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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Observatorium für Solare Radioastronomie</title>
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		<updated>2021-11-23T17:56:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;45.67.146.17: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Coordinate |NS=52/17/01.5/N |EW=13/08/07/E |type=landmark|dim=150 |region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Observatorium für Solare Radioastronomie Tremsdorf&#039;&#039;&#039; (OSRA) ist ein 1954 entstandenes Radioteleskop-Observatorium in der Nähe von [[Tremsdorf]] im [[Landkreis Potsdam-Mittelmark]], das zum Forschungsbereich Solare Radiophysik des [[Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam]] (AIP) gehört. Diese Art der Sonnenbeobachtung ist in Deutschland einzigartig. Die beobachtete Radiostrahlung stammt aus der [[Korona (Sonne)|Korona]] unserer [[Sonne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Telegrafenberg Astrophysikalisches Institut Potsdam 1930.jpg|mini|Astrophysikalisches Institut Potsdam auf dem Telegrafenberg (1930)]]&lt;br /&gt;
Das Astrophysikalische Observatorium Potsdam (AOP) wurde am 1. Juli 1874 gegründet. Es trug bis zum 14. April 2011 den Namen &#039;&#039;Astrophysikalisches Institut Potsdam&#039;&#039; und heißt nun [[Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zwischen 1893 und 1896 wurde im AOP, damals noch auf dem [[Telegrafenberg]] dem Gelände des heutigen [[Wissenschaftspark Albert Einstein]], versucht Radioemission der Sonne zu finden. Ihnen standen damals noch keine empfindlichen Messgeräte zur Verfügung, daher versuchten sie sich den [[Kohärer|Fritter]]-Effekt zunutze zu machen. Die Experimente sind zwar gut dokumentiert, scheiterten letztlich aber. Danach geschah lange Zeit nichts mehr in dieser Richtung am AOP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] begannen am AOP durch [[Herbert Daene]] wieder Radiobeobachtungen der Sonne. Zunächst wurde dafür die Babelsberger Sternwarte genutzt. Am 30. Juni 1954 wurde in der Nähe von Tremsdorf das &#039;&#039;Observatorium für Solare Radioastronomie&#039;&#039; gegründet, an dem die Forschung bis heute fortgesetzt wird. Da in der Nähe von Städten die Radiowellen gestört werden können, wurde das Observatorium in dieser abgelegenen Gegend erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In früheren Zeiten hatte das OSRA etwa 30 Mitarbeiter und einen eigenen Fahrdienst. Mittlerweile arbeiten nur noch etwa 10 Wissenschaftler und einige Doktoranden in Tremsdorf. Die Daten können nun aber international ausgetauscht und ausgewertet werden. Anfangs wurden die Messergebnisse noch vor Ort auf Papierrollen aufgezeichnet. Mittlerweile erfolgt die Erfassung durch Computer. Henry Aurass, wissenschaftlicher Mitarbeiter am OSRA, während einer Besichtigung am 12. September 2007: „Aber wir haben natürlich alle Papieraufzeichnungen aufbewahrt. Denn wir brauchen sie noch, wenn wir heutige Ergebnisse mit früheren vergleichen wollen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stilllegung ===&lt;br /&gt;
Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam hat im Jahr 2014 das Observatorium in Tremsdorf aufgegeben und abgebaut. Die Parabolspiegel-Antennen wurden demontiert und die Betriebsgebäude abgerissen. Damit endet an diesem Standort eine 60-jährige Forschungsgeschichte. Das Forschungsgebiet für solare Radiotechnologie bleibt am Institut erhalten und wird nach der Installation einer neuen Anlage in Potsdam-Bornim fortgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Keine-Sonnendaten-mehr-aus-Tremsdorf|titel=Keine Sonnendaten mehr aus Tremsdorf|autor=Jens Steglich|hrsg=|werk=|datum=2014-07-15|zugriff=2016-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tremsdorf Radio Observatory.jpg|mini|Parabolantennen des OSRA]]&lt;br /&gt;
Die Antennen sind seit der Entstehung des OSRA immer wieder aufgerüstet worden. Dies musste in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] aus eigenen Kräften erfolgen. Dennoch waren die Ergebnisse auch damals schon gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier [[Spektrograf|Durchstimm-Spektrographen]] werden von einem System von vier verschiedenen Antennen in den Frequenzbändern 40&amp;amp;nbsp;MHz – 100&amp;amp;nbsp;MHz, 100&amp;amp;nbsp;MHz – 170&amp;amp;nbsp;MHz, 200&amp;amp;nbsp;MHz – 400&amp;amp;nbsp;MHz und 400&amp;amp;nbsp;MHz – 800&amp;amp;nbsp;MHz gespeist. Zur Verwendung kommen ein Paar doppel-logarithmisch gekreuzte [[Yagiantenne]]n, einen 10,5&amp;amp;nbsp;m [[Parabolspiegel]] und zwei 7,5&amp;amp;nbsp;m Parabolspiegel, wobei die Parabolantennen [[Parallaxe|parallaktisch]] montiert sind. Dies erleichtert die tägliche Nachführung der Antennen, die der scheinbaren Sonnenbewegung folgen müssen. Dies geschieht mittlerweile automatisch. Zwei [[Spektrometer|Vielkanalspektrometer]] können bei speziellen Beobachtungen zusätzlich genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Astro Tremsdorf1.JPG|mini|Die großen Parabolantennen]]&lt;br /&gt;
Die Erzeugung von energiereichen [[Elektron]]en ist der Forschungsschwerpunkt der &#039;&#039;Arbeitsgruppe Solare Radiophysik&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Das OSRA beteiligt sich an allen wichtigen sonnenbezogenen Weltraummissionen. Momentan sind dies [[Reuven Ramaty High Energy Solar Spectroscopic Imager|RHESSI]] und [[Solar Terrestrial Relations Observatory|STEREO]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Institute mit Interesse an [[LOFAR]] haben das &#039;&#039;German LOng Wavelength consortium&#039;&#039; (GLOW) gegründet. Dazu gehört auch das AIP mit seinem Forschungsbereich Solare Radiophysik – und somit das Tremsdorfer Observatorium. Der Standort der LOFAR-Station wird allerdings [[Bornim]] sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.aip.de/de/forschung/forschungsschwerpunkt-kmf/cosmic-magnetic-fields/sonnenphysik/solare-radiophysik/solare-radiophysik AIP: Solare Radiophysik – Forschungsbereich Bereich I]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sternwarte in Deutschland|Solare Radioastronomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großteleskop (Radiobereich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung im Landkreis Potsdam-Mittelmark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Nuthetal]]&lt;/div&gt;</summary>
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