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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Deutschherrnviertel</title>
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		<updated>2024-09-03T08:54:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.172.8.166: /* Weblinks */ aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Frankfurt Am Main-Deutschherrnviertel-Ansicht vom Main Tower-20121009.jpg|miniatur|hochkant=1.5|Das Deutschherrnviertel im Jahr 2012, Ansicht vom [[Main Tower]]. Im Vordergrund die [[Ignatz-Bubis-Brücke]], dahinter markiert die [[Flößerbrücke]] den Beginn des Stadtviertels.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Deutschherrnviertel&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;Stadtviertel Alter Schlachthof&#039;&#039; ist ein seit den 1990er Jahren neu aufgebautes [[Stadtviertel|Stadtquartier]] im Osten des [[Frankfurt am Main|Frankfurter]] Stadtteils [[Frankfurt-Sachsenhausen|Sachsenhausen]]-Nord. Es liegt am südlichen [[Main]]ufer, dem &#039;&#039;Deutschherrnufer&#039;&#039;, zwischen der [[Deutschherrnbrücke]] und der [[Flößerbrücke]]. Das gemischte [[Wohngebiet|Wohn-]] und [[Gewerbegebiet]] befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen [[Schlacht- und Viehhof Frankfurt|Frankfurter Schlacht- und Viehhofs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Bebauung ==&lt;br /&gt;
Das ca. 700 × 200 m große Gelände wird im Süden begrenzt von der Gerbermühlstraße, einer mehrspurigen Ausfallstraße ([[Bundesstraße 43|B&amp;amp;nbsp;43]]), im Westen von dem auf die Flößerbrücke zulaufenden Wasserweg und im Osten von der über die Deutschherrnbrücke führenden [[Eisenbahnstrecke|Bahnlinie]]. Das Mainufer am nördlichen Rand ist zur begrünten [[Promenade]] ausgebaut. Auf der gegenüberliegenden Mainseite befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen [[Großmarkthalle (Frankfurt am Main)|Großmarkthalle]] der [[Neubau der Europäischen Zentralbank]] (EZB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am westlichen Ende des Deutschherrnviertels bilden zwei auffällige Solitärbauten in einer großen Platzfläche den Übergang zur vorhandenen Sachsenhäuser Bebauung: Das 24-geschossige Hochhaus [[Main Plaza]] beherbergt eine Kombination von [[Hotel]] und [[Apartment]]s. Es entstand 1998 bis 2002 nach Plänen von [[Hans Kollhoff]] und ist 88 Meter hoch. Das siebengeschossige Büro- und Wohngebäude &#039;&#039;Colosseo&#039;&#039; mit ovalem, ringförmigen Grundriss, ca. 125 × 85 m, war von 2005 bis 2009 Hauptsitz der [[Frankfurter Rundschau]]. Der umgebende Walther-von-Cronberg-Platz ist nach [[Walther von Cronberg]] benannt, Hochmeister des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]] im 16. Jahrhundert. Am nördlichen Platzrand steht ein flacher, mit dem Hochhaus unterirdisch verbundener Pavillon. Östlich schließt sich entlang des Deutschherrnufers bis zur Deutschherrnbrücke eine Reihe aus zwölf einzelstehenden, achtgeschossigen [[Punkthaus|Punkthäusern]] an. Sie werden überwiegend als [[Wohnhaus|Wohnhäuser]] genutzt, der östlichste dieser „Solitäre“ ist als reines Bürogebäude Sitz der [[Deutsche Stiftung Organtransplantation|Deutschen Stiftung Organtransplantation]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen der in Ost-West-Richtung durch das Viertel verlaufenden Straße &#039;&#039;Zum Laurenburger Hof&#039;&#039; und der Gerbermühlstraße wurden vier große [[Blockrandbebauung]]en errichtet, außerdem das auf dreieckigem Grundriss erbaute Bürogebäude [[Main Triangel]]. Mit seiner einem Schiffsbug ähnelnden, von 6 auf 15 Geschosse ansteigenden Spitze bildet es im Osten den Abschluss des Viertels. Sein Hauptmieter ist seit 2009 die [[Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Osten an das Deutschherrnviertel anschließende Geländestreifen entlang des Mainufers ist als Teil des [[Frankfurter Grüngürtel]]s ein [[Landschaftsschutzgebiet]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Frankfurt am Main, Stadtvermessungsamt: &#039;&#039;Übersichtskarte Landschaftsschutzgebiete  Frankfurt am Main,&#039;&#039; Ausgabe Oktober 2010 ([https://frankfurt.de/themen/umwelt-und-gruen/umwelt-und-gruen-a-z/im-gruenen/schutzgebiete/naturschutzgebiete], abgerufen am 27. Feb. 2020)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Frankfurt Am Main-Deutschhernufer zwischen Main Plaza und Deutschherrnbruecke-Ansicht von der Floesserbruecke-20121027.jpg|Mainuferpromenade und Deutschherrnviertel, Ansicht von der Flößerbrücke&lt;br /&gt;
Datei:Walther-von-Cronberg-Platz-Frankfurt-2012-Ffm-220-225-h.jpg|Walther-von-Cronberg-Platz mit Colosseo, Main Plaza und dem Pavillon (rechts)&lt;br /&gt;
Datei:Main-Triangel-Frankfurt-2012-Ffm-247-248.jpg|[[Main Triangel]], von Süden, mit der [[Neubau der Europäischen Zentralbank|Baustelle der EZB]] im Hintergrund (Oktober 2012)&lt;br /&gt;
Datei:Main-Triangel-Frankfurt-2012-Ffm-267.jpg|„Punkthäuser“ und Main Triangel, Ansicht vom nördlichen Mainufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;float-right&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#f0f0f0; margin-left:3px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gegenüberstellung 1990–2010, Blick vom Domturm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Alter Schlachthof Frankfurt, 1990, IMGP2633.jpg|miniatur|hochkant=1.5|zentriert|Das Schlachthofgelände im Jahr 1990.]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Deutschherrnviertel-2010-ffm-sachsenhausen-834 cropped.jpg|mini|hochkant=1.5|zentriert|Das Deutschherrnviertel 2010]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Schlacht- und Viehhof&#039;&#039; ersetzte ein altes zentrales Schlachthaus am [[Kaiserdom St. Bartholomäus|Dom]]. Er wurde 1882 bis 1885 auf Veranlassung der Frankfurter Metzgerinnung im westlichen, stadtnahen Teil des heutigen Viertels errichtet und 1884 eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;f-chronik-s&amp;quot;&amp;gt;[https://frankfurt.de/frankfurt-entdecken-und-erleben/stadtportrait/stadtgeschichte/chroniken-der-stadtteile/chronik-von-sachsenhausen Stadt Frankfurt: Chronik von Sachsenhausen], abgerufen am 24. Feb. 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gelände, die &#039;&#039;Bleichwiesen&#039;&#039;, lag zuvor auf dem Niveau des heutigen Tiefkais und wurde für den Bau des Schlachthofs um drei bis sechs Meter aufgeschüttet. Zwischen 1896 und 1902 wurde der Schlachthof um das Dreifache erweitert und erreichte so seine endgültige Ausdehnung. Von Beginn an bestand ein Eisenbahnanschluss. Bis 1913 entstand im Zuge des [[Frankfurter Osthafen|Osthafen]]-Baus die Deutschherrnbrücke. Der Schlacht- und Viehhof wurde als [[Regiebetrieb (Gebietskörperschaft)|Regiebetrieb]] der Stadt Frankfurt geführt. Er war einer der modernsten und größten in Europa. Frankfurt wurde zu einem Hauptumschlagplatz des Viehhandels in Süddeutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main: {{Webarchiv|text=&#039;&#039;Beständeübersicht der Abteilung „Städtisches Archiv ab 1868“&#039;&#039; |url=http://www.stadtgeschichte-ffm.de/abteilungen/abteilung_2/029inhalt.html |wayback=20120830182835 }}, abgerufen am 11. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach starken Zerstörungen durch [[Fliegerbombe]]n bei den [[Luftangriffe auf Frankfurt am Main|Luftangriffen]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und dem [[Stadtbaugeschichte#Wiederaufbau bzw. Neuerrichtung zerstörter Städte nach 1945|Wiederaufbau]] bis in die 1960er Jahre florierte der Schlachthof zunächst erneut. Durch Veränderungen und Konzentrationsprozesse im Fleisch- und Viehmarkt kam es seit den 1970er Jahren zu Stilllegungen. 1984 begann die Planung eines deutlich kleineren &#039;&#039;Kompaktschlachthofs&#039;&#039;, der bis 1988 am östlichen Rand des Geländes entstand. Dort waren alle Funktionsbereiche des Schlachthofs unmittelbar benachbart in einem geschlossenen Gebäudekomplex untergebracht. Andere Gebäude wurden abgerissen, umgenutzt oder lagen brach. Im westlichen Teil fand zwischen 1984 und 1989 samstags der Flohmarkt statt. 1987 gab es einen Architektenwettbewerb zur Errichtung eines Behördenzentrums im westlichen Geländeteil.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Frankfurt: Unterlagen zum Städte- und Wohnungsbaulichen Ideenwettbewerb Stadtviertel „Alter Schlachthof“, 1990&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gründe hatte dann das Aus des Schlachthofs: [[Tiertransport]]e wurden eingeschränkt, eine neue Kläranlage wäre notwendig geworden, die Mehrheitsverhältnisse in der Stadt änderten sich, die Zahl des Schlachtviehs in Südhessen ging stark zurück. Die Stadt Frankfurt beschloss die Anlage eines Wohn- und Gewerbegebiets an seiner Stelle. Ein erster städte- und wohnungsbaulicher [[Architektenwettbewerb|Ideenwettbewerb]] dazu fand 1990 statt. Auf ca. 12 ha sollten etwa 1200 Wohnungen und 40.000 m² [[Bruttogeschossfläche]] für nicht störendes Gewerbe in „stadttypischer Durchmischung“ entstehen. Die Büronutzung sollte im östlichen Teil des Geländes überproportional sein, um die Kosten der geplanten Verlegung des kurz zuvor dort neu errichteten Kompaktschlachthofs durch höhere Renditen zu amortisieren. Den [[städtebau]]lichen Teil des Wettbewerbs gewannen Jo Frowein und Markus Löffler aus Stuttgart.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Städte- und Wohnungsbaulicher Ideenwettbewerb Stadtviertel „Alter Schlachthof“ in Frankfurt/Main.&#039;&#039; In: [[Wettbewerbe Aktuell]] 8/1990, S. 495 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Entwurf wurde für die Bebauung des Viertels maßgeblich. 1993 stellte der Schlachthof seinen Betrieb ein. Ein [[Bürgerbegehren]] gegen seine Schließung scheiterte 1994 vor dem [[Hessischer Verwaltungsgerichtshof|Hessischen Verwaltungsgerichtshof]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;f-chronik-s&amp;quot; /&amp;gt; Am 27. September 1995 begann der Bau des Deutschherrnviertels mit dem ersten Spatenstich für eines der Punkthäuser am Mainufer.&amp;lt;ref&amp;gt;jof: &#039;&#039;Erster Spatenstich für das Deutschherrnviertel „Punkthaus“ am Ufer mit 40 Wohnungen / Wentz: Hälfte des Schlachthofgeländes vermarktet.&#039;&#039; In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rhein-Main-Zeitung, 28. September 1995, Nr. 226, S. 50 ([http://www.seiten.faz-archiv.de/rmo/19950928/f19950928jofspat100.html FAZ-Archiv])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.frankfurt-sachsenhausen.de/content/das_deutschherrnviertel Vom Schlachthof zum Wohnen und Arbeiten am Fluss — die Entwicklungsgeschichte des Deutscherrnviertels]&lt;br /&gt;
* [http://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/show.php?ID=10638&amp;amp;psid=d Stadtumbau Frankfurter Osten] (PDF, 2,6 MB) Baustein 03/07, Stadtplanungsamt Frankfurt am Main 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/06/20/N |EW=08/42/00/E |type=city |region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurt-Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siedlung (Städtebau) in Frankfurt am Main]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.172.8.166</name></author>
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