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Monochloramin

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(Weitergeleitet von Chloramin)

Vorlage:Infobox Chemikalie

Monochloramin ist eine chemische Verbindung, die als Desinfektionsmittel eingesetzt wird und zur Gruppe der Chloramine bzw. Stickstoffhalogenide gehört. In reiner Form ist Monochloramin instabil und zersetzt sich bei Temperaturen von über −110 °C; ab −40 °C verläuft die Zersetzung heftig bis explosionsartig. Bei niedrigen Drücken sowie in verdünnten Lösungen ist es stabil.<ref name="HoWi" />

Vorkommen

Monochloramin kann durch Reaktion von Chlor mit stickstoffhaltigen Verbindungen z. B. in Schwimmbädern entstehen.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Es ist, neben anderen Chloraminen, für den typischen Schwimmbadgeruch verantwortlich und kann zu Augen- und Schleimhautreizungen führen.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Gewinnung und Darstellung

Monochloramin kann gewonnen werden durch Reaktion von Ammoniak (oder Ammoniumverbindungen) mit Hypochloriger Säure<ref name="ref29">Vorlage:Literatur</ref> unter leicht alkalischen Bedingungen:

<math>\mathrm{NH_3 + HClO \longrightarrow NH_2Cl + H_2O}</math>

Die Verwendung von Chlor ist weniger ratsam aufgrund der Bildung explosiven Stickstofftrichlorids als Nebenprodukt.<ref>G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 477–479.</ref>

<math>\mathrm{2 \ NH_3 + Cl_2 \longrightarrow NH_2Cl + NH_4Cl}</math>

Verwendung

Monochloramin wird in geringer Konzentration in den USA als Desinfektionsmittel in Wasserversorgungssystemen als Alternative zur Chlorung eingesetzt. Des Weiteren bildet Monochloramin ein wichtiges Zwischenprodukt bei der Hydrazin-Synthese nach dem Raschig-Verfahren. Monochloramin bildet mit Phenolen in Anwesenheit eines Katalysators blaue Indophenolfarbstoffe, was als Nachweis genutzt werden kann.

Sicherheitshinweise

Monochloramin ist giftig für bestimmte Fischarten.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Stickstoffhalogenide