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.188.3.227</name></author>
	</entry>
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