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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Kateri Tekakwitha</title>
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		<updated>2025-05-21T10:38:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2003:EF:F03:F7BA:C031:5BC2:FFDF:12B2: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kateri Tekakwitha 1690.jpg|mini|Die hl. Kateri Tekakwitha. Ölgemälde von [[Joseph Légaré]] (1843), fälschlicherweise [[Pater|P.]]&amp;amp;nbsp;Claude Chauchetière (Ende 17. Jahrhundert) zugeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Derome: [https://rd.uqam.ca/Tekakwitha/index.html &#039;&#039;Tekakwitha. Nouveaux regards sur ses portraits&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kateri Tekakwitha&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Káteri Tekahkwí:tha&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Katharina Tebakwitha&#039;&#039;&#039;; * etwa [[1656]]; † [[17. April]] [[1680]]) war mütterlicherseits [[Algonkin]], väterlicherseits eine [[Mohawk]], also Angehörige eines [[Indianer]]stammes an den [[Große Seen|Großen Seen]]. Sie wurde vielfach als &#039;&#039;Lily of the Mohawks&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;fleur-de-lys&#039;&#039; bezeichnet ([[Französische Sprache|französisch]] für ‚Lilie‘) und wird in der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] als [[Jungfrau (Kirchentitel)|Jungfrau]] und [[Heiliger|Heilige]] verehrt. Sie wurde 1943 von Papst [[Pius&amp;amp;nbsp;XII.]] zur [[Ehrwürdiger Diener Gottes|Ehrwürdigen Dienerin Gottes]] erhoben. 1980 sprach Papst [[Johannes Paul&amp;amp;nbsp;II.]] sie [[Seligsprechung|selig]]. Papst [[Benedikt&amp;amp;nbsp;XVI.]] sprach Kateri Tekakwitha am 21. Oktober 2012 auf dem Petersplatz in Rom [[Heiligsprechung|heilig]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2012/10/21/0597/01359.html Presseamt des Heiligen Stuhls].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Gedenktag]] der Heiligen in der [[Liturgie]] der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] ist der 17. April, in Nordamerika der 14. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits kurz nach ihrem Tod setzte die Verehrung der Jungfrau und [[Askese|Asketin]] ein, die den bei den Mohawk missionierenden französischen [[Jesuiten]] als Vorbild diente und deren [[Reliquie]]n sie aufbewahrten. Mitte des 18. Jahrhunderts galt sie im frankophonen Kanada, das überwiegend katholisch war, als [[Schutzpatron]]in des Landes. Ihr Weg zwischen französischer und [[Irokesen|irokesischer]] Politik, Kultur und [[Spiritualität]] zeigt inzwischen eine extensive Entfaltung [[Synkretismus|synkretistischer]] Ideen auf, die der fast blinden, misshandelten und entwurzelten Frau für die wenigen Jahre ihres Wirkens eine erhebliche Gestaltungskraft zuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche Forschung interessierte sich weniger für die Vorbildfunktion der Heiligen als für ihre Einbettung in den historischen und ethnohistorischen Kontext. Die Heilige ist für [[Religionsgeschichte]], [[Ethnologie]] und Ethnohistorie sowie die [[Geschlechtergeschichte]] von großem Interesse, zumal sich in ihrer Biographie zentrale Konflikte der kanadischen und der US-Geschichte widerspiegeln. Die Mohawk selbst betonen heute den Einfluss, den die Heilige und ihre angestammte Kultur auf den Katholizismus vor allem in der Provinz [[Québec]] ausübten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Kindheit ===&lt;br /&gt;
Nach Aufzeichnungen des Jesuitenmissionars [[Pierre Cholenec]] (1641–1723) von 1715 wurde Tekakwitha etwa 1656 in der Mohawksiedlung [[Auriesville_(New_York)#Die_Mohawk-Siedlung_Ossernenon|Ossernenon]] im späteren Bundesstaat [[New York (Bundesstaat)|New York]] als Tochter eines [[Irokesen|irokesischen]] Häuptlings und einer katholischen [[Algonkin]] geboren. Die fünf Stämme der Irokesenliga lebten zu dieser Zeit noch südlich der Großen Seen, die Mohawk, denen Kateris Vater angehörte, waren die östlichste Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kateris Mutter wuchs zunächst bei französischen Siedlern in [[Trois-Rivières]] in [[Neufrankreich]] auf, wurde jedoch um 1653 von Mohawk verschleppt. Einer ihrer Häuptlinge nahm sie zur Frau. Sie brachte Tekakwitha und einen Jungen zur Welt, bevor sie 1660 an [[Pocken]] starb, einer Epidemie, die häufig unter den Indianern grassierte und oftmals die Hälfte, mitunter 90 % der Stammesangehörigen tötete. Wahrscheinlich starben auch ihr Mann&amp;lt;ref&amp;gt;Dies scheint ungewiss zu sein, wie Allan Greer: &#039;&#039;Mohawk Saint. Catherine Tekakwitha and the Jesuits.&#039;&#039; Oxford University Press 2005, S. 14 feststellte.&amp;lt;/ref&amp;gt; und das zuletzt geborene Kind an dieser Krankheit. Ihre Tochter, die später Kateri nach der Mohawkversion von [[Katharina|Cathérine]] genannt wurde, erkrankte, überlebte jedoch. Sie erblindete aber beinahe und hatte ein stark durch Pockennarben entstelltes Gesicht. Darauf spielt ihre Name „Tekakwitha“ an, der ihr von den Mohawk gegeben wurde und der als ‚die gegen Dinge stößt‘, ‚die mit der Hand voraus geht‘ oder ‚schiebt voran‘, o.&amp;amp;nbsp;ä. zu deuten ist. Das Mädchen wurde dennoch von ihrem Onkel Atahsà:ta oder Kryn aufgenommen, der ein bedeutender Mohawk-Häuptling war. Er verließ 1673 mit über 40 Leuten das Dorf; ihm folgte auch Tekakwithas ältere Schwester. Der jüngeren verbot er, zu den Missionaren zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Französische Unterwerfung, Jesuitenmission, erster Kontakt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petit séminaire de Québec vu du Bassin Louise.jpg|mini|Das bis 2011 &#039;&#039;Petit Séminaire de Québec&#039;&#039; genannte [[Collège François-de-Laval]]]]&lt;br /&gt;
In [[Neufrankreich]] dehnten die mit der Mission betrauten Jesuiten unter dem ersten Bischof von [[Québec (Stadt)|Québec]], [[François de Montmorency-Laval|Francois de Laval]] (1623–1708), ihre Aktivitäten aus, häufig nachdem Truppen die örtlichen Stämme dem französischen Regiment unterworfen hatten. 1663 gründete er das [[Séminaire de Québec]], um ausgebildete, möglichst einheimische Missionare zur Verfügung zu haben, denn um 1670 lebten erst 7000 Franzosen in Kanada.&amp;lt;ref&amp;gt;Jamie S. Scott: &#039;&#039;The Religions of Canadians&#039;&#039;, University of Toronto Press, Toronto 2012, S. 45 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mohawk wollten, im Gegensatz zu den übrigen Irokesen, keinen Frieden mit den Franzosen schließen. Bei ihrem ersten Angriff erlitten die französischen Truppen eine Niederlage, doch 1666 kam [[Alexandre de Prouville de Tracy]], Generalstatthalter Neufrankreichs, aus Québec. Er kam mit Männern, die dem Regiment Carignant-Salières angehörten, in Kateris Dorf und ließ es niederbrennen. Ossernenon wurde unter dem Namen Gandaouagué etwas weiter westlich auf der anderen Seite des [[Mohawk River (New York)|Mohawk-Flusses]] (Rivière des Hollandais) wieder aufgebaut. Die Mohawk mussten sich unterwerfen und Missionare in ihre Dörfer aufnehmen. Die Jesuiten schickten die [[Pater|Patres]] Jacques Frémin, Jacques Bruyas und Jean Pierron sowie die [[donnés]] Charles Boquet und François Poisson. Letztere waren den Jesuiten per Vertrag auf Lebenszeit zur Huronenmission verpflichtet. Sie erreichten Gandaouagué im September 1667. Kateri, die sich um die Männer kümmerte, war von ihrer Frömmigkeit und ihrem höflichen Umgang beeindruckt. Doch nicht nur von dieser Seite her wurde sie beeinflusst. Zwei Drittel der Einwohner von Gandaouagué waren katholische Algonkin und [[Wyandot|Huronen]] und sie kannten die [[Ursulinen]] von Québec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taufe, neuer Name, Flucht ===&lt;br /&gt;
Tekakwitha entschied sich gegen den Willen ihrer Verwandten für das [[Christentum]] und ein Leben der [[Christliche Ehelosigkeit|Jungfräulichkeit]] „um des Himmelreiches willen“, weshalb sie eine Verheiratung ablehnte. Als ihr ein Kandidat vorgestellt wurde, verließ sie das Zelt – ein Ereignis in ihrem Leben, das später weiter ausgeschmückt wurde. 1675 betrat der Jesuitenpater [[Jacques de Lamberville]] erstmals ihre Hütte. Er [[Taufe|taufte]] sie zu [[Ostern]] des folgenden Jahres; dabei erhielt sie den Namen Katharina (die Reine). Nach der Taufe wurde sie von Angehörigen, so überliefern die Jesuiten, misshandelt, mit dem Tod bedroht und geächtet; an Sonntagen erhielt sie nichts zu essen, da sie wegen des [[Sonntagsgebot]]s nicht arbeitete. P. de Lamberville riet ihr, zu beten und sich an die [[Lachine-Stromschnellen|Saint-Louis-Stromschnellen]] zu flüchten. Mit Hilfe dreier anderer Täuflinge gelang ihr die Flucht nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlug sich im Juli 1677 über eine Entfernung von 300 km bis in die Missionsstation in der Gegend des heutigen [[Montreal|Montréal]] durch. In der 1676 gegründeten Francis-Xavier-Mission in Sault-Saint-Louis, dem heutigen [[Kahnawake]], erhielt sie bereits Weihnachten 1677 ihre erste heilige [[Kommunion]], was nach so kurzer Zeit unüblich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umdeutung von Traditionen, Askese, Tod ===&lt;br /&gt;
Eine Freundin ihrer Mutter, Anastasie Tegonhatsiongo (Kanáhstatsi Tekonwatsenhón:ko), wurde ihre geistliche Führerin. Sie kannte sie schon seit Kindestagen. Trotz ihrer Jugend wurde sie im nächsten Frühjahr in die &#039;&#039;Confrérie de la Sainte-Famille&#039;&#039; aufgenommen. Dabei nahm sie weiterhin am Leben ihres Stammes teil, einschließlich der saisonalen Jagden, die sie weit im Land herumbrachten. Erst 1678 beendete sie diese Jagdzüge, da sie die monatelange Entfernung von ihrer Kirche nicht mehr ertragen wollte. Offenbar wurde sie weiterhin von ihren Gegnern bekämpft und denunziert, ihre Schwester warf ihr vor, sie habe sich auf einen Jäger eingelassen, doch beteuerte Kateri ihre Unschuld und die Priester glaubten ihr. Andere versuchten P. Cholonec dazu zu bewegen, sie zur Ehe zu drängen, was er auch kurzzeitig tat. Auch Anastasia drängte sie zur Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit lernte Kateri eine Oneida-Witwe mit Namen Marie-Thérèse (Wari Teres Tekaien’kwénhtha) kennen. Kateri trug sich zusammen mit ihr und einer weiteren Freundin von den Huronen mit Plänen, eine Gemeinschaft indianischer Schwestern auf der [[Île aux Hérons]] zu gründen, doch einer der Jesuitenpater riet ihr davon ab. Am 25. März 1679 legte sie das Gelübde ewiger Jungfräulichkeit ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen organisierten ihr Glaubensleben ebenfalls. So leiteten einige von ihnen die täglichen Gesänge, die Frauen, die sich gegenseitig als „Schwestern“ ansprachen, beichteten wechselseitig ihre Sünden, arbeiteten zusammen und versuchten den zahlreichen Armen zu helfen. Eine von ihnen wurde als Nonne im Hospital von Montréal aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kateri wirkte als [[Katechet]]in, besuchte täglich die [[Heilige Messe]] und kümmerte sich um Arme und Kranke. Dabei legte sie sich so harte [[Kasteiung]]en auf, dass P. Lamberville auf sie einzuwirken versuchte, indem er sie anhielt, diese zu mäßigen. Durch Entbehrungen und asketische Lebensweise geschwächt, erkrankte Kateri Tekakwitha Anfang 1680 ernsthaft. Am 16. April erhielt sie die [[Sterbesakramente]], am 17. April 1680 starb sie im Alter von nur 24 Jahren. Ihre letzten Worte waren „Jesus, ich liebe dich“. Augenzeugen berichteten, dass die Pockennarben wenige Minuten nach ihrem Tod von ihrem Gesicht verschwanden und dass ein süßer Geruch den Raum erfüllt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Nancy Shoemaker: &#039;&#039;Kateri Tekakwitha’s Tortuous Path to Sainthood&#039;&#039;, in: Mary-Ellen Kelm, Lorna Townsend (Hrsg.): &#039;&#039;In the Days of Our Grandmothers. A Reader in Aboriginal Women’s History in Canada&#039;&#039;, University of Toronto Press, Toronto 2006, S. 93–116, hier: S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrem Tod kam es zwischen den beiden Jesuiten vor Ort zu einem Disput um ihre [[Reliquie]]n. P. Chauchetière wollte sie in der Kirche beisetzen lassen, doch P. Cholenec wollte anfangs eine Beisetzung auf dem Friedhof. P. Chauchetière glaubte, beim Tod einer [[Heiliger|Heiligen]] anwesend gewesen zu sein, wie ihm Visionen mitteilten. Auch Kateris Mentorin und mütterliche Freundin Anastasia sowie ihre Freundin Marie-Thérèse Tegaiaguenta wurden von der Toten in Träumen aufgesucht. Anastasia sah sie mit einem leuchtenden Kreuz in der Hand vor ihrem Bett kniend.&amp;lt;ref&amp;gt;Allan Greer: &#039;&#039;Mohawk Saint. Catherine Tekakwitha and the Jesuits&#039;&#039;, Oxford University Press, 2005, S. 18 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
=== Verehrung, Schutzpatronin Kanadas, Seligsprechung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martyrs&#039; Shrine at Auriesville.jpg|mini|Der Schrein der Kanadischen Märtyrer bei Auriesville, New York; Blick über den [[Mohawk River (New York)|Mohawk River]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mosaic in the Cathedral Basilica of St. Louis.JPG|mini|Mosaik in der Cathedral Basilica von [[St. Louis]], Kateri neben dem hl. P. [[Isaac Jogues]], einem der Märtyrer Nordamerikas. Er wurde 1930 kanonisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DictCanBio|358|Isaac Jogues}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kateri Tekakwitha au Québec.JPG|mini|Skulptur an der Fassade der [[Basilika von Sainte-Anne-de-Beaupré]] bei Québec]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dettah Kateri Tekakwitha church.jpg|mini|Der Heiligen geweihte Kirche in Dettah in den kanadischen Nordwest-Territorien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kateri Tekakwitha Church Peshawbestown Michigan.jpg|mini|und in Michigan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt allein in den Vereinigten Staaten drei [[Heiligenschrein]]e für Kateri, die jährlich von tausenden [[Pilger]]n besucht werden, darüber hinaus wird die Heilige in ganz Nordamerika verehrt. Pilger ziehen nach [[Auriesville (New York)|Auriesville]], wo sich die Reliquien der [[Kanadische Märtyrer|kanadischen Märtyrer]] befinden, zur Mission des hl. [[Franz Xaver]] in [[Kahnawake]] (Caughnawaga), wo der [[Reliquie]]nschrein Kateri Tekakwithas steht, oder nach [[Fonda (New York)|Fonda]], wo sie getauft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert wurde Kateri zum Vorbild des indigenen Katholizismus in Nordamerika. Schon P. Cholenec bemerkte, dass nach dem Tod die Pockennarben verschwunden seien und ein süßer Duft den Raum erfüllt habe, in dem sie aufgebahrt war – was schon im Mittelalter als sicheres Zeichen der Heiligkeit galt. 1683 soll ein an Kateri gerichtetes Gebet eine Gruppe von Jesuiten vor dem Tod in einem Sturm bewahrt haben, in dem die Missionskirche von Kahnawake um die Männer zusammenbrach. 1693 heilte André Merlot eine Augenentzündung, indem er eine [[Novene]] an Kateri richtete und mit einer Mischung aus Wasser, Erde von ihrem Grab und der Asche ihrer Kleider die Augen behandelte. 1696 berichtete ein Kanoniker aus Québec, ein entsprechendes Bittgebet habe ihn von einem Fieber und von [[Durchfall]] befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Bischof von Montréal, [[Jean-Baptiste de La Croix de Saint-Vallier]], nannte sie bereits 1688 die „Genoveva von Kanada“. Damit spielte er auf [[Genoveva von Paris]] an, die Schutzpatronin der französischen Hauptstadt. 1744 meinte P.&amp;amp;nbsp;Pierre-François-Xavier de Charlevoix, sie werde allgemein als „Patronin Kanadas“ betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 19. Jahrhundert wandten sich vor allem nordamerikanische Katholiken wiederholt an den [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhl]], um die Seligsprechung Kateri Tekakwithas zu erreichen. Besonders die 1939 gegründete &#039;&#039;Tekakwitha Conference&#039;&#039; (die seit 1940 den Namen Kateris führt), die Versammlung indianischer Katholiken mit Sitz in [[Montana]], setzte sich mit Gebeten und öffentlichen Aufrufen über Jahrzehnte dafür ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tekconf.org/ &#039;&#039;Tekakwithas Conference&#039;&#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1943 erhob Papst [[Pius&amp;amp;nbsp;XII.]] Kateri Tekakwitha zur [[Ehrwürdiger Diener Gottes|ehrwürdigen Dienerin Gottes]].&amp;lt;ref&amp;gt;Nancy Shoemaker: &#039;&#039;Kateri Tekakwitha’s Tortuous Path to Sainthood&#039;&#039;, in: Mary-Ellen Kelm, Lorna Townsend (Hrsg.): &#039;&#039;In the Days of Our Grandmothers. A Reader in Aboriginal Women’s History in Canada&#039;&#039;, University of Toronto Press, 2006, S. 93–116, hier: S. 93 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 gründete die &#039;&#039;Tekakwitha Conference&#039;&#039; ihr Zentrum in [[Great Falls (Montana)|Great Falls]] in Montana. Papst [[Johannes Paul II.]] sprach Kateri Tekakwitha am 22. Juni 1980 selig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Resch (Theologe)|Andreas Resch]]: &#039;&#039;Die Seligen Johannes Pauls&amp;amp;nbsp;II. 1979–1985&#039;&#039;, Resch, 2000, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1983 bemühte sich die &#039;&#039;Tekakwithas Conference&#039;&#039; auf internationaler Ebene um die Heiligsprechung Kateris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heilungswunder, Heiligsprechung ===&lt;br /&gt;
Am 19. Dezember 2011 gab Papst [[Benedikt&amp;amp;nbsp;XVI.]] die Anerkennung eines Wunders durch die Kirche bekannt, das sich im Jahr 2006 ereignet hatte und auf die Anrufung der Seligen zurückgeführt wurde. Er sprach Kateri am 21. Oktober 2012 heilig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2012/10/21/0597/01359.html Presseamt des Heiligen Stuhls].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das ausschlaggebende [[Wunder]], das, außer bei [[Märtyrer]]n, als Voraussetzung für Selig- und Heiligsprechungen gilt,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Glaubensverkündigung für Erwachsene, Deutsche Ausgabe des Holländischen Katechismus&#039;&#039;, Utrecht 1968, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde die Heilung eines [[Lummi]]-Jungen betrachtet, eines Angehörigen des Stammes der im Bundesstaat Washington ansässigen Lummi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lummi gehören zu den [[Küsten-Salish]], einer im Westen Nordamerikas zwischen [[British Columbia]] und [[Oregon]] lebenden Gruppe von mehr als 50 indianischen Stämmen, die traditionell vom Fischfang lebten. Auch sie waren von den enormen Bevölkerungsverlusten durch [[Pockenepidemie an der Pazifikküste Nordamerikas ab 1775|Pockenepidemien ab 1775]] betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sechsjährige Jake Finkbonner hatte sich im Jahr 2006 beim Spielen mit einer schweren Krankheit infiziert, die als [[Nekrotisierende Fasziitis]] bekannt ist. Sie verläuft überaus dramatisch; sie beginnt mit Schmerzen und Fieber, innerhalb kurzer Zeit schwellen die betroffenen Stellen an, die Haut wirft Blasen. Bei Jake kam es zu einem fortschreitenden Absterben ([[Nekrose]]) der Gesichtshaut, die immer wieder operativ entfernt werden musste. Donny und Elsa Finkbonner, die Eltern, riefen einen Priester herbei, denn die Ärzte hatten ihnen mitgeteilt, ihr Sohn werde wohl sterben. Sie riefen die selige Kateri im Gebet an, denn Kateris Pockennarben waren der Legende zufolge nach ihrem Tod aus ihrem Gesicht verschwunden. Der Kateri-Kreis an der Saint Joachim Church, der Reservatskirche außerhalb von [[Bellingham (Washington)|Bellingham]], betete für den Jungen, ebenso wie die &#039;&#039;Assumption Catholic School&#039;&#039;, die Jake besucht hatte. Über persönliche Kontakte weiteten sich die Gebetskreise nach [[Denver]], und schließlich bis nach [[London]] und [[Israel]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in [[Great Falls (Montana)|Great Falls]] in Montana betete die Ordensschwester und Vorsitzende der &#039;&#039;Tekakwitha Conference&#039;&#039; Kateri Mitchell, eine Mohawk, die ein halbes Jahrhundert zuvor den Namen Kateri als [[Ordensname]]n angenommen hatte. Sie brachte eine [[Reliquie]] mit, den Splitter eines Handknochens, der bei der letzten [[Exhumierung]] von Kateri Tekakwitha 1972 nach Montana gekommen war. Nach der Auflegung dieser Reliquie soll sich die Genesung des Jungen zugetragen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Schilderung nach &#039;&#039;The Seattle Miracle&#039;&#039;, in: Bill Donahue: &#039;&#039;The Secret World of Saints. Inside the Catholic Church and the Mysterious Process of Anointing the Holy Dead&#039;&#039;, San Francisco 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war eine wichtige Voraussetzung für die Ingangsetzung des Verfahrens der Heiligsprechung gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Heiligsprechung]] reisten 2012 mehr als 2000 Indianer nach Rom, die Mehrheit Mohawk, sowohl aus den USA als auch aus Kanada.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://indiancountrytodaymedianetwork.com/article/turtle-island-indigenous-flock-to-vatican-to-witness-kateri-tekakwitha%E2%80%99s-canonization-141108 |wayback=20130731091642 |text=&#039;&#039;Turtle Island Indigenous Flock to Vatican to Witness Kateri Tekakwitha’s Canonization&#039;&#039;}}, Indian Country, 21. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Gedenktag]] der Heiligen in der [[Liturgie]] der römisch-katholischen Kirche ist der 17. April, in Nordamerika der 14. Juli.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=CNA |url=https://www.catholicnewsagency.com/saint/st-kateri-tekakwitha-521 |titel=St. Kateri Tekakwitha |werk=CNA |sprache=en |abruf=2025-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reaktionen der Mohawk waren, wie die [[New York Times]] 2012 schrieb, „komplex“: „Einige waren stolz, weil Kateri eine Mohawk war. Einige bezweifelten die Wahrheit ihrer Geschichte, wie sie von der Kirche erzählt wird. Einige hofften, die Heiligsprechung werde die Spannungen zwischen katholischen und traditionellen amerikanischen Indianern lindern. Und andere waren begeistert, dass die Kirche dabei sei, ihren ersten amerikanischen Indianer heilig zu nennen, auch wenn sie sich wünschten, dies wäre früher geschehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Some are proud, because Kateri was a Mohawk. Some doubt the truthfulness of her story as told by the church. Some hope the canonization will ease tensions between Catholic and traditional American Indians. And some are euphoric that the church is about to name its first American Indian saint, even if they wish it had happened sooner.“ (New York Times, 24. Juli 2012).&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Tom Porter, einen traditionellen Mohawk, ist klar, so heißt es im selben Artikel, dass die Heilige „überwiegend in unserer Tradition erzogen wurde, daher ist ihre Spiritualität vom alten Glauben“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publikationen, öffentliche Erinnerung ===&lt;br /&gt;
Über Kateri wurden allein bis zum Ende des 20. Jahrhunderts rund 50 [[Biographie]]n in zehn Sprachen verfasst. Die amerikanische Komponistin Nellie von Gerichten Smith (1871–1952) schrieb die Oper &#039;&#039;Lily of the Mohawks: Kateri Tekakwitha&#039;&#039; ([[Libretto]] von Edward C. La More).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite book |last=Heuser |first=Herman Joseph |title=The American Ecclesiastical Review: A Monthly Publication for the Clergy |publisher=Catholic University of America Press |date=1932 |language=en |url=https://books.google.com/books?id=9srNAAAAMAAJ&amp;amp;dq=nellie+von+gerichten+smith&amp;amp;pg=PA336}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war sicher nicht die erste Bühnenaufführung über Kateri; bereits in den 1930er Jahren wurde Joseph Clancys Schülerdrama &#039;&#039;The Princess of the Mohawks&#039;&#039; öfter in den katholischen Schulen Nordamerikas aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ross Alexander Enochs |Titel=The Jesuit mission to the Lakota Sioux : pastoral theology and ministry, 1886-1945 |Verlag=Sheed &amp;amp; Ward |Ort=Kansas City, Mo. |Datum=1996 |ISBN=1-55612-813-4 |Seiten=68 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung nimmt die Heilige im Roman des kanadischen Schriftstellers und Sängers [[Leonard Cohen]] &#039;&#039;Beautiful Losers&#039;&#039; von 1966 ein. Darin bezeugt Cohen eine besondere Form der Verehrung auch unter Nichtkatholiken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Leonard Cohen |Titel=Beautiful losers |Auflage=1st Vintage books ed |Verlag=Vintage Books |Ort=New York |Datum=1993 |ISBN=0-679-74825-3 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schrein in Fonda, der &#039;&#039;National Kateri Tekakwitha Shrine&#039;&#039;, befindet sich unter der Traufe einer einfachen, 200 Jahre alten Scheune. Darunter befindet sich ein ehemaliges Museum für indigene [[Artefakt (Archäologie)|Artefakte]], das 1938 von [[Franziskaner (OFM)|Franziskanern]] eröffnet worden war. Sie ließen Kateris einstiges Dorf ausgraben. Die ab 1950 ausgegrabene Caughnawaga Siedlung stellte das einzige vollständig ausgegrabene Irokesendorf dar, wodurch es sowohl für Traditionalisten als auch für Katholiken als verehrungswürdig galt. Dort befinden sich folglich Kreuze und das Bild einer betenden Kateri genauso wie die traditionell Medizin: Zeder, Tabak, Salbei und Süßgras. Sowohl Gebete an den [[Manitu|Großen Geist]] als auch Bibelzitate sind in Evidenz. 680.000 Indianer waren zu dieser Zeit katholisch.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Complex Emotions Over First American Indian Saint&#039;&#039;, in: &#039;&#039;New York Times&#039;&#039;, 24. Juli 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erzbistum San Francisco]] wird im von [[Sacheen Littlefeather]] geleiteten &#039;&#039;San Francisco Kateri Circle&#039;&#039; das Andenken an Tekakwitha gewahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://nativetimes.com/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=4479:what-would-sacheen-littlefeather-say&amp;amp;catid=49&amp;amp;Itemid=25 &#039;&#039;What would Sacheen Littlefeather say?&#039;&#039;] bei nativetimes.com, abgerufen am 9. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.human2human.org/kateri/welcome.html |text=Welcome to the San Francisco Kateri Circle |wayback=20131105155837}} bei human2human.org, abgerufen am 9. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Chicago]] befasst sich das &#039;&#039;Kateri Center&#039;&#039; mit der katholischen Indianerbevölkerung, die 2010 in der Stadt 0,5 % der Bevölkerung stellte. In Kanahwake heißt das örtliche Krankenhaus &#039;&#039;Kateri Tekakwitha&#039;&#039;, auch eine Schule trägt dort ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Rezeption, historische Voraussetzungen ===&lt;br /&gt;
An ihrer Biographie lassen sich religionspolitische Auseinandersetzungen, wie sie bis Ende des 20. Jahrhunderts die Debatten zwischen und in den französisch- und englischsprachigen Teilen Kanadas immer wieder dominierten, aber auch ethnische Konflikte und Kulturkontakte, Folgen kultureller Entwurzelung, Neuorientierung oder Anpassung und Umdeutung, aber auch Vorstellungen vom Rollenverständnis der Geschlechter, die immer wieder in die Vergangenheit zurückprojiziert wurden, ebenso wie die Geschichte indigener [[Spiritualität]] unter kolonialer Herrschaft sowie Synkretismus beispielhaft analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrew Newman: &#039;&#039;Fulfilling the Name: Catherine Tekakwitha and Marguerite Kanenstenhawi (Eunice Williams)&#039;&#039;, in: &#039;&#039;Legacy. A Journal of American Women Writers&#039;&#039; 28 (2011) 232–256.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nordamerikanische Geschichtswissenschaft, die sich mit dem Verhältnis von Frauen und Mission auseinandersetzte, ignorierte lange sowohl die Mohawk, als auch Kateri. Selbst die amerikanischen Grundlagenwerke der Anthropologin [[Eleanor Leacock]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eleanor Leacock]]: &#039;&#039;Women and Colonization. Anthropological Perspectives.&#039;&#039; New York 1980 und &#039;&#039;Montagnais Women and the Jesuit Program for Colonization&#039;&#039;, in: Dies. (Hrsg.): &#039;&#039;Myths of Male Dominance. Collected Articles on Women Cross-culturally&#039;&#039;, New York 1981, S. 43–62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Karen Anderson&amp;lt;ref&amp;gt;Karen Anderson: &#039;&#039;Chain Her by One Foot. The Subjugation of Native Women in Seventeenth Century New France&#039;&#039;, New York 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Carol Devens&amp;lt;ref&amp;gt;Carol Devens: &#039;&#039;Countering Colonizsation. Native American Women and Great Lakes Mission, 1630-1900&#039;&#039;, University of California Press, 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnen sie nicht. Leacock und Devens beschränkten sich auf die Montagnais oder [[Innu]], Anderson auf Innu und Huronen bzw. [[Wyandot]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Perspektive richtete sich zu diesem Zeitpunkt einerseits auf die Aushöhlungspolitik der Missionare gegenüber den indigenen Kulturen und ihre [[Assimilationspolitik]] sowie die Kollaboration zwischen Feudalregiment und Orden. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Rolle des [[Pelzhandel in Nordamerika|Pelzhandels]] und der spirituellen, politischen und wirtschaftlichen Rolle der Frauen in diesem Prozess, der zahlreiche Völker zu weiträumigen Wanderungen veranlasste und vielfältige kulturelle Adaptionsprozesse in Gang setzte. Der gesellschaftliche Rang der Frauen zu Tekakwithas Zeit wurde, wie die Forschungen erwiesen, gleichermaßen durch Missionare und Pelzhändler untergraben,&amp;lt;ref&amp;gt;Lisa Frink, Kathryn Weedman: &#039;&#039;Gender and Hide Production&#039;&#039;, Lanham 2005, S. 206 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; da sie ihre vom feudalen Frankreich geprägten Rollenmuster mitbrachten. Die Binnenperspektive der Indianer kam erst ab den 1980er Jahren mit eigenen Werken zum Tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Donald F. Bibeau: &#039;&#039;Fur Trade Literature from a Tribal Point of View. A Critique&#039;&#039;, in: Thomas C. Buckley (Hrsg.): &#039;&#039;Rendezvous. Selected Papers of the Fourth North American Fur Trade Conference, 1981&#039;&#039;, North American Fur Trade Conference, St. Paul 1983, S.&amp;amp;nbsp;83–92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Kateri passte weder in das Klischee der von Missionaren unterdrückten Indianerin, noch in das der Rebellin gegen koloniale Macht oder kulturellen Überlegenheitsdünkel. Auch die Vorstellung eines völligen Kulturbruchs, ausgelöst durch Kolonialmacht und Mission, passte nicht recht zu ihrer Biographie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar war sie gezwungen, sich schnell verändernden, mitunter katastrophalen Situationen zu stellen und sich in ihnen zu verhalten. Die Außenwelt brach in einer Kaskade von Katastrophen über die junge Frau herein. Ihre Familie wurde durch die Pocken vernichtet, der Stamm ihrer Mutter war ihr fremd, der ihres Vaters in Auflösung und zwischen englischen, niederländischen und französischen Interessen, dazu zwischen den Konfessionen zerspalten. Dabei brachte die Mission zugleich patriarchalische Vorstellungen mit, in der Frauen bestimmte Rollen zugewiesen wurden, Rollen, die Kateri schon vor der Hinwendung zum Christentum vehement abgelehnt hatte. Für sie kam die vorgesehene Rolle als Ehefrau weder bei den Mohawk noch gar bei den Franzosen in Frage, doch boten die Jesuiten Frauen, die die Ehe ablehnten, eine Entfaltungsmöglichkeit. 1639 kamen die ersten [[Ursulinen]] nach Québec. Sie konnten indianischen Frauen als Vorbild dienen, denn sie heilten im Hospital und sie hatten offensichtlich großen Einfluss in der kleinen, den Mohawk noch so unverständlichen französischen Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt sah gerade der französische Katholizismus des Barock weibliche Heilige und Maria, Jesu Mutter, als zentrale Verehrungsfiguren an, die wiederum Indigene durchaus als machtvoll wahrnahmen. Die Jesuiten verehrten zudem besonders die heiligen Jungfrauen der Kirche. Diesen religiösen „Werkzeugkasten“ (Shoemaker) interpretierten die Mohawk ständig neu, und er bot Frauen überraschenderweise den Zugang zu Prestige und Einfluss, auch solchen, die in ihrer traditionellen Umgebung keine Perspektive sahen. Zu diesen zählte Kateri in besonderem Maße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jesuiten bewegten sich dabei zu dieser Zeit noch auf äußerst unsicherem Grund. Sie waren 1625 nach Québec gekommen, doch hatte Frankreich die Kolonie 1629 an Engländer und [[Hugenotten]] verloren. Erst 1632 konnte die Kolonie neu eingerichtet werden. Dennoch gelang es kaum, Franzosen zu gewinnen, die sich in [[Neufrankreich]] ansiedeln wollten. 1630 hatte Québec gerade einmal 100 Einwohner, diese Zahl stieg bis 1640 auf 359. Montréal bewohnten selbst um 1700 nur 1.300 Menschen in weniger als 200 Häusern.&amp;lt;ref&amp;gt;Allan Greer: &#039;&#039;Peasant, Lord, and Merchant. Rural Society in Three Quebec Parishes 1740-1840&#039;&#039;, Toronto 1985, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu Kateris Zeiten änderte sich dies spürbar, vor allem, seitdem &#039;&#039;Intendant&#039;&#039; [[Jean Talon]] (1665 bis 1672) versuchte, möglichst viele der nach Neufrankreich abkommandierten Soldaten dauerhaft im Lande anzusiedeln, und dazu Französinnen ins Land zu holen. Auch unterstützte er sonst die Besiedlungspolitik. Bis 1673 wuchs die Bevölkerung um rund 9.000 Menschen an. Andererseits gründeten die Engländer 1670 die [[Hudson’s Bay Company]], die den Franzosen bald empfindliche Konkurrenz machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis dahin zählten die großen Stämme der Irokesen, zu denen die Mohawk zählten, und die südlich der Großen Seen lebten, nach Zehntausenden. Allein dies gab ihnen auch militärisch eine erhebliche Überlegenheit, die sie ausnutzten, um die Huronen als Verbündete der Franzosen zu vernichten. Erstmals siedelten einige von ihnen auf kanadischem Boden. Doch schwere Pockenepidemien eilten den Europäern, die die Krankheit einschleppten, voraus, und diese ließen die Zahl der Irokesen und vieler anderer Stämme bald zusammenbrechen. 1634 dürfte mehr als die Hälfte der Mohawk der ersten Pockenepidemie zum Opfer gefallen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Allan Greer: &#039;&#039;Mohawk Saint. Catherine Tekakwitha and the Jesuits&#039;&#039;, Oxford University Press, 2005, S. 9 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In die Zeit der irokesischen Expansion fällt der Raub, durch den Kateris Mutter zu den Irokesen kam. Von 1661 bis 1663 wütete die zweite Epidemie, der neben Kateris Familie weitere tausend Menschen zum Opfer fielen. 1667 gelang es den Franzosen einen Friedensschluss mit den Irokesen zu schließen, doch 1683 begann abermals ein Krieg, der erst 1701 endete. Bereits katholische Indianer und alle Feinde der Irokesen unterstützten die Franzosen. Gegen Ende des Jahrhunderts gab es auf dem Gebiet des Bundesstaats New York nur noch zwei Mohawkdörfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die französische Kolonialpolitik verfolgte recht klare, wenn auch nur sehr schwer zu erreichende Ziele. Die königliche Protektion hatte zur Folge, dass das feudalistische System des Mutterlandes (Coutume de Paris) auf die Kolonie übertragen werden sollte, um das Land in [[Grundherrschaft]]en aufzuteilen, die von Menschen bewirtschaftet wurden, die in einem Dienst- und Abgabenverhältnis zu einem Grundherrn standen. Auch die jesuitische Mission wurde derart finanziert, mit Lebensmitteln und Baumaterial versorgt. Von ihr erhoffte sich Paris eine Beruhigung der desolaten militärischen Situation. Der aus den Konfessionskriegen hervorgegangene Grundsatz erhielt zudem Gültigkeit, dass nur Katholiken in Neufrankreich leben durften. Doch von 1628 bis 1663 unterstanden die französischen Gebiete der Handelsgesellschaft [[Compagnie de la Nouvelle France]] und nicht direkt der französischen Krone, so dass der Kolonialmacht vor Ort nur geringe Mittel zur Verfügung standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das änderte sich mit [[Jean Talon]]. 1667 gründeten P. Pierre Raffeix und einige französische Familien [[La Prairie (Québec)|La Prairie de la Magdeleine]] bei Montréal. Die ersten indigenen Einwohner waren [[Oneida]]-Irokesen und adoptierte Huronen. 1676 ersuchte die Mission um neues Land und siedelte an die Sault-Saint-Louis-Stromschnellen oder Lachine-Schnellen um. 1677 bestand diese Siedlung aus 22 Langhäusern, die von je zwei &#039;&#039;Headmen&#039;&#039; der Huronen und der Irokesen geführt wurden. Durch Zuzug von Mohawk erhielten diese jedoch bald das Übergewicht, und ihre Sprache setzte sich durch. So entstand das heutige [[Kahnawake]] (an den Stromschnellen). 1676 gründeten [[Sulpizianer]] darüber hinaus eine Mission am [[Mont Royal (Montreal)|Mont Royal]], auf der [[Île de Montréal]], auf der sich die Stadt Montréal befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur von diesen welt- und lokalpolitischen, ethnischen und Missionsvoraussetzungen sind Kateris [[Vita]] und die dazugehörige Überlieferung geprägt. Die Jesuiten hatten bestimmte Vorstellungen, wie eine [[Hagiographie|Heiligenvita]] auszusehen hatte. Jungfräulichkeit, religiöse Hingabe, Kasteiung, aber auch das Hingeben weltlichen Eigentums an die Armen waren wichtige Kriterien für ein solches Leben, ebenso wie Wunderwirksamkeit nach ihrem Tod. So hatte Catherine Gandeacteua, die Gründerin des Dorfes La Prairie, eine wichtige Voraussetzung für eine Verehrung mitgebracht, als sie alles verschenkte. Das war den Zeitgenossen offenbar klar, denn während die Indianer sie beisetzen wollten, beanspruchten die Jesuiten ihren toten Körper folgerichtig als [[Reliquie]]. In ganz Neufrankreich gab es zu dieser Zeit keine Reliquien, und der Bedarf dürfte groß gewesen sein, und sei es nur als Staub vom Grab der Verehrten. Jedenfalls blieb Catherines Körper in La Prairie, die Jesuiten setzten sich durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem ähnlichen Modell folgte man in Kahnawake. Dort stand jedoch die Selbstkasteiung im Vordergrund, nicht die freiwillige Armut. Offenbar gingen gleich mehrere Frauen diesen Weg. Weihnachten 1676 zog eine von ihnen auf den Friedhof und stellte sich nackt vor das dortige Kreuz. Wie Claude Chauchetière in einem Brief vom 14. Oktober 1682 berichtet, stand die schwangere Frau im Schneetreiben und wäre beinahe mitsamt ihrem Kind zu Tode gekommen. Ihrem Vorbild folgten vier weitere Frauen, die neue Wege der [[Buße (Religion)|Poenitenz]] entwickelten. In dieses Klima kam Kateri durch ihre Flucht, doch die dortigen Kasteiungen steigerten sich nach ihrem frühen Tod noch weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Reuben Gold Thwaites (Hrsg.): &#039;&#039;[[The Jesuit Relations and Allied Documents]]. Travels and explorations of the Jesuit missionaries in New France, 1610–1791&#039;&#039;, Cleveland 1896–1901, Band 52, 1900, S. 14 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680 erschien es den Jesuiten dabei so, als sei inzwischen der Teufel für Kasteiungen verantwortlich, die in ihren Augen maßlos übertrieben waren. Einige der Frauen stürzten sich unter das winterliche Eis im Fluss, eine Mutter tauchte ihre sechsjährige Tochter darin unter. Dies tat sie nicht, um das Kind für begangene Sünden zu bestrafen, sondern für zukünftige, die sie noch als Erwachsene begehen würde. Männer wie Frauen geißelten sich mit Dornen, Stöcken, Nesseln, Kateri schlief drei Nächte nacheinander auf Dornen. Manche fasteten ohne Unterlass, auch wenn sie schwer arbeiten mussten. Wieder andere legten sich glühende Kohlen zwischen die Finger, sie gingen barfuß auf winterliche Prozessionen, sie schnitten sich die Haare ab und verunstalteten sich, um nicht heiraten zu müssen. Schließlich „erleuchtete sie der Heilige Geist“, so dass diese Exzesse verschwanden. Doch die bohrenden Fragen dazu, die die Jesuiten gelegentlich in Verlegenheit brachten, blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jesuiten, die als „Schwarzröcke“ (im Gegensatz zu China, wo sie seit [[Matteo Ricci]] auch missionierten und sich äußerlich anpassten), ihre Kleidung beibehielten, wurden vielfach wie [[Schamane]]n verehrt. Sie konnten [[Sonnenfinsternis]]se vorhersagen, sie kannten Visionen, die die Mohawk &#039;&#039;Träume&#039;&#039; nannten, und sie besaßen Heilungsrituale, wie Gebete und Gesang, dazu [[Aderlass]] und rituelle Werkzeuge. Versagten die Jesuiten in den Augen der Mohawk, so waren sie unfähige Schamanen oder sie nutzten ihren „Zauber“, um Schaden anzurichten, was für die Jesuiten lebensgefährlich werden konnte. So starb 1646 P. Isaac Jogues, weil die Mohawk ihm Zauberei vorwarfen, durch die er ihrer Meinung nach die Ernte vernichtet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DictCanBio|358|Isaac Jogues}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Irokesen kannten jedoch weitere Anknüpfungspunkte und Ähnlichkeiten. So besaßen auch sie Heilergesellschaften, wie die &#039;&#039;False-Faces&#039;&#039;, die eigenes Wissen besaßen und Rituale durchführten. Heilige konnten als Wächtergeister gedeutet werden, auch kannten sie Steine oder Federn als physische Mittel, um Zugang zur spirituellen Welt zu erlangen, so wie die Jesuiten Reliquien kannten. Doch die Jesuiten glaubten, dass nur Menschen Seelen oder einen Geist haben, während dies für die Irokesen auch für Tiere galt oder Dinge. Über [[Orenda]], die Macht der Geister, konnten einige wenige Menschen verfügen; dies taten in den Augen der Jesuiten nur Märtyrer oder Heilige mit ihrer göttlichen Kraft. Fasten und sexuelle Abstinenz galten bei Jesuiten wie Irokesen als Quellen der Kraft, wenn die Irokesen auch wenig Verständnis für lebenslange Abstinenz hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claude Chauchetière hatte beim Erfolg der lokalen Missionsarbeit, die als eine der wenigen auch längerfristig Bestand hatte, großen Anteil. Er agierte bei der Mission und der Steuerung der Gemeinde weniger mit [[Theologie|theologischen]] Argumenten als mit Ritualen und oftmals selbst gezeichneten Bildern, insbesondere die von der [[Hölle]] hielt er für besonders wirksam bei den „Wilden“. Zudem konnten sie mit biblischen und Heiligengeschichten an viele der den Mohawk bekannte Erzählungen anknüpfen, zumal diese gleichfalls eine [[Schöpfungsgeschichte (Jahwist)|Schöpfungsgeschichte]] und eine jungfräuliche Empfängnis kannten. Die [[Matrilinearität|matrilinearen]] Irokesen konnten sich allerdings eher für die [[Heilige Familie]], insbesondere [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] und ihre Mutter [[Anna (Heilige)|Anna]] erwärmen, als für die katholische Familie mit dem Mann als Herrn. So gründeten die Jesuiten eine Bruderschaft der Heiligen Familie im Dorf. Chauchetière hatte selbst mit neun Jahren seine Mutter, mit sechzehn seinen Vater verloren; viel später schrieb er an seinen Bruder über sein Leben, wie die Vorsehung darin gewirkt hatte, und wie wichtig ihr Vater bis zu jenem katastrophalen Hungerjahr gewesen war, in dem er 1662 verstorben war. Sein Tod wurde zum Ausgangspunkt für seinen Eintritt in den Jesuitenorden. Kateris Tod beschreibt er als einen der wichtigsten Wendepunkte seines Lebens.&amp;lt;ref&amp;gt;Allan Greer: &#039;&#039;Mohawk Saint. Catherine Tekakwitha and the Jesuits&#039;&#039;, Oxford University Press, 2005, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Gemeinde nannte er in einem Brief aus dem Jahr 1694 „Cathérines Stamm“.&amp;lt;ref&amp;gt;Reuben Gold Thwaites (Hrsg.): &#039;&#039;The Jesuit Relations and Allied Documents. Travels and explorations of the Jesuit missionaries in New France, 1610-1791&#039;&#039;, Cleveland, 1896–1901, Bd. 64, 1900, S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er selbst glaubte, sie habe ihn nach ihrem Tod mehrfach gerettet.&amp;lt;ref&amp;gt;Reuben Gold Thwaites (Hrsg.): &#039;&#039;The Jesuit Relations and Allied Documents. Travels and explorations of the Jesuit missionaries in New France, 1610-1791&#039;&#039;, Cleveland, 1896–1901, Bd. 64, 1900, S. 153.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tekakwitha getauft wurde, war ihr [[Katharina von Siena]] ein Vorbild, eine der [[Geweihte Jungfrau|Jungfrauen]] der Kirche, deren Lebensweise und strenge Askese sie nachstrebte. Kateri konnte durch synkretistische Umdeutungen der Taufe, der Jungfräulichkeit, der christlichen Gesellschaft und der äußersten Selbstkasteiung heilig und christlich in der französisch dominierten Gesellschaft erscheinen, zugleich aber einen hohen Status und ein gesteigertes Eigenbewusstsein in der irokesischen Gesellschaft erringen, die begonnen hatte, eine synkretistische Glaubenswelt zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cholenec - Catherine Tekakouita, trad algonquine,1876.djvu|mini|Übersetzung des Werkes von Cholenec in Algonkin, 1876]]&lt;br /&gt;
Die Quellen zur Geschichte Kateris finden sich in &#039;&#039;The Positio of the Historical Section of the Sacred Congregation of Rites on the Introduction of the Cause for Beatification and Canonization and on the Virtues of the Servant of God: Katharine Tekakwitha, The Life of the Mohawks&#039;&#039;, New York 1940. P. Cholenec, der Leiter der Missionsstation von Kahnawake, verfasste vier Viten Kateris, die weitgehend übereinstimmen. Dabei ist die Fassung von 1696 die umfangreichste. Ein Brief von 1715 ist hingegen knapper und weniger blumig. Bereits 1685 verfasste er eine Lebensgeschichte, die 1695 überarbeitet oder ergänzt wurde. Cholenec, Chauchetière und Frémin schrieben keine Vita, doch verfasste Chauchetière eine reiche Geschichte seiner Gemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;Reuben Gold Thwaites unter dem Titel &#039;&#039;The Jesuit Relations and Allied Documents, Travels and Explorations of the Jesuit Missionaries in New France 1610-1791&#039;&#039;, Bd. 63, S. 141–245.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grundlage sind die [[Jesuitenberichte|Jesuitenrelationen]] und die damit zusammenhängenden Dokumente, die [[Reuben Gold Thwaites]] unter dem Titel &#039;&#039;The Jesuit Relations and Allied Documents, Travels and Explorations of the Jesuit Missionaries in New France 1610-1791&#039;&#039; in den Jahren 1896 bis 1901 publizierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Claude Chauchetière in &#039;&#039;Annual Narratives of the Mission of the Sault, from the Foundation until the Year 1686&#039;&#039;, in: Reuben Gold Thwaites (Hrsg.): &#039;&#039;The Jesuit Relations and Allied Documents. Travels and Explorations of the Jesuit Missionaries in New France, 1610-1791&#039;&#039;, New York 1959, {{OCLC|11969018}}.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Letter IV. From Father Cholonec, Missionary of the Society of Jesus, to Father Augustin Le Blanc of the Same Society, Procurator of Missions in Canada&#039;&#039;, in: [[William Ingraham Kip]] (Hrsg.): &#039;&#039;The Early Jesuit Missions in North America&#039;&#039;, Wiley and Putnam, New York 1847, S. 81–116. {{OCLC|83370137}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Mehr als 300 Titel wurden allein bis 2009 veröffentlicht, seit der Heiligsprechung hat sich diese Zahl noch erheblich erhöht. Daher kann hier nur eine Auswahl vorgenommen werden.&lt;br /&gt;
* Édouard Lecompte: &#039;&#039;Une vièrge iroquoise, Catherine Tekakwitha: Le lis des bords de la Mohawk et du Saint-Laurent, 1656–1680&#039;&#039;, Montréal 1930.&lt;br /&gt;
* Guilberte C. Bouvier: &#039;&#039;Kateri Tekakwitha. La plus belle fleur épanouie au bord du Saint-Laurent&#039;&#039;, Montréal 1939.&lt;br /&gt;
* Edward-Xavier Evans: &#039;&#039;The literature relative to Katheri Tekakwitha&#039;&#039; in: &#039;&#039;BRH&#039;&#039; 46 (1940) 193–209, 241–255.&lt;br /&gt;
* Édouard Lecompte: &#039;&#039;Glory of the Mohawks, the life of the venerable Catharine Tekakwitha&#039;&#039;, The Bruce Publishing Company, Milwaukee 1944.&lt;br /&gt;
* Justin C. Steurer: &#039;&#039;The impact of Katharine Tekakwitha on American spiritual life&#039;&#039;, Washington 1957.&lt;br /&gt;
* [[Franz Weiser]]: &#039;&#039;Das Mädchen der Mohawks&#039;&#039;, Christiana-Verlag, 1987, ISBN 3-7171-0899-9.&lt;br /&gt;
* Kay I. Koppedrayer: &#039;&#039;The Making of the First Iroquois Virgin. Early Jesuit Biographies of the Blessed Kateri Tekakwitha&#039;&#039;, in: &#039;&#039;[[Ethnohistory]]&#039;&#039; 40 (1993) 277–306.&lt;br /&gt;
* Allan Greer: &#039;&#039;Mohawk Saint. Catherine Tekakwitha and the Jesuits&#039;&#039;, Oxford University Press, 2005.&lt;br /&gt;
* Molly Richard: &#039;&#039;A Study of the Relationship Between Blessed Kateri Tekakwitha and the United Houma Nation&#039;&#039;, The University of Southern Mississippi, 2012 (untersucht Arten, Gründe und Geschichte der Verehrung bei der [[Houma (Volk)|United Houma Nation]] in [[Louisiana]]).&lt;br /&gt;
* Nancy Shoemaker: &#039;&#039;Kateri Tekakwitha’s Tortuous Path to Sainthood&#039;&#039;, in: Mary-Ellen Kelm, Lorna Townsend (Hrsg.): &#039;&#039;In the Days of Our Grandmothers. A Reader in Aboriginal Women’s History in Canada&#039;&#039;, University of Toronto Press, Toronto 2006, S. 93–116.&lt;br /&gt;
* Markus Luber: &#039;&#039;Die heilige, wilde Mohawk-Jungfrau Kateri Tekakwitha. Ein Dialog zwischen Ethnologie und Theologie&#039;&#039;, in: [[Anthropos (Zeitschrift)|Anthropos]], 110 (2015) 125–144.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20110205043232/http://www.bautz.de/bbkl/t/tekakwitha_k.shtml |autor=[[Gabriele Lautenschläger]]|artikel=Kateri Tekakwitha|band=11|spalte=621}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DictCanBio |Autor=Henri Béchard |Band=1 |Lemma=Tekakwitha |Linktext=Tekakwitha, Kateri}}&lt;br /&gt;
* [http://saltandlighttv.org/kateri/ &#039;&#039;In Her Footsteps. The Story of Kateri Tekakwitha. Lily of the Mohawks&#039;&#039;], Heiligsprechung&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20120201040156/http://www.tekakwitha.org/biografie-eins.htm Biografie] auf tekakwitha.org&lt;br /&gt;
* [https://www.katerishrine.com/ National Shrine of Blessed Kateri Tekakwitha in Fonda, New York]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118836625}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/panorama/erste-indianerin-wird-heiliggesprochen-a-861224.html &#039;&#039;Vatikan ehrt Indianerin. Die heilige Lilie der Mohawk&#039;&#039;], in: [[Der Spiegel (online)|Spiegel online]], 14. Oktober 2012.&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20150306233534/http://conservation.catholic.org/kateri.htm Biographie] des Saint Kateri Tekakwitha Conservation Center&lt;br /&gt;
* [http://www.wampumchronicles.com/alilyamongthornsspeech.html Darren Bonaparte: &#039;&#039;A Lily Among Thorns. The Mohawk Repatriation of Káteri Tekahkwí:tha&#039;&#039;], 5. Juni 2009 (Bonaparte ist Mohawk)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118836625|LCCN=n80094166|VIAF=74650304}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tekakwitha, Kateri}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (17. Jahrhundert)|Kateri, Tekakwitha]] &amp;lt;!-- Hl. u. Sel. nach Vornamen sort. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indianer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1656]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1680]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungfrau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tekakwitha, Kateri&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Tebakwitha, Katharina&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=indianische Jungfrau, Heilige&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1656&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Ossernenon, [[New York (Bundesstaat)|New York]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. April 1680&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Katharina Schynse</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;2003:EF:F03:F7BA:C031:5BC2:FFDF:12B2: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Katharina Schynse&#039;&#039;&#039; (* [[24. November]] [[1854]] in [[Wallhausen (bei Bad Kreuznach)]]; † [[9. Dezember]] [[1935]] in [[Koblenz-Pfaffendorf|Pfaffendorf]] bei [[Koblenz]]) war 1893 die Gründerin und Generalleiterin der „Missionsvereinigung katholischer Frauen und Jungfrauen“, dem heutigen „Päpstlichen Missionswerk Katholischer Frauen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Katharina Schynse war die Tochter eines Gutsverwalters und Schwester des [[Missionar]]s und Afrikaforschers [[August Wilhelm Schynse]]. Sie war zunächst Lehrerin. Nach dem Tod ihres Bruders gründete sie 1893 den „Verein katholischer Frauen und Jungfrauen zur Unterstützung der zentralafrikanischen Missionen der Weißen Väter“, der die Arbeit des Ordens der [[Weiße Väter|Weißen Väter]] unterstützte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Elisabeth Gössmann]]: &#039;&#039;Wörterbuch der feministischen Theologie.&#039;&#039; Gütersloher Verlagshaus G. Mohn, Gütersloh 2002, ISBN 978-3-5790-0285-9, S. 422&amp;lt;/ref&amp;gt; 1903 dehnte er seinen Wirkungskreis als „Missionsvereinigung katholischer Frauen und Jungfrauen“ über Afrika hinaus aus. Bereits 1910 konnte der Verein mit über 100.000 [[Goldmark]] die Hungergebiete Chinas unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schynse gründete Niederlassungen in vielen europäischen Ländern sowie 1916 eine Niederlassung in den Vereinigten Staaten. 1920 hatte der Missionsverein nahezu 300.000 Mitglieder. 1922 wurde in Rom ein Zentralkomitee eingerichtet. Als Generalleiterin war Katharina Schynse auch Herausgeberin der Verbandszeitschrift &#039;&#039;Stimmen aus den Missionen&#039;&#039;.  1942 wurde der Missionsverein von [[Pius XII.|Papst Pius XII.]] in den Rang eines päpstlichen Werkes, dem &#039;&#039;Päpstliche Missionswerk Katholischer Frauen&#039;&#039; (PMF) erhoben. Er hat 18.000 Mitglieder in achtzehn deutschen [[Bistum|Bistümern]]. 2007 wurde in Koblenz eine von dem Bildhauer [[Johannes Kirsch (Bildhauer)| Johannes Kirsch]] gestaltete [[Gedenkstätte]] für Katharina Schynse eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629122035/http://www.bautz.de/bbkl/s/s1/schynse_k.shtml |autor=[[Gabriele Lautenschläger]]|band=9|spalten=1245-1246}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|92|93|Schynse, Katharina|Monika Pankoke-Schenk|101816474X}}&lt;br /&gt;
* Bruno Steimer: &#039;&#039;Lexikon der Päpste und des Papsttums.&#039;&#039; Herder, Freiburg 2001, ISBN 978-3-451-22015-9, S. 576&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.katharinenstiftung.de/categories/view/4 Katharina Schynse auf der Internetseite der Katharinenstiftung]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Christine Vary |url=http://www.uni-koblenz.de/~odspfaff/schynse.htm |titel=Katharina Schynse zum 150. Geburtstag |hrsg=[[Universität Koblenz]] |datum=2004-11-24 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20050316193053/http://www.uni-koblenz.de/~odspfaff/schynse.htm |archiv-datum=2005-03-16 |abruf=2022-11-08 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=101816474X|VIAF=221111679}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schynse, Katharina}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholischer Missionar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1854]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schynse, Katharina&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Gründerin einer Missionsgesellschaft&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. November 1854&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wallhausen (bei Bad Kreuznach)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Dezember 1935&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Koblenz-Pfaffendorf|Pfaffendorf]] bei [[Koblenz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Columba Schonath</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;2003:EF:F03:F7BA:C031:5BC2:FFDF:12B2: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:D-4-71-185-1 Gedenkstein.jpg|mini|Gedenkstein für Columba Schonath in Scheßlitz]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Columba Schonath&#039;&#039;&#039; [[Dominikanerinnen|OP]] (* [[11. Dezember]] [[1730]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.sendbote.com/content/christus-ergeben-mit-leib-und-seele|hrsg=sendbote.com|titel=Christus ergeben mit Leib und Seele|datum=2016-10-16|zugriff=2017-11-3|format=| sprache=}}, [http://www.orden-online.de/wissen/s/schonath-columba/ orden online]&amp;lt;/ref&amp;gt;  in [[Burgellern]] bei [[Scheßlitz]] als &#039;&#039;Marianne Schonath&#039;&#039;; † [[3. März]] [[1787]] in [[Bamberg]]) war eine deutsche [[Mystiker]]in. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Die Tochter des Müllerehepaars Johann Georg Schonath und Katharina, geb. Popp in [[Burgellern]] wurde auf den Namen Maria Anna, genannt Marianne, in der Pfarrkirche in [[Scheßlitz]] getauft. Durch elterliche Lebensumstände wurde sie von ihrem 1. bis 8. Lebensjahr bei der Großmutter väterlicherseits untergebracht und im kleinen Ort Doschendorf erzogen. Von frühester Jugend an war sie von einem außergewöhnlichen Frömmigkeitsstreben erfüllt. Sie besuchte ab ihrem neunten Lebensjahr die Schule in Scheßlitz. Im Jahr 1742 starb ihre Mutter im Alter von 37 Jahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. Mai 1753 wurde sie als [[Laienschwester]] in das [[Dominikanerinnenkloster Heilig Grab|Kloster zum Heiligen Grab]] in [[Bamberg]] aufgenommen. Bei der Einkleidung erhielt sie den Namen Maria Columba; die selige [[Columba von Rieti]] O.P. (1468–1501) wurde ihre Patronin. Als Laienschwester legte sie ihre Gelübde am 24. September 1754 ab. Bald danach begannen ihre Leiden und erreichten ihren Höhepunkt 1763 mit den Wundmalen Christi. Die [[Stigmatisation]] ist seit Dezember 1763 bezeugt. Es kamen mystische [[Vision (Religion)|Visionen]] hinzu, welche  ihre körperlichen Kräfte überstiegen. Am 3. März 1787 verstarb sie, nachdem sie 33 Jahre im Kloster verbracht hatte. Sie wurde in einer Seitenkapelle der Klosterkirche bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grablegen ==&lt;br /&gt;
Weil das Kloster im Zuge der [[Säkularisation]] 1803 aufgelöst wurde, wurden ihre Gebeine auf den städtischen Friedhof und nach der Neubesiedelung des Klosters 1926 wieder in die Kirche überführt. Ihr Grab wird von vielen Gläubigen besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seligsprechungsverfahren ==&lt;br /&gt;
Schon vor der Neubesiedelung des Klosters um das Jahr 1923 fanden sich Leute zu einer Gesellschaft zusammen, welche sich der Förderung des Seligsprechungsverfahrens verschrieben. Dieser Columba-Schonath-Bund ist ein Verein zur Förderung des Seligsprechungsverfahren der Laienschwester Maria Columba Schonath. Der Prozess zur [[Seligsprechung]] wurde am 15. Mai 1999 durch [[Karl Braun (Bischof)|Karl Braun]], Erzbischof von Bamberg, eröffnet. Dazu sammelt der Verein Nachrichten, wertet Quellen aus und gibt Veröffentlichungen heraus, unter anderem den &#039;&#039;Informationsbrief Botschaft der Liebe&#039;&#039;. Professor Dr. [[Reinhold Ortner]] wurde von Erzbischof Braun zum Diözesanpostulator im Seligsprechungsprozess ernannt. Eine erzbischöfliche Kommission zur Seligsprechung unter Leitung von Alt-Erzbischof [[Ludwig Schick]] bemüht sich, den kirchenrechtlichen Prozess auf Diözesanebene voranzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hilarius Barth: &#039;&#039;Maria Columba Schonath.&#039;&#039; In: [[Georg Schwaiger (Historiker)|Georg Schwaiger]] (Hrsg.): &#039;&#039;Bavaria Sancta. Zeugen christlichen Glaubens in Bayern.&#039;&#039; Band 3. Pustet-Verlag, Regensburg 1973, ISBN 3-7917-0368-4, S. 404–422.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Fischer: &#039;&#039;„Diese aussergeöhnlichen Dinge, die nichts zur Vervollkommnung der Tugenden beitragen.“ Tugend als Gradmesser von Heiligkeit bei Maria Columba Schonath.&#039;&#039; In: Elisabeth Fischer, Norbert Jung, Lina Pfeiffer (Hrsg.): &#039;&#039;(Un)Tugenden. Frömmigkeitsideale der Frühen Neuzeit.&#039;&#039; Naumann Beck. Verlag für kluge Texte, Homburg / Saar 2023 (SOFIE. Schriftenreihe zur Geschlechterforschung; 27), ISBN 978-3-96197-138-1, S. 269–302.&lt;br /&gt;
* Markus Huck: &#039;&#039;Die Passionsmystik der Schwester Maria Columba Schonath OP aus dem Heilig-Grab-Kloster in Bamberg. (11.12.1730 – 3.3.1787).&#039;&#039; Benedict Press, Münsterschwarzach 1987.&lt;br /&gt;
* [[Franz Kohlschein]] (Hrsg.): &#039;&#039;Columba Schonath OP (1730–1787). Berichte und Visionen einer Mystikerin aus dem Bamberger Dominikanerinnen-Kloster.&#039;&#039; Archiv des Erzbistums Bamberg, Bamberg 2008, ISBN 978-3-9808138-7-7 (&#039;&#039;Studien zur Bamberger Bistumsgeschichte&#039;&#039; 4).&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629133422/http://www.bautz.de/bbkl/s/s1/schonath_c.shtml |band=9|spalten=754-755|autor=[[Gabriele Lautenschläger]]|artikel=Columba Schonath}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Maria Columba Schonath}}&lt;br /&gt;
* {{orden|w|s|schonath-columba}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119476282|LCCN=no/2009/79922|VIAF=47572473}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schonath, Columba}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eröffneter Seligsprechungsprozess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stigmatisierter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dominikanerin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Scheßlitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1730]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1787]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schonath, Columba&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schonath, Maria Columba; Schonath, Marianne (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Dominikanerin und Mystikerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Dezember 1730&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Burgellern]] &lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. März 1787&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bamberg]]&lt;br /&gt;
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