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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Akzentuierendes Versprinzip</title>
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		<updated>2023-08-27T13:36:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.10.176.36: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;akzentuierende&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;&#039;silbenwägende Versprinzip&#039;&#039;&#039; ist in der [[Verslehre|Metrik]] ein [[Versprinzip]], das die strukturellen Regelmäßigkeiten des [[Versmaß|Metrums]] aufgrund des [[Akzent (Linguistik)|Akzents]] bestimmt, also durch den regelmäßigen Wechsel von betonten und unbetonten [[Silbe]]n. Es ist das in der deutschen Dichtung bestimmende Versprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage ist dabei der (natürliche) Wortakzent, wobei dieser und der durch das Metrum bestimmte Versakzent im Prinzip übereinstimmen sollen. Seit dem Barock wird allerdings eine aus Abweichungen und Gegenläufigkeiten zwischen natürlichem und metrischem Akzent sich ergebende Spannung als wünschenswert betrachtet und macht in der europäischen Lyrik der Neuzeit ein wesentliches Moment des ästhetischen Reizes eines Gedichts aus. Eine allzu genaue Übereinstimmung zwischen natürlichem Akzent und Metrum wirkt leiernd und langweilig. Wie [[Heinrich Heine]] in einem Brief an [[Karl Immermann|Immermann]] schreibt, ist es nicht wünschenswert, „daß die Wörter und die Versfüße immer zusammenklappen, welches bei vierfüßigen Trochäen immer unerträglich ist, nämlich wenn nicht just das Metrum sich selbst parodieren soll“.&amp;lt;ref&amp;gt;Brief an Immermann, 3. Februar 1830, in Zusammenhang mit Heines Änderungsvorschlägen zu Immermanns &#039;&#039;Tulifäntchen&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit „Zusammenklappen“ meint Heine hier insbesondere, dass jedes Wort einem Versfuß entspricht („Backe, backe Kuchen …“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sichtweise herrschte aber nicht seit jeher. Bis zur Zeit von [[Martin Opitz|Opitz]] wurde vor allem in [[Geistliches Lied|Kirchenlied]] und [[Meistersang]] die metrische Betonung der natürlichen Betonung übergeordnet, was zu häufigen [[Tonbeugung]]en führte. Opitz forderte nun, dass metrischer Akzent (Versfall) und natürlicher Akzent (Sprachfall) übereinstimmen sollten und Abweichungen als Regelverstoß gelten sollten. Diese Forderung wurde schließlich aufgeweicht und gewisse Diskrepanzen und Spannungen als [[schwebende Betonung]] zu einem der wichtigsten lyrischen Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Versprinzipien sind das [[Quantitierendes Versprinzip|quantitierende Prinzip]] und das [[Silbenzählendes Versprinzip|silbenzählende Prinzip]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otto Knörrich: &#039;&#039;Lexikon lyrischer Formen&#039;&#039; (= &#039;&#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&#039;&#039; Band 479). Kröner, Stuttgart 1992, ISBN 3-520-47901-X, S. 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
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