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Gil Álvarez Carrillo de Albornoz

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Datei:El cardenal Gil Álvarez de Albornoz (Museo del Prado).jpg
Kardinal Gil Álvarez Carrillo de Albornoz von Matías Moreno

Gil Álvarez Carrillo de Albornoz, auch Aegidius Álvarez Albornoz CRSA (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.; * um 1298 in Cuenca, Spanien; † 23. oder 24. August 1367 bei Viterbo, Italien), war Erzbischof von Toledo (1338–1350), Kardinal am Papstpalast in Avignon und Staatsmann.

Biographie

Datei:Relicario de la mano de Santa Lucía, escudo de Gil Álvarez de Albornoz.JPG
Kardinalswappen in der Kathedrale von Toledo
Datei:01 Innocent VI, Gil Albernoz & Charles IV (au premier plan, Simone Saltarelli, archevêque de Pise, Césène et Occam).jpg
Kardinal Gil de Albornoz (links hinten) neben Papst Innozenz VI. und König Karl IV. von Frankreich; vorne im Pluviale der Erzbischof von Pisa, Simone Saltarelli (Auschnitt aus einnem Gemälde von Andrea di Bonaiuto, 14. Jhd.)
Datei:Sepulcro del cardenal Gil Ávarez de Albornoz 01.JPG
Grabmal des Kardinals Albornoz in der Kathedrale von Toledo
Datei:Albornoz, Gil de – Testamentum, 1533 – BEIC 1516654.jpg
Testamentum, 1533

Der aus vornehmem Geschlecht stammende Gil de Albornoz trat in die Dienste des Königs Alfons XI. von Kastilien (reg. 1312–1350), kämpfte mit Auszeichnung gegen die Mauren, rettete dem König in der Schlacht am Salado bei Tarifa (1340) das Leben, fiel aber bei dessen Nachfolger Peter dem Grausamen (reg. 1350–1369) in Ungnade und flüchtete zu Papst Clemens VI. nach Avignon, der ihn zum Kardinal erhob und ihm die Titelkirche San Clemente zuwies. Nach den durch Cola di Rienzo im Kirchenstaat erregten Unruhen bestellte ihn Innozenz VI. 1353 zu seinem Legaten und Generalvikar in Italien und im Kirchenstaat mit ausgedehnten Vollmachten.

Es gelang Albornoz, zunächst die unbotmäßigen räuberischen Burgherren in Umbrien, der Sabina und Tuscien zur Unterwerfung zu bringen; er stellte nach Cola de Rienzos Tod (8. Oktober 1354) auch in Rom die päpstliche Autorität wieder her und wusste durch Erteilung der Vikariatsrechte auch viele Dynasten, wie die Malatesta von Rimini, die Montefeltro von Urbino, die Ordelaffi von Forlì, sowie mehrere Städte, wie Bologna, zur Anerkennung der päpstlichen Oberhoheit zu bewegen. Er ordnete die Verwaltung des Kirchenstaats und gab ihm neue Gesetzbücher (die „Egidianen“). So ermöglichte er Papst Urban V. die Rückkehr nach Italien (1367), begrüßte ihn noch in Viterbo und starb daselbst am 24. August 1367; sein Leichnam wurde in der Capilla de San Ildefonso in der Kathedrale von Toledo beigesetzt; er erhielt ein aufwendig gestaltetes spätgotisches Kenotaph mit Liegefigur (gisant).

Siehe auch

Literatur

Lexikonartikel

Buchpublikationen

  • Juan Beneyto Pérez: El cardenal Albornoz. canciller de Castilla y caudillo de Italia. Espasa-Calpe, Madrid 1950.
  • Adalbert Erler: Aegidius Albornoz als Gesetzgeber des Kirchenstaates. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1970.
  • Francesco Filippini: Il Cardinale Egidio Albornoz. N. Zanichelli, Bologna 1933.
  • Evelio Verdera y Tuells (Hrsg.): El cardenal Albornoz y el Colegio de España, 3 Bde. Real Colegio de España, Bologna 1972–1974.
  • Hermann-Joseph Wurm: Cardinal Albornoz. Der zweite Begründer des Kirchenstaates. Ein Lebensbild. Junfermann’sche Buchhandlung, Paderborn 1892; Nachdruck Hansebooks, o. O. 2016, ISBN 978-3-74342-798-3.

Weblinks

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VorgängerAmtNachfolger
Pedro IV. Gomez de BarrosoKardinalbischof von Sabina
1356–1367
Guillaume d’Aigrefeuille l’Ancien
Jimeno de LunaErzbischof von Toledo
1338–1350
Gonzalo de Aguilar

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