Planetary Transportation Systems
| Planetary Transportation Systems | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 2010<ref name="hr">Gegründet 2010 als Part Time Scientists GmbH (HRB 125634 B, Amtsgericht Charlottenburg, Berlin); ab 2019 nach einem Asset Deal fortgeführt als Planetary Transportation Systems GmbH, Geschäftsführer Wolfram Simon-Schröter (HRB 209645 B, Amtsgericht Charlottenburg, Berlin)</ref> |
| Sitz | Kleinmachnow, Deutschland |
| Leitung | André Radloff<ref>Legal Notice. In: pts.space. Abgerufen am 28. März 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Mitarbeiterzahl | 20<ref name="süddeutsche" /> |
| Branche | Raumfahrt |
| Website | pts.space |
Die Planetary Transportation Systems GmbH (PTS) ist ein in Kleinmachnow bei Berlin ansässiges Raumfahrtunternehmen. Sie entwickelt das unbemannte Mondlandegerät „Alina“ und strebt damit mehrere Mondlandungen an.
Planetary Transportation Systems führt seit 2019 das Geschäft der insolventen PTScientists GmbH fort, die aus dem 2009 gegründeten Teilnehmerteam Part Time Scientists des Mondlandewettbewerbs Google Lunar X-Prize hervorgegangen war. 2017 verließen die Part Time Scientists den Wettbewerb und stellten ein Konzept für eine kommerzielle Mondlandemission vor. Seitdem wird versucht, die Transportkapazität dieses Flugs zu vermarkten. Außerdem ist das Unternehmen mit Alina an einem Konsortium beteiligt, das im Auftrag der Europäischen Weltraumagentur (ESA) einen Vorschlag für eine wissenschaftliche Mondmission Mitte der 2020er Jahre erarbeitet. PTS entwickelt die Elektronik und das Betriebssystem für eine zusätzliche Oberstufe der Ariane 6.
Geschichte
Im Juni 2009 wurde das Team „Part-Time Scientists“ gegründet, um am Google Lunar X-Prize (GLXP) teilzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich bereits zehn andere Teams angemeldet. Im nachfolgenden Jahr wurde die Part-Time Scientists GmbH gegründet. Anfang 2015 konnte das Team zwei Siege in den Kategorien „Mobility“ und „Vision“ und insgesamt 750.000 US-Dollar Preisgeld bei den sogenannten „Milestone Prizes“ des GLXP erzielen.<ref>Google Lunar XPrize Milestone Awards Announced. In: Space.com. Abgerufen am 29. März 2016.</ref>
Am 23. Juni 2015 wurde auf dem Advertising Festival in Cannes Audi als Hauptsponsor und Kooperationspartner bekanntgegeben.<ref>Homepage der Part Time Scientists. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Juni 2016; abgerufen am 27. Juni 2016.</ref><ref>Mission to the Moon. In: Mission to the Moon. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Juli 2016; abgerufen am 27. Juni 2016.</ref><ref>Audi Presskit. In: digital.audi-presskit.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. März 2016; abgerufen am 29. März 2016.</ref> In Folge dieser Kooperation wurde 2016 auf der North American International Auto Show in Detroit ein Rover-Prototyp mit dem Namen Audi lunar quattro vorgestellt.<ref name="theverge-2016-01-11">Inside Audi's wonderfully improbable project to put a rover on the Moon. In: The Verge. Abgerufen am 29. März 2016.</ref>
Am 29. November 2016 wurde die Unterzeichnung eines Startvertrags mit Spaceflight Industries für den Flug zum Mond bekanntgegeben.<ref>Torsten Harmsen: Rover-Mission: Berliner wollen von Mahlsdorf aus den Mond erobern. In: Berliner Zeitung. Abgerufen am 4. Dezember 2016.</ref> Da die Deadline des Google Lunar X-Prize vor dem gebuchten Starttermin lag, schieden die Part Time Scientists 2017 aus dem Wettbewerb aus.<ref>Private Raummission: Mobilfunker auf dem Mond. In: Spiegel Online. Abgerufen am 6. Juli 2017.</ref>
Im Rahmen der CeBIT 2017 wurde ein weiteres Sponsoring und eine Kooperation mit Vodafone bekanntgegeben, in deren Rahmen LTE-Technologie zur Kommunikation zwischen dem Landemodul und zwei „Audi lunar quattro“ auf dem Mond eingesetzt werden sollte.<ref name="heise-lte">heise online: Auf dem Mond soll ein LTE-Netz entstehen. Abgerufen am 6. Juli 2017.</ref> Das Geschäftsmodell der Part Time Scientists sah nun vor, eigene Mondflüge zu organisieren und die Nutzlastkapazität an interessierte Personen, Organisationen oder Unternehmen vermarkten.<ref>ptscientists.com/products/payload. Abgerufen am 15. Oktober 2017.</ref> Außerdem wollte man Einnahmen aus Merchandising erzielen.<ref>Impressum auf mission-to-the-moon.shop. Abgerufen am 15. Oktober 2017.</ref> Eine erste Mondlandung sollte zunächst 2019 stattfinden, wurde aber mehrfach verschoben.
Neben diesen eigenen Plänen entwirft das Unternehmen – mittlerweile als „PTScientists“ firmierend – seit Anfang 2019 auch im Auftrag der ESA und gemeinsam mit dem Raketenbetreiber Arianespace eine mögliche Mondmission Mitte der 2020er Jahre[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}} für wissenschaftliche Zwecke. Hierbei würden eine Ariane-64-Rakete und der Alina-Lander eingesetzt, um Explorationsausrüstung zur Gewinnung von Wasser aus dem Mondgestein Regolith auf die Mondoberfläche zu bringen.<ref name="sn-esa">ArianeGroup and PTScientists to study lunar lander mission for ESA. In: Spacenews. 22. Januar 2019, abgerufen am 3. September 2019.</ref><ref name="esa">Starting up a new cooperation for the moon. ESA, 8. Mai 2019, abgerufen am 8. Mai 2019.</ref><ref name="präsi2019">Berlin-based New Space company PTScientists and European space company ArianeGroup agree on far-reaching cooperation for lunar missions. PTScientists, 8. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2019 (in Youtube-Video von ca. Minute 8:20–10:40).</ref>
Nachdem das Unternehmen größere Büro- und Werkstatträume bezogen und dutzende weitere Mitarbeiter eingestellt hatte,<ref name="auf distanz 45" /> geriet es in finanzielle Schwierigkeiten und musste am 5. Juli 2019 Insolvenz anmelden.<ref>German lunar lander company files for bankruptcy protection. In: Spacenews. 9. Juli 2019, abgerufen am 9. Juli 2019.</ref> Zwei Monate darauf konnte der Berliner Logistikdienstleister Zeitfracht als neuer Investor gewonnen werden. Er übernahm den Betrieb der insolventen PTScientists GmbH mitsamt 60 von vormals 70<ref name="auf distanz 45" /> Mitarbeitern und führt ihn unter der neuen Planetary Transportation Systems GmbH fort.<ref>PT Scientists heißen jetzt Planetary Transportation Systems. In: Golem.de. September 2019, abgerufen am 13. September 2019.</ref> Sowohl die Missionsstudie mit Arianespace als auch die Entwicklung des Landers sollen fortgesetzt werden.<ref name="süddeutsche">Geld für deutsche Mondmission. In: Süddeutsche Zeitung. 2. September 2019, abgerufen am 3. September 2019.</ref><ref name="übernahme-pm">PTScientists: Deutsche Mond-Mission findet Investor. PTScientists, 2. September 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. März 2020.</ref> Nach erfolgreicher Sanierung übernahm das Management Team von Planetary Transportation Systems (PTS) zum Januar 2020 im Rahmen eines Management-Buy-outs von der Zeitfracht-Unternehmensgruppe wieder die komplette Verantwortung für das Unternehmen.<ref>Nach erfolgreicher Sanierung: Management übernimmt Planetary Transportation Systems. In: Zeitfracht Presseportal. 17. Januar 2020, abgerufen am 22. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Gerätschaften
Lander
Ein erster Lander-Prototyp namens Jules Verne R0 – benannt nach dem französischen Schriftsteller und Science-Fiction-Pionier Jules Verne – war im Dezember 2010 vorgestellt worden.<ref>Amanda Stiles: Part Time Scientists: „Hell Yeah it's Rocket Science“. Google Lunar X Prize, 7. Dezember 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2011; abgerufen am 5. Mai 2012. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Am 14. Dezember 2014 gab PTScientists die Rekrutierung des studentischen Raumfahrtteams Space Team der Technischen Universität Wien zur weiteren Entwicklung des Landers bekannt.<ref>Aram Khalili, Jan Luetke: T-7: Space Team Lander Cooperation. Part-Time Scientists, 17. Dezember 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Februar 2015; abgerufen am 18. März 2015.</ref> Es wurde ein Prototyp im Maßstab 1:1 gebaut.<ref>Lunar Lander. In: spaceteam.at. TU Wien Space Team, abgerufen am 15. Oktober 2016.</ref>
Im Jahr 2016 wurde ein Modell des geplanten Landemoduls namens Alina (Autonomous Landing and Navigation Module) auf der in Berlin stattfindenden Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) vorgestellt.<ref>Exploration & Space Mining – Space Forum. In: Space Forum. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. Mai 2016; abgerufen am 30. Mai 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Geplant war ein etwa 330 kg schweres Trägersystem, das mit Hilfe von sieben Kameras eigenständig landen sollte.<ref name=":2">Das deutsche Team beim Lunar X Prize will mehr als nur den Mond erreichen. In: WIRED Germany. 18. Juli 2016, abgerufen am 15. Oktober 2016.</ref> Später wurde der geplante Lander vergrößert; als Startmasse (inklusive Treibstoff) werden seitdem 4000 kg genannt, als Nutzlast bis zu 300 kg.<ref name="esa" /><ref name="auf distanz 45">Auf Distanz 0045: PTScientists. Auf Distanz, 28. Mai 2019, abgerufen am 29. Mai 2019 (Aufnahme vom 7. Mai 2019; ab 11:40).</ref>
Die zusammen mit dem Lander transportierten Nutzlasten sollen sowohl abgeworfen werden als auch am Lander verbleiben können. Auch sollen CubeSats vor der Landung in einem Mond-Orbit abgesetzt werden können.<ref name="ptsAlina">Meet ALINA – the Autonomous Landing and Navigation Module. Auf PTScientists.com (englisch). Abgerufen am 3. September 2019.</ref>
Rover
Prototypen
Bis 2016 wurden von oder im Auftrag der Part Time Scientists fünf Rover-Prototypen entwickelt und gebaut:
- Asimov Jr. R1 – vorgestellt auf dem Chaos Communication Congress 26C3 in Berlin Ende Dezember 2009
- Asimov Jr. R2 – vorgestellt auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin 2010
- Asimov Jr. R0 – vorgestellt auf dem Chaos Communication Congress 27C3 in Berlin Ende Dezember 2010
- Asimov Jr. R3 – vorgestellt auf dem Chaos Communication Congress 28C3 in Berlin Ende Dezember 2011
- Audi lunar quattro – MockUp, vorgestellt auf dem Advertising Festival in Cannes im Juni 2015<ref name=":1" />
- Audi lunar quattro – Prototyp, Detroit Motor Show im Januar 2016<ref name="theverge-2016-01-11" />
Die ersten Rover wurden nach dem bekannten russisch-amerikanischen Biochemiker und Science-Fiction-Schriftsteller Isaac Asimov benannt. Prototypen, die nicht weltraumtauglich sind, hatten – zumindest anfangs – den Namenszusatz „Jr.“; zusätzlich waren die Prototypen nach Revision aufsteigend durchnummeriert. Bei dem Prototyp R0 handelt es sich hingegen um ein Mock-up zu Anschauungszwecken.
Audi lunar quattro
Der Audi lunar quattro wurde als Mock-Up zuerst auf dem Advertising Festival in Cannes im Juni 2015 vorgestellt. Ziel der Unterstützung durch Audi war laut Selbstdarstellung der beiden Unternehmen nicht nur ein monetäres Sponsoring, sondern Audi habe auch Technologien für den Rover beigetragen.<ref name=":1">Google Lunar Xprize: Audi macht jetzt auch den Mond zum Land of Quattro. In: HORIZONT. Abgerufen am 25. April 2016.</ref>
Anfang 2016 wurde ein fahrfähiger Prototyp auf der North American International Auto Show in Detroit vorgestellt, der in Zusammenarbeit mit Audi entstanden sei. Ein Großteil dieses Rovers habe aus Aluminium bestanden und sei mit einem 3D-Drucker hergestellt worden,<ref name="theverge-2016-01-11" /> so dass das Gesamtgewicht des Rovers unter 30 Kilogramm betragen habe.
Nutzlast
Der Rover Audi lunar quattro soll 5 kg Nutzlast aufnehmen können.<ref name="PTSrover">ptscientists.com/products/audi-lunar-quattro (englisch). Abgerufen am 14. Oktober 2017.</ref> Hierzu sollen mehrere Nutzlastmöglichkeiten im standardisierten CubeSat-Format vorhanden sein, die man an wissenschaftlichen Einrichtungen und kommerziellen Interessenten zu vermarkten versucht. Zwei Nutzlasteinheiten pro Rover sind als sogenannte „Drop Container“ konzipiert; diese sollten vom Mondrover auf der Mondoberfläche „fallen gelassen“ werden. Insgesamt drei Einheiten sollen in den Rovern verbleiben.<ref name=":0">Google Lunar XPRIZE: Deutsches Team bietet Nutzlastmöglichkeiten für 2017 stattfindende Mondmission. In: OpenPR. Abgerufen am 30. Mai 2016.</ref>
„Mission to the Moon“ Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.
| Mission to the Moon | |
|---|---|
| Missionsziel | Mondlandung |
| Betreiber | Planetary Transportation Systems |
| Trägerrakete | Falcon 9<ref name="auf distanz 45" /> |
Die „Mission to the Moon“ ist ein Konzept für einen ersten Mondflug mit dem Lander „Alina“. Sie wurde ursprünglich im Rahmen des Wettbewerbs Google Lunar X-Prize entworfen und später in einen Plan für einen kommerziellen Mondflug umgewandelt. Der Alina-Lander soll auf einer Trägerrakete in eine niedrige Erdumlaufbahn transportiert werden und von dort Kurs in Richtung Mond nehmen, bevor er in eine Mond-Umlaufbahn einschwenkt und landet. Ziel ist die Durchführung der ersten „europäischen Mondlandemission“.<ref name="übernahme-pm" />
Trägerrakete
Als Trägerrakete war lange Zeit eine russisch/ukrainische Dnepr im Gespräch.<ref>Christoph Seidler: Google-Lunar-X-Prize: Stresstest für All-Amateure. Spiegel Online, 21. Mai 2012, abgerufen am 21. Mai 2012.</ref> Alternativ war ein Wechsel auf die indische Rakete PSLV<ref>Inez Mischitz: Google Lunar XPRIZE: Deutsches Team bietet Nutzlastmöglichkeiten für 2017 stattfindende Mondmission. In: Textkraut. Abgerufen am 25. April 2016.</ref> oder die Falcon 9 des amerikanischen Unternehmens SpaceX möglich. Am 29. November 2016 wurde die Unterzeichnung eines Startvertrags mit Spaceflight Industries für den Flug mit einer Falcon 9 zum Mond bekannt gegeben.<ref>Von Mahlsdorf ins All: Forscher bereiten 1. Berliner Mondflug vor. In: bz-berlin.de. Abgerufen am 3. Juli 2019.</ref> Ein Start wurde zunächst für das Jahr 2019 in Aussicht gestellt.<ref name="mt170106">Das nächste Mondauto kommt aus Berlin. Motor-Talk.de, 6. Januar 2018, abgerufen am 6. Januar 2018.</ref> Nach mehreren Verschiebungen und der Insolvenz im Juli 2019 und späterer Übernahme durch Zeitfracht wurde der Flug für das Jahr 2022 angestrebt.<ref>Deutsche Mondmission – Besuch des Apollo-Mondautos. Abgerufen am 24. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Planung für den Lunar X-Prize
Für den X-Prize-Wettbewerb war geplant, dass der Lander zwei Rover zur Mondoberfläche transportiert, um diese zu erkunden und Bilder und Videos zur Erde zu übertragen. Als Landeplatz war das Taurus-Littrow-Tal vorgesehen,<ref name="blog-quattro">Welcome the new Audi Lunar Quattro! In: The PTScientists Blog. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. Juni 2016; abgerufen am 25. April 2016.</ref> um dort die Landestelle der Apollo-17-Mission und insbesondere des Lunar Roving Vehicles zu untersuchen.<ref name="theverge-2016-01-11" /> Laut Angaben des Teams wäre es interessant gewesen, den Einfluss von mehreren Jahrzehnten Weltraumbedingungen auf die genutzten Materialien des Apollo-Rovers zu untersuchen. Die Untersuchungen sollten mittels Spektralanalyse durch eine am „Kopf“ des Rovers angebrachte Kamera durchgeführt werden.
Im Jahr 2015 gab Part-Time Scientists bekannt, dass das kanadische Unternehmen Gedex sein Gravimeter HD-AGG (High-Definition Airborne Gravity Gradiometer) mit auf den Mond senden wolle.<ref name=":0" /> Ziel war es, Aufschluss über bestimmte Schwereanomalien zu erhalten, die zuerst von den Lunar-Orbiter-Satelliten und später während der Apollo-17-Mission gemessen wurden.<ref>Peter Janle: Der innere Aufbau des Mondes. In: Matthias Bartelmann, Thomas Henning (Hrsg.): Sterne und Weltraum. Nr. 10. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg Oktober 1999, S. 852–859.</ref> Einer der „Drop Container“ in einem Rover wurde für das Lunar Plant Growth Experiment des Ames Research Center der NASA reserviert.<ref name=":0" />
2017 wurde Vodafone als zweiter Hauptsponsor gewonnen. Die Zusammenarbeit wurde mit einem technischen Konzept hinterlegt, das die Verwendung von LTE-Mobilfunktechnologie für die Kommunikation zwischen den Rovern und dem Lander vorsieht.<ref name="heise-lte" />
Kooperation mit Wikimedia
Im April 2016 veröffentlichte die Wikimedia Foundation in ihrem „Meta-Wiki“ einen Artikel über ein Projekt namens „Wikipedia to the Moon“, das in Zusammenarbeit mit den Part Time Scientists geplant war. Das Ziel des Projektvorschlags war, ein Speichermedium mit Teilen der Wikipedia in Form einer Zeitkapsel auf den Mond zu bringen und damit den heutigen Wissenstand für zukünftige Generationen zu sichern.<ref>To the Moon! Lunar XPRIZE team looks to send Wikipedia into space aboard homemade rover. In: Techcrunch. 21. April 2016, abgerufen am 3. September 2019.</ref><ref>Wikipedia to the Moon/Discussion – Meta. In: meta.wikimedia.org. Abgerufen am 28. April 2016.</ref> Zusammen mit der Community der Wikimedia sollte herausgefunden werden, welche Daten auf das Speichermedium gebracht werden sollen und wie man eine Art Anleitung zum Lesen dieser Daten gestaltet werden kann. Nach der Veröffentlichung des Artikels wurde dieser innerhalb von 24 Stunden in 50 Sprachen übersetzt.<ref>Wikipedia to the Moon – Meta. In: meta.wikimedia.org. Abgerufen am 28. April 2016.</ref>
Unternehmen
Niederlassungen
Der Hauptsitz von Planetary Transportation Systems ist Berlin. Die Vorläufergesellschaft PTScientists eröffnete Anfang 2018 auch eine Niederlassung in den USA, PTS im Juni 2022 im Flughafen Rostock-Laage. Es ist geplant, weitere Unternehmen in Rostock anzusiedeln.
Partner
Laut eigener Angaben arbeitet das Unternehmen mit folgenden Organisationen zusammen:<ref>Partners. In: ptscientists.com. Part-Time Scientists, abgerufen am 15. Oktober 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
„Technologiepartner“ (Hauptsponsoren)
Wissenschaftliche und akademische Missionspartner
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
- Universität Würzburg
- Internationale Universität Rabat
- HTBLuVA Salzburg
Lieferanten und Dienstleister
- Riedel
- Scisys
- Laserforce
- Ventrex
Geschäftsdaten
Die Bilanz der PTScientists GmbH wies zum 31. Dezember 2017 ein gezeichnetes Kapital von 33.600 Euro, Gewinnrücklagen von rund 390.000 Euro und einen Bilanzverlust von 1,96 Millionen Euro aus. Im Zeitraum Januar 2018 bis März 2019 wurde das gezeichnete Kapital um rund 24.000 Euro erhöht.<ref>unternehmensregister.de, abgerufen am 13. Mai 2019.</ref>
Auszeichnungen
2015:
- Google Lunar X-Prize „Milestone Prize“ in der Kategorie „Mobility“ (250.000 $ Preisgeld)<ref name="GLXPawards"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Milestone Prizes ( vom 10. August 2017 im Internet Archive), abgerufen am 15. Oktober 2017.</ref>
- Google Lunar X-Prize „Milestone Prize“ in der Kategorie „Imaging“ (500.000 $ Preisgeld)<ref name="GLXPawards" />
2016:
- Cannes Lions – Shortlist-Eintrag in der Kategorie Outdoor mit Mission to the Moon von thjnk<ref>Cannes Lions Winners :: Cannes Lions Archive. In: www.canneslionsarchive.com. Abgerufen am 27. Juni 2016.</ref>
- Cannes Lions – Bronzener Löwe in der Kategorie Promo And Activation mit Mission to the Moon von thjnk<ref>Cannes Lions Winners :: Cannes Lions Archive. In: www.canneslionsarchive.com. Abgerufen am 27. Juni 2016.</ref>
Sonstiges
- Am 28. März 2012 waren die PTScientists zu Gast bei Steffen Hallaschka in der Sendung Stern TV auf RTL.<ref>Deutsche Hobby-Raumfahrer in privater Mission. Stern, 28. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. März 2012; abgerufen am 7. Mai 2012.</ref><ref>stern TV – Mittwoch, 28.03.2012, 22:15 Uhr – live bei RTL, Moderation: Steffen Hallaschka. In: presseportal.de. Abgerufen am 3. Juni 2016.</ref>
- Der Audi lunar quattro wurde auf der Detroit Motor Show unter Beisein des Astronauten Eugene Cernan (Astronaut der Apollo-17-Mission) präsentiert.<ref name="blog-quattro" />
- Die zweite Episode<ref>Moonshot Episode 2. Abgerufen am 2. Januar 2017.</ref> der von J.J. Abrams produzierten und von Orlando von Einsiedel umgesetzten Dokumentarserie Moon Shot<ref>Moonshot. Abgerufen am 2. Januar 2017.</ref> wurde den PTScientists gewidmet.
- Der Audi lunar quattro hatte einen Auftritt im Film Alien: Covenant.<ref>VIDEO: Mond-Rover Audi lunar quattro hat Auftritt in „Alien: Covenant“. Abgerufen am 13. Oktober 2023.</ref>
Weblinks
- Website von Planetary Transportation Systems (englisch)
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Teamvorstellung auf der Website des Google Lunar X-Prize ( vom 28. Juli 2018 im Internet Archive) (englisch)
- Website der Mission to the Moon (englisch)
- „Wir sind dann mal auf dem Mond“ Hintergrundartikel in der deutschen Make: über die ersten Jahre, Juli 2016
- Raumzeit Podcast (deutsch)
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Veraltet nach Jahr 2025
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zukunft
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-04
- Mondsonde
- Zeitfracht
- Raumfahrtunternehmen
- Forschungsunternehmen
- Raumfahrt (Mond)
- Deutsche Raumfahrt
- Unternehmen (Berlin)
- Unternehmensgründung 2010