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Hinoki-Scheinzypresse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Chamaecyparis obtusa)

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Hinoki-Scheinzypresse
Datei:Chamaecyparis obtusa1.jpg

Hinoki-Scheinzypresse

Systematik
Klasse: Coniferopsida
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Zypressengewächse (Cupressaceae)
Unterfamilie: Cupressoideae
Gattung: Scheinzypressen (Chamaecyparis)
Art: Hinoki-Scheinzypresse
Wissenschaftlicher Name
Chamaecyparis obtusa
(Siebold & Zucc.) Endl.
Datei:Chamaecyparis obtusa SZ121.png
Hinoki-Scheinzypresse (Chamaecyparis obtusa), Illustration
Datei:Chamaecyparis obtusa 02.jpg
Hinoki-Scheinzypresse (Chamaecyparis obtusa) mit Zapfen

Die Hinoki-Scheinzypresse (Chamaecyparis obtusa), auch Hinoky-Scheinzypresse oder Muschel-Zypresse sowie Sonnenbaum und Hinoki, Kinoki genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae).

Die Hinoki-Scheinzypresse ist einer der „Fünf Bäume von Kiso“, die 1708 im Lehen Owari unter Naturschutz gestellt wurden.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Kokudo Chiriin, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Januar 2013; abgerufen am 19. Dezember 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www1.gsi.go.jp</ref>

Beschreibung

Die Hinoki-Scheinzypresse ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von 35 bis zu 40 Metern und einen Stammdurchmesser von 1,2 bis zu 3 Metern erreicht. Auffällig sind ihre gezeichneten, dunkelgrünen Blätter und der breit säulenförmige Wuchs. Bei freistehenden Bäumen reichen die weit ausladenden Zweige bis zum Boden herab. Die Borke ist rötlich-braun. Die schuppenförmigen Blätter sind dicht an die Zweige gepresst.

Die Hinoki-Scheinzypresse ist einhäusig (monözisch). Die reifen Zapfen sind kugelig mit einem Durchmesser von 8 bis 12 Millimetern und besitzen acht bis zehn Samenschuppen. Die geflügelten Samen sind etwa 3 Millimeter lang.

In Japan sind ihre Pollen, die im April/Mai auftreten, der häufigste Verursacher von Heuschnupfen.<ref>Amber Chang: Hay fever (花粉症). In: E-Ibaraki Report. Ibaraki International Affairs Division, Präfektur Ibaraki, 27. Juni 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. April 2009; abgerufen am 10. Mai 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pref.ibaraki.jp</ref>

Die Chromosomenzahl beträgt für beide Varietäten 2n = 22.<ref name="Tropicos" />

Nutzung

In Japan gehört diese Scheinzypressen-Art zu den auch forstwirtschaftlich geschätzten Baumarten. In Europa ist die Hinoki-Scheinzypresse als reine Art nur sehr selten in botanischen Gärten zu finden. Es finden sich zahlreiche Kultursorten, die sich durch niedrigeren Wuchs und/oder eine andere Blattfärbung auszeichnen.

Aus dem Holz und den Blättern wird in Japan das ätherische Hinokiöl gewonnen.<ref>Robert Tisserand, Rodney Young: Essential Oil Safety. Second Edition, Churchill Livingstone, 2014, ISBN 978-0-443-06241-4, S. 61, 301 ff.</ref>

Forstwirtschaftliche Nutzung

Hinoki-Scheinzypressen werden in Japan, dort Hinoki (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) genannt, als Edelholz angebaut. Das Holz wird für den Bau von Palästen, Tempeln und Schreinen sowie für die traditionellen Nō-Theater verwendet. Außerdem ist es ein beliebtes Material zur Herstellung von Tischtennisschlägern.<ref>Liste der Schlägermaterialien, TT Blades Database auf stervinou.net, abgerufen am 19. Februar 2018.</ref> Das Holz duftet nach Zitrone und ist von heller Farbe.

Systematik und Verbreitung

Die deutschen Botaniker Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini veröffentlichten 1844 eine Beschreibung unter dem Taxon Retinispora obtusa im zweiten Band ihres gemeinsamen Werkes Flora japonica.<ref>Fl. jap. 2:38, t. 121. 1844. Siehe Eintrag bei GRIN.</ref> Der österreichische Botaniker Stephan Ladislaus Endlicher bezog sich 1847 auf dieses Basionym, ordnete die Art jedoch unter dem heute gültigen Taxon Chamaecyparis obtusa der Gattung der Scheinzypressen zu.<ref>Syn. conif. 63. 1847. Siehe Eintrag bei GRIN.</ref>

Weitere Synonyme für die Art sind Chamaecyparis breviramea <templatestyles src="Person/styles.css" />Maxim. und Cupressus obtusa <templatestyles src="Person/styles.css" />K. Koch.

Es gibt zwei Varietäten:

  • Chamaecyparis obtusa var. formosana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hayata) Rehder (Syn.: C. obtusa forma formosana <templatestyles src="Person/styles.css" />Hayata, C. taiwanensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Masamune & Suzuki): Die Zapfen sind mit 7 bis 9 Millimetern Größe kleiner als beim Typ. Die Heimat dieser Varietät ist Taiwan.
  • Chamaecyparis obtusa var. obtusa: Die Heimat dieser Varietät ist Japan.

Zuchtformen

Hier eine Auswahl der kultivierten Zuchtformen:

  • ‚Crippsii‘: Eine breit pyramidenförmig wachsende Form mit goldgelber Belaubung, die etwa 3 bis 4,5 Meter hoch wird.
  • ‚Tetragona‘: Eine schmal wachsende Form, die etwa 4 Meter hoch wird und blaugrüne Belaubung aufweist.
  • ‚Tetragona Aurea‘: Diese Form ist der ‚Tetragona‘ ähnlich, besitzt jedoch goldgelbe Blätter.

Kleine bis zwergige Formen sind:

  • ‚Flabelliformis‘: Ein Zwergform mit hellgrünen Blättern, die nur 15 Zentimeter hoch wird.
  • ‚Kosteri‘: Mit apfelgrünen Blättern.
  • ‚Minima‘: Eine langsam wüchsige, grün belaubte Zwergform, die nach 20 Jahren erst etwa 10 Zentimeter Höhe erreicht.
  • ‚Nana‘: Diese Form wird etwa 1 Meter hoch mit einer breiten Wuchsform. Die Blätter sind matt und dunkelgrün.
  • ‚Nana Gracilis‘: Diese Form wächst breit kegelförmig mit gedrehten Zweigen und wird 30 bis 60 Zentimeter hoch. Die Blätter sind hell- bis dunkelgrün.
  • ‚Nana Aurea‘: Eine Zwergform mit goldgelben Blättern, die im Winter bronzefarben werden.
  • ‚Pygmaea‘: Eine breitwüchsige Zwergform, braunbronzene Blätter mit graubrauner Rinde
  • ‚Spiralis‘: Eine Form mit aufrechtem Wuchs.
  • ‚Tempelhof‘: Diese etwa 2,5 Meter hoch wachsende Form hat grünliche Blätter, die im Winter bronzefarben werden können.
  • ‚Verdon‘: Eine langsam wüchsige, gelbgrüne Form.

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos">Chamaecyparis obtusa bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Hinoki-Scheinzypresse (Chamaecyparis obtusa) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien