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Bodensee-Schiffsbetriebe

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Bodensee-Schiffsbetriebe

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Rechtsform GmbH
Gründung 1824
Sitz Konstanz, Baden-Württemberg
Leitung Vorlage:Str replace
Mitarbeiterzahl Vorlage:Str replace
Umsatz Vorlage:Str replace
Branche Reederei (Kurs-, Ausflugs-, Charter-, Eventschifffahrt)
Website [https://bsb.de bsb.de]
Stand:

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Vorlage:Wikidata-Registrierung

Die Reederei Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH (BSB) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Konstanz GmbH. Gesellschaftssitz ist Konstanz im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg. Das Unternehmen führt mit seiner Flotte den regelmäßigen Kursverkehr sowie Ausflugsfahrten auf dem gesamten Bodensee durch. Des Weiteren ist es Anbieter von Event- und Charterfahrten.

2009 beförderten die BSB mit 2,2 Millionen Passagieren genauso viele Personen wie im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf rund 12 Millionen Euro, wobei ein Großteil durch den Geschäftsbereich Kurs- und Ausflugsfahrten<ref group="A">Geschäftsbereich Kurs- und Ausflugsfahrten (2009): 9,2 Millionen Euro</ref>, gefolgt von Geschäftsbereichen Bodensee-Fähre<ref group="A">Geschäftsbereich Bodensee-Fähre (2009): 1,7 Millionen Euro</ref>, sowie Charter und Event<ref group="A">Geschäftsbereich Charter und Event (2009): 1,1 Millionen Euro</ref> erzielt wurden.<ref name="Umsatz 2009">Claudia Rindt: Weiße Flotte fährt Krise davon. In: Südkurier vom 19. November 2009</ref>

Geschichte

Der eigentliche Begründer der Dampfschifffahrt auf dem Bodensee und damit auch der Bodensee-Schiffsbetriebe war der Konsul der Vereinigten Staaten von Amerika in Bordeaux, Edward Church. Nachdem dieser bereits im Juni 1823 auf dem Genfersee das erste Schweizer Dampfboot Guillaume Tell eingeführt hatte, wurde er von dem aus Genf stammenden Konstanzer Bankier und Textilfabrikanten David Macaire d’Hoggner (1775–1845) dem Stuttgarter Verleger Freiherrn Johann Friedrich von Cotta vorgestellt. Cotta wiederum empfahl Church und dessen Vorschlag zur Aufnahme der Dampfschifffahrt auf dem Bodensee dem württembergischen König Wilhelm I. Davon angetan, beauftragte der König Church sofort mit dem Bau eines Dampfschiffes in Friedrichshafen. Hierfür wurde die Gründung der Friedrichshafener Dampfbootgesellschaft initiiert, an der König Wilhelm I einen 50%igen Anteil übernahm. Am 10. November 1824 machte das württembergische Schiff Wilhelm seine erste befriedigend verlaufene Probefahrt und wurde am 1. Dezember desselben Jahres als erstes Dampfschiff des Bodensees in den Liniendienst gestellt. Fortan übernahm es Personen- und Gütertransporte zwischen Friedrichshafen und Rorschach/Romanshorn. Die Dampfbootgesellschaft wurde 1854 in die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen übernommen.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Ausgestattet mit einer entsprechenden Genehmigung des Grossherzogs von Baden, wurde am 12. Juli 1830 in Konstanz die Dampfschiffahrtsgesellschaft für den Bodensee und Rhein in Konstanz unter der Präsidentschaft David Macaire d'Hoggner gegründet. Am 30. November 1831 konnte das Unternehmen erfolgreich sein erstes Schiff, den Glattdeckdampfer Leopold, in Betrieb nehmen.<ref>Gert Zang: "Konstanz in der Grossherzoglichen Zeit", Band 4.1 aus der Reihe "Geschichte der Stadt Konstanz", Verlag Stadler, Konstanz 1994, S. 52f., ISBN 3-7977-0301-5</ref> Im folgenden Jahr nahm das zweite Schiff, der Glattdeckdampfer Helvetia, seinen Dienst auf.<ref>Vorarlberger Landesmuseum (Hrsg.): "Schifffahrt am Bodensee - Vom Einbaum zum Katamaran", Verlag Ernst Troll, Steißlingen 2005, S. 14, ISBN 3-9809773-1-5</ref> Nach 1854 (Württemberg) übernahmen die Staatseisenbahnen der Länder die Schifffahrt, Bayern und Baden folgten 1863. Bereits ab 1860 entstand die Ausflugsschifffahrt, die Motorschifffahrt begann 1920. 1920 wurde die Bodenseeschifffahrt der drei deutschen Länder der Deutschen Reichsbahn unterstellt. Im Zweiten Weltkrieg musste 1944 der Bodensee-Schiffsverkehr eingestellt werden. Nach Kriegsende wurde die Flotte durch französische Behörden 1945 beschlagnahmt, erst 1948 konnten sämtliche Kurse der Bodensee-Schifffahrt wieder aufgenommen werden. 1952 kam es zur Übernahme der Flotte durch die Deutsche Bundesbahn, nach 1994 Deutsche Bahn AG.

Im Jahr 1996 wurden die Bodensee-Schiffsbetriebe als Tochtergesellschaft „BSB GmbH“ aus der Deutschen Bahn AG ausgegliedert. Im Dezember 2002 wurden die BSB und die damit verbundenen Hafen- und Grundstücksflächen durch die Stadtwerke Konstanz GmbH erworben.<ref name="eri-2003-81">Meldung DB AG geht von Bord. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 2/2003, Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden., S. 81.</ref> Sie firmieren seit dem 15. Mai 2003 als „Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH“, einer Tochtergesellschaft der Unternehmensgruppe der Stadtwerke Konstanz GmbH. Die BSB sind Mitglied der Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU), einem Verband der vier großen Schiffsbetriebe, der unter Leitung der BSB-Geschäftsführung die Fahrpläne und Tarife der Mitglieder koordiniert.

Gegenstand des Unternehmens ist die Beförderung von Personen und Gütern auf dem Bodensee und alle mit dem Schiffsbetrieb mittelbar oder unmittelbar verbundenen Geschäfte, wie zum Beispiel Dienstleistungen im Bereich Instandhaltung Wasserbau. Darunter fallen die Erneuerung von Molenbelägen, Instandhaltungsarbeiten im Hafenbecken oder das Rammen von Dalben. Des Weiteren erforderte die Übernahme der BSB die Gründung der Bodensee-Hafengesellschaft mbH (BHG), ebenfalls eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Konstanz GmbH. Ihre Aufgabe ist die Verwaltung und Verwertung eigenen Grundbesitzes oder Wasserflächen.

Fähre Friedrichshafen-Romanshorn

Datei:Fähre "Friedrichshafen" auf dem Weg nach Romanshorn (Feb. 2022).jpg
Schwimmende Landstraße: MF Friedrichshafen
Datei:Bodensee Schifffahrtsbetriebe.jpg
BSB-Gebäude mit Zollabfertigung in Friedrichshafen, Seestraße 23

Gemeinsam mit der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt (SBS) mit Sitz in Romanshorn betreiben die Bodensee-Schiffsbetriebe die ganzjährig im Stundentakt verkehrende Fährverbindung zwischen Friedrichshafen und Romanshorn. Die sogenannte „Bodensee-Fähre“ kann neben Kraftfahrzeugen auch von Fußgängern und Fahrradfahrern genutzt werden.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Bodensee-Schiffsbetriebe; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Die Autofähre Konstanz–Meersburg gehört zwar zum Kerngeschäft der Stadtwerke Konstanz, wird von diesen aber unabhängig von den Bodensee-Schiffsbetrieben geführt.

Kursschifffahrt

Die Weiße Flotte der Bodensee-Schiffsbetriebe verbindet von April bis Mitte Oktober die wichtigsten Seestädte und Ausflugsziele. Mit der Jungfernfahrt der Überlingen am 19. und 20. Juni 2010 wurde die BSB-Flotte innerhalb von vier Jahren um zwei neue Fahrgastschiffe erweitert. Ein weiteres Schiff der Reederei ist die 2006 in Dienst gestellte Lindau.

Flotte

Zur Flotte gehören derzeit 13 Motorschiffe mit verschiedenen Heimathäfen sowie zwei Motorfähren:<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Bodensee-Schiffsbetriebe; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Claudia Rindt: Tochter der Stadtwerke. In: Südkurier vom 19. November 2009</ref>

Motorschiffe

Die Motorschiffe Baden, Karlsruhe und Schwaben, die aus den Jahren 1935 und 1937 stammen, gelten nahezu als Oldtimer. In sie wurden in den letzten Jahren hohe Summen investiert um ihren klassischen Stil und Charme zu bewahren. Die in den frühen 1960er Jahren gebauten Motorschiffe Stuttgart und München wurden ebenfalls in den letzten Jahren innen und außen komplett renoviert. Dadurch erbringen sie einen technisch guten Betrieb sowie Komfort und Sicherheit für die Fahrgäste. Weitere Motorschiffe sind die Reichenau, Konstanz und Uhldingen. Die Schiffe, deren Renovationsbedarf und deren Unterhalts- und Kraftstoffkosten stark ansteigen, werden nach und nach durch neue komfortable Schiffe ersetzt, die im Unterhalt erheblich kostengünstiger sind. Die Graf Zeppelin stammt aus dem Jahr 1989. Die Stadt Radolfzell wurde 1994 in Dienst gestellt. Im Juli 2006 hatten die Bodensee-Schiffsbetriebe das 500-Personen-Schiff Lindau in Betrieb genommen. Im Juni 2010 wurde ein weiterer Schiffsneubau in Dienst gestellt: Das 1000-Personen-Dreideckschiff Überlingen verstärkt seitdem die Weiße Flotte.

Datei:MS München und der Katamaran MS Constanze laufen den Konstanzer Hafen an -20160618.jpg
MS München und Katamaran Constanze erreichen Konstanz

Der für 300 Passagiere zugelassene Katamaran Insel Mainau (Projektname MS Artemis), das derzeit größte deutsche Elektroschiff, verkehrt seit 19. September 2022. Bei guten Erfahrungen mit dem Erstling soll ein Schwesterschiff gebaut und 2025Vorlage:Zukunft/Ausgabe in Betrieb genommen werden.<ref>Kim Maurus: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Sven Frommhold: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Bodensee-Schiffsbetriebe; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Name Länge Personen max. Innenplätze<ref name=":0" /> Baujahr<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Baden 52,50 m 0.650 144 1935
Karlsruhe 56,30 m 0.800 232 1937
Schwaben 56,00 m 0.770 260 1937
Stuttgart 57,80 m 1.000 323 1960
Reichenau 34,60 m 0.250 096 1961
München 57,50 m 1.000 335 1962
Konstanz 57,00 m 0.690 302 1964
Uhldingen 30,50 m 0.300 096 1974
Bayern 30,80 m 0.200 096 1974
Graf Zeppelin 56,25 m 0.700 492 1989
Stadt Radolfzell 52,60 m 0500 172 1994
Lindau 45,90 m 0.500 224 2006
Überlingen 58,20 m 1.000 222 2010
Insel Mainau 33,00 m 0.300 058 2022

Motorfähren

Die Motorfähren Friedrichshafen und Euregia werden auf der Fährverbindung zwischen Friedrichshafen und Romanshorn gemeinsam mit der Schweizerischen Bodensee-Schiffahrtsgesellschaft betrieben:

Name Länge Personen max. Innenplätze<ref name=":0" /> Baujahr
Friedrichshafen 55,50 m 700 115 1966
Euregia 60,00 m 700 268 1996

Werft

Datei:BSB-Werfthalle und Fähranleger Friedrichshafen.jpg
BSB-Werfthalle Friedrichshafen

Die Bodensee-Schiffsbetriebe betreiben in Friedrichshafen eine eigene Werft, jedoch ohne Schiffsbau.<ref name="Werft">Volker Geiling: Stippvisite im Maschinenraum. In: Südkurier vom 1. Oktober 2010</ref> Die Werft befindet sich unmittelbar auf der anderen Seite des Fährbetriebs am Fähranleger Friedrichshafen–Romanshorn. Das Areal in bester exponierter Lage an der Promenade hat rund 40.000 Quadratmeter.<ref>Fritjof Schultz-Friese/fsf: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 13. Februar 2011 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.. In: Bodensee Woche vom 20. August 2009</ref> Hier werden vor allem nach der Saison auf dem See in der Winterzeit umfangreiche Reparatur- und Überholungsarbeiten an den Schiffen durch mehr als 30 Mitarbeiter vorgenommen,<ref>Volker Geiling: Gratis-Genuss am Bodensee. In: Südkurier vom 23. September 2010</ref> wobei mit bis zu 40 Fremdfirmen zusammengearbeitet wird.<ref name="Werft" /> In den Sommermonaten sind es fünf oder sechs Mitarbeiter.<ref name="Werft" />

Im Jahr 2022 waren 10 Mitarbeiter der Stralsunder Ostseestaal-Werft in der Werft der BSB tätig, um die in Stralsund vorgefertigten Module der MS Insel Mainau (2022) zusammenzufügen und das Schiff zu komplettieren.

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Denkmalschutz

Vier Schiffe der Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH (BSB) sind am 4. Juni 2014 vertraglich „zum dauerhaften Erhalt der Schiffe“ als Kulturdenkmale eingestuft worden: Das ehemalige Arbeitsschiff Möve (ursprünglich ein „Lastensegler“, Baujahr 1877), die Motorschiffe Baden und Schwaben sowie das Arbeitsschiff Friedrichshafen.<ref>Presseinformation der BSB vom 4. Juni 2014: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 6. Juli 2014 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref>

Siehe auch

Weblinks

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Anmerkungen

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Einzelnachweise

<references responsive />

Koordinaten: 47° 39′ 36,7″ N, 9° 10′ 42″ O

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