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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Apokope_(Sprachwissenschaft)&amp;diff=2878907</id>
		<title>Apokope (Sprachwissenschaft)</title>
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		<updated>2024-09-08T06:56:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.23.46.26: Für alle anderen Formen gilt dieses nicht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Apokope&#039;&#039;&#039; (von {{grcS|ἀποκοπή|apokopḗ|de=Abschneidung}}, ‚Weglassung‘; [[Internationales Phonetisches Alphabet|IPA]] [{{IPA-Text|aˈpoːkope}}]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.duden.de/node/772773/revisions/1254458/view |wayback=20181116085403 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2023-03-07 22:16:28 InternetArchiveBot }} (abgerufen am 1. Juni 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt;) bezeichnet man in der [[Sprachwissenschaft]] den Wegfall eines unbetonten End[[vokal]]s ([[Sprachlaut]]) oder einer unbetonten Endsilbe eines Wortes am Wortende, Bsp.: &#039;&#039;im Haus = im Hause&#039;&#039;. Die Apokope steht somit im Gegensatz zur [[Paragoge]], welche die Lautanfügung am Wortende bezeichnet. Den Wegfall von Lauten im Wortinneren nennt man [[Synkope (Sprachwissenschaft)|Synkope]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Apokope kann einen Aspekt der [[Wortbildung]] darstellen und dem Ausbau des [[Wortschatz]]es dienen. Sie kann im Verlauf des Sprach- oder [[Lautwandel]]s eintreten oder als [[rhetorische Figur]] genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Gévaudan: {{Webarchiv |text=&#039;&#039;Klassifikation lexikalischer Entwicklungen. Semantische, morphologische und stratische Filiation&#039;&#039; |url=https://homepages.uni-tuebingen.de//paul.gevaudan/Filiation.pdf |wayback=20070610074644 |format=PDF }}. Dissertationsschrift, Universität Tübingen, Tübingen 2002, S.&amp;amp;nbsp;150 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Morphologie (Linguistik)|Morphologie]] bezeichnet eine Apokope eine Wortbildung durch Wegfall von Wortbestandteilen, z.&amp;amp;nbsp;B. französisch &#039;&#039;{{lang|fr|cinéma}}&#039;&#039; statt &#039;&#039;{{lang|fr|cinématographe}}&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] ist die Apokope des Endungs-e verbreitet. Als apokopiert bezeichnet man hier Wörter, die nach der normalisierten mittelhochdeutschen Grammatik ein Endungs-e hatten, das im aktuellen Sprachstand der [[Mundart]]en geschwunden ist. Betroffen davon ist der größte Teil des deutschen Sprachgebiets. Nur in einem Streifen am Nordrand der Mittelgebirge blieb das Endungs-e erhalten, dazu in einigen Dialekten am Südrand des Sprachgebiets. Neben Wörtern, in denen dem Endungs-e keine grammatische Funktion zukommt, beispielsweise „müde“ → „müd“ (das Symbol → steht für „entwickelt sich zu“), sind auch Wörter betroffen, in denen dem Endungs-e eine grammatische Funktion zukam oder zukommt. Beispiele dafür sind das Imperativ-e, beispielsweise „laufe“ → „lauf“, das Dativ-e, beispielsweise „[[dem deutschen Volke]]“ → „dem deutschen Volk“, das Plural-e, beispielsweise „Gänse“ → „Gäns“ oder das Präteritum-e, beispielsweise „führte“ → „führt“. Die Apokope des Präteritum-e macht Präteritum und Präsens der schwachen Verben in der dritten Person Singular ununterscheidbar und wird von manchen Sprachwissenschaftlern als Ursache für den [[Oberdeutscher Präteritumschwund|oberdeutschen Präteritumschwund]] angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfänglich konkurrierten im neuhochdeutschen Sprachgebiet verschiedene Schreibnormen: In der [[Oberdeutsche Schreibsprache|oberdeutschen Schreibsprache]] war es üblich, das in den dortigen Mundarten geschwundene Endungs-e nicht zu schreiben, während die [[sächsische Kanzleisprache]] das in den Mundarten Sachsens nicht geschwundene Endungs-e ausschrieb. Dieser Norm folgte auch [[Martin Luther]]. Das Auslaut-e galt den oberdeutschen Schreibern folglich als [[lutherisches e]]. Im heutigen [[Standarddeutsch]] wird das Auslaut-e nach der Norm geschrieben und gesprochen und dringt aus dem Standarddeutschen erneut in die Umgangssprache vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell wird in der deutschen [[Umgangssprache]] im Norden das „e“ nicht apokopiert, in der Mitte und im Süden wird das „e“ apokopiert und „ich hab“ anstelle von „ich habe“ gesprochen. Gelegentlich werden beide Formen als richtig akzeptiert, etwa die Apokope der Dativ-Endung „dem Hause“ oder „dem Haus“ oder die Synkope der Genitiv-Endung, etwa „des Sprachgebiets“ oder „des Sprachgebietes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Apokope (Rhetorik)]]&lt;br /&gt;
* [[Apokopat]]&lt;br /&gt;
* [[Prokope]]&lt;br /&gt;
* [[Synkope (Sprachwissenschaft)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hispanoteca.eu/Gram%C3%A1ticas/Grammatik%20Spanisch/Apokope%20-%20Ap%C3%B3cope.htm Justo Fernández López: &#039;&#039;Apokope, Epenthese, Zusammenziehung – Apócope, epéntesis y contracción.&#039;&#039; hispanoteca.eu]&lt;br /&gt;
* [http://www.bgdv.be/Dokumente/GM-Texte/gm71_rothstein.pdf Björn Rothstein: &#039;&#039;Was sind Kurzformen?&#039;&#039; Germanistische Mitteilungen 71 (2010), S.&amp;amp;nbsp;49–69]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguistische Morphologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.23.46.26</name></author>
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