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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-26T19:06:04Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Physikalisches_Pendel&amp;diff=256152</id>
		<title>Physikalisches Pendel</title>
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		<updated>2023-04-19T12:13:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;141.70.47.126: /* Reduzierte Pendellänge */ Typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei einem &#039;&#039;&#039;physikalischen Pendel&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;physisches Pendel&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Trägheitspendel&#039;&#039;&#039; genannt) handelt es sich um ein theoretisches Modell zur Beschreibung der Schwingung eines realen Pendels. Im Gegensatz zum [[Mathematisches Pendel|mathematischen Pendel]] werden hierbei Form und Größe des Körpers berücksichtigt, wodurch das Verhalten physikalischer Pendel eher dem realen [[Pendel]] entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das physikalische Pendel besteht aus einem ausgedehnten, [[starrer Körper|starren Körper]], welcher nicht in seinem [[Massenmittelpunkt|Schwerpunkt]] aufgehängt ist. Lenkt man es aus seiner Gleichgewichtslage aus, so beginnt es unter dem Einfluss der [[Schwerkraft]] zu schwingen. Reibungskräfte werden zugunsten der mathematischen Lösbarkeit nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwingungsdauer des physikalischen Pendels ergibt sich für kleine [[Amplitude]]n zu&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;T = \frac {2 \pi} {\omega} = 2 \pi \sqrt{\frac {I} {mgd}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei &amp;lt;math&amp;gt; {\omega} &amp;lt;/math&amp;gt; die [[Kreisfrequenz]], &amp;lt;math&amp;gt; I &amp;lt;/math&amp;gt; das [[Trägheitsmoment]] bzgl. des Aufhängepunktes, &amp;lt;math&amp;gt; m &amp;lt;/math&amp;gt; die Masse des Körpers, &amp;lt;math&amp;gt; g &amp;lt;/math&amp;gt; die [[Schwerebeschleunigung]] und &amp;lt;math&amp;gt; d &amp;lt;/math&amp;gt; der Abstand vom Aufhängungspunkt zum Massenmittelpunkt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Anwendung des physikalischen Pendels ist die experimentelle Bestimmung des Trägheitsmoments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reduzierte Pendellänge ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|1=Stoßmittelpunkt|titel1=Stoß- und Schwingungsmittelpunkt}}&lt;br /&gt;
Unter der &#039;&#039;reduzierten Pendellänge&#039;&#039; versteht man die [[Länge (Physik)|Länge]]:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; l_\mathrm{r} = \frac {I} {md} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie ist äquivalent zu der Länge &amp;lt;math&amp;gt; l &amp;lt;/math&amp;gt; in der Schwingungsgleichung des mathematischen Pendels gleicher Schwingungsdauer. Gleichzeitig wird über diese Größe der &#039;&#039;Schwingungs-&#039;&#039; oder &#039;&#039;Stoßmittelpunkt&#039;&#039; &#039;&#039;C&#039;&#039; festgelegt. Dieser nicht mit dem Schwerpunkt &#039;&#039;S&#039;&#039; des Pendels zu verwechselnde Ort hat die Eigenschaft, dass ein dorthin gerichteter [[Stoß (Physik)|Stoß]] keinerlei [[Lagerreaktion]] im Aufhängungspunkt des Pendels erzeugt. Des Weiteren ändert sich die Schwingungsdauer eines physikalischen Pendels nicht, wenn Aufhängepunkt und Schwingungsmittelpunkt vertauscht werden (siehe auch [[Reversionspendel]]).&lt;br /&gt;
[[Datei:CoO 3 Illustration an einer Stange.png|mini|500px|Abb. 1: Beispiel eines physikalischen Pendels – eine Stange mit Schwerpunkt S und Schwingungsmittelpunkt C, die um den Aufhängungspunkt O schwingt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel&#039;&#039;&#039; (siehe auch Abb. 1): Ein Stab der Länge &#039;&#039;l&#039;&#039; hat seinen Schwerpunkt bei &amp;lt;math&amp;gt; d = \frac{l}{2} &amp;lt;/math&amp;gt;. Sein Trägheitsmoment ist &amp;lt;math&amp;gt; I = \frac{1}{3}ml^2 &amp;lt;/math&amp;gt;. Daraus folgt die reduzierte Pendellänge einer Stange&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt; l_\mathrm{r} = \frac {2} {3}l &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mathematische Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Zur Berechnung der Schwingungsdauer &amp;lt;math&amp;gt; T &amp;lt;/math&amp;gt; für kleine Pendelauslenkungen (d.&amp;amp;nbsp;h. für etwa &amp;lt;math&amp;gt; \varphi &amp;lt;/math&amp;gt; &amp;lt; 10°) bedient man sich zweier unterschiedlicher Ansätze für das auf das physikalische Pendel wirkende Drehmoment,&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt; \vec M = \vec r \times \vec F &amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt; M = I \ddot {\varphi} &amp;lt;/math&amp;gt;, die sich auch beim mathematischen Pendel anwenden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angenommen, der Pendelkörper ist im Ursprung aufgehängt und kann in der [[xy-Ebene]] schwingen, wobei die Schwerkraft in negative y–Richtung wirkt. Dann lässt sich die Lage des Schwerpunkts des Körpers im Ruhezustand durch&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \vec r_s = d \begin{pmatrix} 0 \\ -1 \\ 0 \end{pmatrix} &amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
im um &amp;lt;math&amp;gt;\varphi&amp;lt;/math&amp;gt; ausgelenkten Zustand durch&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \vec r_{s}(\varphi) = d \begin{pmatrix} \sin \varphi \\ -\cos \varphi \\ 0 \end{pmatrix} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschreiben. Nun lässt sich das auf das physikalische Pendel wirkende Drehmoment wie für eine im Schwerpunkt des Pendels liegende Punktmasse gleicher Masse berechnen:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec M = \vec r_{s}(\varphi) \times \vec F = &lt;br /&gt;
\begin{pmatrix} d \sin \varphi \\ -d \cos \varphi \\ 0 \end{pmatrix}&lt;br /&gt;
\times &lt;br /&gt;
\begin{pmatrix}0 \\ -m g\\ 0 \end{pmatrix}= &lt;br /&gt;
-m g d \begin{pmatrix}0 \\ 0 \\ \sin {\varphi} \end{pmatrix}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf das Pendel wirkende Drehmoment besitzt nur eine Komponente &amp;lt;math&amp;gt; M_z = -m g d \cdot \sin \varphi &amp;lt;/math&amp;gt; in z-Richtung, es steht also senkrecht auf der Schwingungsebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Gleichsetzen mit dem Ansatz &amp;lt;math&amp;gt; M_z = I \ddot \varphi &amp;lt;/math&amp;gt; (Drehmoment eines ausgedehnten Körpers) und anschließendes Umformen erhält man die Gleichung&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \ddot \varphi + \frac {m g d} {I} \sin \varphi = 0 &amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei sich der Sinus für kleine Winkel mit&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt; \sin \varphi \approx \varphi &amp;lt;/math&amp;gt; [[Approximation|annähern]] lässt. Die Gleichung&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \ddot \varphi + \frac {m g d} {I} \varphi = 0 &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschreibt eine [[harmonische Schwingung]] mit&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\omega^2 = \frac {m g d} {I} &amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
die Schwingungsdauer des Pendels beträgt&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;T = \frac {2 \pi} {\omega} = 2 \pi \sqrt{\frac {I} {m g d}}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pendel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwingungslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
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