Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Annegret Richter – Wikipedia Zum Inhalt springen

Annegret Richter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Annegret Irrgang)
Annegret Richter Vorlage:SportPicto
Nation Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg BR Deutschland
Geburtstag 13. Oktober 1950
Geburtsort Dortmund
Größe 167 cm
Gewicht 53 kg
Karriere
Disziplin Sprint
Bestleistung 11,0 s   (100 m Aschenbahn)
11,01 s (100 m)
22,39 s (200 m)
Verein OSC Dortmund
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Halleneuropameisterschaften 2 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold München 1972 4 × 100 m
Gold Montreal 1976 100 m
Silber Montreal 1976 200 m
Silber Montreal 1976 4 × 100 m
 Europameisterschaften
Gold Helsinki 1971 4 × 100 m
Silber Rom 1974 4 × 100 m
 Halleneuropameisterschaften
Bronze Sofia 1971 60 m
Silber Grenoble 1972 60 m
Gold Rotterdam 1973 60 m
Gold Rotterdam 1973 4 × 180 m
letzte Änderung: 4. September 2019

Annegret Richter, geborene Irrgang (* 13. Oktober 1950 in Dortmund), ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin, die in den 1970er-Jahren zu den weltbesten 100-Meter-Läuferinnen gehörte. Sie gewann bei den Olympischen Sommerspielen 1972 und 1976 insgesamt zwei Gold- und zwei Silbermedaillen. 1976 lief sie Weltrekord über 100 Meter.

Leben und Karriere

Annegret Irrgang, Tochter des Rentners Rudolf Irrgang und dessen Ehefrau Else Irrgang, besuchte die Handelsschule und machte eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Ihre sportliche Karriere begann sie als Jugendliche beim BV Teutonia Lanstrop, für den sie 1965 in Ahlen Westfälische B-Jugendmeisterin wurde.<ref name="wn" />

Bei den Halleneuropameisterschaften 1970 in Wien wurde sie Sechste über 60 Meter. 1971 heiratete sie Manfred Richter. Im selben Jahr gewann sie Bronze bei den Halleneuropameisterschaften in Sofia über 60 Meter und Gold bei den Europameisterschaften 1971 in Helsinki in der 4-mal-100-Meter-Staffel.

Im Jahr 1972 holte Annegret Richter bei den Halleneuropameisterschaften in Grenoble Silber über 50 Meter. Bei den Olympischen Spielen in München wurde sie Fünfte über 100 Meter und siegte (in der Besetzung Christiane Krause, Ingrid Mickler-Becker, Annegret Richter, Heide Rosendahl) in der 4-mal-100-Meter-Staffel.

Bei den Halleneuropameisterschaften 1973 in Rotterdam folgte Doppelgold über 60 Meter und in der 4-mal-180-Meter-Staffel. 1974 wurde sie bei den Halleneuropameisterschaften in Göteborg Siebte über 60 Meter. Bei den Europameisterschaften in Rom wurde sie Fünfte über 100 Meter und gewann Silber in der 4-mal-100-Meter-Staffel.

Ihre größten Erfolge hatte sie bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal. Dort gewann sie Gold über 100 Meter, wobei sie ihre große Rivalin Renate Stecher bezwang, und zweimal Silber (im 200-Meter-Lauf, knapp hinter Bärbel Wöckel aus der DDR, und in der 4-mal-100-Meter-Staffel). Wenige Wochen vor Olympia hatte ihre Staffelkollegin Inge Helten mit 11,04 s einen Weltrekord über 100 Meter aufgestellt, den Richter im olympischen Halbfinale auf 11,01 s verbesserte. Aufgrund dieser Erfolge wurde sie ausgewählt, die Fahne der bundesdeutschen Mannschaft bei der Schlussfeier in Montreal zu tragen.

Einige Wochen später trat sie mit weiteren Olympiasiegern aus Montreal beim dritten (und letzten) Internationalen Abendsportfest der LG Ahlen an und gewann im Stadion ihrer B-Jugendmeisterschaft von 1965 die 100 Meter in 11,0 s, seitdem Weltrekord für Aschenbahnen.<ref name="wn" />

Nachdem Marlies Göhr aus der DDR 1977 mit 10,88 s Weltrekord gelaufen war, beendete Richter zunächst ihre Karriere. Das Ziel, als erste Frau unter 11 Sekunden zu laufen, war nicht mehr erreichbar. Beim Leichtathletik-Weltcup 1977 gewann sie allerdings noch mit Elvira Possekel und den beiden Britinnen Andrea Lynch und Sonia Lannaman die 4-mal-100-Meter-Staffel für das Team „Europa“ vor den Läuferinnen der DDR.

Insgesamt errang Richter 31 deutsche Meistertitel. Das Silberne Lorbeerblatt erhielt sie 1971, 1972 und 1976. Des Weiteren bekam sie 1976 die Stadtplakette Dortmund und 1977 den Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis. 1979 startete sie ein Comeback, wobei sie mit 11,01 s ihre alte Bestzeit einstellte. Bei den Deutschen Meisterschaften 1979 und 1980 errang sie erneut die Titel über 100 und 200 Meter; sie bezwang dabei 1979 die jeweils Zweitplatzierte Cornelia Schniggendiller und 1980 Christina Sussiek.

Bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau konnte sie aufgrund des westlichen Boykotts der Spiele nicht starten und zog sich daraufhin am Ende der Saison 1980 endgültig vom aktiven Wettkampfsport zurück. 1981 wurde sie mit dem „Eisernen Reinoldus“ der Stadt Dortmund geehrt.

Annegret Richter ist 1,67 m groß und wog in ihrer aktiven Zeit 52 kg. Sie startete als Erwachsene bis zuletzt für den OSC Dortmund.

Sie ist evangelisch, mit dem ehemaligen Hürdensprinter Manfred Richter (* 19. September 1949) verheiratet, mit dem sie zwei Kinder, darunter die Tochter Daniela, hat.<ref>„Hallo, Frau Richter, was machen Sie eigentlich?“ Kicker vom 17. Juni 1999, S. 39.</ref><ref>Andreas Schlebach: Annegret Richter: „Gewinnen kann nur einer.“. In: NDR. 6. Juni 2008.</ref><ref>Peter Middel: Annegret Richter eine flotte Sechzigerin. In: leichtathletik.de, 13. Oktober 2010.</ref> Bis 1985 arbeitete sie halbtags als Verwaltungsangestellte der Stadt Dortmund. Danach wechselte sie zur Sportartikel-Firma Adidas.<ref>Bertram Job: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/TodaySkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. In: Financial Times Deutschland. 18. August 2008.</ref> Inzwischen befinden sich Annegret Richter und ihr Mann im Ruhestand.<ref>www.archiv.flvw.de.</ref>

Auszeichnungen

  • 1976 Bronzener Bravo Otto
  • 1977 Goldener Bravo Otto
  • 1978 und 1979 Silberner Bravo Otto
  • 1988 Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF) Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2019-03-31;.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Bestleistungen

Disziplin Bestleistung Datum und Ort
50 m (Halle) 6,28 s 12. März 1972, Grenoble
60 m (Halle) 7,24 s 19. Februar 1977, Dortmund
100 Meter (Aschenbahn) 11,0 s 3. September 1976, Ahlen (Weltbestleistung, handgestoppt)
100 Meter 11,01 s 25. Juli 1976, Montreal (Weltrekord)
200 Meter 22,39 s 28. Juli 1976, Montreal
200 Meter (Halle) 23,22 s 26. Februar 1977, Sindelfingen

Literatur

  • Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1002.
  • Karl-Heinz Keldungs: Annegret Richter. In: Karl-Heinz Keldungs: Die deutsche Leichtathletik in 100 Porträts von Hanns Braun bis Malaika Mihambo. Arete Verlag Christian Becker, Hildesheim 2022, ISBN 978-3-96423-081-2, S. 128–130.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="wn"> André Fischer: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Westfälische Nachrichten, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. </ref> </references>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1928: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Betty Robinson | 1932: Vorlage:POL-1928 Stanisława Walasiewicz | 1936: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Helen Stephens | 1948: NiederlandeNiederlande Fanny Blankers-Koen | 1952: Australien[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Marjorie Jackson | 1956: Australien[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Betty Cuthbert | 1960: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Wilma Rudolph | 1964: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Wyomia Tyus | 1968: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Wyomia Tyus | 1972: Deutschland Demokratische Republik 1949[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Renate Stecher | 1976: Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Annegret Richter | 1980: Sowjetunion 1955 Ljudmila Kondratjewa | 1984: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Evelyn Ashford | 1988: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Florence Griffith-Joyner | 1992: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Gail Devers | 1996: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Gail Devers | 2000: nicht vergeben 1 | 2004: Vorlage:BLR-1995 Julija Neszjarenka | 2008: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Shelly-Ann Fraser | 2012: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Shelly-Ann Fraser-Pryce | 2016: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Elaine Thompson | 2020: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Elaine Thompson-Herah | 2024: Saint LuciaDatei:Flag of Saint Lucia.svg Julien Alfred

1Das IOC erkannte Marion Jones 2007 den Sieg ab, laut Beschluss des IOC wird keine andere Siegerin benannt.

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Olympiasiegerinnen im 4×100-Meter-StaffellaufVorlage:Navigationsleiste Deutsche Fahnenträger bei Olympischen SpielenVorlage:Navigationsleiste Europameisterinnen im 4×100-Meter-StaffellaufVorlage:Navigationsleiste Halleneuropameisterinnen im 60-Meter-Lauf

Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung

Vorlage:Wikidata-Registrierung