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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Zufall und Notwendigkeit</title>
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		<updated>2025-06-18T09:23:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.236.40.78: GND-Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Zufall und Notwendigkeit. Philosophische Fragen der modernen Biologie&#039;&#039;&#039; (französischer Originaltitel: &#039;&#039;Le hasard et la nécessité. Essai sur la philosophie naturelle de la biologie moderne&#039;&#039;) ist ein 1970 erschienenes Buch des [[Molekularbiologie|Molekularbiologen]] und Nobelpreisträgers [[Jacques Monod (Biologe)|Jacques Monod]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt in erster Linie, mit Bezug auch auf [[Soziokulturelle Evolution|soziokulturelle Theorien]] von den Auswirkungen der [[Evolutionstheorie]] auf das Selbstbild des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Titel ==&lt;br /&gt;
Der Titel leitet sich von einer angeblichen Aussage [[Demokrit]]s „Alles, was im Weltall existiert, ist die Frucht von Zufall und Notwendigkeit“ ab. Monod überträgt diese Bedeutung auf die Grundelemente der Evolutionstheorie – Mutation und Selektion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Nach einer Analyse dessen, was die belebte Natur von der unbelebten Natur unterscheidet, wird zunächst dargestellt, wie [[Vitalismus|vitalistische]] und [[Animismus (Religion)|animistische]] Weltanschauungen versucht haben, das Phänomen des Lebens zu erklären. Im Anschluss wird auf die damals relativ jungen Erkenntnisse der Molekularbiologie eingegangen, wie zum Beispiel den Mechanismus der [[Enzym]]kinetik, die [[Proteinbiosynthese]] und die [[DNA-Replikation]] und wie diese das Fundament für die Evolutionstheorie bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiterer Folge werden auch andere Themenbereiche kurz gestreift, wie zum Beispiel die [[Thermodynamik]] oder [[Anthropologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacques Monod möchte zeigen, dass ein auf den Erkenntnissen der Naturwissenschaften begründetes Weltbild keinen Raum mehr für einen Glauben an eine Vorherbestimmtheit des Menschen zulasse, dass aber viele Menschen nicht bereit seien, diese Form des [[Anthropozentrismus]] aufzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein wissenschaftlicher Aufsatz ist mit der Weltanschauung des Philosophen [[Albert Camus]] verwandt. Das aus dem [[Der Mythos von Sisyphos|&#039;&#039;Mythos von Sisyphos&#039;&#039;]] als Motto auf der ersten Seite erscheinende Zitat lautet : {{&amp;quot; |Überzeugt, dass alles Menschliche nur menschlichen Ursprungs ist, bleibt [[Sisyphos]] immer unterwegs. (…) Sisyphos lehrt die höhere Treue, die die Götter leugnet und die Steine bewegt. (…) Dieses Universum, von nun an ohne Herren, erscheint ihm weder unfruchtbar noch nichtig. (…) Der Kampf um die Gipfel allein vermag ein Menschenherz auszufüllen. |Autor=Albert Camus |Quelle=&#039;&#039;Der Mythos von Sisyphos : ein Versuch über das [[Absurdes|Absurde]]&#039;&#039;. 1942}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Konzepte, auf die im Buch eingegangen wird, sind die der [[Dysgenik]] und der Beobachtung, dass Ideen und Vorstellungen ähnlich wie Lebewesen einem Selektionsprozess unterworfen sind, wofür [[Richard Dawkins]] sechs Jahre später den Begriff [[Mem]] eingeführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Evolution|Kränkungen der Menschheit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jacques Monod&lt;br /&gt;
   |Titel=Le hasard et la nécessité: Essai sur la philosophie naturelle de la biologie moderne&lt;br /&gt;
   |Verlag=Le Seuil&lt;br /&gt;
   |Ort=Paris&lt;br /&gt;
   |Datum=1970&lt;br /&gt;
   |ISBN=2-02-002812-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jacques Monod&lt;br /&gt;
   |Titel=Zufall und Notwendigkeit. Philosophische Fragen der modernen Biologie&lt;br /&gt;
   |Verlag=Piper&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1971&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-492-22290-0&lt;br /&gt;
   |Kommentar= Aus dem Französischen von Friedrich Griese. Vorrede zur deutschen Ausgabe von [[Manfred Eigen]]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jacques Monod&lt;br /&gt;
   |Titel=Zufall und Notwendigkeit. Philosophische Fragen der modernen Biologie&lt;br /&gt;
   |Verlag=dtv Deutscher Taschenbuchverlag&lt;br /&gt;
   |Datum=1996&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-423-01069-X&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Übers. Friedrich Griese; Vorrede [[Manfred Eigen]]}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=44914923 |Titel=Alte Wahrheiten, neuer Bluff. [[Wolfgang Harich]] über Monod „Zufall und Notwendigkeit“ |Jahr=1971 |Nr=46 |Datum=1971-11-08 |Seiten=188–193}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4678418-4|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Französisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur (Biologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.236.40.78</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aeterni_Patris_(Leo_XIII.)&amp;diff=180642</id>
		<title>Aeterni Patris (Leo XIII.)</title>
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		<updated>2025-05-28T07:33:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.236.40.78: GND-Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die [[Enzyklika]] &#039;&#039;&#039;Aeterni patris&#039;&#039;&#039; ist eine Enzyklika von Papst [[Leo XIII.]] vom 4. August 1879. Sie stellte der „falschen“ Philosophie, die Ursprung privater wie sozialer Übel sei, die „gesunde“ entgegen, die den [[Glaube (Religion)|Glaube]] vorbereite, seine Annahme als vernünftig erweise, ihn tiefer erfassen lasse und verteidige. Besonders geht Leo XIII. auf die [[Philosophie]] des heiligen [[Kirchenlehrer]]s [[Thomas von Aquin]] ein, der das Erbe der Väter und die [[Philosophie der Antike]] aufgenommen und geistig durchdrungen habe. Die Kirche erkennt ihm einen Primat der Lehre zu. Die Enzyklika gab der [[Neuscholastik]] starke Impulse. Wichtige Berater bei der Abfassung des Textes waren [[Josef Kleutgen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|12|57|58|Kleutgen, Joseph|Wilhelm Baum|118563254}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Matteo Liberatore]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.stjosef.at/dokumente/aeterni_patris.htm Enzyklika &#039;&#039;Aeterni Patris&#039;&#039; auf Deutsch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kluxen]]: &#039;&#039;Aeterni Patris Unigenitus&#039;&#039;. In: &#039;&#039;[[Lexikon für Theologie und Kirche]]&#039;&#039; (LThK), 3. Auflage, Bd. 1: &#039;&#039;A – Barcelona&#039;&#039;. Herder, Freiburg im Breisgau 1993, ISBN 3-451-22001-6, Sp. 187 (kurzer Lexikonbeitrag mit drei Literaturangaben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Enzykliken von Leo XIII.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4771108-5|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Päpstliche Enzyklika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Leo XIII.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion 1879]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.236.40.78</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abwicklung_(Recht)&amp;diff=200602</id>
		<title>Abwicklung (Recht)</title>
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		<updated>2025-05-16T07:37:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.236.40.78: GND-Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit &#039;&#039;&#039;Abwicklung&#039;&#039;&#039; wird im [[Rechtswesen|juristischen]] Bereich ein Vorgang von vorübergehender oder endgültiger Regelung eines Sachverhalts (siehe auch [[Problemlösen|Lösung]]) bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Speziell im Wirtschaftsrecht bezieht es sich auf die rechtskonforme [[Abwicklung (Wirtschaft)|Abwicklung]] eines [[Rechtsgeschäft]]s, in der Bandbreite von einer einfachen Buchung bis hin zur [[Liquidation]] eines Unternehmens oder einer [[Kanzleiabwicklung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4195068-9|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftsrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.236.40.78</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prozessionale&amp;diff=1001845</id>
		<title>Prozessionale</title>
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		<updated>2025-04-28T11:54:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.236.40.78: GND-Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &#039;&#039;&#039;Prozessionale&#039;&#039;&#039; ist ein [[Liste liturgischer Bücher|liturgisches Buch]]. Es enthält die Gesänge bei den [[Prozession]]en innerhalb der [[Liturgie]] an bestimmten Festtagen wie [[Mariä Lichtmess]] oder [[Palmsonntag]] und an Prozessionstagen wie den [[Bitttage]]n oder an [[Fronleichnam]]. Manche Prozessionalia enthielten außerdem die Prozessionsordnung und [[Gebet]]e während der Prozession.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mittelalterlichen Prozessionale-Handschriften und in [[Frühe Neuzeit|frühneuzeitlichen]] Prozessionale-Drucken wird – oft auf prachtvoll gestalteten Zierseiten – der Ablauf der jeweiligen Prozession detailliert dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Pohl]]: &#039;&#039;Ein Kempener Prozessionale des 18. Jahrhunderts als musikwissenschaftliche und liturgische Quelle&#039;&#039;. In: Hanns Peter Neuheuser (Hrsg.): &#039;&#039;Quellen und Beiträge aus dem Propsteiarchiv Kempen&#039;&#039;, Band 1. Böhlau, Köln 1994, ISBN 3-412-08492-1, S. 131–144.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Exemplare wertvoller Prozessionalia befinden sich noch heute in Klosterbibliotheken und -archiven oder im [[Kirchenschatz (materielle Güter)|Kirchenschatz]] mittelalterlicher Dome und Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Liturgiereform]] des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]] erscheint das Prozessionale nicht mehr unter den liturgischen Büchern des [[Römischer Ritus|römischen Ritus]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Felix Heinzer]]: Art. [https://referenceworks.brillonline.com/entries/lexikon-des-gesamten-buchwesens-online/prozessionale-COM_161214 &#039;&#039;Prozessionale&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Lexikon des gesamten Buchwesens Online&#039;&#039;, abgerufen am 10. Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4323084-2|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchart (Liturgie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prozessionswesen (Katholizismus)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.236.40.78</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Visio_Tnugdali&amp;diff=249125</id>
		<title>Visio Tnugdali</title>
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		<updated>2025-04-07T10:26:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.236.40.78: GND-Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Simon Marmion (Flemish, active 1450 - 1489) - The Beast Acheron - Google Art Project.jpg|mini|200px|Tundalus und der [[Engel]] vor dem Rachen eines [[Hölle]]nmonsters (Illustration von [[Simon Marmion]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Visio Tnugdali&#039;&#039;&#039; ({{laS}} für &#039;&#039;[[Vision (Religion)|Vision]] des Tnugdalus&#039;&#039;) ist ein religiöser Text aus dem [[12. Jahrhundert]], der von der [[Jenseits#Christentum|Jenseitsvision]] des irischen [[Ritter]]s Tnugdalus (später vereinfacht „Tundalus“ oder „Tondolus“) berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach [[1149]] schrieb der irische [[Wandermönch]] &#039;&#039;Bruder Marcus&#039;&#039; im [[Schottenkloster]] zu [[Regensburg]] in [[Latein|lateinischer]] [[Prosa]] den Visionsbericht nieder. Die Jahresangabe nennt er selbst als den Zeitpunkt der [[Entrückung]] des Tundalus. Marcus gibt an, auf Bitten einer Regensburger Äbtissin die Erlebnisse des Tundalus, die er von ihm selbst gehört haben will, aus dem [[Irische Sprache|Irischen]] übersetzt und aufgeschrieben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Legendenerzählung berichtet, wie der stolze und leichtlebige Ritter plötzlich in [[Katalepsie]] fällt und drei Tage lang wie tot da liegt. In dieser Zeit wird seine [[Seele]] von einem [[Engel]] durch die [[Hölle]] und den [[Himmel (Religion)|Himmel]] geführt und muss einige [[Verdammnis|Höllenstrafen]] selbst erleiden. Schließlich erteilt ihm der Engel den Auftrag, sich das [[Vision (Religion)|Gesehene]] gut zu merken und seinen Mitmenschen zu [[Verkündigung|verkünden]]. Daraufhin wird die Seele wieder in ihren Körper zurückgeschickt. Durch das Erlebnis dieser [[Außerkörperliche Erfahrung|Jenseitswanderung]] ist Tundalus [[Bekehrung (Christentum)|bekehrt]] und wendet sich von seinem un[[Christliche Ethik|christlichen Verhalten]] ab, um ein [[Frömmigkeit|frommes]] Leben zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Visio&#039;&#039; zeigt dabei auch eine bemerkenswerte Einschätzung der [[Liste inselkeltischer Mythen und Sagen#Mythen und Sagen aus Irland|Mythen Irlands]]: Die beiden Sagenhelden [[Conall Cernach]] und [[Fergus mac Róich]] müssen hier in der „Hölle der [[Habgier|Gierigen]]“ dem seelenfressenden Ungeheuer &#039;&#039;Acharon&#039;&#039; für alle [[Ewigkeit]]en als [[Kiefer (Anatomie)|Kiefer]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;sperren in seinem riesigen [[Höllenschlund|Maul]] dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Birkhan]]: &#039;&#039;Nachantike Keltenrezeption. Projektionen keltischer Kultur.&#039;&#039; Praesens Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7069-0541-1, S.&amp;amp;nbsp;71&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Visio Tnugdali&#039;&#039; mit ihrem Interesse an der [[Topografie (Kartografie)|Topographie]] des [[Jenseits]] steht in einer breiten Tradition phantastischer irischer Jenseitsreise-Erzählungen (&#039;&#039;Imrama&#039;&#039;) auf der einen Seite; die bekannteste dürfte die &#039;&#039;[[Navigatio Sancti Brendani]]&#039;&#039; des heiligen [[Brendan der Reisende|Brandan]] sein, eine bereits [[Christianisierung|christianisierte]] Ausprägung des Imrama-[[Erzählung|Erzähltyps]] (Reise in die [[Keltische Anderswelt|Anderswelt]]). Auf der anderen Seite findet sich die Tradition christlicher Jenseitsvisionen, die wiederum von vorchristlichen Jenseitsvorstellungen beeinflusst ist. Bedeutende Texte aus dieser Tradition sind neben der &#039;&#039;Visio Tnugdali&#039;&#039; etwa die &#039;&#039;[[Visio Thurkilli]],&#039;&#039; die &#039;&#039;[[Visio Godeschalci]]&#039;&#039; oder der &#039;&#039;[[Tractatus de Purgatorio Sancti Patricii]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeptionsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Visio tnugdali speyer-hist1483 mauerblick.jpg|mini|[[Postinkunabel|Frühdruck]] von Johann und Konrad Hist in Speyer (1483): Tundalus und sein [[Schutzengel]] schauen über eine der Mauern, die die [[Himmel (Religion)|Himmelsregionen]] gliedern]]&lt;br /&gt;
Der lateinische &#039;&#039;Tundalus&#039;&#039; fand schnell weite handschriftliche Verbreitung; bislang sind 172 [[Manuskript]]e entdeckt worden. Der Text war auch Vorlage für [[mittelniederdeutsch|mittelnieder-]] und [[mittelhochdeutsch]]e Bearbeitungen; noch aus dem 12. Jahrhundert stammen die gereimte Fassung des &#039;&#039;Tundalus&#039;&#039; von [[Alber von Windberg|Alber]] vom [[Kloster Windberg]] (um 1190)&amp;lt;ref&amp;gt;Um 1300 im [[Codex Vindobonensis 2696]] aufgezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die [[Niederrheinischer Tundalus|&#039;&#039;Niederrheinischen Tundalus&#039;&#039;-Bruchstücke]] (um 1180/90). Beide mittelhochdeutsche Übertragungen scheinen aber keine große [[Resonanz]] gefunden zu haben; sie sind jeweils nur in einer einzigen Handschrift (bzw. in [[Fragment (Literatur)|Fragmenten]] einer Handschrift) überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] wurde die Vorlage von Marcus mehrfach ins [[Neuhochdeutsche Sprache|Deutsche]] übersetzt und gedruckt. Die 40 erhaltenen Handschriften und 27 [[Postinkunabel|Frühdrucke]] zeigen, dass die &#039;&#039;Visio Tnugdali&#039;&#039; mindestens zwölfmal ins Deutsche bzw. [[Niederländische Sprache|Niederländische]] übersetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LexMA|8|1734||Visio Tnugdali|[[Peter Dinzelbacher]]|Zusammenfassung der Ergebnisse [[Nigel F. Palmer]]s}}&amp;lt;!--Die einschlägige Arbeit hierzu stammt von Palmer; Dinzelbacher fasst die Ergebnisse in seinem Lexikonartikel nur zusammen.--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Illustration|Illustriert]] wurde die Vision eher selten. Von den Handschriften enthält nur eine Illustrationen (Simon Marmion, 1474), in den Frühdrucken finden sich aber einige [[Holzschnitt]]e.&amp;lt;!-- Aufsatz Düwel zu Holzschnitten; evtl. auch Palmers Edition des Wiegendrucks? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* Hans-Christian Lehner, Maximilian Nix (Hrsg.): &#039;&#039;Marcus von Regensburg: Visio Tnugdali.  Vision des Tnugdal&#039;&#039; (= &#039;&#039;[[Fontes Christiani]].&#039;&#039; Band 74). Herder, Freiburg u.&amp;amp;nbsp;a. 2018, ISBN 978-3-451-32921-0 (Edition mit Übersetzung und Kommentar)&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Wagner (Anglist)|Albrecht Wagner]] (Hrsg.): &#039;&#039;Visio Tnugdali. Lateinisch und Altdeutsch.&#039;&#039; Andreas Deichert, Erlangen 1882 ({{ALO|ID=10758|Seite=1}} und {{archive.org| VisioTnugdaliWagner | Scan |Blatt=n8}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Nigel F. Palmer]]: &#039;&#039;Visio Tnugdali. The German and Dutch translations and their circulation in the later Middle Ages&#039;&#039; (= &#039;&#039;Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters.&#039;&#039; Band 76). Artemis, München/Zürich 1982, ISBN 3-7608-3376-4 (zugleich: Oxford, Univ., Dissertation, 1975).&lt;br /&gt;
* Brigitte Pfeil: &#039;&#039;Die ‚Vision des Tnugdalus‘ Albers von Windberg. Literatur- und Frömmigkeitsgeschichte im ausgehenden 12. Jahrhundert. Mit einer Edition der lateinischen ‚Visio Tnugdali‘ aus Clm 22254&#039;&#039; (= &#039;&#039;Mikrokosmos.&#039;&#039; Band 54). Peter Lang, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M./Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 3-631-33817-1 (zugleich: Mainz, Univ., Dissertation, 1997).&lt;br /&gt;
* [[Herrad Spilling]]: &#039;&#039;Die Visio Tnugdali. Eigenart und Stellung in der mittelalterlichen Visionsliteratur bis zum Ende des 12. Jahrhunderts&#039;&#039; (= &#039;&#039;Münchener Beiträge zur Mediävistik und Renaissance-Forschung.&#039;&#039; Band 21). Arbeo-Gesellschaft, München 1975, {{Falsche ISBN|3-920128-22-1}} (zugleich: Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Br., Univ., Dissertation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Visio Tnugdali}}&lt;br /&gt;
* [https://www.arlima.net/uz/vision_de_tondale.html Literatur zu verschiedenen Fassungen der Visio] (arlima – archives de littérature du moyen âge)&lt;br /&gt;
* [https://www.literatuurgeschiedenis.org/teksten/tondalus-visioen-visio-tungdali &#039;&#039;Tondalus&#039; visioen (Visio Tungdali) auteur onbekend, 12e eeuw.&#039;&#039;] Überarbeitet von der Arbeitsgruppe Remco Sleiderink. Kurze Info zur mittelniederländischen Fassung &#039;&#039;Tondalus&#039; visioen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;literatuurgeschiedenis.org&#039;&#039; (niederländisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Onlineausgaben:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Edward E. Foster (Hrsg.): &#039;&#039;The Vision of Tundale.&#039;&#039; [https://d.lib.rochester.edu/teams/text/foster-three-purgatory-poems-vision-of-tundale-introduction Einführung] (englisch) und [https://d.lib.rochester.edu/teams/text/foster-three-purgatory-poems-vision-of-tundale Edition] einer mittelenglischen Fassung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Tondolus der Ritter&#039;&#039;, spätmittelalterliche Inkunabelfassung (J. und C. Hist, Speyer 1483) im Oxford Text Archive, Edition von [[Nigel F. Palmer]], gedruckt als &#039;&#039;Tondolus der Ritter. Die von J. und C. Hist gedruckte Fassung&#039;&#039; (= &#039;&#039;Kleine deutsche Prosadenkmäler des Mittelalters.&#039;&#039; Heft 13). W. Fink, München 1980, ISBN 3-7705-1635-4, [[hdl:20.500.14106/0210]] ([https://ota.ox.ac.uk/headers/0210.xml Alternativlink]).&lt;br /&gt;
* [https://hardenberg.jalb.de/display_dokument.php?elementId=15227 &#039;&#039;Tondalus eyn rytter wayl geboren&#039;&#039;], niederdeutscher illustrierter Druck (ca.&amp;amp;nbsp;1520), Digitalisat der [[Johannes a Lasco Bibliothek|JALB]] Emden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=1124272461|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters|Tnugdalus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (12. Jahrhundert)|Tnugdalus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Mittelhochdeutsch)|Tnugdalus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Mittellatein)|Tnugdalus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Visionsliteratur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.236.40.78</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Die_Verliese_des_Vatikans&amp;diff=1502567</id>
		<title>Die Verliese des Vatikans</title>
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		<updated>2025-03-12T09:07:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.236.40.78: GND-Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Die Verliese des Vatikans&#039;&#039;&#039; ist ein Roman von [[André Gide]], der 1914 unter dem Titel &#039;&#039;Les Caves du Vatican&#039;&#039; in der [[Éditions Gallimard]]/Paris erschien.&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gide nennt sein Buch eine [[Sottie|Sotie]]&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 231&amp;lt;/ref&amp;gt; und erzählt darin von dem Gauner Protos, der zwei französische Familien betrügt und schließlich von einem fragwürdigen Familienmitglied überlistet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum erschienen mindestens drei verschiedene Übersetzungen, die erste davon 1922 (siehe [[#Ausgaben|unten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit und Ort ==&lt;br /&gt;
Die Handlung führt von 1890&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 233&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 1893 nach Paris, [[Pau]], Mailand, Rom und Neapel. Zwischen diesen Orten bewegen sich die handelnden Personen mit der Eisenbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Titel ==&lt;br /&gt;
Gide zitiert einen Bericht über ein Gerücht, das 1893 in Frankreich aufgekommen sein soll. Danach sei [[Leo XIII.]] von der [[Freimaurerloge|Loge]]&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 314, 3.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;o.&amp;lt;/ref&amp;gt; in den Kerkern des Vatikans gefangen gehalten worden.&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, Fußnote S. 311&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
;Familien&lt;br /&gt;
Erzählt wird aus der Geschichte der beiden versippten Familien Péterat und de Baraglioul. Julius de Baraglioul hatte in die Familie Péterat eingeheiratet.&lt;br /&gt;
*Philibert &#039;&#039;&#039;Péterat&#039;&#039;&#039;, Botaniker&amp;lt;!--(321,323)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
:das Ehepaar Armand-Dubois:&lt;br /&gt;
*Veronique, Tochter&lt;br /&gt;
*Anthime Armand-Dubois, Schwiegersohn, [[Freidenker]]&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 239, 1. Z.v.u.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:das Ehepaar de Baraglioul:&lt;br /&gt;
*Comtesse Marguerite de Baraglioul, Tochter&lt;br /&gt;
*Julius Comte de Baraglioul, Schwiegersohn&amp;lt;!--(263,270)--&amp;gt; (Sohn von Juste-Agénor, s.&amp;amp;nbsp;u.), [[Romancier]]&lt;br /&gt;
**Geneviève&amp;lt;!--(293)--&amp;gt; und Julie&amp;lt;!--(245)--&amp;gt;, Töchter der Baragliouls&lt;br /&gt;
:das Ehepaar Fleurissoire:&lt;br /&gt;
*Arnica, Tochter&lt;br /&gt;
*Amédée Fleurissoire, Schwiegersohn&amp;lt;!--(308, 324)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Juste-Agénor Comte &#039;&#039;&#039;de Baraglioul&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Valentine Comtesse Guy de Saint-Prix&amp;lt;!--(249)--&amp;gt;, Tochter&lt;br /&gt;
*Lafcadio Wluiki, unehelicher Sohn&amp;lt;!--(264,394)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bücher&lt;br /&gt;
Vier der fünf Bücher des Romans tragen Männernamen aus den o.&amp;amp;nbsp;a. Familien. Während in den ersten drei Büchern dieses Possenspiels jeweils einer der Narren aus der Familie vorgestellt wird, treibt im vierten Buch Protos, einer &#039;&#039;Der Tausendfüßler&#039;&#039; – das ist eine Betrügerbande&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 353&amp;lt;/ref&amp;gt; – mit den Familienmitgliedern sein böses Spiel. Im fünften Buch findet Protos in Lafcadio seinen Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
*Erstes Buch. &#039;&#039;&#039;Anthime Armand-Dubois&#039;&#039;&#039;&amp;lt;!--(233)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
1890 übersiedelt der 46-jährige&amp;lt;!--(240)--&amp;gt; wohlhabende Freimaurer Anthime Armand-Dubois zum Zwecke der Therapierung seines versteiften Kniegelenks nach Rom&amp;lt;!--(233)--&amp;gt;. Der Psycho-[[Physiologie|Physiologe]]&amp;lt;!--(237)--&amp;gt;, ein [[Atheismus|Atheist]]&amp;lt;!--(257, 3.v.u.)--&amp;gt;, erforscht in ekelerregenden Experimenten die [[Verhaltensbiologie#Experimente|bedingten Reflexe]] an lebenden Ratten&amp;lt;!--(237)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal, nachdem der starrsinnige körperbehinderte Naturwissenschaftler ein klein wenig gesündigt hat – im Jähzorn beschädigte er ein Gipsabbild der [[Maria (Mutter Jesu)|Heiligen Jungfrau]] – hat er ein Schlüsselerlebnis. Das Gebet um Vergebung wird erhört. Anthime vermag das steife Bein plötzlich wieder zu beugen&amp;lt;!--(259)--&amp;gt;. Die Kunde von dem Wunder dringt bis zum [[Heiliger Stuhl|Vatikan]] vor. Der gottlose Anthime [[Konversion (Religion)|konvertiert]] zum christlichen Glauben. Die Loge, der Anthime seinen Wohlstand zuerst verdankt&amp;lt;!--(249,4.v.u.)--&amp;gt;, lässt ihn fallen. Verarmt wird er von der Kirche nach Mailand abgeschoben&amp;lt;!--(262)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
*Zweites Buch. &#039;&#039;&#039;Julius de Baraglioul&#039;&#039;&#039;&amp;lt;!--(263)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller Julius de Baraglioul –&amp;amp;nbsp;aus [[Parma]] stammend&amp;lt;!--(243)--&amp;gt;&amp;amp;nbsp;– lebt in Paris. Sein jüngster Roman &#039;&#039;L&#039;Air des cimes&#039;&#039;&amp;lt;!--(250)--&amp;gt; wurde von der Kritik [[Verriss|verrissen]]. „Das Buch ist mißlungen“,&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 339, 7.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;u.&amp;lt;/ref&amp;gt; gesteht sich der Verfasser ein. Dabei strebt Julius die Mitgliedschaft in der [[Académie française|Akademie]] an. Sein Vater, der greise Juste-Agénor Comte de Baraglioul, bittet ihn, den Lebenswandel des 19-jährigen, in Paris lebenden Rumänen Lafcadio Wluiki auszuforschen&amp;lt;!--(264)--&amp;gt;. Gesagt, getan. Julius dringt in Lafcadios Zimmer vor, kommt aber nicht weit. Lafcadio, der allen handelnden Personen im Roman intellektuell haushoch überlegen ist, dreht hellsichtig den Spieß um und bekommt heraus: Juste-Agénor war 1873 [[Gesandter]] in [[Bukarest]]. Lafcadio wurde 1874 daselbst geboren&amp;lt;!--(279)--&amp;gt;. Keck dringt der „[[Bastard]]“&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 287, 2.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;u.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lafcadio zu Juste-Agénor, seinem leiblichen Vater, vor und erwirkt eine Rente als Erbteil&amp;lt;!--(287)--&amp;gt;. Nach solchen Aussichten gibt Lafcadio seiner Geliebten Carola Venitequa den Laufpass&amp;lt;!--(291 oben)--&amp;gt; und wendet sich der schönen blutjungen Geneviève zu. Deren Vater Julius findet Lafcadio nämlich sympathisch. Der Schriftsteller will den aufstrebenden jungen Mann als Sekretär einstellen. Carola, die ehemalige Geliebte von Lafcadios einstigem, ein paar Jahre älteren&amp;lt;!--(303)--&amp;gt; Schulkameraden&amp;lt;!--(353, 14.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;u.)--&amp;gt; Protos, reist zu dem Letzteren nach Rom&amp;lt;!--(354 unten - 355 oben)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
*Drittes Buch. &#039;&#039;&#039;Amédée Fleurissoire&#039;&#039;&#039;&amp;lt;!--(308)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Tausendfüßler&#039;&#039; Protos hält sich aber nicht nur in Rom auf, sondern operiert landesweit über ganz Italien und Frankreich hinweg. So luchst der Betrüger Julius’ Schwester, der Comtesse Valentine Guy de Saint-Prix in Pau eine größere Summe Geldes zur „Papstbefreiung“ ab&amp;lt;!--(308-321)--&amp;gt;. Der Comtesse ist das Ganze hinterher nicht geheuer. So wendet sich Valentine an Madame Arnica Fleurissoire, weil sie meint, bei der Firma Blafaphas läge die Papstbefreiung in den richtigen Händen. Arnicas Gatte Amédée, die einfältigste Person in dem Buch, ist in jene Firma involviert und nimmt sich des Vorhabens persönlich an. Amédée reist allein von Pau nach Rom. Gleichzeitig macht sich Julius zu einer Fahrt nach der Stadt am Tiber auf. Er will dort einen Soziologen-Kongress besuchen&amp;lt;!--(336)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
*Viertes Buch. &#039;&#039;&#039;Der Tausendfüßler&#039;&#039;&#039;&amp;lt;!--(341)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Rom angekommen, erkennt Amédée bald aus eigener Anschauung, es erscheint als unmöglich, einen Gefangenen aus den „geheimen Verliesen“ der [[Engelsburg#Fluchtburg und Gefängnis der Päpste|Engelsburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 347 unten&amp;lt;/ref&amp;gt; zu befreien&amp;lt;!--(356 unten)--&amp;gt;. Ein Spießgeselle von Protos führt Amédée der Madame Carola zu&amp;lt;!--(350)--&amp;gt;. Der Ankömmling schläft –&amp;amp;nbsp;wider Willen, so sieht es aus&amp;amp;nbsp;– mit der Dame. Amédée versteht sich und die Welt nicht mehr. Daheim im Ehebett bei Arnica hatte er jahrelang mit Erfolg eine selbst verordnete Abstinenz bravourös durchgestanden und hier nun in Rom muss er bereits nach der ersten Nacht eine [[Sexuell übertragbare Erkrankung|Ansteckung]] befürchten. Carola, von leichtfertigen Männern hin und her geschubst, verliebt sich in Amédée. Protos erschleicht sich Amédées Vertrauen und baut ein Feindbild auf. Das besteht aus Freimaurern, [[Jesuiten]] und der Polizei. Protos spannt den arglos-gutmütigen Franzosen in seine „Papstbefreiung“ ein. Amédée nimmt Protos die Geheimniskrämerei allzu gern ab und sieht an jeder Ecke den Feind hervorlugen. Der [[Hochstapler]] Protos wechselt seinen Namen. [[Abbé]] Cave&amp;lt;!--(380)--&amp;gt; nennt er sich unter anderem. Cave heißt nicht nur „Hüte dich!“, sondern auch „Keller, Verlies“.&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, Fußnote S. 362&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julius erwirkt eine Audienz beim [[Heiliger Vater|Heiligen Vater]], um seinen Schwager Anthime zu rehabilitieren. Protos erreicht es, dass die beiden Narren Julius und Amédée im Credito Commerziale in Rom eine größere Summe Geldes abheben. Amédée erklärt sich auch noch bereit, den Betrag nach Neapel zu bringen&amp;lt;!--(393)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
*Fünftes Buch. &#039;&#039;&#039;Lafcadio&#039;&#039;&#039;&amp;lt;!--(394)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Lafcadio nach dem Tode seines Vaters mit Unterstützung seines Halbbruders Julius vermögend geworden ist, will er nicht länger in Paris bleiben. Er möchte sich die Welt anschauen. Lafcadio hat eine Seereise nach [[Java (Insel)|Java]] – von [[Brindisi]] aus – im Auge&amp;lt;!--(394)--&amp;gt;. Auf der Bahnfahrt in die [[Apulien|apulische]] Hafenstadt steigt hinter Rom zufällig Amédée in das Abteil, in dem Lafcadio allein sitzt&amp;lt;!--(398)--&amp;gt;. Die Reisenden kennen sich nicht. Lafcadio, der ein Abenteuer sucht, kommt auf eine Idee. „Ein Verbrechen ohne Motiv“&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 403, 17.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;o.&amp;lt;/ref&amp;gt; wäre doch kurzweilig. Kurz vor [[Capua]], während der Fahrt über eine Brücke, wirft er Amédée aus dem Zug. Amédée will sich an Lafcadio klammern, erwischt jedoch kurz vor seinem Todessturz nur den Hut des Täters. Als Lafcadio – nun wieder allein im Abteil – die Taschen des Opfers durchsucht, findet er Julius’ Fahrkarte und nimmt diese an sich. Das Geld tastet er nicht an. Lafcadio begreift, Julius muss sich in Rom aufhalten. Der Abenteurer Lafcadio fährt zurück zu seinem Halbbruder, um ihn mit dem „Fall“ zu konfrontieren&amp;lt;!--(407)--&amp;gt;. Zielsicher findet er – in Rom angekommen – Julius im Grandhotel&amp;lt;!--(409)--&amp;gt;. Der Romancier denkt sich gerade sein nächstes Werk aus. Darin begeht ein junger Mann ein Verbrechen ohne Motiv&amp;lt;!--(413)--&amp;gt;. Julius ist nämlich zu Ohren gekommen, sein Schwager soll umgebracht&amp;lt;!--(415)--&amp;gt; worden sein. Nachdem sich das Gerücht bewahrheitet hat, überredet er Lafcadio, den Leichnam nach Rom zu überführen&amp;lt;!--(419)--&amp;gt;. Lafcadio geht und lässt zuvor die Fahrkarte in Julius’ Hotelzimmer zurück&amp;lt;!--(419)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carola, die viel für Amédée übrig hatte, ist überzeugt, Protos war der Täter. Sie zeigt ihn bei der Polizei an&amp;lt;!--(422)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fahrt nach Neapel trifft Lafcadio auf Protos, der sich als Professor Defouqueblize, Inhaber des Lehrstuhls für vergleichende Kriminologie an der Juristischen Fakultät [[Bordeaux]], ausgibt&amp;lt;!--(431)--&amp;gt;. Natürlich ist Protos, der hinter Amédée wegen des Geldes her war, im Besitz des Hutes von Lafcadio. Mit einem herausgetrennten Stück Hutfutter will er den alten Schulfreund erpressen. Lafcadio geht nicht darauf ein, sondern will sich der Polizei stellen&amp;lt;!--(438)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen reist die Familie Péterat aus Frankreich zur Beisetzung Amédées nach Rom. Im Nachtzug befindet sich nicht nur die Comtesse de Baraglioul mit ihrer älteren Tochter Geneviève. In Mailand steigen auch die Anthimes zu&amp;lt;!--(438)--&amp;gt;. Nach den Trauerfeierlichkeiten gesteht Julius seinem Schwager, dass er während seiner Audienz beim Papst nichts für ihn tun konnte. Anthime, der sich von der Kirche hintergangen fühlt, beginnt auf einmal wieder zu hinken&amp;lt;!--(444)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Protos rächt sich für den „Verrat“, den Carola begangen hat. Er bringt sie um. Die herbei eilende Polizei nimmt den Täter fest und findet bei ihm die Teile des Hutfutters. Somit ist für die Behörden Protos zweier Tötungsverbrechen schuldig und wandert hinter Gitter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet dessen will sich Lafcadio am nächsten Tag stellen. Er gesteht Julius seine Tat&amp;lt;!--(447)--&amp;gt;. In der Nacht wird er von Geneviève, die ihn liebt, in seinem Hotelzimmer aufgesucht&amp;lt;!--(451)--&amp;gt;. Zunächst weist Lafcadio das junge Mädchen edelmütig zurück. Doch dann besinnt er sich und schläft mit ihr. Eigentlich wollte er sich aus Achtung vor Geneviève stellen. Nun, am Morgen nach der Liebesnacht, liegen die Dinge ein klein wenig anders. Seit der vergangenen Nacht achtet er Geneviève „etwas weniger“. Warum sich also noch stellen? Die Polizei hat doch ihren Täter&amp;lt;!--(454)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form ==&lt;br /&gt;
Gide tritt als [[Typologisches Modell der Erzählsituationen#Auktoriale Erzählsituation|auktorialer Erzähler]] hervor, der die Geschehnisse immer wieder auch in der 1. Person Singular reflektiert und kommentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Z.&amp;amp;nbsp;B. André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 354, 8.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;u.: „Ich weiß nicht recht, was ich von Carola Venitequa denken soll.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Z.&amp;amp;nbsp;B. André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 290, 12.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;u.: „Wie ich schon sagte&amp;amp;nbsp;…“&amp;lt;/ref&amp;gt; Das beginnt bald nach dem Anfang des ersten Buches, wenn er schreibt: „An diesem Punkt komme ich nicht umhin, obwohl ich nur über das Wesentliche berichten wollte,&amp;amp;nbsp;…“&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 239, 8.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;u.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Oder wenn er sich zügeln möchte: „Halt inne, du unbesonnene Feder!“&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 258, 9.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;u.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitunter hält der Leser inne und muss sich fragen: Ist diese Stelle als Narrenspiel oder als simple Formschwäche des ganzen Romans zu nehmen? Zum Beispiel, wenn sich Gide an die Karten gucken lässt: „Der Leser soll gerechterweise erfahren, daß es ebendieser Protos war, der&amp;amp;nbsp;… unter dem&amp;amp;nbsp;… Namen des Kanonikus von Virmontal hier seinen Auftritt hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 312, 12.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;o.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gide-Biograph Martin hilft sich in dem Zusammenhang mit der folgenden Beobachtung: „Die Geschichte als solche, … rollt auf eine ironische und zweifelhafte Weise ab: Dem Autor macht es Spaß, daß wir die Fäden fast deutlicher erkennen als die Helden selber.“&amp;lt;ref&amp;gt;Martin, S. 116, 10.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;o.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig fällt der Autor in das Präsens&amp;lt;ref&amp;gt;Z.&amp;amp;nbsp;B. André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 245, 13. Z.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;u. oder S.&amp;amp;nbsp;452&amp;lt;/ref&amp;gt;, kehrt aber jedes Mal rasch wieder in das Präteritum zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstzeugnisse ==&lt;br /&gt;
*Tagebuch-Eintrag vom 24. Juni 1913: „Gestern &#039;&#039;Les Caves&#039;&#039; beendet&amp;amp;nbsp;… Mehr als eine Stelle des ersten und zweiten Buches kommt mir schwach vor oder gezwungen&amp;amp;nbsp;… Aber ich glaube, daß die schwierigsten Partien auch die gelungensten sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hinterhäuser, S. 318, 17.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;u.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gide im Vorwort zum Roman vom 29. August 1913:&lt;br /&gt;
*„Bis heute habe ich nur ironische Bücher geschrieben, deren letztes zweifellos hier vorliegt.“&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 231, 7.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;u.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*„Ich strebe nur danach, ein guter Künstler zu sein.“&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992, S. 232, 2.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;u.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
*„…&amp;amp;nbsp;Es bleibt eine der hintergründigsten Fabeln des großen Franzosen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Aus &#039;&#039;[[Christ und Welt]]&#039;&#039; zitiert in einer DVA-Verlagsbeilage im übersetzten Buch von Renée Lang&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*„Der Roman ist eine mehr bissige als humoristische Satire auf die angebliche Gefangenschaft des Papstes Leo&amp;amp;nbsp;XIII. … im Jahre 1893.“&amp;lt;ref&amp;gt;Aus &#039;&#039;[[Basler Zeitung|National-Zeitung, Basel]]&#039;&#039; zitiert in einer DVA-Verlagsbeilage im übersetzten Buch von Renée Lang&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Nach Brigitte Sändig ist der „hochbegabte schöne, amoralische Bastard Lafcadio“ die Gestalt mit der „Durchbrecher-Funktion“. Lafcadio durchbreche „herkömmliche Romanklischees“.&amp;lt;ref&amp;gt;Brigitte Sändig im Nachwort der DVA-Lizenz-Ausgabe des Verlages Volk und Welt 1978, Seite 636 Mitte&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Nach [[Marianne Kesting]] erscheint Lafcadio „dem frömmelnden Familienmief gegenüber&amp;amp;nbsp;… als Personifizierung der absoluten Freiheit&amp;amp;nbsp;…“&amp;lt;ref&amp;gt;André Gide: Die Verliese des Vatikans. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band VIII/2, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992. Marianne Kesting im Nachwort, S. 495, 3.&amp;amp;nbsp;Z. v.&amp;amp;nbsp;o.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Ausgaben ===&lt;br /&gt;
;französisch&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Les Caves du Vatican. Sotie par l&#039;auteur des Paludes&#039;&#039;, 2 Bde., Paris 1914&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Les Caves du Vatican&#039;&#039;, in: &#039;&#039;Œuvres completes&#039;&#039;, hrsg. v. [[Louis Martin-Chauffier]], Bd. 7, Paris 1934&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Les Caves du Vatican&#039;&#039;, in: &#039;&#039;Romans, récits et soties. Œuvres lyriques&#039;&#039;. Hrsg. u. eingel. v. Maurice Nadeau, Paris 1958&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;deutsch&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Verliese des Vatikan.&#039;&#039; Übersetzung: Dieter Bassermann. Insel-Verlag Leipzig 1922. 283 Seiten&amp;lt;ref&amp;gt;siehe auch Lang, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Verliese des Vatikan. Ein ironischer Roman.&#039;&#039; Übersetzung: [[Ferdinand Hardekopf]]. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1930 und 1951. 389 Seiten&lt;br /&gt;
*André Gide: &#039;&#039;Die Verliese des Vatikan. [[Die Falschmünzer]]. Zwei Romane.&#039;&#039; Übersetzung: Ferdinand Hardekopf. Volk und Welt. Berlin 1978 (DVA-Lizenz). 650 Seiten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Verliese des Vatikans&#039;&#039;. Aus dem Französischen übertragen von Thomas Dobberkau. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Hrsg. v. Raimund Theis und Peter Schnyder, Band VIII/2, S. 229–454. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1992. 511 Seiten, ISBN 3-421-06468-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
*Renée Lang: &#039;&#039;André Gide und der deutsche Geist&#039;&#039; (frz.: &#039;&#039;André Gide et la Pensée Allemande&#039;&#039;). Übersetzung: [[Friedrich Hagen]]. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1953. 266 Seiten&lt;br /&gt;
*Claude Martin: &#039;&#039;André Gide&#039;&#039;. Aus dem Französischen übertragen von Ingeborg Esterer. Rowohlt 1963 (Aufl. Juli 1987). 176 Seiten, ISBN 3-499-50089-2&lt;br /&gt;
*Hans Hinterhäuser (Hrsg.), Peter Schnyder (Hrsg.), Raimund Theis (Hrsg.): &#039;&#039;André Gide: Tagebuch 1903–1922&#039;&#039;. Aus dem Französischen übertragen von Maria Schäfer-Rümelin. Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band II/2. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1990. 813 Seiten, ISBN 3-421-06462-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
In französischer Sprache:&lt;br /&gt;
Der Romantext bei [[Project Gutenberg|Gutenberg]]: [https://www.gutenberg.org/ebooks/6739 Les Caves du Vatican]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4431494-2|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Verliese Des Vatikans #Die}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von André Gide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Französisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.236.40.78</name></author>
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		<title>Aufstieg und Niedergang der römischen Welt</title>
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		<updated>2024-10-07T14:06:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.236.40.78: /* Aufbau */ Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aufstieg und Niedergang der römischen Welt&#039;&#039;&#039; (abgekürzt &#039;&#039;ANRW&#039;&#039;) ist eine umfangreiche wissenschaftliche Buchreihe, die sich mit dem [[Römisches Reich|Römischen Reich]] beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Werkes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begründet wurde die Reihe 1972 ursprünglich als [[Festschrift]] zum 75. Geburtstag des [[Alte Geschichte|Althistorikers]] [[Joseph Vogt (Althistoriker)|Joseph Vogt]]. Jedoch wuchs das Werk im Laufe der Zeit zu einem Sammelwerk enzyklopädischen Ausmaßes. Herausgegeben wurde die Reihe anfangs von [[Hildegard Temporini-Gräfin Vitzthum|Hildegard Temporini]] allein (Teil I &amp;amp; II), später von ihr zusammen mit [[Wolfgang Haase (Philologe)|Wolfgang Haase]] (Teil II), der seit dem Tod Temporinis alleinverantwortlich die Reihe herausgibt. Sie erscheint im Berliner [[Verlag Walter de Gruyter]], wird aber seit einiger Zeit – der letzte Band erschien 1998 – nicht fortgeführt, da der Verlag sie in der bisherigen Form zurzeit nicht fortsetzen möchte. Laut Verlagsangaben von 2018 sind aber die Bände 26,4 und 37,4 in Vorbereitung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.degruyter.com/view/serial/16624 ANRW bei De Gruyter]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit am Handbuch begann 1968 und wurde bis 1999 fortgeführt. In diesem Zeitraum wurden 89 Bände veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bu.edu/classics/faculty-profiles/wolfgang-haase/ Homepage von Wolfgang Haase], Boston University&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;ANRW&#039;&#039; ist ein internationales Gemeinschaftswerk der Altertums- und historischen Wissenschaften. Die Aufgabe besteht darin, alle wichtigen Aspekte der antiken römischen Welt sowie ihres Fortwirkens und Nachlebens in [[Mittelalter]] und [[Neuzeit]] nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung in Einzelbeiträgen zu behandeln. Die Geschichte der [[Kulturelle Rezeption|Rezeption]] und Wirkung der römischen Antike bis heute ist ein wichtiger Teil des Werkes. Jedoch werden nahezu alle Bereiche der [[Römisches Reich|römischen Antike]] und vieler Nachbarwissenschaften bearbeitet: [[Politische Geschichte]], [[Kulturgeschichte]], [[Recht]], [[Religion]]en, [[Sprache]] und [[Literatur]], [[Philosophie]], [[Wissenschaft]]en, [[Technik]] und [[Kunst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buchreihe ist als mehrteiliges Werk konzipiert. Die Reihe I (1972/73) beschäftigt sich in vier Bänden mit der [[Römische Republik|Römischen Republik]], Reihe II (erscheint seit 1974) mit der [[Römische Kaiserzeit|Römischen Kaiserzeit]], Reihe III mit der [[Spätantike]] (in Planung) und Reihe IV soll schließlich mit Registerbänden das Werk beschließen. Jeder Teil besteht aus mehreren Bänden, diese wiederum oft aus mehreren Teilbänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Reihe besteht aus sechs Teilgebieten:&lt;br /&gt;
# Politische Geschichte&lt;br /&gt;
# Recht&lt;br /&gt;
# Religion&lt;br /&gt;
# Sprache und Literatur&lt;br /&gt;
# Philosophie und Wissenschaften&lt;br /&gt;
# Künste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen (Teil-)Bände haben [[Handbuch]]charakter. Die Artikel werden von mittlerweile über 1000 Fachwissenschaftlern (vor allem aus den Bereichen [[Alte Geschichte|Alte]], [[Mediävistik|Mittelalterliche]] und [[Neuere Geschichte]]; [[Byzantinistik]], [[Slavistik]]; [[Klassische Philologie|Klassische]], [[Mittellatein]]ische, Romanische und Orientalische [[Philologie]]; [[Klassische Archäologie|Klassische]], [[Vorderasiatische Archäologie|Orientalische]] und [[Christliche Archäologie|Christliche]] [[Archäologie]] und [[Kunstgeschichte]]; [[Rechtswissenschaft]]; [[Religionswissenschaft]] und [[Theologie]], besonders [[Kirchenhistoriker|Kirchengeschichte]] und [[Patristik]]) beigetragen. Sprachen sind [[Deutsche Sprache|Deutsch]], [[Englische Sprache|Englisch]], [[Französische Sprache|Französisch]] und [[Italienische Sprache|Italienisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelbände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Teil I: Von den Anfängen Roms bis zum Ausgang der Republik, Herausgeber Hildegard Temporini:	&lt;br /&gt;
**Band 1: Politische Geschichte, 1972&lt;br /&gt;
**Band 2: Recht/Religion/Sprache und Literatur (bis zum Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr.), 1972&lt;br /&gt;
**Band 3: Sprache und Literatur (1. Jahrhundert v. Chr.), 1973&lt;br /&gt;
**Band 4: Philosophie und Wissenschaften; Künste, 1973&lt;br /&gt;
  	 &lt;br /&gt;
*Teil II: Prinzipat. Herausgeber Hildegard Temporini, ab Band 16 Wolfgang Haase: &lt;br /&gt;
**Band 1: Politische Geschichte (Allgemeines), 1974&lt;br /&gt;
**Band 2: Politische Geschichte (Kaisergeschichte), 1975&lt;br /&gt;
**Band 3: Politische Geschichte (Provinzen und Randvölker: Allgemeines; Britannien, Hispanien, Gallien), 1975&lt;br /&gt;
**Band 4: Politische Geschichte (Provinzen und Randvölker: Gallien [Forts.], Germanien), 1975&lt;br /&gt;
**Band 5, in 2 Teilbänden: Politische Geschichte (Provinzen und Randvölker: Germanien [Forts.], Alpenprokuraturen, Raetien), 1976&lt;br /&gt;
**Band 6: Politische Geschichte (Provinzen und Randvölker: Lateinischer Donau-Balkanraum), 1977&lt;br /&gt;
**Band 7, in 2 Teilbänden: Politische Geschichte (Provinzen und Randvölker: Griechischer Balkanraum; Kleinasien), 1980&lt;br /&gt;
**Band 8: Politische Geschichte (Provinzen und Randvölker: Syrien, Palästina, Arabien), 1978&lt;br /&gt;
**Band 9 in 2 Teilbänden: Politische Geschichte (Provinzen und Randvölker), Band 1 (Mesopotamien, Armenien, Iran, Südarabien, Rom und der Ferne Osten), 1976, Band 2 (Rom und der Ferne Osten), 1978&lt;br /&gt;
**Band 10 in 2 Teilbänden: Politische Geschichte (Provinzen und Randvölker: Afrika und Ägypten), Band 1 1988, Band 2 1982&lt;br /&gt;
**Band 11 in 3 Teilbänden: Politische Geschichte (Randvölker: Sizilien und Sardinien; Italien und Rom; Allgemeines), 1988, Band 2, 3 (Addenda) in Vorbereitung&lt;br /&gt;
**Band 12 in 6 Teilbänden: Künste, Band 1 1982, Band 2 1981, Band 3 1985, Band 4 bis 6 (Addenda) in Vorbereitung&lt;br /&gt;
**Band 13: Recht (Normen, Verbreitung, Materien), 1980&lt;br /&gt;
**Band 14: Recht (Materien, Forts.), 1982&lt;br /&gt;
**Band 15: Recht (Methoden, Schulen, Einzelne Juristen), 1976&lt;br /&gt;
**Band 16 in 3 Teilbänden: Religion (Heidentum: Römische Religion, Allgemeines), Band 1 und 2 1978, Band 3 1986&lt;br /&gt;
**Band 17 in 4 Teilbänden: Religion (Heidentum: Römische Götterkulte, Orientalische Kult in der römischen Welt), Band 1 und 2 1981, Band 3 und 4 1984&lt;br /&gt;
**Band 18 in 6 Teilbänden: Religion (Heidentum: Die religiösen Verhältnisse in den Provinzen), Band 1 1986, Band 2 1989, Band 3 und 4 1990, Band 5 1995, Band 6 (Afrika, Addenda) in Vorbereitung&lt;br /&gt;
**Band 19 in 2 Teilbänden: Religion (Judentum: Allgemeines, Palästinisches Judentum), 1979&lt;br /&gt;
**Band 20 in 2 Teilbänden: Religion (Hellenistisches Judentum in römischer Zeit, ausgenommen Philon und Josephus), 1987&lt;br /&gt;
**Band 21 in 2 Teilbänden: Religion (Hellenistisches Judentum in römischer Zeit: Philon und Josephus), 1984&lt;br /&gt;
**Band 22 in Vorbereitung (Gnostizismus und verwandte Phänomene, 3 Teilbände)&lt;br /&gt;
**Band 23 in 2 Teilbänden: Religion (Vorkonstantinisches Christentum: Verhältnis zu römischem Staat und heidnischer Religion), 1979, 1980&lt;br /&gt;
**Band 24 in Vorbereitung (Geographische Expansion, Sozialgeschichte und innere Organisation des frühen Christentums in der vorkonstantinischen Periode, 3 Teilbände)&lt;br /&gt;
**Band 25 in 6 Teilbänden: Religion (Vorkonstantinisches Christentum: Leben und Umwelt Jesu; Neues Testament [Kanonische Schriften und Apokryphen]), Band 1 1982, Band 2 1984, Band 3 1985, Band 4 1987, Band 5 und 6 1988&lt;br /&gt;
**Band 26 in 6 Teilbänden: Religion (Vorkonstantinisches Christentum: Neues Testament [Sachthemen]), Band 1 1992, Band 2 1995, Band 3 1996, Band 4 bis 6 in Vorbereitung&lt;br /&gt;
**Band 27 in 4 Teilbänden: Religion (Vorkonstantisches Christentum: Apostolische Väter und Apologeten), Band 1 1992, Band 2 bis 4 (mit Addenda zu Band 1) in Vorbereitung&lt;br /&gt;
**Band 28 in Vorbereitung (Allgemeine Themen, das heißt nicht auf individuelle Autoren und Werke beschränkt, Sprache, Literatur, Denken (Doktrin), Liturgie und Kunst der frühen Christenheit in der vorkonstantischen Periode, in 4 Teilbänden)&lt;br /&gt;
**Band 29 in 3 Teilbänden: Sprache und Literatur (Sprachen und Schriften), Band 1 und 2 1983, Band 3 in Vorbereitung&lt;br /&gt;
**Band 30  in 3 Teilbänden: Sprache und Literatur (Literatur der augusteischen Zeit: Allgemeines, einzelne Autoren), Band 1 und 2 1982, Band 3 1983&lt;br /&gt;
**Band 31 in 4 Teilbänden: Sprache und Literatur (Literatur der augusteischen Zeit: Einzelne Autoren, Forts. [Vergil, Horaz, Ovid]), Band 1 1980, Band 2  bis 4 1981&lt;br /&gt;
**Band 32 in 5 Teilbänden: Sprache und Literatur (Literatur der julisch-claudischen und der flavischen Zeit), Band 1 1984, Band 2 und 3 1985, Band 4 und 5 1986&lt;br /&gt;
**Band 33 in 6 Teilbänden: Sprache und Literatur (Allgemeines zur Literatur des 2. Jahrhunderts und einzelne Autoren der trajanischen und frühhadrianischen Zeit), Band 1 1989, Band 2 1990, Band 3 bis 5 1991, Band 6 1992&lt;br /&gt;
**Band 34 in 4 Teilbänden: Sprache und Literatur (einzelne Autoren seit der hadrianischen Zeit und Allgemeines zur Literatur des 2. und 3. Jahrhunderts), Band 1 und 2 1993, Band 3 1997, Band 4 1998&lt;br /&gt;
**Band 35 in Vorbereitung (Allgemeine Themen, das heißt nicht auf individuelle Autoren und Werke beschränkt, über Formen, Genres, Motive und Themen und über die Bedingungen des Erschaffens und der Rezeption griechischer und lateinischer Literatur, in 4 Teilbänden) &lt;br /&gt;
**Band 36 in 7 Teilbänden: Band 1 Philosophie (Historische Einleitung, Platonismus), 1987, Band 2 (Platonismus Forts., Aristotelismus), 1987, Band 3 (Stoizismus) 1989, Band 4 (Epikureismus, Skeptizismus, Kynismus, Orphica, Doxographica) 1990, Band 5 (Einzelne Autoren; Doxographica) 1992, Band 6 (Doxographica Forts.) 1992, Band 6 (Systematische Themen; Indirekte Überlieferungen; Allgemeines; Nachträge), 1994&lt;br /&gt;
**Band 37 in 6 Teilbänden: Wissenschaften, Band 1 (Medizin und Biologie) 1993, Band 2 (Medizin und Biologie Forts.) 1994, Band 3 (Medizin und Biologie Forts.) 1996, Band 4 (Medizin und Biologie Forts.) in Vorbereitung, Band 5 (Geographie, Mathematik, Naturwissenschaften) in Vorbereitung, Band 6 (Naturwissenschaften Forts., Technik) in Vorbereitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Haase, Hildegard Temporini (Hrsg.): &#039;&#039;Aufstieg und Niedergang der römischen Welt (ANRW)/Rise and Decline of the Roman World. Geschichte und Kultur Roms im Spiegel der neueren Forschung&#039;&#039;. de Gruyter, Berlin/New York 1972ff., ISBN 3-11-001885-3 (1. Band).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bu.edu/ict/anrw/pub/index.html ANRW – detailliertes, durchsuchbares Inhaltsverzeichnis, mit Kapitel- und Abschnittsüberschriften] (teilweise englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.cs.uky.edu/~raphael/scaife/anrw.html ANRW – durchsuchbarer Index] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.bu.edu/ict/anrw/inprep/index.html ANRW – Bände in Vorbereitung] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aufstieg und Niedergang der romischen Welt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtdarstellung (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachpublikation (Römisches Reich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.236.40.78</name></author>
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		<title>Modalität (Philosophie)</title>
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		<updated>2024-07-15T07:26:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.236.40.78: GND-Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Modalität&#039;&#039;&#039; bezeichnet in der [[Philosophie]] die Art und Weise, wie etwas ist, geschieht oder gedacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Arten der Modalität ==&lt;br /&gt;
=== Modalitäten im engeren Sinn ===&lt;br /&gt;
Im engeren, klassischen Sinn bezeichnet der Ausdruck &#039;&#039;Modalität&#039;&#039; die alethische (die Wahrheit betreffende) Modalität: Sie ist in [[Ontologie|ontologischer]] Wendung die Art und Weise des Bestehens eines Sachverhaltes oder in logischer die Wahrheit von [[Aussage (Logik)|Aussage]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet in der Regel neben der einfachen (faktischen) Wahrheit die [[Notwendigkeit]], die [[Möglichkeit]] und Unmöglichkeit und die [[Kontingenz (Philosophie)|Kontingenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der (alethischen) Modalität wird schon von den Kommentatoren des [[Aristoteles]] verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kategorien der Modalität sind nach [[Kant]] Möglichkeit, Wirklichkeit und Notwendigkeit, denen die Modalität der Urteile (problematische (mögliche), [[Assertion|assertorische]] (wirkliche), [[Apodiktische Aussage|apodiktische]] (notwendige)) entsprechen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leibniz]] unterscheidet vier grundlegende Kategorien von Aussagetypen bzw. [[Sachverhalt]]en: notwendige, mögliche, unmögliche und kontingenterweise wahre (aktuale).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Natur dieser Aussagen und ihrer [[Wahrmacher]] wurden von klassischen Theoretikern sowie in der modernen [[Semantik]], [[Sprachphilosophie]], [[Logik]] (insb. [[Modallogik]]) und Ontologie unterschiedliche Theorien vorgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Modalitäten im weiteren Sinn ===&lt;br /&gt;
Neben den angeführten alethischen Modalitäten spricht man auch von den Modalitäten im weiteren Sinne und meint damit (unter anderem) die Art und Weisen, wie eine Aussage in Bezug auf das Wissen des Aussagenden, der Zeit oder des Sollens wahr sein kann. Dies erfasst die doxastischen (epistemischen), temporalen oder deontischen Modalitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersicht ===&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen Modalitäten lassen sich je aufeinander zurückführen, stehen in einem analogen Verhältnis und begründen unterschiedliche [[Modallogik]]en:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Formel&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;[[Modallogik|Modale Logik]] i.&amp;amp;nbsp;e.&amp;amp;nbsp;S.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;[[Deontische Logik]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;[[Temporale Logik]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;[[Doxastische Logik]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\Diamond&amp;lt;/math&amp;gt; p&lt;br /&gt;
| Es ist möglich, dass p&lt;br /&gt;
| Es ist erlaubt, dass p&lt;br /&gt;
| p gilt irgendwann in der Zukunft (Vergangenheit)&lt;br /&gt;
| Ich halte es für möglich, dass p&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\Box&amp;lt;/math&amp;gt; p&lt;br /&gt;
| Es ist notwendig, dass p&lt;br /&gt;
| Es ist geboten, dass p&lt;br /&gt;
| p gilt immer in der Zukunft (Vergangenheit)&lt;br /&gt;
| Ich halte es für gewiss, dass p&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modalität und Mögliche-Welten-Theorie ==&lt;br /&gt;
Im Anschluss an Leibniz wurde von [[Rudolf Carnap]] (&#039;&#039;Meaning and Necessity&#039;&#039; 1947), [[Saul Kripke]] und [[David Kellogg Lewis]] vorgeschlagen, modale Aussagen als Aussagen über oder in [[Mögliche Welt|möglichen Welten]] zu verstehen. Eine notwendige Wahrheit ist in allen diesen Welten wahr, eine mögliche in mindestens einer. Diese Welten sind laut Lewis [[Realismus (Philosophie)|real]] und sogar konkrete Gegenstände, nicht nur Begriffe im Geiste oder abstrakte Universalien. Diese ontologisch anspruchsvolle Option hat theoretische Vorzüge, weil sie die semantische Auswertung modaler Aussagen enorm [[Mögliche Welt#Von der Modallogik zum philosophischen Werkzeug|vereinfacht]]. Darüber hinaus bestehen ontologisch nicht reduzierbare Relationen zwischen diesen möglichen Welten, was die Auswertung insbesondere von Konditionalen (wenn … dann …) und v.&amp;amp;nbsp;a. von kontrafaktischen Konditionalen (wäre nicht … dann wäre …) sehr elegant vereinfacht. Trotzdem sind viele Ontologen nicht bereit, derart viele zusätzliche nicht reduzierbare Objekte in ihr ontologisches Inventar aufzunehmen. Einige versuchen daher, die theoretische Eleganz einer Viele-Welten-Semantik beizubehalten, schlagen aber [[Realismus (Philosophie)|antirealistische]] Ersatztheorien bezüglich der ontologischen Dignität dieser Welten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theorien über Aktualität ==&lt;br /&gt;
Ein eigenes Themenfeld in diesen Debatten sind Theorien über &#039;&#039;&#039;Aktualität&#039;&#039;&#039;: Was ist konstitutiv dafür, dass die aktuale Welt eben die aktuale und keine andere mögliche Welt ist? Ein vieldiskutierter Vorschlag versteht „aktual“ als [[Indexikaler Ausdruck|indexikalischen Ausdruck]]: Wenn &#039;&#039;ich&#039;&#039; sage, dass ein Sachverhalt aktual ist, dann sage ich, dass er der Welt zugehört, die &#039;&#039;Ich&#039;&#039; (der Sprecher) bewohne (und auf deren Inventar ich jetzt mit dem Finger [[Deixis|zeigen]] kann). (Laut Lewis, der diese Position vertritt, gibt es keine Identität von Objekten über verschiedene Welten hinweg (sog. Transweltidentität), sondern nur counterparts; es gibt daher je nur genau einen Sprecher.) Alternativ kann beispielsweise diejenige Welt als aktual bestimmt werden, in welcher wir die &#039;&#039;Auswertung&#039;&#039; einer [[Äußerung]] vornehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Modalität (Sprachwissenschaft)]] (zum sprachlichen Ausdruck von Modalität und feineren Unterscheidungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nicolai Hartmann: &#039;&#039;Möglichkeit und Wirklichkeit.&#039;&#039; de Gruyter, Berlin 1938.&lt;br /&gt;
* Robert Merrihew Adams: &#039;&#039;Theories of Actuality.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Noûs&#039;&#039;, 8/3 (1974), S. 211–231, auch in: Loux 1979.&lt;br /&gt;
* John Divers: &#039;&#039;Possible Worlds.&#039;&#039; Routledge, 2002.&lt;br /&gt;
* [[David Kellogg Lewis]]: &#039;&#039;On the Plurality of Worlds.&#039;&#039; Blackwell, 1986.&lt;br /&gt;
* Michael J. Loux (Hrsg.): &#039;&#039;The Possible and the Actual.&#039;&#039; Cornell University Press, Ithaca NY 1979.&lt;br /&gt;
* Uwe Meixner: &#039;&#039;Modalität. Möglichkeit, Notwendigkeit, [[Essenzialismus]].&#039;&#039; Klostermann, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-465-04050-7.&lt;br /&gt;
* [[Alvin Plantinga]]: &#039;&#039;Actualism and Possible Worlds.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Theoria&#039;&#039; 42/1–3 (1976), S. 139–160, auch in: ders.: &#039;&#039;Essays in the Metaphysics of Modality.&#039;&#039; Matthew Davidson (Hrsg.): Oxford University Press, New York NY 2003, S. 103–121 und auch in Loux 1979.&lt;br /&gt;
* Alvin Plantinga: &#039;&#039;Two Concepts of Modality: Modal Realism and Modal Reductionism.&#039;&#039; In: James E. Tomberlin (Hrsg.): &#039;&#039;Philosophical Perspectives&#039;&#039;, 1 (1987), Atascadero, CA: Ridgeview, S. 189–231, auch in: &#039;&#039;Plantinga&#039;&#039; 2003, 192–228.&lt;br /&gt;
* Alexander R. Pruss: &#039;&#039;The Actual and the Possible&#039;&#039;. In: Richard M. Gale (Hrsg.): &#039;&#039;The Blackwell Guide to Metaphysics&#039;&#039;. Blackwell 2002.&lt;br /&gt;
* [[Ted Sider]]: [http://tedsider.org/papers/reductive_theories_of_modality.pdf Reductive Theories of Modality] (PDF; 302&amp;amp;nbsp;kB). In: M. J. Loux, D. W. Zimmerman (Hrsg.): &#039;&#039;The Oxford Handbook of Metaphysics.&#039;&#039; OUP 2003.&lt;br /&gt;
* [[Robert Stalnaker]]: &#039;&#039;Possible Worlds.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Noûs&#039;&#039;, 10/1 (1976), S. 65–75 auch in Loux 1979.&lt;br /&gt;
* [[Peter van Inwagen]]: &#039;&#039;Two Concepts of Possible Worlds.&#039;&#039; In: Peter A. French, Theodore E. Uehling, Jr., Howard K. Wettstein (Hrsg.): &#039;&#039;Midwest Studies in Philosophy&#039;&#039; 11 (Studies in Essentialism), University of Minnesota Press, Minneapolis MN 1986, S. 185–213; auch in van Inwagen 2001, S. 206–242.&lt;br /&gt;
* Peter van Inwagen: &#039;&#039;Ontology, Identity, and Modality&#039;&#039;: Essays in Metaphysics. Cambridge Studies in Philosophy. Cambridge University Press, Cambridge 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{SEP|http://plato.stanford.edu/entries/modality-varieties/|Varieties of Modality|Boris Kment}}&lt;br /&gt;
* {{SEP|http://plato.stanford.edu/entries/possible-objects/|possible objects|Takashi Yagisawa}}&lt;br /&gt;
* {{SEP|http://plato.stanford.edu/entries/actualism/|actualism|Christopher Menzel}}&lt;br /&gt;
* {{SEP|http://plato.stanford.edu/entries/modality-medieval/|Medieval Theories of Modality|Simo Knuuttila}}&lt;br /&gt;
* David Kellogg Lewis: [http://users.ox.ac.uk/~worc0337/modal.realism.html Modal Realism] – Zusammenstellung von informativen Zitaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4039789-0|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Modalitat #Philosophie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ontologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semantik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.236.40.78</name></author>
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		<title>Christian Schröer</title>
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		<updated>2023-12-13T12:53:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.236.40.78: /* Weblinks */ Toter Link, korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Christian Schröer&#039;&#039;&#039; (* [[10. Februar]] [[1957]] in [[Mülheim an der Ruhr]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Philosoph]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schröer studierte von 1977 bis 1981 Philosophie an der [[Hochschule für Philosophie München]] und katholische Theologie sowie Theaterwissenschaften an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]].&lt;br /&gt;
Von 1998 bis 2006 war Schröer Professor für Philosophie an der [[Otto-Friedrich-Universität Bamberg]]. Von 2006 bis zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand Ende des Wintersemesters 2022/23&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/philsoz/fakultat/institut-philosophie/news/ |titel=Aktuelles: Symposium &amp;quot;Verantwortung Denken&amp;quot; |werk=www.uni-augsburg.de |datum=2022-10-18 |abruf=2023-09-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war &lt;br /&gt;
Schröer Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie mit Schwerpunkt Ethik an der [[Universität Augsburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/philsoz/fakultat/philosophie-ethik/team/schroeer/ Universität Augsburg:Lebenslauf Schröer]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Naturbegriff und Moralbegründung. Die Grundlegung der Ethik bei [[Christian Wolff (Aufklärer)|Christian Wolff]] und deren Kritik durch [[Immanuel Kant]]&#039;&#039;, Stuttgart (Kohlhammer) 1988 (Dissertation).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Praktische Vernunft bei [[Thomas von Aquin]]&#039;&#039;, Stuttgart, Kohlhammer 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.philso.uni-augsburg.de/institute/philosophie/Personen/Leitung/schroeer/ Universität Augsburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1124842888|VIAF=25496591}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schroer, Christian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Augsburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schröer, Christian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Februar 1957&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mülheim an der Ruhr]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.236.40.78</name></author>
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		<title>Fritz Wagner (Philologe)</title>
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		<updated>2023-10-13T12:55:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.236.40.78: /* Veröffentlichungen (Auswahl) */ Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Fritz Wagner&#039;&#039;&#039; (* [[14. Juli]] [[1934]] in [[Herzogenrath]]; † [[27. März]] [[2011]]&amp;lt;ref&amp;gt;FAZ, Ausgabe Nr. 84 vom 9. April 2011, Seite 8&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[mittellatein]]ischer und [[Klassische Philologie|klassischer Philologe]]. Er war Lehrstuhlinhaber in [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fritz Wagner wurde in der [[Städteregion Aachen]] als Sohn von Änne-Alwyne Wagner, geborene Surmeier, und deren Ehemann, dem Polizeibeamten August Wagner geboren. Nach dem Studium der Klassischen und [[Mittellatein]]ischen Philologie, [[Germanistik]], [[Geschichte]], [[Philosophie]] und [[Pädagogik]] an den Universitäten [[Universität zu Köln|Köln]] und [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]] wurde er 1960 in Köln mit der [[Dissertation]] &#039;&#039;Herders Homerbild: Seine Wurzeln und Wirkungen&#039;&#039; zum Doktor der Philosophie [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Seine [[Habilitation]] erreichte er 1967 mit der Schrift &#039;&#039;Prolegomena zur Editio critica des „Dialogus miraculorum“ des [[Caesarius von Heisterbach]]&#039;&#039;, ebenfalls in Köln, wo er im selben Jahr auch Privatdozent und 1970 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde, gleichzeitig auch zum Lehrbeauftragten für [[Paläographie]] und [[Kodikologie]] am Bibliothekarslehrinstitut des Landes [[Nordrhein-Westfalen]]. Im selben Jahr nahm er außerdem eine Lehrstuhlvertretung an der Bonner Universität wahr und wechselte als ordentlicher Professor an die [[Freie Universität Berlin]]. Dort wirkte er bis zu seiner Emeritierung 2002 als Ordinarius für Mittellateinische Philologie, Mediävistik, Bildungs- und Unterrichtswesen des Mittelalters am Zentralinstitut für Unterrichtswissenschaft und Curriculumentwicklung sowie Direktor des Mittellateinischen Seminars. Zudem war  der Lehrbeauftragter an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]]. Anlässlich seiner Emeritierung wurde ihm die Festschrift &#039;&#039;Mittelalter und Renaissance in honorem Fritz Wagner&#039;&#039; (München/Leipzig 2004) gewidmet, die auch ein Schriftenverzeichnis seit 1960 enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz Wagner erhielt für seine Verdienste um Forschung und Lehre vielfache Ehrungen, darunter das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz]] und den [[Verdienstorden der Italienischen Republik]]. Die Universitäten zu [[Universität Sofia|Sofia]], [[Universität Lecce|Lecce]] und [[Universität Siena|Siena]] verliehen ihm ihre [[Ehrendoktor]]würde. Von der Universität Bukarest erhielt er den Titel eines &#039;&#039;Professor ehrenhalber&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied unter anderem der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft, der Mediaeval Academy of America, der Accademia Tiberina, der Goethe-Gesellschaft, der Connecticut Academy of Arts and Sciences in Yale und anderer Gesellschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wagner, Fritz.&#039;&#039; (1) In: Walter Habel (Hrsg.): &#039;&#039;Wer ist wer? Das deutsche Who’s who.&#039;&#039; 1985, S. 1296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war evangelisch und seit 1965 mit der Malerin Helga Wagner, geborene Franken, verheiratet. Zu seinen Hobbys gehörte der [[Pferdesport]]. Sein Grab befindet sich auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]] südwestlich von Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wagner, Fritz.&#039;&#039; (2) In: Walter Habel (Hrsg.): &#039;&#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&#039;&#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1296.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;J. G. Herders Homerbild.&#039;&#039; 1960.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Caesarius von Heisterbach, Libri VIII Miraculorum.&#039;&#039; 1962.&lt;br /&gt;
* mit P. Klopsch: &#039;&#039;Festschrift für Karl Langosch.&#039;&#039; 1965.&lt;br /&gt;
* mit A. Önnerfors und J. Rathofer: &#039;&#039;Literatur und Sprache im europäischen Mittelalter.&#039;&#039; 1973.&lt;br /&gt;
* als Mitherausgeber: &#039;&#039;Enzyklopädie des Märchens.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|13084182X|NAME=Fritz Wagner}}&lt;br /&gt;
* Oliver Trenkamp: [https://www.tagesspiegel.de/zeitung/ehre-wem-ehre-gebuehrt/599384.html &#039;&#039;Ehre, wem Ehre gebührt: Mehr Titel als auf eine Visitenkarte passen&#039;&#039;], Beitrag über Fritz Wagner im [[Tagesspiegel]] vom 9. April 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Mittellatein in Berlin (FU)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13084182X|LCCN=no/2005/11731|VIAF=61593324}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wagner, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittellateinischer Philologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Ausprägung ungeklärt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Sofia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Salento]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Siena]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2011]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wagner, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mittellateiner und Altphilologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juli 1934&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Herzogenrath]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. März 2011&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.236.40.78</name></author>
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		<title>Santo Spirito</title>
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		<updated>2022-07-20T09:25:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;212.236.40.78: Copyedit&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Santo Spirito&#039;&#039;&#039; (ital. für „[[Heiliger Geist]]“) steht für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Santo Spirito (Insel)]] in der Lagune von Venedig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kirchen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Santo Spirito (Palermo)]]&lt;br /&gt;
* [[Santo Spirito in Sassia]] (&#039;&#039;Sancti Spiritus in Saxia&#039;&#039;) in Rom&lt;br /&gt;
* [[Santo Spirito (Florenz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Klöster:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kloster Santo Spirito della Valle]] in Apulien, Italien&lt;br /&gt;
* [[Kloster Santo Spirito di Zannone]] in Latium, Italien&lt;br /&gt;
* [[Kloster Santo Spirito d’Ocre]] in Abruzzen, Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiteres:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Porta Santo Spirito]] in Rom&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe auch:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Spirito Santo (Ravenna)]], Basilika in Ravenna, Italien&lt;br /&gt;
* [[Sanctus Spiritus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.236.40.78</name></author>
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