Zum Inhalt springen

Bermaringen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bermaringen
Stadt Blaustein
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1210)&title=Bermaringen 48° 28′ N, 9° 51′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1210) 48° 27′ 36″ N, 9° 50′ 32″ O
 {{#coordinates:48,459949|9,842159|primary
dim=10000 globe= name=Bermaringen region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 650 m ü. NHN
Einwohner: 1210 (31. Dez. 2022)<ref>Stadt Blaustein | Statistik |. Abgerufen am 12. August 2024.</ref>
Eingemeindung: 1. Oktober 1974
Postleitzahl: 89134
Vorwahl: 07304
Datei:Ortsansicht von Bermaringen.jpg
Ortsansicht von Bermaringen

Bermaringen ist ein Stadtteil von Blaustein im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Im Zuge der baden-württembergischen Gemeindereform kam der Ort mit dem Weiler Hohenstein am 1. Oktober 1974 nach Blaustein.<ref></ref>

Das Haufendorf Bermaringen liegt circa vier Kilometer nordwestlich von Blaustein.

Geschichte

Der Name Bermaringen mit dem Suffix -ingen könnte darauf hindeuteten, dass bereits im 6. Jahrhundert alemannische Siedler am Platz des heutigen Dorfes lebten.

In der schriftlichen Überlieferung wird Bermaringen erstmals 1225 genannt: Der Ort wird in einer Liste von Gütern und Rechten des Klosters Elchingen, welchem Papst Honorius III. seinem Schutz zusicherte, genannt.<ref>Landesarchiv Baden‐Württemberg (Hrsg.): Württembergisches Urkundenbuch online. Band 5, S. 415–418, N29 (leo-bw.de).</ref> Diese Güterliste könnte einen älteren Besitzstand des Klosters von spätestens 1143 abbilden.<ref>Heinz Bühler: Zur Geschichte der frühen Staufer. Herkunft und sozialer Rang, unbekannte Staufer. In: Hohenstaufen. Band 10, 1977, S. 30.</ref> Damit könnte Bermaringen zur Gründungsausstattung der möglichen Stifter Berta von Boll und Albert von Ravenstein gehört haben.

Wohl Lehen der Grafen von Dillingen, war das Dorf eine der vier staufischen Landgerichtsstätten der Reichsvögte über Ulm. 1255 wird als Gerichtsort „unter der Linde bei Bermaringen“ genannt.<ref>Landesarchiv Baden-Württemberg (Hrsg.): Württembergisches Urkundenbuch online. Band 5, S. Nr. 1352.</ref>

Mit dem Erbe der Dillinger könnte nach 1258 auch Bermaringen an die Grafen von Helfenstein gekommen sein. Die Helfensteiner besaßen weitläufige Rechte in der Umgebung und sind u. a. 1287 mit Besitz in Bermaringen belegt.<ref>Jonas Froehlich: Albrand und Mittendrin. Bermaringen in Frühgeschichte und Mittelalter. Karlsruhe 2023, S. 16.</ref>

Im 14. Jahrhundert treten als gemeinsame Ortsherren die von Stein zu Klingenstein und die miteinander stammverwandten Herren von Lauterstein (siehe Burg Lauterstein) und von Hörningen auf. Die Stein von Klingenstein bauten den Ort zum Herrschaftszentrum aus: 1368 erhielt Berthold von Stein zu Klingenstein für Bermaringen die Markgerechtigkeit sowie die Hochgerichtsbarkeit. Im Ort bestand damals ein Gasthaus, ein Badehaus und Bäckerei.<ref>Jonas Froehlich: Albrand und Mittendrin. Bermaringen in Frühgeschichte und Mittelalter. Karlsruhe 2023, S. 20–21.</ref>

Die Dorfherrschaft ging durch Kauf 1444 an die Ulmer Familie Ehinger, vor 1476 an die Kraft, 1484 an das Kloster Urspring und 1512 an Ulm, das schon 1442 und 1482 Grundbesitz sowie Geleit und Forstrecht von den Helfensteinern erworben hatte.

In ulmischer Zeit war Bermaringen Amtsort für Lehr, Mähringen und Hohenstein, wozu 1772 das Amt Scharenstetten mit Radelstetten und Temmenhausen kam.

Bermaringen kam 1803 an Bayern und durch den Grenzvertrag zwischen Bayern und Württemberg 1810 an das Königreich Württemberg, wo es dem Oberamt Blaubeuren unterstellt wurde. 1938 kam Bermaringen zum Landkreis Ulm.

Bevölkerungsentwicklung

Es handelt sich um Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand bis 1970 und ohne die heute zugehörigen Ortsteile. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen mit Archivierungen des LEO-BW Online-Informationssystems für Baden-Württemberg.

Bevölkerungsentwicklung<ref>Baden-Württemberg – Bevölkerungsentwicklung Bermaringen von 1852 bis 1970</ref>
Jahr 1852 1871 1880 1890 1900 1910 1925 1933 1939 1950 1956 1961 1970
Einwohner 835 903 916 858 816 810 794 802 774 1135 943 922 965

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bildung

  • Der evangelische Kindergarten betreut Kinder ab 2 Jahre bis zum Schuleintritt.
  • Im Dorf befindet sich eine Grundschule, in der Kinder in den Klassen 1 bis 4 unterrichtet werden.

Sport- und Kulturvereine

Datei:Sportheim in Bermaringen.jpg
Sportheim TSV Bermaringen
Datei:Vereinshaus vom Club 70 in Bermaringen.jpg
Vereinshaus vom Club 70
Datei:Sport- und Turnhalle in Bermaringen.jpg
Sport- und Turnhalle
  • Bürgerverein Bermaringen e.V
  • Club 70
  • Flohmarktteam Bermaringen
  • Förderverein Grundschule Bermaringen
  • Landfrauen Bermaringen
  • Modellsportverein Bermaringen
  • Musikverein Bermaringen e. V.
  • Schwäbischer Albverein – Ortsgruppe Bermaringen
  • TSV Bermaringen
  • Männergesangverein Frohsinn Bermaringen
  • Landwirtschaftlicher Ortsverein Bermaringen
  • Gemeindepartnerschaftsausschuss
  • Eltern-Kind-Gruppe
  • Seniorentreff-Team
  • Evangelischer Kirchenchor Bermaringen

Literatur

  • Egerer, Ernst (1901), Einst und jetzt: Geschichten und Geschichte des altulmischen Amtsorts Bermaringen. Blaubeuren: Druck und Commissionsverlag der Fr. Mangoldschen Buchhandlung.
  • Jonas Froehlich, Albrand und Mittendrin – Bermaringen in Frühgeschichte und Mittelalter. Karlsruhe 2023 (handle).

Weblinks

Commons: Bermaringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Ortsteile von Blaustein

Vorlage:Hinweisbaustein