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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Halb%C3%B6l&amp;diff=592694</id>
		<title>Halböl</title>
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		<updated>2025-06-12T14:48:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: zwar ... aber bezöge sich weiter auf Firnis; immer noch seltsam ... ah! jetzt! ja!: Komparativ impliziert Vergleich ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Belege}}&lt;br /&gt;
[[Datei:15-01-30-halboel-RalfR.jpg|mini|Halböl]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Halböl&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Grundieröl&#039;&#039;&#039; ist eine Mischung, die zu gleichen Teilen aus [[Leinölfirnis]] und [[Terpentinöl]] besteht, eventuell verdünnt mit [[Ethanol]].  Es wird als [[Grundierung]] für Holz, [[Kork]], Naturstein, [[Terracotta]] und neutrale [[Putz (Baustoff)|Putz]]e oder zum Auffrischen alter Holzoberflächen verwendet.  Halböl dringt tiefer ein als reiner Leinölfirnis, jedoch nicht so tief wie [[Leinölfarbe#Farben mit Zusatz von Leinölfirnis und Verdünnungsmitteln|Leinöl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im traditionellen [[Tischler]]handwerk ist es üblich, jedes Holzprodukt vor Verlassen der Werkstatt mit Halböl zu streichen. Dazu wurden früher Pinsel aus der Rinde der Linde verwendet, die nach Wässerung so lange mit einem Hammer bearbeitet wurden, bis sich am Ende ein Pinsel ausbildet. Die Behandlung mit Halböl erfolgt prinzipiell nach allen anderen Bearbeitungsschritten, weil die Klebfähigkeit des Holzes nach der Halbölbehandlung stark vermindert ist. Bis zur Ölbehandlung sind fast alle Holzoberflächen stark schmutzempfindlich, das Halböl fixiert die Oberfläche bis in einige Millimeter Tiefe gut gegen Schmutz und bildet eine Grundlage für eventuelle Farbanstriche. Ohne Halböl ist Holz nur bedingt für Farbanstriche geeignet, da die Saugfähigkeit sehr stark ist und nur wenige Farben darauf ausgelegt sind. Werkzeuge, Gebrauchsgegenstände und andere wenig beanspruchte Oberflächen werden oft nur mit Halböl behandelt. Diese Behandlung stellt jedoch weder vorbeugenden noch bekämpfenden Holzschutz gegen Schädlinge dar. Das [[Beizen (Holz)|Beizen]] von Holz erfolgt üblicherweise vor einer Behandlung mit Halböl. Durch Halböl wird die Struktur von Holzoberflächen meist betont, sie wird auch meist etwas dunkler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist verbreitet, dass auch &#039;&#039;Gemische&#039;&#039; von Ölen, die für die Anwendung auf Oberflächen geeignet sind, als „Halböle“ bezeichnet werden, wenn Ölmischung und Verdünnung den gleichen Anteil aufweisen. So wird das Terpentinöl heutzutage meist durch [[Terpentinersatz]] ([[Testbenzin]]) ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halböle sind feuergefährlich und neigen zur [[Selbstentzündung]] durch [[Oxidation]] und [[Polymerisation]]. Getränkte Textilien („Putzlappen“) und Späne (Holz) sind so zu verwahren/entsorgen, dass Brände vermieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Halbol}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch|Halböl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beschichtungswerkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imprägnierungsmittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.82.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Valsalva-Versuch&amp;diff=487974</id>
		<title>Valsalva-Versuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Valsalva-Versuch&amp;diff=487974"/>
		<updated>2025-06-11T12:01:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: /* Anwendungen */ Entblaht (männ- bis weibliche Lese-Personen, die hier Vorhof nicht verstehen, (verstehen auch den Rest nicht und) können mittels Link, bei Bedarf, nachlesen);&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Valsalva maneuver.jpg|mini|Das Valsalva-Manöver zur Untersuchung des Mittelohrs]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Valsalva-Versuch&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;Valsalva-Pressdruck-Versuch&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Valsalva-Manöver&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Valsalva-Methode&#039;&#039;&#039; (nach [[Antonio Maria Valsalva]], 1666–1723), ist ein medizinisches Verfahren. Er wird beispielsweise zur Überprüfung des [[Barorezeptor]]enreflexes oder zur Belüftung des [[Mittelohr]]s und beim Untersuchen von Bein[[vene]]n mit [[Sonografie|Ultraschall]] angewandt. Außerdem wird er z.&amp;amp;nbsp;B. von Patienten durchgeführt, die unter [[Tachykardie|Herzrasen]] leiden, um die Schlagzahl des Herzens wieder zu normalisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausführung ==&lt;br /&gt;
Der Proband versucht kräftig auszuatmen, während er sich für etwa zehn Sekunden die Nase zuhält und den Mund verschließt. Dabei spannt er die [[Atemmuskulatur]] und [[Bauchmuskulatur]] an. Dadurch wird der Luftdruck in den Luftwegen durch Verschließen der Atemwege und Anspannung der Atemmuskulatur (durch versuchtes Ausatmen) erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstatt die Nase und den Mund zuzuhalten, ist es auch möglich, gegen eine verschlossene [[Glottis|Stimmritze (Glottis)]] auszuatmen&amp;lt;ref&amp;gt;R. Kazi, S. Triaridis, P. Rhys-Evans: [https://www.jpgmonline.com/article.asp?issn=0022-3859;year=2004;volume=50;issue=4;spage=314;epage=315;aulast=Kazi#top &#039;&#039;A short biography on the life of the dedicated anatomist – Valsalva&#039;&#039;.] In: &#039;&#039;Journal of Postgraduate Medicine&#039;&#039; 50, 2004, S. 314–315.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder wie bei der Artikulation [[Plosiv|&amp;lt;nowiki /&amp;gt;plosiver Konsonanten]] durch die Zunge einen [[Velopharyngealer Verschluss|velopharyngealen Verschluss]] zu verursachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Untersuchung der Beweglichkeit des Trommelfells und zur Belüftung des Mittelohrs wird das Valsalva-Manöver in der Regel mit zugehaltener Nase bei (meist automatischer) Öffnung von Glottis und [[Gaumensegel|Velum]] durchgeführt. Alternativ kann eine Drucksteigerung auch dadurch erreicht werden, dass ein Luftballon mit dem Mund aufgeblasen wird. Der erhöhte Druck in dem elastischen Ballon überträgt sich dabei unmittelbar auf die [[Eustachi-Röhre]] und, nachdem diese sich geöffnet hat, auch auf das Mittelohr. Die Ballonmethode wird u. a. von Kinderärzten für Kinder mit Belüftungsstörungen des Mittelohrs und damit verbundenem Risiko von [[Akute Mittelohrentzündung|Mittelohrentzündungen]] empfohlen. Im Gegensatz zur Methode der zugehaltenen Nase kann es bei der Ballonmethode nicht zu einem gefährlichen Überdruck im gesamten Kopfbereich kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
* Zum [[Druckausgleich]] im Mittelohr: Über die [[Eustachi-Röhre]] kommt es beim Valsalva-Versuch zum Druckausgleich zwischen [[Epipharynx|Nasen-Rachen]]-Raum und Mittelohr. Bei intaktem [[Trommelfell]] wölbt sich dieses dabei nach außen, was mittels eines [[Otoskop]]s beobachtet werden kann. Angewendet wird er z.&amp;amp;nbsp;B. bei Flügen (siehe [[Druckkabine]]), Aufzugs- oder Seilbahn-Fahrten oder auch beim [[Tubenkatarrh]] und [[Paukenerguss]]. [[Tauchen|Taucher]] wenden ihn regelmäßig zur Anpassung des Mittelohrdrucks an den [[Wasserdruck]] an, um ein [[Barotrauma]] zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei der Untersuchung der Beinvenen: Der Valsalva-Versuch bewirkt bei den Beinvenen, dass sie sich erweitern und sich die Flussgeschwindigkeit des Bluts in den Venen verringert, bis der Blutfluss sistiert. Das kann man sowohl mit [[Farbdoppler]] als auch mit [[Sonografie#Die Verfahren im Einzelnen|PW-Doppler]] darstellen. (Bei einer [[Krampfader|Veneninsuffizienz]] stoppt der Blutfluss nicht und ist [[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen|retrograd]].) Sobald der Versuch beendet ist, strömt Blut mit einer erhöhten Geschwindigkeit in das Gefäß. Bei einer [[Thrombose]] kann auch mit Hilfe des Valsalva-Versuchs kein Blutfluss induziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;J.F. Polak: &#039;&#039;Peripheral Vascular Sonography: A Practical Guide.&#039;&#039; 2004, ISBN 0-7817-4871-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zur Selbstbehandlung durch Patienten mit gelegentlichen Anfällen von [[Tachykardie|Herzrasen]], bei denen [[Elektrokardiogramm|Ruhe-EKG]], [[Echokardiographie]] und weitere diagnostische Maßnahmen unauffällig (ohne pathologischen Befund) bleiben: Der Druck im [[Thorax]]raum erhöht sich dabei und bewirkt ein Erliegen oder deutlichen Rückgang des [[Vene|venösen]] Rückstroms in den rechten [[Herz|Vorhof]]. Das Schlagvolumen der rechten Herzkammer wird geringer. Durch den erhöhten Druck im gesamten Thorax geben jedoch die [[Lungenvene]]n mehr Blut in die linke Herzkammer, wodurch dort so lange ein erhöhtes Schlagvolumen abgegeben wird, bis der „Vorrat“ in den Lungenvenen verbraucht ist. Löst man die Situation nicht auf, so entsteht ein [[Synkope (Medizin)|Kollaps]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei der [[Auskultation]] bei [[Hypertrophe Kardiomyopathie|hypertropher Kardiomyopathie]] (HCM): Bei einer hypertrophen Kardiomyopathie, die mit einer Verdickung vor allem der linken Herzkammer einhergeht, kann man bei der Auskultation des Herzens über dem Erb-Punkt ein systolisches Pressstrahlgeräusch hören, während der Patient das Valsalva-Manöver durchführt. Dies ist am ehesten damit zu erklären, dass es während des Pressversuchs zu einer Erhöhung der Druckunterschiede in der linken Herzkammer kommt, welche charakteristisch für die HCM ist. Der Blutfluss entlang der verengten Ausstrombahn in der linken Herzkammer bildet das Pressstrahlgeräusch. So kann der Valsalva-Pressversuch dazu dienen, ein systolisches Herzgeräusch anderer typischer Ursachen von einer hypertrophen Kardiomyopathie abzugrenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Chatterjee, Ch. A. Nienaber: &#039;&#039;Duale Reihe: Innere Medizin.&#039;&#039; 2. Auflage, Thieme-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-13-118162-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tubensprengung]] – andere Methoden zur Öffnung der Eustachi’schen Röhre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tauchtheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Angiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Kardiologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.82.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottfried_Stutz&amp;diff=951678</id>
		<title>Gottfried Stutz</title>
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		<updated>2025-06-10T14:29:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: Ellipse nicht sprechbar; keine andere Beziehung erkennbar; Plural; Typog.: Interp. an Übergang kursiv(?)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gottfried Stutz&#039;&#039;&#039;, gesprochen &#039;&#039;Gopfrid Stutz,&#039;&#039; auch unterdrückt &#039;&#039;Gopf,&#039;&#039; ist eine weit verbreitete [[Schweizerdeutsch|schweizerdeutsche]] [[Interjektion]], die als mildes [[Fluchwort]] oder Ausruf der Verblüffung gebraucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottfried&#039;&#039; und &#039;&#039;Gopf&#039;&#039; sind [[Euphemismus|Euphemismen]] für &#039;&#039;Gott verdamme mich.&#039;&#039; Weitere Hüllwörter gleichen Ursprungs sind etwa &#039;&#039;gopferdeckel, gopferteli&#039;&#039; und &#039;&#039;gopfertoori.&#039;&#039; Erstmals nachzuweisen ist &#039;&#039;Gottfried Stutz&#039;&#039; in der Basler [[Burschensprache|Studentensprache]] der vorletzten Jahrhundertwende.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemäss &#039;&#039;Schweizerischem Idiotikon,&#039;&#039; Band XI, Sp.&amp;amp;nbsp;1885, Anmerkung zum Artikel &#039;&#039;Stutz&#039;&#039;. Die dort angegebene Quelle «Bs Stud.» steht für &#039;&#039;Basler Studentensprache. Eine Jubiläumsausgabe für die Universität Basel, dargebracht vom Deutschen Seminar in Basel.&#039;&#039; Georg, Basel 1910. Das dort auf S.&amp;amp;nbsp;25 aufgeführte &#039;&#039;Gottfried Stutz&#039;&#039; wird als «vulgär» konnotiert und mit «Fluch» beschrieben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In Film, Musik und Medien ==&lt;br /&gt;
Anspielungen auf diese Redewendung sind vielfach in künstlerischer Verarbeitung zu finden, in neuerer Zeit beispielsweise in dem Film «Herr Gottfried und Frau Stutz» von [[Ueli Beck]] oder in den Charthits «Kiosk» der Schweizer Dialekt-Rockgruppe [[Rumpelstilz (Band)|Rumpelstilz]] (Refrain: &#039;&#039;Bini Gottfried Stutz e Kiosk? Oder bini öppen e Bank? Oder gseehni uus wines Hotel? Oder wine Kasseschrank;&#039;&#039; Text: [[Polo Hofer]]) bzw. «Söll emal cho!» des Schweizer Gesangstrios [[Trio Eugster]] (Refrain: &#039;&#039;Dä söll emal choo! Gopfridstutz und Schtärneföifi, nei das gaht doch nöd eso&#039;&#039;). Die Schweizer Boulevard-Zeitung [[Blick (Zeitung)|«Blick»]] lancierte eine 1-Franken-Werbekampagne als «Gopfried-Stutz-Aktion». &#039;&#039;Stutz&#039;&#039; ist hier eine zusätzliche Anspielung auf die umgangssprachliche Bezeichnung für den [[Schweizer Franken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&#039;&#039; Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/195843 &#039;&#039;Stutz&#039;&#039;] (Bd.&amp;amp;nbsp;XI, Sp.&amp;amp;nbsp;1885&amp;amp;nbsp;ff., wo in der Anmerkung Sp.&amp;amp;nbsp;1889 unten zu &#039;&#039;Gottfrid Stutz!&#039;&#039;) sowie Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/216411 &#039;&#039;ver-dammen&#039;&#039;] (Bd.&amp;amp;nbsp;XII, Sp.&amp;amp;nbsp;1792, wo gegen Spaltenende unter &#039;&#039;verdammt&#039;&#039; Näheres zu den Varianten).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Variantenwörterbuch des Deutschen]],&#039;&#039; S.&amp;amp;nbsp;303.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Christoph Landolt]]: [https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/goppel &#039;&#039;Potz Sackerzucker, das isch misex e verdaalisch tüüggerischi Spraach!&#039;&#039;], in: «Wortgeschichten» vom 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2015, herausgegeben vom [[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alemannisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.82.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nabat%C3%A4ische_Sprache&amp;diff=491326</id>
		<title>Nabatäische Sprache</title>
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		<updated>2025-06-08T17:21:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: /* Herkunft */ Beziehung nennen.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Inscription Qasiu Louvre AO4988.jpg|mini|Nabatäische Weiheinschrift (1. Jahrhundert n. Chr.)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;nabatäische Sprache&#039;&#039;&#039; ist eine [[Semitische Sprachen|semitische Sprache]] und diente als [[Geschriebene Sprache|Schriftsprache]] des [[Nabatäer|nabatäischen Reiches]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Mit dem Ende des [[Perserreich]]es verlor auch die [[Aramäische Sprachen|aramäische Sprache]] als [[Verkehrssprache]] des [[Naher Osten|vorderen Orients]] zunehmend an Gewicht. Neben sie trat nun das [[Griechische Sprache|Griechische]]. Die ehemals einheitliche [[Schriftkultur|Schreib- und Schriftkultur]] zerfiel in lokale Schulen und bis dahin nur gesprochene [[Dialekt]]e gewannen als Schriftsprachen an Bedeutung. Als eine dieser lokalen Entwicklungen kann das Nabatäische gelten. Da die Bevölkerung des Nabatäerreiches überwiegend einen [[nordarabisch]]en Dialekt gesprochen haben dürfte, ist das Nabatäische wohl vornehmlich als Schriftsprache anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachliche Einordnung ==&lt;br /&gt;
Als Ausläufer der [[Reichsaramäisch]]en steht das Nabatäische den westaramäischen Dialekten näher. Allerdings zeigt sich deutlich der [[Arabische Sprache|arabische]] Einfluss, so z. B. in der häufigen Vertauschung von &amp;quot;l&amp;quot; und &amp;quot;n&amp;quot;, in arabischen Eigennamen und zahlreichen arabischen Lehnwörtern. Etwa im [[4. Jahrhundert]] wird der arabische Einfluss schließlich so stark, dass das Nabatäische geradezu in das Arabische übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeugnisse ==&lt;br /&gt;
[[Nabatäische Schrift]]zeugnisse finden sich v. a. in den Nabatäerstädten [[Petra (Jordanien)|Petra]], [[Bosra]] und [[Mada&#039;in Salih|Hegra]] (v. a. Grab- und Weihinschriften), sowie zahlreichen kleineren Inschriften aus dem südlichen [[Sinai-Halbinsel|Sinai]]. Weiterhin gibt es nabatäische Texte aus den [[Qumran|Höhlen am Toten Meer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schrift ==&lt;br /&gt;
Die [[nabatäische Schrift]] ist durch einen sehr charakteristischen [[Schreibschrift|kursiven]] Duktus geprägt. Sie wurde zum Vorläufer der [[Arabisches Alphabet|arabischen Schrift]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz Rosenthal (Orientalist)|Franz Rosenthal]] |Titel=Aramaic Studies During the Past Thirty Years |Sammelwerk=[[Journal of Near Eastern Studies]] |Band=37 |Nummer=2 |Verlag=The University of Chicago Press |Ort=Chicago |Datum=1978-04 |Seiten=84 |JSTOR=545134}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://iranicaonline.org/articles/aramaic- |titel=Aramaic |hrsg=[[Encyclopædia Iranica]] |zugriff=2015-07-18 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Solomon A. Birnbaum: &#039;&#039;The Negeb Script.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vetus Testamentum.&#039;&#039; 6, 1956, {{ISSN|0042-4935}}, S. 337–371.&lt;br /&gt;
* Jean Cantineau: &#039;&#039;Le Nabatéen.&#039;&#039; 2 Bände. Leroux, Paris 1930–1932 (Réimpression. Zeller, Osnabrück 1978, ISBN 3-535-01561-8), [überarbeitungsbedürftig].&lt;br /&gt;
* [[Julius Euting]]: &#039;&#039;Nabatäische Inschriften aus Arabien.&#039;&#039; Reimer, Berlin 1885.&lt;br /&gt;
* [[Ursula Hackl]], Hanna Jenni, Christoph Schneider: &#039;&#039;Quellen zur Geschichte der Nabatäer.&#039;&#039; Textsammlung mit Übersetzung und Kommentar. Universitäts-Verlag u. a., Fribourg u. a. 2003, ISBN 3-7278-1410-1 (&#039;&#039;Novum testamentum et orbis antiquus. Studien zur Umwelt des Neuen Testaments&#039;&#039; 51).&lt;br /&gt;
* Avraham Negev: &#039;&#039;Personal Names in the Nabatean Realm.&#039;&#039; Institute of Archaeology, the Hebrew University of Jerusalem, Jerusalem 1991 (&#039;&#039;Qedem&#039;&#039; 32, {{ISSN|0333-5844}}).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=M. O’Connor |Titel=The Arabic Loanwords in Nabatean Aramaic |Sammelwerk=[[Journal of Near Eastern Studies]] |Band=45 |Nummer=3 |Datum=1986-07 |ISSN=0022-2968 |Seiten=213–229 |JSTOR=544859}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nabataische Sprache}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korpussprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aramäische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nabatäer|Sprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.82.97</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Traglufthalle&amp;diff=78212</id>
		<title>Traglufthalle</title>
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		<updated>2025-05-29T14:38:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: /* Bauweisen */ dicht durch Trank ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Traglufthalle.png|mini|Schematischer Aufbau einer Traglufthalle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tennishalletragluft.jpg|mini|Tennis-Traglufthalle in der Nacht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eishalle-Haunstetten.JPG|mini|Eishalle in [[Augsburg-Haunstetten-Siebenbrunn|Augsburg-Haunstetten]] (Zustand bis 2007)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-G1112-0006-001, Leipzig, DHfK, Traglufthalle.jpg|mini|Traglufthalle in der DDR: Provisorische Basketball- und Volleyballhalle der [[Deutsche Hochschule für Körperkultur|DHfK]] in Leipzig im Jahr 1968]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Traglufthalle,&#039;&#039;&#039; auch &#039;&#039;&#039;Pneu&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine über einer festen Bodenplatte (meist aus [[Beton]] oder [[Tartan (Oberflächenbelag)|Tartan]]) aufgeblasene [[Elastizität (Physik)|elastische]] luftdichte Hülle. Die Halle wird über eine [[Druckschleuse]] betreten. Es muss ständig ein Gebläse arbeiten, damit der leichte [[Überdruck]] im Inneren der Traglufthalle erhalten bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traglufthallen sind preiswerter und schneller gebaut als massive Hallen. Sie werden daher häufig als [[Provisorium]] für [[Lagerhalle]]n, [[Messehalle]]n oder [[Turnhalle|Sporthallen]] genutzt, sowie als [[Temporäre Architektur|temporäre Massenunterkunft]] bei [[Großveranstaltung]]en und als [[Notunterkunft]] für Wohnungslose oder Flüchtlinge. Mit einer Traglufthalle kann ein Freibad im Winter in ein [[Traglufthallenbad]] umgewandelt werden. Traglufthallen werden auch als [[Radarkuppel|Radarkuppel (Radom)]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweisen ==&lt;br /&gt;
Dachhüllen von Traglufthallen werden aus einer durch Tränken luftdicht beschichteten Textilplane errichtet. Typische Materialien sind Polyester für das Gewebe und PVC oder Polyurethan für die lufthaltende Komponente des Verbunds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einschichtige Hülle ===&lt;br /&gt;
Die einfachste Konstruktion besteht aus in geeignetem Schnitt verschweißten Bahnen einer Plane, die einlagig aufgeblasen wird. Der Heizbedarf ist vergleichsweise hoch, die Neigung zu Kondenswasserbildung an der Innenseite ebenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweischichtige Hülle ===&lt;br /&gt;
Bahnenweise zweischichtig aus Plane aufgebaute Dachhüllen isolieren durch das eingeschlossene Luftpolster von wenigen Zentimetern Dicke.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://airdomes.pro/de/ Centaury+ : Doppelschichtige Traglufthallen] Hersteller Centaury Plus s.r.o., Slowakei, airdomes.pro, abgerufen am 8. August 2024. – Mit 24-Bilder-Serie vom Aufbauen einer Halle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dreischichtige Hülle ===&lt;br /&gt;
Der Aufbau enthält außen typisch ein Netz aus Stahlseilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Boden ===&lt;br /&gt;
Wenn nicht schon ein luftdichter Boden vorliegt, kann ein Bodenaufbau aus Platten, luftdichter Folie und Kunstrasen erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fertigung und Betrieb ==&lt;br /&gt;
Der besondere Vorzug einer Traglufthalle ist die Fertigungsdauer von wenigen Wochen, das Errichten binnen eines Tages, sowie die Abbaubarkeit in ebenso kurzer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Errichtungskosten betragen nur etwa ein Zehntel einer Halle mit festen Wänden und Dach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in unbeheiztem Zustand benötigt eine Traglufthalle dauerhaft den Betrieb eines Gebläses, insbesondere um Windstabilität zu gewährleisten. Zweckmäßig ist ein Notstromaggregat um einen Ausfall des Stromnetzes ausgleichen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn keine durchgehende Bodenplatte betoniert wird, ist zur festen Verankerung zumindest ein Fundamentstreifen entlang der Bodenkontur der Halle zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
* Das 49 Meter durchmessende, denkmalgeschützte [[Radom Raisting]] in [[Raisting]] am Ammersee beherbergt eine Antenne von 25 Meter Durchmesser zur Satellitenkommunikation.&lt;br /&gt;
* Eine 101,40 mal 63 Meter messende Traglufthalle überdacht einen [[Feldhockey]]-Platz beim Mannheimer Hockeyclub in [[Mannheim]], bei einer Höhe von 15 Metern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.morgenweb.de/nachrichten/fotostrecken/aufbau-der-traglufthalle-fur-den-mannheimer-hockey-club-1.139578 | titel=Aufbau der Traglufthalle für den Mannheimer Hockey-Club | werk=morgenweb.de | zugriff=2015-04-10 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine der bekanntesten deutschen Traglufthallen war die Eishalle im [[Augsburg]]er Stadtteil [[Augsburg-Haunstetten-Siebenbrunn|Haunstetten]]. Seit November 2009 ist die Eishalle wieder überdacht, jedoch nicht mehr mit einer flexiblen Außenhaut, sondern mit einer stabilen Konstruktion aus Metallplatten.&lt;br /&gt;
* Stark beschädigt wurden 1972 durch den [[Orkan Quimburga]] eine Traglufthalle an der Baustelle der [[Staatsbibliothek zu Berlin]], die Bücher beherbergte, und eine am Werksgelände von [[Hanomag-Henschel]] in Kassel, in der Autos durch Bäume und Dachziegel beschädigt wurden.&lt;br /&gt;
* In der DDR hatten die Traglufthallen Tradition. Sie wurden in großem Umfang produziert, eingesetzt und auch exportiert. Vielerorts waren sie anzutreffen, z.&amp;amp;nbsp;B. als Sport- und Trainingshallen, als Produktions- und Lagerhallen, sogar in der Landwirtschaft. Sie wurden zum großen Teil aus [[Malimo]]-genähtem Gewebe hergestellt. Zum großen Teil wurden die Hallen auch exportiert und auch z.&amp;amp;nbsp;B. in Afrika als Krankenhäuser benutzt; {{Siehe auch|Malimo#Geschichte und Verwendung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
* Am 13. Oktober 2014 eröffnete eine wärmegedämmte Traglufthalle mit 4 nebeneinander liegenden Tennisplätzen in Wien beim [[Stadion Hohe Warte|Hohe Warte Stadion]]. Die Leuchten sind deckenmontiert, ein Teil von der Decke abgehängt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meinbezirk.at/doebling/sport/eine-der-modernsten-tennis-traglufthallen-europas-wird-puenktlich-zur-wintersaison-eroeffnet-d1100015.html Eine der modernsten Tennis-Traglufthallen Europas wird pünktlich zur Wintersaison eröffnet!] meinbezirk.at, 30. September 2014, abgerufen am 9. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ende Oktober wurde eine Traglufthalle für 3 Tennisplätze in Amstetten neu errichtet, die typisch von Anfang Oktober bis Mitte April betrieben und über den Sommer jeweils abgebaut werden soll, um über den Sommer Betriebskosten zu sparen. Das über der Hülle liegende Netz aus Stahlseil ist rundum an einem Betonfundament verankert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taf-tennis.at/kontakt.html taf-tennis academy Fellner Zandomeneghi OG] tel. Auskunft 9. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Zuge der [[Flüchtlingskrise in Europa ab 2015|Flüchtlingskrise 2015]] wurden den Tiroler Sozialen Diensten (TSD) des [[Tirol (Bundesland)|Landes Tirol]] 5 Traglufthallen als Behelfsunterkünfte gekauft. Ein Kredit von 6 Mio. € wurde dafür vergeben. Eine Halle davon wurde in [[Hall in Tirol|Hall]] aufgestellt und bezogen, eine in [[Innsbruck-Arzl]] zwar aufgestellt doch nicht bezogen, drei wurden nicht ausgepackt. 2017 wurden die 4 ungenutzten Hallen um je 60.000 € vom Land angekauft und an humanitäre Organisationen im Ausland verschenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://tirol.orf.at/news/stories/2876977/ Traglufthallen gehören jetzt dem Land] orf.at, 9. November 2017, abgerufen am 9. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 12. November 1975 wird eine für die Olympischen Spiele 1976 in Innsbruck errichtete Traglufthalle durch einen Sturm fast völlig zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zamg.ac.at/docs/aktuell/zamg-wetterkalender_2010.pdf 12. November] Wetterkalender 2010, zamg.ac.at, abgerufen am 9. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Osteuropäische Länder ===&lt;br /&gt;
* Insbesondere in Ländern des ehemaligen Ostblocks sind Tennishallen oft noch kostengünstig als Traglufthallen ausgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taf-tennis.at/kontakt.html taf-tennis academy Fellner Zandomeneghi OG] tel. Auskunft 9. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Länder ===&lt;br /&gt;
* Eine der größten Traglufthallen der Welt ist der 1988 eröffnete [[Tokyo Dome]] im [[Tokio]]ter Stadtteil [[Bunkyō]]. Das 56 Meter hohe Bauwerk bietet 55.000 Gästen Platz. Es wird als [[Baseball]]-Stadion und für Veranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
* Die luftgestützte Dachkonstruktion des [[Hubert H. Humphrey Metrodome|Metrodome]] in [[Minneapolis]] (USA) hatte eine extrem große Fläche von etwa 4&amp;amp;nbsp;Hektar. Am 11. Dezember 2010 stürzte sie unter einer dicken Schneedecke ein, die unter den Bedingungen eines starken [[Schneesturm]]s nicht abgeräumt werden konnte.&lt;br /&gt;
* Eine einzigartige Traglufthalle in den [[Vereinigte Arabische Emirate|Vereinigten Arabischen Emiraten]] ist &#039;&#039;Kooradome&#039;&#039; in [[Dubai]], die mit einer speziellen [[Wärmedämmung]] den extremen Bedingungen der Wüste standhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tragluftdach ==&lt;br /&gt;
Von der Traglufthalle ist das &#039;&#039;&#039;Tragluftdach&#039;&#039;&#039; abgeleitet. Bei diesem bildet die elastische, mit Überdruck in Form gebrachte Hülle das [[Dach]] eines konventionell ausgeführten [[Gebäude]]s. im Vergleich zur Traglufthalle können mit dieser Konstruktion größere und weniger windempfindliche Gebäude errichtet werden, die keine feste [[Dachkonstruktion]] benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Aufblasbares Zelt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Inflatable buildings|Traglufthallen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://airdomes.pro/de/ CENTAURY+]&lt;br /&gt;
* [https://paranet-deutschland.de/produkt/ Paranet Deutschland]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.stadtwerkeneustadt.de/content/e10/e1637/e1770/index_ger.html Traglufthallenbad Neustadt (D) mit Fotos]&lt;br /&gt;
* [http://polyned.de/uberuns/ Poly Ned] Textilarchitektur, Niederlande &amp;lt; Produktgruppen &amp;gt; Traglufthalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Halle)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Temporäre Bauform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seilnetzkonstruktion|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.82.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hypoglyk%C3%A4mie&amp;diff=43908</id>
		<title>Hypoglykämie</title>
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		<updated>2025-05-24T18:01:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: /* Hypoglykämie bei Diabetes mellitus */ Immer noch nicht gut, aber wenigstens verständlich und grammatisch ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
|01-CODE= E14.6&amp;lt;ref&amp;gt;Alphabetisches Verzeichnis zur ICD-10-WHO Version 2019, Band 3. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Köln, 2019, S.&amp;amp;nbsp;394&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|06-CODE= P70.0&lt;br /&gt;
|09-CODE= P70.4&lt;br /&gt;
|08-BEZEICHNUNG= Iatrogene Hypoglykämie beim Neugeborenen&lt;br /&gt;
|08-CODE= P70.3&lt;br /&gt;
|07-BEZEICHNUNG= Syndrom des Kindes einer diabetischen Mutter&lt;br /&gt;
|07-CODE= P70.1&lt;br /&gt;
|06-BEZEICHNUNG= Syndrom des Kindes einer Mutter mit gestationsbedingtem Diabetes mellitus&lt;br /&gt;
|05-BEZEICHNUNG= Hypoglykämie, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
|01-BEZEICHNUNG= Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen&lt;br /&gt;
|05-CODE= E16.2&lt;br /&gt;
|04-BEZEICHNUNG= Sonstige Hypoglykämie&lt;br /&gt;
|04-CODE= E16.1&lt;br /&gt;
|03-BEZEICHNUNG= Arzneimittelinduzierte Hypoglykämie ohne Koma&lt;br /&gt;
|03-CODE= E16.0&lt;br /&gt;
|02-BEZEICHNUNG= Hypoglykämisches Koma, nichtdiabetisch&lt;br /&gt;
|02-CODE= E15&lt;br /&gt;
|09-BEZEICHNUNG= Sonstige Hypoglykämie beim Neugeborenen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hypoglykämie&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;Hypoglycämie&#039;&#039;&#039; geschrieben, ([[Umgangssprache|umgangssprachlich:]] &#039;&#039;Unterzuckerung&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/patientenfragen/akutestoffwechselentgleisungen/?TextID=1608&amp;lt;/ref&amp;gt;) bezeichnet in der [[Medizin]] einen [[abnorm]] niedrigen [[Blutzucker]]spiegel (eine zu niedrige [[Glucose]]konzentration im [[Blut]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Blutzuckergrenzwerte aufgrund interindividueller Unterschiede schwer festlegbar sind, liegt in der gängigen Fachliteratur bei Blutzuckerwerten unter 50–60 mg/dl (2,77–3,3 [[Mol|mmol]]/[[Liter|l]]) auch ohne sonstige Symptome eine Unterzuckerung vor, bei erkennbaren Symptomen auch schon unter 70 mg/dl (3,9 mmol/l).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet eine Hypoglykämie ohne [[Symptom]]e („asymptomatische Hypoglykämie“) und eine mit Symptomen („symptomatische Hypoglykämie“). Bei letzterer unterscheidet man wiederum zwei Schweregrade, zum einen ob sich der Betroffene noch selbst helfen kann oder ob er auf Fremdhilfe angewiesen ist. Klassische Symptome sind je nach Dauer und Ausprägung des Zustandes beispielsweise Schweißausbrüche und Trübung des Bewusstseins über ein [[Delirium|Delir]] bis hin zum [[Koma]] (&#039;&#039;hypoglykämisches Koma&#039;&#039;, umgangssprachlich &#039;&#039;Zuckerschock&#039;&#039; oder &#039;&#039;Diabetesschock&#039;&#039; genannt). Eine unbehandelte schwere und andauernde Hypoglykämie kann tödlich enden. Sie darf nicht mit dem [[Diabetisches Koma|diabetischen Koma]] &#039;&#039;(Coma diabeticum)&#039;&#039; verwechselt werden, einer schweren Stoffwechselentgleisung mit Überzuckerung &#039;&#039;([[Hyperglykämie]])&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewisse Zellen des menschlichen Körpers, wie beispielsweise Hirnzellen, sind auf eine kontinuierliche Energiezufuhr in Form von Glucose angewiesen. Bei der Hypoglykämie sinkt der Zuckergehalt des Blutes so weit ab, dass die Funktionsfähigkeit der [[Zelle (Biologie)|Zellen]] beeinträchtigt wird. Daher treten bei stoffwechselgesunden Personen bereits bei Werten unter etwa 60&amp;amp;nbsp;mg/dl erste Kompensationsmechanismen auf, deren Ziel es ist, den Blutzuckerwert wieder zu steigern. Durch diese Kompensationsmechanismen kommt es auch bei längeren [[Hunger]]perioden nicht zu bedrohlichen Hypoglykämien.&lt;br /&gt;
Ursache einer Hypoglykämie ist in aller Regel ein relatives Übermaß an dem blutzuckersenkenden [[Hormon]] [[Insulin]] im Blut oder die Überdosierung blutzuckersenkender Medikamente, wie bestimmter [[Antidiabetikum|Antidiabetika]], wodurch die physiologischen Kompensationsmechanismen überfordert werden. Ursache einer solchen &#039;&#039;[[Hyperinsulinämie]]&#039;&#039; ist meist eine Überdosierung einer Insulin-Injektion im Rahmen der Behandlung einer Zuckerkrankheit (&#039;&#039;[[Diabetes mellitus]]&#039;&#039;). In sehr seltenen Fällen können auch insulin-produzierende Tumoren ([[Insulinom]]e) die Ursache sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Therapie der Hypoglykämie besteht aus der [[Peroral|oralen]] Gabe von Glucose. Im [[Notfallmedizin|medizinischen Notfall]] oder wenn der Patient nicht schlucken kann, muss Glucose [[intravenös]] verabreicht werden. Zur Blutzuckersteigerung kann notfallmedizinisch auch [[Intramuskuläre Injektion|intramuskulär]] oder [[subkutan]] [[Glucagon]] verabreicht werden. Langfristig ist die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels durch eine Verbesserung der [[Insulintherapie]] oder die Beseitigung anderer Ursachen (beispielsweise Entfernung eines [[Insulinom]]s) angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gängige Definition der Hypoglykämie aus dem Jahre 1983 beschreibt einen Blutzuckerspiegel unter 40 mg/dl ohne Symptome oder 50 mg/dl mit Symptomen. Ab welchem Blutzuckerspiegel Symptome auftreten, ist individuell verschieden. Auch das rasche Absenken eines erhöhten Blutzuckerspiegels begünstigt deren Auftreten. Daher wird in moderneren Definitionen die Hypoglykämie klinisch weiter in vier Stufen eingeteilt von leicht über mittel bis schwer und schwer mit medizinischer Intervention.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch&lt;br /&gt;
| BuchID=pkWVBwAAQBAJ&lt;br /&gt;
| Seite=100&lt;br /&gt;
| Linktext=Funktionelle Insulintherapie: Lehrinhalte, Praxis und Didaktik von Kinga Howorka&lt;br /&gt;
| Land=&amp;lt;DE&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Quantitative Bedeutung hat die Hypoglykämie insbesondere bei medikamentös behandelten Diabetikern. So wird geschätzt, dass von den in Großbritannien mit Sulfonylharnstoffen behandelten Typ-2-Diabetikern mehr als 5000 Patienten pro Jahr eine schwere Hypoglykämie mit Notfalleinsatz erleiden. Die Kosten der Hospitalisierung einer schweren Hypoglykämie in Großbritannien wird auf 1000 Britische Pfund pro Fall geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;S. A. Amiel, T. Dixon, R. Mann, K. Jameson: &#039;&#039;Hypoglycaemia in Type 2 diabetes.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Diabetic medicine : a journal of the British Diabetic Association.&#039;&#039; Band 25, Nummer 3, März 2008, S.&amp;amp;nbsp;245–254. [[doi:10.1111/j.1464-5491.2007.02341.x]]. PMID 18215172. {{PMC|2327221}}. (Review)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang zwischen wiederholt aufgetretenen schweren Hypoglykämien und der Entwicklung einer [[Demenz]]. Bei einer Episode einer schweren Hypoglykämie war das Risiko für die Entwicklung einer Demenz bei den beobachteten Patienten nach Auswertung der Krankenakten um 26 Prozent (HR, 1,26; 95% CI, 1,10-1,49), bei zwei um 80 Prozent (HR, 1,80; 95% CI, 1,37-2,36) und bei drei oder mehr Episoden fast um das doppelte (HR, 1,94%; 95% CI, 1,42-2,64) erhöht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid19366776&amp;quot;&amp;gt;R. A. Whitmer, A. J. Karter, K. Yaffe, C. P. Quesenberry, J. V. Selby: &#039;&#039;Hypoglycemic episodes and risk of dementia in older patients with type 2 diabetes mellitus.&#039;&#039; In: &#039;&#039;JAMA.&#039;&#039; 301, Nr. 15, April 2009, S. 1565–1572. PMID 19366776, [[doi:10.1001/jama.2009.460]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindliche Hypoglykämien nach der Entbindung stellen die quantitativ bedeutsamste Komplikation nach einer mütterlichen [[Schwangerschaftsdiabetes|diabetischen Stoffwechsellage in der Schwangerschaft]] dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/024-006l_S2k_Betreuung_von_Neugeborenen_diabetischer_Muetter_2017-10.pdf |wayback=20181108224526 |text=Betreuung von Neugeborenen diabetischer Mütter |archiv-bot=2022-11-16 16:35:51 InternetArchiveBot }}, Leitlinienregisternummer 068-002 der [[Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften]], aufgerufen am 8. November 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Als Ursache eines erniedrigten [[Blutzucker#Normalwerte|Nüchternblutzuckers]] gelten das vermehrte Absondern von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse, auch das [[Insulinom]] und allgemein der [[Hyperinsulinismus]], schwere Lebererkrankungen, bei denen die [[Gluconeogenese]] oder die Freisetzung von Glukose ins Blut ([[Glykogenspeicherkrankheit]]) eingeschränkt ist, die [[Urämie]], die mit einer Insuffizienz von [[Nebenniere]]nrinde oder [[Adenohypophyse|Hypophysenvorderlappen]] verbundene Minderung blutzuckersteigernder Hormone, die Zuckerausscheidung über die Niere und Tumoren wie beispielsweise das [[Leberzellkarzinom]]. Auch die Ausscheidung insulinähnlicher [[Peptid]]e im Rahmen einer [[Paraneoplastisches Syndrom|Paraneoplasie]] und [[Glykogenspeicherkrankheit|Glykogenosen]] können dafür verantwortlich sein. Auch bereits bei Neugeborenen, deren Mütter Diabetikerinnen sind, oder bei Kindern mit einer [[Nesidioblastose|angeborenen Hyperplasie der Inselzellen der Bauchspeicheldrüse]] kann ein erniedrigter Nüchternblutzucker auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Postprandiale Hypoglykämie]]n finden sich bei Magenentleerungsstörungen, im Anfangsstadium eines Diabetes mellitus, nach [[Magenresektion]]en, infolge von [[Erbkrankheit]]en, wie der [[Hereditäre Fruktoseintoleranz|Fruktoseintoleranz]], und reaktiv nach kurzfristiger Aufnahme hoher Mengen an Zucker oder vegetativer Labilität mit erhöhter [[Vagotonie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische äußere Ursachen für eine Hypoglykämie sind eine [[Vergiftung|überhöhte Dosis]] von Insulin oder von [[Sulfonylharnstoffe]]n sowie ein übermäßiger [[Getränk#Alkoholische Getränke|Alkoholkonsum]] ohne gleichzeitige Nahrungsaufnahme. Auch starke körperliche Anstrengung kann zur Hypoglykämie führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
=== Überblick ===&lt;br /&gt;
An der Regulation des [[Blutzucker]]spiegels sind bei gesunden Personen unterschiedliche Mechanismen beteiligt. So senkt ihn das von der [[Bauchspeicheldrüse]] ausgeschiedene [[Insulin]], indem es die Aufnahme von Traubenzucker ([[Glucose]]) in Fett- und Muskelzellen steigert. Gleichzeitig stehen dem menschlichen Körper jedoch auch Mechanismen zur Verfügung, einen erniedrigten Blutzuckerspiegel zu steigern. Ein wesentlicher davon ist das [[Glucagon]], das die [[Gluconeogenese]] anregt. Eine Hypoglykämie entsteht, wenn die blutzuckersteigernden Maßnahmen des Körpers die blutzuckersenkenden nicht kompensieren können. Im auf Glucose als Hauptenergielieferant angewiesenen [[Gehirn]] beträgt die Glucosekonzentration normalerweise 4 bis 6 [[Molarität|mM]] (5 mM entspricht 90 mg/dL), sinkt aber bei [[Fasten]] auf 2 bis 3 mM.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dwyer&amp;quot;&amp;gt;Donard Dwyer: &#039;&#039;Glucose Metabolism in the Brain.&#039;&#039; Academic Press, 2002, ISBN 978-0-12-366852-3, S.&amp;amp;nbsp;XIII.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter 1 mM treten [[Orientierung (mental)|Verwirrung]] und bei niedrigeren Werten auch [[Koma]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dwyer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann nicht nur bei [[Diabetes mellitus|Diabetikern]] auftreten, die beispielsweise zu viel [[Insulintherapie|Insulin]] bekamen, sondern auch bei stoffwechselgesunden Personen. Bei der reaktiven Hypoglykämie stimuliert eine kurzfristige hochdosierte Zuführung von Zucker die Insulinausschüttung derart intensiv, dass die Kompensationsmechanismen überfordert werden. Ein analoger Mechanismus liegt auch der Dumping-Hypoglykämie infolge einer gestörten Reservoirfunktion des Magens ([[Dumping-Syndrom]]) nach operativen Eingriffen am [[Verdauungstrakt|Magen-Darm-Trakt]] zugrunde.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Carlos: &#039;&#039;Spezielle Pathologie.&#039;&#039; Schattauer Verlag, 1996, ISBN 3-7945-1713-X, S. 314, [http://books.google.de/books?id=XTlWQV4BFhUC&amp;amp;pg=PA314&amp;amp;dq=Hypoglyk%C3%A4mie&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RJ0JVM_tLcTkPLatgOgI&amp;amp;ved=0CB4Q6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=Hypoglyk%C3%A4mie&amp;amp;f=false (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hypoglykämie bei Diabetes mellitus ===&lt;br /&gt;
Bei der Behandlung des [[Diabetes mellitus]] (Zuckerkrankheit) kann es zu Hypoglykämien kommen. Die [[Insulintherapie|Insulinverabreichung]] selbst kann bei Überdosierung, zu geringer Kohlenhydrataufnahme, nicht eingerechneter Bewegung oder versehentlicher intramuskulärer Injektion zu Hypoglykämien führen. Werden Typ-2-Diabetiker mit Insulin behandelt, so ist die Häufigkeit schwerer Hypoglykämien – abhängig vom Stadium der [[Insulinresistenz]] – nahe der von Typ-1-Diabetikern. Die Dauer der Insulinbehandlung (und damit der Krankheitsdauer) ist Hauptprädiktor für Hypoglykämien bei Typ-2-Diabetes.&amp;lt;ref&amp;gt;L. A. Donnelly, A. D. Morris, B. M. Frier, J. D. Ellis, P. T. Donnan, R. Durrant, M. M. Band, G. Reekie, G. P. Leese: &#039;&#039;Frequency and predictors of hypoglycaemia in Type 1 and insulin-treated Type 2 diabetes: a population-based study.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Diabetic medicine : a journal of the British Diabetic Association.&#039;&#039; Band 22, Nummer 6, Juni 2005, S.&amp;amp;nbsp;749–755. [[doi:10.1111/j.1464-5491.2005.01501.x]]. PMID 15910627.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine fehlerhafte Wahrnehmung der Hypoglykämie tritt typischerweise bei Typ-1-Diabetikern mit langer Krankheitsdauer auf. Zwei Mechanismen spielen dabei eine Rolle:&lt;br /&gt;
* Im Laufe der Erkrankung kommt es neben dem Insulinmangel auch zum Erliegen der hormonellen Gegenspieler wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Glucagon]].&lt;br /&gt;
* Wenn dann der Diabetiker, z.&amp;amp;nbsp;B. aus Furcht vor Folgeschäden, seinen Blutzucker immer nahe-hypoglykämisch hält, trainiert er seinen Körper regelrecht auf tiefe Blutzuckerwerte. Dann kann es dazu kommen, dass adrenerge (durch Adrenalin bewirkte) Symptome nicht mehr bemerkt werden und relativ schlagartig bei Blutzuckerwerten von ca. 27&amp;amp;nbsp;mg/dl (1,5&amp;amp;nbsp;mmol/l) die Bewusstlosigkeit eintritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Wirkstoffe aus der Gruppe der [[Sulfonylharnstoffe]] (insbesondere [[Glibenclamid]] und [[Glimepirid]]) können zur Unterzuckerung führen. Auch hier gilt, dass mit der Zahl der in engem zeitlichen Abstand erlebten Unterzuckerungen die Wahrnehmungsschwelle für diese sinkt. Damit werden unbemerkte, aber lebensbedrohliche Hypoglykämien möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;S. A. Amiel, T. Dixon, R. Mann, K. Jameson: &#039;&#039;Hypoglycaemia in Type 2 diabetes.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Diabetic medicine : a journal of the British Diabetic Association.&#039;&#039; Band 25, Nummer 3, März 2008, S.&amp;amp;nbsp;245–254. [[doi:10.1111/j.1464-5491.2007.02341.x]]. PMID 18215172. {{PMC|2327221}}. (Review)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypoglykämiefrequenz bei Typ-2-Diabetikern ist unterschätzt, da die meisten Patienten mittleren bis höheren Alters sind und bei älteren Personen [[Kognition|kognitive]] Störungen meist Teil der Symptome sind. Das klinisch wesentliche Problem ist jedoch, dass diese Unterzuckerungen oft über Stunden bis Tage anhalten können.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Björn Lemmer]], Kay Brune: &#039;&#039;Pharmakolotherapie – Klinische Pharmakologie.&#039;&#039; 13. Auflage. Heidelberg 2007, S. 388f, S. 392f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Ursachen ===&lt;br /&gt;
Auch Personen ohne Diabetes mellitus können Hypoglykämien bekommen: bei starker körperlicher Betätigung (etwa durch Sport; &#039;&#039;siehe [[Hungerast]]&#039;&#039;), hoher Stressbelastung und bei Mahlzeiten, die sehr starke Insulinausschüttungen veranlassen (hoher [[glykämischer Index]]). Differentialdiagnostisch sollte man auch an eine Malabsorption (d.&amp;amp;nbsp;h. mangelnde Aufnahme) von Kohlenhydraten und Nährstoffen denken. Dies kann insbesondere mit einer (mitunter jahrelang unerkannt gebliebenen) Glutenunverträglichkeit ([[Zöliakie]]) zusammenhängen, bei der die [[Dünndarm]]schleimhaut im Rahmen einer [[Autoimmunreaktion]] durch eine Aufnahme von [[Gluten]] (enthalten v.&amp;amp;nbsp;a. in Weizen, Gerste, Dinkel und Roggen und in vielen Fertiggerichten sowie Fleischereiwaren) so stark geschädigt wird, dass Kohlenhydrate und Nährstoffe nicht in ausreichendem Maße verwertet werden können (&#039;&#039;Siehe auch&#039;&#039; [[Postprandiale Hypoglykämie|postprandiale]] Hypoglykämie, früher auch als funktionelle oder reaktive Hypoglykämie bezeichnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medikamente wie [[Salicylsäure]] und ihre Derivate können durch Störung der körpereigenen Zuckermobilisierung aus der Leber eine Hypoglykämie verursachen. Das gegen [[Leishmaniose]] verwendete Medikament [[Pentamidin]] wirkt direkt toxisch auf die insulinproduzierenden Zellen und kann durch deren Zerstörung eine körpereigene Insulinfreisetzung mit Unterzuckerung hervorrufen. [[Chinin]]e und [[Sulfonamide|Sulfonamid-Antibiotika]] fördern ebenso die Insulinausschüttung. Ebenso werden [[Chinolon-Antibiotika]] und der heute nur noch selten verwendete [[Betablocker]] [[Propranolol]] mit Hypoglykämien in Verbindung gebracht. Betablocker können durch ihre Wirkung auf periphere [[Beta-Adrenozeptoren|Beta-Rezeptoren]] die Warnsignale einer Unterzuckerung maskieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In sehr seltenen Fällen können eine [[Nebennierenrindeninsuffizienz]] durch Ausfall des Nebennierenrindenhormons [[Cortisol]], eine Schilddrüsenhormonstörung oder eine Erkrankung der Hirnanhangdrüse zu Unterzuckerungen führen. Ebenfalls selten ist ein [[Insulinom]], ein insulinproduzierender Tumor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.diabetes-world.net/Portal-fuer-Patienten-und-Interessierte/Diabetes-erkennen/Hypoglykaemie.htm?ID=2890 |text=Unterzucker bei Nicht-Diabetikern |wayback=20101229135307}} Auf: &#039;&#039;Diabetes-World.Net&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Hypoglykämie kann nach Konsum von [[Ethanol|Alkohol]] entstehen, da Alkohol die [[Gluconeogenese]] (Neubildung von Zucker) in der Leber hemmt und dem Körper so die Möglichkeit zur Gegenregulation fehlt. Alkohol stört auch die Hypoglykämiewahrnehmung und die entsprechenden kognitiven Funktionen. Zur Vermeidung von Unterzuckerungen sollte der in alkoholischen Getränken enthaltene Kohlenhydratanteil bei der Insulindosierung nicht berücksichtigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip E. Cryer: &#039;&#039;Hypoglycemia.&#039;&#039; In: Anthony Fauci u. a. (Hrsg.): &#039;&#039;Harrison&#039;s Principles of Internal Medicine.&#039;&#039; 17. Auflage. New York 2008, S. 2306ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Nicht-Diabetikern kann es bei chronischer [[Unterernährung]] z.&amp;amp;nbsp;B. im Rahmen eines fortgesetzten [[Alkoholabusus]] zu einem mangelnden Glucoseeinbau in die Leber und dadurch zu Unterzuckerungen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Beginn einer Unterzuckerung veranlasst das Gehirn einen erhöhten [[Adrenalin]]ausstoß, da die Freisetzung von Adrenalin zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt ([[Sympathikus]]aktivität). Gleichzeitig wird die Leber zu einer erhöhten Freisetzung von Glucose aus [[Glycogen]] (der Speicherform der Glucose) angeregt, und die [[Bauchspeicheldrüse]] stellt die Produktion von Insulin ein; im Gegenzug wird die Freisetzung von [[Glucagon]] erhöht. In der Regel reichen die körpereigenen Regulierungsmaßnahmen aus, um einer Unterzuckerung vorzubeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Unterversorgung des Gehirns mit Glucose sind neurologische Ausfälle die ersten Anzeichen einer akuten Unterzuckerung. Miteinhergehend können Wesensveränderungen, auch Aggressivität, sein. Im Stadium einer tiefen Unterzuckerung tritt die [[Bewusstlosigkeit]] mit den entsprechenden Gefahren ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sympatho-adrenerge Aktivierung während einer Hypoglykämie ist hauptverantwortlich für abnorme kardiale Repolarisation. Bei hohem Adrenalinspiegel durch akute Hypoglykämie gibt es intensive Effekte auf das kardiovaskuläre System. Es kommt zu erhöhter Herzfrequenz, erhöhtem systolischen und erniedrigtem diastolischen Blutdruck. Dadurch kann eine bestehende Herzinsuffizienz verschlechtert werden. Das Risiko einer kardialen Ischämie durch eine Hypoglykämie ist statistisch signifikant erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hypoglycaemia factitia]] ist ein Krankheitsbild, bei dem es durch gezielte Selbstverabreichung von blutzuckersenkenden Mitteln zu einem gewollten Absenken des Blutzuckers kommt. Sie stellt eine wichtige Differentialdiagnose bei allen Hypoglykämien dar, die bei Diabetikern und Nicht-Diabetikern auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hypoglykämie bei Neugeborenen ===&lt;br /&gt;
Neugeborene von unzureichend eingestellten [[Schwangerschaftsdiabetes|diabetischen Müttern]] neigen zu Unterzuckerungen nach der Geburt. Die Ursache ist der hohe Glukosespiegel im Blut der Mutter. Die Glukose gelangt über die [[Plazenta]] zum Fetus. Als Reaktion des Überangebotes bildet die Bauchspeicheldrüse des Feten übermäßig viel Insulin. Nach der Entbindung fällt zwar die Glukose der Mutter weg, aber die Zellen der kindlichen Bauchspeicheldrüse haben sich noch nicht umgestellt und produzieren weiterhin mehr Insulin als nötig. Dies führt dazu, dass die im Blut vorhandene Glukose rascher aufgebraucht wird, es kommt zur Unterzuckerung des Neugeborenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Erscheinungen ==&lt;br /&gt;
Erniedrigte Blutzuckerwerte müssen auch unter 50&amp;amp;nbsp;mg/dl nicht per se zum Auftreten von Beschwerden führen. Bei Diabetikern können sie dagegen auch bereits bei höheren Werten auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Symptome sind [[Heißhunger]], [[Übelkeit]], [[Erbrechen]] und [[Unwohlsein und Ermüdung|Schwäche]] bzw. [[Asthenie]] ([[Parasympathikus|parasympathische]] Reaktionen), [[Nervosität]] und Unruhe, [[Schweiß|Schwitzen]], [[Tachykardie]], [[Tremor|Zittern]], [[Mydriasis]] und [[Bluthochdruck]] ([[Sympathikus|sympathische]] Reaktionen) sowie Symptome, die auf eine Beeinflussung des [[Zentralnervensystem]]s durch die Hypoglykämie zurückgeführt werden, wie [[Kopfschmerz]], [[Verstimmung (Medizin)|Verstimmung]], Persönlichkeitsveränderungen, „Reizbarkeit“, Konzentrationsschwäche, Verlangsamung, Verwirrtheit, [[Angst]], (muskuläre) Koordinationsstörungen, primitive Automatismen (beispielsweise Grimassieren, Greifen und Schmatzen) sowie fokale Zeichen (beispielsweise Doppelbilder und andere Sehstörungen, [[Epileptischer Anfall|Krampfanfälle]], [[Hemiplegie|halbseitige Lähmungen]], [[Aphasie|Sprachstörungen]] und [[Somnolenz|Schläfrigkeit]]). Ihre maximale Ausprägung erreichen die Symptome der Hypoglykämie beim hypoglykämischen [[Schock (Medizin)|Schock]], der mit zentralen Atem- und Kreislaufstörungen von Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod einhergeht. In der [[Notfallmedizin]] sollte bei unklaren [[Neurologie|neurologischen]] oder [[Psychiatrie|psychiatrischen]] Auffälligkeiten grundsätzlich eine Hypoglykämie ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypoglykämien unter einer Therapie sind ein Hauptfaktor für Lebensqualität und Lebenserwartung von Diabetespatienten. Die schwere Hypoglykämie ist mit 88 % der häufigste Notfall unter diabetischen Akutkomplikationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholte schwere Hypoglykämien haben in einer retrospektiven [[Kohortenstudie|Beobachtungsstudie]] bei Typ-2-Diabetikern ein erhöhtes Risiko für die spätere Entwicklung einer [[Demenz]] gezeigt. Bei einer schweren Hypoglykämie erhöhte sich die Demenzrate bei den beobachteten Patienten nach Auswertung der Krankenakten um 26 Prozent, bei zwei Episoden um 80 Prozent und bei drei Hypoglykämien verdoppelt sich die Demenzrate fast.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid19366776&amp;quot; /&amp;gt; Bei langer Krankheitsdauer, insbesondere beim Typ-2-Diabetes mit den häufigen Begleiterkrankungen wie [[Hypertonie]] und [[Koronare Herzkrankheit|koronarer Herzerkrankung]], erhöhen Hypoglykämien das Risiko von lebensbedrohlichen Komplikationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aerzteblatt.de/pdf/106/27/a1406.pdf &#039;&#039;Ist Hyperglykämie oder Hypoglykämie risikoreicher?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Jg. 106, Heft 27, 3. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypoglykämie-Wahrnehmung des Typ-2-Diabetikers ist in der Frühphase der Erkrankung meist eine Fehlwahrnehmung. Da zu Beginn des Diabetes mellitus oder bei unzureichender Stoffwechseleinstellung der Körper an erhöhte Blutzuckerwerte gewöhnt ist, werden selbst hoch-normale Werte von 90 oder 120&amp;amp;nbsp;mg/dl als Hypoglykämie gespürt.&lt;br /&gt;
In der weiteren Krankheitsphase kommt es aufgrund der erhaltenen Gegenregulation und insbesondere aufgrund der Insulinresistenz nur selten zu Hypoglykämien.&lt;br /&gt;
Erst in der späten Phase des Typ-2-Diabetes kann es bei Ausfall der Insulin-Eigenproduktion sowie auch der allgemeinen Zunahme der Begleiterkrankungen zu Symptomen wie beim Typ-1-Diabetiker kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asymptomatisch]]e Hypoglykämien können beim Typ-2-[[Diabetes mellitus|Diabetiker]] bei höheren Schwellenwerten auch mehr bestätigt werden (z.&amp;amp;nbsp;B. von 30,7 % bei Schwelle &amp;lt;&amp;amp;nbsp;3,1&amp;amp;nbsp;mmol/l auf 61,7 % bei Schwelle &amp;lt;&amp;amp;nbsp;3,9&amp;amp;nbsp;mmol/l (70&amp;amp;nbsp;mg/dl)). Zu berücksichtigen ist ein Verlust der Warnzeichen&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Frercks: &#039;&#039;Stoffwechsel und Endokrinologie.&#039;&#039; In: Jörg Braun, Roland Preuss (Hrsg.): &#039;&#039;Klinikleitfaden Intensivmedizin.&#039;&#039; 9. Auflage. Elsevier, München 2016, ISBN 978-3-437-23763-8, S. 521–538, hier: S. 525 f. (&#039;&#039;Hypoglykämischer Schock&#039;&#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; für eine Hypoglykämie bei Vorliegen einer [[Neuropathie#Autonome Neuropathie|autonomen Neuropathie]].&lt;br /&gt;
* Gegenregulatorische Hormone werden vom Typ-2-Diabetiker schon bei höheren Glucosewerten ausgeschüttet als bei vergleichbaren Typ-1-Diabetikern (z.&amp;amp;nbsp;B. ACTH schon bei 3,7&amp;amp;nbsp;mmol/l = 67&amp;amp;nbsp;mg/dl), ohne dass die Symptomatik verstärkt ist.&lt;br /&gt;
* Die Ausschüttung gegenregulatorischer Hormone auf eine Hypoglykämie erfolgt bei gut eingestellten Typ-2-Diabetikern schon bei normalen Glucosewerten (z.&amp;amp;nbsp;B. Epinephrin bei 68&amp;amp;nbsp;mg/dl = 3,8&amp;amp;nbsp;mmol/l).&lt;br /&gt;
* Der Typ-2-Diabetiker unterliegt schon einer Gegenregulation, bevor eine Symptomatik einsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als akute Symptome der neonatalen Unterzuckerung sind [[Tremor]], [[Irritabilität]], [[Lethargie]], [[Atemstillstand]], Trinkschwäche, muskuläre [[Hypotonie]], [[Hypothermie]], schrilles Schreien und zerebrale Krampfanfälle beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungsmethoden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Glucose meters.jpg|mini|Unterschiedliche, für Schnelltests geeignete Blutzuckermessgeräte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Blutzucker#Messmethoden|Messung des Blutzuckers]] erfolgt apparativ in der Regel aus kapillarem oder venösem Blut. Die Angabe der Höhe des Blutzuckerspiegel erfolgt von den Geräten in der Einheit mg/dl (Milligramm pro Deziliter) oder in mmol/l ([[Millimol]] pro Liter), wobei 10 mg/dl etwa 0,555 mmol/l entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben einer exakten laborchemisch quantitativen Analyse (beispielsweise mittels der Hagedorn-Jensen-Methode) im Regelfall, sind insbesondere in [[Notfallmedizin|Notfallsituationen]], aber auch zur Selbstkontrolle möglichst genaue Erfassungen der Größenordnung einer Hypoglykämie wichtig (semiquantitative Analyse). Dazu sind Schnelltests geeignet, bei denen das Blut auf einen Teststreifen gegeben wird und dort zu einer Verfärbung führt. Diese Verfärbungen werden dann optisch mittels eines [[Blutzuckermessgerät]]es ausgelesen. Es gibt auch Teststreifen, die ohne Hilfsmittel, also mit bloßem Auge eine sinnvolle Abschätzung zulassen. Im Blut verbrauchen typischerweise [[Erythrozyt|rote Blutkörperchen]] Glukose. Daher können Messwerte, die aus Proben gewonnen wurden, die bereits längere Zeit ungeeignet gelagert waren, falsch niedrige Werte aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet sich eine Hypoglykämie bei Nichtdiabetikern, so bedarf dies weiterer Abklärung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Durch Zuführung von Kohlenhydraten (insbesondere Traubenzucker) kann eine akute Hypoglykämie kurzfristig beendet werden. Dies kann bei einem Patienten, der bei Bewusstsein ist, bei leichter Hypoglykämie durch Gabe von 10 bis 20 Gramm Traubenzucker, zuckerhaltigen Getränken (1 Glas Apfel- oder Orangensaft oder Cola), gefolgt von langsam resorbierbaren Kohlenhydraten (etwa 1 bis 2 KE Brot) oder entsprechender Nahrung geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist Bewusstlosigkeit jedoch bereits eingetreten, darf oral keine Flüssigkeit oder Nahrung zugeführt werden, da aufgrund aussetzender Schluckreflexe beim bewusstseinsgetrübten Patienten die Gefahr einer [[Aspiration (Medizin)|Aspiration]] besteht. Bei schwerer Hypoglykämie spritzt ein Arzt oder Mitarbeiter des Rettungsdienstes deshalb Glukose direkt [[intravenös]], zunächst etwa 20 bis 40 ml 40%ige Glukose, bei bewusstlosen Patienten kann auch Glucagon (0,5 bis 1 mg) intravenös, subkutan oder intramuskulär zum Einsatz kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch kann eine eingewiesene Hilfsperson bei bewusstlosen Patienten eine Dosis Glukagon intramuskulär verabreichen. Glukagon erhöht den Blutzucker, indem Glukose aus den körpereigenen Glykogenspeichern freigesetzt wird. Glukagon wirkt jedoch nicht nach Erschöpfung des Glykogenspeichers, zum Beispiel nach Alkoholkonsum. Nach Erwachen wird Glukose oral gegeben (s.&amp;amp;nbsp;o.), dabei sind mindestens 15&amp;amp;nbsp;g Glukose notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall ist in einer solchen Situation das Absetzen eines [[Notruf]]s bzw. die Verständigung von Arzt oder Rettungsdienst zwingend notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dem wachen&amp;lt;!-- erwachsenen und normalgewichtigen? --&amp;gt; Patienten 2 bis 4 Täfelchen (entspricht 1 bis 2 BE) Traubenzucker oder die entsprechende Menge eines handelsüblichen Präparates zu essen bzw. 200 bis 400 ml Fruchtsaft oder entsprechend andere kohlenhydrathaltige Getränke zu trinken geben&lt;br /&gt;
* Ist die Person bewusstseinsgetrübt, keinen Traubenzucker in den Mund legen (Aspirationsgefahr)&lt;br /&gt;
* [[Arzt]] oder [[Rettungsdienst#Rettungsdienst in Europa|Rettungsdienst]] verständigen&lt;br /&gt;
* Glucose [[intravenös]] (i. v.) (nur von medizinischem Fachpersonal)&lt;br /&gt;
* [[Glucagon]] ins Unterhautfettgewebe oder intramuskulär spritzen (bei bekannten Diabetikern von eingewiesenen Personen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Eintreffen des Arztes:&lt;br /&gt;
* Kontrolle des [[Blutzucker]]messwerts (BZ) mit einem [[Blutzucker-Messgerät]], allerdings steigt der Blutzucker nur relativ langsam an und korreliert nicht direkt mit der spürbaren Erholung des Patienten&lt;br /&gt;
* Wachheit, Atmung und Kreislauf überprüfen ([[Vitalfunktion|Vitalzeichen]])&lt;br /&gt;
* Ist der Patient ansprechbar: bei Bedarf Traubenzucker oder Ähnliches &#039;&#039;(siehe oben)&#039;&#039; geben&lt;br /&gt;
* Wird der Patient [[Bewusstseinsstörung#Formen|bewusstlos]], den Patienten in die [[stabile Seitenlage]] bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Neugeborenen genügt meist eine Nahrungszufuhr (Anlegen an die Brust, Füttern abgepumpter Muttermilch, hydrolysierte Formula- oder Maltodextrin-Lösung, gegebenenfalls auch über eine Magensonde).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prädiktion und Prävention ==&lt;br /&gt;
=== Neuere Hilfsmittel ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Die [[Kontinuierlich messender Glucosesensor|kontinuierliche Glucosemessung]] (rtCGM) hat es ermöglicht, dem Nutzer durch Anzeige des Glucose-Trends (zeitlicher Gradient) zusätzliche Informationen zu geben hinsichtlich der Entstehung einer Hypoglykämie. Dies ist insbesondere der Trend, also der zeitliche Gradient in welche Richtung sich der Blutzucker entwickelt. Auf CGM basierende Systeme bzw. [[Algorithmus|Algorithmen]] lassen sich unterteilen in solche, die die Insulinzufuhr unterbrechen, und solche, welche einen Alarm generieren, der den Nutzer ggf. veranlasst, schnell wirksame Kohlenhydrate zu sich zu nehmen und damit Prävention zu betreiben. Dabei ist wiederum zu unterscheiden in einfache Grenzwert-Überschreitung und [[Prädiktion]]. Ersteres benachrichtigt den Nutzer beim Überschreiten einer kritisch-niedrigen Glucosekonzentrations-Schwelle (z.&amp;amp;nbsp;B. 90 mg/dl), während das letztere ein Hypo-Risiko vorhersagt, damit der Nutzer ggf. vorausschauend schnell-wirksame Kohlenhydrate zu sich nehmen kann, um die Hypoglykämie zu vermeiden. Diese Systeme verlangen i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R ein Modell des Patienten, um solche Prädiktionen digital auszuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bolinder J et al. |Titel=Novel glucose-sensing technology and hypoglycaemia in&lt;br /&gt;
type 1 diabetes: a multicentre, non-masked, randomised&lt;br /&gt;
controlled trial |Sammelwerk=Lancet |Band=388 |Datum=2016 |DOI=10.1016/S0140-6736(16)31535-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während tagsüber der Prädiktionshorizont (Vorhersagezeitraum) klein sein kann (meist 30 min), so sind nächtens längere Vorhersage-Zeiträume erforderlich (mehrere Stunden), da eine Aktion sinnvollerweise vor dem Einschlafen erfolgen sollte. Es hat sich nämlich gezeigt, dass falsche Alarme, die den Nutzer aufwecken, seine Bereitschaft herabsetzen, ein solches Gerät zu tragen. Während des Nachtschlafes sind beeinflussende Faktoren wie körperliche Aktivität oder Mahlzeiten mit Insulingabe weniger üblich, wodurch sich die Vorhersage erleichtert. Grundsätzlich gilt wie überall: längerer Prädiktionshorizont bedeutet schlechtere Vorhersage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studien ===&lt;br /&gt;
Mittels Studien lassen sich [[Beurteilung eines binären Klassifikators|Trefferquoten]] (richtig erkannte Hypoglykämien) und auch Fehlalarme (falsch Positive) ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abschaltung der kontinuierlichen Insulinzufuhr mittels einer Pumpe erfordert längere Vorhersagezeiträume mit unsicherer Prädiktion, da das Sistieren der Insulinwirkung zeitlich verzögerter abläuft als die Aufnahme von schnell wirksamen Kohlenhydraten. Laut einer [[Metaanalyse]] konnten mit dieser Methode nächtliche Unterzuckerungen um durchschnittlich 8,8 % reduziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chen E. et al.: &#039;&#039;A Review of Predictive Low Glucose Suspend and Its Effectiveness in Preventing Nocturnal Hypoglycemia.&#039;&#039; Diabetes Technol Ther. 2019 10:602-609. [[doi: 10.1089/dia.2019.0119]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Erstellung eines individuellen Patienten-Modells aus historischen CGM-Daten lassen sich in einem Vorhersagezeitraum von 40 Minuten 85 % (richtig Positive) der drohenden Hypoglykämien vorhersagen, wobei gleichzeitig Raten von falsch positiven (Fehlalarme) von unter 0,4 % bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Ch. Toffanin et al.: &#039;&#039;Hypoglycemia Prevention via Personalized Glucose-Insulin Models Identified in Free-Living Conditions&#039;&#039;. Journal of Diabetes Science and Technology 2019 [[doi:10.1177/1932296819880864]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Detektionsraten bedeuten allerdings noch keine klinisch bewiesene Reduktion von Hypoglykämien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei nächtlichen Hypoglykämien konnte vor dem Einschlafen mit einer Rate von 75 % eine Hypoglykämie während der Nacht (im Mittel nach 3,5 Std.) vorhergesagt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;M.H.Jensen et al.: &#039;&#039;Prediction of Nocturnal Hypoglycemia From Continuous Glucose Monitoring Data in People With Type 1 Diabetes: A Proof-of-Concept Study.&#039;&#039; Journal of Diabetes Science and Technology 2019, [[doi:10.1177/1932296819868727]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Typ-2-Diabetes konnte gezeigt werden, dass aus diskontinuierlichen Selbstkontroll-Messungen mithilfe von [[Maschinelles Lernen|maschinellem Lernen]] Hypoglykämien bei einem Vorhersagezeitraum von 24 Stunden mit einer Trefferquote von 92 % (Richtig Positive, Sensitivität) und einer Quote von Fehlalarmen (1-Spezifität) von weniger als 30 % vorhergesagt werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;B. Sudharsan et al.: &#039;&#039;Hypoglycemia Prediction Using Machine Learning Models for Patients With Type 2 Diabetes&#039;&#039;; Journal of Diabetes Science and Technology 2015, 9: S. 86; [[DOI:10.1177/1932296814554260]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine systematische Übersichtsarbeit zeigte Grenzen der kontinuierlichen Glucosemessung zur Hypoglykämieprädiktion auf: Es fand sich im Mittel eine Sensitivität von 69,3 % und eine Spezifität of 93,3 %, was etwa 17 falsch-positive Alarme und etwa 32 falsch-negative Messungen pro Jahr implizieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;N. Lindner et al.: &#039;&#039;Non-invasive and minimally invasive glucose monitoring devices: a systematic review and meta-analysis on diagnostic accuracy of hypoglycaemia detection.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Systematic Reviews.&#039;&#039; 2021. {{DOI|10.1186/s13643-021-01644-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* S. A. Amiel, T. Dixon, R. Mannt, K. Jameson: &#039;&#039;Hypoglycaemia in Type 2 diabetes.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Diabetic Medicine.&#039;&#039; 25, 2008, {{ISSN|0742-3071}}, S. 245–254.&lt;br /&gt;
* Richard Daikeler, Götz Use, Sylke Waibel: &#039;&#039;Diabetes. Evidenzbasierte Diagnosik und Therapie.&#039;&#039; 10. Auflage. Kitteltaschenbuch, Sinsheim 2015, ISBN 978-3-00-050903-2, S. 108.&lt;br /&gt;
* Mehnert, Standl, Usadel, Häring (Hrsg.): &#039;&#039;Diabetologie in Klinik und Praxis.&#039;&#039; 5. Auflage. Thieme, Stuttgart 2003, ISBN 3-13-512805-9.&lt;br /&gt;
* Silbernagl, Lang: &#039;&#039;Taschenatlas der Pathophysiologie.&#039;&#039; Thieme, Stuttgart 1998, ISBN 3-13-102191-8.&lt;br /&gt;
* Lothar Thomas: &#039;&#039;Labor und Diagnose. Indikation und Bewertung von Laborbefunden für die medizinische Diagnostik.&#039;&#039; 7. Auflage. TH-Books Verlags-Gesellschaft, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-9805215-6-7.&lt;br /&gt;
* R. A. Whitmer u. a.: &#039;&#039;Hypoglycemic episodes and risk of dementia in older patients with type 2 diabetes mellitus.&#039;&#039; In: &#039;&#039;JAMA.&#039;&#039; 301 (2009), S. 1565–1572.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/leitlinien.html &#039;&#039;Leitlinien DDG&#039;&#039;] Webseite der Deutschen Diabetes-Gesellschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hypoglykamie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Notfallmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Diabetologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.82.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pflanzenjauche&amp;diff=427002</id>
		<title>Pflanzenjauche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pflanzenjauche&amp;diff=427002"/>
		<updated>2025-05-22T17:24:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: Beziehung nennen. (Dann brabbelt man sich auch seltener einen zurecht.)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Seau de purin d’ortie.jpg|mini|Die Brennnesseljauche ist ein [[Dünger]] und [[Pflanzenstärkungsmittel]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pflanzenjauchen&#039;&#039;&#039; sind [[Fermentation|fermentierte]] Pflanzenauszüge. Sie werden überwiegend von Hobbygärtnern verwendet; vor allem als [[Düngemittel]], aber auch als natürliche [[Pflanzenstärkungsmittel]] im Rahmen des [[Biologischer Pflanzenschutz|biologischen Pflanzenschutzes]]. [[Jauche]]n aus [[Brennnessel]], [[Beinwell]], [[Ackerschachtelhalm]], [[Knoblauch]] oder [[Zwiebel]]n werden als [[Dünger]] mit möglicherweise kräftigender Wirkung, vorbeugend gegen und bei Befall durch [[Pilzkrankheit]]en als [[Fungizid]] verwendet. Pflanzenjauchen haben einen hohen Gehalt an Stickstoff und Kalium. Damit eignen sie sich besonders gut für [[Starkzehrer|stark zehrende Pflanzen]] wie zum Beispiel [[Tomate]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Man setzt 1 kg frische, grob geschnittene Kräuter in 10 Liter Wasser an, am besten in Fässern aus Holz, Steingut oder [[Polyethylen]]. Man kann auch fertig getrocknete Kräuter oder Trockenmischungen kaufen, hier genügen 150 bis 200&amp;amp;nbsp;Gramm auf 10 Liter Wasser.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Fass wird an einem sonnigen, warmen Platz aufgestellt und mit einem Gitterrost abgedeckt. Nun muss die Jauche ein bis zwei Wochen lang durchgären, damit die Pflanzenwirkstoffe, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kieselsäure]], freigesetzt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die unvermeidliche Geruchsentwicklung kann durch Zugabe von [[Gesteinsmehl]] beim täglichen Umrühren in Grenzen gehalten werden.&lt;br /&gt;
Die Jauche ist fertig, wenn sie nicht mehr schäumt und eine dunkle Farbe angenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vraie purin d&#039;ortie 5.jpg|mini|Die [[commons:Liquid plant manure#Petiot method|Petiot-Methode]] sieht Luftabschluss vor.]]&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den traditionellen Rezepten, die die offene Gärung an der Luft vorsehen, ist es nach Éric Petiot entscheidend, auf strikten Luftabschluss zu achten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zersetzung von Biomasse in Wasser ==&lt;br /&gt;
Die Herstellung von Pflanzenjauche ist im Prinzip eine Zersetzung von toter [[Biomasse]] in Wasser. Dabei wird der gebundene [[Stickstoff]] durch [[Destruent]]en zu [[Ammoniak]] (NH&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) umgewandelt. Unter aeroben Verhältnissen oxidieren [[aerob]]e Bakterien das freigesetzte Ammoniak bei der Nitrifikation zu [[Nitrit]] (NO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;) und weiter zu [[Nitrat]] (NO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wasser setzt sich Ammoniak mit Wasser zu [[Ammonium]]-Ionen (NH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;) um, wodurch OH-Ionen entstehen und deshalb der pH-Wert ansteigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{\ NH_3 + H_2O \longrightarrow \ NH_4^+ + OH^-}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brennnesseljauche liegt der Großteil des Stickstoffs in Form von Ammonium-Ionen vor, mit einer Gesamtstickstoffkonzentration von unverdünnt 30–40 [[Millimol|mM]] (=~0,04–0,06 % Stickstoffgehalt).&amp;lt;ref&amp;gt;Peterson &amp;amp; Jensén (1985) Effects of Nettle Water on Growth and Mineral Nutrition of Plants. I. Composition and Properties of Nettle Water. Biological Agriculture &amp;amp; Horticulture: An International Journal for Sustainable Production Systems, 2, 303–314. [[doi:10.1080/01448765.1985.9754444]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der hohe pH-Wert der Jauche führt außerdem zu einer effizienteren Aufnahme von Ammonium-Ionen als aus einer normalen Nährstofflösung, wodurch das Wachstum zusätzlich gefördert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Peterson &amp;amp; Jensén (1988) Uptake and transport of N, P and K in tomato supplied with nettle water and nutrient solution. Plant and Soil, 107, 189–196. [[doi:10.1007/BF02370546]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Liegen [[anaerob]]e Verhältnisse vor (zum Beispiel durch die Sauerstoffzehrung aerober und fakultativ anaerober Mikroorganismen), können bestimmte anaerobe Bakterien Nitrat über Nitrit zu Ammonium reduzieren. Dieser Vorgang wird als &#039;&#039;Nitratammonifikation&#039;&#039; bezeichnet. Andere Bakterien wandeln Nitrat bei der [[Denitrifikation]] zu Stickstoff (N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) um, indem sie es für ihren oxidativen Energiestoffwechsel als [[Oxidans]] verwenden. Das entstandene N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; wird freigesetzt und gelangt dadurch in die Atmosphäre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guderian2000&amp;quot;&amp;gt;[[Robert Guderian]]: &#039;&#039;Aquatische Systeme, Band 1&#039;&#039; Springer Verlag 2000, ISBN 978-3-540-66187-0, S. 19ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Die Jauche wird abgesiebt und mit Wasser 1:10 verdünnt, um eine optimale Düngewirkung zu erzielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peterson &amp;amp; Jensén (1986): Effects of Nettle Water on Growth and Mineral Nutrition of Plants. II. Pot- and Water-Culture Experiments. Biological Agriculture &amp;amp; Horticulture: An International Journal for Sustainable Production Systems, 4, 7–18. [[doi:10.1080/01448765.1986.9754482]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Alternativ kann man die Pflanzen vorbeugend gegen Schädlinge auf der Ober- und Unterseite der Blätter besprühen. Als natürlicher und günstiger Dünger eignet sich Pflanzenjauche zum Beispiel für Gemüsepflanzen während der Vegetationszeit. Allerdings sollte beim Anbringen der Jauche darauf geachtet werden, dass diese die Blätter und Stängel leicht verbrennen kann. Daher wird die Jauche vorzugsweise an trüben Tagen oder in der Dämmerung direkt auf den Wurzelbereich der Pflanzen aufgebracht, am besten auf bereits feuchte Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den verschiedenen Stärkungsmitteln werden unterschiedliche Wirkungen zugesprochen: Jauche aus Ackerschachtelhalm soll so gegen Mehltau und andere Pilzerkrankungen der Pflanzen helfen sowie gegen Läuse und Spinnmilben. Jauche aus Brennnesseln wird ebenfalls gegen Blattläuse, Spinnmilben und Pilzerkrankungen eingesetzt und gilt darüber hinaus als natürlicher Dünger. [[Wermutjauche]] wird gegen Ameisen (und indirekt gegen Läuse) eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Literaturauswertung der französischen Nationalen Gartenbaugesellschaft (SNHF) konnten Anwendungen im Pflanzenschutz erst ab Ende der 1990er Jahre belegen und keine wissenschaftlichen Belege für entsprechende Wirkungen finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SNHF2012&amp;quot;&amp;gt;[https://www.jardiner-autrement.fr/wp-content/uploads/2016/12/purin-ortie-bd.pdf Protection des plantes, tradition et macération d’ortie] (PDF; 2,4&amp;amp;nbsp;MB), auf jardiner-autrement.fr&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen zeigten zum Beispiel Shazdeahmadi 2021 gute Wirksamkeit für einen Brennnessel-Blattextrakt gegen [[Myzus nicotianae]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brudea2007&amp;quot;&amp;gt;https://plant.varamin.iau.ir/article_684286_86fa9272ab577848c6efff5148a62e68.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Brudea 2007 gute Wirksamkeiten für wässrige Auszüge von [[Aristolochia clematidis]], [[Artemisia absinthium]], [[Urtica dioica|U. dioica]], [[Sambucus ebulus]] und [[Tanacetum vulgare]] gegen [[Aphis spiraephaga]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://uaiasi.ro/revagrois/PDF/2009_1_613.pdf The efficacy of some biopesticides and vegetal metabolites in the control of spireas aphid aphis spiraephaga (o. homoptera - f. aphididae)] (PDF), auf uaiasi.ro&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ahmadi et al. für alkoholische Nesselauszüge gegen [[Schizaphis graminum]], [[Aphis fabae]] und [[Aphis craccivora]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ahmadi et al. 2022&amp;quot;&amp;gt;https://jer.arak.iau.ir/article_693436_f72373427f56683e273cc419b1c3746b.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch zeigt schon die Anwesenheit von Brennnesselpflanzen in der Umgebung von Kulturen durch die Förderung von Nützlingen einen Effekt gegen Parasitenbefall.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perrin1975&amp;quot;&amp;gt;[[DOI:10.1111/j.1744-7348.1975.tb01644.x]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische und rechtliche Situation ==&lt;br /&gt;
In Deutschland werden die Zutaten zum Ansetzen einiger Jauchen oder entsprechende Pflanzenextrakte als [[Pflanzenstärkungsmittel]] vom [[Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit]] gelistet und von verschiedenen Herstellern im Handel angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Frankreich wurde 2006 durch ein neues Landwirtschafts-Rahmengesetz eine große Kontroverse ausgelöst, der sogenannte „Brennnesseljauchekrieg“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Casalonga2010&amp;quot;&amp;gt;[http://www.journaldelenvironnement.net/article/la-guerre-du-purin-d-ortie-est-relancee,20550 La guerre du purin d&#039;ortie est relancée], Journal de l&#039;Environnement, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gesetz verbot Besitz, Inverkehrbringen und Bewerbung von nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Terre-net2006&amp;quot;&amp;gt;[http://www.terre-net.fr/observatoire-technique-culturale/gestion/droit-reglementation/article/droit-rural-purin-orties-221-34989.html Les plantes et la loi : polémique autour du purin d&#039;orties]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Verschärfung der Rechtsvorschriften für herkömmliche Pflanzenschutzmittel und insbesondere zur besseren Kontrolle verbotener Produkte betrafen diese Rechtsvorschriften auch Pflanzenjauchen und andere selbst hergestellte Präparate, die nie einen offiziellen Bewertungs- oder Zulassungsprozess durchlaufen hatten. Es wurde weithin als Lobby-Erfolg der Agrarindustrie und als groteske Spitze fortgesetzter Angriffe gegen kleinbäuerliche Landwirtschaft gesehen. Bekannt geworden war ein Fall um Pflanzenbauwissenschaftler Éric Petiot, der als Mitautor eines vielfach verkauften Buches zu Pflanzenjauchen durch die [[Generaldirektion für Wettbewerb, Verbrauch und Betrugsbekämpfung]] (DGCCRF) verfolgt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Colson2009&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ledauphine.com/ain/2009/11/13/eric-petiot-pret-a-reprendre-la-bataille-du-purin-d-ortie |titel=Éric Petiot, prêt à reprendre la &amp;quot;bataille du purin d&#039;ortie&amp;quot; |hrsg=ledauphine.com |sprache=fr |abruf=2023-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Brennnessel wurde zum Symbol einer Bewegung und als symbolischen Protest verteilten Aktivisten die illegalisierte Brennnesseljauche demonstrativ zum Beispiel auf Wochenmärkten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vives2010&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=François-Xavier Vives |Hrsg=[[ARTE]] |Titel=Brennnessel, die ungeliebte Pflanze |Sammelwerk=Geheimnisvolle Pflanzen |Nummer=4 |Datum=2010-05-28 |Online=[http://www.arte.tv/de/brennnessel-die-ungeliebte-pflanze/3212328,CmC=3223042.html arte.tv] [https://www.youtube.com/watch?v=jqxUvEFpUfU Video] |Abruf=2011-01-20 |Umfang=43 min}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Landwirtschaftsministerium hob das Verbot im April 2011 wieder auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Buronzo2013&amp;quot;&amp;gt;{{Cite book|author=Alessandra Moro Buronzo|title=Les incroyables vertus de l&#039;ortie|publisher=Jouvence Maxi-pratiques|date=2013|page=47|isbn= |language=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Grenelle Environnement|Umweltgipfel von 2007]] brachte eine Verordnung auf den Weg, die seit dem 18. April 2011 eine bestimmte (ausschließlich Brennnessel) Jauche – nach einem bestimmten Protokoll hergestellt und anzuwenden – als Pflanzenstärkungsmittel zulässt.&amp;lt;ref&amp;gt;Le Figaro, 20. April 2011: [http://blog.lefigaro.fr/agriculture/2011/04/le-purin-dorties-bientot-legal.html Le purin d&#039;orties bientôt commercialisé en France] (französisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.legifrance.gouv.fr/jorf/id/JORFTEXT000023912654&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Protokoll wird jedoch als unzureichend, unpraktikabel und minderwertig kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Le Monde &amp;amp; AFP, 5. Mai 2011: [https://www.lemonde.fr/planete/article/2011/05/05/le-purin-d-ortie-peut-etre-commercialise-mais-selon-une-recette-specifique_1517546_3244.html Le purin d&#039;ortie peut être commercialisé, mais selon une recette spécifique] (französisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Bernard Bertrand, Jean-Paul Collaert, Éric Petiot, Birthe Louisin&lt;br /&gt;
 |Titel=Brennnesseljauche &amp;amp; Co: Pflanzen retten Pflanzen&lt;br /&gt;
 |Auflage=3&lt;br /&gt;
 |Verlag=Leopold-Stocker-Verlag&lt;br /&gt;
 |Ort=Graz&lt;br /&gt;
 |Datum=2018&lt;br /&gt;
 |ISBN=978-3-7020-1451-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Korean Natural Farming]] &amp;amp; Fermented Plant Juice&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.staudengaerten.de/pflanzenjauchen.html |text=Weitere Informationen bei „Staudengärten.de“ |wayback=20131224082854}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bio-gaertner.de/Articles/II.Pflanzen-allgemeineHinweise/Rezepturen-Staerkungsmittel/Krauterbruhen...Rezepture.html Kräuterbrühen, -jauchen, -tees]&lt;br /&gt;
* [http://www.mein-gartenbuch.de/brennesseljauche/ Ansetzen und Verwendung von Brennesseljauche]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenschutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methode im Gartenbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.82.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Puffer_(Chemie)&amp;diff=107144</id>
		<title>Puffer (Chemie)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Puffer_(Chemie)&amp;diff=107144"/>
		<updated>2025-05-21T13:56:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: Beziehungsprobleme&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &#039;&#039;&#039;Puffer&#039;&#039;&#039; ist ein [[Stoffgemisch]], dessen [[pH-Wert]] (Konzentration der [[Oxonium]]ionen) sich bei Zugabe einer [[Säuren|Säure]] oder einer [[Basen (Chemie)|Base]] wesentlich weniger stark ändert, als es in einem &#039;&#039;ungepufferten System&#039;&#039; der Fall wäre. Die Wirkung von Puffern beruht auf der Umsetzung zugeführter Oxonium- (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;) oder [[Hydroxidion]]en (OH&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;) zu schwachen Säuren bzw. Basen, die selbst nur wenig zur Bildung von H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; bzw. OH&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen neigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Puffer sind die in der Chemie gezielt hergestellten, wässrigen &#039;&#039;Pufferlösungen&#039;&#039;. Komplexere &#039;&#039;Puffersysteme&#039;&#039; liegen in Körperflüssigkeiten wie dem [[Blut]] oder auch in [[Grundwasser|Grundwässern]], die beispielsweise mit [[Humus]] in Wechselwirkung stehen, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Grundlagen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Puffer-Indikator-plot.svg|mini|350px| Gleichgewichtslagen eines Puffersystems einer schwachen Säure HA mit &#039;&#039;K&#039;&#039;&amp;lt;sub&amp;gt;s&amp;lt;/sub&amp;gt; = 10&amp;lt;sup&amp;gt;−5&amp;lt;/sup&amp;gt; und ihrer [[konjugierte Base|konjugierten bzw. korrespondierenden Base]] A&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt; in Abhängigkeit vom pH-Wert der Lösung. Der Verlauf der Kurve wird durch die Henderson-Hasselbalch-Gleichung beschrieben. Liegen HA und A&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt; in gleichen Konzentrationen vor, ist der pH-Wert gleich dem p&#039;&#039;K&#039;&#039;s-Wert. Der Pufferbereich der Lösung (&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#00FF00;background-color:#00FF00;&amp;quot;&amp;gt;__&amp;lt;/span&amp;gt;) liegt dann in einem pH-Bereich von ±1. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pufferlösungen enthalten eine Mischung aus einer schwachen Säure und ihrer [[konjugierte Base|konjugierten bzw. korrespondierenden Base]] (bzw. des jeweiligen Salzes) oder einer schwachen Base und ihrer [[konjugierte Säure|konjugierten bzw. korrespondierenden Säure]]. Auch [[Ampholyt]]e (bifunktionale Moleküle) können als Puffer dienen. Der den [[pH-Wert]] bestimmende Faktor ist das Verhältnis bzw. das [[Protolyse]]-Gleichgewicht des Pufferpaares.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Säure-Base-[[Chemisches Gleichgewicht|Gleichgewicht]] einer Säure HA gilt:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;K_\mathrm{S} = \frac{c\mathrm{(H_3O^+)}\cdot c\mathrm{(A^-)}}{c\mathrm{(HA)}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Massenwirkungsgesetz]] stünde zu erwarten, dass in den [[Nenner]] zusätzlich noch die Konzentration des Wassers aufgenommen wird. Da aber Wasser hier nicht nur Reaktionspartner, sondern auch Lösemittel ist, gilt hier für die Aktivität des Wassers a(H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O) = 1, so dass sie sich rechnerisch nicht auf das Ergebnis auswirkt. Fälschlicherweise wird oft argumentiert, die Konzentration des Wassers im Reaktionsgemisch sei im Vergleich zu den Ionenkonzentrationen mit 55,6&amp;amp;nbsp;mol/l sehr groß, dürfe daher als konstant angesehen werden und werde definitionsgemäß in die Dissoziationskonstante K&amp;lt;sub&amp;gt;s&amp;lt;/sub&amp;gt; (der [[Säurekonstante]]) hineingezogen, doch das führt zu falschen Werten, einschließlich der Fehlbehauptung, es gelte &#039;&#039;p&#039;&#039;K&amp;lt;sub&amp;gt;S&amp;lt;/sub&amp;gt; (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;) = −1,32, womit das Oxonium-Ion stärker sauer wäre als etwa die Salpetersäure, definitionsgemäß eine starke Säure.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Umformen erhält man:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;c\mathrm{(H_3O^+)} = K_\mathrm{s} \cdot \frac{c\mathrm{(HA)}}{c\mathrm{(A^-)}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildet man hieraus den negativen [[Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]], erhält man:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;-\lg c\mathrm{(H_3O^+)} = -\lg {K_\mathrm{s}} - \lg \frac{c\mathrm{(HA)}}{c\mathrm{(A^-)}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies entspricht:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{pH} = \mathrm{p}K_\mathrm{S} - \lg \frac{c\mathrm{(HA)}}{c\mathrm{(A^-)}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
beziehungsweise:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{pH} = \mathrm{p}K_\mathrm{S} + \lg \frac{c\mathrm{(A^-)}}{c\mathrm{(HA)}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;small&amp;gt;[[Henderson-Hasselbalch-Gleichung]]  (Puffergleichung)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Gleichung – sie gilt unter der Näherung, dass die [[Aktivität (Chemie)|Aktivitäten]] der Stoffe ihren [[Stoffmengenkonzentration|Konzentrationen]] in Lösung entsprechen – lässt sich bei bekanntem pK&amp;lt;sub&amp;gt;s&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wert für einen bestimmten pH-Wert das Konzentrationsverhältnis an Säure und Base ermitteln. Je höher die Konzentrationen sind, desto geringer wirken sich Zugaben von Säuren oder Basen aus. Die Menge an starker Base (oder Säure), die durch eine Pufferlösung ohne wesentliche Änderung des pH-Wertes aufgenommen werden kann, wird durch die [[Pufferkapazität]] ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Pufferlösungen sind der [[Essigsäure/Acetat-Puffer]] oder der Ammoniumpuffer aus [[Ammonium]]ionen und [[Ammoniak]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Puffersystemen ==&lt;br /&gt;
Der Carbonatpuffer (eine Mischung aus [[Kohlensäure]] und [[Hydrogencarbonate]]n) regelt die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration zwischen Atmosphäre, Ozeanen und der Biosphäre. Er ist auch der Hauptteil des [[Blutpuffer]]s. Dieser hält den pH-Wert des [[Blut]]es zwischen pH 7,35 und 7,45 und gleicht die durch den [[Stoffwechsel]] verursachten Schwankungen aus. Bei einem pH-Wert unterhalb von 7,35 spricht man von einer [[Azidose]], über 7,45 von einer [[Alkalose]]. Der Tod tritt bei pH-Werten unter 6,8 bzw. über 8,0 ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man ein Puffersystem, so muss zwischen geschlossenen und offenen Puffersystemen unterschieden werden. Bei einem geschlossenen Puffersystem (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Essigsäure/Acetat-Puffer]]) werden die bei einer chemischen Reaktion entstehenden Protonen (H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;) oder Hydroxid-Ionen (OH&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;) von der Puffersubstanz abgefangen. Sie reagieren zu der entsprechenden [[konjugierte Säure|korrespondierenden bzw. konjugierten Säure]] oder Base des Puffers und verbleiben demnach in der Lösung. Bei einem offenen Puffersystem (z.&amp;amp;nbsp;B. dem Hydrogencarbonat-/CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Puffersystem in der Lunge) steht das System im Austausch mit der Umgebung. Es ist in der Lage, durch Abgabe einer Komponente an die Umgebung den entsprechenden pH-Wert aufrechtzuerhalten, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Abatmen von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Puffer&#039;&#039; haben eine wichtige Bedeutung in der [[Technische Chemie|technischen Chemie]] wie beispielsweise bei der [[Galvanotechnik|Galvanisierung]] oder in der [[Analogfotografie]], genauso wie in der [[Chemische Analytik|Analytik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch spielen Puffersysteme in der [[Bodenkunde]] eine wichtige Rolle; siehe hierzu [[Pufferbereich (Bodenkunde)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutung in den [[Biowissenschaften]]: Für viele Tiere und nicht zuletzt auch für den menschlichen Organismus sind Puffer unerlässlich. So ist das menschliche [[Blutplasma]] und viele [[Enzym]]e auf einen konstanten pH-Wert angewiesen. Ohne Puffer würden bereits kleinste Mengen Säure – z.&amp;amp;nbsp;B. [[Milchsäure]] aus dem Energiestoffwechsel – genügen, um den Organismus lahmzulegen, weil diverse [[Protein]]e [[Denaturierung (Biochemie)|denaturieren]] und somit unbrauchbar werden würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* [[Barbital-Acetat-Puffer]] nach [[Leonor Michaelis|Michaelis]] (pH 2,6 bis 9,2)&lt;br /&gt;
* [[Essigsäure-Acetat-Puffer]] (pH 3,7 bis 5,7)&lt;br /&gt;
* [[Ringerlösung]]&lt;br /&gt;
* [[Good-Puffer]], darunter z. B.&lt;br /&gt;
** [[HEPES]]: 4-(2-Hydroxyethyl)-1-piperazinethanesulfonsäure (pH 6,8 bis 8,2)&lt;br /&gt;
** [[HEPPS]]: 4-(2-Hydroxyethyl)-piperazin-1-propansulfonsäure (pH 7,3 bis 8,7)&lt;br /&gt;
** MES: [[2-(N-Morpholino)ethansulfonsäure]] (pH 5,2 bis 6,7)&lt;br /&gt;
* Kohlensäure-Silicat-Puffer (pH 5,0 bis 6,2; schwach sauer)&lt;br /&gt;
* [[Phosphatpuffer]] nach [[Søren Sørensen (Chemiker)|Sørensen]] (pH 5,4 bis 8,0)&lt;br /&gt;
** [[Phosphatgepufferte Salzlösung]]&lt;br /&gt;
** [[Tyrode-Lösung]]&lt;br /&gt;
* [[Phosphat-Citrat-Puffer]] nach McIlvaine&lt;br /&gt;
* [[Kohlensäure-Bicarbonat-System]] (pH 6,2 bis 8,6; neutral)&lt;br /&gt;
** [[Hanks-Salze]]&lt;br /&gt;
** [[Earle-Salze]]&lt;br /&gt;
** [[Scott-Puffer]]&lt;br /&gt;
* [[TRIS]]: Tris(hydroxymethyl)-aminomethan (pH 7,2 bis 9,0)&lt;br /&gt;
** [[TE-Puffer]]&lt;br /&gt;
** [[TBS-Puffer]]&lt;br /&gt;
** [[TBS-T-Puffer]]&lt;br /&gt;
* Ammoniakpuffer: NH&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; + H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O + NH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;Cl (pH 8,2 bis 10,2)&lt;br /&gt;
* [[Citronensäure]]- oder Citratpuffer&lt;br /&gt;
** [[Alseversche Lösung]]&lt;br /&gt;
** [[SSC-Puffer]]&lt;br /&gt;
* [[Bouin-Lösung]]&lt;br /&gt;
* [[Elektrophoresepuffer]]&lt;br /&gt;
** [[Tris-Glycin-Puffer]]&lt;br /&gt;
** [[TBS-Puffer]]&lt;br /&gt;
** [[TAE-Puffer]]&lt;br /&gt;
** [[TBE-Puffer]]&lt;br /&gt;
** [[TPE-Puffer]]&lt;br /&gt;
** [[Lithiumborat-Puffer]]&lt;br /&gt;
** [[Probenpuffer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Dissoziation (Chemie)]]&lt;br /&gt;
* [[Säureregulator]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www2.iq.usp.br/docente/gutz/Curtipot_.html Pufferlösung pH-Wert-Rechner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Acidität und Basizität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Puffer (Chemie)| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.82.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Novolak&amp;diff=1001388</id>
		<title>Novolak</title>
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		<updated>2025-05-13T13:41:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: Erhalten betont hier unnötig Hersteller, Auftraggeber, Abnehmer, auch wenn sie im Passiv nicht Subjekt sind.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Novolake&#039;&#039;&#039; (fälschlicherweise oft &#039;&#039;&#039;Novolacke&#039;&#039;&#039;) sind [[Phenolharz]]e mit einem [[Formaldehyd]]-[[Phenol]]-Verhältnis kleiner als 1:1. Sie entstehen durch saure Kondensation der Edukte. Novolake sind [[thermoplast]]isch und können durch Zusätze von Formaldehydspendern wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Hexamethylentetramin]] gehärtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Kurzweil |Titel=Chemie |Auflage=10 |Verlag=Springer Fachmedien |Ort=Wiesbaden |Datum=2015 |ISBN=978-3-658-08660-2 |Seiten=254 |DOI=10.1007/978-3-658-08660-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ergibt dann unschmelzbare [[Phenoplast]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:novolak.png|mini|Strukturformel eines Novolaks]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kombiniert mit fotosensitiven Substanzen, wie beispielsweise &#039;&#039;Diazonaphthochinon&#039;&#039;, werden Novolake in der [[Mikroelektronik]] und [[Mikromechanik]] zur [[Fotolithografie (Halbleitertechnik)|Fotolithografie]] als [[Fotolack]] eingesetzt. Nach Belichtung und Entwicklung bleibt eine strukturierte Lackoberfläche übrig, die das [[Substrat (Materialwissenschaft)|Substrat]] vor dem nächsten Prozessschritt (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Ionenimplantation]], galvanisches Aufwachsen von Metall, [[thermische Oxidation]], Ätzen etc.) schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Novolake werden in der Regel durch einen [[Rotationsbeschichtung|Spin Coater]] auf ein Substrat aufgeschleudert und es können Resistdicken bis hin zu einigen 10&amp;amp;nbsp;µm pro Belackungsschritt erreicht werden. Für größere [[Schichtdicke (Beschichten)|Schichtdicken]] empfiehlt sich [[Polymethylmethacrylat|PMMA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Douglas R. Robello: {{Webarchiv |url=http://chem.chem.rochester.edu/~chem421/polymod2.htm |wayback=20140326103947 |text=&#039;&#039;The Chemistry of Photoresists&#039;&#039;}}. In: &#039;&#039;Chem 421: Introduction to Polymer Chemistry.&#039;&#039; 2002, abgerufen am 21. Mai 2010.&lt;br /&gt;
* Heinrich Kirchauer: &#039;&#039;[https://www.iue.tuwien.ac.at/phd/kirchauer/node30.html Composition of DQN Resist].&#039;&#039; Institute for Microelectronics, TU Wien, 17. April 1997, abgerufen am 21. Mai 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithografie (Halbleitertechnik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstharz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thermoplast]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.82.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Phenoplast&amp;diff=35474</id>
		<title>Phenoplast</title>
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		<updated>2025-05-13T13:37:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: /* Herstellung */ Etwas (oder jemand) kann sich (reflexivpronomen) nicht bilden (entstehen), da der Rückbezug ins Leere geht (noch nicht existent).&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Methylenphenolgruppe.svg|mini| Methylenphenolgruppe als Strukturelement bei einem klassischen Phenoplast auf der Basis von Phenol und Formaldehyd. Der Phenoplast ist hoch vernetzt und damit ein Duroplast.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phenoplaste&#039;&#039;&#039; ([[Deutsches Institut für Normung|DIN]]-[[Kurzzeichen (Kunststoff)|Kurzzeichen]]: PF für Phenol-Formaldehyd) sind [[Duroplast|duroplastische]] [[Kunststoff]]e, die auf Basis von Phenolharzen durch Aushärtung hergestellt werden. &#039;&#039;&#039;Phenolharze&#039;&#039;&#039; (PF-Harze, Phenol-Formaldehyd-Harze) sind [[Kunstharz]]e ([[Kondensationsharz]]e), die durch [[Polykondensation]] aus [[Phenole]]n und [[Aldehyde]]n hergestellt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KunstChemIng&amp;quot;&amp;gt;[[Wolfgang Kaiser (Chemiker)|Wolfgang Kaiser]]: &#039;&#039;Kunststoffchemie für Ingenieure. Von der Synthese bis zur Anwendung.&#039;&#039; 3. Auflage. Carl Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-43047-1, S. 411 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtige Ausgangsstoffe zur Herstellung der Harze sind [[Phenol]] und [[Formaldehyd]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Phenoplaste zählen zu den ersten industriell erzeugten Kunststoffen. Der erste im großen Maßstab produzierte Phenoplast ist das [[1907]] von [[Leo Hendrik Baekeland]] erfundene Phenol-Formaldehyd-Kondensationsharz, das unter dem Warenzeichen [[Bakelit]] vermarktet und jahrzehntelang in vielen Bereichen eingesetzt wurde. Phenoplaste sind wegen ihrer Temperaturbeständigkeit, Oberflächenhärte und dem günstigen Preis auch heute die wichtigsten Duroplaste&amp;lt;ref name=&amp;quot;KunstChemIng&amp;quot; /&amp;gt; und werden unter anderem zur Herstellung von [[Bremsbelag|Bremsbelägen]] und wasserfesten [[Sperrholz]]platten (glatten [[Schaltafel]]n) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Phenoplaste bestehen aus ausgehärteten Phenolharzen, die man durch die Synthese von [[Phenole]]n mit [[Aldehyde]]n erhält.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred D. Lechner, Klaus Gehrke, Eckhard H. Nordmeier (Hrsg.): &#039;&#039;Makromolekulare Chemie. Ein Lehrbuch für Chemiker, Physiker, Materialwissenschaftler und Verfahrenstechniker.&#039;&#039; 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel u. a. 2010, ISBN 978-3-7643-8890-4, S. 130–132.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Phenol werden auch Verbindungen wie [[Kresole|3-Cresol]], [[Xylenole|3,5-Xylenol]] oder [[Resorcin]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LdC&amp;quot;&amp;gt;Hans-Dieter Jakubke, Ruth Karcher (Hrsg.): &#039;&#039;Lexikon der Chemie. A bis Z.&#039;&#039; Spektrum – Akademischer Verlag, Heidelberg u. a. 2001, ISBN 3-8274-1152-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine [[elektrophile Substitution]] von Phenol werden [[Säurekatalyse|säurekatalysiert]] Vorprodukte gebildet, die abhängig von der eingesetzten Formaldehydmenge ein bis drei [[Hydroxymethylgruppe]]n (–CH&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;–OH) tragen. Als saure Katalysatoren werden u. a. [[Salzsäure]] oder [[Oxalsäure]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biederbick&amp;quot;&amp;gt;Karlheinz Biederbick: &#039;&#039;Kunststoffe.&#039;&#039; 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Vogel, Würzburg 1977, ISBN 3-8023-0010-6, S.&amp;amp;nbsp;136.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Substitution erfolgt nur in [[Substitutionsmuster|&#039;&#039;ortho&#039;&#039;- oder &#039;&#039;para&#039;&#039;-Stellung]] des Phenols:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Phenolharz0-1.svg|370px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei entsteht &#039;&#039;o&#039;&#039;-Hydroxymethylphenol (1) und &#039;&#039;p&#039;&#039;-Hydroxymethylphenol (2). Bei einem Überschuss an Formaldehyd und unter basischen Bedingungen können sich Verbindungen mit bis zu drei Hydroxymethylgruppen bilden. Durch katalysierte [[Polykondensation]] dieser Phenol-[[Derivat (Chemie)|Derivate]] bilden sich die Harze. Je nach gewünschtem Ergebnis werden die Vorkondensate dann mit [[Säuren|sauren]] oder [[Basen (Chemie)|basischen]] Kondensationsmitteln versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Novolake&#039;&#039;: In &#039;&#039;saurer&#039;&#039; Umgebung bilden sich aus den Phenylalkoholen durch Kondensation über [[Methylengruppe]] (–CH&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;–) verknüpfte [[Oligomer]]e, die sogenannten [[Novolak]]e. Formaldehyd und Phenole werden im Verhältnis 4:5 oder weniger Formaldehyd umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:NovolakeSynthese.svg|600px|Synthese von Novolake]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Novolake sind halbflüssig oder noch schmelzbar. Sie sind lagerstabil, also nicht selbsthärtend. Zusammen mit Formaldehydspendern wie [[Hexamethylentetramin]] härten Novolake bei Temperaturen oberhalb von 120 °C zu unschmelzbaren, duroplastischen Massen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Resole&#039;&#039;: Mit &#039;&#039;basischen&#039;&#039; Kondensationsmitteln bilden sich dagegen schmelzbare und in vielen Lösemitteln lösliche Harze, die &#039;&#039;[[Resol (Kunstharz)|Resole]]&#039;&#039;. Durch die meist eingesetzten größeren Formaldehydmengen (bis 2,5:1) werden neben Methylengruppen auch [[Ether]]gruppen gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| width=&amp;quot;30%&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:90%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Datei:ResolV2.svg|400px|Allgemeine Struktur von Resol]]&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Allgemeine Struktur von Resol&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Resole neigen zur Selbsthärtung durch weitere Kondensation und bilden die Zwischenstufe &#039;&#039;Resitol&#039;&#039;. Werden die Vorkondensate erhitzt, erhält man unter weiterer Abspaltung von Wasser vernetzte Polymere, die unschmelzbare und unlösliche Endstufe, das &#039;&#039;Resit&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Aushärtung eines Harzes bilden sich engmaschig vernetzte Polymere, da die Phenolgruppen mit bis zu drei Methylengruppen untereinander verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| width=&amp;quot;30%&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:90%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Datei:PhenolharzHart.svg|500px]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mögliche Struktur eines Phenoplast. Gestrichelte Linien deuten die Fortsetzung des [[Makromolekül]]s an.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
* Dichte: 1,30 … 1,45 g/cm³&lt;br /&gt;
* hart, sehr bruchfest&lt;br /&gt;
* gelb bis braun; dunkelt unter Lichteinwirkung nach&lt;br /&gt;
* nur [[Zerspanen|spanabhebende]] Bearbeitung möglich&lt;br /&gt;
* [[Brennprobe]]: meist flammwidrig; gelbliche Flamme; sprüht leicht Funken; Material reißt und platzt knackend und verkohlt; Geruch nach Phenol und Formaldehyd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:phenoplast.jpg|mini|Typische Materialien auf der Basis Phenoplast: [[Hartpapier]] (rechts), [[Pertinax (Werkstoff)|Pertinax]]-[[Leiterplatte]] (links) und [[Hartgewebe]] (oben) auf einem Lagerbehälter aus [[Bakelit]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakelite radio.jpg|mini|Ein Radio mit einem Gehäuse aus Bakelit]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Poolbillard Bälle.JPG|mini|Poolbillard-Bälle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Harzformteile&lt;br /&gt;
: Durch Füllstoffe wie [[Holz]]mehl, [[Ruß]], [[Graphit]], [[Quarz]]sand, [[Glas]]staub oder [[Textilfaser]]n erhalten die Phenoplaste mehr Substanz und eine größere Festigkeit. Die Harze bilden zusammen mit den Zusatzstoffen Pressmassen und werden im Pressverfahren zur Produktion von stabilen, hitzeresistenten und relativ schweren Kunststoffteilen verwendet. Bei geringen Mengen von Zusatzstoffen sind auch [[Spritzguss]]verfahren möglich. Mit Füllstoffen werden formgepresste Produkte wie Griffe und Gehäuseteile wärmebeanspruchter Haushalts- und [[Elektrogerät]]e, [[Billardkugel]]n und Kegelkugeln hergestellt.&lt;br /&gt;
; Schichtpressstoffe&lt;br /&gt;
: Zur Herstellung von [[Faserverbundwerkstoff]]en werden Holz-, Papier- oder Gewebebahnen in mehreren Bahnen übereinandergelegt, mit dünnflüssigem Phenolharz getränkt und gepresst. Bei Temperaturen ab 150&amp;amp;nbsp;[[Grad Celsius|°C]] härtet der Werkstoff aus. Daraus entstehende Produkte sind beispielsweise [[Hartpapier]] und daraus gefertigte [[Leiterplatte]]n, [[Hartgewebe]] für Maschinenteile und [[Isolierstoff]]e, [[Kunstharzpressholz]] (imprägniertes Holz). Phenolharz-Faserverbundwerkstoffe mit [[Kohlenstofffaser]]n dienen als [[Hitzeschutzschild]]e mit Hochtemperaturbeständigkeit für Flugzeug- und Raketenbau. Auch PKW-Karosserieteile, zum Beispiel des [[Trabant (Pkw)|Trabant]], bestanden aus diesem Faserverbund (Phenoplast und Baumwollfasern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Reine Phenolharze&#039;&#039; werden u. a. für die Herstellung von Lacken, Klebstoffen, Spachtelmassen und Schaumstoffen verwendet.&lt;br /&gt;
== Umweltrelevanz ==&lt;br /&gt;
Während die ausgehärteten Produkte weitgehend frei von Schadstoffabgaben sind, wird bei Erhitzung (Bearbeitung, Brandfall, Versagen von Isolierstoffen) unter anderem Phenol und Formaldehyd frei, also die beiden giftigen Ausgangsstoffe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://atemschutzlexikon.com/lexikon/zusatzinformationen/brandrauch-zusatzinformation/2020/ |titel=Brandrauch (Zusatzinformation) |werk=Atemschutzlexikon |hrsg=Titus-Florian Kaspari |abruf=2024-02-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist auch die allmähliche Formaldehyd-Ausgasung von [[Spanplatte]]n, [[Sperrholz]], [[OSB-Platte]]n und [[MDF-Platte]]n des Möbel- und Innenausbaus aufgrund nicht vollständig chemisch abgebundenen Klebers. Hier wird teilweise mit Phenolharz-Klebstoffen gearbeitet. Der Harzanteil beträgt bis etwa 12 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Holzmann, Matthias Wangelin, Rainer Bruns: &#039;&#039;Natürliche und pflanzliche Baustoffe&#039;&#039;, Springer-Verlag 2012, 394 Seiten, Seite 32&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus diesem Grund sind diese Stoffe auch problematisch im [[Hausbrand (Brennstoff)|Hausbrand]]. Das Verbrennen im eigenen Ofen oder im Garten gilt als &#039;&#039;Unerlaubter Umgang mit Abfällen&#039;&#039; (Strafgesetzbuch § 326).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsnamen ==&lt;br /&gt;
[[Aramith]], [[Bakelit]], [[Erinoplast]], [[Catalin]], Kerit, [[Pertinax (Werkstoff)|Pertinax]], Plastacart, Plastaflex, Prestofol, [[Resitex]], [[Sprelacart]], GESADUR, Linax, [[Novotex]], Resinol, Supraplast, Ruwatex, Prefere, Vyncolit, Phenodur, Uravar&amp;lt;!-- Krüpax --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Normen ==&lt;br /&gt;
* EN 13166 &#039;&#039;Wärmedämmstoffe für Gebäude – Werkmäßig hergestellte Produkte aus Phenolharzschaum (PF) – Spezifikation&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Derivate ==&lt;br /&gt;
Ein Copolymer aus Phenol, Formaldehyd und [[Harnstoff]], das anschließend [[Sulfonsäure|sulfonyliert]] wird, findet medizinische Anwendung als [[Topische Anwendung|topischer]] [[Gerbstoff]] bei [[Intertrigo]] unter dem Handelsnamen &#039;&#039;Tannolact&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Bakelite}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Duroplast]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Isolierstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstharz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imprägnierungsmittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.82.97</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jeu_Proven%C3%A7al&amp;diff=212128</id>
		<title>Jeu Provençal</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jeu_Proven%C3%A7al&amp;diff=212128"/>
		<updated>2025-05-13T13:23:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: Artikel konsequent; keine Beziehung erkennbar&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Jeu provençal allées de l&#039;Oulle Avignon.jpg|mini|Jeu Provençal in der Allées de l&#039;Oulle in [[Avignon]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Präzisionssport]] &#039;&#039;&#039;Jeu Provençal&#039;&#039;&#039; (provenzalisch „Jo de boulo“), in [[Frankreich]] auch „les 3 pas“ (die 3 Schritte) oder „la longue“ (die Lange) genannt, ist ein [[Boule-Spiel]], das in der französischen Provinz [[Provence]] entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Jeu Provençal wird wie [[Boule Lyonnaise]], aus dem es entstanden ist, mit Anlauf gespielt. Gerade dieses Anlaufnehmen macht das Spiel körperbetonter als seine spätere Abwandlung [[Pétanque]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird vor allem in folgenden [[Regionen Frankreichs|Regionen]] und [[Département]]s Frankreichs gespielt: [[Département Bouches-du-Rhône|Bouches-du-Rhône]], [[Département Gard|Gard]], [[Département Vaucluse|Vaucluse]], [[Département Alpes-de-Haute-Provence|Alpes-de-Haute-Provence]], [[Département Hautes-Alpes|Hautes-Alpes]], [[Département Alpes-Maritimes|Alpes-Maritimes]], [[Département Var|Var]], [[Département Hérault|Hérault]], [[Département Aude|Aude]], [[Midi-Pyrénées]], [[Centre-Val de Loire]], [[Île-de-France|Région parisienne]], [[Département Nord|Nord]] und [[Franche-Comté]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit ist Jeu Provençal in der Fédération Internationale de Pétanque et Jeu Provençal&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ucolours.com/pages/sports-petanque |titel=Federation Internationale de Petanque et jeu Provencal |abruf=2022-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der [[Confédération Mondiale des Sports de Boules]] (CMSB) organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regeln ==&lt;br /&gt;
=== Spielfeld ===&lt;br /&gt;
Die Spielregeln sind einfacher als beim Boule Lyonnaise. Das Spielfeld ist mit 3,5 m × 24 m (im carré d’honneur und CDF-Wettkampf: 4,0 m × 24 m) etwa doppelt so groß wie das Feld beim Pétanque, das aus dem Jeu Provençal entstanden ist (siehe auch [[Boulodrome]]). In der Provence spricht man auch von der „Formel 1“ des Boule-Spiels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mannschaften ===&lt;br /&gt;
Jeu Provençal wird vorwiegend als Triplette (3 Spieler) gespielt, außerdem gibt es die [[Boule-Spiel#Mannschaften und Formationen|Formationen]] Doublette (2 Spieler) und [[Tête à tête]] (1 Spieler). Im Triplette hat jeder Spieler 2 Kugeln, bei den beiden anderen Formationen 3 Kugeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziel ===&lt;br /&gt;
Ziel ist wie bei allen Kugelspielen, die eigenen Kugeln näher an der [[Zielkugel]] zu platzieren, als die des Gegners. In jeder [[Aufnahme (Sport)|Aufnahme]] zählen die bestplatzierten Kugeln als Punkte. Größe und Gewicht der Kugeln und der Zielkugel sind vorgeschrieben, siehe Tabelle [[Boule-Spiel#Wettkampfkugeln|Wettkampfkugeln]]. Es wird bis 13 Punkte gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Spiel ===&lt;br /&gt;
Der Spieler muss vor seinem Wurf ansagen, ob er Schießen oder Legen wird. Beim Legen macht er einen Schritt aus dem Abwurfkreis und wirft dann in einem Schwung seine Kugel, sobald er nur noch auf einem Bein steht. Diese Position muss behalten werden, bis die Kugel zum Stillstand kommt. Die Kugel muss sich dann aber innerhalb eines Radius um die Zielkugel befinden.&lt;br /&gt;
Beim Schießen gilt das Gleiche, es müssen jedoch drei Schritte gemacht werden, und es ist zwingend notwendig eine andere Kugel zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ungültigem Wurf wird die Situation, wie sie zuvor bestand, rekonstruiert; dies gleicht also den Regeln des [[Billard]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jeu provençal|Jeu Provençal}}&lt;br /&gt;
* [https://www.fipjp.org/index.php/fr/ Fédération Internationale de Pétanque et Jeu Provençal]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jeu Provencal}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kugelsportart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Provence-Alpes-Côte d’Azur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sport (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pétanque]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wurfspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschicklichkeitsspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kugelspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiele (Frankreich)]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Triple Sugar Iron-Agar</title>
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		<updated>2025-05-10T16:04:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.82.97: tipfela (oder Nobelpreis ;-) Farbe korrigiert (rot unter 1); entschwafelung; H2S eingereiht:wie weit entsteht nur Dihydrogensulfid? ersetzen?; präzipitieren (Sprache?) in festem(!) Agar(gemisch)?&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Triple Sugar Iron-Agar&#039;&#039;&#039; (englisch für Dreizucker-Eisen-Agar), kurz &#039;&#039;&#039;TSI-Agar&#039;&#039;&#039; bezeichnet ein Reagenzglas-[[Nährmedium]], welches dem Nachweis von [[Schwefelwasserstoff]] produzierenden und/oder Zucker [[Fermentation|fermentierenden]] Bakterien dient. Der Test besteht aus [[Agar]], vermischt mit einem [[pH-Indikator]] ([[Phenolrot]]) und den drei Zuckern [[Lactose]]&amp;amp;nbsp;(1 %), [[Saccharose]]&amp;amp;nbsp;(1 %) und [[Glucose]]&amp;amp;nbsp;(0,1 %).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://microbeonline.com/triple-sugar-iron-agar-tsi-principle-procedure-and-interpretation/ |titel=Triple Sugar Iron Agar (TSI): Principle, Procedure and Interpretation |autor=Tankeshwar Acharya |werk=microbeonline.com |datum=2013 |zugriff=2017-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der medizinischen Mikrobiologie dient er hauptsächlich dem Nachweis von pathogenen enterischen Bakterien wie [[Salmonellen]] und [[Shigella|Shigellen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Fermentation der genannten Zucker entstehen bevorzugt saure [[Metabolit]]en, welche den Indikator von rotviolett (pH&amp;amp;nbsp;&amp;gt;&amp;amp;nbsp;7,3) nach gelb (1&amp;amp;nbsp;&amp;lt;&amp;amp;nbsp;pH&amp;amp;nbsp;&amp;lt;&amp;amp;nbsp;7,3) umschlagen lassen. Einige Bakterien sind in der Lage, [[Thiosulfate]] zu [[Sulfide]]n zu reduzieren, welche mit [[Eisen]]ionen unlösliche, schwarze [[Eisensulfid]]e bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nährmedium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikrobiologisches Testverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
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