<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=80.187.123.81</id>
	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=80.187.123.81"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/80.187.123.81"/>
	<updated>2026-06-25T19:02:41Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aleksandar_Stambolijski&amp;diff=532753</id>
		<title>Aleksandar Stambolijski</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aleksandar_Stambolijski&amp;diff=532753"/>
		<updated>2023-06-09T18:05:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;80.187.123.81: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Person. Zum Dorf siehe [[Aleksandar Stambolijski (Dorf)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:BASA-950K-3-110-1-Aleksandar Stamboliyski in Paris, 1921 (cropped).jpg|mini|Aleksandar Stambolijski (1921)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aleksandar Stoimenow Stambolijski&#039;&#039;&#039; ({{bgS|Александър Стоименов Стамболийски}}; * [[1. März]] [[1879]] in [[Slawowiza]] ([[Ostrumelien]]), [[Bulgarien]]; † [[14. Juni]] [[1923]] ebenda) war von Oktober 1919 bis zu seiner Ermordung [[Liste der Ministerpräsidenten Bulgariens|Ministerpräsident von Bulgarien]]. Nach ihm wurden mehrere Ortschaften in Bulgarien benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Stambolijski wuchs auf dem von Agrarwirtschaft geprägten Land auf und besuchte von 1893 bis 1895 zunächst die Landwirtschaftsschule in Sadovo und von 1895 bis 1897 die Hochschule für [[Weinbau]] in [[Plewen]]. Dort lernte er [[Janko Sabunow]], einen Politiker der Bauernbewegung kennen. Stambolijski, der die sozialen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Landwirte kannte, konnte sich mit den linken und teils kommunistischen Ideen der Bauernbewegung identifizieren und trat dieser Bewegung bei. Dort lernte er auch seine spätere Frau Milena Daskalowa kennen. 1900 ging Stambolijski für ein Studium der [[Philosophie]] an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]] nach Deutschland. 1901 ging er nach München, wo er sich nochmal dem Landwirtschaftsstudium widmete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ersten Jahre als Politiker ==&lt;br /&gt;
Das Philosophiestudium schärfte seine Sinne für die Politik, der er sich nach seiner Rückkehr nach Bulgarien im Jahr 1902 nun verschrieb. 1905 wurde er Vorsitzender des [[Bulgarischer Bauernvolksbund|Bauernvolksbundes]] und 1908 als [[Abgeordneter]] in die [[Nationalversammlung]] gewählt.&lt;br /&gt;
Dort vertrat er die Interessen der Bauern und wurde 1911 wiedergewählt. Der Bauernvolksbund war mittlerweile die stärkste Partei in der [[Opposition (Politik)|Opposition]]. Nach Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] zeichnete sich ab, dass Bulgarien auf Drängen der nationalistischen Führung an der Seite der [[Mittelmächte]] Deutschland und Österreich-Ungarn in den Krieg eintreten würde. Stambolijski, der bereits in den beiden [[Balkankriege]]n Positionen vertreten hatte, die im Gegensatz zu deren der bulgarischen Machtelite standen, opponierte offen gegen die Bestrebungen [[Ferdinand I. (Bulgarien)|Zar Ferdinands]] und forderte die Unterstützung der [[Triple Entente|Entente]], des Bündnisses aus Russland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Daraufhin wurde Stambolijski noch 1915 inhaftiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stambolijski als neuer Ministerpräsident ==&lt;br /&gt;
Als nach dem [[Waffenstillstand von Thessaloniki]] vom 29. September 1918 [[Ferdinand I. (Bulgarien)|Zar Ferdinand]] auf Betreiben der Entente abdanken musste, trat sein Sohn [[Boris III. (Bulgarien)|Boris]] die [[Thronfolge]] an, der Stambolijski begnadigte und aus der Haft entließ. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1919 wurde der Bauernvolksbund stärkste Partei und Stambolijski [[Ministerpräsident]]. In dieser Funktion nahm er als Gesandter Bulgariens an den Verhandlungen teil, die zum Abschluss des [[Vertrag von Neuilly-sur-Seine]] führten, in dem die Verluste wesentlicher Gebiete an [[Königreich Rumänien|Rumänien]], [[Königreich Griechenland|Griechenland]] und [[Königreich Jugoslawien|Jugoslawien]] bestätigt wurden. Obwohl unpopulär, musste Stambolijski die scheinbar ohnehin unabwendbare Maßnahme ergreifen und den Friedensvertrag unterzeichnen. Der friedliche Ausgleich vor allem mit Serbien und Griechenland war für ihn elementar, um sich der durch den Krieg verursachten katastrophalen sozialen und wirtschaftlichen Lage im Land annehmen zu können. Damit eckte er bei nationalistischen Kreisen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Jahre als Reformer ==&lt;br /&gt;
Bei den erneuten Wahlen zur Nationalversammlung im Mai 1920 wurde der Bauernvolksbund mit Abstand stärkste Partei. Stambolijski konnte nun alleine regieren und sein ehrgeiziges Reformprogramm umsetzen, dessen bedeutendste Punkte die [[Enteignung]] von [[Großgrundbesitzer|Großgrundbesitz]] und die straffe staatliche Organisation der Landwirtschaft waren. Stambolijski regierte das Land mit eiserner Hand, seine politischen Gegner und bürgerliche Kreise warfen ihm vor, das Land in eine „Bauerndiktatur“ geführt zu haben. Er begann spätestens ab 1922, gegen [[Opposition (Politik)|Oppositionelle]] mit Verhaftungen und [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Monate bis zu seinem Tod ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A Stambolijski denkmal.jpg|mini|Alexandar-Stambolijski-Denkmal in Sofia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber Serbien betrieb Stambolijski eine Politik der Annäherung. Im März 1923 unterzeichnete er mit Jugoslawien das &#039;&#039;Abkommen von Niš&#039;&#039;, in dem sich die beiden Staaten dazu verpflichteten, Maßnahmen zum gegenseitigen Schutz an der [[Politische Grenze|Staatsgrenze]] zu treffen. Damit traf Stambolijski den Nerv der slawisch-mazedonischen Befreiungsbewegung [[Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation]] (IMRO), die nun nicht mehr ungehindert von Bulgarien aus im serbischen Teil [[Nordmazedonien|Mazedonien]]s operieren konnte. Die IMRO, die die Annäherung an den serbischen Erzfeind der Organisation ohnehin missbilligte, begab sich nun daran, mit nationalistischen Offizieren unter dem stillschweigenden Einverständnis des Königs einen [[Putsch]] zu organisieren, bei dem Stambolijski abgesetzt werden sollte. Als sich Stambolijski im Urlaub befand, [[Juniputsch|putschten die Nationalisten am 9. Juni 1923]] unter Führung von [[Aleksandar Zankow]], übernahmen noch am selben Tag die Befehlsgewalt über [[Bulgarische Streitkräfte#Geschichte|Militär]] und Polizei und erklärten Stambolijski für abgesetzt. Er versteckte sich in seinem Heimatdorf, wo er am 14. Juni von Mitgliedern der IMRO aufgespürt, gefoltert und erschossen wurde. Als Kampfansage an alle Gegner eines mazedonischen Anschlusses an Bulgarien schnitt man seiner Leiche die Hand ab, mit der er die Verträge von Neuilly und Niš unterzeichnet hatte, und schickte seinen Kopf nach Sofia.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Gerwarth |Titel=Die Besiegten |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Siedler |Ort=München |Datum=2017 |Seiten=196 |ISBN=978-3-8275-0037-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die rechten Kräfte in der Folgezeit auch gegen die [[Bulgarische Kommunistische Partei]] vorgingen, führte diese kurz darauf den [[Septemberaufstand (Bulgarien)|Septemberaufstand]] durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Zwei Gemeinden in Bulgarien sind nach Aleksandar Stambolijski benannt worden:&lt;br /&gt;
* [[Aleksandar Stambolijski (Dorf)|Aleksandar Stambolijski]], ein Dorf in Nordostbulgarien&lt;br /&gt;
* [[Stambolijski (Stadt)|Stambolijski]], eine Stadt in der [[Oblast Plowdiw]] in Zentralbulgarien (seit 1979)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Aleksandar Stamboliyski|Aleksandar Stambolijski}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.mfa.government.bg/history_of_Bulgaria/4.html |titel=Александър Стамболийски, 1 март 1879 – 14 юни 1923 г. |werk=[[Außenministerium (Bulgarien)|mfa.government.bg]] |datum=2005 |sprache=bg |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070717180012/http://www.mfa.government.bg/history_of_Bulgaria/4.html |archiv-datum=2007-07-17 |abruf=2023-06-09 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/016955}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste multi&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Ministerpräsidenten Bulgariens|Ministerpräsident von Bulgarien]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1919–1923&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Teodor Teodorow]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Aleksandar Zankow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|AMT2=[[Liste der bulgarischen Außenminister|Außenminister]] von [[Geschichte Bulgariens#Fürstentum und Zarentum Bulgarien|Königreich Bulgarien]]&lt;br /&gt;
|ZEIT2=16. April 1920–9. Juni 1923&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Michail Madscharow]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2=[[Aleksandar Zankow]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Premierminister des Zarentums Bulgarien}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118798405|LCCN=n/81/26807|VIAF=12320939}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stambolijski, Aleksandar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenminister (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stambolijski, Aleksandar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stamboliski, Stamboliyski; Стамболийски, Александър Стоименов (bulgarisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Ministerpräsident von Bulgarien, Opfer eines Attentates der IMRO&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. März 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Slawowiza, [[Pasardshik]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Juni 1923&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Slawowiza, [[Pasardshik]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>80.187.123.81</name></author>
	</entry>
</feed>