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Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte

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(Weitergeleitet von BWV 174)

Vorlage:Infobox Bachkantate

Datei:Crijn Hendricksz.jpeg
Jesus und Nicodemus, von Crijn Hendricksz Volmarijn (1601–1645)

Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte (BWV 174) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er schrieb sie in Leipzig für Pfingstmontag und führte sie am 6. Juni 1729 zum ersten Mal auf.

Geschichte und Worte

Bach komponierte die Kantate für Pfingstmontag. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Festtag waren Vorlage:Bibel/Link, die Predigt von Petrus für Cornelius, und Vorlage:Bibel/Link, „Also hat Gott die Welt geliebt ...“ aus dem Treffen Jesu und Nikodemus. Der Kantatentext wurde von Picander verfasst und in seinem Jahrgang von Kantatentexten 1728 veröffentlicht. Neun seiner Texte aus diesem Jahrgang sind in Bachs Vertonung erhalten. Falls Bach mehr komponiert hat, gingen sie verloren.<ref name="wolff" /> In der ersten Arie betrachtet der Dichter den Beginn des Evangeliums und folgert, dass der Christ Gott Dank schuldet als Antwort auf seine Liebe. Im folgenden Rezitativ wird der Beginn des Satzes aus dem Evangelium kommentiert und zitiert. Die letzte Arie fordert die Gemeinde auf, das Heil zu ergreifen, das durch Gottes Liebe angeboten wird. Der Schlusschoral antwortet darauf mit der ersten Strophe von Martin Schallings Herzlich lieb hab ich dich, o Herr.<ref name="choralet" />

Für die einleitende Sinfonia fügte Bach zu den neun Streicher-Solostimmen seines 3. Brandenburgischen Konzerts fünf Bläserstimmen hinzu. Er konnte so viele Spieler einsetzen, weil er begonnen hatte, das von Telemann gegründete Collegium musicum zu leiten, eine Bürgervereinigung von Musikinteressierten, deren Mitglieder auch bei Kirchenmusik mitwirkten.<ref name="wolff" /><ref name="suzuki" /> Bach führte die Kantate am 6. Juni 1729 erstmals auf, er notierte das Jahr in der Partitur.<ref name="wolff" />

Besetzung und Aufbau

Die einleitende Sinfonia ist ungewöhnlich reich mit Instrumenten besetzt:<ref name="wolff" /> zwei Corno da caccia, zwei Oboen, Taille (Tenor-Oboe), drei Solo-Violinen, drei Solo-Violen, drei Solo-Violoncelli, zwei Violinen, Viola und Basso continuo. Danach treten Alt, Tenor und Bass als Solisten auf. Der vierstimmige Chor singt nur den Schlusschoral.

  1. Sinfonia
  2. Arie (Alt): Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte
  3. Rezitativ (Tenor): O Liebe, welcher keine gleich
  4. Arie (Bass): Greifet zu, faßt das Heil
  5. Choral: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr

Musik

Die Kantate beginnt mit einer gewichtigen Sinfonia, die Bach aus dem ersten Satz seines 3. Brandenburgischen Konzerts entwickelte, das er vermutlich bereits in Weimar komponiert hatte.<ref name="suzuki" /> Er erweiterte den dichten Satz von neun solistischen Streichern um zwei Stimmen für Corno da caccia, zwei für Oboe, verdoppelt von Violinen, und eine für Taille, verdoppelt von Viola.<ref name="wolff" />

In der ersten Arie führen zwei obligate Oboen Themen ein, die die Stimme aufnimmt. Das Rezitativ wird von den Streichern begleitet und erinnert an die Besetzung des Brandenburgischen Konzerts.<ref name="gardiner" /> In der zweiten Aria sind die Violinen mit der Viola zu einem kraftvollen obligaten Part zusammengefasst.<ref name="suzuki" /> Die Kantate wird beschlossen mit einem vierstimmigen Satz der bekannten Melodie, die Bach benutzte, um seine Johannes-Passion mit der dritten Strophe des Chorals zu beenden, „Ach Herr, laß dein lieb Engelein“.

Einspielungen

Literatur

  • Alfred Dürr: Johann Sebastian Bach: Die Kantaten. Bärenreiter, Kassel 1999, ISBN 3-7618-1476-3 und Deutscher Taschenbuchverlag, München 1995, ISBN 3-423-04431-4.
  • Werner Neumann: Handbuch der Kantaten J.S.Bachs. 1947. 5. Auflage: 1984, ISBN 3-7651-0054-4
  • Hans-Joachim Schulze: Die Bach-Kantaten: Einführungen zu sämtlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs. Evangelische Verlags-Anstalt, Leipzig 2006, ISBN 3-374-02390-8; Carus-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-89948-073-2
  • Christoph Wolff, Ton Koopman: Die Welt der Bach-Kantaten. Verlag J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2006, ISBN 3-476-02127-0.

Weblinks

Einzelnachweise

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