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Arzén von Cserépy

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Eugen Arzén von Cserépy (* 17. Juli 1882 in Budapest, Österreich-Ungarn<ref>auf den Fragebögen der Reichsfilmkammer und seiner NSDAP-Mitgliedskarte wird immer 1882 als Geburtsjahr angegeben, das Filmportal und die IMDB geben 1881 an, das Filmmuseum Potsdam sogar beide Jahre</ref>; † 1958 in Budapest, Ungarn<ref>Peter Warnecke: Bio-Filmographie Arzen von Cserépy, https://www.filmmuseum-potsdam.de/index.php?id=c272ff7fb738157743640001a0a0a5c1</ref>) war ein ungarischer Filmregisseur und Filmproduzent.

Leben

Cserépy stammte aus der Autobranche<ref>KINO - DAS GROSSE TRAUMGESCHÄFT. In: Der Spiegel. Nr. 43, 1950, S. 25 (online).</ref> und war seit Anfang der 1910er Jahre im Filmgeschäft tätig. Sein Nachruhm beruht vor allem auf der von seiner in Berlin ansässigen Produktionsfirma Cserépy-Film Co. GmbH für die UFA begonnenen Reihe der Fridericus-Rex-Filme über den preußischen König Friedrich II. Seine vier 1920–22 gedrehten Fridericus-Filme mit Otto Gebühr in der Titelrolle zählten zu den erfolgreichsten, aber auch umstrittensten deutschen Filmproduktionen der 1920er Jahre.<ref>Mikosch und Graf Bobby. In: Der Spiegel. Nr. 26, 1952, S. 30 (online).</ref> An der im September 1923 gegründeten Cserépy Film AG war er selbst nicht als Aktionär beteiligt, sondern lediglich Mitglied des Aufsichtsrats.<ref>Handelsregister Berlin HRB Nr. 32367</ref> Von 1925 bis 1928 hielt er sich in Hollywood und New York auf, ohne dass es ihm gelang, dort ein Filmprojekt zu realisieren. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland gründete er die Produktionsfirmen Cserépy-Filmgesellschaft mbH (1928) und Panzer Film GmbH (1931).<ref>Peter Warnecke: Bio-Filmographie Arzen von Cserépy, https://www.filmmuseum-potsdam.de/index.php?id=c272ff7fb738157743640001a0a0a5c1</ref> Zum 1. Januar 1932 trat Cserépy in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 893.704).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/5600879 die Angabe 8. Juni 1930 in Peter Warneckes Bio-Filmographie ist allein schon wegen der dafür viel zu hohen Mitgliedsnummer offensichtlich unzutreffend</ref>

Einige Male wurde er als Konrad Wieder gelistet. Unter diesem Pseudonym veröffentlichte Cserépy auch 1915 den Zukunftskriegsroman Der Teutone, der einen impliziten Friedensappell enthielt.<ref name="sapra"/>

Das Filmmuseum Potsdam besitzt den Nachlass von Arzen von Cserépy. Daraus wurden im Jahr 2001 Arbeitsmaterialien, Korrespondenzen, persönliche Unterlagen und Fotos in einer Ausstellung präsentiert.

Filmografie (Auswahl)

Bibliographie

  • Der Teutone: Kriegsroman. C. F. Müller, Leipzig 1915.
  • Nach 100 Jahren. 1916.<ref name="kuerschner"/>
  • Dolores. 1916.<ref name="kuerschner"/>

Literatur

  • Nessun Saprà: Lexikon der deutschen Science Fiction & Fantasy 1870-1918. Utopica, Oberhaid 2005, ISBN 3-938083-01-8, S. 34 f.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="kuerschner">Kürschners deutscher Literatur-Kalender. Jahrgang 44. 1928, s.v. Arzen, Edler v. Cserepy, Eugen.</ref> <ref name="sapra">Nessun Saprà: Lexikon der deutschen Science Fiction & Fantasy 1870-1918. Utopica, Oberhaid 2005, ISBN 3-938083-01-8, S. 34 f.</ref> </references>

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