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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zeche_Carl_Friedrich_Erbstollen&amp;diff=1152292</id>
		<title>Zeche Carl Friedrich Erbstollen</title>
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		<updated>2024-07-12T08:59:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;79.97.108.174: /* Das Grubenunglück */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|1=beschreibt das Bergwerk dieses Namens im Ruhrgebiet. Zum Bergwerk gleichen Namens im Aachener Revier siehe [[Grube Carl Friedrich]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Bergwerk&lt;br /&gt;
 |BILD=&lt;br /&gt;
 |BILDBESCHREIBUNG1=&lt;br /&gt;
 |NAME=Zeche Carl Friedrich Erbstollen&lt;br /&gt;
 |ALTERNATIVNAME=&lt;br /&gt;
 |ROHSTOFF1=Steinkohle&lt;br /&gt;
 |ROHSTOFF2=&lt;br /&gt;
 |ROHSTOFF3=&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
 |UNTERNEHMEN=&lt;br /&gt;
 |BESCHÄFTIGTE=bis ca. 1500&lt;br /&gt;
 |ABBAUTECHNIK=&lt;br /&gt;
 |BETRIEBSJAHRE_VON=1825&lt;br /&gt;
 |BETRIEBSJAHRE_BIS=1924&lt;br /&gt;
 |NACHFOLGENUTZUNG=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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 |ABRAUM=&lt;br /&gt;
 |FÖRDERUNG=bis ca. 312.000&lt;br /&gt;
 |FÖRDERUNGGESAMT=&lt;br /&gt;
 |ROHSTOFF_FÖRDERUNGGESAMT=&lt;br /&gt;
 |MINERALIEN=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 |BREITENGRAD=51/26/20.31/N&lt;br /&gt;
 |LÄNGENGRAD=7/12/43.7/E&lt;br /&gt;
 |REGION-ISO=DE-NW&lt;br /&gt;
 |STANDORT=[[Weitmar]] und [[Stiepel (Bochum)|Stiepel]]&lt;br /&gt;
 |GEMEINDE=[[Bochum]]&lt;br /&gt;
 |NUTS3_1=Bochum&lt;br /&gt;
 |NUTS3_BEZEICHNUNG=Kreisfreie Stadt&lt;br /&gt;
 |REVIER=[[Ruhrrevier]]&lt;br /&gt;
 |POSKARTE=Deutschland_NRW_Ruhrgebiet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zeche Carl Friedrich Erbstollen&#039;&#039;&#039; ist ein ehemaliges [[Steinkohlebergwerk]] in den [[Bochum]]er Stadtteilen [[Weitmar]] und [[Stiepel (Bochum)|Stiepel]] an der heutigen &#039;&#039;Heinrich-König-Straße&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Wurzeln ===&lt;br /&gt;
Die Förderung in den Bergwerken [[Zeche Sternberg|Sternberger Stollen]], &#039;&#039;Harmannsbäncker Stollen&#039;&#039; und [[St. Georgen-Erbstolln|St. Georgen-Erbstollen]] geht bis auf das Jahr 1773 zurück. 1825 wurden die Zechen [[Konsolidation (Bergbau)|konsolidiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang zum Tiefbau ===&lt;br /&gt;
1852 waren die [[Lagerstätte|Kohlelager]] auf der Erbstollen-[[Sohle (Bergbau)|Sohle]] erschöpft, also wurde ein sog. [[Maschinenschacht]] [[Abteufen|abgeteuft]], um an tiefer gelegene Vorräte heranzukommen. Dieses Vorhaben glückte, und die neu gewonnene [[Kohle]] wurde über die Ruhr verschifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit erwarb die [[Henrichshütte]] in [[Welper]] das Bergwerk und ließ eine Eisenbahn zwischen Grube und Hütte bauen. Als Nächstes wurde der provisorische Maschinenschacht durch einen &#039;&#039;richtigen&#039;&#039; [[Schacht (Bergbau)|Tiefbauschacht]] mit dem irreführenden Namen &#039;&#039;Carl Friedrich Erbstollen 1&#039;&#039; ersetzt. Damit war jedoch kein [[Stollen (Bergbau)|Stollen]] gemeint, sondern der Schacht trug lediglich den Namen der Zeche. Der Maschinenschacht blieb jedoch noch bis 1873 in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Expansion ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1882/83 wurde eine [[Kokerei]] errichtet. 1884 [[Abteufen|teufte]] die Grube an der Landstraße von Stiepel nach Bochum einen Wetterschacht, den &#039;&#039;Carl Friedrich Erbstollen 2&#039;&#039;. 1887 sicherte man sich die [[Berechtsame]] am [[Grubenfeld]] der stillgelegten [[Zeche Brockhauser Tiefbau]]. Beide Zechen waren zusammen mit der &#039;&#039;Henrichshütte&#039;&#039; in der [[Union, AG für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie]] aufgegangen, welcher unter anderem auch die [[Zeche Adolf von Hansemann]] in [[Mengede]] angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 erzielten 1190 Beschäftigte eine [[Jahresförderung]] von 234.000&amp;amp;nbsp;t Kohle. - Im selben Jahr avancierte &amp;quot;Zeche Carl Friedrich&amp;quot; zur Endstation einer Straßenbahnlinie der [[Bogestra]], die über [[Wiemelhausen]] direkt zum [[Bochum Hbf]] verlief. Diese Strecke wurde allerdings spätestens nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche Carl Friedrich Erbstollen 1910.jpg|mini|1910]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche Carl Friedrich Erbstollen in Bochum-Weitmar.jpg|mini|1909]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 kam die Zeche in Besitz der [[Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG]], die umgehend eine Modernisierung sowohl über als auch unter Tage veranlasste. Im selben Jahr erzielten 1510 Beschäftigte eine Jahresförderung von 312.000&amp;amp;nbsp;t Kohle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Grubenunglück ===&lt;br /&gt;
Am 28. April 1917 [[Seilbruch|riss]] während der [[Seilfahrt]] zu Schichtbeginn das [[Förderseil|Seil]] eines [[Förderkorb]]s im Hauptschacht, wie der [[Bochumer Anzeiger]] und der [[Märkischer Sprecher|Märkische Sprecher]] berichteten. 41 [[Bergmann|Bergleute]] kamen um, keiner überlebte den Sturz in 400&amp;amp;nbsp;m Tiefe. 24 Bergleute wurden auf dem evangelischen Friedhof an der &#039;&#039;Brockhauser Straße&#039;&#039;, 15 auf dem evangelischen Friedhof an der &#039;&#039;Blumenfeldstraße&#039;&#039; beigesetzt. Es waren Massengräber; konfessionelle Unterschiede wurden nicht gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.waz.de/staedte/bochum/article1940526/unglueck-von-1917-ist-nicht-vergessen.html Wicho Herrmann: &#039;&#039;Unglück von 1917 ist nicht vergessen&#039;&#039;], [[Westdeutsche Allgemeine Zeitung]], Lokalteil Bochum-Südwest. 23. Oktober 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niedergang und Stilllegung ===&lt;br /&gt;
Ende 1914 stellte die Kokerei den Betrieb ein, da die Qualität der anstehenden [[Steinkohle|Kokskohle]] immer schlechter wurde. Nicht einmal der hohe Koksbedarf im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] hatte die Anlage retten können. Außerdem zeichnete sich das baldige Ende der Kohlevorräte im [[Grubenfeld]] &#039;&#039;Carl Friedrichs Erbstollen&#039;&#039; ab. Im Jahre 1924 stellte &#039;&#039;Carl Friedrichs Erbstollen 1&#039;&#039; die [[Schachtförderung|Förderung]] ein und diente fortan als Wetterschacht der benachbarten [[Zeche Prinz Regent]], welche auch die verbliebenen Kohlenvorräte im Grubenfeld abbaute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 wurde die Schachtanlage endgültig aufgegeben, im gleichen Jahr erfolgte der Abbruch der [[Tagesanlagen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spurensuche ==&lt;br /&gt;
An das Bergwerk erinnert heute noch ein umgebautes Maschinenhaus an der Straße &#039;&#039;Am Erbstollen&#039;&#039;, ferner die Straßenbezeichnungen &#039;&#039;Bergwerksstraße&#039;&#039;, &#039;&#039;Erbstollen&#039;&#039;, &#039;&#039;[[Göpel]]&#039;&#039; und &#039;&#039;Karl-Friedrich-Straße&#039;&#039; im Wohnviertel &#039;&#039;[[Neuling (Bochum)|Neuling]]&#039;&#039; im Süden von Weitmar sowie die [[Bezirkssportanlage Erbstollen]] (unter anderem Heimstätte von [[SV Blau-Weiß Weitmar 09]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die &#039;&#039;Wohlfahrtstraße&#039;&#039; in [[Wiemelhausen]] verdankt ihren Namen indirekt der Zeche Carl Friedrich Erbstollen: Nachdem das Bergwerk anno 1914 ein Haus in der [[Weitmarer Mark]] gekauft hatte, kündigte sie das Mietverhältnis mit dem seit 1905 dort angesiedelten, [[gewerkschaft]]lich gesinnten [[Konsumgenossenschaft|Konsumverein]] „Wohlfahrt“. Dieser errichtete daraufhin einen eigenen Gebäudekomplex mit [[Bäckerei]] und [[Schlachterei]] an der heutigen Markstraße unweit der [[Zeche Prinz Regent]]. Die gleich dahinter abzweigende Nebenstraße erhielt später den Namen Wohlfahrtstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2021 wurde die [[Kohlenniederlage]] der Zeche in die [[Route der Industriekultur]] aufgenommen. Die Pflasterung an der [[Ruhr]], auf der die Kohle bis zum Abtransport durch [[Ruhraak]]en gelagert wurde, ist heute noch deutlich zu erkennen. Betrieben wurde sie von circa 1825 (Konsolidierung der Zeche) bis 1850 (Erster Bau der Klosterbrücke), sie war die größte der maximal 85 Kohleniederlagen an der Ruhr. Den besten Blick hat man von der stadtauswärts linken Seite der Kosterbrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wilhelm und Gertrude Hermann: &#039;&#039;Die alten Zechen an der Ruhr.&#039;&#039; 4. Auflage. Karl Robert Langewiesche Nachfolger, Königstein im Taunus&amp;lt;!-- Jahr? --&amp;gt;, unveränd. Nachdr. der 3. Aufl. von 1990, ISBN 3-78-456992-7&lt;br /&gt;
* Joachim Huske: &#039;&#039;Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier.&#039;&#039; 3. Auflage, Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums, Bochum, 2006, ISBN 3-937203-24-9&lt;br /&gt;
* Heinz Rittermeiner: &#039;&#039;Thema Genossenschaft: Konsum Wohlfahrt&#039;&#039;, in: Bochum entdecken - 20 Stadtrundgänge durch Geschichte und Gegenwart, Essen 2009, ISBN 978-3-89861-735-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Beschreibung dieses Ortes als Teil der [[Route der Industriekultur]] in {{Internetquelle |autor=Dietmar Bleidick |url=https://www.route-industriekultur.ruhr/wp-content/uploads/2023/03/2021_TR_29_Bochum_RIK.pdf |titel=Bochum: Industriekultur im Herzen des Reviers |werk=route.industriekultur. |hrsg=Regionalverband Ruhrgebiet |datum=2021 |abruf=2023-04-12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Route der Industriekultur&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Route der Industriekultur – Themenroute 29: Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Route der Industriekultur (Bochum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stillgelegte Kohlenzeche in Bochum|Carl Friedrich Erbstollen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>79.97.108.174</name></author>
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