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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ulrich_Christoph_von_Stille&amp;diff=2351667</id>
		<title>Ulrich Christoph von Stille</title>
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		<updated>2024-08-29T18:41:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.97.61.210: /* Leben */ korrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ulrich Christoph von Stille&#039;&#039;&#039; (* [[15. Oktober]] [[1654]] in [[Salzwedel]]; † [[8. Dezember]] [[1728]] in [[Magdeburg]]) war ein [[Königreich Preußen|preußischer]] [[Generalleutnant]] und [[Kommandant]] der [[Festung Magdeburg]], sowie Erbherr auf Fretzdorf, Herzsprung und [[Christdorf (Wittstock/Dosse)]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Fretzdorf Sammlung Duncker.jpg|mini|Schloss Fretzdorf um 1860, Sammlung [[Alexander Duncker]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ulrich Christoph war der Sohn von Christian Stille, einem [[mecklenburg]]ischen [[Kammerrat]]. Seine Mutter war Katharina Margaretha Karstädt (Karstedt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat bereits mit 16 Jahren in die kurfürstliche [[Leibgarde]], wo er [[Pikenier]] wurde. 1672 zog er mit den [[Kurfürstentum Brandenburg|kurfürstlich brandenburgischen]] Truppen in die [[Herzogtum Kleve|westfälischen Besitzungen]] gegen die [[Königreich Frankreich (987–1792)|Franzosen]]. Da aber 1673 der [[Vertrag von Vossem|Frieden von Vossem]] folgte, durfte er die brandenburgischen Dienste verlassen, um sich militärisch weiterzubilden. So trat er in [[Republik der Sieben Vereinigten Provinzen|holländische]] Dienste. 1674 kämpfte er unter dem [[Wilhelm III. (Oranien)|Prinzen von Oranien]] bei der Belagerung von [[Graves]], wo er an der Schulter verwundet wurde. Als im Verlauf des [[Holländischer Krieg|Niederländisch-Französischen Krieges]] kurfürstliche Truppen die [[Kaiserliche Armee (HRR)|kaiserliche Armee]] gegen Frankreich unterstützten, verließ er die holländische Armee und wechselte wieder ins brandenburgische Lager. Als Offizier der Garde kämpfte er im [[Schwedisch-Brandenburgischer Krieg|Schwedisch-Brandenburgischen Krieg]] in der [[Schlacht bei Fehrbellin]] (1675) und bei der Belagerung von [[Stettin]]  (1677).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 wurde aus der Garde das [[Altpreußisches Infanterieregiment No. 7 (1806)|Regiment &#039;&#039;von der Golz&#039;&#039;]] gebildet. Mit ihm war Stille an allen wichtigen Schlachten gegen die Schweden dabei. 1681 erhielt er seine eigene [[Kompanie (Militär)|Kompanie]] und kam mit dem Regiment nach Magdeburg in [[Garnison]]. Die Festung war kurz zuvor an Brandenburg gefallen. 1685 wurde das [[Bataillon]] des Regiments mit Stille unter dem [[Oberbefehl]] des Generals [[Hans Adam von Schöning]] nach [[Königreich Ungarn|Ungarn]] geschickt. Dort kämpfte es erfolgreich vor [[Buda|Ofen]] (Buda), doch Stille wurde von einem vergifteten Pfeil in die Brust und von einem Stein am Oberschenkel verletzt. Er überlebte, wurde 1689 vom Kurfürsten zu [[Major]] befördert und bekam den Auftrag, ein [[Dragoner]]-Regiment zu errichten. Das Regiment unter seinem [[Regimentschef|Chef]] [[Friedrich Wilhelm von Wittenhorst-Sonsfeld]] wurde die Basis für das [[Altpreußisches Kürassierregiment K 7|Kürassier-Regiment Nr. 7]]. Der Kurfürst war zufrieden und so wurde Stille im Jahre 1690 zum [[Kommandeur]] des Regiments bestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stille-Wappen 1690.jpg|mini|hochkant|Wappen derer von Stille]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr erhielt sein Bruder, der Geheime [[Kammerrat]] und Post- und Salz-Amts-Direktor Conrad Barthold Stille vom Kurfürsten für die ganze Familie den [[Adelsbrief]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Heinrich Kneschke]]: &#039;&#039;[[Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon]]&#039;&#039;, Band 9, Leipzig 1870, [https://books.google.de/books?id=f8bcDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA41 S. 41.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Conrad Barthold und seinem Bruder Ulrich Christoph wurde der angebliche alte Adel bestätigt. Dabei wurde auch eine Abstammung von den in der Prignitz ansässigen [[Karstedt (Adelsgeschlecht)|Karstedt]] behauptet, die aber einer genaueren Nachprüfung nicht ohne Weiteres standgehalten hätte. Denn die Mutter der beiden Brüder Stille, Katharina Margarete Karstedt, stammte aus einer bürgerlichen Familie, im [[Lüneburg]]ischen ansässig und ursprünglich aus [[Perleberg]] herkommend, wo dann erst Ahnen auf die von Karstedt zurückzuführen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Czubatynski: &#039;&#039;Zur Genealogie der Perleberger Familien Konow, Bulls und Karstedt&#039;&#039;, in: &#039;&#039;Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz&#039;&#039;, Band 17, im Auftrag des Vorstandes herausgegeben von Uwe Czubatynski, Perleberg 2017, S. 11 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst ihre Mutter, eine geborene [[Warnsath#Von Warnsath|von Warnsaat]], stammte aus einer Familie, die dem Adel zuzurechnen ist und bis zu Ende des 16. Jahrhunderts das Gut [[Sande (Friesland)|Loppelt]] besaß.&amp;lt;ref&amp;gt;Fridrich Arends: &#039;&#039;Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes&#039;&#039;, [https://books.google.de/books?id=iE0QAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA171 S. 171 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; So kamen aber die [[Tartaren]]mützen aus dem Wappen der Familie von Karstedt ins Adelswappen der Familie Stille.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kurze Geschichte des Gutes Fretzdorf in der Prignitz&#039;&#039;, 2005, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1691 wurde Ulrich Christoph von Stille [[Oberstleutnant]]. 1692 veranlasste Markgraf [[Karl Philipp von Brandenburg-Schwedt]], dass Stille sein Nachfolger wurde. Das Regiment stand wieder gegen die Franzosen im Feld und kämpfte 1693 in der [[Schlacht bei Neerwinden]]. Das Regiment kämpfte zunächst auf dem rechte Flügel. Es deckte dann den Rückzug der Armee, indem es beim Fluss &#039;&#039;kleine Gete&#039;&#039; stehen blieb und so die Verfolger aufhielt. Für diesen Erfolg bekam er 1694 das Kommando über das Regiment. Als Nächstes zog er mit vier Bataillonen Brandenburger nach [[Savoyen]], wo sie an der Belagerung von [[Casal Cermelli|Casal]] teilnahm. 1696 wurde er [[Oberst]] und zog mit den Truppen wieder an den [[Oberrhein]], da der Herzog von Savoyen wieder Frieden mit Frankreich geschlossen hatte. So finden wir ihn 1697 bei der Belagerung von [[Ebernburg]] und anderen Aktionen. Nach dem [[Frieden von Rijswijk]] und von dem [[Frieden von Utrecht]] kehrte das Regiment nach Magdeburg zurück und wurde wieder aufgefüllt. 1698 wollte der Kurfürst sein Pfandrecht auf [[Elbląg|Elbing]] durchsetzen und die Stadt besetzen. Zur Unterstützung der Aktion wurde das Regiment nach [[Herzogtum Pommern|Pommern]] verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbruch des [[Spanischer Erbfolgekrieg|spanischen Erbfolgekriegs]] 1701 marschierte Stille nach Kleve und 1702 nach [[Düsseldorf-Kaiserswerth|Kaiserswerth]], das von [[Leopold I. (Anhalt-Dessau)|Leopold von Anhalt-Dessau]] erstürmt wurde. Stille bekam dabei einen Schuss ins Bein. 1703 eroberte das Regiment Geldern und 1704 wurde es zum [[Generalmajor]] [[Albrecht Konrad Finck von Finckenstein]] an die [[Donau]] verlegt. So kämpfte er am 13. August 1704 in der [[Zweite Schlacht bei Höchstädt|Schlacht von Hochstädt]], hier wurde ihm das Pferd erschossen. Danach zogen seine Bataillone zur [[Belagerung von Landau (1704)|Belagerung von Landau]]. Er zeichnete sich bei der Belagerung aus und war auch bei dem entscheidenden Sturm am 22. November dabei. Dafür wurde er vom König [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrich I.]] 1705 zum Generalmajor befördert. Als der König nach Berlin zog, bekam er den Oberbefehl über die elf brandenburgischen Bataillone und Schwadrone. Im gleichen Jahr zog er mit acht Bataillonen und zehn Schwadronen nach Italien. In [[Tirol]] übergab er die Truppen an den Fürsten von Anhalt. Er führte die Truppen von Lacifo und St. Viglio nach Maderno. Im August schlug er mit den Grenadieren und 1000 Musketieren über den Fluss Adda eine Brücke. In Anbetracht der Stärke des feindlichen Heeres musste er die Brücke aber wieder abbauen, was ihm gelang, ohne ein [[Ponton]] zu verlieren. In der nachfolgenden [[Schlacht bei Cassano (1705)|Schlacht bei Cassano]]  konnte er sich mit den Brandenburger Truppen wieder auszeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgend deckte er den Übergang des Heeres unter [[Eugen von Savoyen|Prinz Eugen]] über die Crema. 1705 beim [[Schlacht von Turin|Entsatz von Turin]] führte er mit dem Regiment Markgraf Philipp den ersten Angriff auf die französischen Stellungen und verlor wieder ein Pferd bei dem Angriff, zudem wurde seine linke Hand schwer verletzt. Daher musste er die Armee verlassen, um seine Heilung abzuwarten. Er kam erst zum Winter 1707 zurück und übernahm den Oberbefehl über die Preußen. 1708 war er wieder bei allen wichtigen Aktionen dabei. 1709 rief ihn der König nach Brandenburg zurück, 1711 bekam er [[Altpreußisches Infanterieregiment No. 20 (1806)|Infanterie-Regiment Nr. 20]] (Börstell) und wurde Kommandant von Magdeburg. Als [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm I.]] seine Regentschaft antrat, musste Stille ein weiteres Bataillon aufstellen. Es kämpfte im [[Pommernfeldzug 1715/1716]] vor [[Stralsund]]. 1715 wurde Stille zum [[Generalleutnant]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb im 75. Lebensjahr Dezember 1728 am [[Schlagfluss]] und wurde in der Gruft der Kirche des Gutes [[Fretzdorf]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Am 20. Januar 1696&amp;lt;ref&amp;gt;Nach [[Karl Friedrich Pauli]] im Jahr 1687. Vgl. &#039;&#039;Leben großer Helden des gegenwärtigen Krieges&#039;&#039;, Band 5, 1764, [https://books.google.de/books?id=mI1bAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA82 S. 82] und [https://books.google.de/books?id=mI1bAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA88 88.]&amp;lt;/ref&amp;gt; heiratete er Eva Maria [[Cosel (Adelsgeschlecht)|von Cosel]] († 20. Januar 1736) aus dem Hause [[Rosenwinkel (Heiligengrabe)|Rosenwinkel]]. Mit ihr hatte er fünf Söhne und vier Töchter. Der Generalmajor [[Christoph Ludwig von Stille]] war sein Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BL-König|Band=3|Seite=38}}&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Karl Gottlob Hirsching]]: &#039;&#039;Historisch-litterarisches Handbuch berühmter und denkwürdigen Personen.&#039;&#039; Band 13, 1. Abteilung, 1809, S. 335–338 ([https://books.google.de/books?id=16kDAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA335&amp;amp;hl=de Digitalisat])&lt;br /&gt;
* {{ADB|36|245|246|Stille, Ulrich Christoph von|[[Bernhard von Poten]]|ADB:Stille, Ulrich Christoph von}}&lt;br /&gt;
* [[Kurt von Priesdorff]]: &#039;&#039;[[Soldatisches Führertum]].&#039;&#039; Band 1, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o.&amp;amp;nbsp;O. [Hamburg], o.&amp;amp;nbsp;J. [1937], {{DNB|367632764}}, S. 82–83, Nr. 136.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Nachmittag-mit-Kahlbutz-Effekt &#039;&#039;Nachmittag mit Kahlbutz-Effekt&#039;&#039;], [[Märkische Allgemeine Zeitung]] vom 9. September 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138544360|VIAF=90825770}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stille, Ulrich Christoph von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regimentsinhaber der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:General der Frühen Neuzeit (Brandenburg-Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Brandenburg-Preußen) im Nordischen Krieg (1674–1679)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Pfälzischen Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Spanischen Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Großen Nordischen Krieg (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1654]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1728]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stille, Ulrich Christoph von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer Generalleutnant und Kommandant der Festung Magdeburg, sowie Erbherr auf Fretzdorf, Herzsprung und Christdorf (Wittstock/Dosse)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Oktober 1654&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Salzwedel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Dezember 1728&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.97.61.210</name></author>
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