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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Lesestein (Optik)</title>
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		<updated>2022-10-18T03:42:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;80.187.100.29: + Visby-Linsen / sollte man nicht verschweigen WP:NPOV&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Aufgelegter Lesestein 1909.JPG|thumb|180px|Blick durch einen modernen Lesestein auf einen Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;Lesestein&#039;&#039;&#039; ist eine sehr dicke, plan-konvexe [[Linse (Optik)#Sphärische Linsen|Linse]]. Er wird als [[Lupe]] benutzt, indem er mit der planen Seite direkt auf eine Buchseite oder Ähnliches aufgelegt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Lesesteine haben ihren Ursprung im [[Mittelalter]]. Die frühen [[Visby-Linsen]] wurden etwa aus Quarz beziehungsweise Bergkristall gefertigt. Als Oberbegriff für klare Kristalle dieser Art wurde das Wort [[Beryll]] verwendet, woraus sich später das heute geläufige Wort [[Brille]] ergab. Demnach ist der Lesestein als ein Vorläufer heutiger [[Sehhilfe|Sehhilfen]] zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:2015-08 archeon reading stone.JPG|mini|Lesestein in [[Archeon]]]]&lt;br /&gt;
Als Vordenker des Lesesteins gilt [[Alhazen|Abu Ali al-Hasan ibn al-Haitham]], ein islamischer Wissenschaftler und Naturforscher. Dieser soll allerdings von [[Abbas Ibn Firnas]] inspiriert worden sein. Nach der Übersetzung seines Werkes &#039;&#039;Kitab-al-Manazir&#039;&#039; ([[Schatz der Optik]]) durch den Mönch [[Witelo]] griffen einige andere Ordensangehörige die Idee auf und konstruierten eine überhalbkugelige Plankonvexlinse aus [[Quarz]] beziehungsweise Bergkristall. Diesen durchsichtigen kristallinen Stein, durch den man beim Auflegen auf eine Buchseite die Buchstaben vergrößert sieht, beschrieb der aus Oxford stammende Franziskaner [[Roger Bacon]] 1267 in seinem Traktat &#039;&#039;Opus maius&#039;&#039;; er versuchte auch, das Phänomen zu erklären, und schlug Verbesserungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.optiker.at/die-geschichte-der-brille/ Die Geschichte der Brille.] Abgerufen am 2. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bekannte bildliche Überlieferung von Lesesteinen ist eine Darstellung der [[Odilia|hl. Ottilie]] auf den Altartafeln eines Ursula- bzw. Marienaltars, der sich in der ehemaligen gotischen [[Stift Wilten|Stiftskirche Wilten]] befand. Auf den Außenflügeln wird die hl. Ottilie mit zwei auf einem Buch liegenden Lesesteinen dargestellt. Die als Augenpatronin überlieferte Äbtissin galt als blind geboren und konnte angeblich nach ihrer [[Taufe]] wieder sehen. Sie wird deshalb bevorzugt mit einem Augenpaar auf den Buchseiten liegend abgebildet. Der Maler Ludwig Konraiter hat sich möglicherweise die im Stift Wilten genutzten Lesesteine für seine Darstellung der hl. Ottilie als Vorbild genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Daxecker, Franz &amp;amp; Broucek, Annemarie: [https://brill.com/view/journals/ges/52/3-4/article-p319_9.xml?rskey=VTNzZq&amp;amp;result=1 Eine Darstellung der hl. Ottilie mit Lesesteinen.] Abgerufen am 2. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heutige Verwendung==&lt;br /&gt;
Heute werden Lesesteine aus Glas oder Kunststoff gefertigt und hauptsächlich von Sehbehinderten genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV): [https://www.dbsv.org/broschueren.html?style=1&amp;amp;file=files/ueber-dbsv/publikationen/broschueren/Blickpunkt%20Auge%20Hilfsmittel%202016.pdf Hilfsmittel und Alltagshilfen für Menschen Sehbeeinträchtigung (PDF).] Abgerufen am 2. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Moderne Ausführungen, die auf diesem Grundprinzip beruhen, haben dennoch mit dem ursprünglichen Lesestein insgesamt nur noch wenig gemeinsam. Hellfeldlupen oder Visolettlupen gelten beispielsweise als dessen Nachfolger.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.der-augenoptiker.de/news/low-vision/am-anfang-war-der-lesestein/ Am Anfang war der Lesestein.] Abgerufen am 2. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff Lesestein wird dennoch gelegentlich als Synonym für moderne Aufsetzlupen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.optiker.at/museum/ibn-al-haitham-alhazen/ | wayback=20160404025926| text=Ibn al-Haitham – Alhazen}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=www.optiker.at/museum/geschichte-der-brille/ | wayback=20160315000000| text=geschichte-der-brille}}&lt;br /&gt;
*[http://www.antiquespectacles.com/history/reading_stone.htm Abbildung im Zeissmuseum Oberkochen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augenoptik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Sehhilfe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>80.187.100.29</name></author>
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