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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Exuperantius&amp;diff=979875</id>
		<title>Exuperantius</title>
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		<updated>2025-05-02T22:48:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Elgg - Reformierte Kirche mit Pfarrhaus, Lindenplatz - Innenansicht - Exuperantius 2011-09-20 17-32-42.jpg|mini|Exuperantius, reformierte Kirche in Elgg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfäffikon - Reformierte Kirche - Michael und Felix, Regula &amp;amp; Exuperantius 2010-10-19 15-33-26 ShiftN.jpg|mini|Fresco der drei Stadtheiligen in der reformierten Kirche in Pfäffikon]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zürich - Stadtsiegel 1347.jpg|mini|Die heute übliche Siegelform geht zurück auf das seit 1348 verwendete sogenannte [[Siegel#Sekretsiegel|Sekretsiegel]] des Rates von Zürich. Umschrift: SECRETVM CIVIVM THVRICENSIVM.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sk.zh.ch/internet/sk/de/staatskanzlei/port/staatssiegel.html Staatskanzlei des Kantons Zürich: Zur Geschichte des Staatssiegels]&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuerich Siegel 1225.jpg|mini|Die ältesten Stadtsiegel Zürichs, beide aus dem Jahr 1225. Auf dem einen Siegel sind drei, auf dem anderen nur zwei Schutzheilige dargestellt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Felix und Regula - Hard - Katholische Kirche Felix &amp;amp; Regula 2011-08-16 16-07-28.jpg|mini|Martyrium von Exuperantius, Felix und Regula, Moderne Reliefs in der katholischen [[St. Felix und Regula (Zürich-Hard)|Kirche Felix und Regula in Zürich-Hard]] (1950).]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Exuperantius&#039;&#039;&#039; (* unbekannt; † nach [[302]] in [[Zürich]]; auch &#039;&#039;Exsuperantius&#039;&#039;, &#039;&#039;Exuperius&#039;&#039;, &#039;&#039;Exsuperius&#039;&#039;, im Volksmund &#039;&#039;&#039;Häxebränz&#039;&#039;&#039; genannt)&amp;lt;ref&amp;gt;stadt-zuerich.ch: {{Webarchiv |url=http://www.stadt-zuerich.ch/prd/de/index/stadtarchiv/fragen_und_antworten_faq/felix_und_regula.html |text=&#039;&#039;Fragen und Antworten (FAQ) – Felix und Regula&#039;&#039; |wayback=20150517063309 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist mit [[Felix und Regula]] der dritte Zürcher [[Schutzpatron]], ein [[Heiliger]] und [[Märtyrer]] der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenktag dieser drei Märtyrer ist der 11.&amp;amp;nbsp;September.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Ökumenisches Heiligenlexikon&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle drei Heiligen gehören zur Gruppe der [[Cephalophore]]n („Kopfträger“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exuperantius fehlt in der frühmittelalterlichen Legende von Felix und Regula. Seine Verehrung als dritter Schutzpatron wird ab dem 13. Jahrhundert fassbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Legende ==&lt;br /&gt;
Exuperantius soll der Diener von Felix und Regula gewesen sein, wie sie ein Angehöriger der legendären [[Thebäische Legion|Thebäischen Legion]], und während der [[Christenverfolgung]]en in der Amtszeit von Kaiser [[Diokletian]] als Märtyrer getötet worden sein. Nach seinem Märtyrertod soll Exuperantius, Felix und Regula vorausgehend, seinen Kopf 40 [[Elle (Einheit)|Ellen]] das Ufer der [[Limmat]] hinaufgetragen, sich niedergekniet und schließlich zur Ruhe gelegt haben. An diesem Ort sollen die drei Stadtheiligen bestattet und im 9. Jahrhundert das ihnen geweihte [[Grossmünster]] der Stadt Zürich erbaut worden sein.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm&amp;quot;&amp;gt;Zitat aus dem Buch Heimatkunde der Stadt Zürich (Seite 7), [[Karl der Große|Karl der Grosse]] und der Hirsch: «Als Kaiser Karl, da er noch König war, einst von der Stadt Köln aus auf die Jagd geritten war, stiess er auf einen grossen, schönen Hirsch … Also jagte er ihm nach, von Köln bis nach Zürich … ob dem Schloss [[Turicum]] [die ehemalige Pfalzburg auf dem [[Lindenhof (Zürcher Hügelzug)|Lindenhof]] am linken Limmatufer] jenseits des Wassers, fiel der Hirsch auf die Knie. Desgleichen taten auch die Hunde und wollten nicht weiter laufen. Dieses Wunder berichteten die Jäger dem König, der eilends herbeiritt, um es zu sehen. Als die Pferde herzukamen, fielen sie auch auf die Knie. Da verstand der König wohl, dass Gott ihm den Hirsch gesandt, weil er hier ein Wunder wirken wollte. Karl stieg von seinem Pferde und bat Gott, er möge ihm seinen Willen offenbaren. Alsobald erschienen zwei Einsiedler, welche in der Gegend wohnten. Sie sagten, dass da drei Heilige begraben lägen, die vormals um des christlichen Glaubens willen gemartert worden wären. Da nahm der Kaiser in Stadt und Schloss Turicum, die ja gleich dabei lagen, Wohnung. Er berief alle Priester des Landes und berichtete ihnen das grosse Wunder, das ihm begegnet war. Er liess graben und die Märtyrer suchen. Nachdem sie gefunden waren, wurden sie zu hohen Ehren erhoben und heilig gesprochen. Über den Gräbern der Heiligen baute Karl der Grosse etliche Jahre später die Felix- und Regulakirche [Grossmünster].»&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Hinrichtungsstein auf einer kleinen Insel in der Limmat, Ort ihres Martyriums und der [[Enthauptung]]en, wurde die [[Wasserkirche]] errichtet. Das Umfeld der mittelalterlichen Grabstelle und des vermeintlichen Hinrichtungssteins in der [[Krypta]] der Wasserkirche datiert ins 11. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Grabungsbericht (Wasserkirche) vom 7. Dezember 2004, Amt für Städtebau, Archäologie, Dölf Wild&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Deutung ==&lt;br /&gt;
Die  schriftliche Überlieferung der Legende von [[Felix und Regula]] beginnt am Ende des 8. Jahrhunderts (Codex 225, [[Stiftsbibliothek St.&amp;amp;nbsp;Gallen]]).&amp;lt;ref&amp;gt;R. Luginbühl (Hrsg.): Heinrich Brennwald, &#039;&#039;Schweizerchronik im Anschluss zur Schweizergeschichte,&#039;&#039; S.&amp;amp;nbsp;613&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese frühkarolingische Überlieferung nennt mehrere «Gefährten» der beiden Heiligen, ohne explizite Erwähnung eines Dieners. Die erste  urkundliche Erwähnung des Exuperantius datiert auf den 21. Januar 1257, als die Wasserkirche anlässlich ihrer Inkorporation in das Grossmünsterstift als  Martyriumsstätte von Felix, Regula und Exuperantius erwähnt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Heidi Leuppi, &#039;&#039;Der Liber ordinarius des Konrad von Mure: die Gottesdienstordnung am Grossmünster in Zürich&#039;&#039; (1995), S. 153.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&#039;&#039;corpora tria sanctorum Fœlicis, Regulae ac Exuperantii&#039;&#039; erwähnt in der &#039;&#039;Descriptio&#039;&#039; von [[Conrad Türst]] (1495/8).&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Quellen zur Schweizer Geschichte&#039;&#039;  5–6 (1881), S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johannes Stumpf]] in seiner  &#039;&#039;Schweizer Chronik&#039;&#039; von 1547/48 behauptet, Exuperantius sei seit dem  13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine im Volk beliebte Heiligenfigur gewesen. Das für Glaubensfragen in Zürich massgebliche Grossmünster soll sich aber gegen diesen unrechtmässigen Heiligen verwahrt haben, bis ihm 1264 ein Bürger seine Ländereien unter der Bedingung vermachte, dass Exuperantius von nun an auch in die [[Liturgie]] aufgenommen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;stadt-zuerich.ch: {{Webarchiv | url=http://www.stadt-zuerich.ch/internet/stadtarchiv/home/fragen_und_antworten/fragen_und_antworten0/fragen_und_antworten3.html | archive-is=20070620 | text=&#039;&#039;Fragen und Antworten zum Titel Felix und Regula&#039;&#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--stimmt möglicherw. nicht, Dändliker (1908:117) scheint Urkunden von 1256/7 zu kennen.&lt;br /&gt;
Eine zeitgenössische Quelle zu den von Stumpf überlieferten Ereignissen aus dem 13. Jahrhundert fehlt.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Legende von Felix und Regula werden die beiden Heiligen von Decius gefragt, ob sie nicht etwa Gefährten der im Wallis hingerichteten Mauritius, Exuperius, Victor und Candidus seien. Exuperius und Exuperantius sind zwei Varianten desselben Namens, und es wurde vermutet, dass Exuperantius im Ursprung mit dem [[Exuperius (Thebaische Legion)|Exuperius von Agaunum]] identisch sei, dessen Martyrium damit einfach aus dem Wallis nach Zürich verlegt worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Friedrich Gelpke, &#039;&#039;Kirchengeschichte der Schweiz&#039;&#039; (1856), [https://books.google.ch/books?id=aUkwAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA208 S. 208].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Dändliker (1908) nennt 1256 und 1257 als frühesten Hinweis auf die Verehrung eines Exuperantius in Zürich.&amp;lt;ref&amp;gt;Dändliker, &#039;&#039;Geschichte der Stadt Zürich&#039;&#039; (1908), S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bereits das erste bekannte Stadtsiegel von 1225, das nur fragmentarisch erhalten ist, stellt drei Heiligenfiguren dar.&lt;br /&gt;
Ein zweites, besser belegtes Siegel, das ebenfalls 1225 verwendet wurde, zeigt nur Felix und Regula. Auch weitere drei Stadtsiegel, die im 13. und frühen 14. Jahrhundert verwendet wurden, zeigten nur die zwei Stadtpatrone. Erst mit der Einführung des sechsten Siegels 1347/8, also bereits nach der [[Brunsche Zunftverfassung|Zunftrevolution von 1336]], wurde Exuperantius wieder eingeführt. Spätere Siegel lehnten sich stets an das Vorbild von 1348 an.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Siegel der Stadt Zürich und der Landstädte&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich&#039;&#039; 9 (1853/6).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schwanken zwischen zwei und drei Stadtheiligen im Zürich des 13. und 14. Jh. wurde dahingehend gedeutet, dass Exuperantius&lt;br /&gt;
ein bürgerlich-volkstümlicher Heiliger war, der von der kirchlichen Elite als unhistorisch abgelehnt wurde. Damit spiegelt die Durchsetzung der Verehrung des Exuperantius, laut Stumpf ab 1264, und seine Wiederaufnahme in das Stadtsiegel nach der Zunftrevolution Bruns, die politische Rivalität zunächst des Grossmünsterstifts gegen das Fraumünsterstift, und dann der bürgerlichen Mittelschicht gegen die kirchliche Elite.&amp;lt;ref&amp;gt;Joan A. Holladay: &#039;&#039;The Competition for Saints in Medieval Zurich&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Gesta&#039;&#039; 43.1 (2004), 41–59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Schädelreliquien von Felix und Regula, die im Stiftsschatz des Grossmünsters aufbewahrt wurden, wurde vermutlich auch im 13. Jahrhundert eine Schädelreliquie des Exuperantius zugesellt. Bei der Räumung des Stiftsschatzes während der Reformation, am 2. Oktober 1525, werden vier kostbare Schädelreliquiare erwähnt, die dem Rat übergeben wurden:  &#039;&#039;S. Felix houpt bild obenusshin silberin. S. Reglen haupt. S. Exuperantzen haupt. [[Placidus und Sigisbert von Disentis|S. Placidus]] haupt&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Lukas Wallimann, &#039;&#039;Reformation und Gegenreformation – Bildnisse wechseln die Seite&#039;&#039; (2013), 9f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schädelreliquien von Felix und Regula wurden laut einer erst im 17. Jh. aufgezeichneten Überlieferung nach [[Andermatt]] gerettet. Die dort erhaltenen Reliquien wurden 1988 wissenschaftlich untersucht.&lt;br /&gt;
Dabei stellte sich heraus, dass der Regula-Schädel aus Fragmenten zweier Individuen aus der Römerzeit zusammengesetzt ist, während der Felix-Schädel mittelalterlich ist, er stammt von einem Mann, der im 11. oder 12. Jh. verstarb und danach etwa hundert Jahre lang beerdigt war, und damit etwa im 13. Jh. exhumiert wurde; es handelt sich bei diesem Schädel vermutlich um den seit dem 13. Jh. als Reliquie des Exuperantius verehrten Schädel.&amp;lt;ref&amp;gt;Lukas Wallimann, &#039;&#039;Reformation und Gegenreformation – Bildnisse wechseln die Seite&#039;&#039; (2013), 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--entfernt als völlig unbelegt. exuperantius heisst nicht &amp;quot;hingebungsvoll&amp;quot;, und diese &amp;quot;Deutung&amp;quot; ist in der Literatur nicht nachweisbar.&lt;br /&gt;
Ein Erklärungsversuch, wie die Figur des Exuperantius entstanden sein könnte, geht von der Formulierung&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Felix exuperantius et Regula&#039;&#039; aus (angelehnt an die Nennung von &#039;&#039;Felix, Exuperantius et Regula&#039;&#039; in einer Handschrift um 1490&amp;lt;ref&amp;gt;Türsts &#039;&#039;Descriptio&#039;&#039; in der gedruckten Version nennt die Heiligen in der Reihenfolge Felix, Regula und Exuperantius. Daneben zitiert Motta (1881) eine Handschrift des Textes, die die Heiligen als &#039;&#039;Felix, Exuperantius et Regula&#039;&#039; aufzählt.&lt;br /&gt;
Vgl. Emilio Motta, &amp;quot;Eine Mailänder Handschrift von C. Türst&#039;s &#039;Descriptio&#039;&amp;quot;, &#039;&#039;Quellen zur Schweizer Geschichte&#039;&#039;  5-6 (1881), S. 317.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Der Name &#039;&#039;Exuperantius&#039;&#039; bedeutet &amp;quot;der Überragende&amp;quot;, und die Vermutung hier ist, dass &amp;quot;überragend, hervorragend&amp;quot; zunächst ein auf Felix bezogenes Adjektiv gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser &amp;quot;Erklärungsversuch&amp;quot; konnte bisher nicht in der Fachliteratur nachgewiesen werden. Er wird erwähnt in einer Publikation der Katholischen Kirche des Kantons Zürich von 2009:&lt;br /&gt;
&amp;quot;es gibt auch Deutungen, die den Text «Felix exuperantius et Regula» so deuten, dass damit «Felix, der sich hingebende, zusammen mit Regula» gemeint war.&amp;quot; [https://www.zhkath.ch/ueber-uns/organisation/generalvikariat/arbeitshilfen/unterlagen-fuer-die-pastorale-planung/exuperantius/exuperantius-2/@@download/file/Exuperantius-02.pdf Exuperantius Nr. 2], Juni 2009;&lt;br /&gt;
da diese Vermutung bereits im November 2007 (ohne Angabe von Belegen) [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Exuperantius&amp;amp;oldid=39245789 in Wikipedia] eingetragen wurde ist die Annahme nicht abwegig, dass der Verweis &amp;quot;es gibt auch Deutungen&amp;quot; von 2009 sich auf Wikipedia stützte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die volksetymologische Umdeutung des Namens &#039;&#039;Exuperantius&#039;&#039; als  &#039;&#039;Häxebränz&#039;&#039; (wohl angelehnt an &#039;&#039;Bränz&#039;&#039; «Weinbrand») im Zürcher Dialekt ist im Schweizerischen Idiotikon (1903) verzeichnet (ohne Datierung).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Schweizerisches Idiotikon]], Band V, Spalte 765, s.&amp;amp;nbsp;v. &#039;&#039;Branz&#039;&#039;, Artikel &#039;&#039;Häxe&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt;bränz&#039;&#039; (gedruckt 1903) ([https://digital.idiotikon.ch/p/lem/131752 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Felix und Regula]]&lt;br /&gt;
* [[Thebäische Legion]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Stadt Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Wappen des Kantons und der Stadt Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Fraumünster]]&lt;br /&gt;
* [[Grossmünster]]&lt;br /&gt;
* [[Wasserkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hansueli F. Etter, Urs Baur, Jürg Hanser, Jürg E. Schneider: &#039;&#039;Die Zürcher Stadtheiligen Felix und Regula. Legenden, Reliquien, Geschichte und ihre Botschaft im Licht moderner Forschung&#039;&#039;. Büro für Archäologie der Stadt Zürich, Zürich 1988, ISBN 3-905243-01-6.&lt;br /&gt;
* K. Werner Glaettli: &#039;&#039;Zürcher Sagen.&#039;&#039; 2., vermehrte Auflage. Rohr, Zürich 1970.&lt;br /&gt;
* Iso Müller: &#039;&#039;Die frühkarolingische Passio der Zürcher Heiligen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Zeitschrift für schweizerische Kirchengeschichte.&#039;&#039; Bd.&amp;amp;nbsp;65, 1971, {{ISSN|0044-3484}}, S.&amp;amp;nbsp;132–187, [https://www.e-periodica.ch/digbib/view?rid=zfk-001:1971:65::138 online].&lt;br /&gt;
* Cécile Ramer: &#039;&#039;Felix, Regula und Exuperantius. Ikonographie der Stifts- und Stadtheiligen Zürichs.&#039;&#039; Antiquarische Gesellschaft, Zürich 1973 (&#039;&#039;Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich.&#039;&#039; 47, {{ZDB|280134-6}} = &#039;&#039;Neujahrsblatt.&#039;&#039; 137). (Zugleich: Diss. Univ. Zürich, 1972: &#039;&#039;Die Zürcher Stadtheiligen Felix, Regula und Exuperantius in Legende und Kunst.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* Cécile Ramer: &#039;&#039;Die Zürcher Stadtheiligen Felix, Regula und Exuperantius in Legende und Kunst. (9.–17. Jahrhundert).&#039;&#039; o.&amp;amp;nbsp;N., Zürich 1972 (Teildruck, Zürich, Univ, Diss., 1972).&lt;br /&gt;
* Paul W. Roth: &#039;&#039;Soldatenheilige.&#039;&#039; Verlag Styria, Graz Wien Köln, 1993, ISBN 3-222-12185-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Exuperantius (Zurich)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hist.uzh.ch/de/fachbereiche/altegeschichte/lehrstuehle/naef/forschung/projektkulturwege/felixregula/stationen.html Website Universität Zürich: Eine Stadt und ihre Märtyrer – ein multimedialer Pfad]&lt;br /&gt;
* {{Hl-Lex|b|Exuperantius.html}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=144004631|LCCN=n84154204|VIAF=38321962}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Religion (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thebaische Legion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fiktive Person (Religion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 3. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 4. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cephalophore]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Exuperantius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Häxebränz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=mit Felix und Regula der dritte Zürcher Schutzpatron, ein Heiliger und Märtyrer der Römisch-katholischen Kirche&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 302&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leocadia_(Heilige)&amp;diff=2785728</id>
		<title>Leocadia (Heilige)</title>
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		<updated>2025-05-02T22:43:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;heilige Leocadia&#039;&#039;&#039; ist eine spanische [[Heiliger|Heilige]]. Die Überlieferung besagt, dass sie in den [[Christenverfolgung]]en des römischen Kaisers [[Diokletian]] am 9. Dezember vermutlich des Jahres 304 das [[Märtyrer|Martyrium]] erlitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Über das Leben der hl. Leocadia ist so gut wie nichts bekannt; wahrscheinlich stammte sie aus [[Toledo]] oder seiner Umgebung. Ihr Name deutet auf einen griechischen Ursprung ihrer Familie hin. Der römische Statthalter, ein Mann namens Decianus unternahm der Überlieferung zufolge den Versuch, sie durch Folter und Androhung des Todes dazu zu bewegen, ihrem Glauben abzuschwören; nach dem Vorbild der hl. [[Eulalia von Mérida|Eulalia]] blieb sie jedoch standhaft und starb im Gefängnis an den Folgen der Folter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verehrung ==&lt;br /&gt;
Der Name der [[Märtyrer]]in erscheint nicht in den verschiedenen [[Hymne|Märtyrerhymnen]] des spätantiken spanischen Dichters [[Prudentius]] (348–405), doch wurde ihr bereits früh eine Grabeskirche in Toledo geweiht, in der drei [[Konzil von Toledo|toledanische Konzilien]] (633, 636 und 638) abgehalten wurden. Ihr [[Gedenktag]], der 9. Dezember, erscheint in spanischen [[Martyrologium|Martyrologien]] des 9. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hl. Leocadia wurde auf einem Friedhof in der Nähe des [[Tajo]] beigesetzt, wo sich schon bald ein Kult entwickelte. Im 9. Jahrhundert wurden ihre [[Reliquien]] wegen der Übergriffe [[Abd ar-Rahman II.|Abd ar-Rahmans II.]] nach [[Oviedo]] gebracht, wo [[Alfons II. (Asturien)|Alfons II.]] von [[Königreich Asturien|Asturien]] eine ihr geweihte Kirche errichten ließ. Im 11. Jahrhundert erhielt ein Graf aus dem [[Grafschaft Hennegau|Hennegau]], der als [[Jakobspilger]] nach Spanien aufgebrochen war und dort an der Seite [[Alfons VI. (León)|Alfons’ VI.]] gegen die Muslime kämpfte, zum Dank für seine militärischen Dienste die Reliquien der hl. Leocadia und des hl. [[Sulpicius (Heiliger)|Sulpicius]], die er der [[Benediktiner]]abtei von [[Saint-Ghislain]] zum Geschenk machte, wo sie allerdings ein Schattendasein führten. [[Philipp I. (Kastilien)|Philipp der Schöne]] und [[Johanna (Kastilien)|Johanna von Kastilien]] brachten bei einem Besuch (um 1500) einen Schienbeinknochen der Heiligen zurück nach Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Spanische Niederlande|spanisch-niederländischen]] Kriege des 16. Jahrhunderts wurde die Abtei in Mitleidenschaft gezogen. Im Jahre 1583 wurden die Reliquien von einem [[Jesuiten]] entdeckt und drei Jahre später nach Rom gebracht; von dort kamen sie per Schiff nach [[Valencia]] und anschließend nach [[Toledo]]. König [[Philipp II. (Spanien)|Philipp II.]] war selbst bei der [[Reliquientranslation]] im Jahr 1587 anwesend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hl. Leocadia ist die Schutzpatronin der Stadt Toledo. Obwohl die Heilige in Spanien durchaus bekannt ist, hat keiner der großen spanischen Maler des 16. und 17. Jahrhunderts eine Darstellung von ihr oder ihrem Martyrium hinterlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Frontal exterior de la cámara santa.JPG|Oviedo – Kapelle Santa Leocadia&lt;br /&gt;
Bild:Celosía cripta de santa Leocadia.JPG|Fenster&lt;br /&gt;
Bild:Cripta de santa Leocadia.JPG|Krypta&lt;br /&gt;
Bild:Lauda sepulcral central cripta santa leocadia.JPG|Ornamentierte Platte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Leocadia de Toledo|Leocadia von Toledo}}&lt;br /&gt;
* [http://www.heiligenlegenden.de/monate/dezember/09/leocadia/home.html &#039;&#039;Hl. Leocadia – Legenden + Geschichte&#039;&#039;] (private Seite)&lt;br /&gt;
* [http://www.architoledo.org/SantaLeocadia/SantaLeocadia1.htm &#039;&#039;Hl. Leocadia – Legenden + Geschichte&#039;&#039;] (span.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1213686911|VIAF=197802179}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer der Diokletianischen Verfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungfrau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Legende]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 3. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 4. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Leocadia&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN= Léocadie&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=spanische Heilige&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=unsicher: 304&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marcia_(Vestalin)&amp;diff=2110143</id>
		<title>Marcia (Vestalin)</title>
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		<updated>2025-05-02T22:38:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Marcia&#039;&#039;&#039; († [[114 v. Chr.]]) war ein Mitglied des altrömischen Geschlechts der [[Marcier]] und eine [[Vestalin]]. Vielleicht war sie die Tochter des [[Praetur|Stadtprätors]] von 144 v. Chr., [[Quintus Marcius Rex (Prätor)|Quintus Marcius Rex]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 115 v. Chr. wurde ein Gerichtsverfahren gegen mehrere Vestalinnen, die des [[Crimen incesti (Sakralrecht)|&#039;&#039;crimen incesti&#039;&#039;]] angeklagt waren, durchgeführt. Zu den Angeklagten gehörten neben der verurteilten [[Aemilia (Vestalin)|Aemilia]] auch [[Licinia (Tochter des Gaius Licinius Gracchus)|Licinia]] und Marcia, doch wurden die letzteren beiden am Ende des Jahres zunächst von den [[Pontifex|Pontifices]] freigesprochen. Daraufhin wurde auf Antrag des [[Volkstribun]]en [[Sextus Peducaeus]] der für seine Rigorosität bekannte [[Konsulat (Römisches Reich)|Konsul]] von 127 v. Chr., [[Lucius Cassius Longinus Ravilla]], vom Volk zum außerordentlichen Untersuchungsrichter in einem weiteren, 114 v. Chr. durchgeführten Prozess ernannt. Ravilla dehnte die Schuldzuerkennung nun auf Licinia und Marcia aus, obwohl letztere das Gelöbnis der [[Keuschheit]] nur durch das Verhältnis zu einem einzigen Mann verletzt haben sollte. Über beide Vestalinnen wurde das [[Todesstrafe|Todesurteil]] verhängt. Darüber hinaus verurteilte Ravilla die Verführer der Frauen und weitere Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;Einige der über den Vestalinnenprozess von 115/14 v. Chr. berichtenden antiken Autoren (u. a. [[Cassius Dio]], Buch 26, Fragment 87, 1-5; [[Titus Livius|Livius]], &#039;&#039;periochae&#039;&#039; 63; [[Asconius Pedianus]], Kommentar zu [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]], &#039;&#039;[[Pro Milone|Pro T. Annio Milone]]&#039;&#039;, p. 39f. ed. Stangl) geben Marcias Namen explizit an, andere Autoren (z. B. [[Iulius Obsequens]] 37) erwähnen ihn hingegen nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Althistoriker [[Friedrich Münzer]] vermutet hinter dem Prozess politische Motive.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|XIV,2|1602||Marcius 114)|Friedrich Münzer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|XIV,2|1601|1602|Marcius 114|[[Friedrich Münzer]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Römische Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (2. Jahrhundert v. Chr.)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marcier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vestalin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 2. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 114 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Marcia&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Vestalin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=114 v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
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		<title>Irene von Rom († um 288)</title>
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		<updated>2025-05-02T16:10:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (3. Jahrhundert)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Georges de La Tour 003.jpg|mini|hochkant|[[Georges de la Tour]]: Die hl. Irene pflegt den verwundeten hl. Sebastian]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Irene von Rom&#039;&#039;&#039; († um 288) war der Überlieferung der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] zufolge die Witwe des heiligen [[Kastulus]], der das Martyrium erlitten hatte. Sie wird in der katholischen und der [[Orthodoxe Kirche|orthodoxen Kirche]] als [[Heiliger|Heilige]] verehrt. Ihr [[Gedenktag]] ist der 22. Januar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Überlieferung zufolge fand Irene den von seinen [[Christenverfolgungen im Römischen Reich|Verfolgern]] durch Pfeile verwundeten heiligen [[Sebastian (Heiliger)|Sebastian]], den man zum Sterben an einem Baum hatte hängen lassen, und pflegte ihn gesund. Später erlitt Sebastian das Martyrium auf andere Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der christlichen [[Ikonographie]] wird die hl. Irene mit den [[Ikonographisches Heiligenattribut|Attributen]] Ölzweig und Salbfläschchen, den heiligen Sebastian pflegend, dargestellt. Sie gilt als [[Schutzpatron]]in der Kranken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629234139/http://www.bautz.de/bbkl/i/Irene_r.shtml |autor=[[Klaus-Gunther Wesseling]]|artikel=Irene von Rom, Witwe († 288)|band=2|spalte=1330–1331}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Erhard Gorys&lt;br /&gt;
   |Titel=Irene, Witwe aus Rom&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Lexikon der Heiligen&lt;br /&gt;
   |Verlag=dtv&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1999&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-423-32507-0&lt;br /&gt;
   |Seiten=140–141}}&lt;br /&gt;
* {{Heiligenlexikon-1858 |Lemma=Irene, S. |BK-Nummer=2 |Band=3 |Seite=52 |SeiteBis=53 |zenoID=20002990458}}&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
* {{LThK|Autor|Artikel|Auflage|Band|Spalten}} bliebe zu ermitteln--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Irene of Rome|Irene von Rom}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2020-01-05}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Irene #Rom #288}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer der Diokletianischen Verfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (3. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (3. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 3. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 3. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Irene von Rom&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Heilige, Witwe des heiligen Castulus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 288&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Gereon von Köln</title>
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		<updated>2025-05-02T16:04:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kopf Heiliger Gereon Köln.jpg|mini|Kopf des heiligen Gereon vor der Kirche [[St. Gereon (Köln)|St. Gereon]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hl. Gereon .jpg|mini|Heiliger Gereon mit Gefolge, Köln, um 1460, auf Holz, Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Legende war &#039;&#039;&#039;Gereon&#039;&#039;&#039; (* um 270; † 304) ein Offizier der [[Thebaische Legion|Thebäischen Legion]], der entsprechend der Legende in der Nähe von [[Köln]] im späteren [[Mechtern]] (&#039;&#039;ad martyres&#039;&#039;) wegen seines christlichen Glaubens und der Weigerung, sich an [[Christenverfolgung]]en zu beteiligen, enthauptet wurde. Sein Leib soll vor den Mauern der Stadt in einen Brunnen geworfen worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Legende ==&lt;br /&gt;
Die früheste Fassung der Legende von der Thebäischen Legion ist die &#039;&#039;[[Passio Acaunensium martyrum]]&#039;&#039; des [[Eucherius von Lyon]] (5. Jahrhundert). Sie lokalisiert das Geschehen an den Ort [[Agaunum]] (auch Acaunum) im Wallis in der Nähe des Genfer Sees. Die dortige [[Abtei Saint-Maurice]] d’Agaune war das früheste und bedeutendste Kultzentrum der Thebäer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Niederrhein gelangte der Kult wahrscheinlich im 6. Jahrhundert im Gefolge der Eheschließung des [[Austrasien|austrasischen]] Königs [[Theuderich I.]] mit der Tochter des Stifters der Abtei Saint-Maurice, des Königs [[Sigismund (Burgund)|Sigismund]] von Burgund, [[Suavegotta]]. Bald wurden daher Teile der Handlung an den Niederrhein (Bonn, Köln, Xanten) verlegt, wo sie vermutlich mit älteren lokalen Überlieferungen von Soldatenmärtyrern verschmolzen. So erwähnte [[Gregor von Tours]] in seinem &#039;&#039;Liber in gloria martyrum&#039;&#039; noch ohne Namensnennung 50 Märtyrer der Thebäischen Legion, die in einer mit Goldmosaiken geschmückten Kirche &#039;&#039;Ad Sanctos aureos&#039;&#039; verehrt würden. Der ihm persönlich bekannte Kölner Bischof [[Everigisil]] sei durch Staub aus einem in der Mitte dieser Kirche befindlichen Brunnen, in den die Leiber der Märtyrer geworfen worden seien, von Kopfschmerzen geheilt worden. Die Ausschmückung dieser Kirche mit Mosaiken preist [[Venantius Fortunatus]] in einem Gedicht (carm. III 14) als Verdienst des Kölner Bischofs [[Carentinus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Die umstrittene Deutung von Vers 24 dieses Gedichts hat zuletzt Zweifel an seinem Zusammenhang mit St. Gereon aufkommen lassen. Vgl. [[Ute Verstegen]]: &#039;&#039;Ausgrabungen und Bauforschungen in St. Gereon zu Köln&#039;&#039; (Kölner Forschungen 9). Philipp von Zabern,  Mainz 2006, S. 5f. Für einen Bezug zu Köln und zur Deutung des Verses vgl. jedoch Gereon Becht-Jördens: &#039;&#039;Venantius Fortunatus und die Renovierung der Kirche St. Gereon zu Köln durch Bischof Carentinus&#039;&#039;. In: Kölner Jahrbuch 43 (2010), S. 57–69, ISBN 978-3-7861-2628-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Gereon tauchte erstmals in dem im frühen 7. Jahrhundert in [[Auxerre]] oder im [[Kloster Luxeuil]] redigierten &#039;&#039;[[Martyrologium Hieronymianum]]&#039;&#039; auf. Dort erscheint er als Anführer von 318 Gefährten. Diese Zahl, die später kanonische Geltung erlangte, ist eine biblische Symbolzahl (vgl. Gn 14, 14: 318 Gefährten Abrahams).&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Ute Verstegen 2006, S. 11f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 10. Jahrhundert baut eine wohl in Köln entstandene Passio die Überlieferung weiter aus. Dort wurde erstmals zwischen dem Ort des Martyriums, einer Kirche Ad Martyres (volkssprachlich [[St. Mechtern (Köln-Ehrenfeld)|St. Mechtern]] im heutigen Köln-Ehrenfeld), und dem Ort der Beisetzung, [[St. Gereon (Köln)|St. Gereon zu Köln]], unterschieden. Letztgenannte Kirche sei von der römischen Kaiserin [[Helena (Mutter Konstantins des Großen)|Helena]], der Mutter [[Konstantin der Große|Konstantins des Großen]], errichtet worden. [[Sigebert von Gembloux]] verfasste in den 1070er Jahren eine metrische &#039;&#039;Passio Sanctorum Thebeorum&#039;&#039; in drei Büchern, in der er von 955 bis 970 auch Gereon und seine Gefährten erwähnte und ihre Zahl 318 zahlensymbolisch ausdeutete.&amp;lt;Ref&amp;gt;Ernst Dümmler: &#039;&#039;Sigeberts von Gembloux Passio sanctae Luciae virginis und Passio sanctorum Thebeorum&#039;&#039; (Aus den Abhandlungen der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1893) Verlag der Königlichen Akademie der Wissenschaften, Berlin 1893.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst im 12. Jahrhundert wurde der angebliche Leichnam Gereons bei einer im Herbst 1121 von [[Norbert von Xanten]], dem Gründer des [[Prämonstratenser]]ordens, inszenierten und detailliert beschriebenen [[Reliquie]]ngrabung in unversehrtem Zustand und in prachtvoller Gewandung mit Resten von Bewaffnung in einem Sarkophag entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Quellen vgl. Dümmler 1893, S. 23–30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sarkophag des Märtyrers Gereon und seiner Gefährten der Thebäischen Legion in der Krypta, St. Gereon, Köln-4698.jpg|mini|Gereonsgrab in der Kölner [[St. Gereon (Köln)|Kirche St. Gereon]]]]&lt;br /&gt;
Die angeblich von Kaiserin [[Helena (Mutter Konstantins des Großen)|Helena]] errichtete [[St. Gereon (Köln)|Kirche St. Gereon]] stammt in ihren ältesten Teilen aus der Mitte des 4. Jahrhunderts, ist also älter als sämtliche Schriftquellen, die erst im 5., mit Bezug auf Köln sogar erst im 6. Jahrhundert einsetzen. Sie lag ursprünglich außerhalb der Stadtbefestigung im nordwestlichen Vorstadtgebiet auf dem Gelände einer römischen [[Nekropole]]. Spätestens seit dem 7. oder frühen 8. Jahrhundert muss es bei der Kirche ein Kloster oder Stift gegeben haben. Der spätantike Bau wurde immer wieder restauriert und erweitert. Heute erhebt sich über dem spätantiken Ovalbau der bedeutende romanische Sakralbau St. Gereon aus dem 13. Jahrhundert, der sich durch seinen Mittelbau, das einzige [[Zehneck|Dekagon]] und den ersten bedeutenden Zentralbau mit Klostergewölbe nördlich der Alpen, auszeichnet. Eine in den Quellen bereits seit merowingischer Zeit erwähnte spätantike Säule, die laut einer beigefügten Versinschrift als eine Art Orakel in Rechtsfragen diente, die [[Blutsäule (Köln)]] des heiligen Gereon, soll mit dem Blut des Heiligen in Berührung gekommen sein und ist noch heute in St. Gereon auf der Nordseite beim Westeingang vorhanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Dümmler 1893, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für sie wurde bei der staufischen Erneuerung des Dekagons eine Aussparung geschaffen. Die Granitsäule könnte eine der in den spätantiken und frühmittelalterlichen Quellen erwähnten Säulen des spätantiken Baues aus kostbarem Material sein. Eine Inschrift, die ursprünglich auf einer Steinplatte an der Säule angebracht war, ist heute in der Nische zu lesen. Es handelt sich um ein Distichon, ein Kabinettstück in raffinierter Reimtechnik, das erst aus dem Hochmittelalter stammen kann:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Adde fidem, fuit hic pridem fusus cruor idem / ad lapidem, si dem me male, punit idem.|Übersetzung=Schenke mir Glauben, vor langer Zeit wurde  hier ebendieses / Blut an dem Steine versprengt, zeig’ ich mich übel, er straft.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule, die an die Säule unter den &#039;&#039;[[Leidenswerkzeug|arma Christi]]&#039;&#039; erinnert, erscheint auch auf Abbildungen, so in Inkunabeln der [[Legenda aurea]] des [[Jacobus de Voragine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten liturgischen Texte stammen aus dem 8. Jahrhundert. Gereon erscheint unter den Patronen des fränkischen Heeres neben den Soldaten- und Bischofsheiligen [[Mauritius (Heiliger)|Mauritius]] von Agaunum, Bischof [[Dionysius von Paris]], [[Crispinus und Crispinianus]] von Soissons und [[Hilarius von Poitiers]] und [[Martin von Tours]] in den &#039;&#039;[[Laudes regiae]]&#039;&#039;. Noch in ottonischer Zeit ist Gereon in den &#039;&#039;Laudes regiae&#039;&#039; präsent, danach verschwindet er. Dafür ist die örtliche liturgische Tradition, ausgehend von der Kölner Allerheiligenlitanei aus der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts bis zur Gegenwart umso reicher und nachhaltiger. Sie erreicht den Gipfelpunkt ihrer Entfaltung im Hoch- und Spätmittelalter als es, spätestens seit Erzbischof [[Pilgrim von Köln]] zu einem ausgeprägten Stationskirchensystem nach römischem Vorbild kommt, in dem die [[St. Gereon (Köln)|Stiftskirche St. Gereon]] einen hervorragenden Platz (u. a. Statio am Tag des Protomärtyrers Stephanus im Rahmen der Weihnachtsliturgie; Palmsonntag, Ostermontag, Pfingstmontag und Vigil von Christi Himmelfahrt in der Osterzeit) einnimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Andreas Odenthal, Albert Gerhards (Hrsg.): &#039;&#039;Märtyrergrab, Kirchendienst, Gottesdienst. Interdisziplinäre Studien zu St. Gereon in Köln&#039;&#039; (Studien zur Kölner Kirchengeschichte 35). Franz Schmitt, Siegburg 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Neukonzeption des [[Liste der Kölner Ratsturmfiguren|Skulpturenprogramms]] des [[Rathaus Köln#Ratsturm|Kölner Rathausturms]] in den 1980er Jahren wurde Gereon durch eine Figur von [[Matthias Moritz]] im vierten Obergeschoss auf der Nordseite des Turms geehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/skulpturen-des-vierten-obergeschosses#ziel_0_4 stadt-koeln.de: Skulpturen des vierten Obergeschosses], abgerufen am 15. Januar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[St. Lorenz (Nürnberg)|Nürnberger Lorenzkirche]] befinden sich Reliquien des Heiligen Gereon im Johannesaltar von 1520.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stefan Lochner 004.jpg|mini|hochkant|Darstellung des heiligen Gereon auf der rechten Seitentafel des [[Altar der Stadtpatrone|Altars der Stadtpatrone]] von [[Stefan Lochner]], heute im [[Kölner Dom]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Patrozinium ==&lt;br /&gt;
Gereon ist ein [[Schutzpatron]] der [[Soldat]]en. Er wird in Ritterrüstung mit Kreuzfahne dargestellt und besonders in Köln verehrt, dessen Stadtpatron er auch ist. Ferner gibt es an der Loire (Frankreich) Gemeinden des Namens Saint Géréon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Heiligen wurden auch verschiedene Kirchengebäude geweiht (siehe [[Gereonskirche]]), so ist mit [[St. Gereon (Köln)|St. Gereon]] in Köln eines der ältesten Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gereon ist der [[Namenstag|Namenspatron]] des 10. Oktobers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Richter: &#039;&#039;Jagd auf Gereon. Geschichte und Wanderung einer Legende&#039;&#039;, Verlag Styria, Graz Wien Köln, 1967.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629144504/http://www.bautz.de/bbkl/g/gereon.shtml |autor=Claus Coester|artikel=Gereon|band=21|spalte=472–473}}&lt;br /&gt;
* Paul W. Roth: &#039;&#039;Soldatenheilige&#039;&#039;, Verlag Styria, Graz/Wien/Köln 1993, ISBN 3-222-12185-0.&lt;br /&gt;
* {{RGA|30|400|405|Thebäische Legion|Ingo Runde}}&lt;br /&gt;
* Ingo Runde: &#039;&#039;Ranges, Rivers and Roads. Zur Funktion und Bedeutung topographischer Aspekte bei Grenzkonflikten im früh- und hochmittelalterlichen Xantener Raum. Mit einem Exkurs zu Bezügen zwischen der Xantener Gereonskapelle ‚in den Sümpfen‘ und der ‚Schlacht bei Birten‘ im Jahre 939 n. Chr.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Rheinische Vierteljahrsblätter]].&#039;&#039; Band 77, 2013, S. 25–58.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Saint Gereon|Gereon von Köln}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11869068X|VIAF=54942674}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gereon #Koln}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gereon von Köln| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (römische Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer einer Christenverfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (3. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärheiliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thebaische Legion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 3. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 304]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gereon von Köln&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Heiliger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 270&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=304&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[eo:Gereon#Sanktulo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cassian_von_Tanger&amp;diff=2788644</id>
		<title>Cassian von Tanger</title>
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		<updated>2025-05-02T09:24:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (3. Jahrhundert)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Marcellus Cassian.jpg|miniatur|Marcellus und Cassian, Ikone in der russisch-orthodoxen Kirche zu [[Rabat]]]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Cassian von Tanger&#039;&#039;&#039; († [[3. Dezember]] [[298]] in [[Tanger]]), auch &#039;&#039;&#039;Cassian von Tingis&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Cassius&#039;&#039;&#039; genannt, war ein christlicher [[Märtyrer]]. Die [[römisch-katholische Kirche]] verehrt ihn als [[Heiliger|Heiligen]], auch der [[Evangelische Kirche in Deutschland|evangelischen Kirche in Deutschland]] gilt er als denkwürdiger Glaubenszeuge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Tradition zufolge wurde er am 3. Dezember 298, also während der Herrschaft des [[Diokletian]], enthauptet. Das Martyrium Cassians wird traditionell als Folge des Martyriums des [[Marcellus von Tanger]] angesehen. So soll er Gerichtsschreiber bei dem Verfahren gegen Marcellus gewesen sein. Aurelius Agricola, stellvertretender Präfekt der römischen Provinz in [[Nordafrika]], soll das Verfahren geleitet haben. Als die Todesstrafe über Marcellus verhängt wurde, soll Cassian seinen Stift niedergeworfen und sich zum Christentum bekannt haben. Er soll sofort verhaftet und zu Tode gebracht worden sein. Cassian gilt als [[Schutzpatron|Patron]] der modernen [[Stenografie|Stenograph]]en. Der Zusammenhang mit dem Martyrium des Marcellus wird heute allerdings von einigen Experten als nicht nachweisbar angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Geoffrey de Ste Croix|Geoffrey Ernest Maurice de Sainte Croix]], &#039;&#039;Christian Persecution, Martyrdom, and Orthodoxy&#039;&#039;, Oxford University Press, 2006, S. 172 (hier übersetzt):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„wir müssen zugeben, dass wir nichts über das Datum oder die Umstände seiner Hinrichtung wissen“&amp;lt;/ref&amp;gt; Cassian von Tanger wird von [[Prudentius]] (* 348) in seinem Hymnus &#039;&#039;Liber Peristephanon&#039;&#039; (&#039;&#039;De Coronis Martyrum&#039;&#039;) (Carmen IV, 45–48&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.thelatinlibrary.com/prudentius/prud4.shtml HYMNUS IN HONOREM SANCTORUM DECEM ET OCTO MARTYRUM CAESARAUGUSTANORUM] The Latin Library, abgerufen am 12. Juli 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;) erwähnt: &lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;„Ingeret Tingis sua Cassianum,&lt;br /&gt;
festa Massylum monumenta regum,&lt;br /&gt;
qui cinis gentes domitas coegit&lt;br /&gt;
ad iuga Christi.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mögliche Übersetzung:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pius Gams|Pius Bonifatius Gams]], [http://books.google.de/books?id=Oxil2e-xVZEC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q=Cassianus&amp;amp;f=false &#039;&#039;Die Kirchengeschichte von Spanien&#039;&#039;, Verlag von Georg Joseph Manz, 1862, Band 1, S. 321]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;„Tingis führt, was sein ist: den Cassianus, &lt;br /&gt;
welchen einst [[Massylier|massylische]] Herrscher festlich ehrten; &lt;br /&gt;
dessen Asche die Heidenvölker &lt;br /&gt;
Christo gewonnen.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenktage ==&lt;br /&gt;
* evangelisch: [[28. Oktober]] im [[Evangelischer Namenkalender|Evangelischen Namenkalender]] (gemeinsam mit Marcellus von Tanger)&lt;br /&gt;
* römisch-katholisch: [[3. Dezember]] (sein traditionell angenommener Todestag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kassian]] von Imola&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
Der Artikel wurde ursprünglich aus der englischen Wikipedia übersetzt, deren Quelle hierzu:&lt;br /&gt;
* Vincent J. O’Malley, &#039;&#039;[http://books.google.com/books?id=8WQkrY95FtEC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=CASSIaN+tomb+tingis&amp;amp;lr=&amp;amp;hl=nl#PPA164,M1 Saints of Africa]&#039;&#039;, Verl. Our Sunday Visitor Publishing, 2001, S.&amp;amp;nbsp;164.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1213674174|VIAF=9890159521675233070004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cassian #Tanger}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (3. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer der Diokletianischen Verfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (3. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des evangelischen Namenkalenders]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Marokko)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 3. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 298]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Tanger)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cassian von Tanger&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cassian von Tingis; Cassius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Christlicher Märtyrer in Tanger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=unsicher: 3. Dezember 298&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tanger]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
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		<title>Achatius von Byzanz</title>
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		<updated>2025-05-02T09:19:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kájov - Marienkapelle 10 Leonhardsaltar St.Achatius.jpg|mini|Heiliger Achatius, [[Kajov]] (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achatius von Byzanz&#039;&#039;&#039; ({{grcS|Ακακιος}}, * ? in [[Kappadokien]]; † [[303]]/[[304]] in [[Konstantinopel|Byzanz]]), auch Agathius, Acato von Ávila, Agario genannt, war Soldat, [[Märtyrer]] und gehört zu den [[Vierzehn Nothelfer|14 Nothelfern]]. Er wird manchmal mit [[Achatius von Armenien]] verwechselt. Nach der Überlieferung wurde er mit einem gleichnamigen Soldaten verwechselt, der ca. 304 in Byzanz, dem heutigen [[Istanbul]] hingerichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er diente als Hauptmann in der [[Römische Legion|römischen Armee]] und war in [[Thracia (Provinz)|Thrakien]] stationiert. Wegen seines christlichen Glaubens wurde er gefoltert, an Pfähle gefesselt und gegeißelt. Wegen seiner „Halsstarrigkeit“ wurde er nach der Geißelung nach Byzanz gebracht, wo die Folterungen fortgesetzt wurden. Anschließend wurde er unter dem römischen Kaiser Maximian in Byzanz enthauptet. Nach der Legende wurde Achatius’ Leichnam in einem Sarg ins Meer geworfen, aber der Sarg ging nicht unter. Die Wellen brachten den Sarg bis zur Küste in [[Kalabrien]]. Dort wird er besonders in [[Squillace]] verehrt. Reliquien von Achatius liegen auch in [[Hirsau]] und [[Weingarten (Württemberg)|Weingarten]] in Württemberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Legende bekannten sich noch 9000 Achatius untergebene Soldaten und 1000 weitere Soldaten zum Christentum. Sie wurden aus diesem Grund alle hingerichtet. Diese Hinrichtung ging in die Sage der „[[Zehntausend Märtyrer]]“ ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenktag ==&lt;br /&gt;
* Der katholische Gedenktag ist der 8. Mai.&lt;br /&gt;
* Der orthodoxe Gedenktag ist der 7. Mai und 21. Juli.&lt;br /&gt;
* Der armenische Gedenktag ist der 6. Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Attribute ==&lt;br /&gt;
Dargestellt wird er mit einem Dornenzweig oder Dornenkranz, aber auch mit Schwert, Streitaxt oder Lanze. In Spanien, in [[Ávila]] und [[Cuenca (Spanien)|Cuenca]] wird er als „Acato von Ávila“ besonders verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzpatron ==&lt;br /&gt;
„Achatius von Byzanz“ ist der Schutzpatron der Soldaten. Er wird aber auch gegen Kopfweh, Todesängste, in ausweglosen Lagen und zur Stärkung bei Zweifel angerufen.&amp;lt;!--Heilige werden nicht angebetet!--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
In Konstantinopel, dem früheren Byzanz, wurden einige Kirchen dem heiligen Achatius geweiht, darunter auch Kirchen, die [[Konstantin der Große|Kaiser Konstantin]] bauen ließ. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Achatius von Byzanz in das „[[Martyrologium Romanum]]“ aufgenommen und seither wird er auch offiziell als einer der 14 Nothelfer verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Achatius]] (männlicher Vorname)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|kenner|autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Achatius von Byzanz|band=1|spalte=17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Saint Acacius|Sankt Achatius}}{{Navigationsleiste 14 Nothelfer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=10238634X|VIAF=54536836}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Achatius #Byzanz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer der Diokletianischen Verfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vierzehn Nothelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 3. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 4. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Achatius von Byzanz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Agathius; Ávila, Acato von; Agario&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Soldat und Märtyrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kappadokien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=303 oder 304&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Konstantinopel|Byzanz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Petros_I.&amp;diff=630807</id>
		<title>Petros I.</title>
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		<updated>2025-05-02T06:42:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Pope Peter of Alexandria.jpg|mini|Petros I.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Petros I. von Alexandria&#039;&#039;&#039; († November [[311]]) war von 301 bis 311 christlicher [[Bischof]] von [[Alexandria]] in Ägypten, der letzte Märtyrer der ägyptischen Kirche; deshalb wird er &#039;&#039;Siegel der Märtyrer&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im [[Synaxarion|Synaxarium]] der koptischen Kirche wird berichtet, dass Petros’ Eltern ihren Sohn in die Obhut des alexandrinischen Bischofs [[Theonas]] (283–301) gaben, der ihn zum Priester ausbildete und zu seinem Nachfolger machte. Bevor er zum Bischof gewählt wurde, war Petros der Leiter der alexandrinischen Katechetenschule. Petros war auch ein Lehrer des [[Athanasius der Große|Athanasius]] (um 300–373) des späteren Bischofs von Alexandria (328–373). Um 305 flüchtete er vor der Christenverfolgung unter [[Diokletian]] und dessen Nachfolgern und wurde deswegen von Bischof [[Meletios von Lykopolis]], dem Gründer einer &#039;&#039;Kirche der Märtyrer&#039;&#039;, scharf angegriffen. Petros exkommunizierte Meletios und verursachte so das meletianische Schisma, während Meletios in die Verbannung ging und viele Anhänger gewann, unter anderem auch den Miturheber des arianischen Streits, den Priester [[Arius]] (Areios), der ebenfalls von Petros exkommuniziert wurde. Bei einer neuerlichen Verfolgungswelle blieb Petros standhaft, er starb 311 als [[Märtyrer]] in Alexandria, wo er enthauptet wurde.&lt;br /&gt;
Im Jahr 313, unter Petros’ Nachfolger [[Achillas von Alexandria|Achillas]] (312–313), gab das [[Toleranzedikt von Mailand]] den Christen erstmals Religionsfreiheit. Seine Lehren, Christus und die Auferstehung betreffend, wurden von der alten Kirche als bindend betrachtet. Die koptische Kirche feiert seinen Gedenktag am 25. November.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alain Le Boulluec: &#039;&#039;Pierre d&#039;Alexandrie.&#039;&#039; In: Richard Goulet (Hrsg.): &#039;&#039;Dictionnaire des philosophes antiques.&#039;&#039; Bd. 5, Teil 1, CNRS Éditions, Paris 2012, ISBN 978-2-271-07335-8, S. 619–621.&lt;br /&gt;
* {{RGG|6|1175|1175|Petrus (I.) von Alexandrien|[[Wolfgang A. Bienert]]}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629053810/http://www.bautz.de/bbkl/p/petrus_v_ale.shtml |band=7|spalten=326-328|autor=Ernst Lüdemann|artikel=Petrus von Alexandria}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Peter of Alexandria|Petros I.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Theonas]]|NACHFOLGER=[[Achillas von Alexandria|Achillas]]|AMT=[[Liste der Patriarchen von Alexandria|Bischof von Alexandria]]|ZEIT=300–311}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118875329|LCCN=n87843630|VIAF=26126432}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Petros 01}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer der Diokletianischen Verfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patriarch von Alexandria]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 3. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 311]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Petros I.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Petros I. von Alexandria; Siegel der Märtyrer&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=christlicher Bischof von Alexandria&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=November 311&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alexander_der_Lynkeste&amp;diff=1678036</id>
		<title>Alexander der Lynkeste</title>
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		<updated>2025-05-02T04:03:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Alexandros der Lynkeste&#039;&#039;&#039; ({{grcS|Ἀλέξανδρος|Aléxandros|la=Alexander}}; † [[330 v. Chr.]]) war ein [[Makedonien (antikes Königreich)|makedonischer]] Adliger und Feldherr [[Alexander der Große|Alexanders des Großen]]. Er war ein Sohn des [[Aeropos (General)|Aeropos]] von [[Lynkestis]]. Unter seinen Vorfahren befanden sich vermutlich einige makedonische Könige, die den Thron gegen die legitime Königsfamilie der [[Argeaden]] usurpiert hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung König [[Philipp II. (Makedonien)|Philipps II. von Makedonien]] durch [[Pausanias (Makedone)|Pausanias]] (336 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) suchte Alexander der Große sich rasch und rücksichtslos gegen alle anderen Prätendenten den Thron zu sichern und ließ viele Rivalen beseitigen. So wurden auch [[Heromenes (Sohn des Aeropos)|Heromenes]] und [[Arrhabaios (Sohn des Aeropos)|Arrhabaios]], die beiden Brüder des Alexandros von Lynkestis, am Tag der Leichenfeier wegen ihrer angeblichen Beteiligung an der Tötung Philipps hingerichtet. Alexandros von Lynkestis blieb am Leben, da er Alexander sofort als König anerkannt hatte. Ein Neffe floh an den Hof des persischen Großkönigs nach [[Persepolis]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arrian]], &#039;&#039;Anabasis&#039;&#039; 1,25,1; [[Diodor]] 17,2,1; dazu S. Lauffer, 1993, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Alexander wurde er zum Militärstatthalter &#039;&#039;([[strategos]])&#039;&#039; von [[Thrakien (Landschaft)|Thrakien]] ernannt und führte 335 v.&amp;amp;nbsp;Chr. ein [[Thraker|thrakisches]] Aufgebot zur Belagerung von [[Theben (Böotien)|Theben]].&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &#039;&#039;Anabasis&#039;&#039; 1,25,2 und 1,7,6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Asienfeldzug übernahm Alexandros von Lynkestis nach der [[Schlacht am Granikos]] 334 v.&amp;amp;nbsp;Chr. von [[Kalas]] das Kommando über die [[Thessalien|thessalische]] Reiterei. Während der [[Belagerung von Halikarnassos]] fing der Feldherr [[Parmenion]] einen Brief des persischen Großkönigs [[Dareios III.]] an Alexandros ab, der eine Verschwörung zum Mord an Alexander dem Großen aufdeckte. Alexandros von Lynkestis wurden darin vom Großkönig 1000 [[Talent (Einheit)|Talente]] Silber sowie das makedonische Königtum als Lohn zugesichert. Er wurde festgenommen, aber nicht hingerichtet, vermutlich aus Rücksichtnahme auf seinen Schwiegervater [[Antipater (Makedonien)|Antipater]]. Im Zuge des Prozesses gegen [[Philotas]] 330 v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde Alexandros’ Fall wieder aktuell. Damals sah der König seine Herrschaft durch ein vermutetes Komplott in seiner engsten Umgebung in Gefahr. Er ließ viele tatsächlich oder vermeintlich Schuldige [[Hinrichtung|hinrichten]], so auch Alexandros von Lynkestis, vielleicht, weil dieser ein potentieller Prätendent war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Quintus Curtius Rufus (Historiker)|Curtius Rufus]] 7,1,5–9; Diodor 17,80,2; dazu S. Lauffer 1993, S. 119 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|I,1|1435||Alexandros 12|[[Julius Kaerst]]|RE:Alexandros 12}}&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Lauffer]]: &#039;&#039;Alexander der Große.&#039;&#039; 3. Auflage, München 1993, S. 39 und 119f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Alexander Der Lynkeste}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (antikes Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert v. Chr.)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Makedonien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Alexanderzug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 4. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 330 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Alexander der Lynkeste&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Alexandros der Lynkeste&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Verschwörer gegen Alexander den Großen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=330 v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Agape,_Chione_und_Irene&amp;diff=146936</id>
		<title>Agape, Chione und Irene</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Agape,_Chione_und_Irene&amp;diff=146936"/>
		<updated>2025-05-02T03:58:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Agape, Chionia, and Irene.jpg|thumb|Agape, Chione und Irene]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Agape von Thessaloniki|Agape]], [[Chione von Thessaloniki|Chione]] und [[Irene von Thessaloniki († 304)|Irene]]&#039;&#039;&#039; (Αγάπη, Χιονία και Ειρήνη, † 1. April [[304]] in [[Thessaloniki]]) waren drei [[geweihte Jungfrau|geweihte Jungfrauen]], die während der [[Christenverfolgungen im Römischen Reich|diokletianischen Christenverfolgung]] das [[Märtyrer|Martyrium]] erlitten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Schwestern stammten nach unterschiedlichen Berichten aus [[Aquileia]] oder Thessaloniki. Sie waren christliche Jungfrauen, Töchter aus einer heidnischen Familie. In ihrer Jugend lernten sie den christlichen Glauben kennen und bekehrten sich zum Christentum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
303 flohen sie wegen der Christenverfolgung unter [[Diokletian]] in die Berge, wurden dort aber gefunden und verhaftet. Sie sollten [[Götzenopferfleisch]] essen und den römischen Göttern opfern. Da sie sich weigerten, wurden sie deshalb zum Tod durch Verbrennen verurteilt. Das Martyrium beruht auf den echten Protokollen ihres Prozesses, die in [[Altgriechisch|griechischer]] Sprache erhalten geblieben sind. Die [[lateinische Sprache|lateinische]] Übersetzung stammt von [[Guglielmo Sirleto|Kardinal Sirleto]] († 1585).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hrotsvit|Roswitha von Gandersheim]] hat das Schicksal der Märtyrinnen in dem Drama &#039;&#039;Das Leiden der heiligen Jungfrauen Agape, Chionia, Irene&#039;&#039;  oder &#039;&#039;[[Dulcitius (Drama)|Dulcitius]]&#039;&#039; (nach dem römischen Offizier, der sie folterte) behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenktag]] in der Liturgie:&lt;br /&gt;
* katholisch: [[1. April]]&lt;br /&gt;
* orthodox: [[16. April]]&lt;br /&gt;
* syrisch: [[2. April]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630034107/http://www.bautz.de/bbkl/a/agape_chione.shtml |band=1|spalte=52|autor= [[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Agape, Chione und Irene}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks == &lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.coptic.net/boston/heroes/irene.html |wayback=20080514105555 |text=Bericht mit Zitaten aus den Prozessakten (englisch)}}&lt;br /&gt;
* [http://sophie.byu.edu/literature/index.php?p=text.php&amp;amp;textid=2175 Roswitha von Gandersheim: &#039;&#039;Das Leiden der heiligen Jungfrauen Agape, Chionia, Irene&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer der Diokletianischen Verfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungfrau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschwister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiligengefährten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karolis_Po%C5%BE%C4%97la&amp;diff=1531852</id>
		<title>Karolis Požėla</title>
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		<updated>2025-05-02T03:08:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (20. Jahrhundert)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:1986 CPA 5702.jpg|150px|mini|Karolis Požėla, sowjetische Briefmarke 1986]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karolis Požėla&#039;&#039;&#039; (* {{JULGREGDATUM|29|2|1896|Link=1}} in [[Bardiškiai]], Rajon [[Pakruojis]]; † [[27. Dezember]] [[1926]] in [[Kaunas]]) war ein litauischer [[Revolutionär]] und [[Politiker]]. Er war Mitbegründer der [[Kommunistische Partei Litauens|Kommunistischen Partei Litauens]] (KPL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Požėla, Sohn eines Bauern, besuchte bis 1915 das [[Gymnasium in Mitau]]. Anschließend studierte er an der [[Kaiserliche Universität Dorpat|Kaiserlichen Universität Dorpat]]. Dort trat er auch 1916 der  [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands]] (SDAPR) bei. Er nahm sowohl an der [[Februarrevolution 1917|Februar-]] als auch an der [[Oktoberrevolution]] 1917 teil. Im Frühjahr 1918 organisierte er eine der ersten Zellen der KPL auf dem von den deutschen Truppen besetzten Gebiet und war Delegierter des illegalen Gründungskongresses der Partei im Oktober 1918. Nach dem Fall der Sowjetmacht in Litauen im August 1919 arbeitete Požėla illegal für die Partei in [[Raseiniai]] und Kaunas. 1920 richtete er in Kaunas die illegale Parteidruckerei &#039;&#039;Spartakas&#039;&#039; ein und war Redakteur der Zeitung &#039;&#039;Tiesa&#039;&#039; (dt. Wahrheit), des Zentralorgans der KPL, und einer Reihe weiterer Parteipublikationen. 1921 wurde Požėla Mitglied, 1923 Sekretär des ZK der KPL. Darüber hinaus war er 1924 Delegierter des V. Weltkongresses der [[Komintern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Militärputsch [[Antanas Smetona|Smetonas]] am 17. Dezember 1926 wurde Požėla zusammen mit drei weiteren führenden litauischen Kommunisten – [[Kazys Giedrys]], [[Juozas Greifenbergeris]] und [[Rapolas Čarnas]] – verhaftet und erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Eine in den 1970er Jahren in Kaunas aufgestellte Skulpturengruppe von [[Bronius Vyšniauskas]] und [[Napoleonas Petrulis]] zu Ehren der vier Kommunisten wurde mittlerweile entfernt und befindet sich nunmehr im [[Grutas-Park]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 gab die sowjetische Post zu Ehren Požėlas eine Sonderbriefmarke heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://dic.academic.ru/dic.nsf/sie/13672 &#039;&#039;Пожела (Požėla), Каролис Юозович&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Советская историческая энциклопедия&#039;&#039; (1973–1982; russisch).&lt;br /&gt;
* {{GSE|090523}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1036761959|LCCN=n/92/68213|VIAF=65666209}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pozela, Karolis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Litauens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Litauen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPdSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rajongemeinde Pakruojis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Litauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Požėla, Karolis &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=litauischer Kommunist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Februar 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT= [[Bardiškiai]], Rajon [[Pakruojis]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Dezember 1926&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kaunas]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Juozas_Greifenbergeris&amp;diff=1531783</id>
		<title>Juozas Greifenbergeris</title>
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		<updated>2025-05-02T03:06:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (20. Jahrhundert)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Juozas Greifenbergeris&#039;&#039;&#039; (* [[6. April]] [[1898]] in [[Kalvarija (Stadt)|Kalvarija]]; † [[27. Dezember]] [[1926]] in [[Kaunas]]) war ein [[Litauen|litauischer]] Kommunist und Funktionär der [[kommunismus|kommunistischen]] Jugendbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Greifenbergeris, Sohn eines [[Schmied]]es, besuchte das Gymnasium in [[Smolensk]]. Er war Delegierter des I. Kongresses des [[Komsomol]] (1918) und ab Dezember 1918 Mitglied des Komsomol-Komitees der Westlichen Oblast, anschließend Mitglied des ZK des Komsomol [[Weißrussische Volksrepublik|Weißrusslands]]. Ab Februar 1920 war Greifenbergeris zudem Mitglied des Exekutivkomitees der [[Kommunistische Jugendinternationale|Kommunistischen Jugendinternationale]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 1920 hielt er sich illegal in Litauen auf.  Von 1920 bis 1922 war er Sekretär des ZK des Komsomol Litauens und Redakteur seiner Zeitung &#039;&#039;Jaunasis komunistas&#039;&#039; (dt. „Junger Kommunist“). Greifenbergeris war Teilnehmer des II. (1921) und IV. (1924) Parteitages der [[Kommunistische Partei Litauens|Kommunistischen Partei Litauens]] (KPL). 1921 wurde er in das ZK, 1923 in das [[Orgbüro des Zentralkomitees der KPdSU|Orgbüro des ZK]] und 1926 schließlich ins [[Politbüro]] des ZK der KPL gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Greifenbergeris war zudem Delegierter des III. Kongresses der [[Komintern]] und des II. Kongresses der Kommunistischen Jugendinternationale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Militärputsch [[Antanas Smetona|Smetonas]] am 17. Dezember 1926 wurde Greifenbergis zusammen mit drei weiteren führenden litauischen Kommunisten – [[Karolis Požėla]], [[Kazys Giedrys]] und [[Rapolas Čarnas]] – verhaftet und erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Eine in den 1970er Jahren in Kaunas aufgestellte Skulpturengruppe von [[Bronius Vyšniauskas]] und [[Napoleonas Petrulis]] zu Ehren der vier Kommunisten wurde mittlerweile entfernt und befindet sich nunmehr im [[Grutas-Park]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eintrag: &#039;&#039;Greifenbergeris, Juozas&#039;&#039;. In: &#039;&#039;[[Lietuviškoji tarybinė enciklopedija]]&#039;&#039;. Band 4. MELI, Vilnius 1978, S. 201.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{GSE|013975}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1036695832|LCCN=n/79/18250|VIAF=38186407}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Greifenbergeris, Juozas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gemeinde Kalvarija)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Litauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPdSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komsomol-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Litauen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Greifenbergeris, Juozas &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=litauischer Kommunist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. April 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT= [[Kalvarija (Stadt)|Kalvarija]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Dezember 1926&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kaunas]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gabriela_de_Hinojosa&amp;diff=641725</id>
		<title>Gabriela de Hinojosa</title>
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		<updated>2025-05-01T12:03:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[sieben Märtyrinnen von Madrid]]&lt;br /&gt;
{{Wikidata-Weiterleitung|Q1299131}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hinojosa, Gabriela de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salesianerin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer (Christentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer einer Christenverfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Während des Spanischen Bürgerkriegs exekutierte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Spanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hinojosa, Gabriela de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=katholische Ordensschwester und eine der „Sieben Märtyrerinnen von Madrid“&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juli 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Alhama de Granada]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. November 1936&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Madrid]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
	</entry>
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		<title>Magnús Erlendsson</title>
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		<updated>2025-05-01T00:45:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (Schottland)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Domkirka statuer 37.jpg|mini|Magnús&#039; Statue an der Fassade des [[Nidarosdom]]s in [[Trondheim]]]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Magnús Erlendsson&#039;&#039;&#039; (* auf [[Egilsay]]; † [[16. April]] [[1115]] ebenda) war [[Jarl von Orkney]] und ein Heiliger. Er war mit [[Olav II. Haraldsson|Olav II.]] und [[Harald II. (Norwegen)|Harald II.]], den Königen von [[Norwegen]] verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Magnús wurde als Sohn von [[Erlendr Þorfinnsson]], Jarl von Orkney, auf der Insel [[Egilsay]] geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Ben: &#039;&#039;Description of the Orkney Islands.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Belfast Monthly Magazine.&#039;&#039; 2/9, 30. April 1809, S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wird als groß und gutaussehend beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Orkneyinga Saga.&#039;&#039; Kapitel 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater Erlendr und dessen Bruder Páll befehdeten sich, was [[Magnus III. (Norwegen)|Magnus der Barfüßige]], König von Norwegen nutzte um die Inseln zu erobern. Er machte seinen Bastard [[Sigurd I. (Norwegen)|Sigurd]] zum Herrn der Inseln, Páll und Erlendr wurden nach Norwegen verbannt, wo sie alsbald verstarben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Magnus III. einen Feldzug nach [[Anglesey]] unternahm, mussten ihn Magnús und sein Vetter Hákon, der Sohn von Páll, begleiten. Magnús, der gute Verbindungen in [[Wales]] hatte, weigerte sich jedoch zu kämpfen, er blieb auf dem Schiff und sang [[Psalm]]en, was den König von Norwegen erboste. Magnús verließ daraufhin auf der Rückfahrt heimlich das Schiff und schwamm zu dem schottischen Festland hinüber, wo er sich verbarg, bis Magnus III. im August 1103 bei einem Raubzug in der Nähe von [[Downpatrick]] in [[Irland]] erschlagen wurde. Daraufhin verließ Sigurd Orkney, um in Norwegen König zu werden und setzte Hákon Pállsson zum Herr der Inseln ein. Magnús kehrte auf die Orkneyinseln zurück, doch Hákon machte ihn erst zum Mitherrscher, nachdem Magnús mehrere Petitionen an König Sigurd gesandt hatte (1108).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Hetze gegen Magnús drohte die gemeinsame Regierung der Cousins wie die ihrer Väter im Bürgerkrieg zu enden. Als Hákon mit viermal so vielen Leuten als vereinbart zur Friedensverhandlung am [[Gründonnerstag]] auf Egilsay kam, ließ Magnús seine Leute ohne Kampf gehen und gab sich in Hákons Hand. Dieser ließ ihn auf Drängen der Häuptlinge von Orkney 1115 hinrichten, was er alsbald bitter bereute. Seine sterblichen Überreste wurden in der von seinem Neffen errichteten und ihm geweihten [[St.-Magnus-Kathedrale]] in [[Kirkwall]] beigesetzt. Sein Einsatz für den Frieden unter den Vettern und seine Gläubigkeit ließen ihn als [[Märtyrer]] gelten. Er hatte seiner Amme viel Land auf Egilsay vermacht und diese baute hier eine Kapelle aus Stein, die mit Tischen, Betten und Stühlen aus Stein ausgestattet war. Sie wurde zerstört und war bereits 1529 völlig zerfallen, das Gelände wurde als Ackerland genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Ben: &#039;&#039;Description of the Orkney Islands.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Belfast Monthly Magazine.&#039;&#039; 2/9, 30. April 1809, S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Londoner Kirche [[St Magnus the Martyr]] ist ihm ebenfalls geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Am 11. Juli 1898 wurde Magnús von [[Papst]] [[Leo XIII.]] heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 16. April.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Orkadische Dichter [[George Mackay Brown]] setzte ihm mit seinem Roman „Magnus“ ein literarisches Denkmal. [[Peter Maxwell Davies]] komponierte eine Hymne zu Ehren des Heiligen und schrieb eine Oper über sein Martyrium. Magnús’ Leben wird auch in zwei Sagen erzählt, in der [[Isländische Sprache|isländischen]] Version der [[Orkneyinga saga]] (Saga der Orkneyjarls) und einem Gebet, das in [[Gälische Sprache|Gälisch]] und [[Latein]] verfasst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Liv Kjørsvik Schei (Text), Gunnie Moberg (Photos): &#039;&#039;Magnus Erlendsson. The saint.&#039;&#039; In: Diess.: &#039;&#039;The Orkney Story&#039;&#039;. Hippocrene Books, New York 1985, ISBN 0-87052-150-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|AMT=[[Liste der Jarle von Orkney|Jarl von Orkney]]&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(mit Hákon Pállsson)&amp;lt;/small&amp;gt;|ZEIT=1106–1115|VORGÄNGER=Hákon Pállsson|NACHFOLGER=Hákon Pállsson}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104114703|LCCN=n/87/136326|VIAF=264092245}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Magnus Erlendsson}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rollonide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jarl (Orkney)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikinger (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Schottland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schotte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 11. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1115]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Magnús Erlendsson&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=schottischer Märtyrer, Orkneyjarl&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Egilsay]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. April 1115&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Egilsay]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edward_Rulloff&amp;diff=1939540</id>
		<title>Edward Rulloff</title>
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		<updated>2025-05-01T00:18:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (Vereinigte Staaten)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;John Edward Howard Rulloff&#039;&#039;&#039; (* [[3. März]] [[1819]] bei [[Saint John (New Brunswick)|St. John]], New Brunswick; † [[18. Mai]] [[1871]] in [[New York City]]) war ein US-amerikanisch-kanadischer Lehrer und [[Linguist]]. Bekannt wurde er aufgrund seiner kriminellen Tätigkeiten und seiner Gehirngröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edward Rulofson wurde 1819, 1820&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.crookedlakereview.com/articles/34_66/62may1993/62wisbey.html crookedlakereview.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; oder 1821&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;[http://www.trutv.com/library/crime/serial_killers/history/john_rulloff/1_index.html trutv.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Nähe von St. John [[New Brunswick]] in Kanada als Sohn deutscher Immigranten geboren. Sein Großvater Rulof Rulofson war Amerikaner, der nach Nova Scotia in Kanada auswanderte. Er hatte drei Schwestern und zwei jüngere Brüder. Der jüngste seiner Geschwister war der Fotograf [[William Rulofson]]. Seinen Namen änderte er später in &#039;&#039;Edward Rulloff&#039;&#039;, wobei er auch andere Schreibweisen verwendete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1841 oder 1842 zog er nach [[Ithaca (New York)|Ithaca]] in die Vereinigten Staaten. In [[Dryden (Town, New York)|Dryden]] bei Ithaca arbeitete er als Schullehrer, obwohl er selbst nie studierte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;/&amp;gt;. Eine seiner Schülerinnen, Harriet Schutt, heiratete er am 31. Dezember 1843. Später eignete er sich medizinisches Wissen an und praktizierte in Lansing als Arzt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;/&amp;gt;. Für das Verschwinden seiner Frau und seiner Tochter verurteilte man ihn für 10 Jahre ins Auburn State Gefängnis. Dort begann er sich mit linguistischen Themen auseinanderzusetzen und unterrichtete 1856 Albert Jarvis, den Sohn des Gefängniswärters in Fremdsprachen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;/&amp;gt;. Anschließend wurde er in Ithaca erneut verurteilt, diesmal wegen Mordes an seiner Gattin und seinem Kind. In der Berufung konnte er wegen fehlender Leichen freigesprochen werden. Später zog er nach New York, wo er als Kleinkrimineller tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 wurde er wegen Ermordung eines Ladenangestellten in [[Birmingham (New York)|Birmingham]] zum Tode verurteilt. Aufgrund seiner Bekanntheit als Philologe, verlangten einige die Freilassung Rulloffs, sodass er weiter auf seinem Gebiet arbeiten könnte. [[Mark Twain]] schrieb einen Monat vor der Hinrichtung einen satirischen Bericht, indem jemand anderes für Rulloff erhängt werden soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rulloff wurde am 18. Mai 1871 öffentlich in New York hingerichtet. Es war die letzte öffentliche [[Erhängen|Henkung]] im Staat New York. Zu seinen letzten Worten widersprechen sich die Quellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q2&amp;quot;/&amp;gt; Nach einigen Aussagen soll er „Hurry it up! I want to be in hell in time for dinner.“ (dt. &#039;&#039;Macht es schnell! Ich will in der Hölle rechtzeitig zum Abendessen da sein.&#039;&#039;) vor seiner Hinrichtung gesagt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&#039;&#039;&amp;quot;Who Is Rulloff?&amp;quot;&#039;&#039; |url=http://www.rulloffs.com/story.htm |wayback=20100222010957 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q2&amp;quot;/&amp;gt; Nach anderen Angaben waren seine letzten Worte nur „I can&#039;t stand still“, da er aufgrund seiner Fesselung Gleichgewichtsprobleme hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod entfernte der Anatom [[George Burr]] sein Gehirn, der es mit einem Gewicht von 59 Unzen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q2&amp;quot;/&amp;gt; zum weltweit größten bekannten Gehirn&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.crookedlakereview.com/articles/34_66/62may1993/62wisbey.html |title=The Life and Death of Edward H. Rulloff by Herbert A. Wisbey, Jr. |website=crookedlakereview.com |date=1993-05 |access-date=2024-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärte. 1889 erwarb es der Anatom [[Burt Wilder]] und fügte es seiner [[Burt Wilder Collection]] hinzu, wo es bis heute konserviert wird. Seit den 1970ern gilt es nur noch als zweitgrößtes Gehirn&amp;lt;ref&amp;gt;New York Times, 7. Nov. 1972, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linguistische Arbeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 legte er der neugegründeten [[American Philological Association]] seine Theorie über den Ursprung der Sprachen (&#039;&#039;The Method of Languages&#039;&#039;) vor und veröffentlichte 1870 sein Buch „Method in the Formation of Language“ unter dem Namen E. Leurio veröffentlicht. Darin suchte er nach dem Ursprung von Denken und Kommunikation. Seine Theorien bleiben in der Fachwelt jedoch umstritten. Gegen Ende seines Lebens begann er all seine nicht-veröffentlichten Arbeiten zu verbrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben sprach er Englisch, Deutsch, Latein, Griechisch, Französisch und Italienisch, sowie ein wenig Hebräisch und Sanskrit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;/&amp;gt;. Die Sprachen soll er sich selbst beigebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Anklagen und Prozesse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits als Jugendlicher saß er zwei Jahre im Gefängnis, da er Geld an seinem Arbeitsplatz unterschlagen haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Juni 1845 verschwanden seine Frau und seine drei Monate alte Tochter Priscilla spurlos. Bald darauf floh er nach Geneva, Rochester, Buffalo und Cleveland, wo er gefasst wurde. 1846 begann der Gerichtsprozess. Die Anklage lautete Entführung, da keine Leichen vorlagen. Er wurde zu 10 Jahren Gefängnis im Auburn Prison verurteilt. Gegen Ende der 10 Jahre begann die Justiz das Verfahren erneut aufzurollen. Ebenso versuchte man diesmal vergeblich den Tod seiner Schwägerin und deren Tochter mit ihm in Zusammenhang zu bringen. Beide behandelte er als Arzt im Mai 1845. Aufgrund des verschlechterten Verhältnisses zwischen Rulloff und seinem Schwager, entstand die Vermutung einer Vergiftung. Eine spätere Exhumierung ergab einen erhöhten Kupfergehalt, den man jedoch weder als Todesursache diagnostizieren noch auf Rulloff zurückführen konnte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q2&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1857 flüchtete er aus dem Gefängnis, um einer erneuten Schuldsprechung im zweiten Verfahren zu entgehen. Das zweite Verfahren wurde 1859 eröffnet. Da die Leichen noch verschwunden blieben, wurde er in der Berufung freigesprochen. Auch die Suche im Cayuga-See blieb erfolglos, wenngleich er später einem Bekannten anvertrauen sollte, sie dort versenkt zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Jahre nach der Freilassung zog er mit seinem ehemaligen Schüler Al Jarvis nach New York. Dort begangen sie mit dem Kleinkriminellen William Dexter vermehrt Diebstähle. In der Nacht auf den 17. August 1870 brachen sie in ein Ladengeschäft in Binghamton ein. Dabei wurden sie von zwei Angestellten, die in der Wohnung darüber schliefen, in einem Kampf verwickelt. Einer wurde schwer verwundet, der andere per Kopfschuss getötet. Die drei Täter flohen zum Chenango River, wo beide Mittäter ertranken. Am 4. Januar 1871 wurde die Gerichtsverhandlung in Binghamton begonnen. Er gestand, am Überfall beteiligt gewesen zu sein, jedoch nicht der Mörder gewesen zu sein. Trotzdem wurde er von den Geschworenen für schuldig des „first-degreed murder“ erklärt und sollte am 3. März gehängt werden. Die Berufung in Elmira verschob die Exekution auf den 18. Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Edward H. Rulloff|Edward Rulloff}}&lt;br /&gt;
* {{cite web |url=https://www.crookedlakereview.com/articles/34_66/62may1993/62wisbey.html |title=The Life and Death of Edward H. Rulloff by Herbert A. Wisbey, Jr. |website=crookedlakereview.com |date=1993-05 |access-date=2024-10-26}}&lt;br /&gt;
* http://www.trutv.com/library/crime/serial_killers/history/john_rulloff/1_index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1290901546|LCCN=no90004150|VIAF=29090451}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rulloff, Edward}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1819]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1871]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rulloff, Edward&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rulloff, John Edward Howard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanisch-kanadischer Linguist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. März 1819&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=bei [[Saint John (New Brunswick)|St. John]], New Brunswick&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Mai 1871&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[New York City]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
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		<title>Pirrus</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (Römisches Reich)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Pirrus&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Pyrrhus&#039;&#039;; † [[23. Juli]] [[428]] in [[Rom]]) war ein [[Weströmisches Reich|weströmischer]] Rebell, der sich im Jahr 428 in Abwesenheit des Feldherrn [[Flavius Aëtius|Aëtius]] in Italien gegen Kaiser [[Valentinian III.]] erhob und als &#039;&#039;tyrannus&#039;&#039; hingerichtet wurde. Ob Pirrus allerdings überhaupt als Aufständischer bezeichnet werden kann, ist unsicher; es könnte sich auch um einen mächtigen Bandenchef gehandelt haben, der die Gegend „tyrannisierte“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Annales Ravennatenses&#039;&#039; s. a. 428&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alexander Demandt]]: &#039;&#039;Die Spätantike&#039;&#039;. ([[Handbuch der Altertumswissenschaft]] III.6). 2. Auflage, C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55993-8, S. 272.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.imperiumromanum.com/personen/kaiser/valentinianus3_03.htm Valentinian III  bei  imperiumromanum.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Usurpator (Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Spätantike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (5. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 4. oder 5. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 428]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pirrus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pyrrhus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=weströmischer Rebell&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Jahrhundert oder 5. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Juli 428&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
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		<title>Agnes Olmans</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (Heiliges Römisches Reich)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gerresheimer Hexenstein, Düsseldorf.jpg|mini|Gerresheimer Hexenstein „Befreiung“ (2022)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Agnes Olmans&#039;&#039;&#039; ([[Rechtschreibfehler|verschrieben]] auch: &#039;&#039;Olmanns&#039;&#039;, geb. Heushof; * [[1691]] in [[Hamm (Düsseldorf)|Hamm]]; † [[19. August]] [[1738]] in [[Gerresheim]]) wurde 1736 von [[Helena Curtens]] der [[Teufelsbuhlschaft]] beschuldigt, zwei Jahre später im letzten [[Hexenprozess]] am [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]] zum [[Todesstrafe|Tode verurteilt]] und am 19. August 1738 gemeinsam mit Helena Curtens durch [[Scheiterhaufen|Verbrennung]] auf dem Gallberg hingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stegt-S10&amp;quot;&amp;gt;Peter Stegt: &#039;&#039;„Ich kan aber dises nit glauben…“. Gerresheim 1737/38 – Der letzte Hexenprozess am Niederrhein.&#039;&#039; 1. Auflage. Peter Stegt, Düsseldorf 2014, {{DNB|1064600093}}, S. 10; als Online-Ressource [[u.d.T.]]: &#039;&#039;Gerresheim 1737/38 – Der letzte Hexenprozess am Niederrhein.&#039;&#039; BookRix, München 2021, ISBN 978-3-7487-8046-5, {{URN|nbn:de:101:1-2021042021521652694273}} ({{Google Buch |BuchID=GCsqEAAAQBAJ |Hervorhebung=Olmans}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Funken: &#039;&#039;Düsseldorfs Galgenplätze. Historische Richtstätten in der Landeshauptstadt 1371–1803.&#039;&#039; Wolfgang Funken, Düsseldorf 2022,&amp;lt;!-- keine ISBN, keine DNB-ID --&amp;gt; Kap.: &#039;&#039;Der Richtplatz von Gerresheim.&#039;&#039; S. 98–103 ([https://katalog.ulb.hhu.de/Record/9947477276406443 hhu.de] – Katalogeintrag [[Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf]]).&amp;lt;!-- nur via KVK --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Agnes Olmans heiratete 1710 den [[Tagelöhner]] Johann Heinrich Olmans. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor. Aufgrund der beruflichen Tätigkeit Johann Heinrich Olmans’ an verschiedenen [[Gehöft|Höfen]] wechselte die Familie häufig den Wohnort und war in den verschiedenen Gemeinden nur wenig sozial verankert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stegt-S10&amp;quot; /&amp;gt; Das [[Gerücht]], dass Agnes Olmans von einer [[Hexe]] abstamme, wurde auch durch die Aussage ihres Mannes gestützt, der behauptete, dass ihre Mutter bereits als &#039;&#039;Hexen-Grit&#039;&#039; bekannt gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Jennifer Striewski: [https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/helena-curtens-/DE-2086/lido/57c68eec2fac60.82356669 &#039;&#039;Helena Curtens. Hexenprozessopfer (1722–1738).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;[[Portal Rheinische Geschichte]],&#039;&#039; abgerufen am 31. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken und Rehabilitation ==&lt;br /&gt;
Ein Gedenkstein, der sogenannte Gerresheimer Hexenstein, auch „Befreiung“ genannt, erinnert an den Tod der beiden Personen. 1989 erstellte die Künstlerin [[Gabriele Tefke]] das Denkmal aus [[Anröchter Dolomit]], das die folgende Inschrift trägt:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Würde / des Menschen ist unantastbar / Helene M. Curtens und Agnes Olmanns / in Gerresheim am 19.8.1738 verbrannt / nach dem letzten Hexenprozess am Niederrhein / und für alle Gequälten und Ausgestoßenen&lt;br /&gt;
 |Quelle=&#039;&#039;[[Rheinische Post]].&#039;&#039; 25. Juli 2024&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marc Ingel |url=https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtteile/gerresheim/duesseldorf-helena-curtens-und-agnes-olmans-platz_aid-116749891 |titel=Düsseldorfs besondere Straßen. Der Platz der vergessenen Hexen |werk=[[Rheinische Post#RP Online|RP Online]] |datum=2024-07-25 |sprache=de |abruf=2025-01-03 |kommentar=mit Fotos}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die Bezirksvertretung 7, Düsseldorf-Gerresheim, beschloss am 22. November 2011, einen Platz nach den beiden Frauen zu benennen. Dieser Platz mit dem Hexengedenkstein an der Ecke Dreher-/Schönaustraße heißt Helena-Curtens-und-Agnes-Olmans-Platz.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Stegt: &#039;&#039;„Ich kan aber dises nit glauben…“. Gerresheim 1737/38 – Der letzte Hexenprozess am Niederrhein.&#039;&#039; 1. Auflage. Peter Stegt, Düsseldorf 2014, {{DNB|1064600093}}, S. 29; als Online-Ressource [[u.d.T.]]: &#039;&#039;Gerresheim 1737/38 – Der letzte Hexenprozess am Niederrhein.&#039;&#039; BookRix, München 2021, ISBN 978-3-7487-8046-5, {{URN|nbn:de:101:1-2021042021521652694273}} ({{Google Buch |BuchID=GCsqEAAAQBAJ |Hervorhebung=Olmans}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hannelore Becker-Willhardt |Titel=„… allen Zeiten zur Warnung!“ Der Hexenprozeß gegen die Gerresheimerinnen Helene Mechtild Curtens und Agnes Olmans (1737/38) |Hrsg=Ariane Neuhaus-Koch |Sammelwerk=Der eigene Blick. Frauen-Geschichte und -Kultur in Düsseldorf |Verlag=Ahasvera-Verlag |Ort=Neuss |Datum=1989 |Sprache=de |ISBN=3-927720-00-3 |Seiten=13–26 |Online={{Google Buch |BuchID=kDIqAAAAYAAJ |Hervorhebung=Olmans}} |Abruf=&amp;lt;!-- 2025-01-03 --&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Erika Münster-Schröer |url=https://langzeitarchivierung.bib-bvb.de/wayback/20190716091513/https://www.historicum.net/themen/hexenforschung/lexikon/alphabetisch/a-g/art/Beilage3_Duesse/html/artikel/6730/ca/91ef3e53c8/ |titel=Hexenverfolgungen in Düsseldorf |werk=Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung |hrsg=[[Gudrun Gersmann]], [[Katrin Moeller]], Jürgen-Michael Schmidt |datum=2009-01-19 |sprache=de |abruf=2025-01-03 |abruf-verborgen=1 |kommentar=online in: [[Historicum.net]] – [[Bayerische Staatsbibliothek]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=14108927X|VIAF=120335670}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Olmans, Agnes}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Hexenverfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1691]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1738]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Olmans, Agnes&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Heushof, Agnes (Geburtsname); Olmanns, Agnes (Falschschreibung)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Opfer der Hexenverfolgung&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1691&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamm (Düsseldorf)|Hamm]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. August 1738&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gerresheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.236.76.70</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Ludwig_Tschech&amp;diff=123533</id>
		<title>Heinrich Ludwig Tschech</title>
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		<updated>2025-04-29T07:40:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.236.76.70: +Kategorie:Hingerichtete Person (Preußen)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Heinrich Ludwig Tschech.jpg|mini|Heinrich Ludwig Tschech (nach der Daguerreotypie vom Vortag des Attentats)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heinrich Ludwig Tschech&#039;&#039;&#039; (* [[28. April]] [[1789]] in [[Księginice Małe|Klein Kniegnitz]], [[Niederschlesien]]; † [[14. Dezember]] [[1844]] in [[Berlin-Spandau|Spandau]]) verübte als ehemaliger [[Bürgermeister]] von [[Storkow (Mark)]] am 26. Juli 1844 ein Attentat auf den [[Preußen|preußischen]] König [[Friedrich Wilhelm IV.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Attentäter ==&lt;br /&gt;
Tschech war Sohn eines [[Superintendent]]en, besuchte das Gymnasium, studierte anschließend an der [[Universität Breslau|Leopoldina]] in [[Breslau]] und an der [[Brandenburgische Universität Frankfurt|Brandenburgischen Universität Frankfurt (an der Oder)]] Rechtswissenschaft. Ab 1810 lebte er in Berlin, wo er auch seine spätere Frau kennenlernte. Dort war er in verschiedenen kaufmännischen Berufen tätig, so als Inhaber eines Lackiergeschäfts und in Immobiliengeschäften. Seit 1830 [[Assessor]] beim [[Eichamt]], war er für die Kontrolle der Maße und Gewichte in Berliner Geschäften und Unternehmen zuständig. Außerdem engagierte er sich als Mitglied der Armenkommission seines Viertels in der Armenfürsorge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner Frau wurde er 1832 Bürgermeister im [[Brandenburg|brandenburgischen]] Storkow. Er soll dort nach Darstellung seiner Tochter Elisabeth durch sein tatkräftiges Eintreten für Verwaltungsreformen in Konflikt mit der Bürgerschaft und vorgesetzten Behörden geraten sein. Als einer seiner Kontrahenten zum Stadtverordnetenvorsteher gewählt wurde und sich auch der Landrat und dessen Sekretär wegen Eigenmächtigkeiten Tschechs der Partei seiner Gegner anschlossen, trat Tschech 1842 von seinem Amt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er zahlreiche Eingaben und Gesuche um Wiedereinstellung an preußische Behörden gerichtet hatte, hiermit aber unter anderem wegen der in Storkow erteilten schlechten Zeugnisse erfolglos geblieben war, und nachdem er ebenso erfolglos auch an Mitglieder der Königsfamilie und zuletzt an den König selbst appelliert hatte, fasste er schließlich den Entschluss, den König zu töten und dadurch ein öffentliches Zeichen zu setzen. Einer eigenen Erklärung zufolge leitete ihn dabei nicht Rache, sondern die Überzeugung, dass ihm kein anderer Ausweg blieb, um vor der Welt seine verletzte Ehre wiederherzustellen:&amp;lt;ref&amp;gt;S. E. Loewenhardt, &#039;&#039;Kritische Beleuchtung&#039;&#039; (1861), S. 578.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=da ich eine höhere menschliche Macht zur Erlangung meines Rechtes nicht in Anspruch nehmen konnte, so blieb mir nur noch das einzige Mittel, mein so tief verletztes Recht, meine mit Füssen getretene Ehre zu erreichen, vielleicht zu erhalten und wieder herzustellen. Denn nur auf diese Weise konnte meine Angelegenheit zur allgemeinen Weltsache werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kaufte sich eine doppelläufige Pistole und bereitete sich mit Schießübungen auf seine Tat vor. Am Tag vor der Tat ließ er noch eine [[Daguerreotypie]] von sich anfertigen, „damit die Welt nach seinem etwaigen Tode sehe, dass seine Physiognomie nicht die eines gemeinen Schurken sei“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;loew_577&amp;quot;&amp;gt;S. E. Loewenhardt, &#039;&#039;Kritische Beleuchtung&#039;&#039; (1861), S. 577; Loewenhardt beruft sich bei dieser Darstellung auf einen Beitrag von [[Johann Ludwig Casper]] (1796–1864) in dessen &#039;&#039;Vierteljahresschrift für gerichtliche und öffentliche Medicin&#039;&#039;, ohne präzise Quellenangabe, vermutlich Jg. VI, Heft 1, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei soll er die linke Hand auf die Brust gelegt, die rechte weit ausgestreckt und mit lauter Stimme „Kraft von oben!“ gerufen haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;loew_577&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am folgenden Morgen, dem 26. Juli 1844, begab er sich vor 8 Uhr zum Portal des Berliner Schlosses und stellte sich an der Schlosstreppe in der Nähe des wartenden königlichen Reisewagens auf. Als der König und dessen Gemahlin, [[Elisabeth Ludovika von Bayern|Elisabeth Ludovika]], aus dem Schloss heraustraten, um eine Reise nach [[Mysłakowice|Erdmannsdorf]] in [[Schlesien]] anzutreten, ließ Tschech die sich bietende Gelegenheit zum Attentat zunächst ungenutzt, nach eigener Aussage darum, weil er die Königin und die Personen im Gefolge der beiden nicht gefährden wollte. Erst nachdem das Königspaar sich im Wagen niedergelassen hatte, feuerte er schließlich beim Anfahren der Kutsche beide Läufe seiner Pistole auf den König ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König und die Königin blieben unversehrt. Eine der beiden Kugeln traf lediglich den Mantel der Königin bzw. einem populären Spottlied zufolge „die Landesmutter / durch den Rock ins Unterfutter“. Tschech wurde sofort überwältigt und verhaftet. Das Ausmaß der Aufregung, die das geschichtlich erste Attentat auf einen preußischen König erregte, ist umstritten, doch hatte es auch gesellschaftliche Folgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Minkels, Dorothea (&#039;&#039;Königin Elisabeth von Preussen Gesellschaft&#039;&#039; e. V., Hrsg.): &#039;&#039;Schlossbewohner und Berliner&#039;&#039;, Norderstedt 2022, ISBN 978-3-7562-0290-4, S. 267–272.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Zoologischer Garten Berlin|Zoologische Garten Berlin]] z.&amp;amp;nbsp;B. wurde ein paar Tage später in aller Stille eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseBMS |Autor=Jutta Schneider |Titel=1. August 1844: Eröffnung des Zoologischen Gartens |ID=novc |Nr=8 |Jahr=1999 |Seite=89–93, hier S. 89}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
In dem anschließenden Prozess wurde Tschech am 19. September 1844 vom Kriminalsenat zum Tode verurteilt. Dieses Urteil wurde durch das Kammergericht am 26. Oktober 1844 bestätigt. Am 10. Dezember wandelte Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;IV. die Todesstrafe durch das Rad in eine Enthauptung um, und am 14. Dezember 1844 wurde Tschech in [[Zitadelle Spandau|Spandau]] „mittels des [[Richtbeil (Strafvollzug)|Beils]] vom Leben zum Tode gebracht“, wie es in der offiziellen Bekanntgabe des [[Kammergericht|Königlichen Preußischen Kammergerichts]] hieß.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb10001518/bsb:4389066?page=980 opacplus.bsb-muenchen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekundungen von Reue hatte er bis zuletzt ebenso verweigert wie ein Gnadengesuch an den König, obwohl sich unter anderem [[Bettina von Arnim]] beim König für seine Begnadigung eingesetzt hatte und in der Nacht vor der Hinrichtung eigens zwei Lokomotiven in Spandau unter Dampf gehalten wurden, um ein etwaiges Gnadengesuch noch rechtzeitig zum König nach [[Potsdam]] zu bringen, der es sehr wahrscheinlich positiv beantwortet hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Büsch: &#039;&#039;Handbuch der preußischen Geschichte&#039;&#039;, Band II, de Gruyter, Berlin 1992, ISBN 3-11-008322-1, S. 210 und Anm. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Darstellung zeitgenössischer Zeitungsberichte soll der König seine Unterschrift nur nach langem Widerstreben unter das Todesurteil gesetzt und dabei geweint haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sel580&amp;quot;&amp;gt;S. E. Loewenhardt: &#039;&#039;Kritische Beleuchtung&#039;&#039; (1861), S. 580.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Porträt des Attentäters ==&lt;br /&gt;
Tschech ließ am Vortag seines Attentats eine [[Daguerreotypie]] von sich anfertigen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;loew_577&amp;quot; /&amp;gt; die seine Tochter Elisabeth als [[Frontispiz]] ihrem Buch voranstellte. Das Porträt wurde von der Tochter Tschechs 1849 auch im Druck publiziert. Es existiert außerdem eine physiognomische Beschreibung Tschechs aus der Feder des [[Prenzlau]]er Militärarztes und Gerichtsmediziners Sigismund Eduard Loewenhardt (1794–1875). Dieser war in das Gerichtsverfahren gegen Tschech offenbar nicht offiziell einbezogen, sondern beklagte vielmehr, dass das Todesurteil gefällt worden war, ohne ein vorheriges psychiatrisches Gutachten der [[Preußisches Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten|Königlich wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwesen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;sel580&amp;quot; /&amp;gt; Aber er besuchte den zum Tode Verurteilten am Vortag von dessen Hinrichtung in der [[Zitadelle Spandau]] und lieferte 1861 in einer seiner medizinischen Schriften eine ausführliche Beschreibung von dessen äußerer Erscheinung, in der erklärten Absicht, entgegen der Selbsteinschätzung Tschechs das Verbrecherische von dessen Physiognomie deutlich zu machen, auch wenn er diesen nicht als prinzipiell von seinem „Wahn“ unheilbar ansah:&amp;lt;ref&amp;gt;S. E. Loewenhardt, &#039;&#039;Kritische Beleuchtung&#039;&#039; (1861), S. 579.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Tschech war ein Mensch von mittlerer Statur und ziemlich gedrungenem Körperbau. Reiches, schwarzes Haar bedeckte den nicht irgendwie auffallend geformten Schädel, und äusserst seltsam trug er eine Locke gerade auf die Stirn herabhängend, die dadurch kleiner erschien, als sie war. Das tief dunkle Auge unter den buschigen Brauen leuchtete widerwärtig wild, und gab ein sprechendes Bild der im Inneren tobenden Leidenschaften, zumal wenn er, was nur zu leicht war, im Gespräch sich aufregte, seine That zu beschönigen, sich als einen Märtyrer darzustellen versuchte. Dann rollte dieses Auge, seine Gesticulationen wurden lebendig, er focht mit den Armen umher, spreizte die Finger, rief den Himmel und die göttliche Gerechtigkeit an, seine voll und kräftig tönende Bassstimme erhob sich, seine beweglichen Züge wurden ängstlich lebendig, die sonst schmutzig gelbliche Gesichtsfarbe überzog sich mit einer flüchtigen dunklen Röte, und man hätte in dieser ganzen Art und Weise an einen südlichen Banditen (eher an einen Wahnsinnigen! Ref.) denken können, wenn nicht die gebildete Sprache und die höflichen Formen, die ihm eigen waren, den Unterschied zwischen ihm und einem Strassenraubmörder aus der Volkshefe sogleich in die Augen springend gemacht hätten. Aber das ganze Wesen dieses Verbrechers hatte etwas Beklemmendes, und er gab ein abschreckendes und warnendes Bild eines durch verwerfliche, nicht gezähmte Leidenschaft tief in seinem Innern aufgewühlten Menschen. Und diese Leidenschaft liess ihn bis zum letzten Augenblick nicht zur Ruhe, zur Betrachtung, zur Reue kommen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elisabeth Tschech ==&lt;br /&gt;
Tschech hinterließ zwei Töchter, von denen die eine sich auch als Pflegetochter bezeichnet findet und bei den Zeitgenossen keine größere Aufmerksamkeit erregte, während die andere, Elisabeth Tschech, die im Jahr des Attentats und der Hinrichtung ihres Vaters achtzehn Jahre alt wurde, im Weiteren noch eine prominentere Rolle spielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth scheint dem Vater besonders eng verbunden gewesen zu sein. Noch auf dem Weg zur Richtstätte soll Tschech die Gewissheit geäußert haben, dass sie, die er in seiner Gesinnung erzogen habe, seinen Tod rächen werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sel580&amp;quot; /&amp;gt; Elisabeth soll ihrerseits die Tat ihres Vaters mit den Worten kommentiert haben: „Ich bin stolz auf meinen Vater, der nach dem König geschossen hat!“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;adler&amp;quot; /&amp;gt; Am 21. August 1844 erschien unter dem Titel &#039;&#039;Fräulein Tschech&#039;&#039; ein Artikel im Pariser [[Vorwärts (Wochenblatt)|Vorwärts!]], der an diesen Ausspruch anknüpfte und die Gesinnung der Tochter rühmte:&amp;lt;ref name=&amp;quot;adler&amp;quot;&amp;gt;Zitiert nach Georg Adler: &#039;&#039;Die Geschichte der ersten Sozialpolitischen Arbeiterbewegung in Deutschland&#039;&#039;. Verlag von Eduard Trewendt, Breslau 1885, S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Das edle achtzehnjährige Mädchen giebt an Mut und gewandter Rede ihrem kühnen, viel erprobten Vater nichts nach.&#039;&#039; (…) &#039;&#039;Wenn es erlaubt ist, aus diesem einzelnen Fall einen Schluß zu ziehen, so können wir nicht umhin, über den Auffschwung zu staunen, den das deutsche Bewußtsein seit kurzem in tieffster Stille genommen.&#039;&#039; (…) &#039;&#039;Das&#039;&#039; [d.&amp;amp;nbsp;h. ein solches Attentat] &#039;&#039;hat sich noch nie in Deutschland ereignet; unerhört ist dort solche marmorne, antike Blutthat, solche kurze, bündige Weise, dem eignen gemarterten Herzen Genugthuung zu verschaffen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth Tschech galt fortan als gefährlich und stand unter Bewachung der Polizei, die im Juli 1847 und erneut im Frühjahr 1851 auch den belgischen Sicherheitsbehörden jeweils Warnungen zukommen ließ, dass Elisabeth nach [[Belgien]] zu kommen beabsichtigte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;casteleyn&amp;quot; group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Das belgische Polizeidossier Elisabeth Tschechs befindet sich unter der Nummer 105.208 in den Akten des Amts für Öffentliche Sicherheit im belgischen Justizministerium, eine Zusammenfassung gibt Jurgen Casteleyn: [http://www.ethesis.net/vreemdelingenbeleid/vreemdelingenbeleid_inhoud.htm Vreemdelingenbeleid en politieke migratie in België (1848–1851)], Katholische Universität Löwen 2001/2002, [http://www.ethesis.net/vreemdelingenbeleid/vreemdelingenbeleid_hfst_4.htm#2.%20Het%20Belgische%20vluchtelingenbeleid%20en%20de%20Duitse%20vluchtelinge Kap. IV. 2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth hatte in den Jahren nach dem Attentat tatsächlich Kontakte zur Szene der deutschen Dissidenten und Emigranten im Ausland. Sie stand in enger Beziehung zu [[Karl Heinzen]], der am 12. August 1847 in der [[Deutsche-Brüsseler-Zeitung|Deutschen Brüsseler Zeitung]] seine Absicht bekundete, nach Amerika gehen zu wollen, und zugleich zu Spenden für Elisabeth aufrief.&amp;lt;ref&amp;gt;Brief Freiligraths an Heinzen, aus London 11. September 1847, Regestum im [http://www.ferdinandfreiligrath.de/pgs/200/202.php?suche_id=212943&amp;amp;sortierung=adressat&amp;amp;start=1&amp;amp;briefe_id=2466 Ferdinand Freiligrath Briefrepertorium (FFB)] (Nr. 2466).&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa um diese Zeit verließ Elisabeth Preußen fluchtartig&amp;lt;ref name=&amp;quot;gottschalk&amp;quot;&amp;gt;Brief von [[Andreas Gottschalk]] aus Köln vom 5. September 1847 an [[Moses Hess]], in: Edmund Silberner / Werner Blumenberg (Hrsg.), Moses Hess, &#039;&#039;Briefwechsel&#039;&#039;, Mouton, ’s-Gravenhage 1959 (= Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung, 2), S. 174: &#039;&#039;„Wir haben auch den Bericht des Frl. Tschech über ihre Flucht erhalten. Herwegh soll ein Gedicht an dieselbe geschrieben haben; schicke es mir doch.“&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und begab sich nach Frankreich, wo sie sich in Straßburg mit [[August Becker (Journalist)|August Becker]] zusammentat.&amp;lt;ref&amp;gt;Gian Maria Bravo: &#039;&#039;Democrazia, socialismo e partito repubblicano: il tedesco-americano August Becker (1814–1871)&#039;&#039;, Carocci, Rom 2002 (= Studi storici Carocci, 29), S. 216 ff., dazu der Brief Beckers vom 11. August 1847 an [[Georg Gottlieb Schirges|Georg Schirges]] in Ernest Barnikol (Hrsg.), August Becker: &#039;&#039;Geschichte des religiösen und atheistischen Frühsozialismus&#039;&#039;. Mühlau, Kiel 1932, S. XIII.&amp;lt;/ref&amp;gt; Becker bemühte sich brieflich um finanzielle Unterstützung für die beiden bei [[Michail Alexandrowitsch Bakunin|Bakunin]] in Paris, der seinerseits nur wenig helfen konnte, aber das Gesuch Beckers an Luise Vogt weiterleitete,&amp;lt;ref name=&amp;quot;bravo_217&amp;quot;&amp;gt;Gian Maria Bravo, &#039;&#039;Democrazia, socialismo e partito repubblicano&#039;&#039; (2002), S. 217.&amp;lt;/ref&amp;gt; die nachmalige Ehefrau [[Hans Kudlich (Politiker, 1823)|Hans Kudlichs]] in Bern, und an [[Emma Herwegh]] in Paris,&amp;lt;ref name=&amp;quot;bravo_217&amp;quot; /&amp;gt; die Ehefrau [[Georg Herwegh]]s, der zu den Bewunderern Elisabeths zählte und auch ein Gedicht an sie verfasst haben soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gottschalk&amp;quot; /&amp;gt; Elisabeth begab sich 1847 möglicherweise mit Becker auch nach Bern,&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;So vermutungsweise der Brief Bakunins vom 6. September 1847 an Emma Herwegh, in: Marcel Herwegh (Hrsg.): &#039;&#039;Briefe von und an Georg Herwegh&#039;&#039;. 2. Aufl., Albert Langen, München, S.&amp;amp;nbsp;14–17, S. 15, dieser Darstellung widerspricht Gian Maria Bravo, &#039;&#039;Democrazia, socialismo e partito repubblicano&#039;&#039; (2002), S. 217.&amp;lt;/ref&amp;gt; zumindest erschien dort dann 1849 ihre Biographie und Rechtfertigung ihres Vaters, die diesen als politischen Märtyrer stilisiert, aber die historisch wichtigste Quelle geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth kehrte zeitweise nach Deutschland zurück und befand sich 1850 in [[Frankfurt am Main]],&amp;lt;ref&amp;gt;Brief Freiligraths an Hoffmann von Fallersleben von 1850, Regestum im [http://www.ferdinandfreiligrath.de/pgs/200/202.php?suche_id=212943&amp;amp;sortierung=adressat&amp;amp;start=1&amp;amp;briefe_id=4959 FFB] (Nr. 4959).&amp;lt;/ref&amp;gt; von wo aus sie sich brieflich an [[Ferdinand Freiligrath]] wandte, einen engen Freund Heinzens, um ihn um Unterstützung beim Sammeln von Spenden zu bitten.&amp;lt;ref&amp;gt;Brief Freiligraths an seine Schwestern Karoline und Gisbertine, aus Köln 18. März 1850, Regestum im [http://www.ferdinandfreiligrath.de/pgs/200/202.php?suche_id=212943&amp;amp;sortierung=adressat&amp;amp;start=1&amp;amp;briefe_id=2945 FFB] (Nr. 2945).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1851 traf sie schließlich in Brüssel ein, und dort wurden ihre Kontakte mit anderen Flüchtlingen von den belgischen Sicherheitsbehörden sorgfältig observiert, bis sie sich dann im April 1851 nach Amerika einschiffte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;casteleyn&amp;quot; group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische, musikalische und gastronomische Folgen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Leute tretet rings heran - Patzschke 1.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leute tretet rings heran - Anonym 1.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leute tretet rings heran - Anonym 2.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Das Attentat gab den Anlass zur Entstehung eines den König respektlos verspottenden [[Bänkelsang|Bänkellieds]], das ins Liedgut der Arbeiterbewegung einging und das [[Friedrich Engels]] 1887/88 zu den „beiden besten Volkslieder(n) seit dem 16. Jahrhundert“ zählte, wobei diejenigen, die seinerzeit mitsangen, es nunmehr als frivol einschätzten,&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Engels: [http://www.mlwerke.de/me/me21/me21_405.htm &#039;&#039;Die Rolle der Gewalt in der Geschichte&#039;&#039;] (1887/88); vgl. auch [[Karl Kautsky]] (Hrsg.): &#039;&#039;Aus der Frühzeit des Marxismus: Engels Briefwechsel mit Kautsky&#039;&#039;, Orbis Verlag, Prag 1935, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch der patriotisch gesinnte Leutnant Vogelsang in [[Theodor Fontane]]s Roman [[Frau Jenny Treibel]] aus dem Jahr 1892 es als einen „erbärmliche(n) Gassenhauer“ erinnert, „darin ganz der frivole Geist spukte, der die Lyrik jener Tage beherrschte“.&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Zur Wirkung auf Fontane siehe Helmuth Nürnberger: [http://luise-berlin.de/lesezei/blz01_05/text02.htm &#039;&#039;Theodor Fontane – ein Dichter in Preußen&#039;&#039;.] In: &#039;&#039;Berliner LeseZeichen&#039;&#039; 05/2001 beim [[Luisenstädtischer Bildungsverein|Luisenstädtischen Bildungsverein]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde gesungen nach der Melodie eines Festmarsches des in Berlin zu dieser Zeit sehr beliebten Kapellmeisters [[Joseph Gungl]] (1809–1889),&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Gungl: &#039;&#039;Kriegers Lust: Fest-Marsch für Pianoforte in H-Dur, Op. 26.&#039;&#039; Bote &amp;amp; Bock, Berlin o.&amp;amp;nbsp;J., um 1842.&amp;lt;/ref&amp;gt; die auch [[Joseph Victor von Scheffel]]s Lied &#039;&#039;[[Als die Römer frech geworden]]&#039;&#039; zugrunde liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für einen König mit weniger übersteigerten Vorstellungen vom eigenen [[Gottesgnadentum]] hätte der Text dieses Liedes eine [[Majestätsbeleidigung]] dargestellt, in der aufgeregten Stimmung des [[Vormärz]] wurde es außerdem als Aufforderung zum Königsmord verstanden. Das Lied wurde verboten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Im Dezember 1846 wurde eine Versammlung politisch umtriebiger Handwerker verhaftet, bei deren anschließendem monatelangem Prozess von den ursprünglich schwerwiegenden Vorwürfen zuletzt im Wesentlichen nur das Singen von [[Heinrich Heine]]s [[Die schlesischen Weber|Weberlied]] und des Tschech-Liedes übrig blieb und im Ergebnis dann zwei der Mitglieder vom Berliner Kriminalgericht „wegen wissentlichen Verbreitens verbotener Bücher“ zu Geldstrafen verurteilt wurden, vgl. [[Wolfgang Büttner (Historiker)|Wolfgang Büttner]]: &#039;&#039;Politik im Feuilleton der Deutschen-Brüsseler-Zeitung&#039;&#039;. In: [http://www.trafoberlin.de/bzg_2_1998.pdf &#039;&#039;Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung&#039;&#039; 40,2 (1998)] (PDF; 688&amp;amp;nbsp;kB) S.&amp;amp;nbsp;16–32, S. 31f.&amp;lt;/ref&amp;gt; erfreute sich nichtsdestoweniger aber schnell größter Beliebtheit und kursierte bald auch in unterschiedlichen Textversionen.&amp;lt;ref&amp;gt;H. C. Grünefeld: &#039;&#039;Die Revolution marschiert. Kampflieder der Unterdrückten und Verfolgten&#039;&#039;, Bd. 2: 1806–1930, Welz Vermittler Verlag, Mannheim 2006, S. 120–146, hier S. 139 [http://books.google.de/books?id=hJGLD_ttCDwC&amp;amp;pg=PA139 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Besondere Popularität erlangte die vierzeilige Schlussstrophe einer dieser Textfassungen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left: 2em; font-style: italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hatte je ein Mensch so’n Pech&lt;br /&gt;
wie der Bürgermeister Tschech,&lt;br /&gt;
dass er diesen dicken Mann&lt;br /&gt;
auf zwei Schritt’ nicht treffen kann!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor des Liedtextes ist unbekannt. Nach dem Schriftsteller [[Heinrich Pröhle]] stammt die später mehrfach abgewandelte Urversion von dem Journalisten Friedrich Sass, der mit Pröhle bekannt war und in Berlin im Kreise der „Freien“ um [[Max Stirner]] und im Café Stehely verkehrte.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Pröhle (Hrsg.): &#039;&#039;Bilder aus der Deutschen Geschichte, Cultur und Heimathkunde&#039;&#039;. Erster Band. Oswald Seehagen, Berlin 1861, S. 237 [http://books.google.de/books?id=RYQAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA237 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngerer Zeit adaptierten das Lied unter anderem der Düsseldorfer Liedermacher [[Dieter Süverkrüp]] und die Leipziger Gruppe [[Folkländer|Folkländers Bierfiedler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1846 begann der demokratisch gesinnte Königsberger [[Albert Dulk]] mit der Arbeit an einem Drama über Tschech in fünf Akten, das jedoch Fragment blieb. Als Dulk, der im Zusammenhang mit den [[Leipzig]]er Unruhen von 1845 aus [[Sachsen]] ausgewiesen worden war, die Tochter Tschechs besuchte, erregte er die Aufmerksamkeit der preußischen Polizei und geriet für sechs Wochen in Halle in Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Attentat regte jedoch nicht nur revolutionär gesinnte Geister zu künstlerischer Verarbeitung an. [[Felix Mendelssohn Bartholdy]], der auf einer Reise nach [[Zweibrücken]] von dem Attentat erfahren hatte, komponierte Mitte August seine achtstimmige Motette &#039;&#039;Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir&#039;&#039; MWV&amp;amp;nbsp;B&amp;amp;nbsp;53 {{Bibel|Ps|91|11-12|LUT}}, die er dem König als „Glückwunsch“ zu dessen Errettung übersandte und die bereits am 2. September in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] vor den Majestäten zur Aufführung kam. Zwei Jahre später nahm Mendelssohn das Stück, ergänzt um eine Orchesterbegleitung, in sein Oratorium &#039;&#039;Elias&#039;&#039; op.&amp;amp;nbsp;70 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Sigismund von Neukomm]] schrieb aufgrund des Attentats zwei Chorwerke für den König. &#039;&#039;Der 91.&amp;amp;nbsp;Psalm&#039;&#039; und &#039;&#039;Der 20.&amp;amp;nbsp;Psalm&#039;&#039; entstanden am 19. bzw. 20. August in [[England]]. Der König ließ sie sich im Oktober in Berlin vorsingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 2016 hat man in der Stadt Storkow (Mark), in der Tschech als Bürgermeister tätig war, eine lokale Spezialität nach ihm benannt: Die Tschechkugel, welche von örtlichen Gastronomen angeboten wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Titel=Tschech-Kugeln sind Storkows Stolz| Datum=2016-01-14| Sammelwerk=[[Märkische Oderzeitung]]| Online=[https://web.archive.org/web/20210411220845/https://www.moz.de/lokales/beeskow/tschech-kugeln-sind-storkows-stolz-48630056.html moz.de]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich dabei um ein Hackbällchen, hergestellt aus den zu Tschechs Zeit gängigen Fleischsorten, gefüllt mit Pastinaken und Möhren. Dazu wird meist eine scharfe Preiselbeersauce gereicht. Ergänzend wurde auf der Burg Storkow ein Tschech-Zimmer eingerichtet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link | url=https://www.moz.de/lokales/beeskow/tschech-zimmer-auf-der-burg-storkow-48735022.html | date=2024-03-02 | bot=2024-03-02 21:13:03 TabellenBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, was die Geschichte um den ehemaligen Storkower Bürgermeister erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitgenössische Quellen ==&lt;br /&gt;
* Anonyme Flugschrift: &#039;&#039;Des Hochverräthers Heinrich Ludwig Tschech mörderischer Angriff auf das Leben des Königs von Preussen, weshalb er den 14. Decbr. 1844 bei Spandau hingerichtet wurde.&#039;&#039; Wiedergegeben in Rudolf Schenda (Hrsg.): &#039;&#039;Tausend deutsche populäre Drucke aus dem neunzehnten Jahrhundert&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Archiv für Geschichte des Buchwesens&#039;&#039; 11,6-7 (1971), S. 1466–1651, hier S. 1509, S. 1551&lt;br /&gt;
* Elisabeth Tschech: &#039;&#039;Leben und Tod des Bürgermeisters Tschech, welcher am 26. Juli 1844 auf den König von Preußen schoß und den 14. Dezember 1844 in Spandau hingerichtet wurde.&#039;&#039; Druck und Verlag von Jenni, Sohn, Bern 1849 (Technisch mangelhaftes [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10067493_00007.html Digitalisat] im Münchener Digitalisierungszentrum)&lt;br /&gt;
* Sigismund Eberhard Loewenhardt: &#039;&#039;Kritische Beleuchtung der medicinisch-psychischen Grundsätze nebst den darauf basirten Ober-Gutachten der Königlich wissenschaftlichen Deputation für das Medicinal-Wesen in Preussen&#039;&#039;, Wilhelm Logier, Berlin 1861, S.&amp;amp;nbsp;577–580&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Lu Märten]]: &#039;&#039;Bürgermeister Tschech und seine Tochter. Erinnerungen an den Vormärz (1844)&#039;&#039;. Altberliner Verlag Groszer, Berlin 1948.&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Schneider]]: &#039;&#039;Das Attentat&#039;&#039;. Hrsg. von Wilhelm Grenzmann. Schöningh, Paderborn 1954 (Schöninghs Textausgaben 269).&lt;br /&gt;
* Matthias Blazek: „Attentat und Bestrafung – Der Fall des Heinrich Ludwig Tschech – Die Hintergründe zu den Geschehnissen vom 26. Juli 1844“. In: &#039;&#039;Preußische Mitteilungen&#039;&#039; Nr. 192 und 193/2009&lt;br /&gt;
* [[Sven Felix Kellerhoff]]: &#039;&#039;Attentäter. Mit einer Kugel die Welt verändern.&#039;&#039; Böhlau, Köln [et al.] 2003, ISBN 3-412-03003-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Leute tretet rings heran}}&lt;br /&gt;
* [http://www.liederlexikon.de/lieder/leute_tretet_rings_heran „Leute tretet rings heran“] – Bänkelsängerlied über das Attentat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117431451|VIAF=25379712}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tschech, Heinrich Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (deutsche Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Attentäter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedrich Wilhelm IV.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Storkow (Mark))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1789]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1844]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tschech, Heinrich Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Jurist und Bürgermeister in Storkow, Brandenburg, sowie Attentäter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. April 1789&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Księginice Małe|Klein Kniegnitz]], Niederschlesien, Niederschlesien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Dezember 1844&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Spandau|Spandau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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