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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-24T02:27:12Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polyphonie_(Elektrophon)&amp;diff=2565563</id>
		<title>Polyphonie (Elektrophon)</title>
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		<updated>2024-04-30T10:24:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.229.175.89: /* Digitalisierung */ die Adlibkarte hatte keinen DSP. Die SB konnte 9 bis 11 FM Stimmen  (11 nur Schlagzeugmodus), die AWE32 konnte dann 32 Stimmen.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Ausdruck &#039;&#039;&#039;Polyphonie&#039;&#039;&#039; (von [[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] πολύ &#039;&#039;polý&#039;&#039; „viel“, „mehr“, und φωνή &#039;&#039;phonḗ&#039;&#039; „Stimme“) bedeutet bei [[Elektrophon]]en, dass ein Gerät zur Erzeugung mehrerer gleichzeitig erklingender Töne fähig ist (im Unterschied zur [[Monophonie]] beziehungsweise zum [[Unisono]]). Nicht nur die Anzahl gleichzeitiger Töne ist ausschlaggebend für den Grad der Polyphonie, sondern auch deren Unabhängigkeit, etwa was Hüllkurve ([[ADSR]]) oder [[Klangfarbe]] betrifft. In der Regel benötigen getrennte musikalische [[Stimme (Musik)|Stimmen]] auch getrennte [[Kanal (Informationstheorie)|Kanäle]], bei [[Stereofonie|stereophoner]] Übertragung zwei Kanäle pro Stimme. Wenn die Klangfarben der einzelnen Stimmen verschieden sein können, spricht man von [[Multitimbralität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Musiktheorie]] dagegen ist mit dem Ausdruck [[Polyphonie]] gemeint, dass sich die gleichzeitigen Stimmen möglichst unabhängig zueinander verhalten, ohne gemeinsame Regeln (z.&amp;amp;nbsp;B. erlaubte Zusammenklänge) zu verletzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Elektrophone ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühen rein elektronischen Musikinstrumente wie das [[Theremin]] seit 1919 oder die [[Ondes Martenot]] seit 1928 waren monophon, da sie nur einen einzigen variablen [[Schwingkreis]] besaßen. Die hörbaren Frequenzen wurden nach dem Prinzip des [[Schwebungssummer]]s erzeugt. Sie konnten also nur als [[Melodieinstrument]] eingesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühe elektronische Orgeln wie die [[Hammond-Orgel]] seit 1935 erzeugten dagegen die Töne über eine größere Zahl mechanischer Tonräder, die vor elektromagnetischen [[Tonabnehmer]]n rotierten. Auf diese Weise konnten beliebig viele Töne zugleich erklingen. Auch die frühen Formen des [[Elektronisches Piano|Elektronischen Pianos]] wie der [[Neo-Bechstein]] beruhten auf mechanischer Klangerzeugung, die mit Hilfe von Tonabnehmern in elektrische Signale umgesetzt wurde, und erlaubten dadurch ein vielstimmiges Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analoge Synthesizer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühen [[Synthesizer]] dagegen, wie die [[Moog-Synthesizer]] seit den 1960er-Jahren, erzeugten die Tonfrequenzen elektronisch und waren zunächst auf einen einzigen [[Signalgenerator]] beschränkt. Ihr Kernstück war ein [[spannungsgesteuerter Oszillator]]. Die Wandelbarkeit des damals neuartigen Klangs durch [[Modulator]]en und [[Filter (Elektronik)|Filter]] wurde für wichtiger gehalten als ein mehrstimmiges Spiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grob gesagt, braucht ein Gerät mehrere getrennt einstellbare [[Oszillator]]en, um polyphone Klänge zu erzeugen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass für komplexere [[Stimme (Musik)|Stimmen]] zahlreiche Oszillatoren nötig sein können und für die [[Modulation (Technik)|Modulation]] der Tonfrequenzen ([[Low Frequency Oscillator]]) sowie für Geräuschanteile ([[Rauschgenerator]]) und [[Rhythmus (Musik)|Rhythmen]] ebenfalls Oszillatoren eingesetzt werden, die keine Stimmen im musikalischen Sinn erzeugen. – „Echt polyphone“ [[Analogsignal|analoge]] Synthesizer wie der [[Yamaha CS-80]] erschienen erst Mitte der 1970er-Jahre auf dem Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitalisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Digitalisierung der Klangerzeugung mit der [[Sampler (Klangerzeuger)|Sampler]]-Technologie, die sich seit etwa 1980 durchsetzte (siehe etwa [[Fairlight CMI]]), beschränkte sich wegen der erforderlichen [[Rechenleistung]] wiederum auf monophone Wiedergabe. Echte digitale Polyphonie war auf den handelsüblichen [[Personal Computer]]s erst in den 1990er Jahren möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Entwicklung der [[Klingelton|Klingeltöne]] von Mobiltelefonen sowie der [[Videospielmusik]] wurde die Polyphonie als elementarer technischer Fortschritt betrachtet. Der Heimcomputer [[Commodore 64]] konnte 1982 bereits drei unabhängige musikalische Stimmen produzieren. Während der Systemlautsprecher der PCs in den 1980er Jahren nur einzelne Töne von sich geben konnte, ermöglichten die [[Soundkarte]]n als Zubehör, wie diejenigen von [[AdLib]], sechs gleichzeitige FM Stimmen in bescheidener Qualität, in den 1990ern waren es mit der [[Sound Blaster]] von [[Creative Labs]] bereits 9 bis 11 FM Stimmen und mit der [[Sound Blaster#Sound Blaster AWE32 (1994)|Sound Blaster AWE 32]] 32 Stimmen und mehr. Seitdem auch mit Mobiltelefonen ganze Musikdateien im [[MP3]]-Format abgespielt werden können, ohne die einzelnen Stimmen neu zu erzeugen, ist die Frage der Polyphonie in den Hintergrund getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Digitalpiano]]s haben seit den 2010er Jahren bis zu 256 Klangerzeuger, die gleichzeitig angesteuert werden können, um einen möglichst natürlichen und realistischen Klang ausgeben zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahrnehmung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieweit in einem Gesamtklang überhaupt unterschiedliche musikalische Stimmen wahrgenommen werden, ist eine Frage der [[Musikpsychologie]] und von den technischen Möglichkeiten unabhängig.&lt;br /&gt;
Professionelle Musiker lernen die Unterscheidung zusammenklingender Töne im Fach der [[Gehörbildung]]. Eine automatische Analyse von zweistimmigen Zusammenklängen geschieht etwa beim [[Mehrfrequenzwahlverfahren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gunnar Eisenberg: &#039;&#039;Identifikation und Klassifikation von Musikinstrumentenklängen in monophoner und polyphoner Musik.&#039;&#039; Cuvillier, Göttingen 2008, ISBN 978-3-86727-825-6 (Zugleich: Berlin, Technische Universität, Dissertation, 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klangsynthese]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.229.175.89</name></author>
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