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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rita_Atria&amp;diff=2007846</id>
		<title>Rita Atria</title>
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		<updated>2025-05-09T14:25:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;213.187.90.110: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Rita Atria&#039;&#039;&#039; (* [[4. September]] [[1974]] in [[Partanna]]; † [[26. Juli]] [[1992]] in [[Rom]]) war eine italienische [[Informant]]in der Justiz&amp;lt;ref&amp;gt;(testimone di giustizia = wörtlich: „Justizzeugin“). Der Begriff „pentita“ ist für Rita Atria nicht zutreffend, da dieser einen „Reuigen“ (= pentito) bezeichnet, also jemanden, der in ein Verbrechen verwickelt ist und nun Informationen darüber preisgibt, um auszusteigen oder einen Strafnachlass zu erhalten. Rita hingegen hat nie eine Straftat begangen, sondern stellt ihr Wissen der ermittelnden Justiz zur Verfügung. Vgl. dazu auch Borsellinos Ansichten in Reski: &#039;&#039;Rita Atria.&#039;&#039; S. 164f, sowie Ritas Selbstbewertung ibd. S. 166.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Ermittlungen gegen die [[Cosa Nostra]] der sizilianischen [[Italienische Mafia|Mafia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rita Atria wurde als jüngste Tochter des Mafiamitgliedes Vito Atria in der sizilianischen Gemeinde [[Partanna]] geboren. Als sie elf Jahre alt war, wurde ihr Vater von der Mafia ermordet, weil er zum einen seine Machtposition übertrieben und sich dadurch mit vielen überworfen hatte&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Reski: &#039;&#039;Rita Atria – eine Frau gegen die Mafia.&#039;&#039; 2. Auflage, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 1994, S. 49ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;, zum anderen, weil er sich nicht der neuen Zeit angepasst hatte, sondern zu sehr am Althergebrachten festhielt. Durch seine offene Ablehnung des [[Drogenhandel]]s hatte er seinen Rückhalt bei den Accardo, der lokalen Mafiafamilie, verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zuletzt wegen des schwierigen Verhältnisses zu ihrer Mutter wurde Ritas Bindung an ihren Bruder Nicola und dessen Ehefrau, [[Piera Aiello]], noch enger. Nicola, der auch der Mafia angehörte, berichtete ihr über Geschäfte und Verstrickungen der örtlichen Mafiafamilien, außerdem erfuhr sie von ihm die Namen der Mörder ihres Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Juni 1991 auch Nicola ermordet wurde, beschloss Ritas Schwägerin Piera Aiello (die nicht aus einer Mafiafamilie stammt), mit der Justiz zusammenzuarbeiten. Als sogenannte „testimone di giustizia“ (Justizzeugin) wandte sie sich an den Anti-Mafia-Richter [[Paolo Borsellino]], um die Verhaftung der Mörder ihres Mannes zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlust ihres Bruders war ein weiterer schwerer Schlag für Rita Atria. Im November 1991 entschied sie sich, dem Vorbild Pieras zu folgen und ihr Wissen über das organisierte Verbrechen in Partanna den Ermittlungsbehörden zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck nahm sie auch ihr seit langem geführtes [[Tagebuch]] mit, in das sie u.&amp;amp;nbsp;a. detailliert die von ihrem Bruder mitgeteilten Informationen notiert hatte. Anfangs wollte sie mit ihren Aussagen lediglich die Ermordung von Vater und Bruder rächen, im Laufe der Zeit wandelte sich der Beweggrund jedoch zu einem Wunsch nach wahrer Gerechtigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ritaatria.it/PieraRita.aspx |wayback=20100421080919 |text=&#039;&#039;Piera Rita&#039;&#039; }} auf ritaatria.it (italienisch), Zugriff am 28. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Aussagen wurde Atria nicht nur von der Mafia bedroht, sondern auch von ihrer Mutter verstoßen. In dieser Zeit entwickelte sie ein herzliches Verhältnis zu Borsellino, der für sie fast wie ein Vater wurde. Die Gefährdung Atrias erforderte die Aufnahme in das [[Zeugenschutzprogramm]]: Hals über Kopf wurde sie von der Polizei aus [[Sizilien]] weggebracht und lebte fortan unter falschem Namen in [[Rom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Situation war für die erst 17-jährige Rita Atria nicht leicht: die Trennung von der Mutter – trotz des äußerst gespannten Verhältnisses –, das Leben in Isolation und die ständige Angst vor Enttarnung. Als am 19.&amp;amp;nbsp;Juli 1992 Paolo Borsellino in Palermo durch eine [[Autobombe]] getötet wurde, war dies ein erneuter schwerer Schlag für Atria.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ritaatria.it/IlDiario.aspx &#039;&#039;Il Diario&#039;&#039;] auf ritaatria.it (italienisch), Zugriff am 20. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Woche nach Borsellinos Tod sprang Rita Atria aus dem Fenster ihrer Wohnung im sechsten Stock, in der sie mit ihrer Schwägerin und ihrer kleinen Nichte lebte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.malitalia.it/2012/07/in-ricordo-di-rita-atria-2/ &#039;&#039;In Ricordo di Rita Atria&#039;&#039;] auf malitalia.it (italienisch), Zugriff am 25. August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Entgegen anfänglichen Vermutungen, es könnte sich um einen getarnten Mord handeln, erklärten die polizeilichen Untersuchungen, dass es [[Suizid]] gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
Die Entscheidung Atrias zur Zusammenarbeit mit der Justiz hatte vielfältige Auswirkungen sowohl auf ihr eigenes Leben als auch auf die Ermittlungen der Polizei. Zu den schwerwiegendsten persönlichen Konsequenzen zählte zweifellos die Verstoßung durch die Mutter, die – ebenso wie wiederholte Drohungen durch Mafiaangehörige – Atria dazu bewegen sollte, ihre Aussagen zurückzuziehen. Der Bruch zwischen Mutter und Tochter war so tiefgreifend, dass sie nach Ritas Tod den Grabstein und das daran angebrachte Foto mit einem Hammer zerschlug.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Reski: &#039;&#039;Rita Atria – eine Frau gegen die Mafia.&#039;&#039; S. 18–19 und S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus einem Protokoll Rita Atrias bei der Staatsanwaltschaft in [[Marsala]] geht hervor, dass sie bereit war, ihre Tochter umbringen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Reski: &#039;&#039;Rita Atria – eine Frau gegen die Mafia.&#039;&#039; S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus löste Atrias Verlobter Calogero die Verlobung, weil sie die Schwägerin einer Verräterin sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Reski: &#039;&#039;Rita Atria – eine Frau gegen die Mafia.&#039;&#039; S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wurde Atria von ihren Bekannten gemieden, besonders als durchgesickert war, dass sie mit der Justiz zusammenarbeitete. Diese Strategie der Isolation ging mit Drohungen von Seiten der Mafia einher, von denen Atria mehrfach mit großer Angst in ihren Aufzeichnungen berichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Petra Reski: &#039;&#039;Rita Atria.&#039;&#039; S. 132f. und [https://www.ritaatria.it/IlDiario.aspx &#039;&#039;Il Diario&#039;&#039;] auf ritaatria.it (italienisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ihr isoliertes, anonymes Leben in Rom war für Atria eine große Belastung, was aus vielen Stellen ihres Tagebuches hervorgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite konnten durch Atrias Aussagen Beweise erbracht werden, die zur Verhaftung mehrerer Mafiosi führten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Petra Reski: &#039;&#039;Rita Atria.&#039;&#039; S. 30: „55 Angeklagte haben sie [= Rita und Piera; Anm. d. Verf.] Partanna eingebracht, 35 Mafiosi wurden verhaftet, und es regnete Urteile […]“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem wurden Ermittlungen gegen den damaligen Bürgermeister Partannas, [[Vincenzino Culicchia]], eingeleitet, in denen es um Verstrickungen zwischen Mafia und Politik ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfänglich waren es vor allem Frauenorganisationen gegen das organisierte Verbrechen (wie &#039;&#039;Le donne delle lenzuola&#039;&#039;, die Anti-Mafia-Bürgerbewegung &#039;&#039;[[La Rete]]&#039;&#039; und die &#039;&#039;Hungerstreik-Frauen&#039;&#039; aus Palermo), die an Rita Atria erinnerten, indem sie Schweigemärsche oder Kundgebungen veranstalteten. 1994 wurde in [[Milazzo]] (Sizilien) von Studierenden unter Leitung von Nadia Furnari und Santina Latella die &#039;&#039;Associazione Rita Atria&#039;&#039; gegründet mit dem Ziel, an die unschuldigen Opfer zu erinnern und die Menschen gegen die Mafia zu mobilisieren. Diese Vereinigung – inzwischen umbenannt in &#039;&#039;Associazione Antimafie Rita Atria&#039;&#039; – wird seit Juli 2008 von Atrias Schwägerin Piera Aiello als Präsidentin geleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ritaatria.it/ChiSiamo.aspx &#039;&#039;Chi Siamo&#039;&#039;] auf ritaatria.it (italienisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Bekämpfung sämtlicher Formen von organisierter Kriminalität möchte die Organisation ein Umdenken im Umgang der Behörden mit den &#039;&#039;testimoni di giustizia&#039;&#039; – insbesondere die ungerechtfertigte Gleichsetzung mit den &#039;&#039;pentiti&#039;&#039; [Vgl. Anm. 1] – erreichen und unterstützt diese Zeugen bei der Neuorganisation ihres Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
2009 entstand ein italienischer Kinofilm, der auf dem Leben von Rita Atria basiert. In &#039;&#039;[[La siciliana ribelle]]&#039;&#039; (wörtlich: „Die rebellische Sizilianerin“) erzählt der Regisseur Marco Amenta die Geschichte der Protagonistin Rita Mancuso. Die Figur ist zwar an Rita Atria angelehnt, aber besonders zum Schluss verfährt das [[Drehbuch]] recht frei mit den wahren Begebenheiten, weshalb Piera Aiello Kritik an der Verfilmung äußerte. Darüber hinaus beklagte sie in einem Interview, dass private Fotos und Videos der Familie Atria benutzt worden seien, die unter Umständen für sie zur Gefahr – durch Offenlegung ihrer wahren Identität – werden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://reuters.com/article/idUSTRE52P43Y20090326 Infos zum Film] auf reuters.com, abgerufen am 15. April 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Petra Reski]]: &#039;&#039;Rita Atria – Eine Frau gegen die Mafia&#039;&#039;. 2. Auflage, [[Hoffmann und Campe]], Hamburg 1994, ISBN 3-455-08596-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ritaatria.it &#039;&#039;Associazione Antimafia Rita Atria&#039;&#039;] (italienisch)&lt;br /&gt;
* Gabriello Montemagno: [https://www.enciclopediadelledonne.it/biografie/rita-atria/ &#039;&#039;Rita Atria&#039;&#039;] auf enciclopediadelledonne.it (italienisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119195283|LCCN=n94006405|VIAF=28754783}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Atria, Rita}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mafiagegner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sizilien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Atria, Rita&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienische Informantin der Justiz in Ermittlungen gegen die sizilianische Mafia&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. September 1974&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Partanna]], Italien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juli 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]], Italien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>213.187.90.110</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rettungssitz&amp;diff=715962</id>
		<title>Rettungssitz</title>
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		<updated>2025-04-05T09:42:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;213.187.90.110: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:KONG-Sitz 01.jpg|mini|Rettungssitz (KONG), flach ausgelegt]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Rettungssitz&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;Bergesitz&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Rettungsdreieck&#039;&#039;&#039; oder – in Anlehnung an den jeweiligen Hersteller – &#039;&#039;Kong-Sitz&#039;&#039; oder &#039;&#039;[[Petzl (Unternehmen)|Petzl]]-Sitz&#039;&#039; genannt, ist ein Rettungsgerät, das von der [[Bergrettung]] und [[Höhenrettung]] zum Auf- und Ablassen von Patienten eingesetzt wird. Er besteht aus reißfestem Kunststoffgewebe in [[Dreieck]]sform. An jeder der Ecken des Dreiecks befinden sich Einhängeschlaufen, an der oberen Seite des Dreiecks sind oft Schulterschlaufen angebracht. Im englischen Sprachraum werden diese Rettungssitze als &#039;&#039;Rescue triangle&#039;&#039; oder &#039;&#039;Evacuation harness&#039;&#039; bezeichnet, auf Französisch nennt man sie &#039;&#039;Triangle d&#039;évacuation&#039;&#039; oder &#039;&#039;Harnais d&#039;évacuation&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu einem [[Klettergurt]] kann ein Rettungssitz dem Patienten schnell angelegt werden: Die rechte und die linke Schlaufe werden vor dem Bauch des zu Rettenden mit einem [[Karabinerhaken|Karabiner]] verbunden. Die dritte Schlaufe wird – ähnlich einer [[Windel]] durch den Schritt nach oben geführt und ebenfalls in den Karabiner eingehängt, der nun als zentraler Einhängepunkt dient. Je nach Größe und Körperumfang des Patienten kann man verschiedene Schlaufen auswählen. Die Schulterschlaufen erleichtern das Anlegen des Sitzes. Bei modernen Rettungswindeln werden die Brust- und Schrittschlaufen durch Triple-Lock Schnallen geschlossen, wodurch sich das Band stufenlos verstellen lässt. Außerdem besitzen diese einen zentralen Anschlagpunkt, der die Sicherheit erheblich erhöht, und das Handling vereinfacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://edelrid.com/ch-de/professional/arbeitssicherheitsgurte/fast-saver?variant=575742 |titel=FAST SAVER {{!}} Zubehör {{!}} EDELRID |abruf=2023-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:KONG-Sitz 02.jpg|mini|Rettungssitz (KONG)]]&lt;br /&gt;
Der Patient wird nach dem Anlegen des Rettungssitzes und eines [[Helm]]s je nach Gelände und Einsatzsituation entweder abgelassen oder hochgezogen. Ein Retter begleitet den oder die Patienten normalerweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einsatzgebiete für den Rettungssitz sind vor allem die [[Bergrettung]] und [[Höhenrettung]], zum Beispiel Rettung aus unwegsamem Gelände oder Rettung von [[Kran|Kränen]], [[Freileitungsmast]]en oder aus [[Seilbahn]]en. Meist wird versucht, den Patienten nach unten abzulassen, ein Aufziehen mittels [[Rettungshubschrauber|Hubschrauber]], [[Flaschenzug]], Mannschaftszug oder Seilwinde ist auch möglich. Bei der Rettung in engen [[Wendeltreppe]]n haben sich Rettungssitze ebenfalls bewährt. Dabei wird der Patient von oben am Seil gebremst. Ein Retter kann den Patienten gleichzeitig von der Treppe wegziehen und so langsam nach unten retten. Auch bei der Rettung mittels [[Akia]] oder [[Gebirgstrage]] setzt man den Rettungssitz ergänzend ein, vor allem wenn der Patient Verletzungen der unteren Extremitäten aufweist: Der Rettungssitz wird dem Patienten angelegt und nach oben abgespannt; dadurch werden die Beine vom Körpergewicht entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.kong.it/en/2-products/items/c3-professional/g26-mountain-rescue/p364-pegasus%c2%a0 Rettungsitz auf der Internetseite des italienischen Herstellers &#039;&#039;Kong&#039;&#039;] (mit Fotos)&lt;br /&gt;
* [https://www.petzl.com/DE/de/Professional/Gurte/BERMUDE Rettungssitz auf der Internetseite des französischen Herstellers &#039;&#039;Petzl&#039;&#039;] (mit Fotos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergrettung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>213.187.90.110</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mund-Antrum-Verbindung&amp;diff=2689762</id>
		<title>Mund-Antrum-Verbindung</title>
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		<updated>2025-04-04T13:09:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;213.187.90.110: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gray1003.png|mini|hochkant=1.5|Wie im Bild zu sehen grenzen die Wurzelspitzen der oberen Molaren anatomisch sehr nah an die Kieferhöhle]]&lt;br /&gt;
Unter einer &#039;&#039;&#039;Mund-Antrum-Verbindung&#039;&#039;&#039; (MAV) ([[Latein|lat.]] &#039;&#039;antrum&#039;&#039; Höhle; Syn.: &#039;&#039;&#039;Antrumperforation&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;Eröffnung der Kieferhöhle&#039;&#039;&#039;) versteht man eine (physiologisch nicht vorhandene) [[iatrogen]] entstandene Verbindung zwischen der [[Mundhöhle]] (lat. &#039;&#039;Cavum oris&#039;&#039;) und der [[Kieferhöhle]] (lat. &#039;&#039;Sinus maxillaris&#039;&#039;) beispielsweise im Rahmen eines [[zahnmedizin]]ischen [[Operation (Medizin)|Eingriffes]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambrecht&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZGO&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Medeco&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Eine [[iatrogen]]e Eröffnung der Kieferhöhle kann unbeabsichtigt entstehen, wenn die im Bereich der [[Zahnfach|Zahnfächer]] (lat. &#039;&#039;Alveole&#039;&#039;) relativ dünne Knochenschicht zwischen den Wurzelspitzen der [[Molar (Zahn)|Molaren]] (hinteren Backenzähne) und der Kieferhöhle  durchbrochen wird, was bei der [[Extraktion (Zahnmedizin)|Entfernung eines Zahnes]] (&#039;&#039;Extraktion&#039;&#039;), bei einer [[Wurzelspitzenresektion]], beim Setzen eines [[Zahnimplantat]]es oder bei anderen kieferchirurgischen und zahnärztlichen Eingriffen, beispielsweise der Entfernung einer [[Odontogene Zyste|odontogenen Zyste]] geschehen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambrecht&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche Eröffnung ist auch bei vorherigem Erkennen der Gefahr einer MAV mittels Röntgenbild nicht auszuschließen. Sie ist nicht als [[Behandlungsfehler]] einzustufen. Am häufigsten betroffen sind die Molaren, insbesondere die [[Zahnschema#FDI-Zahnschema|Zähne 16, 17, 26 und 27]], deren [[Zahnwurzel|Wurzelspitzen]] häufig bis in die unmittelbare Nähe der Kieferhöhle oder sogar in diese hinein reichen sowie verlagerte [[Weisheitszahn|Weisheitszähne]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambrecht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Nach jeder Extraktion eines Zahnes, aber auch anderen Eingriffen, bei denen die Möglichkeit der Eröffnung der Kieferhöhle besteht, ist eine solche unmittelbar nach dem Eingriff auszuschließen. Dies geschieht mittels Abtasten der Alveole mit einer [[Knopfsonde]] oder durch den [[Nasenblasversuch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Durch die MAV können [[Krankheitserreger]] aus der Mundhöhle oder aus der möglicherweise entzündeten Zahnwurzel in die meist physiologisch sterile Kieferhöhle eindringen und dort eine [[Sinusitis]] maxillaris (Kieferhöhlenentzündung) oder Folgeerkrankungen in weiteren [[Nasennebenhöhle]]n verursachen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Lambrecht, I. Böhlck, P. Dierck: [http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-7091-8833-0_4 &#039;&#039;Ist die Kieferhöhle physiologischerweise steril?&#039;&#039;] In: G. Watzek, M. Matejka: &#039;&#039;Erkrankungen der Kieferhöhle.&#039;&#039; Springer Verlag, Wien 1986, ISBN 3-7091-8834-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine bestehende Entzündung im Wurzelbereich des verursachenden Zahnes &#039;&#039;([[Apikale Parodontitis]])&#039;&#039; vergrößert das Risiko einer solchen Komplikation. Die orale [[Bakterienflora]] ist anders zusammengesetzt, als bei rhinogenen Sinusitiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Drüke2003&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Drüke |Titel=Kompromisse und Grenzen in der zahnärztlichen Chirurgie |Verlag=Spitta Verlag |Datum=2003 |ISBN=3-934211-65-8 |Seiten=46 ff. |Online={{Google Buch |BuchID=S_TcxCEWHnsC |Seite=46}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch können Bruchstücke des Zahnes in die Kieferhöhle eindringen und hier ebenfalls Entzündungen und andere Komplikationen verursachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Wird eine Antrumperforation diagnostiziert, ist die Eröffnung möglichst umgehend zu verschließen. Bereits nach 24 Stunden ist ein nicht unbeträchtlicher Anteil, nach 3 Tagen bereits 50 % und nach acht Tagen bereits 80 % der eröffneten Kieferhöhlen infiziert. Bei umgehendem Verschluss heilt die Wunde in der [[Schneider-Membran|Schneiderschen Membran]] (Schleimhaut der Kieferhöhle), die sehr regenerationsfähig ist, ebenso problemlos aus wie der Knochendefekt im Kieferknochen. Dieser kann durch Bildung von Knochensubstanz langsam wieder zuwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Perforation wird durch eine plastische Deckung der Wunde verschlossen. Mittels einer [[Lappenplastik]] aus einem geschaffenen [[Mukoperiostlappen]] und durch eine spezielle [[Nähen (Medizin)|Nahttechnik]] wird die Wunde dicht verschlossen. Der Patient sollte während der ersten acht Tage nach dem plastischen Verschluss ein Schnäuzen mit hohem Druck dringend vermeiden, um zu verhindern, dass die Wunde wieder aufreißt und  möglicherweise [[Nasensekret]] in die Kieferhöhle eindringt. Niesen sollte mit offenem Mund erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Perforation nicht erkannt wurde und/oder eine Entzündung der Kieferhöhle bereits eingetreten ist, darf die Perforation nicht verschlossen werden, bis die Entzündung abgeheilt ist, damit gegebenenfalls entstandener [[Eiter]] abfließen kann, was durch eine [[Nasenspülung|Spülung]] unterstützt werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAO&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapeutische Eröffnung der Kieferhöhle ==&lt;br /&gt;
Eine iatrogene Eröffnung der Kieferhöhle wird absichtlich vorgenommen, um eine Erkrankung in der Kieferhöhle (beispielsweise eine chronisch-eitrige Entzündung, einen [[Tumor]], eine [[Zyste (Medizin)|Zyste]], ein [[Granulom]] oder [[Polyp (Geschwulst)|Polypen]]) zu behandeln. In einem solchen Fall wird im Bereich der [[Fossa canina]] nach Durchtrennung der [[Mundschleimhaut]] ein kleines Knochenfenster geschaffen, durch welches eine [[Punktion]] vorgenommen werden kann, um einen Spülschlauch und/oder ein [[Endoskop]] in die Kieferhöhle einzuführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAO&amp;quot; /&amp;gt; Ferner kann durch ein solches Fenster ein [[Sinuslift]] durchgeführt werden, ein  [[Kieferaufbau|Aufbau des Kieferknochens]], um genügend Knochen für die Verankerung eines Zahnimplantats zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=J. Thomas Lambrecht&lt;br /&gt;
   |Hrsg=SSO – Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Eröffnung der Kieferhöhle&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Vortrag auf dem SSO-Kongress Davos 1998&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Schweizer Monatsschrift für Zahnmedizin&lt;br /&gt;
   |Band=Vol. 108&lt;br /&gt;
   |Nummer=12/1998&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |Online=https://www.sso.ch/fileadmin/upload_sso/2_Zahnaerzte/2_SDJ/SMfZ_1998/SMfZ_12_1998/smfz-98-12-bildung2.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambrecht&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lambrecht 1998 (siehe Literatur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.zahnaerzte-nr.de/wissen/zahnchirurgie/eroeffnung_der_kieferhoehle/ |titel=Eröffnung der Kieferhöhle |hrsg=Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120102093207/http://www.zahnaerzte-nr.de/wissen/zahnchirurgie/eroeffnung_der_kieferhoehle |archiv-datum=2012-01-02 |abruf=2012-07-15 |offline=1 |archiv-bot=2019-05-02 15:04:41 InternetArchiveBot}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZGO&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.zahngesundheit-online.com/Zahnerkrankungen/Mund-Antrum-Verbindung/ |titel=Mund-Antrum-Verbindung |hrsg=DocMedicus – Gesundheitsportal der Deutschen Gesellschaft für Nährstoffmedizin und Prävention (DGNP) e.&amp;amp;nbsp;V. |abruf=2012-07-15}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Medeco&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.medeco.de/dentalatlas/mund-kiefer-gesichtschirurgie/kieferhoehlen-erkrankungen/eroeffnung-der-kieferhoehle-bei-der-zahnextraktion/ |titel=Eröffnung der Kieferhöhle bei chronischer Sinusitis |hrsg=Medeco GmbH |abruf=2012-07-15}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAO&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.operieren.de/content/e3224/e10/e1196/e1201/e8828/ |titel=Kieferhöhlen-Operationen |hrsg=BOA – Bundesverband für Ambulantes Operieren |abruf=2012-07-15}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mundantrumverbindung}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Zahnmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberkiefer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>213.187.90.110</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fallmesser&amp;diff=423283</id>
		<title>Fallmesser</title>
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		<updated>2025-03-31T16:19:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;213.187.90.110: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Fallmesser&#039;&#039;&#039; sind eine spezielle Art von [[Messer]]n, bei denen die im Messergriff verborgene [[Klinge]] durch [[Schwerkraft]] oder Schleuderbewegung aus dem Griff fällt und verriegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Waffe|Umgang]] mit Fallmessern ist in [[Deutschland]] verboten nach dem [[Waffengesetz (Deutschland)|Waffengesetz]], Anlage 2 (Waffenliste), Abschnitt 1, Ziffer 1.4.1, sowie Anlage 1, Abschnitt 1, Unterabschnitt 2, Nr. 2.1&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/anlage_2.html |titel=Waffengesetz (WaffG), Anlage 2 (zu § 2 Abs. 2 bis 4) Waffenliste|zugriff=2018-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Gesetz gewährt Ausnahmen für Bundeswehr, Polizei, Zollverwaltung und andere Behörden. Eine weitere Ausnahme bilden Fallmesser, die bestimmte Merkmale eines [[Rettungsmesser]]s erfüllen. Diese wurden durch das [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]] als Werkzeuge eingestuft und dürfen von jedermann besessen sowie geführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/UnsereAufgaben/Aufgabenbereiche/Waffen/Feststellungsbescheide/Messer/030828FbZ20RescueTool.html|titel=Feststellungsbescheid des BKA zur Einstufung von Rettungsmessern|datum=28.08.2003|hrsg=BKA|zugriff=2020-07-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] gelten Fallmesser nicht als [[Waffe|Waffen]] im Sinne des [[Waffengesetz (Schweiz)|Schweizer Waffengesetzes]], bei missbräuchlichem Tragen können diese jedoch als [[Gefährlicher Gegenstand|gefährliche Gegenstände]] beschlagnahmt und eingezogen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundesamt für Polizei fedpol |url=https://www.fedpol.admin.ch/dam/fedpol/de/data/sicherheit/waffen/merkblaetter/verboten/entscheidungshilfe-messer.pdf.download.pdf/entscheidungshilfe-messer-d.pdf |titel=Entscheidungshilfe Messer |titelerg=Bewilligungspflicht und Rechtsgrundlagen |datum=2021-10-01 |seiten=17 |format=PDF; 1 MB |sprache=de |abruf=2023-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flieger-Kappmesser ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Knife-gravity-x01.jpg|mini|Flieger-Kappmesser mit [[Marlspieker]]|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden Fallmesser (sogenannte [[Kappmesser#Fliegerkappmesser|Flieger-Kappmesser]]) von deutschen Luftfahrzeugbesatzungen, [[Fallschirmjäger (Wehrmacht)|Fallschirmjäger]]n und den Soldaten der [[1. Skijäger-Division (Wehrmacht)|1. Skijäger-Division]] verwendet. Vor allem das Personal der Luftwaffe sollte damit befähigt werden, sich nach einem Fallschirmsprung auch unter widrigsten Bedingungen und ggf. mit nur einer freien Hand aus dem Gurtzeug freischneiden zu können. Entwickelt wurden diese speziellen Fallmesser 1936 von der Solinger Metallwarenfabrik – Ernst Stöcker &amp;amp; Co. Es existierten jedoch zwei weitere Weltkriegshersteller in Solingen und Steinbach/Thüringen. In ähnlicher Bauart wurde es bis ca. Ende der 1960er Jahre auch bei den Fallschirmjägern der [[Nationale Volksarmee|Nationalen Volksarmee]] und auch in der [[Bundeswehr]] verwendet, wo es bis 2017 im Einsatz war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Peter-Michel |Titel=Das Fallmesser der Deutschen Luftwaffe : Technik und Entwicklung des Fliegerkappmessers / |Verlag=Norderstedt : Books on Demand |Datum=2013 |ISBN=978-3-8482-6543-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Brüning, Jan-Peter |Titel=Das Flieger-Kappmesser: Waffe, Werkzeug, Tradition |Verlag=Eigenverlag |Ort=Stuttgart |Datum=2019 |Online=http://www.ww2wrecks.com/portfolio/everything-you-need-to-know-interview-with-jan-peter-bruning-author-of-the-book-luftwaffe-gravity-knife-weapon-tool-tradition/}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktionsweise und Namensherkunft ===&lt;br /&gt;
Die Flieger-[[Kappmesser]] wurden 1937 im militärischen Auftrag von verschiedenen Solinger Messerklingenfirmen in verschiedenen Variationen hergestellt, wie blaue oder glänzende Nickeloberflächen, abnehmbar oder nicht; im Funktionsprinzip waren sie alle gleich. Das Messer wurde für die Verwendung mit einer Hand entwickelt, um allen Anforderungen im Notfall gerecht zu werden. Zum Ausfahren der Klinge wird der Verriegelungshebel geöffnet und gedrückt, um die Federspannung der Klinge zu lösen. Durch Drehen des Messers nach unten gleitet die Klinge aus dem Griff heraus, wo sie durch Loslassen des Verriegelungshebels in ihrer Position verriegelt wird. Diese Art und Weise, wie die Klinge in Position rutschte, führte zur Klassifizierung und Bezeichnung &#039;&#039;Fallmesser&#039;&#039; („Schwerkraftmesser“). Die offizielle Bezeichnung lautete jedoch &#039;&#039;Kappmesser&#039;&#039;. Mit ausgefahrener Klinge maß das Messer 25,5&amp;amp;#8239;cm. Auf der Rückseite befand sich ein Drehring zum Befestigen, um den Verlust des Messers beim Herunterfallen zu verhindern. In den Griff war ein [[Marlspieker|Pricker]] „gefaltet“, mit dem der Tragegurt [[Spleiß|gespleißt]] wurde, an dem der Fallschirmjäger hing, nachdem sein Fallschirm geöffnet worden war. Das Messer hatte eine Schutzkappe am Ende. An der Metallklinge waren beidseits einfache Griffschalen aus Holz befestigt. Der Verriegelungshebel klemmte die Verriegelungsfeder ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John R. Angolia |Titel=Daggers, bayonets &amp;amp; fighting knives of Hitler&#039;s Germany |TitelErg=Utility Knife |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=R. J. Bender Publishing |Ort= |Datum=1971 |ISBN=978-0912138060 |Seiten=301}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eugen von Halász: &#039;&#039;Deutsche Kampfmesser.&#039;&#039; Band I, Militär-Verlag Klaus D. Patzwall, Norderstedt 1996, ISBN 3-931533-33-6.&lt;br /&gt;
* Eugen von Halász: &#039;&#039;Deutsche Kampfmesser.&#039;&#039; Band II, Militär-Verlag Klaus D. Patzwall, Melbeck 2009, ISBN 978-3-931533-35-9.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Dietmar Pohl&lt;br /&gt;
 | Titel=Messer deutscher Spezialeinheiten&lt;br /&gt;
 | TitelErg=&lt;br /&gt;
 | Verlag=Motorbuch&lt;br /&gt;
 | Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
 | Datum=2005&lt;br /&gt;
 | Umfang=192&lt;br /&gt;
 | Seiten=12–20, 40, 41, 44–49, 81–86&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-613-02526-4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Messer (Waffe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Ausrüstung (Bundeswehr)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>213.187.90.110</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Auslegerkanu&amp;diff=73151</id>
		<title>Auslegerkanu</title>
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		<updated>2025-01-06T00:58:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;213.187.90.110: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Belege fehlen|komplett, ganz besonders aber bei Geschichte notwendig -- [[Benutzer:Quotengrote|Quotengrote]] ([[Benutzer Diskussion:Quotengrote|D]]&amp;amp;#124;[[Spezial:Beiträge/Quotengrote|B]]) 12:24, 12. Jul. 2016 (CEST)}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Outriggercanoe.jpg|mini|Moderne polynesische Auslegerkanus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;Auslegerkanu&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Auslegerboot&#039;&#039;) ist ein [[Kanu]], das konstruktionsbedingt nur mit einem am Kanu mit meistens zwei (oft hölzernen) Querstreben (&#039;&#039;Iato&#039;&#039; oder &#039;&#039;Iako&#039;&#039;) verbundenen Ausleger bzw. [[Schwimmer (Technik)|Schwimmer]] sicher auf dem Wasser zu bewegen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Auslegerkanus begann vor etwa fünftausend Jahren im [[Südchinesisches Meer|Südchinesischen Meer]]. Von dort startete die Besiedlung von über zehntausend [[Insel]]n im südlichen [[Pazifischer Ozean|Pazifischen Ozean]]. Der Ausleger machte die naturgegeben relativ schmalen [[Einbaum|Einbäume]] kippstabil und wurde bei späteren Kanutypen mit Planken beibehalten, weil damit der [[Schiffsrumpf|Rumpf]] so schmal konstruiert werden konnte, dass leicht erhebliche Geschwindigkeiten bei hoher Stabilität erreicht werden konnten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Impressions of Chumbe Island (38).jpg|mini|Auslegerkanu vor [[Chumbe]], [[Tansania]] (2018)]]&lt;br /&gt;
Etwa vor zweitausend Jahren waren es die [[Polynesier]], die mit verbesserten Booten größere Distanzen über das offene Meer überwanden und damit die entferntesten Winkel eroberten, bis sie zuletzt vor etwa tausend Jahren [[Neuseeland]] entdeckten. Die bei den Reisen mitgenommenen und angebauten Kulturpflanzen wurden heimisch und sind heute als [[Kanupflanzen]] bekannt. Auch der 9000 Jahre alte und in der Zeit der britischen Kolonisation ausgestorbene [[Stämme der Aborigines|Aborigine-Stamm]] der [[Ngaro]] in [[Queensland]], [[Australien]], befuhr das Seegebiet der [[Whitsunday Islands]] mit Auslegerkanus. Das Auslegerkanu war die Grundlage zur Besiedlung der gesamten Südsee. Die polynesischen Konstrukteure entwickelten nicht nur den einfachen, aber hochseegeeigneten Bootstyp, sondern auch eine hervorragende Fähigkeit, mit Hilfe der [[Stern]]e zu [[Navigation|navigieren]] und Inseln in ihrer Nähe förmlich zu riechen oder durch Veränderungen der Wellenformationen zu orten. Heute beherrschen immer weniger Menschen noch diese uralten Navigationskünste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Sri Lanka]] wird dieser Bootstyp (unter dem Namen [[Oruwa]]) heute noch bei Küsten- und Lagunenfischern genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hawaiki Nui Va&#039;a 3.jpg|mini|Modernes Va’a-Auslegerkanu]]&lt;br /&gt;
Dieser Bootstyp dient bis in unserer Zeit in der [[Südsee]] auch als [[Nutzfahrzeug]] und wird häufig mit [[Außenbordmotor]]en ausgestattet. Allerdings wird auch die Tradition des Paddelns mit dem Auslegerkanu auf vielen Inseln gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der moderne Auslegerkanu-Sport entwickelte sich in Französisch-Polynesien (hier heißen sie Va’a) und Hawaii, wo 1908 der noch heute existierende &#039;&#039;Outrigger-Canoe and Surfboard Club&#039;&#039; gegründet wurde. Anlässlich des traditionellen Kulturfestes &#039;&#039;Heiva&#039;&#039; wurden schon Anfang des 19. Jahrhunderts in Tahiti und den benachbarten [[Gesellschaftsinseln]] Lagunenrennen veranstaltet. Von dort aus verbreitete sich der Sport in der heutigen Form, über viele polynesische und melanesische (insbesondere Fidschi und Neukaledonien) Inseln hinweg, bis nach Amerika, Australien und Asien sowie schließlich Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Französisch-Polynesien]] ist der Va’a oder Pirogue-Sport, wie er im französischsprachigen Raum heißt, seiner Bedeutung nach mit [[Fußball]] in [[Deutschland]] zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Rennen ===&lt;br /&gt;
Dort, sowie in [[Australien]] auf [[Hamilton Island (Queensland)]] und [[Hawaii|Hawaiʻi]] finden große internationale Auslegerkanu-Regatten zwischen einigen Inseln statt. Das &#039;&#039;Hawaiki Nui Va’a&#039;&#039;-Rennen sowie das &#039;&#039;Molokai Hoe&#039;&#039;-Rennen zählen zu den bekanntesten Auslegerkanu-Regatten der Welt. Das Hawaiki Nui Va’a in [[Französisch-Polynesien]], das die Inseln [[Huahine]], [[Tahaa]] und [[Bora Bora]] verbindet (drei Etappen mit einer Renndistanz von knapp 130&amp;amp;nbsp;km), gilt als das härteste aber zugleich auch schönste Rennen seiner Art. Ca. 1.200 internationale Athleten gehen dort an den Start. Nicht weniger berühmt ist das Molokaʻi Hoe, das die hawaiische Insel [[Molokaʻi]] mit [[Oʻahu]] verbindet. Mit ca. 1.000 Teilnehmern und einer Renndistanz von über 40 Meilen findet dieses Rennen schon seit über 50 Jahren statt. Die für solche Regatten genutzten Auslegerkanus werden mit wenigen Ausnahmen nicht mehr wie früher aus Holz (etwa dem der hawaiischen [[Koa-Akazie]]) hergestellt, sondern aus modernen Verbundkunststoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bootstypen ===&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Bootstypen. Den Va’a gibt es traditionell als V1 (Va’a Hoe), V3 (Va’a Toru), V6 (Va’a Ono), V12 und V16 (Va’a Tauati – zwei miteinander verbundene V6/V8), vom Lagunen- oder Flachwasserboot bis zum hochseetauglichen Auslegerkanu. Ferner gibt es noch 2er und den 4er. Am häufigsten werden 1er und die 6er eingesetzt. Der 1er wiegt in der Regel zwischen 10 und 15&amp;amp;nbsp;kg und kostet (je nach Material und Verarbeitung) zwischen 1.800 und 2.800 Euro. Ein 6er ist etwa 13,70&amp;amp;nbsp;m lang, hat ein Gewicht von 130–160 kg und kostet mit Ausrüstung ca. 8.000 bis 10.000 Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1er und 2er gibt es &#039;&#039;mit&#039;&#039; oder &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Steueranlage. Ferner unterscheiden sich 1er und 2er durch ihre Sitzvorrichtung: entweder &#039;&#039;im&#039;&#039; Boot oder &#039;&#039;auf&#039;&#039; dem Boot (auch &#039;&#039;Sit on Tops&#039;&#039; genannt). Im polynesischen Raum werden überwiegend 1er ohne Steueranlage und mit Sitzvorrichtung im Boot verwendet. In den USA (insbesondere in Hawaii) werden dagegen überwiegend 1er und 2er mit Steueranlage und Sit-on-Top Vorrichtung benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Boote in Asien, Ostafrika, Australien, Nord- und Südamerika schon vor längerem Einzug gehalten haben, wird der Sport seit Beginn des 21. Jahrhunderts auch in Europa populärer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978 wurde in Europa zum ersten Mal ein Auslegerkanu eingesetzt, es überquerte mit einem US-Team den [[Ärmelkanal]] zur 200-Jahr-Feier der Entdeckung Hawaiis durch James Cook. 1994 hatte erstmals eine Auswahl deutscher Kanuten an der Hawaiki Nui-Regatta teilgenommen, einige dieser Paddler gründeten 2004 den ersten Deutschen Auslegerkanu-Club (1.OCC). Im Jahre 1999 richtete der Auslegerkanu-Club Ruahatu Va’a in Südfrankreich die erste Porquerollaise nach dem Vorbild des Molokai Hoe aus. Im Jahre 2000 nahmen insgesamt 4 Mannschaften an diesem Rennen teil – als erste ausländische Mannschaft ging dort die deutsche Mannschaft Oro Nui Va’a an den Start.&lt;br /&gt;
2007 nahmen insgesamt 24 internationale Teams an diesem Rennen teil, das inzwischen als eines der wichtigsten 6er-Rennen in Europa gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2001 wurde zum ersten Mal (ebenfalls in Südfrankreich) das &#039;&#039;Orofero-Challenge&#039;&#039; ausgerichtet, ein Rennen nach dem Vorbild des Hawaiki Nui Va’a. Die erste offene Europameisterschaft (Europa-Cup) wurde im Oktober 2003 in Nord-Frankreich ([[Saint-Valery-sur-Somme]]) ausgetragen. 2007 gelang es dem Kanu-Verein Unterweser aus [[Bremerhaven]], mit einem Auslegerkanu erstmals vom Festland nach [[Helgoland]] zu paddeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa gibt es mittlerweile etwa 30 Clubs, die diesen Sport betreiben, am häufigsten in Italien und Frankreich, aber auch in England, Schweden, Belgien und Holland. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Auslegerkanu-Sportler, sowie die Anzahl der Vereine, die Auslegerkanus anbieten. Der [[Deutscher Kanu-Verband|Deutsche Kanu-Verband]] (DKV) sowie einige Kanu-Landesverbände haben diese Disziplin schon aufgenommen bzw. stellen Ansprechpartner. 2008 gab es auf der [[Ostsee]] vor [[Rerik]] erstmals einen vom DKV unterstützten Deutschland-Cup.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf internationaler Ebene vereint der Internationale Auslegerkanu Verband (International Va’a Federation – IVF) die große Mehrheit der Länder, in denen der Auslegerkanu-Sport betrieben wird (insbesondere Tahiti, Hawaii, USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Samoa, Italien, England, Frankreich sowie Deutschland) mit den primären Zielen, Auslegerkanu-Weltmeisterschaften auszurichten und den Va’a Sport zu fördern. Der IVF wurde vor über 25 Jahren gegründet und veranstaltet alle zwei Jahre die Sprint-Weltmeisterschaft. Im August 2008 nahm Deutschland zum ersten Mal mit einer Mannschaft an dieser Meisterschaft teil. Deutschland ist im Board of Officers der IVF vertreten und stellt dort einen Ansprechpartner für den europäischen Auslegerkanu Sport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der [[Internationaler Kanuverband|Internationale Kanuverband]] (ICF) hat Auslegerkanusport in sein Portfolio aufgenommen, richtet bislang aber keine Meisterschaften aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Piroge]]&lt;br /&gt;
* [[Proa]]&lt;br /&gt;
* [[Kanusport]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bootsklassen im Kanusport]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Outrigger canoes|Auslegerkanu}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Auslegerboot|Auslegerkanu}}&lt;br /&gt;
* Mehr detaillierte Infos im Quellentext: http://kvu.der-norden.de/ausleger-kanu/&lt;br /&gt;
* Historische Bilder von Auslegerkanus verschiedener Regionen ([[Musée de Tahiti et des Îles]] – Text: Französisch): http://modules.quaibranly.fr/vaa/pirogues/pirogues.html&lt;br /&gt;
* Originales Auslegerkanu (Drua) im [http://virtual.fijimuseum.org.fj/template.php?id=DRJ1 Fiji Museum (Fidschi-Museum)] (Text: Englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanutyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mehrrumpfbootstyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bootstyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>213.187.90.110</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paolo_Soleri&amp;diff=346242</id>
		<title>Paolo Soleri</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paolo_Soleri&amp;diff=346242"/>
		<updated>2024-11-19T13:48:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;213.187.90.110: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Paolo Soleri&#039;&#039;&#039; (* [[21. Juni]] [[1919]] in [[Turin]]; † [[9. April]] [[2013]] in [[Scottsdale]], [[Arizona]]) war ein [[italien]]ischer [[Architekt]], der Erfinder der [[Arcology]]-Bewegung (&#039;&#039;Arcology&#039;&#039; ist eine [[Kofferwort|Wortkreuzung]] aus &#039;&#039;architecture&#039;&#039; und &#039;&#039;ecology&#039;&#039;) und Erbauer von [[Arcosanti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Soleri wurde 1919 in Turin geboren. 1933 floh die Familie vor dem italienischen [[Faschismus]] ins französische [[Grenoble]]. Hier besuchte Soleri zunächst die „École d&#039;Art Industriel“. Zwischen 1935 und 1939 setzte der junge Soleri seine Ausbildung an der Turiner „Academia Albertine“ im „Liceo Artistico“ fort. 1941 wurde er vom bekannten Turiner Polytechnikum, dem Politecnico di Torino, aufgenommen und schloss sein Studium mit [[Promotion (Doktor)|Promotion]] in Architektur ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 besuchte er die USA und verbrachte ein eineinhalbjähriges Praktikum bei [[Frank Lloyd Wright]] in Taliesin West in [[Arizona]] sowie in Taliesin in [[Spring Green]], [[Wisconsin]]. Während seines Aufenthaltes erfuhr er internationale Beachtung durch den Entwurf einer Brücke, die in dem Buch „The Architecture of Bridges“ von Elizabeth Mock veröffentlicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kehrte 1950 nach Italien zurück und erhielt einen Auftrag zum Bau der großen keramischen Fabrik „Ceramica Artistica Solimene“ in Vietri Sul Mare. Soleri studierte die Herstellung von Keramik, die ihm später sehr von Nutzen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arizona ==&lt;br /&gt;
1956 siedelte er mit seiner Familie nach [[Scottsdale]], [[Arizona]] um.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Daniela Soleri |url=https://medium.com/@soleri/sexual-abuse-its-you-him-and-his-work-88ecb8e99648 |titel=Sexual abuse: It’s you, him, and his work |datum=2018-02-28 |abruf=2020-11-18 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Soleri und seine Frau Colly widmeten sich Forschungsprojekten und dem experimentellen Städtebau. Sie gründeten hierzu eine Stiftung namens Cosanti-Stiftung. In dieser entwickelte er „Wrights Theorien vom Bauen und Leben in der Natur weiter, Esoterik mit eingeschlossen, und brachte sie in die Zeit von Ölkrise und Zivilisationsskepsis.“&amp;lt;ref name=haentzschel /&amp;gt; Soleris Philosophie und Arbeit zeigte starke Einflüsse der [[Gesellschaft Jesu|Jesuitischen]] [[Paläontologie]] und des Philosophen [[Pierre Teilhard de Chardin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zukunftsstadt &amp;quot;Arcosanti&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arcosanti - panoramio (bearb Sp).jpg|mini|Arcosanti 2007]]&lt;br /&gt;
Das Hauptprojekt der Solerischen Stiftung wurde [[Arcosanti]], eine Stadt für 5.000 Einwohner, die Soleri entworfen hatte. Dabei ging es ihm „nicht nur ums Bauen, sondern um eine Utopie gemeinschaftlichen, unentfremdeten Lebens.“&amp;lt;ref name=haentzschel&amp;gt;Jörg Häntzschel: &#039;&#039;Der Träumer von Arcosanti&#039;&#039;, Süddeutsche Zeitung, 11. April 2013, Seite 13&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stadt wird seit 1970 rund 100 Kilometer nördlich von [[Phoenix (Arizona)|Phoenix]] gebaut. Seit Baubeginn haben ca. 6.000 Sympathisanten Soleri bei dem Bau der Stadt unterstützt. Der Bautenstand beträgt 2005 ca. 1 % der geplanten Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre und Wirken ==&lt;br /&gt;
Die Arbeiten von Paolo Soleri wurden weltweit ausgestellt und sind Vorreiter der heutigen Diskussion zur Nachhaltigkeit des Planens und Bauens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1984 war Soleri Professor an der [[Arizona State University]]. Er hat einige Bücher sowie zahlreiche Essays und Aufsätze veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2011, im Alter von 92 Jahren, zog sich Soleri von allen Ämtern und Funktionen zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Tortorello: [http://www.nytimes.com/2012/02/16/garden/an-early-eco-city-faces-the-future.html?pagewanted=all &#039;&#039;An Early Eco-City Faces the Future.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;[[The New York Times]]&#039;&#039;, 15. Februar 2012 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er starb am 9. April 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preise und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Soleri wurde Mitglied bei der „Graham Foundation“ und der „Guggenheim Foundation“. Er erhielt mittlerweile mehrere Ehrendoktorate für seine Werke. 1963 wurde er bereits mit der Goldmedaille des [[American Institute of Architects]] (AIA) ausgezeichnet. 1981 erhielt er die Goldmedaille der „World Biennale of Architecture“ auf der INTERARCH in [[Sofia]], [[Bulgarien]], die Silbermedaille der „Academie d&#039;Architecture“ in [[Paris]]. Internationale Beachtung fand das 1984 durchgeführte „Internationales Architektur Symposium ‚Mensch und Raum‘“ an der TU Wien, an dem neben Paolo Soleri beispielsweise [[Bruno Zevi]], [[Dennis Sharp]], [[Pierre Vago]], [[Jorge Glusberg]], [[Otto Kapfinger]], [[Frei Otto]], [[Justus Dahinden]], [[Ernst Gisel]], [[Ionel Schein]] u.&amp;amp;nbsp;a. teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Paolo Soleri: &#039;&#039;&amp;quot;Arcology: City in the Image of Man&amp;quot;&#039;&#039;, MIT Press 1970, ISBN 0-262-19060-5&lt;br /&gt;
* Paolo Soleri: &#039;&#039;&amp;quot;Life Time Furniture Cloister Styles&amp;quot;&#039;&#039;, Gibbs Smith 1984, ISBN 0-87905-415-8&lt;br /&gt;
* Paolo Soleri: &#039;&#039;&amp;quot;Arcosanti. Labor für Öko-Urbanität&amp;quot;&#039;&#039;, 1988, ISBN 3-85914-343-3&lt;br /&gt;
* Paolo Soleri: &#039;&#039;&amp;quot;The Urban Ideal: Conversations with Paolo Soleri&amp;quot;&#039;&#039;, Berkeley Hills Books 2001, ISBN 1-893163-28-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Widder: &#039;&#039;&amp;quot;Arcosanti. Stadtutopia in der Wüste&amp;quot;&#039;&#039;, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120151642}}&lt;br /&gt;
* [http://www.iflugs.hdk-berlin.de/scifihtm/SOURCE/GSOLTL.HTM Ausführlicher Lebenslauf von Paolo Soleri] de&lt;br /&gt;
* [http://www.arcosanti.org The Arcosanti Web Site] en&lt;br /&gt;
* [http://www.arcologynetwork.org Arcosanti Arcology Network] en&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120151642|LCCN=n/50/16748|NDL=00457118|VIAF=95771937}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Soleri, Paolo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Arizona State University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienischer Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2013]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Soleri, Paolo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Juni 1919&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Turin]], [[Italien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. April 2013&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Scottsdale]], [[Arizona]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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