Bromdesoxyuridin
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Struktur von Bromdesoxyuridin | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Freiname | Broxuridin<ref name="inn-list">INN Recommended List 4, World Health Organisation (WHO), 9. März 1962.</ref> | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
5-Brom-2-desoxyuridin (BrdU) | |||||||||||||||||||||
| Summenformel | C9H11BrN2O5 | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 307,10 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
192–193 °C<ref name="ChemIDplus" /> | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
sehr schlecht in Wasser (970 mg·l−1 bei 25 °C)<ref name="ChemIDplus" /> | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten |
8400 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)<ref name="ChemIDplus">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref> | |||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Bromdesoxyuridin (BrdU) ist ein chemisches Analogon des Nukleosids Thymidin bzw. Desoxyuridin. Es wird zur labordiagnostischen Markierung proliferierender Zellen in vitalen Geweben verwendet. Es entsteht durch Verbindung von Desoxyribose mit der Nucleobase 5-Bromuracil.
BrdU kann von der Zelle aufgenommen werden und in phosphorylierter Form anstelle des Nukleotids Desoxythymidintriphosphat (dTTP) während der S-Phase des Zellzyklus in die neu synthetisierte DNA als Markierung eingebaut werden. Spezifische Antikörper gegen BrdU können eingesetzt werden, um eine erfolgte DNA-Synthese immunhistochemisch nachzuweisen. Für die Bindung des Antikörpers an das BrdU ist eine Denaturierung der DNA notwendig, die üblicherweise mit Säuren oder Hitze durchgeführt wird.
Da BrdU während der DNA-Replikation das Thymidin ersetzen kann, ist es in der Lage, Mutationen auszulösen. Es ist daher potentiell gesundheitsschädigend.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- BrdU incorporation during DNA replication – Jiayang Chien, Wellesley College
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank abweichend
- Erbgutverändernder Stoff
- Stoff mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Pyrimidindion
- Bromsubstituierter Heterocyclus
- Hydroxyoxolan
- Hydroxymethyloxolan
- Nukleosid
- Molekularbiologie
- Nukleinsäure-Methode