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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_von_Stahl&amp;diff=195659</id>
		<title>Alexander von Stahl</title>
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		<updated>2025-04-12T10:52:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;79.153.26.157: /* Sonstiges */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Alexander von Stahl&#039;&#039;&#039; (* [[10. Juni]] [[1938]] in [[Berlin]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]] und ehemaliger Politiker ([[Freie Demokratische Partei|FDP]]). Von Mai 1975 bis Februar 1989 war er [[Staatssekretär]] der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, von Juni 1990 bis Juli 1993 [[Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof|Generalbundesanwalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Studium ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Villa von Stahl.JPG|mini|Elternhaus in Hopsten]]&lt;br /&gt;
Alexander von Stahl wuchs in [[Hopsten]] in [[Westfalen]] auf, legte das Abitur in [[Ibbenbüren]] ab und studierte Rechtswissenschaft in [[Universität München|München]] und [[Westfälische Wilhelms-Universität|Münster]]. 1961 bestand er das erste juristische Staatsexamen. 1967 wechselte er nach Berlin und wurde Beamter in der [[Senat von Berlin|Senatsverwaltung für Inneres]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FDP-Politiker ===&lt;br /&gt;
1961 trat von Stahl in [[Nordrhein-Westfalen]] der FDP bei, ab 1967 gehörte er dem FDP-Landesverband [[Land Berlin|Berlin]] an. Von 1968 bis 1990 war er Delegierter des Berliner FDP-Landesausschusses, 1989 bis 1990 war er Mitglied des FDP-Landesvorstandes. Von 1970 bis 1975 war er Geschäftsführer der FDP-Fraktion im [[Abgeordnetenhaus von Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 gründete  von Stahl gemeinsam mit [[Hermann Oxfort]] die &#039;&#039;Liberale Gesellschaft&#039;&#039;, die sich eine rechtsliberale Erneuerung der FDP zum Ziel setzte. In den 1990er Jahren versuchte er mit [[Klaus Rainer Röhl]], die [[Nationalliberalismus|nationalliberale]] Tradition der Partei wiederzubeleben. Mit [[Achim Rohde]] und [[Heiner Kappel]] gründete er 1995 die &#039;&#039;Liberale Offensive in der FDP&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 und 1998 kandidierte von Stahl erfolglos als Berliner FDP-Landesvorsitzender. Er unterlag knapp dem Gegenkandidaten [[Martin Matz]]. Im gleichen Jahr bewarb er sich als Direktkandidat im [[Bundestagswahlkreis Berlin-Spandau-Charlottenburg Nord|Bundestags-Wahlkreis Spandau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssekretär ===&lt;br /&gt;
Senator und Bürgermeister [[Hermann Oxfort]] berief von Stahl im Mai 1975 zum Staatssekretär in der [[Senat von Berlin#Senatsverwaltungen|Berliner Justizverwaltung]]. Er blieb auch nach dem Rücktritt Oxforts im Juli 1976 im Amt, diente unter den Senatoren [[Jürgen Baumann]] (FDP), [[Gerhard Moritz Meyer]] (FDP) und [[Rupert Scholz]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]). Als er am 9. September 1987 im Abgeordnetenhaus-Ausschuss die Zahl von [[Vergewaltigung]]sopfern in einem Strafprozess mit „acht Stück“ bezifferte, musste die Sitzung aufgrund  einhelliger Empörung von Abgeordneten und Zuhörern über die Wortwahl vorzeitig beendet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/berlin/bildergalerie-1987-1988-ein-rueckblick-tag-fuer-tag/6787896.html?p6787896=326 &#039;&#039;1987 - 1988. Ein Rückblick Tag für Tag - 9. September 1987&#039;&#039;], [[Der Tagesspiegel]] vom 7. September 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Februar 1989 versetzte ihn der rot-grüne Senat unter dem Regierenden Bürgermeister [[Walter Momper]] in den [[einstweiliger Ruhestand|einstweiligen Ruhestand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalbundesanwalt ===&lt;br /&gt;
Auf Betreiben des FDP-Vorsitzenden [[Otto Graf Lambsdorff]] wurde  Alexander von Stahl von CDU und FDP zum Generalbundesanwalt vorgeschlagen und am 1. Juni 1990 berufen. [[Kurt Rebmann]], sein Vorgänger seit dem 1. Juli 1977, ging in den Ruhestand. Von Stahls Amtszeit war von der Strafverfolgung früherer Agenten des [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-[[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] und der Bekämpfung [[Terrorismus|terroristischer]] Vereinigungen wie der [[Rote Armee Fraktion]] (RAF) und insbesondere der [[Arbeiterpartei Kurdistans]] (PKK) geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Juli 1993 versetzte Justizministerin [[Sabine Leutheusser-Schnarrenberger]] (FDP) von Stahl in den [[Einstweiliger Ruhestand|einstweiligen Ruhestand]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.generalbundesanwalt.de/DE/Wir-ueber-uns/AlexandervonStahl/AlexandervonStahl-node.html |titel=Der Generalbundesanwalt - Alexander von Stahl - Ehemaliger Generalbundesanwalt |abruf=2022-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlass war ein vom [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]] geleiteter [[GSG-9-Einsatz in Bad Kleinen]] am 27. Juni 1993, bei dem der RAF-Terrorist [[Wolfgang Grams]] Suizid beging, nachdem er den GSG-9-Beamten [[Michael Newrzella]] durch einen Schuss tödlich verletzt hatte. Als bedingt durch die fehlerhafte Berichterstattung von „Monitor“ und „Spiegel“&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt_2020-09-03&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/geschichte/raf/article214935728/Medienskandal-Was-in-Bad-Kleinen-1993-wirklich-geschah.html |titel=Was beim Einsatz gegen die RAF in Bad Kleinen wirklich geschah |abruf=2020-11-13 |werk=[[Die Welt]]  |datum=2020-09-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der Verdacht aufkam, Grams sei aus Rache von den Kollegen des getöteten Polizisten vorsätzlich erschossen worden, trat Innenminister [[Rudolf Seiters]] (CDU) zurück. Von Stahl wurde für die Informationspolitik seiner Behörde verantwortlich gemacht. Er selbst habe mehrere einander widersprechende Erklärungen zu dem Fall abgegeben. Später wurden die Tathergänge von Bad Kleinen von einer [[Zivilkammer]] des Landgerichtes Bonn als &#039;&#039;nicht aufklärbar&#039;&#039; bezeichnet. Im Zuge der Aufarbeitung dieses Falles verteidigte der Personalratsvorsitzende der Bundesanwaltschaft von Stahl und forderte seine Rehabilitierung. Grund seiner Entlassung seien keineswegs fehlerhafte Presseerklärungen gewesen, sondern das Nichtbefolgen eines  „[[Redeverbot|Maulkorb-Erlasses]]“ von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt_1993-09-27&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13683270.html |titel=Justiz: Das falsche Schwein |abruf=2020-11-13 |werk=[[Der Spiegel]]  |datum=1993-09-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Stahl war mit seiner Ministerin bereits im Zusammenhang mit dem [[Mykonos-Attentat]] aneinandergeraten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Stoessinger |url=https://www.zeit.de/1994/02/handel-mit-den-henkern |titel=Handel mit den Henkern |werk= |hrsg=Die Zeit |datum=7. Januar 1994 |abruf=15.05.2020 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stahls Nachfolger als Generalbundesanwalt wurde [[Kay Nehm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Rahmen der durch den Fälschungsskandal um [[Claas Relotius]] erfolgte Aufarbeitung alter Spiegelartikel ergab laut der [[Die Welt|Welt]], dass der „Spiegel“ mit der Berichterstattung über die Abläufe in Bad Kleinen auf Basis einer mangelhaft geprüften und falschen Aussage einen journalistischen Fehler begangen habe.&amp;lt;ref name=welt_2020-10-29&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/kultur/medien/article218945686/Spiegel-gesteht-Fehler-bei-Titelgeschichte-zu-Bad-Kleinen-ein.html |titel=„Spiegel“ gesteht „journalistische Fehler“ bei Titelgeschichte zu Bad Kleinen ein |abruf=2020-11-13 |werk=[[Die Welt]]  |datum=2020-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwaltstätigkeit ===&lt;br /&gt;
Nach der Versetzung in den Ruhestand zog von Stahl sich aus der Parteipolitik zurück und betätigte sich als Rechtsanwalt und Strafverteidiger, spezialisiert auf das Wirtschafts- und Steuerstrafrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2015 gründete Alexander von Stahl zusammen mit [[Oliver Klein (Rechtsanwalt)|Oliver Klein]] eine eigene Anwaltskanzlei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verfassungsbeschwerde für die Junge Freiheit ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Details siehe [[Junge-Freiheit-Urteil]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner anwaltlichen Tätigkeit übernahm Alexander von Stahl die juristische Vertretung der Berliner Wochenzeitung &#039;&#039;[[Junge Freiheit]]&#039;&#039; bei ihrer [[Verfassungsbeschwerde (Deutschland)|Verfassungsbeschwerde]] wegen der Erwähnung des Blattes im Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen und der Behauptung, es lägen „tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht des Rechtsextremismus“ bei der Zeitung vor. In dem [[Junge-Freiheit-Urteil|Urteil]] vom 24. Mai 2005 hob das [[Bundesverfassungsgericht]] die Urteile der Vorinstanzen auf, da sowohl das [[Verwaltungsgericht Düsseldorf]] als auch das [[Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen|Oberverwaltungsgericht Münster]] den grundrechtswidrigen Eingriff in die Pressefreiheit durch behördliche Verdachtsveröffentlichungen nicht ausreichend gewürdigt hätten. Die teils jahrelangen Streitigkeiten endeten 2006 durch einen Vergleich. 2006 unterzeichnete von Stahl den von der &#039;&#039;Jungen Freiheit&#039;&#039; initiierten „Appell für die Pressefreiheit“ gegen den Ausschluss der &#039;&#039;Jungen Freiheit&#039;&#039; von der [[Leipziger Buchmesse]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=nz |url=http://www.netzeitung.de/nachrichten_archiv/381288_564_Prominente_setzen_sich_fuer_Junge_Freiheit_ein.html |titel=&#039;&#039;Prominente setzen sich für „Junge Freiheit“ ein.&#039;&#039; |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140113201034/http://www.netzeitung.de/nachrichten_archiv/381288_564_Prominente_setzen_sich_fuer_Junge_Freiheit_ein.html |archiv-datum=2014-01-13 |zugriff=2013-01-02 |kommentar=in &#039;&#039;[[Netzeitung]]&#039;&#039;, 7. Februar 2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
Von Stahl lebt in [[Ettlingen]] und ist Mitglied der katholischen Studentenverbindung A.V. Zollern Münster im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]]. Weiterhin war er Aufsichtsratsmitglied der myTV Internet-Fernsehen AG des Unternehmensberaters Frank Didszuleit.&lt;br /&gt;
Von Stahl war unter anderem Referent im &#039;&#039;[[Institut für Staatspolitik]]&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Seite 119 im Buch &#039;&#039;&amp;quot;Rechte Netzwerke — eine Gefahr&amp;quot;&#039;&#039; von [[Stephan Braun (Politiker)|Stephan Braun]] und Daniel Hoersch, Springer-Verlag, 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Terrorismus und Spionage. Einschätzungen des Generalbundesanwalts.&#039;&#039; Übersee-Club, Hamburg 1991.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das Erbe des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).&#039;&#039; Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, Speyer 1993.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Kampf um die Pressefreiheit. Chronologie eines Skandals. Die Verfassungsbeschwerde der Wochenzeitung &#039;Junge Freiheit&#039; wegen Verletzung der Meinungs- und Pressefreiheit durch Verfassungsschutzberichte des Landes NRW.&#039;&#039; Reihe Dokumentation, Bde. 5–7, Edition JF, Berlin 2003–2004: ISBN 3-929886-15-4, ISBN 3-929886-17-0, ISBN 3-929886-18-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|112752926}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000019547|Alexander von Stahl }}&lt;br /&gt;
* [http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/pressefreiheit-junge-freiheit-vor-bundesverfassungsgericht-erfolgreich-11251288.html „Junge Freiheit“ vor Bundesverfassungsgericht erfolgreich] [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] vom 28. Juni 2005&lt;br /&gt;
* [https://www.generalbundesanwalt.de/DE/Wir-ueber-uns/AlexandervonStahl/AlexandervonStahl-node.html Alexander von Stahl bei der Generalbundesanwaltschaft]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Generalbundesanwalt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=112752926|LCCN=no/95/36366|VIAF=64665959}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Stahl, Alexander von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalbundesanwalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hopsten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Berlin)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stahl, Alexander von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (FDP) und Generalbundesanwalt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Juni 1938&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>79.153.26.157</name></author>
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