Alter Elbpark
Der Alte Elbpark in Hamburg ist eine unter Denkmalschutz stehende öffentliche Grünanlage zwischen den Stadtteilen Neustadt und St. Pauli. Er ist ein Teil der historischen Hamburger Wallanlagen und verbindet die nördlich gelegene Parkanlage Planten un Blomen mit dem Stintfang, einer markanten Anhöhe oberhalb der St. Pauli-Landungsbrücken. Dominiert wird der Alte Elbpark vom 1906 errichteten Bismarck-Denkmal des Bildhauers Hugo Lederer. Der Name Alter Elbpark besteht ebenfalls seit 1906.
Lage und Ausstattung
Der knapp 4,5 Hektar große Park liegt unmittelbar am zur Elbe hin abfallenden Geesthang; der Höhenunterschied ist am Verlauf der Helgoländer Allee, die vom Millerntorplatz in südlicher Richtung zu den Landungsbrücken führt, deutlich zu erkennen. Begrenzt wird der Park von den Straßenzügen Am Elbpark, Zirkusweg, Millerntorplatz, Millerntordamm, Zeughausmarkt und Neumayerstraße. Im Süden bildet die Kersten-Miles-Brücke mit der Seewartenstraße die Grenze zum benachbarten Stintfang, der nicht mehr zum denkmalgeschützten Parkareal gehört.
Im nordwestlichen Teil des Parks am Zirkusweg befindet sich ein Spielplatz; zwischen Bismarck-Denkmal und Neumayerstraße liegt ein Sportplatz.
Im Park haben sich viele alte Bäume wie Eichen, Kastanien und Platanen erhalten, aber auch exotische wie eine Aleppo-Kiefer und Japanische Kirschbäume. Einige davon stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die Kirschbäume sind in den 1950er Jahren nachgepflanzt worden.<ref name="hg">Interview mit dem Gartendenkmalpfleger Heino Grunert zur Geschichte des Parks auf st.pauli-news.de. (Archivversion Feb. 2016, abgerufen am 17. Februar 2018)</ref>
Geschichte
Seit dem Dreißigjährigen Krieg bildeten die Bastionen Albertus (heute Stintfang) und Casparus (Elbpark) den westlichen Abschluss der Hamburger Wallanlagen.<ref name="hg" /> Nach dem Ende der französischen Besatzung wurden die Wallanlagen in den Jahren von 1820 bis 1837 entfestigt und unter Leitung des Landschaftsgärtners Isaak Altmann in Parkanlagen im englischen Stil umgewandelt. Altmann integrierte dabei die alten Bastionen als Aussichtspunkte in den Park. Die (erst später erbaute) Helgoländer Allee folgte ursprünglich dem Verlauf des ehemaligen Wassergrabens, wurde aber in den 1970er Jahren begradigt.<ref name="hg" />
1869 fand auf dem Gelände des späteren Elbparks und dem Stintfang die Internationale Gartenbauausstellung statt. Die dazu nötige Umgestaltung des Geländes plante der Gartenbau-Unternehmer Friedrich Jürgens. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Umgebung zunehmend bebaut und das Gelände erfuhr die heute noch sichtbare Unterteilung durch die Kersten-Miles-Brücke und die Helgoländer Allee. Sowohl die Anlagen des S- und U-Bahnhofes Landungsbrücken als auch die Jugendherberge auf dem Stintfang entstanden auf ehemaligem Parkgelände.
Im Jahr der Einweihung des Bismarck-Denkmals 1906 wurde der Teil nördlich der Seewartenstraße offiziell in Alter Elbpark umbenannt.<ref>Alter Elbpark. In: hamburg.de. Abgerufen am 17. Februar 2019.</ref>
Von 2011 bis 2014 befand sich im Park eine Baustelle für die Erneuerung eines der großen Abwassersiele Hamburgs, durch die ein Großteil der Wiesenflächen über einige Jahre für Besucher nicht nutzbar war.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wie soll der neue Alte Elbpark aussehen? (1) ( vom 14. März 2016 im Internet Archive), auf st.pauli-news.de. Abgerufen am 10. März 2016.</ref> Ab dem Jahr 2014 wurde in einem Verfahren mit Bürgerbeteiligung diskutiert, wie der Park am besten mit dem südlichen Ende von Planten un Blomen verbunden werden kann.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Planer für “Sprung über den Millerntordamm” ( vom 14. März 2016 im Internet Archive), auf st.pauli-news.de. Abgerufen am 10. März 2016.</ref> Als Ergebnis wird eine Verbindung per Fußgängerbrücke über den Millerntordamm und eine daraus resultierende Umgestaltung des Wegenetzes geplant.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bericht ( vom 21. Juni 2015 im Internet Archive) zur Umgestaltung auf ndr.de vom 17. Juni 2015. Abgerufen am 10. März 2016.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Alter Elbpark wird mit neuer Brücke aufgemotzt ( vom 14. März 2016 im Internet Archive), auf radiohamburg.de vom 18. Juni 2015. Abgerufen am 10. März 2016.</ref>
Fotografien und Karte
Koordinaten: 53° 32′ 54″ N, 9° 58′ 20″ O
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Bismarck-Denkmal (2013) im Alten Elbpark, im Hintergrund die Tanzenden Türme
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Frontalansicht des Bismarck-Denkmals
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Statue von Simon von Utrecht
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Zentrale Wiese
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Weg im Ostteil
Literatur
- Axel Iwohn, Martina Nath-Esser, Claudia Wollkopf: Hamburg Grün. Die Gärten und Parks der Stadt. L&H Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-928119-39-7, S. 273–277.
- Heino Grunert: Der Alte Elbpark als Teil der Hamburger Wallanlagen. In: Altstadt – City – Denkmalort. Denkmalschutzamt Hamburg (Hrsg.): Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Hamburg Nr. 16. Christians Verlag, Hamburg 1996, S. 120–122.
- Arthur Obst: Elb-Pavillons Geschichte und Ende. In: Literatur und Unterhaltungs-Blatt. Beilage des „Hamburger Fremden-Blattes“. 27. April 1901, S. [2/22], (Digitalisat)
Einzelnachweise
<references/>
Weblinks
- Beschreibung des Parks auf hamburg.de.
- Interview mit dem Gartendenkmalpfleger Heino Grunert zur Geschichte des Parks auf st.pauli-news.de.
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