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		<title>Torre Monumental</title>
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		<updated>2025-06-29T14:11:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Weitere Informationen, Quellen und Kategorien hinzugefügt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Torre Monumental (Buenos Aires).jpg|240px|miniatur|Ansicht des Torre Monumental]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Torre Monumental&#039;&#039;&#039;, bis 1982 &#039;&#039;&#039;Torre de los Ingleses&#039;&#039;&#039; ([[Spanische Sprache|spanisch]] für „Turm der Engländer“), ist ein Uhrenturm im Stadtteil [[Retiro (Buenos Aires)|Retiro]] in der [[Argentinien|argentinischen]] Hauptstadt [[Buenos Aires]]. Er war ein Geschenk der britischstämmigen Argentinier an die Stadt, Anlass war der hundertste Jahrestag der [[Mai-Revolution]] von 1810. Der Turm befindet sich auf der [[Plaza Fuerza Aérea Argentina]] (ehemals „Plaza Británica“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;La Nacion&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.lanacion.com.ar/sociedad/la-guerra-de-malvinas-en-las-calles-de-buenos-aires-las-plazas-y-pasajes-que-cambiaron-de-nombre-en-nid02042022/|titel=La Guerra de Malvinas, en las calles de Buenos Aires: las plazas y pasajes que cambiaron de nombre en medio del conflicto|autor=Germán Wille|hrsg=[[La Nación]]|datum=2022-04-02|abruf=2025-06-29|sprache=es}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Falklandkrieg]] wurde der Turm offiziell umbenannt in Torre Monumental, jedoch benennen ihn manche immer noch nach seinem ursprünglichen Namen Torre de los Ingleses.&amp;lt;ref name=&amp;quot;La Nacion&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Am 18. September 1909 verabschiedete der [[Argentinischer Nationalkongress|Nationalkongress]] das Gesetz Nr. 6368, das ein Angebot der Briten in Buenos Aires annahm, eine Gedenksäule zur Hundertjahrfeier der Mai-Revolution zu errichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausstellung von Entwürfen 1910 im &#039;&#039;Salón del Bon Marché&#039;&#039; führte zu der Entscheidung der Jury für den Entwurf von Ambrose Poynter, einem Neffen des Gründers des &#039;&#039;Königlichen Instituts Britischer Architekten&#039;&#039;. Der Turm wurde aus britischen Materialien von den Architekten Hopkins und Gardom gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der plötzliche Tod von [[Eduard VII.|König Edward VII.]] am 6. Mai 1910 veranlasste Großbritannien, seine Delegation zur Revolutionsfeier abzusagen, der Grundstein für den Turm wurde daher erst am 26. November gelegt. Die Einweihung des Bauwerks erfolgte am 24. Mai 1916 in Anwesenheit des damaligen [[Präsident von Argentinien|argentinischen Präsidenten]] [[Victorino de la Plaza]] und britischer Gäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Uhrturm ist im [[Palladianismus|palladianischen]] Stil erbaut, das Bauwerk ist mit Symbolen des [[Britisches Empire|Britischen Empire]] dekoriert, u.&amp;amp;nbsp;a. mit der schottischen Distel, der englischen Rose, dem walisischen Drachen und dem irischen Kleeblatt. Er hat eine Höhe von 75,5&amp;amp;nbsp;Metern und acht Stockwerke. In 35&amp;amp;nbsp;Metern Höhe befinden sich Glocken, die in Anlehnung an die Glocken von [[Westminster Abbey]] entworfen wurden. Den Abschluss bildet ein achteckiges Kupferdach. Über dem Eingang sind die [[Wappenschild|Schilde]] von Argentinien und Großbritannien zu sehen sowie die Inschrift &#039;&#039;Al gran pueblo argentino, los residentes británicos, salud, 25 de mayo 1810–1910&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jüngere Vergangenheit ==&lt;br /&gt;
Verbitterung über die Niederlage im Falklandkrieg führte zu Vandalismus am Uhrenturm. Im November 1984 gab es eine Dynamit-Explosion am Fuß des Turmes, verursachte aber nur geringen Schaden. Während der Amtszeit von [[Fernando de la Rúa]] wurden umfangreiche Renovierungen durchgeführt. Der Zugang für die Öffentlichkeit wurde wieder möglich und es wurde ein gläserner Fahrstuhl zur sechsten Etage eingebaut, der den ursprünglichen britischen Mechanismus nutzte. In der sechsten Etage befindet sich eine kleine Ausstellung von Originalbauteilen und ein Ausblick über den Stadtteil, den Bahnhof Retiro und den Hafen. Das Uhrwerk befindet sich auf der siebenten Etage. 2006 wurde das Bauwerk für technische Unterhaltungsarbeiten geschlossen, von Zeit zu Zeit finden sich anti-britische [[Graffiti]] am Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roxana Di Bello, Sonia Berjman: &#039;&#039;Plaza San Martín: Imagenes de una Historia.&#039;&#039; Editorial Nobuko, Buenos Aires 2003, ISBN 978-9-8720-6410-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Torre Monumental, Buenos Aires}}&lt;br /&gt;
* [http://www.torremonumental.buenosaires.gob.ar/ Offizielle Website] (spanisch)&lt;br /&gt;
* [http://maps.google.com/maps?ll=-34.592316,-58.373677&amp;amp;spn=0.003868,0.007308&amp;amp;t=k&amp;amp;hl=en Torre Monumental (Torre de los Ingleses) Google Maps]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=34/35/31.9/S|EW=58/22/25.5/W|type=landmark|region=AR-C}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Uhrturm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Buenos Aires]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turm in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turm in Südamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Palladianismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argentinisch-britische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backsteinarchitektur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk aus Stein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Avenida del Libertador]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Retiro (Buenos Aires)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
	</entry>
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		<title>Plaza General San Martín</title>
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		<updated>2025-06-29T12:20:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Kategorie:Retiro (Buenos Aires)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Plaza San Martín - Buenos Aires.jpg|mini|225px|Plaza General San Martín und im Hintergrund der [[Torre Monumental]] außerhalb der Plaza.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Monumento SanMartin BA.jpg|mini|225px|Denkmal für José de San Martín, den Namensgeber der Plaza.]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Plaza General San Martín&#039;&#039;&#039; ist eine öffentliche Grünfläche in der [[Argentinien|argentinischen]] Hauptstadt [[Buenos Aires]]. Die Plaza befindet sich im Stadtteil [[Retiro (Buenos Aires)|Retiro]]. Sie wird begrenzt durch die [[Avenida Santa Fe]], die Straßen Esmeralda, Arenales, Maipú, die [[Avenida del Libertador]], die [[Calle Florida]] und die Calle San Martín. Nördlich schließen sich die Plaza Fuerza Aérea Argentina, die Plaza del Carril und die Plaza Canada an. Der Platz ist nach dem südamerikanischen Freiheitskämpfer und Protagonisten des argentinischen Unabhängigkeitskampfes [[José de San Martín]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Mehrere Gouverneure der Kolonialzeit hatten ihre offiziellen Residenzen auf der heutigen Plaza San Martín. 1713 wurde das Land an die [[Südseeblase#South Sea Company|South Sea Company]] verkauft, wo diese in der ehemaligen Gouverneursresidenz ihr Sklavengeschäft abwickelte. Später wurde auf dem Platz ein Fort und eine Stierkampfarena errichtet. 1807 war die Plaza Schauplatz der Niederlage der Briten bei ihrer versuchten [[Britische Invasionen am Río de la Plata|Invasion]], worauf der Platz als &#039;&#039;Feld des Ruhms&#039;&#039; bezeichnet wurde. 1810, nach der Loslösung der Stadt von der spanischen Krone, wurden auf der Plaza Kasernen für die berittenen Grenadiere von General San Martín gebaut. 1813 wurde der Sklavenhandel in den Vereinigten Provinzen vom Río de la Plata abgeschafft und die Sklavenunterkünfte abgerissen. 1824 ging San Martín nach Europa ins Exil, wo er 1850 auch starb, aber nach seinem Tod wurde seine Bedeutung für die argentinische Geschichte anerkannt und der französische Bildhauer [[Louis-Joseph Daumas]] 1862 beauftragt, ein Reiterstandbild zu Ehren von San Martín zu schaffen. 1878, an seinem hundertsten Geburtstag, erhielt die &#039;&#039;Plaza General San Martín&#039;&#039; ihren heutigen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 wurden auf Anordnung des Bürgermeisters [[Torcuato de Alvear]] das Fort, die Arena und andere Gebäude abgerissen und die Plaza bepflanzt. 1889 erhielt der Platz durch [[Carlos Thays]] seine heutige Form. Um 1900 war die Gegend ein beliebter Wohnort für die Oberschicht in Buenos Aires und so entstanden um ihn herum prachtvolle Gebäude, u.&amp;amp;nbsp;a. der [[Palacio San Martín]] (ehemals Palacio Anchorena), der [[Palacio Paz]] und der Palacio Haedo. 1910, zum hundertsten Jubiläum der Unabhängigkeit, wurde das knapp fünf Jahrzehnte alte Reiterstandbild von Daumas auf eine große Terrasse mit mehreren flankierenden Figurengruppen gesetzt; die Skulpturen wurden nach Modellen des deutschen Bildhauers [[Gustav Eberlein]] gegossen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.batravelguide.com/2008/07/monuments-of-buenos-aires-general-jose.html &#039;&#039;Monuments of Buenos Aires: General José de San Martin&#039;&#039;] auf &#039;&#039;batravelguide.com&#039;&#039;, abgerufen am 10. August 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Architekturteile aus verschiedenen [[Granit]]-Sorten wurden von dem Unternehmen &#039;&#039;Vereinigte Granit-, Syenit- und Marmowrwerke AG&#039;&#039; (später [[Grasyma]]) im bayerischen Wunsiedel angefertigt und nach Buenos Aires verschifft.&amp;lt;ref&amp;gt;abgebildet und erwähnt in verschiedenen Anzeigen des Unternehmens in Fachzeitschriften wie z. B. &#039;&#039;[[Architektonische Rundschau]]&#039;&#039; oder &#039;&#039;[[Deutsche Bauzeitung]]&#039;&#039; in den Jahren zwischen 1910 und 1915&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 legte der Sohn von Thays, Carlos León Thays, eine Esplanade um das Monument für San Martín an, ungefähr zur selben Zeit wurde das [[Bauwerke in Buenos Aires#Edificio Kavanagh|Edificio Kavanagh]] an der Ostseite des Platzes fertiggestellt. Obwohl in der Umgebung einige der älteren Gebäude durch Hochhäuser ersetzt wurden, dazu gehört auch das Pirelli-Gebäude von 1975, hat der Platz doch nichts von seinem ursprünglichen Charme verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 wurde die Plaza General San Martín zum Historischen Ort erklärt (Lugar Histórico Nacional Decreto Nr. 122.096 vom 9. Juni 1942).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Osten des Platzes befindet sich das 1990 eröffnete [[Monumento a los caídos en Malvinas]] zu Ehren der Gefallenen des [[Falklandkrieg]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 wurde unter dem Titel &#039;&#039;Cultura para la Paz&#039;&#039; die Open-Air-Kunstausstellung [[Buddy Bär|United Buddy Bears]] auf dem Plaza San Martín durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Plaza San Martín, Buenos Aires}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=34/35/40/S|EW=58/22/30/W|type=landmark|region=AR-C}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urbaner Freiraum in Buenos Aires]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Südamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsbauwerk in Buenos Aires]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Retiro (Buenos Aires)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:José de San Martín als Namensgeber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Museo_de_Arte_Hispano_Fern%C3%A1ndez_Blanco&amp;diff=1953126</id>
		<title>Museo de Arte Hispano Fernández Blanco</title>
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		<updated>2025-06-29T12:08:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Kategorie:Retiro (Buenos Aires)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bilderwunsch|egal}}{{Belege fehlen}}Das &#039;&#039;&#039;Museo de Arte Hispano Fernández Blanco&#039;&#039;&#039; ist ein Museum in der [[Argentinien|argentinischen]] Hauptstadt [[Buenos Aires]]. Es befindet sich auf der Calle Suipacha im Stadtteil [[Retiro (Buenos Aires)|Retiro]] in einem auch als Palacio Noel&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://buenosaires.gob.ar/cultura/museos/museo-fernandez-blanco |titel=Museo Fernández Blanco {{!}} Buenos Aires Ciudad - Gobierno de la Ciudad Autónoma de Buenos Aires |abruf=2024-07-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannten Haus aus den 1920er Jahren, das nach Entwürfen des Architekten [[Martín Noel]] im neu-kolonialen Stil erbaut wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick ==&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde ursprünglich vom Architekten als persönliches Wohnhaus errichtet. 1936 erwarb die Stadt das Haus zusammen mit der Kunstsammlung, die von Noel über die Jahre angelegt wurde. Ein Jahr später wurde das &#039;&#039;&#039;Museo de Arte Colonial&#039;&#039;&#039; eröffnet. 1943 stiftete [[Isaac Fernández Blanco]] seine Sammlung dem Museum und 1947 wurde es ihm zu Ehren umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fernández Blanco war ein musikinteressierter Ingenieur und das Familienvermögen half ihm, eine Sammlung von Streichinstrumenten anzulegen. Später dehnte er sein Interesse auf Objekte aus Lateinamerika aus, darunter Silberobjekte, Gemälde, Möbel, Bücher und Dokumente. Weitere Stiftungen an das Museum wurden 1963 von Celina González Garaño und 1991 von ihrem Bruder Alfredo getätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hinterlassenschaft von Fernández Blanco wird als eine der wichtigsten lateinamerikanischer Kunst angesehen. Silbergeschirr aus dem heutigen [[Bolivien]] und vom Río de la Plata, peruanische Gemälde, alte Photographien mit Ansichten von [[Quito]] oder von [[Jesuitenreduktion]]en sowie Möbel und Dekorationsgegenstände aus Brasilien. Zu sehen sind außerdem Haarkämme aus Schildpatt oder Horn, die von Frauen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Region Río de la Plata benutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://buenosaires.gob.ar/cultura/museos/museo-fernandez-blanco Museo de Arte Hispanoamericano Isaac Fernández Blanco] (spanisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=34/35/28.26/S |EW=58/22/48.89/W |type=landmark |region=AR-C}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstmuseum in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in Buenos Aires]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst (Buenos Aires)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsgründung 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Retiro (Buenos Aires)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
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		<title>Teatro Coliseo</title>
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		<updated>2025-06-29T12:05:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Kategorie:Retiro (Buenos Aires)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Teatro Coliseo (1953).JPG|miniatur|Teatro Coliseo (1953)]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Teatro Coliseo&#039;&#039;&#039; ist ein traditionsreiches altes Theater in der [[Argentinien|argentinischen]] Hauptstadt [[Buenos Aires]]. Es befindet sich im Stadtteil [[Retiro (Buenos Aires)|Retiro]], an der [[Plaza Libertad]]. Die Geschichte des Theaters lässt sich in verschiedene Etappen unterteilen, da es mehrere Male umzog bzw. umgebaut wurde. Der erste Abschnitt reicht von seiner Gründung am damaligen Standort gegenüber der Kirche de la Merced 1804 bis 1834. Der zweite Abschnitt erstreckt sich vom Umbau 1834 bis zu seinem Abriss 1873. In dieser Zeit war es bekannt als &#039;&#039;Coliseo Argentino&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;Teatro Argentino&#039;&#039;. Der dritte Abschnitt umfasst den Wiederaufbau an der Plaza Libertad 1905. Im Jahr 1937 erwarb der [[Italien|Italienische Staat]] das Theater in dessen Eigentum es sich heute noch befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== El Teatro Coliseo de la Merced ===&lt;br /&gt;
Das erste Teatro Coliseo oder auch Viejo Teatro Coliseo (Altes Coliseo-Theater) wurde 1804, noch zu Zeiten der spanischen Kolonialherrschaft, gegründet. Bis 1838 war es der einzige Aufführungssaal der Stadt Buenos Aires. Der erste Standort war gegenüber der Kirche de la Merced, an der Kreuzung Reconquista und Perón.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Carey&amp;quot;&amp;gt;Bernardo Carey: [http://www.teatrodelpueblo.org.ar/sobretodo/04_historia_del_teatro_argentino/carey002.htm &#039;&#039;A propósito de la primer “bisagra” del teatro argentino: “Autores de dramas gauchescos, sainetes y revistas – Siglo XIX”&#039;&#039;]. Teatro del Pueblo, SOMI, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 wurde hier die erste komplette Oper in Argentinien aufgeführt, [[Gioacchino Rossini|Rossinis]] [[Barbier von Sevilla]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vicente Gesualdo: &#039;&#039;Breve Historia de la Música en la Argentina.&#039;&#039; Biblioteca de la Academia Argentina de Letras, Beta, Buenos Aires 1961, ISBN 978-950-620-129-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu der Zeit gehörten auch zwei der berühmtesten Schauspieler zum Ensemble des Teatro Coliseo, [[Trinidad Guevara]] (1798–1873), die heute als erste argentinische Schauspielerin angesehen wird und [[Juan José de los Santos Casacuberta|Juan José Casacuberta]] (1789–1849).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 wurde das Theater umgebaut und bekam den Namen &#039;&#039;Coliseo Argentino&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Teatro Argentino&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://colon.is.com.ar/colonweb/revista/rev40/memoria.html | wayback=20080502100644 | text=&#039;&#039;Memoria del Teatro Colón&#039;&#039;, Revista 40, Teatro Colón.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== El Teatro Argentino ===&lt;br /&gt;
Das Teatro Argentino wurde von José Olaguer Feliú auf einem Grundstück eines Señor Almagro errichtet. Die Fassade war schlicht gehalten, auch die Innendekoration war eher ärmlich. Letztere stammt größtenteils von Mariano Pizarro, einem argentinischen Künstler und Mechaniker des Theaters. Auf dem Bühnenportal war zu lesen: „La comedia es espejo de la vida“ (Die Komödie ist der Spiegel des Lebens). Das Theater hatte ungefähr 250 Plätze. Das Orchester bestand aus 26 bis 28 Mitgliedern, nicht immer waren diese professionelle Musiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1873 erwirbt Melchor Rams das Theater und lässt es abreißen, um für den Bau der Passage &#039;&#039;Pasaje del Teatro Argentino&#039;&#039; Platz zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;José Antonio Wilde: &#039;&#039;Buenos Aires desde 70 años atrás.&#039;&#039; Serie del Siglo y Medio, vol. 2, Editorial Universitaria de Buenos Aires, Buenos Aires 1961.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== El Teatro Coliseo de Plaza Libertad ===&lt;br /&gt;
Das neue Teatro Coliseo wird als Zirkus 1905 eröffnet. Am 27. August 1920 wurde aus dem Theater die erste Rundfunksendung Argentiniens übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teatro Coliseo Palazzo Italia ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1937 erwarb die italienische Regierung das Gebäude, um dort das italienische Generalkonsulat und das Italienische Haus einzurichten und damit den Wunsch des Grafen Felice Lora zu verwirklichen. Dieser angesehene italienische Bürger, der Ende des 19. Jahrhunderts als einfacher Einwanderer nach Argentinien gekommen war, hatte in der Neuen Welt ein Vermögen aufgebaut und sich zeitlebens für philanthropische Zwecke engagiert. In seinem Testament vermachte der Graf dem italienischen Staat eine große Geldsumme zum Kauf von Grundstücken und zum Bau der Casa d&#039;Italia, eines großen Palastes, in dem das italienische Konsulat, einige Vereine und Veranstaltungsräume für die Italienische Gemeinschaft in Argentinien untergebracht werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1961 wurde das Teatro Coliseo in seiner heutigen Form eingeweiht, ein Werk des Architekten Mario Bigongiari in Zusammenarbeit mit den Architekten und Ingenieuren Mauricio Mazzocchi, Luis Morea, Alberto Morea und Federico Malvarez.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende der 1960er Jahre organisiert die Plattenfirma Mandioca dort Konzerte unter dem Namen „Beat Baires“, darunter sind Bands wie [[Almendra (Band)|Almendra]], [[Manal]] und [[Vox Dei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teatro Coliseo &#039;&#039;CICLO ITALIA XXI&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2018 wird der Zyklus &#039;&#039;CICLO ITALIA XXI&#039;&#039; ins Leben gerufen, der die Theater-, Musik- und Tanzszene des zeitgenössischen Italiens auf einer der wichtigsten Bühnen Italiens außerhalb seines Territoriums präsentieren soll.&lt;br /&gt;
Die neue Reihe, die vom Teatro Coliseo in Zusammenarbeit mit dem italienischen Ministerium für kulturelles Erbe, dem Italienischen Kulturinstitut von Buenos Aires und der italienischen Botschaft in Argentinien ins Leben gerufen wurde, ist eine Antwort auf die Nachfrage des lokalen Publikums, das sich für italienische kulturelle Inhalte interessiert, um zeitgenössische Spitzenleistungen zu fördern. Es läuft seit 2018 bis heute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.teatrocoliseo.org.ar/historia/ |titel=TEATRO COLISEO PALAZZO ITALIA - Geschichte |abruf=2024-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
Das Teatro Coliseo wird für verschiedene Zwecke genutzt, Schauspiel, Musicals oder auch politische Veranstaltungen. Jedoch liegt sein Hauptschwerpunkt auf der klassischen Musik und der Oper. Es ist auch Veranstaltungsort für Konzerte der „Asociación Mozarteum Argentino“. Im Rahmen dieser Konzerte sind dort bereits Künstler wie [[Yehudi Menuhin]], [[Victoria de los Ángeles]] und das [[Beaux Arts Trio]] aufgetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakteristik ==&lt;br /&gt;
Das Theater hat Platz für 1700 Besucher. Eines seiner Hauptmerkmale ist der große [[Orchestergraben]], der es sehr gut geeignet macht für Opernaufführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Bernardo Carey: [http://www.teatrodelpueblo.org.ar/sobretodo/04_historia_del_teatro_argentino/carey002.htm &#039;&#039;A propósito de la primer “bisagra” del teatro argentino: “Autores de dramas gauchescos, sainetes y revistas – Siglo XIX”&#039;&#039;]. Teatro del Pueblo, SOMI, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=34/35/47.6/S|EW=58/22/59.8/W|type=landmark|region=AR-C}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opernhaus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theater (Argentinien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Buenos Aires]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Buenos Aires)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opernbetrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltungsstätte in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Buenos Aires)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Retiro (Buenos Aires)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Japanischer_Garten_(Buenos_Aires)&amp;diff=1930653</id>
		<title>Japanischer Garten (Buenos Aires)</title>
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		<updated>2025-06-29T12:04:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Nicht in Retiro.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Buenos Aires - Jardín Japonés - 200806a.jpg|mini|260px|Ansicht des Karpfenteichs]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Japanische Garten von Buenos Aires&#039;&#039;&#039; ({{esS|Jardín Japonés de Buenos Aires}}) ist ein öffentlicher Park, der von der Japanisch-Argentinischen Kulturstiftung verwaltet wird. Er ist Teil des [[Parque Tres de Febrero]] und einer der größten seiner Art außerhalb [[Japan]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abriss eines ähnlichen, aber kleineren, Gartens in [[Retiro (Buenos Aires)|Retiro]], sicherte sich die Japanisch-Argentinische Kulturstiftung ein zwei [[Hektar]] großes Grundstück an der Nord-Ost-Ecke des Parque Tres de Febrero, um dort einen Ersatz zu schaffen. 1967 fertiggestellt, wurde der Park anlässlich eines Staatsbesuches des (damaligen) japanischen Kronprinzen [[Akihito]] und seiner Frau [[Michiko]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eingang an der [[Avenida Figueroa Alcorta]] führt zu der Parkanlage, einem Kulturzentrum, einem buddhistischen Tempel, einem Restaurant, einem Gewächshaus, das bekannt ist für seine Sammlung von [[Bonsai]]s und einem Souvenirgeschäft, in dem man auch Samen asiatischer Pflanzen erhalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der See im Mittelpunkt des [[Japanischer Garten|Gartens]] wird von zwei Brücken überspannt, von denen eine zu einer Insel mit medizinischen Kräutern aus Japan führt. Er ist umgeben von japanischer [[Flora]], u.&amp;amp;nbsp;a. Kirschbäumen, [[Kuchenbäume|Katsura]], Ahornbäumen und [[Azalee]]n. Der Park beherbergt aber auch Gewächse, die typisch für Südamerika sind, u.&amp;amp;nbsp;a. [[Tipuana]] und [[Florettseidenbaum]]. Im See kann man [[Koi|Koi-Karpfen]] beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren kann man im Park eine japanische Friedensglocke und eine große Steinlaterne (japanisch: Ishidoro) sowie weitere Skulpturen und Objekte aus Granit sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Parque Tres de Febrero]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Japanese garden, Buenos Aires|Japanischer Garten (Buenos Aires)}}&lt;br /&gt;
* [https://jardinjapones.org.ar/ Der Japanische Garten Buenos Aires – auf Spanisch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=34/34/31.2/S|EW=58/24/33.8/W|type=landmark|region=AR-C}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Japanischer Garten Buenos Aires}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urbaner Freiraum in Buenos Aires]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Südamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanische Gartenkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Avenida del Libertador]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Patio_Bullrich&amp;diff=1954423</id>
		<title>Patio Bullrich</title>
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		<updated>2025-06-29T12:02:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Kategorie:Retiro (Buenos Aires)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Patio Bullrich Mall.jpg|mini|210px|Patio Bullrich]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Patio Bullrich&#039;&#039;&#039; ist ein Einkaufszentrum in der [[Argentinien|argentinischen]] Hauptstadt [[Buenos Aires]]. Es liegt im Stadtteil [[Retiro (Buenos Aires)|Retiro]] an der [[Avenida del Libertador]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick ==&lt;br /&gt;
Das Patio Bullrich wurde 1867 von dem englischen Architekten Juan Waldorp ursprünglich als Auktionshaus für Vieh und [[Konsignation]]shaus für die Firma &#039;&#039;Adolfo Bullrich y Cía&#039;&#039;, geleitet von [[Adolfo Bullrich]], erbaut und wurde über 100 Jahre zu diesem Zweck genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die steigenden Grundstückspreise in dem hochpreisigen Stadtteil Retiro veranlasste die Familie, das Grundstück an der Avenida del Libertador an die Firma &#039;&#039;Alto Palermo, S.A.&#039;&#039;, einer der führenden Bauunternehmer in den 1980ern, zu verkaufen. Alto Palermo beauftragte das Architektenbüro Pfeifer &amp;amp; Zurdo mit der Umwandlung in ein Einkaufszentrum. Sie entwarfen eine sechsgeschossige Einkaufspassage, für die einige der Original-Details von Waldorp erhalten blieben, u.&amp;amp;nbsp;a. der Uhrenturm, Skulpturen und die neoklassische Fassade.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.todobuenosaires.com/descripcion/descripcion_lugar.php?Id=714 Todo Buenos Aires: Patio Bullrich - abgerufen am 21. April 2010 (span.)]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eröffnet im August 1988, war das Patio Bullrich das erste einer Reihe von gehobenen Einkaufszentren, die nacheinander alte Favoriten der Stadt ersetzten, wozu auch das [[Bauwerke in Buenos Aires#Galerías Pacífico|Galerías Pacífico]] gehört. 1995 wurde das Patio Bullrich modernisiert und erweitert. Neben zahlreichen Geschäften gehören jetzt auch vier Kinos zu dem Komplex.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.shoppingbullrich.com.ar/shopping/mapadelsitio.asp Patio Bullrich: locales - abgerufen am 21. April 2010 (span.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=34/35/19/S|EW=58/23/2/W|type=landmark|region=AR-C}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Patio Bullrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einkaufszentrum in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Buenos Aires]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Retiro (Buenos Aires)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Linzer_Programm_(Deutschnationalismus)&amp;diff=463373</id>
		<title>Linzer Programm (Deutschnationalismus)</title>
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		<updated>2025-06-15T16:43:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Kategorie:Antisemitismus in Österreich&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Linzer Programm&#039;&#039;&#039; war ein 1882 in [[Linz]] erarbeitetes Grundsatzpapier des [[Österreich|österreichischen]] [[Deutschnationalismus]]. Das Dokument stand unter dem Motto „nicht [[Liberalismus|liberal]], nicht [[Klerikalismus|klerikal]], sondern [[Nationalismus|national]]“ und forderte die staatsrechtliche und wirtschaftliche Entflechtung der verschiedenen Völker [[Cisleithanien]]s, die engere Anbindung seiner [[Deutsche Sprache|deutschsprachigen]] Gebiete an das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] sowie [[Pressefreiheit]], [[Versammlungsfreiheit]] und allgemeine Demokratisierung. Es enthielt darüber hinaus auch einige aus heutiger Sicht [[Sozialismus|sozialistisch]] oder [[Sozialdemokratie|sozialdemokratisch]] scheinende sozialreformerische Vorschläge. Initiatoren und Leiter seiner Ausarbeitung waren die Politiker [[Victor Adler]] und [[Georg von Schönerer]], der Politiker und Journalist [[Engelbert Pernerstorfer]] sowie der Historiker und Publizist [[Heinrich Friedjung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War das Linzer Programm ursprünglich ein Dokument breiten Konsenses unter [[Antiklerikalismus|antiklerikalen]] Reformpolitikern unterschiedlichen sozialen und intellektuellen Hintergrunds, so wurde es nach der Auseinanderentwicklung Adlers und Schönerers und vor allem nach der 1885 von Schönerer vorgeschlagenen Hinzufügung eines sogenannten „[[Arierparagraph]]en“ und anderer [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitischer]] Regelungen praktisch nur noch von Anhängern Schönerers hochgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Staatspolitische Forderungen ==&lt;br /&gt;
Kernforderung des Linzer Programms war die so gut wie vollständige Trennung von [[Cisleithanien]] und [[Transleithanien]]. Die beiden so genannten Reichshälften waren seit dem [[Österreichisch-Ungarischer Ausgleich|Österreichisch-Ungarischen Ausgleich]] von 1867 zwar formal voneinander unabhängige Staaten, hatten aber nicht nur ein gemeinsames Staatsoberhaupt und eine [[Gemeinsame Armee]], sondern betrieben auch gemeinsame Außenpolitik und waren vor allem auch wirtschaftlich eng miteinander verflochten. Viele Österreicher empfanden die regelmäßigen Subventionszahlungen der österreichischen an die ungarische Reichshälfte als grundsätzlich ungerecht oder zumindest unverhältnismäßig hoch, darüber hinaus führten stockende jährliche Neuverhandlungen wiederholt zu wirtschafts- und sicherheitspolitischen Blockaden. Gemäß dem Linzer Programm sollte die Doppelrolle als [[Kaiser von Österreich]] und [[König von Ungarn]], die das jeweilige Oberhaupt der Habsburger seit 1867 ausfüllte, erhalten bleiben; abgesehen davon und von einer eher vagen militärischen Beistandsverpflichtung sollten die beiden Staaten komplett entkoppelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie Ungarn sollten auch [[Galizien]] und die [[Bukowina]], zwei wirtschaftlich besonders schwache [[Kronland (Österreich)|Kronländer]] Österreichs, in die faktische wie formale Eigenverantwortlichkeit entlassen werden. Das [[Kronland Dalmatien]] sowie [[Kondominium Bosnien und Herzegowina|Bosnien und Herzegowina]] sollten vorläufig an Ungarn zediert werden, langfristig sollten sie gemeinsam mit dem bisher ungarisch regierten [[Kroatien in der Donaumonarchie|Kroatien]] ein „Königreich der Südslawen“ bilden und als solches ebenfalls [[Emanzipierung|emanzipiert]] werden. Eine Umsetzung dieser Forderungen hätte den verbliebenen Rumpf Cisleithaniens politisch wie wirtschaftlich wesentlich entlastet, insbesondere dadurch, dass sich der Staat mit ihr fast aller seiner [[Polen (Ethnie)|Polen]] und der meisten seiner „[[Juden in Osteuropa|Ostjuden]]“ entledigt hätte – Menschen, die unter anderen Österreichern ausgesprochen unbeliebt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Österreich hätte im Wesentlichen nur aus seinen [[Deutsche Sprache|deutsch-]], [[Tschechische Sprache|tschechisch-]] und [[Slowenische Sprache|slowenischsprachig]] dominierten [[Kronland (Österreich)|Kronländern]] bestanden. Diese Gebiete waren nicht nur verhältnismäßig wohlhabend und politisch gut entwickelt, es war ihnen vor allem noch deutlich anzumerken, dass sie alle Teile des 1806 untergegangenen [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]] gewesen waren. Die Umsetzung des Linzer Programms hätte eine engere Anbindung oder überhaupt einen Anschluss des deutschsprachigen Österreich an das Deutsche Reich, das Fernziel des Deutschnationalismus, nach Ansicht seiner Autoren damit wesentlich erleichtert. Als ersten Schritt in Richtung Vereinigung sah das Linzer Programm eine [[Zollunion]] Österreichs mit dem deutschen Reich vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialpolitische Forderungen ==&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu seinem deutschnationalen Kern enthielt das Linzer Programm Forderungen nach [[Pressefreiheit]], [[Versammlungsfreiheit]], [[Säkularisierung]] und Ausweitung des [[Wahlrecht]]s auf bisher davon ausgeschlossene soziale Schichten. Darüber hinaus forderte das Manifest eine umfassende Sozialreform; unter anderem sollten eine staatliche [[Pension (Altersversorgung)|Pensions-]] und Unfallversicherung eingerichtet, [[Frauenarbeit|Frauen-]] und [[Kinderarbeit]] weitgehend verboten werden. Das Linzer Programm enthielt damit fast alle zentralen Forderungen der in Österreich erst 1889 ausgeformten [[Sozialdemokratie]], ohne sich aber als [[Marxismus|marxistisch]] oder [[Sozialismus|sozialistisch]] inspiriert zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antisemitismus ==&lt;br /&gt;
In seiner ursprünglichen Form war das Linzer Programm eher allgemein [[Chauvinismus|chauvinistisch]] als spezifisch [[Antisemitismus|judenfeindlich]]. Seine Autoren bekannten sich zwar offen zu der Auffassung, dass es für Österreich vorteilhaft wäre, seine runde Million galizischer [[Juden]] aus dem Staatsverband auszustoßen, da diese kulturell zu fremdartig und wirtschaftlich zu wenig leistungsfähig seien, sie vertraten die gleiche Annahme aber auch bezüglich der [[Römisch-katholische Kirche in Polen|katholischen Polen]] und der [[Orthodoxie in der Ukraine|orthodoxen]] [[Ruthenen (Habsburgermonarchie)|Ruthenen]]. Der Vorschlag, zwischen den nicht oder kaum [[Assimilation (Soziologie)|assimilierten]], großteils bitterarmen „Ostjuden“ und dem restlichen Österreich eine neue Staatsgrenze zu errichten, fand darüber hinaus auch unter vielen jüdischen und jüdischstämmigen Einwohnern westlicherer Kronländer Unterstützung. Neben anderen Mitautoren waren auch Adler und Friedjung selbst jüdischer Abstammung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit antisemitisch war die 1885 veröffentlichte Überarbeitung durch Schönerer. Schönerer war zwischen 1882 und 1885 zu der Auffassung gelangt, dass der „jüdische Einfluss“ auf das öffentliche Leben Österreichs vordringlichstes Problem, die „Beseitigung“ dieses Einflusses „unerlässlich“ sei. Schönerer erweiterte das Linzer Programm in diesem Sinne um eine Bestimmung, die jüdische und jüdischstämmige Menschen von jeglicher Mitgliedschaft in deutschnationalen Parteien und Vereinen ausschloss, da ihnen die charakterliche Befähigung zur Teilhabe an der deutschen Nation abgesprochen wurde. Schönerer brach damit nicht nur mit Adler und Friedjung, sondern auch mit vielen anderen Deutschnationalen. Selbst Lueger, der einen neuzeitlichen [[Antijudaismus#Neuzeit|Antijudaismus]] vertrat, konnte sich mit Schönerers Arierparagraph nicht identifizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adler und Lueger lehnten nicht nur Schönerers Überarbeitung ab, sondern wandten sich im Lauf der 1880er auch von der ursprünglichen Fassung ab. Ab Ende der 1880er bekannten sich praktisch nur noch die so genannten Schönerianer zum Linzer Programm. Mit der Zeit geriet in Vergessenheit, dass das Linzer Programm ursprünglich auch von späteren Sozialdemokraten und Christlichsozialen mitgetragen worden war. In der Erinnerung der Öffentlichkeit wurde das Papier zu einer von Anfang an spezifisch schönerianischen Angelegenheit, anstelle der gemeinschaftlich erarbeiteten Fassung galt nun die eigenmächtig erweiterte Version Schönerers als das echte und eigentliche Linzer Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Linzer Programm|Linzer Programme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Völkergefängnis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://is.muni.cz/el/phil/podzim2017/NJI_12/um/um/60033761/Ausgleichsversuche_zwischen_Tschechen_und_Deutschen_in_der_Monarchie.pdf Österreichertum, Bohemismus, Deutschnationalismus, Tschechentum und Slawismus]&lt;br /&gt;
* [[Andrew G. Whiteside]]: &#039;&#039;Nationaler Sozialismus in Österreich vor 1918&#039;&#039; ([https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1961_4.pdf 1961])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Brigitte Hamann]]: &#039;&#039;Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators.&#039;&#039; Piper, München 2001, ISBN 3-492-23240-X&lt;br /&gt;
* Andrew G. Whiteside: &#039;&#039;Georg Ritter von Schönerer. [[Alldeutsche Vereinigung|Alldeutschland]] und sein Prophet.&#039;&#039; Stryia, Graz 1981, ISBN 3-222-11363-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschnationalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismus in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antislawismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1882]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Internationale_antij%C3%BCdische_Kongresse&amp;diff=1059842</id>
		<title>Internationale antijüdische Kongresse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Internationale_antij%C3%BCdische_Kongresse&amp;diff=1059842"/>
		<updated>2025-06-15T16:31:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Kategorie:Antisemitismus in Deutschland&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &#039;&#039;&#039;„Internationaler antijüdischer Kongress“&#039;&#039;&#039; fand erstmals 1882 in [[Dresden]], ein weiterer 1883 in [[Chemnitz]] statt. Die Kongresse waren Teil des deutschen [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemitismus]], der sich seit 1879 im [[Berliner Antisemitismusstreit]] und der [[Antisemitenpetition]] von 1880/81 politisch zu organisieren begann. Nachhaltige Auswirkungen auf dessen Entwicklung hatten sie nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster Kongress, Dresden 1882 ==&lt;br /&gt;
=== Teilnehmer ===&lt;br /&gt;
Organisiert wurde der „Internationale Antijüdische Kongress“ vom in Dresden beheimateten [[Deutscher Reformverein (Antisemitismus)|Deutschen Reformverein]], der 1879 gegründet worden war. Dessen Zeitschrift hieß &#039;&#039;Deutsche Reform&#039;&#039;. Die Anhänger dieser „kleinbürgerliche[n] Reformpartei“ unter [[Alexander Pinkert]] kamen weniger wegen der „[[Judenfrage]]“, sondern wegen ihrer bedrängten sozialen Lage zur Partei, heißt es bei dem frühen Antisemitismusforscher Kurt Wawrzinek. Von 14 Programmpunkten verwies nur einer auf das Judentum (nur „christlich-religiöse Männer“ sollten in öffentliche Ämter gewählt werden können), die Judenfeindschaft der Partei habe sich vielmehr in der Agitation gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Wawrzinek: &#039;&#039;Die Entstehung der deutschen Antisemitenparteien (1873-1890)&#039;&#039;, Berlin 1927, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem kam eine Reihe von Berlinern zum Kongress, darunter Anhänger der [[Berliner Bewegung]] von [[Adolf Stoecker]] sowie der „gemäßigte“ [[Max Liebermann von Sonnenberg]], aber auch „Rasseantisemiten“ um [[Ernst Henrici (Politiker)|Ernst Henrici]]. Aus Berlin sollen mindestens dreißig Teilnehmer in Dresden gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Deutsche Reform&#039;&#039;, 10. September 1882, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Ungarn wurden dreißig Teilnehmer gemeldet, die prominentesten von ihnen waren die drei Parlamentsabgeordneten [[Gyözö Istóczy]], Iván Simonyi und [[Géza Ónody]]. Vor allem Istoczy hatte sich als Radikaler hervorgetan; das ehemalige Mitglied der regierenden liberalen Fraktion in der [[Ungarisches Parlament|ungarischen Kammer]] hatte Maßnahmen gegen die jüdische Einwanderung und auch Gewalt gegen die Juden vorgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jakob Katz: &#039;&#039;Vom Vorurteil zur Vernichtung,&#039;&#039; München 1989, S. 230–234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hatte der Kongress ungefähr 300 bis 400 Teilnehmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf und Ergebnisse ===&lt;br /&gt;
Der Kongress begann am Samstag, dem 9. September 1882 im [[Italienisches Dörfchen|Helbigschen Etablissement]] in Dresden, dessen Großer Saal mit den Büsten des deutschen Kaisers, des österreichisch-ungarischen Kaisers und des sächsischen Königs geschmückt war. Außerdem wurde ein Bild von [[Esther Solymosi]] präsentiert, die am 1. April 1882 im besagten ostungarischen Ort angeblich einem „[[Ritualmordlegende|Ritualmord]]“ zum Opfer gefallen war, woraus sich die [[Affäre von Tiszaeszlár]] entwickelte. Die Polizei überwachte den Kongress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Sonntag Nachmittag befuhr die Kongressgesellschaft, mit Damen, auf einem Dampfschiff die Elbe. &#039;&#039;„In Blasewitz wurde angelegt und eine Deputation an den Wirth des Schiller-Gartens entsendet, dessen Besitzer aus Rücksicht für eine einzige jüdische Familie seinen Gästen kein antisemitisches Blatt vorlegt, – mit der Anfrage, ob er auf die &#039;Deutsche Reform&#039; abonirt habe. Als die Deputation mit einem verneinenden Bescheide zurückkam, wurde dem Wirth ein Pereat&#039;&#039; [lat.: er möge vergehen]&#039;&#039; gebracht und unter den Klängen von [[Deutschlandlied|‘Deutschland, Deutschland &#039;&#039;[über Alles]&#039;&#039;]]’ stieß das Schiff wieder ab […].“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Reform, 12. September 1882, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Kongress selbst wurden am Montag acht Thesen des Berliner Hofpredigers [[Adolf Stöcker|Stöcker]] diskutiert und dabei rassenantisemitisch verschärft, schließlich hieß es in den einstimmig angenommenen Thesen unter anderem, die Juden seien durch Abstammung, Sprache und Kultur eine Nationalität und könnten keine Bestandteile eines christlichen Volkes sein. Juden dürften keine Ämter haben, die Gesetzgebung solle die jüdische Kapitalmacht einschränken.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Deutsche Reform&#039;&#039;, 13. September, S. 1 und 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit setzten sich die „Reformer“ durch, zwischen den gemäßigteren Christlich-Sozialen und den radikaleren Rassenantisemiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Dienstag sprach von Simonyi über die [[Affäre von Tiszaeszlár]] und wiederholte nicht nur die [[Ritualmordlegende]], sondern behauptete auch, dass sich das gesamte Judentum mit den Mordgesellen identifiziere. Außerdem kamen an diesem Tag eine Anzahl von Telegrammen aus Europa und Amerika zur Verlesung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Resolutionen war das wichtigste Ergebnis der Tagung ein Beschluss über ein „ständiges Comité des Internationalen antijüdischen Kongresses“. Es solle die Kongressbeschlüsse veröffentlichen, eine Presse ohne jüdischen Einfluss schaffen und eine zweite Tagung einberufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wawrzinek: &#039;&#039;Antisemitenparteien&#039;&#039;, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Kongress, Chemnitz 1883 ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Zwar war in Dresden ein Bevollmächtigter des Komitees gewählt worden, der Vorsitzende des Chemnitzer Reformvereins [[Ernst Schmeitzner]], doch hat sich das Komitee nie konstituiert. Schmeitzner wollte mit einer scharf antijüdischen Gruppe aus der Dresdner Reformpartei und mit Zustimmung der Berliner Extremisten aus dem Komitee eine &#039;&#039;Alliance antijuive universelle&#039;&#039; machen, in Anspielung auf die jüdische &#039;&#039;[[Alliance Israélite Universelle]]&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Peter Pulzer]]: &#039;&#039;The Rise of Political Anti-Semitism in Germany and Austria&#039;&#039;, John Wiley, NY 1984, S. 103 und 104; deutsch &#039;&#039;Die Entstehung des politischen Antisemitismus in Deutschland und Österreich 1867 - 1914. Mit einem Forschungsbericht.&#039;&#039; Reihe: Erich Maria Remarque Jahrbuch-Yearbook. [[Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht]], Göttingen 2004, ISBN 3525369549 (im Vorwort Bem. zu den versch. dt./engl. Auflagen des Buches); sowie Wawrzinek: &#039;&#039;Antisemitenparteien&#039;&#039;, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen trafen sich in Chemnitz am 5. Februar 1883 einige deutsche und österreichisch-ungarische Antisemiten, um diese Allianz zu gründen, die die Bevölkerung über das Judentum „aufklären“, eine nichtjüdische Presse schaffen und die „Judenfrage“ auf gesetzlichem Wege regeln sollte. Dies müsse international geregelt werden, da die Juden sonst von einem Land zum anderen zögen. Die nicht parteipolitische Allianz solle nur Eingeladene als Mitglieder zulassen, Organ sei &#039;&#039;Schmeitzners internationale Monatsschrift&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Stenographischer Bericht über den II. antijüdischen Congress, einberufen durch die Allgemeine Vereinigung zur Bekämpfung des Judenthums (Alliance antijuive universelle) zu Chemnitz am 27. und 28. April 1883, in: &#039;&#039;Schmeitzner’s internationale Monatsschrift. Zeitschrift für die Allgemeine Vereinigung zur Bekämpfung des Judenthums (Alliance antijuive universelle)&#039;&#039;, redigiert von C. H. Rittner, 2. Band, Mai 1883, 5. Heft, S. 255–322, hier S. 262, 268, 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diskussion und Forderungen ===&lt;br /&gt;
Der Kongress selbst kam am 27. April zusammen, nachdem es am 26. bereits eine nichtöffentliche Sitzung der Allianz-Mitglieder gegeben hatte. Der Journalist [[Otto Glagau]] aus Berlin und [[Iván von Simonyi]] waren die Kongressvorsitzenden; Glagau begrüßte vierzig Anwesende, darunter angeblich Herren aus Deutschland, Russland, Rumänien, Serbien und Frankreich. Die einzige Wortmeldung aus dem Ausland machte, außer von Simnoyi, ein [[Russlanddeutsche|Deutschrusse]] aus der Weichselgegend. [[Max Liebermann von Sonnenberg]] behauptete, mehrere der Anwesenden aus Russland hätten sich gerne an der Debatte beteiligt, wenn sie besser Deutsch gesprochen hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sten. Bericht, S. 318.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gehe nicht darum, die Juden zu „massacriren“, aber sie in „gebührende Schranken“ zu weisen und damit vor der Volkswut zu bewahren, meinte Glagau. Außerdem betonte er das völkerversöhnende Element der antisemitischen Strömung.&amp;lt;ref&amp;gt;Sten. Bericht, S. 255/256.&amp;lt;/ref&amp;gt; Abermals bemühte sich der Antisemitenkongress – ohne weitere Erläuterung – um eine „Einschränkung“ des jüdischen Einflusses, diesmal in einer Petition an [[Otto von Bismarck|Bismarck]], während die Forderungen der Rassenantisemiten zurückgewiesen wurden. Amman aus Berlin hatte in ihrem Sinne „Rassejuden“ von Zeitungen und öffentlichen Anstellungen fernhalten wollen und eine Enteignung gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;Sten. Bericht, S. 278–282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung und Forschung ==&lt;br /&gt;
Die beiden antijüdischen Kongresse in [[Sachsen]] bilden nur eine kurze Episode der deutschen antisemitischen Bewegung. Sie zeigen aber eindrücklich deren Probleme:&lt;br /&gt;
* Die Internationalität dieser Begegnungen muss stark relativiert werden. Alle Redner waren Deutsche oder Ungarn, wobei letztere ihre Germanophilie betonten. Es verwundert das Fehlen einer starken russischen Beteiligung, trotz der damaligen Pogrome in Südrussland und Russisch-Polen. Auch die Themenwahl zeigt den internationalen Anspruch als zu hoch gegriffen. Ein Treffen in Kassel 1886 und der [[Bochumer Antisemitentag]] von 1889 wurden realistischerweise nicht mehr international genannt.&lt;br /&gt;
* Bei den Teilnehmern handelte es sich nicht um Delegierte einer Dachorganisation; die Delegierten der Reformvereine in Dresden 1882 hatten eigene Sitzungen. Der Kongress führte nur zur Gründung eines Komitees, das einen weiteren Kongress vorbereiten sollte. Die Kongresse von Dresden und Chemnitz hatten keine Breitenwirkung und bestimmten auch nicht die weitere Entwicklung des deutschen Antisemitismus.&lt;br /&gt;
* Viele der Antisemiten hatten politisch eine liberale Herkunft, und wirtschaftliche Fragen dominierten. Dadurch entstand Streit mit den eher christlichen „Moderaten“ um Stöcker, auch Pinkert, aber auch andererseits mit den (noch radikaleren) Rasseantisemiten wie Henrici oder Amman. Liebermann von Sonnenberg richtete an letzteren 1883 die Worte, er möge „nach 50 Jahren mit solchen Anträgen wiederkommen, dann werden sie vielleicht Annahme finden können, und wohl auch da nicht ganz“.&amp;lt;ref&amp;gt;Sten. Bericht, S. 285.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Petition an Bismarck sowie die allgemeine monarchistische Stimmung zeigen, dass die Antisemiten sich die Erfüllung ihrer – oft ungenauen – Vorstellungen von vormodernen Institutionen erhofften, vorbei an Parlamenten. Die antisemitische Bewegung selbst blieb schwach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur findet sich kaum ein Niederschlag der beiden Kongresse; in Fachwerken zum Antisemitismus werden sie beiläufig erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jeweils ein Satz bei Arendt sowie Poliakov. Hannah Arendt: &#039;&#039;Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft&#039;&#039;, Frankfurt am Main 1955. [[Léon Poliakov]]: &#039;&#039;Geschichte des Antisemitismus&#039;&#039;, Frankfurt am Main 1988. Günther B. Ginzel (Hrsg.): &#039;&#039;Antisemitismus. Erscheinungsformen der Judenfeindschaft gestern und heute&#039;&#039;, Bielefeld 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
;Quellen&lt;br /&gt;
* Allgemeine Vereinigung zur Bekämpfung des Judenthums, Alliance universelle antijuive (Hrsg.): Manifest an die Regierungen und Völker der durch das Judenthum gefährdeten christlichen Staaten laut Beschlusses des Ersten Internationalen Antijüdischen Kongresses zu Dresden am 11. und 12. September 1882. Chemnitz 1883 (Druckbroschüre, Exemplar vorhanden in: Staatsarchiv Freiburg, Bestand B 715/1, Landratsamt Konstanz, Bestellnr. 2409)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Deutsche Reform. Organ der Deutschen Reform-Bewegung. Anwalt des werkthätigen Volkes gegenüber dem internationalen Manchestertum und Börsenliberalismus. Tageblatt für Politik,&#039;&#039; ehrlichen &#039;&#039;Geschäftsverkehr und Unterhaltung&#039;&#039;, Dresden, 10.–20. September 1882&lt;br /&gt;
* Simonyi, Iván von: &#039;&#039;Der Judaismus und die parlamentarische Komödie. Rede über die Täuschungen und die nothwendige Reform unseres modernen Repräsentativsystems, gehalten bei der Gelegenheit der Budgetdebatte am 7. Februar 1882 im ungarischen Abgeordnetenhause. Mit einer Einleitung Die Juden und die Hohlheit unserer modernen Politik und Verfassung&#039;&#039;, Pressburg und Leipzig: Verlag von Gustav Hechenast’s Nachfolgern, 1883&lt;br /&gt;
* Stenographischer Bericht über den II. antijüdischen Congress, einberufen durch die Allgemeine Vereinigung zur Bekämpfung des Judenthums (Alliance antijuive universelle) zu Chemnitz am 27. und 28. April 1883, in: &#039;&#039;Schmeitzner’s internationale Monatsschrift. Zeitschrift für die Allgemeine Vereinigung zur Bekämpfung des Judenthums (Alliance antijuive universelle)&#039;&#039;, redigiert von C. H. Rittner, 2. Band, Mai 1883, 5. Heft, S. 255–322&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sekundärliteratur&lt;br /&gt;
* Hans Engelmann: &#039;&#039;Die Entwicklung des Antisemitismus im 19. Jahrhundert und Adolf Stoeckers &#039;Antijüdische Bewegung&#039; &#039;&#039;, Diss. Erlangen, 1953&lt;br /&gt;
* Peter G. J. Pulzer: &#039;&#039;Die Entstehung des politischen Antisemitismus in Deutschland und Österreich 1867 - 1914. Mit einem Forschungsbericht des Autors.&#039;&#039; Reihe: Erich Maria Remarque Jahrbuch-Yearbook. V&amp;amp;R, Göttingen 2004, ISBN 3525369549&lt;br /&gt;
* Kurt Wawrzinek: &#039;&#039;Die Entstehung der deutschen Antisemitenparteien 1873 - 1890&#039;&#039;, Dr. Emil Ebering, Berlin 1927; Neudruck Kraus Reprint, Vaduz 1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Ulrich Wyrwa: [http://www.europa.clio-online.de/2009/Article=362 Die Internationalen Antijüdischen Kongresse von 1882 und 1883 in Dresden und Chemnitz. Zum Antisemitismus als europäischer Bewegung.] In: Themenportal Europäische Geschichte (2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismus in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internationale Tagung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum im Deutschen Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemnitzer Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikgeschichte (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung in Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Sachsen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kantorowicz-Aff%C3%A4re&amp;diff=799686</id>
		<title>Kantorowicz-Affäre</title>
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		<updated>2025-06-15T16:25:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Kategorie:Antisemitismus in Deutschland&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Kantorowicz-Affäre&#039;&#039;&#039; wird ein antisemitischer Zwischenfall in [[Berlin]] 1880/81 bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. November 1880 provozierten [[Bernhard Förster]] und [[Carl Jungfer]], beide Gymnasiallehrer und bekannte [[Antisemit]]en der „[[Berliner Bewegung]]“, gezielt jüdische Fahrgäste einer [[Berlin]]er [[Pferdebahn]] durch antisemitische Äußerungen. Daraufhin kam es zum offenen Streit mit dem jüdischen Spirituosenfabrikanten Edmund Kantorowicz, der in einem Handgemenge endete. Förster und Jungfer zeigten Kantorowicz wegen Körperverletzung an. Dieser antwortete mit einer [[Duell]]forderung, die von Förster aber zurückgewiesen wurde, da sein Gegner nicht [[Satisfaktion|satisfaktionsfähig]] sei. Unterstützung erhielt er dabei von der konservativen und antisemitischen Presse, die auf angebliche Unregelmäßigkeiten in Kantorowicz’ Geschäftspraktiken verwies und ihn als „Schnapsjuden“ bezeichnete. Am 30. August 1881 endete der Prozess gegen Kantorowicz mit einem Schuldspruch und einer einmonatigen Gefängnisstrafe. Allerdings stellte das Gericht fest, dass Förster und Jungfer den Angeklagten provoziert hätten. Im Berufungsverfahren wurde Kantorowicz dann nur noch eine Geldstrafe von 100 Mark auferlegt. Bernhard Förster – der Schwager [[Friedrich Nietzsche]]s – und Carl Jungfer wurden wegen ihres Verhaltens aus dem Schuldienst entlassen, Förster verlor außerdem seinen Offiziersrang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kantorowicz-Affäre wurde vor dem Hintergrund der Agitation der „Berliner Bewegung“ und der 1880/81 laufenden [[Antisemitenpetition]] politische Bedeutung beigemessen. Sie wurde in der Tagespresse, im Berliner Stadtrat und im preußischen Abgeordnetenhaus thematisiert und spaltete die Öffentlichkeit in zwei Lager. Die Affäre war symptomatisch für den in dieser Zeit um sich greifenden [[Radau-Antisemitismus]]. Durch gezielt provozierte Skandale und Affären versuchten Antisemiten wie Förster und Jungfer, das aus ihrer Sicht „verjudete“ Berliner Establishment (insbesondere den [[Berliner Senat|Stadtrat]] mit seiner linksliberalen Mehrheit) anzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Barnet Hartston: &#039;&#039;Sensationalizing the Jewish Question. Anti-Semitic Trials and the Press in the Early German Empire&#039;&#039; (= &#039;&#039;Studies in Central European History.&#039;&#039; Band 39). Leiden 2005, S. 37–51.&lt;br /&gt;
* Clemens Escher: &#039;&#039;Kantorowicz-Affäre (1880)&#039;&#039;, in: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &#039;&#039;Handbuch des Antisemitismus.&#039;&#039; Bd. 4, Ereignisse, Dekrete, Kontroversen, Berlin/Boston 2001, S. 217f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismus in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Affäre im Deutschen Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berliner Geschichte (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikgeschichte (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum im Deutschen Kaiserreich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Das_Judenthum_in_der_Musik&amp;diff=103134</id>
		<title>Das Judenthum in der Musik</title>
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		<updated>2025-06-15T16:12:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Kategorie:Antisemitismus in Deutschland&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Wagner Karikatur 02.jpg|mini|„Das Judenthum in der Musik, wie es Richard Wagner gefällt – wenn es nämlich 25 Gulden für einen Fauteuil bezahlt“ – Karikatur in der Zeitschrift &#039;&#039;[[Kikeriki]]&#039;&#039;, 1872.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Judenthum in der Musik&#039;&#039;&#039; ist ein [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitischer]] Aufsatz [[Richard Wagner]]s, den er 1850 während seines Aufenthalts in Zürich schrieb. Am 3. und 9. September 1850 erschien er in der von [[Franz Brendel]] redigierten &#039;&#039;[[Neue Zeitschrift für Musik|Neuen Zeitschrift für Musik]]&#039;&#039; unter dem Pseudonym K. [Karl] Freigedank. 1869 veröffentlichte Wagner den Aufsatz stark erweitert als eigenständige Broschüre unter seinem Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz kann als Höhepunkt einer literarischen Fehde gelten, die mit mehreren Besprechungen der Oper &#039;&#039;[[Le prophète|Der Prophet]]&#039;&#039; des jüdischen Komponisten [[Giacomo Meyerbeer]] in der &#039;&#039;[[Neue Zeitschrift für Musik|Neuen Zeitschrift für Musik]]&#039;&#039; im Januar 1850 begann, in denen dem „vaterlandslosen Meyerbeer“ ein „kosmopolitischer Musikstyl“ vorgeworfen worden war. Wagner, der in einem Brief an seinen Freund [[Theodor Uhlig]] vom 13. März 1850 Meyerbeer noch positiv bewertet hatte, änderte unter Uhligs Einfluss seine Meinung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Brzoska |url=http://www.meyerbeer.com/Brzoska_040914_Prophete.htm |titel=Remarks about Meyerbeer’s  Le Prophète a 19th century French Grand Opera in Five Acts |werk= |hrsg=Meyerbeer Fan Club |datum=2004-09-25 |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120810001016/http://www.meyerbeer.com/Brzoska_040914_Prophete.htm |archiv-datum=2012-08-10 |abruf=2022-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Sabine Henze-Döhring]], [[Sieghart Döhring]] |Titel=Giacomo Meyerbeer. Der Meister der Grand Opéra |Verlag=Verlag C. H. Beck |Ort=München |Datum=2014 |ISBN=978-3-406-66003-0 |Seiten=147–148}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem Beitrag unter dem Pseudonym Freigedank bezog sich Wagner auf einen vorausgegangenen Artikel, den Uhlig in der &#039;&#039;Neuen Zeitschrift für Musik&#039;&#039; geschrieben und sich dabei über den „hebräischen Kunstgeschmack“ geäußert hatte. Wagner hielt es, wie er selbst schreibt, für notwendig, diesen Gegenstand näher zu erörtern, um {{&amp;quot; |Text=das unwillkürlich Abstoßende, welches die Persönlichkeit und das Wesen der Juden für uns hat, zu erklären, um diese instinktmäßige Abneigung zu rechtfertigen, von welcher wir doch deutlich erkennen, dass sie stärker und überwiegender ist, als unser bewusster Eifer, uns dieser Abneigung zu entledigen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz fand zunächst keine große Beachtung, mit Ausnahme eines Protestes von elf Professoren des Leipziger Konservatoriums (heute [[Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig]]) an [[Franz Brendel]], den Herausgeber der &#039;&#039;Neuen Zeitschrift für Musik&#039;&#039;, die diesen zum Rücktritt aufforderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 veröffentlichte Wagner den Aufsatz erneut, und zwar als eigenständige Broschüre unter eigenem Namen mit einer Widmung und einem kurzen Vorwort sowie einem ausführlichen Nachwort an Marie von Mouchanoff-Kalergis. Diese hatte 1860 ein Defizit seiner Konzerte in Paris mit 10.000 Frs. gedeckt. Auf diese Broschüre und den in ihr enthaltenen Antisemitismus antwortete in aller Schärfe [[Gustav Freytag]] mit seinem Beitrag &#039;&#039;Der Streit über das Judentum in der Musik&#039;&#039; in der Zeitschrift &#039;&#039;Die Grenzboten&#039;&#039; (1869).&amp;lt;ref&amp;gt;Bernt Ture von zur Mühlen: &#039;&#039;Gustav Freytag. Biographie.&#039;&#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1890-8, S. 197&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt und Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Zeitschrift für Musik 1850 Jg17 Bd33 Nr19 Titel.jpg|200px|mini|1850, Heft 19 mit dem Beginn des Erstdrucks und der editorischen Rechtfertigung von [[Franz Brendel]]]]&lt;br /&gt;
Nach einleitenden Betrachtungen über eine vermeintliche übergroße Machtfülle der Juden („… der ‚Gläubiger der Könige‘ zum Könige der Gläubigen geworden.“) und über einen „unbesieglichen“ und „instinktmäßigen Widerwillen gegen das jüdische Wesen“ bezeichnet Wagner in seinem Aufsatz „den Juden“ an sich als „unfähig, durch seine äußere Erscheinung, seine Sprache, am allerwenigsten aber durch seinen Gesang, sich uns künstlerisch kundzugeben“, er könne „nur nachsprechen“ oder „nachkünsteln“. „Fremdartig und unangenehm“ sei in seiner Sprechweise ein, wie Wagner behauptet, „zischender, schrillender, summsender und murksender Lautausdruck“; ihren [[Kult]]us nennt er eine „Fratze des gottesdienstlichen Gesanges in einer Volks[[synagoge]]“, in der „Sinn und Geist verwirrende[s] Gegurgel[], Gejodel[] und Geplapper[]“ anzutreffen sei. Zugleich konstatiert Wagner im öffentlichen Gespräch mit Juden in ihrem Reden „kalte Gleichgültigkeit“ sowie einen „Mangel rein menschlichen Ausdruckes“. Gleichwohl sei „der Jude“ in der Musik zur Beherrschung des öffentlichen Geschmacks gelangt, und zwar aufgrund des Geldes, „das Adelsdiplom der neueren, nur noch geldbedürftigen Gesellschaft“. Wagner vergleicht die Kunst dabei mit einem Organismus, den ein „gänzlich fremdes Element“ durchdrungen habe, „aber nur, um ihn zu zersetzen“; dann löse dieser Organismus sich in eine „wimmelnde Viellebigkeit von Würmern“ auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Dieser Kunst konnten sich die Juden nicht eher bemächtigen, als bis in ihr das darzutun war, was sie in ihr erweislich offengelegt haben: ihre innere Lebensunfähigkeit.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kritisiert das musikalische Schaffen jüdischer Komponisten seiner Zeit. Als gebildete Juden seien diese bestrebt, die „auffälligen Merkmale ihrer niederen Glaubensgenossen“ von sich abzustreifen. Gerade dadurch aber seien sie zur „tiefen seelenvollen Sympathie mit einer großen gleichstrebenden Gemeinsamkeit“, deren unbewussten Ausdruck der wahre Musiker und Dichter zu deuten habe, nicht fähig. Was „der gebildete Jude“ auszusprechen habe, „wenn er künstlerisch sich kundgeben“ wolle, könne „nur das Gleichgültige und Triviale sein, weil sein ganzer Trieb zur Kunst ja nur ein luxuriöser, unnötiger“ sei. Wagner geht dabei insbesondere auf [[Felix Mendelssohn Bartholdy]] ein, dem schon Heine 1842 „mangelnde Naivität“ zugesprochen hatte. In seinem theoretischen Hauptwerk &#039;&#039;[[Oper und Drama]]&#039;&#039; von 1852 äußerte Wagner die gleiche Kritik gegenüber [[Giacomo Meyerbeer]]. [[Jacques Offenbach]], der [[Operette]]nkomponist, dagegen erfährt in seiner öffentlich-musikalischen Gefälligkeit keinerlei Würdigung; er findet unter „Jaques O.“ als vollständiger Verriss seiner musikalischen Qualitäten nur am Rande in einem Satz Erwähnung. [[Leipzig]] wiederum, das infolge des Wirkens Mendelssohns „die eigentliche musikalische Judentaufe erhalten“ habe, sei „ausschließlich Judenmusikweltstadt“ geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Was den Herren der römischen und mittelalterlichen Welt der [[Leibeigenschaft|leibeigene]] Mensch in Plack und Jammer gezinst hat, das setzt heut’ zu Tage der Jude in Geld um: Wer merkt es den unschuldig aussehenden Papierchen an, daß das Blut zahlloser Geschlechter an ihnen klebt? Was die Heroen der Künste dem kunstfeindlichen Dämon zweier unseliger Jahrtausende mit unerhörter, Lust und Leben verzehrender Anstrengung abrangen, setzt heute der Jude in Kunstwarenwechsel um: wer sieht es den manierlichen Kunststückchen an, daß sie mit dem heiligen Notschweiße des Genies zweier Jahrtausende geleimt sind?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 hatte Wagner den Aufsatz in der Absicht verfasst, „den Einfluß der Juden auf unsere Musik mit Aussicht auf Erfolg noch zu bekämpfen“. Bei der Wiederveröffentlichung 1869 sieht er sich als Unterlegenen einer angeblichen jüdischen [[Agitation]] (er spricht sogar von einer „umgekehrten Judenverfolgung“). Das seinerzeitige [[Pseudonym]] habe „dem Feinde das strategische Mittel“ zu seiner – Wagners – Bekämpfung in die Hand gegeben. Mit der erneuten Veröffentlichung unter eigenem Namen will er seine Position der eigenen Anhängerschaft gegenüber offenlegen. Zugleich spricht er die Hoffnung an, „dass nur diese Offenheit auch Freunde im feindlichen Lager, nicht sowohl mir zuführen, als zum eigenen Kampfe für ihre wahre Emanzipation stärken könne.“ In dieser Neuausgabe findet sich auch der Satz: „Ob der Verfall unsrer Kultur durch eine gewaltsame Auswerfung des fremden Elements aufgehalten werden könne, vermag ich nicht zu beurteilen, weil hierzu Kräfte gehören müssten, deren Vorhandensein mir unbekannt ist.“ Unmittelbar daran anschließend schreibt Wagner: „Soll dagegen dieses Element uns in der Weise [[Assimilation (Soziologie)|assimiliert]] werden, daß es mit uns gemeinschaftlich der höheren Ausbildung unsrer edleren menschlichen Anlagen zureife, so ist es ersichtlich, daß nicht die Verdeckung der Schwierigkeiten der Assimilation, sondern nur die offenste Aufdeckung derselben hierzu förderlich sein kann.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wagner Das Judenthum in der Musik 1869.jpg|mini|Die Broschüre von 1869]]&lt;br /&gt;
Die Publikation von 1869 zog zahlreiche Repliken nach sich, so [[Josef Engel de Jánosi|Joseph Engel]], &#039;&#039;Richard Wagner, das Judentum in Musik, eine Abwehr,&#039;&#039; 1869, [[Eduard Maria Oettinger]], &#039;&#039;Offenes Billetdoux an Richard Wagner&#039;&#039;, Dresden 1869, und Arthur von Truhart, &#039;&#039;Offener Brief an Richard Wagner,&#039;&#039; St. Petersburg 1869. Der Schriftsteller [[Gustav Freytag]] warf Wagner in einer Rezension der Schrift vor: „Im Sinne seiner Broschüre erscheint er selbst als der größte Jude“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich spricht Wagner jüdischen Künstlern jede Form von Originalität ab. Sie mögen ihr Handwerk [[Virtuose|virtuos]] beherrschen, das Ergebnis werde aber immer Täuschung, ja Lüge sein, wie er am Beispiel [[Heinrich Heine]]s ausführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich sagte oben, die Juden hätten keinen wahren Dichter hervorgebracht. Wir müssen nun hier {{Sperrsatz|Heinrich Heine}} erwähnen. Zur Zeit, da Goethe und Schiller bei uns dichteten, wissen wir allerdings von keinem dichtenden Juden: zu der Zeit aber, wo das Dichten bei uns zur Lüge wurde, unsrem gänzlich unpoetischen Lebenselemente alles Mögliche, nur kein wahrer Dichter mehr entsprießen wollte, da war es das Amt eines sehr begabten dichterischen Juden, diese Lüge, diese bodenlose Nüchternheit und jesuitische Heuchelei unsrer immer noch poetisch sich gebaren wollenden Dichterei mit hinreißendem Spotte aufzudecken. Auch seine berühmten musikalischen Stammesgenossen geißelte er unbarmherzig für ihr Vorgeben, Künstler sein zu wollen; keine Täuschung hielt bei ihm vor: von dem unerbittlichen Dämon des Verneinens Dessen, was verneinenswerth schien, ward er rastlos vorwärtsgejagt, durch alle Illusionen moderner Selbstbelügung hindurch, bis auf den Punkt, wo er nun selbst wieder sich zum Dichter log, und dafür auch seine gedichteten Lügen von unsren Componisten in Musik gesetzt erhielt. – Er war das Gewissen des Judenthumes, wie das Judenthum das üble Gewissen unsrer modernen Civilisation ist.&lt;br /&gt;
 |Quelle=S.&amp;amp;nbsp;31–32.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich hätten – so Wagner – die Juden nur eine Möglichkeit, in den Kreis der zivilisierten Menschheit zurückzukehren: mittels eines „durch Selbstvernichtung wiedergebärenden Erlösungswerks“. Als Beispiel hierfür führt Wagner im Schlussakkord seines Pamphlets von 1850 [[Ludwig Börne]] an, den Antipoden Heines:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Noch einen Juden haben wir zu nennen, der unter uns als Schriftsteller auftrat. Aus seiner Sonderstellung als Jude trat er Erlösung suchend unter uns: er fand sie nicht und mußte sich bewußt werden, daß er sie nur &#039;&#039;mit auch unsrer Erlösung zu wahrhaften Menschen&#039;&#039; finden können würde. Gemeinschaftlich mit uns Mensch werden, heißt für den Juden aber zu allernächst so viel als: aufhören, Jude zu sein. &#039;&#039;Börne&#039;&#039; hatte dies erfüllt. Aber gerade Börne lehrt auch, wie diese Erlösung nicht in Behagen und gleichgiltig kalter Bequemlichkeit erreicht werden kann, sondern daß sie, wie uns, Schweiß, Noth, Aengste und Fülle des Leidens und Schmerzes kostet. Nehmt rücksichtslos an diesem, durch Selbstvernichtung wiedergebärenden Erlösungswerke theil, so sind wir einig und ununterschieden! Aber bedenkt, daß nur Eines eure Erlösung von dem auf euch lastenden Fluche sein kann: die Erlösung [[Ewiger Jude|Ahasvers]], – der &#039;&#039;Untergang!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 |Quelle=S. 32.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jens Malte Fischer (siehe Literatur, S. 85–87) schreibt zu diesem Ende: {{&amp;quot; |Text=Von diesem Schluß ausgehend, hat es manche Mißdeutungen gegeben, die in den Stichworten ‚Untergang‘ und ‚Selbstvernichtung‘ die Vernichtung des europäischen Judentums im 20. Jahrhundert präformiert sehen wollten. Eine solche Interpretation scheint mir von den Konsequenzen des Antisemitismus im 20. Jahrhundert her bestimmt zu sein, zumindest von den Verschärfungen des Judenhasses beim späten Wagner, wie sie sich in den ‚Regenerationsschriften‘ der Spätzeit und den oft zitierten Äußerungen in Cosimas Tagebüchern abbilden. Wir sind jedoch gehalten, den Text so zu lesen, wie er uns aus dem Jahr 1850 entgegenblickt.}} Fischer führt aus, dass „Vernichtung“ und „Erlösung“ Grundbegriffe der mythengeleiteten Phantasie Wagners sind, wie sie sich beispielhaft in der Kundry-Figur im &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; darstellt, eine Ahasver-Figur: {{&amp;quot; |Text=Erlösung, Auflösung, gänzliches Erlöschen ist ihr nur verheißen, wenn einst ein reinster, blühendster Mann ihrer machtvollen Verführung widerstehen würde. […] sie fühlt, daß nur der Mann sie vernichtend erlösen könnte |Quelle=Wagner, Prosaentwurf zum &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039;, August 1865.}} Fischer: {{&amp;quot; |Text=‚Vernichtung‘, ‚Selbstvernichtung‘ und ‚Erlösung‘ sind also bei Wagner nicht per se Vokabeln, die mit ‚Ausrottung‘, mit mörderischen Intentionen zu tun haben müssen. Die Schlußpassage der Wagnerschen Schrift spielt deutlich mit christlichen Erlösungsvorstellungen. […] Die Juden können an diesem Prozeß teilnehmen, aber sie müssen eine entscheidende Vorbedingung erfüllen, indem sie aufhören, Juden zu sein.}} Sein Fazit: {{&amp;quot; |Text=Zwischen dem deutlichen [[Rassismus#Proto-Rassismus|Protorassismus]] des Textes und der pathetisch-[[Apokalypse|apokalyptischen]] Wolkigkeit des Schlusses klafft ein unüberwindbarer logischer Abgrund.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Inhumanität, die in der Verdrängung von Moral durch Geschichtsphilosophie besteht, sieht [[Carl Dahlhaus]] die „vergiftende Wirkung“ von Wagners Pamphlet:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Antisemit Wagner moralisiert nicht (und Intellektuelle mögen zunächst dazu neigen, ihm das zugute zu halten). Er macht es dem Judentum – der Allegorie, für die dann die realen Juden einstehen müssen – keineswegs zum Vorwurf, daß es bösartig sei, sondern behauptet mit gelassen-richterlicher Geste, daß das Judentum von der Geschichte – einer Instanz also, gegen deren Spruch es keine Berufung gibt – zur Schlechtigkeit verurteilt sei. Der Haß maskiert sich als Objektivität; man entscheidet nicht selbst (um dann die Konsequenzen der Entscheidung auf sich zu nehmen), sondern läßt den Weltgeist oder das Gesetz der Geschichte für sich reden.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Passagen des Pamphlets, die bei flüchtigem Lesen als die abscheulichsten erscheinen, weil das Ressentiment unverhohlen ausbricht, etwa die Karikatur jüdischen Sprechens, sind in Wahrheit nicht die schlimmsten, obwohl man sich vorstellen kann, daß sie zur Gewalt aufstachelten. Nicht die Schlächter, die den Antisemitismus vollstreckten, haben &#039;&#039;Das Judentum in der Musik&#039;&#039; gelesen, sondern Intellektuelle, die sich durch Wagners Musik dazu verführen ließen, sich miserable Philosopheme, die sie mit dem musikalischen Werk verknüpft glaubten, zu eigen zu machen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Erschienen unter dem Titel &#039;&#039;Richard Wagners Antisemitismus. Verdrängung der Moral durch Geschichtsphilosophie.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung.&#039;&#039; 19. April 1975; Wiederabdruck in: &#039;&#039;Gesammelte Schriften in 10 Bänden.&#039;&#039; Band 9, Laaber 2006, S. 365.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Dieter Borchmeyer]] dient die „vorgeblich [[Aufklärung|aufklärerische]] Methode“ Wagners, d. h. sein Versuch, die Antipathie gegen Juden „erklären“ zu wollen, dem Vorhaben – wie Wagner selbst schreibt –, „diese instinktmäßige Abneigung zu rechtfertigen“.  Dieses „durch und durch antiaufklärerische[…] Ziel“, so Borchmeyer, sei also die {{&amp;quot; |Text=Rechtfertigung, nicht […] [die] Überwindung der ins Bewusstsein gehobenen Aversion gegen alles (vermeintlich) Jüdische. Letztere erhält von Wagner gewissermaßen eine moralische Unbedenklichkeitsbescheinigung. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dieter Borchmeyer |url=https://www.bpb.de/apuz/160065/richard-wagners-antisemitismus |titel=Richard Wagners Antisemitismus |werk=Aus Politik und Zeitgeschichte |hrsg=[[Bundeszentrale für politische Bildung]] |datum=2013-05-14 |abruf=2022-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herfried Münkler]] schrieb, dass Wagner seinen Antisemitismus wohl weniger durch seine Rezipierung sozialistischer Ideen und Schriften bezogen habe – mit [[Michail Alexandrowitsch Bakunin|Bakunin]], dessen Judenhass ausgeprägt war, pflegte er Umgang, [[August Röckel]], ein wichtiger Ideengeber Wagners in Dresden, war hingegen kein Antisemit –, sondern es viel wahrscheinlicher sei, dass die „Unterlegenheits- und Abhängigkeitsempfindungen gegenüber Meyerbeer“ in Paris den eigentlichen Anlass für Wagners Schrift gebildet hätten. Ein Aufsatz seines engen Bekannten [[Theodor Uhlig]], der Meyerbeer in einem Zeitungsbeitrag Effekthascherei und kosmopolitischen Musikstil vorgeworfen hatte, könnte zudem Wagner dazu gebracht haben, den Angriff gegen Meyerbeer nicht Uhlig allein zu überlassen. Einen weiteren Grund sieht Münkler darin, dass Wagner zu dieser Zeit notorisch verschuldet gewesen sei. Gleichwohl habe Wagner aber auch nach erreichtem Erfolg und Wohlstand nicht von seiner Einstellung gelassen, die sich bei ihm „mit der Zeit zu einer veritablen Ideologie verfestigt“ habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Herfried Münkler: &#039;&#039;Marx, Wagner, Nietzsche. Welt im Umbruch.&#039;&#039; Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg, Juli 2023, S. 455 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der antisemitische Grundton von Wagners Schrift war bis in die [[Zeit des Nationalsozialismus]] wirksam und diente [[Karl Blessinger]] als Grundlage für sein Pamphlet: &#039;&#039;Mendelssohn, Meyerbeer, Mahler. Judentum in der Musik als Schlüssel zur Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts&#039;&#039;, das 1938 herausgegeben und 1944 erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Wagner: &#039;&#039;Die Kunst und die Revolution; Das Judentum in der Musik; Was ist deutsch?&#039;&#039; Herausgegeben und kommentiert von [[Tibor Kneif]], Rogner und Bernhard, München 1975, ISBN 3-8077-0034-X.&lt;br /&gt;
* Jens Malte Fischer: &#039;&#039;Richard Wagners ›Das Judentum in der Musik‹.&#039;&#039; Eine kritische Dokumentation als Beitrag zur Geschichte des Antisemitismus. Insel, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M., Leipzig 2000. Neuausgabe Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2015, ISBN 978-3-8260-5844-8.&lt;br /&gt;
* David Conway: &#039;&#039;Jewry in Music: Entry to the Profession from the Enlightenment to Richard Wagner.&#039;&#039; Cambridge University Press, Cambridge 2012, ISBN 978-1-107-01538-8.&lt;br /&gt;
* Melanie Kleinschmidt: &#039;&#039;„Der hebräische Musikgeschmack“. Lüge und Wahrhaftigkeit in der deutsch-jüdischen Musikkultur.&#039;&#039; Böhlau Verlag, Köln/Wien 2015, ISBN 978-3-412-21779-2.&lt;br /&gt;
* Jean-Jacques Nattiez: &#039;&#039;Wagner antisémite: un problème historique, sémiologique et esthétique.&#039;&#039; Christian Bourgois, Paris 2015, ISBN 978-2-267-02903-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Das Judenthum in der Musik (1869)|suffix=zweite, stark erweiterte Fassung der Schrift Wagners}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Judentum in der Musik|Das Judenthum in der Musik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Judenthum in der Musik}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk von Richard Wagner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismus in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Astara_(Aserbaidschan)&amp;diff=1316905</id>
		<title>Astara (Aserbaidschan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Astara_(Aserbaidschan)&amp;diff=1316905"/>
		<updated>2025-05-29T16:27:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Mit durchschnittlichen Niederschlägen von 35 mm im Juni, 34 mm im Juli und 64 mm im August sind die Sommer trotz der niedrigeren Niederschlagsmengen in dieser Jahreszeit nicht trocken. Siehe Quelle.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Aserbaidschan&lt;br /&gt;
|Name               = Astara&lt;br /&gt;
|ISO                = AST&lt;br /&gt;
|Gegründet          = &lt;br /&gt;
|Breitengrad        = 38/27/22/N&lt;br /&gt;
|Längengrad         = 48/52/30/E&lt;br /&gt;
|Höhe               = -25&lt;br /&gt;
|Einwohner          = 17600&lt;br /&gt;
|EinwohnerStand     = 2021&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stat.gov.az/source/demoqraphy/ap/en/2_6en.xls |titel=Population by sex, towns and regions, urban settlements at the beginning of the 2021 |werk=2_6en.xls (Excel-Datei) |hrsg=The State Statistical Committee of the Republic of Azerbaijan|datum=2021 |abruf=2022-02-27 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Metropolregion     = &lt;br /&gt;
|Fläche             = &lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl     = 2522&lt;br /&gt;
|Postleitzahl       = 0700&lt;br /&gt;
|Gemeindeart        = Stadt&lt;br /&gt;
|Gliederung         = &lt;br /&gt;
|Bürgermeister      = &lt;br /&gt;
|BürgermeisterStand = &lt;br /&gt;
|Partei             = &lt;br /&gt;
|AnschriftStraße    = &lt;br /&gt;
|AnschriftOrt       = &lt;br /&gt;
|Webpräsenz         = &lt;br /&gt;
|Stadtfest          = &lt;br /&gt;
|Karte              = &lt;br /&gt;
|Beschriftung       = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Astara şəhəri ümumi görünüş.jpg|mini|Blick auf Astara]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Astara&#039;&#039;&#039; ist eine Stadt in [[Aserbaidschan]] am [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meer]] und an der unmittelbaren Grenze zu der [[Astara (Iran)|gleichnamigen Stadt]] im [[Iran]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Das Siedlungsgebiet befindet sich auf beiden Seiten des Flusses Astaratschai, der hier ins Meer mündet, und der gleichzeitig die natürliche Grenze zwischen der aserbaidschanischen und der iranischen Stadt bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima in Astara ist [[Cfa-Klima|subtropisch feucht]] ([[effektive Klimaklassifikation]]: Cfa). Der jährliche Niederschlag beträgt 1.264&amp;amp;nbsp;mm. Die mittlere Durchschnittstemperatur liegt im Winter bei +8,9 °C, im Sommer bei +27 °C. Die Winter sind kühl, die Sommer heiß und feucht, der meiste Niederschlag fällt im Herbst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wetterkontor.de/de/klima/klima2.asp?land=az&amp;amp;stat=37989 Das Klima in Astara] wetterkontor.de, abgerufen am 2. Oktober 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt hat 17.600 Einwohner (Stand: 2021). 2014 betrug die Einwohnerzahl etwa 17.100.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.stat.gov.az/source/demoqraphy/en/1_19-20en.xls | wayback=20140716145620 | text=&#039;&#039;Population by sex, economic and administrative regions, urban settlements of the Republic of Azerbaijan at the beginning of the 2014&#039;&#039;}} auf der Website des &#039;&#039;Azərbaycan Respublikasının Dövlət Statistika Komitəsi&#039;&#039; (Staatliches Statistikkomitee der Republik Aserbaidschan)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist die Hauptstadt des aserbaidschanischen [[Astara (Rayon)|Rayons Astara]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Während der persischen Herrschaft war Astara eine Stadt in der Provinz [[Schirwan]] und das kulturelle Zentrum der [[Talyschen]].&lt;br /&gt;
Seit dem [[Friede von Gulistan|Frieden von Gulistan]] 1813 wurde die Stadt Teil des Russischen Reichs. Der Astaratschai wurde ab diesem Zeitpunkt zum Grenzfluss und teilte die Stadt in zwei Teile, die aserbaidschanische Stadt Astara und die iranische Stadt [[Astara (Iran)]].&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gehörte die Stadt von 1918 bis 1920 zur [[Demokratische Republik Aserbaidschan|aserbaidschanischen Republik]], danach zur [[Sowjetunion]]. Seit dem [[Zerfall der Sowjetunion]] gehört die Stadt zur [[Republik Aserbaidschan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Der Bus von [[Baku]] nach [[Teheran]] hält in der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.azerb.com/az-astara.html azerb.com] über die Stadt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt hat mit der [[Bahnstrecke Qazvin–Astara|Bahnstrecke Baku–Astara]] einen Eisenbahnanschluss zur Hauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. März 2017 wurde die neue  Eisenbahnbrücke mit 1520 mm und 1435 mm Spurweite über den Grenzfluss Astaratscha eröffnet. Die 8,3 Kilometer lange Strecke verbindet die beiden Teile Stadt und bindet sie  jeweils an Streckennetze in Europa und Asien an. Das aserbaidschanische Iran-Projekt gilt als ein wichtiger Bestandteil eines Nord-Süd-Transportkorridors, der eine direkte Eisenbahnverbindung zwischen Indien, dem Kaukasus, Russland und Nordeuropa schaffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://privatbahn-magazin.de/international/international-aserbaidschan-eroeffnet-neue-zugverbindung-in-den-iran/ International: Aserbaidschan eröffnet neue Zugverbindung in den Iran] Privatbahn Magazin, abgerufen am 2. Oktober 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
In Astara gibt es ein regionales historisches Museum &#039;&#039;(Astara Rayon Tarix-Diyarşünaslıq Muzeyi)&#039;&#039; in der Cəfər-Cabbarlı-Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Ziya Bünyadov]] (1923–1997), sowjetischer Offizier der Roten Armee, Orientalist und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Cəbrayıl Həsənov]] (* 1990), aserbaidschanischer Ringer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Astara, Azerbaijan|Astara}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Aserbaidschan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rayon Astara]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Olympic_National_Forest&amp;diff=1599290</id>
		<title>Olympic National Forest</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Olympic_National_Forest&amp;diff=1599290"/>
		<updated>2025-05-25T09:47:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Schutzgebiet&lt;br /&gt;
 | Name           = Olympic National Forest&lt;br /&gt;
 | Bild           = Mount Zion - west slope, Olympic National Forest.jpg&lt;br /&gt;
 | Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
 | IUCN_Kategorie = &lt;br /&gt;
 | Karte          = &lt;br /&gt;
 | Kartenbreite   = 300px&lt;br /&gt;
 | Kartentext     = Lage des Olympic National Forest&lt;br /&gt;
 | px             = 21&lt;br /&gt;
 | py             = 13&lt;br /&gt;
 | Lage           = [[Washington (Bundesstaat)|Washington]], [[Vereinigte Staaten|USA]]&lt;br /&gt;
 | Breitengrad    = 47/48/35.9/N&lt;br /&gt;
 | Längengrad     = 123/4/0.2/W&lt;br /&gt;
 | Region-ISO     = US-WA&lt;br /&gt;
 | Fläche         = 2.564 km²&lt;br /&gt;
 | Einrichtungsdatum = 1897 als Olympic Forest Reserve&lt;br /&gt;
 | Verwaltung     = [[U.S. Forest Service]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Buckhorn, Iron Mountains from Marmot Pass.jpg|miniatur|hochkant=2.0|Panoramablick vom Marmot-Pass zur &#039;&#039;Buckhorn Wilderness&#039;&#039;. ganz rechts Buckhorn und Iron Mountain]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Olympic National Forest&#039;&#039;&#039; ist ein [[Nationalforst]] (&#039;&#039;National Forest&#039;&#039;) im US-Bundesstaat [[Washington (Bundesstaat)|Washington]]. Mit einer Fläche von 2.564&amp;amp;nbsp;km² fügt er sich in Teilen um den [[Olympic-Nationalpark]] und den [[Mount Olympus (Washington)|Mount Olympus]]. Der Olympic National Forest befindet sich in den [[County (Vereinigte Staaten)|Counties]] [[Clallam County|Clallam]], [[Grays Harbor County|Grays Harbor]], [[Jefferson County (Washington)|Jefferson]] und im [[Mason County (Washington)|Mason]]. Die Landschaft des National Forests variiert vom gemäßigten Olympic-[[Gemäßigter Regenwald|Regenwald]] zum Salzwasserfjord des [[Hood Canal]]s und den Gipfeln des [[Mount Washington (Olympics)|Mount Washington]]. Der jährliche Niederschlag erreicht durchschnittlich über 5,6&amp;amp;nbsp;m, der Ströme wie den [[Humptulips River]] erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Olympic National Forest wurde ursprünglich 1897 als &#039;&#039;Olympic Forest Reserve&#039;&#039; gegründet und dann 1907 in „Olympic National Forest“ umbenannt. Eine Studie der [[United States Forest Service|amerikanischen Forstverwaltung]] ergab 1993, dass sich der Wald ursprünglich auf etwa 108.000 ha ausdehnte. Der Wald wird von zwei &#039;&#039;[[Ranger (Schutzgebietsbetreuer)|Ranger]]&#039;&#039;-Distrikten aus verwaltet: dem &#039;&#039;Pacific Ranger District&#039;&#039; an der westlichen Seite der [[Olympic Peninsula]] und dem &#039;&#039;Hood Canal Ranger District&#039;&#039; an der östlichen Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptverwaltung des Waldes befindet sich in [[Olympia (Washington)|Olympia]] und die Büros der &#039;&#039;Ranger&#039;&#039;-Distrikte in [[Forks]], [[Quinault (Washington)|Quinault]] und [[Quilcene]]. Das ehemalige Büro in [[Hoodsport]] schloss 2005 und beheimatet nun die dortige [[Handelskammer]]. Andere Orte am Rand des Walds sind [[Port Angeles]], [[Sequim]] und [[Amanda Park]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Lake Cushman]]&lt;br /&gt;
* [[Quinault Rain Forest]]&lt;br /&gt;
* [[Wynoochee Dam]]&lt;br /&gt;
* [[Seal Rock (Washington)|Seal Rock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wilderness-Gebiete ==&lt;br /&gt;
Durch das &#039;&#039;Washington Wilderness Act&#039;&#039; wurden 1984 im Gebiet des Olympic National Forest fünf [[Wilderness Area (Vereinigte Staaten)|Wilderness Area]] geschaffen. Zusammen umfassen sie 357&amp;amp;nbsp;km² und damit etwa 15 % der Fläche des National Forest. Alle fünf Schutzgebiete werden vom U.S. Forest Service verwaltet und sind ohne Gebühren zugänglich, doch wie in allen Wilderness Areas gibt es auch in diesen keine Straßen und andere Infrastruktur, sondern nur Wanderwege. Menschen dürfen das Gebiet für eine naturnahe Nutzung und nur zu Fuß oder zu Pferd betreten. Fahrzeuge aller Art (auch [[Mountainbike]]s) sind unzulässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Olympic Mountains The Brothers.jpg|miniatur|The Brothers vom Hood Canal aus]]&lt;br /&gt;
=== The Brothers Wilderness ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;The Brothers Wilderness&#039;&#039;&#039; liegt nördlich des &#039;&#039;Lena Lake&#039;&#039; im östlichen Teil des Olympic National Forest. Die Wilderness Area grenzt im Norden an die Buckhorn Wilderness und im Süden an die Mount Skokomish Wilderness, im Westen an die Olympic Wilderness im Olympic-Nationalpark. Der [[Dosewallips River]] im Norden und der [[Hamma Hamma River]] im Süden liegen noch außerhalb der Wilderness Aera. Bis auf einen Talabschnitt des East Fork des Lena Creek besteht das 6750 Hektar große Gebiet aus einer dicht bewaldeten Wildnis in steilem, hügeligen Gelände. Der niedrigste Punkt liegt auf 213&amp;amp;nbsp;m nahe dem Dosewallips River, der höchste Punkt ist ein Gipfel des 2092&amp;amp;nbsp;m hohen Doppelgipfels der &#039;&#039;The Brothers&#039;&#039;. Durch die Wilderness fließt der [[Duckabush River]] durch ein weites, von Gletschern geformtes und bewaldetes Tal. Vom Tal aus steigt das Gelände steil an, im Norden zum &#039;&#039;Jupiter Lake&#039;&#039; und zum 1737&amp;amp;nbsp;m hohen &#039;&#039;Mount Jupiter&#039;&#039;, im Süden zu den Gipfeln der The Brothers. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Schutzgebiet liegt im Regenschatten der Olympic Mountains, so dass mit jährlich 2032 Millimeter verhältnismäßig wenig Niederschlag fallen. Das Klima ist gemäßigt mit Temperaturen im Sommer bis zu 26&amp;amp;nbsp;°C und nur selten Frost in den Tälern im Winter. Die niedrigeren Lagen sind dicht bewaldet mit [[Westamerikanische Hemlocktanne|Westamerikanischen Hemlocktannen]], [[Douglasie]]n und [[Riesen-Lebensbaum|Riesen-Lebensbäumen]], in höheren Lagen mit [[Purpur-Tanne]]n und [[Berg-Hemlocktanne]]n, die in subalpine Bergwiesen und alpine Felszonen übergehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch das Gebiet führen nur wenige Wege für Tages- und Mehrtagestouren. Der Brothers Trail führt über den Lena Lake Trail zu den The Brothers, die ein beliebtes Klettergebiet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Buckhorn Wilderness ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Buckhorn Wilderness&#039;&#039;&#039; liegt im nordöstlichen Abschnitt des Olympic National Forest. Im Westen grenzt sie an die Olympic Wilderness im Olympic-Nationalpark und im Süden an die The Brothers Wilderness. Durch den [[Dungeness River]] und ein 87 Hektar großes Bergbaugebiet ist die 179&amp;amp;nbsp;km² große Wilderness in einen kleineren nördlichen Teil und einen größeren südlichen Teil geteilt. Namensgebend ist der 2130&amp;amp;nbsp;m hohe &#039;&#039;Mount Buckhorn&#039;&#039; im südlichen Teil des Schutzgebiets. Der höchste Berg ist der 2174&amp;amp;nbsp;m hohe &#039;&#039;Mount Fricaba&#039;&#039;, andere Berge sind der 2118&amp;amp;nbsp;m hohe &#039;&#039;Iron Mountain&#039;&#039; und der 1935&amp;amp;nbsp;m hohe &#039;&#039;Tyler Peak&#039;&#039;. In den unteren Zonen ist das Schutzgebiet mit einem Urwald aus Douglasien, Westamerikanischen Hemlocktannen und Riesen-Lebensbäumen sowie dichtem Unterwuchs aus Farnen und Beerensträuchern bewaldet, in höheren Lagen wachsen Westliche [[Weymouth-Kiefer]]n und [[Felsengebirgs-Tanne]]n, bis der Wald in subalpine Bergwiesen und schließlich in steiles, felsiges Gelände übergeht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch den nördlichen Teil fließt der [[Gray Wolf River]]. Südlich des Flusses geht das Gelände in einen sehr steilen und unwegsamen Höhenzug über. Der südliche Teil ist noch steiler und unwegsamer als der nördliche Teil. Durch gletschergeformte Täler fließen der Dungeness und der [[Quilcene River]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Etwa 95 Kilometer Wege für Tages- und Mehrtagestouren führen durch das Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Colonel Bob Wilderness ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Colonel Bob Wilderness&#039;&#039;&#039; liegt östlich des [[Lake Quinault]] in der südwestlichen Ecke des Olympic National Forest. Im Norden grenzt sie an die Olympic Wilderness im Olympic-Nationalpark. Durch die 4840 Hektar große Wilderness Aera verlaufen zwei Bergketten, der Großteil des Gebiets liegt oberhalb einer Höhe von 500&amp;amp;nbsp;m. Der niedrigste Punkt liegt auf 90&amp;amp;nbsp;m Höhe im Quinault Valley und steigt dann steil innerhalb von 1,5 Kilometern auf über 1200&amp;amp;nbsp;m an. Die höchste Erhebung liegt auf 1374&amp;amp;nbsp;m an der östlichen Gebietsgrenze. Namensgebend ist der mitten im Gebiet liegende 1369&amp;amp;nbsp;m hohe &#039;&#039;Colonel Bob&#039;&#039;. Mehrere kleine Bäche fließen nordwärts zum Quinault River oder südwärts Richtung Humptulips River.&lt;br /&gt;
Die Colonel Bob Wilderness erhält jährlich Niederschläge bis zu 3800 Millimeter und ist großteils mit einem dichten gemäßigten Regenwald aus Westamerikanischen Hemlocktannen und Purpur-Tannen bewaldet, der mit Riesen-Lebensbäumen, Douglasien und [[Sitka-Fichte]]n durchsetzt ist. Der dichte Unterwuchs besteht aus Farnen, Sträuchern und Wildblumen. In den höheren Zonen geht die Vegetation in subalpine Wiesen und alpines, felsiges Gelände über. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch das Gebiet führen über 19 Kilometer teils steile und schwierige Wanderwege, unter anderem der Colonel Bob Trail. Vom Gipfel des Colonel Bob bietet sich ein Panoramablick auf den Lake Quinault.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mt Skokomish Wilderness.jpg|miniatur|Schneeschuhgeher in der Mount Skokomish Wilderness, im Hintergrund der Mount Pershing]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mount Skokomish Wilderness ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Mount Skokomish Wilderness&#039;&#039;&#039; liegt nördlich des Lake Cushman im Mason County im südöstlichen Bereich des Olympic National Forest. Die Wilderness Area grenzt im Norden an die Olympic Wilderness des Olympic-Nationalparks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch das 5267 Hektar große Gebiet verlaufen von Nordosten nach Südwesten zwei Höhenrücken. Das Gebiet besteht aus sehr steilem, bergigen Gelände, die niedrigste, 250&amp;amp;nbsp;m hoch gelegene Stelle befindet sich am Lake Cushman, der höchste Punkt ist der Gipfel des 2015&amp;amp;nbsp;m hohen Mount Stone. Der namensgebende, 1961&amp;amp;nbsp;m hohe Mount Skokomish, der auf der nordwestlichen Grenze des Schutzgebiets zum Olympic-Nationalpark liegt. Weitere Gipfel sind der 1828&amp;amp;nbsp;m hohe Mount Henderson, der 1814&amp;amp;nbsp;m hohe [[Mount Ellinor]], der 1875&amp;amp;nbsp;m hohe Mount Pershing und der 1907&amp;amp;nbsp;m hohe Mount Washington. Die niedrigeren Zonen sind mit Urwald aus Douglasien, Westamerikanischen Hemlocktannen und Riesenlebensbäumen bewaldet. Im höher gelegenen Teil der Wilderness besteht der Wald aus Felsengebirgs-Tannen und Westlichen Weymouth-Kiefern, die schließlich einer kargen alpinen Vegetation und kahlen Felsen weichen. Durch das Tal zwischen den Bergketten fließt der Hamma Hamma River, dessen Ursprung in den Mildred Lakes liegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch das Gebiet verlaufen nur vier steile Wege mit 20 Kilometer Gesamtlänge. Die Gipfel im Schutzgebiet sind beliebte Kletterziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wonder Mountain Wilderness ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wonder Mountain Wilderness&#039;&#039;&#039; liegt im Mason County westlich des Lake Cushman in der südöstlichen Ecke des Olympic National Forest und grenzt im Norden an den Olympic National Park. Die mit 950 Hektar kleinste Wilderness Area des Olympic National Forest hat die Form eines Dreiecks. Die südliche Spitze des Dreiecks bildet der abrupt ansteigende, 1477&amp;amp;nbsp;m hohe Felsgipfel des Wonder Mountain, an der tiefsten Stelle liegt der Park 530&amp;amp;nbsp;m hoch. Im Parkgebiet fallen jährlich etwa 1500 Millimeter Niederschlag, ein Großteil davon als Schnee. Die Temperaturen erreichen selten mehr als 26&amp;amp;nbsp;°C. Die Berghänge sind dicht mit Westamerikanischen Hemlocktannen, Douglasien und Purpurtannen sowie einem Unterwuchs aus Beerensträuchern bewaldet. In der Wilderness liegen die Quellgebiete des McKay Creek und anderer Bäche. Die Bachläufe sind mit einem dichten Urwald aus Erlen, Weiden und [[Weinblatt-Ahorn]] bewachsen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch das Gebiet führen keine ausgebauten Wege. Nur zwei Forstwege führen im Südosten und Südwesten in die Nähe des Gebiets, das Betreten der Wildnis ist nur querfeldein möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Olympic National Forest}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fs.fed.us/r6/olympic/index.shtml Internetpräsenz des Olympic National Forest]&lt;br /&gt;
* [http://www.fs.fed.us/r6/olympic/recreation-nu/wilderness/buckhorn.pdf Infoblatt zur Buckhorn Wilderness]&lt;br /&gt;
* [http://www.wilderness.net/index.cfm?fuse=NWPS&amp;amp;sec=wildView&amp;amp;WID=83 www.wilderness.net: Buckhorn]&lt;br /&gt;
* [http://www.fs.fed.us/r6/olympic/recreation-nu/wilderness/TheBrothers.pdf Infoblatt zur The Brothers Wilderness]&lt;br /&gt;
* [http://www.wilderness.net/index.cfm?fuse=NWPS&amp;amp;sec=wildView&amp;amp;WID=597 www.wilderness.net: The Brothers]&lt;br /&gt;
* [http://www.fs.fed.us/r6/olympic/recreation-nu/wilderness/ColonelBob.pdf Infoblatt zur Colonel Bob Wilderness]&lt;br /&gt;
* [http://www.wilderness.net/index.cfm?fuse=NWPS&amp;amp;sec=wildView&amp;amp;WID=132 www.wilderness.net: Colonel Bob]&lt;br /&gt;
* [http://www.fs.fed.us/r6/olympic/recreation-nu/wilderness/MtSkokomish.pdf Infoblatt zur Mount Skokomish Wilderness]&lt;br /&gt;
* [http://www.wilderness.net/index.cfm?fuse=NWPS&amp;amp;sec=wildView&amp;amp;WID=383 www.wilderness.net: Mount Skokomish]&lt;br /&gt;
* [http://www.fs.fed.us/r6/olympic/recreation-nu/wilderness/WonderMtn.pdf Infoblatt zur Wonder Mountain Wilderness]&lt;br /&gt;
* [http://www.wilderness.net/index.cfm?fuse=NWPS&amp;amp;sec=wildView&amp;amp;WID=657 www.wilderness.net: Wonder Mountain]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:National Forest (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Washington)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Clallam County]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grays Harbor County]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jefferson County (Washington)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mason County (Washington)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nationalkongress_(Brasilien)&amp;diff=506067</id>
		<title>Nationalkongress (Brasilien)</title>
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		<updated>2025-05-10T08:24:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Siehe auch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Plenário do Senado (33648472268).jpg|mini|Plenarsaal des Senats]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Posse Presidencial 2023 (52600144322).jpg|mini|Plenarsaal der Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brasilia Congresso Nacional 05 2007 221.jpg|mini|Kongressgebäude]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Nationalkongress Brasiliens&#039;&#039;&#039; ({{ptS|Congresso Nacional do Brasil}}) ist [[Brasilien]]s oberstes Organ der [[Legislative]] mit Sitz in [[Brasília]]; er ist als [[Zweikammersystem|bikamerales]] (Senat und Abgeordnetenkammer) organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Der Nationalkongress setzt sich aus zwei Kammern zusammen:&lt;br /&gt;
* Der [[Bundessenat (Brasilien)|Bundessenat]] &#039;&#039;(Senado Federal)&#039;&#039; besteht aus 81 Sitzen: jeweils drei für jeden der 26 [[Liste der Bundesstaaten Brasiliens|Bundesstaaten]] Brasiliens sowie den &#039;&#039;[[Distrito Federal do Brasil|Distrito Federal]]&#039;&#039;. Die Senatoren werden per Mehrheitswahlrecht für acht Jahre gewählt. Die Wahl in den Bundesstaaten ist gestaffelt, sodass zu einem bestimmten Wahltermin erst zwei Drittel der Senatoren gewählt werden, während das verbleibende Drittel dann vier Jahre später gewählt wird.&lt;br /&gt;
* In die [[Abgeordnetenkammer (Brasilien)|Abgeordnetenkammer]] &#039;&#039;(Câmara dos Deputados)&#039;&#039; werden 513 Abgeordnete gewählt. Eine Amtszeit beträgt vier Jahre. Die Wahlen basieren auf einem komplexen Verhältniswahlrecht, bei dem Stimmen für eine Partei und Stimmen für Kandidaten dieser Partei zusammengezählt werden. Daraus werden die dieser Partei zustehenden Sitze ermittelt und die Kandidaten mit den meisten Einzelstimmen kommen in die Abgeordnetenkammer. Die Sitze werden im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen der Bundesstaaten verteilt, allerdings bekommt jeder Staat mindestens acht Sitze und maximal 70 Sitze. Somit ist das System zugunsten der kleineren Staaten gewichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nationalkongress gilt als zersplittert. Nach den [[Wahlen in Brasilien 2014|Wahlen im Oktober 2014]] waren in Senat und Abgeordnetenhaus 28 unterschiedliche Parteien vertreten, von denen 11 eine lose Regierungskoalition bildeten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/01-Nodes_Uebersichtsseiten/Brasilien_node.html |titel=Brasilien |werk=www.auswaertiges-amt.de |hrsg= [[Auswärtiges Amt]] |datum=2016-09 |abruf=2016-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da es in Brasilien unter Politikern nicht unüblich ist, die Partei zu wechseln, ändert sich die Zahl der Sitze pro Partei recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Amtsantritt von [[Luiz Inácio Lula da Silva]] besetzten Anhänger des [[Präsidentschaftswahl in Brasilien 2022|im Oktober 2022 abgewählten]] Präsidenten [[Jair Bolsonaro]] nach Demonstrationen im Januar 2023 kurzzeitig das Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kongressgebäude ==&lt;br /&gt;
In [[Rio de Janeiro]] waren Senat und Abgeordnetenhaus zuletzt im [[Palácio Tiradentes]] untergebracht, dem heutigen Sitz der [[Legislativversammlung des Bundesstaats Rio de Janeiro|gesetzgebenden Versammlung]] des Bundesstaates Rio de Janeiro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Kongressgebäude, welches seit 1960 beide Kammern beherbergt, wurde zwischen 1958 und 1960 errichtet. Es befindet sich am östlichen Ende der zentralen [[Eixo Monumental]] von [[Brasília]] und bildet deren optischen Abschluss. Wie viele andere öffentliche Bauten der Stadt wurde auch dieser [[Gebäudekomplex]] vom Architekten [[Oscar Niemeyer]] entworfen. Vor dem Gebäude mit den Plenarsälen erstreckt sich eine große, abfallende Rasenfläche, welche ein beliebter Platz für Demonstrationen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plenarsäle beider Kammern befinden sich in dem quer zur Eixo Monumental liegenden Flachbau. Der des Senats unter der konkaven [[Kuppel]] auf der mit Blick aus Richtung Stadtzentrum linken Seite, der des Abgeordnetenhauses rechts unter der konvexen Schale. Die Abgeordnetenbüros befinden sich in zwei Scheibenhochhäusern hinter dem Flachbau. Um den Gebäudekomplex optisch im Gleichgewicht zu halten, sind diese außermittig nach links versetzt angeordnet, in Richtung der im Vergleich zur Schale kleineren Kuppel. Zu dem Gebäudekomplex gehören noch weitere Gebäude in der Umgebung, die zum Teil durch unterirdische Tunnel miteinander verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Esplanada dos Ministérios, Brasília DF 04 2006.jpg|Lage im Regierungsviertel&lt;br /&gt;
Brasilia National Congress.JPG|Kongressgebäude aus Richtung Stadtzentrum&lt;br /&gt;
Fotos produzidas pelo Senado (26364177643).jpg|Kongressgebäude aus Richtung [[Praça dos Três Poderes]]&lt;br /&gt;
Manifestação (25509017660).jpg|Demonstration im März 2016&lt;br /&gt;
Brazilia city, Parliament.jpg|Künstlicher See vor dem Kongressgebäude&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Palácio Monroe]], Sitz des Nationalkongresses von 1914 bis 1920 in Rio de Janeiro&lt;br /&gt;
* [[Palácio Tiradentes]], Sitz des Nationalkongresses von 1926 bis 1960 in Rio de Janeiro&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|National Congress of Brazil|Nationalkongress (Brasilien)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.congressonacional.leg.br/ Congresso Nacional] Offizielle Website des Nationalkongresses (brasilianisches Portugiesisch)&lt;br /&gt;
* [http://www12.senado.leg.br/hpsenado Senado Federal] Offizielle Website des Senats (brasilianisches Portugiesisch)&lt;br /&gt;
* [http://www2.camara.leg.br/ Câmara dos Deputados] Offizielle Website des Abgeordnetenhauses (brasilianisches Portugiesisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Parlamente in Amerika&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Legislativen in Brasilien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=-15.799672|EW=-47.864181|type=landmark|region=BR-DF}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalkongress (Brasilien)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parlament (Brasilien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Brasília]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1960er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oscar Niemeyer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Brasília)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pinacoteca_do_Estado_de_S%C3%A3o_Paulo&amp;diff=2086027</id>
		<title>Pinacoteca do Estado de São Paulo</title>
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		<updated>2025-05-10T07:58:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Kategorie:Bauwerk des Eklektizismus in Brasilien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Pinacoteca de São Paulo, Brazil.jpg|miniatur|Pinacoteca do Estado de São Paulo]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Pinacoteca do Estado de São Paulo&#039;&#039;&#039; ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen in der Stadt [[São Paulo]] in [[Brasilien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die [[Gemäldegalerie]] befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur [[Estação da Luz]], dem zentralen Bahnhof der Stadt, in einem großen Ziegelbau, welcher von [[Ramos de Azevedo]], dem bedeutenden paulistanischen Architekten, entworfen wurde. Das Gebäude wurde 1905 eingeweiht und sollte ursprünglich als Sitz des „Liceu de Artes e Oficios“ dienen. 1911 bereits wurde es per Dekret in ein Museum umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem durch [[Paulo Mendes da Rocha]] geleiteten Umbau in den 1990er-Jahren, bei dem eine Mischung von alter Bausubstanz und modernen architektonischen Elementen aus dem Gebäude eines der eindrücklichsten Museen überhaupt machten, ist diese Institution zu einer der dynamischsten des Landes geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Annex zur Pinacoteca ist die [[Estação Pinacoteca]] auf der anderen Seite der Estação da Luz; dieses Gebäude steht für Ausstellungen zur Verfügung und beherbergt das Dokumentationszentrum der Pinacoteca. Hier befand sich während der Militärdiktatur der Sitz des [[Departamento de Ordem Política e Social]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2008 wurden bei einem [[Kunstraub]] vier Gemälde gestohlen (zwei Bilder von [[Pablo Picasso]] und zwei Bilder von [[Lasar Segall]]). Bereits ein Jahr zuvor verschwanden aus diesem Museum zwei weitere Bilder von Pablo Picasso.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/7451986.stm BBC:Two Picassos stolen in Brazil] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mai 2017 ist der deutsche Kunsthistoriker und Kurator [[Jochen Volz]] Direktor der Pinakothek.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://oglobo.globo.com/cultura/artes-visuais/pinacoteca-de-sao-paulo-anuncia-jochen-volz-como-diretor-geral-20611885|titel=Pinacoteca de São Paulo anuncia Jochen Volz como diretor-geral |autor=|hrsg=|werk=Jornal [[O Globo]]|datum=2016-12-08|sprache=pt-BR|zugriff=2018-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 2018: &#039;&#039;Radical Women: Latin American Art, 1960–1985.&#039;&#039; (&#039;&#039;Mulheres Radicais: arte latino-americana, 1960–1985.&#039;&#039;) Wanderausstellung [[Armand Hammer Museum of Art|Hammer Museum]], Los Angeles, [[Brooklyn Museum]], New York, Pinacoteca de São Paulo, São Paulo&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hammer.ucla.edu/radical-women |hrsg=hammer.ucla.edu |titel=Radical Women: Latin American Art, 1960–1985 – Hammer Museum |werk=ucla.edu |sprache=en |abruf=2021-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://pinacoteca.org.br/programacao/mulheres-radicais-arte-latino-americana-1960-1985/ |hrsg=pinacoteca.org.br |titel=Pinacoteca – Mulheres radicais: arte latino-americana, 1960–1985 |werk=org.br |abruf=2021-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Taisa Palhares (Hrsg.): &#039;&#039;Arte brasileira na Pinacoteca do Estado de São Paulo. Do século XIX aos anos 1940&#039;&#039;. Cosac Naify, São Paulo 2009, ISBN 978-85-7503-633-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://pinacoteca.org.br/ Website der Pinacoteca do Estado]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=23/32/03.1/S|EW=46/38/01/W|type=landmark|region=BR-SP}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=5063468-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstmuseum in Brasilien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in São Paulo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in São Paulo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsgründung 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Eklektizismus in Brasilien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Museu_Paulista&amp;diff=2311323</id>
		<title>Museu Paulista</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Museu_Paulista&amp;diff=2311323"/>
		<updated>2025-05-10T06:56:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Kategorie:Bauwerk des Eklektizismus in Brasilien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:MuseuIpiranga2.jpg|miniatur|Museu Paulista]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Museu Paulista2.jpg|miniatur|Museu Paulista]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Museudoipiranga-1902-Guilherme-Gaensly.jpg|miniatur|Museu do Ipiranga im Jahre 1902, Photo von [[Guilherme Gaensly]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Agustín Salinas y Teruel - School Festival at Ipiranga - Google Art Project.jpg|miniatur|Das Museum im Jahre 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Museu Paulista&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Museu do Ipiranga&#039;&#039;, &#039;&#039;Museu Paulista da Universidade de São Paulo&#039;&#039;) ist ein [[Museum]] in der [[Brasilien|brasilianischen]] Stadt [[São Paulo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Museum wurde als Denkmal an die Unabhängigkeit Brasiliens vom italienischen Ingenieur [[Tommaso Gaudenzio Bezzi]], dessen Entwurf von 1881 drei Jahre später durch die Provinzregierung angenommen wurde, geplant und zwischen 1885 und 1889 vom ebenfalls italienischen Architekten [[Luigi Pucci]] errichtet. Bei dem Bauwerk handelt es sich um einen Palastbau im [[Neoklassizismus (Kunst)|neoklassischen]] ([[Eklektizismus|eklektistischen]]) Stil, der nach dem vereinfachten Idealmodell eines Renaissance-Palastes gestaltet ist. Ein eleganter, mit [[Portikus|Portiken]] versehener Zentralbau mit zwei großen Seitenflügeln charakterisieren das Gebäude. Die Gesamtlänge der Fassade beträgt 123 Meter. Der realisierte Bau entspricht nicht dem ursprünglichen, im Museum ausgestellten Modell. Dieses sah einen zusätzlichen Abschlusstrakt an jeder Seite vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass praktisch die gesamte Baumannschaft aus Italienern bestand (die an vielen anderen Großprojekten jener Zeit in São Paulo beteiligt waren), da die Brasilianer, die zu der Zeit immer noch in traditioneller Schilfrohrtechnik bauten, wahrscheinlich nicht genügend Fachkräfte zur Realisierung eines solchen Monumentalbaus aus Stein hätten zusammenziehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 wurde der Bau für beendet erklärt, obwohl die Freitreppe und die Eingangshalle noch nicht fertiggestellt waren, weil die notwendigen Materialien nicht rechtzeitig aus Italien eingetroffen waren. Diese werden wenig später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Museum zeigt mit einem Fundus von 125.000 Objekten eine völkerkundlich-historische Ausstellung über Brasilien und insbesondere eine Abteilung zur Geschichte São Paulos, die u.&amp;amp;nbsp;a. ein Modell der Stadt im Jahre 1841 besitzt. Das Museum gehört zur [[Universität von São Paulo]] und ist als Forschungs- und Lehrbetrieb sehr aktiv. Den ursprünglichen Grundstein der Sammlung bildet das Inventar des ehemaligen Muséu Sertório, welches dem Obersten [[Joaquim Sertório]] gehörte, und von [[Francisco de Paula Mayrinck]] 1890 als Geschenk an den Staat São Paulo von diesem erworben wurde. Das Museu Paulista als Institution wurde 1893 durch ein Gesetz ins Leben gerufen, und die Sammlung Sertório wurde daraufhin 1894 in den Museumspalast verbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung des Museu Paulista fand am 7. September 1895 statt. Erster Direktor war der deutsche Naturforscher [[Hermann von Ihering]], der maßgeblich am Aufbau des Museums mitwirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurde der Palastbau mit weiteren dekorativen Elementen versehen. Namentlich wurden zwei aus der Hand des italienischen Bildhauers [[Luigi Brizzolara]] stammende große Statuen der [[Bandeirantes]] [[António Raposo Tavares]] und [[Fernão Dias Paes]] aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.mp.usp.br/ Offizielle Website]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=-23.585608|EW=-46.609678|type=landmark|region=BR-SP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in São Paulo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universidade de São Paulo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Neoklassizismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Eklektizismus in Brasilien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Historismus in Brasilien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren|Sao Paulo, Museu Paulista]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in São Paulo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Museum in Brasilien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsgründung 1895]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.174.55.43</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pal%C3%A1cio_Tiradentes&amp;diff=1911064</id>
		<title>Palácio Tiradentes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pal%C3%A1cio_Tiradentes&amp;diff=1911064"/>
		<updated>2025-05-10T06:55:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;78.174.55.43: Kategorie:Bauwerk des Eklektizismus in Brasilien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Rio (Palácio Tiradentes) (28Mar1964) REFON.jpg|mini|250px|Der Tiradentes-Palast 1964]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Palácio Tiradentes&#039;&#039;&#039; befindet sich am [[Praça Quinze de Novembro]] in der Stadt [[Rio de Janeiro]], [[Brasilien]]. Er war zwischen 1926 und 1960 das Gebäude des [[Nationalkongress (Brasilien)|brasilianischen Nationalkongresses]] und ist aktuell der Sitz der gesetzgebenden Versammlung des Bundesstaates [[Rio de Janeiro (Bundesstaat)|Rio de Janeiro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Erbaut auf dem Gelände eines alten Gefängnisses aus der Kolonialzeit ersetzte der Palast das ehemalige Gebäude des Kaiserlichen Parlaments. Sein Name ehrt den Nationalhelden &#039;&#039;Joaquim José da Silva Xavier&#039;&#039;, genannt [[Tiradentes]], zu Deutsch „Zahnzieher“, der dort inhaftiert war, bevor er am 21. April 1792 am Galgen hingerichtet und anschließend gevierteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Proklamierung des [[Estado Novo (Brasilien)|Estado Novo]] im Jahr 1937 wurde die Tiradentes-Palast Sitz der Abteilung für Presse und Propaganda (DIP). Mit dem Ende des Estado Novo 1954 kehrte die Abgeordnetenkammer in das Haus zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1960 [[Brasília]] die Hauptstadt wurde, wurde Rio de Janeiro Bestandteil des Bundesstaates [[Guanabara (Bundesstaat)|Guanabara]] und der Tiradentes-Palast wurde Sitz der Gesetzgebenden Versammlung des Staates Guanabara. Guanabara bestand zwischen 1960 und 1975. Nach der Errichtung des Bundesstaates [[Rio de Janeiro (Bundesstaat)|Rio de Janeiro]] wurde im Tiradentes-Palast die [[Legislativversammlung des Bundesstaats Rio de Janeiro|Gesetzgebende Versammlung von Rio de Janeiro]] (ALERJ) untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rio-PalacioTiradentes.jpg|mini|250px|Haupteingang des Palácio Tiradentes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerk ==&lt;br /&gt;
Das Bauwerk ist in [[Eklektizismus|eklektischem]] Stil gehalten. Über dem Eingang stehen allegorische Skulpturen, die die Unabhängigkeit der Republik versinnbildlichen sollen. Im Inneren der Kuppel, verziert mit Malereien des brasilianischen Künstlers &#039;&#039;Rodolfo Chambelland&#039;&#039;, gibt es ein bemaltes Glasfenster, den Himmel darstellend wie in der Nacht des 15. November 1889, dem Zeitpunkt der Proklamation der Republik Brasilien. Das Gebäude beherbergt auch Dekorationen von renommierten Künstlern wie [[Eliseu Visconti]], [[Carlos Oswald]] und [[John Timothy Costa]]. Eine Dekorplatte des Tiradentes-Palasts wurde von Eliseu Visconti im Jahre 1926 ausgeführt und stellt die Unterzeichnung der ersten republikanischen Verfassung von 1891 dar. Auf der großen Tafel, im Jahr 2001 restauriert, finden sich lebensgroße Porträts der dreiundsechzig Abgeordneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Eliseu Visconti - Assinatura da Constituição de 1891.jpg|mini|&#039;&#039;Unterzeichnung der Verfassung 1891&#039;&#039;, Eliseu Visconti (1926)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.alerj.rj.gov.br Offizielle Seite der Gesetzgebenden Versammlung des Staates Rio de Janeiro (ALERJ)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tiradentes, Palacio}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Rio de Janeiro]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parlamentsgebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sitzungsort eines Parlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal (Brasilien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Legislative (Bundesstaat Rio de Janeiro)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalkongress (Brasilien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Eklektizismus in Brasilien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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