Safranschirmlinge
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| Safranschirmlinge | ||||||||||||
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| Datei:Macrolepiota rhacodes 20061022wb cropped.jpg
Olivbrauner Safranschirmling (Chlorophyllum olivieri) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Chlorophyllum | ||||||||||||
| Massee, nom. cons. |
Die Safran- oder Grünsporschirmlinge (Chlorophyllum) sind eine mit den Riesenschirmlingen (Macrolepiota) nah verwandte Gattung aus der Familie der Champignonverwandten (Agaricaceae).
Der Name „Safranschirmlinge“ bezieht sich auf das orangerötlich verfärbende Fleisch der Fruchtkörper bei Kontakt mit Luftsauerstoff. Die Bezeichnung „Grünsporschirmlinge“ leitet sich vom wissenschaftlichen Namen Chlorophyllum ab, der übersetzt „Grünblättler“ bedeutet und auf den Lamellen der Typusart Chlorophyllum molybdites basiert, die sich bei Reife durch die grünlichen Sporen entsprechend verfärben.
Merkmale
Die Gattung bestand zunächst nur aus der Typusart Chlorophyllum molybdites mit deutlich grünlichem Sporenpulver. Die Art ist in den Tropen und Subtropen weit verbreitet, wurde jedoch auch schon in Schottland entdeckt. DNA-Analysen ergaben, dass der heimische Gemeine Safranschirmling (Chlorophyllum rhacodes) sowie einige weitere nah verwandte Arten wie beispielsweise der Olivbraune Safranschirmling (Chlorophyllum olivieri) ebenfalls zu dieser Gattung zählen, obwohl das Sporenpulver und die Lamellen eine cremeweiße bis cremegelbe Farbe aufweisen.<ref name="Friebes2013" />
Gattungsabgrenzung
Der Unterschied zu den Riesenschirmlingen und das gemeinsame Gattungsmerkmal der Safranschirmlinge sind die glatten, nicht genatterten Stiele.
Arten
Folgende Arten kommen in Europa vor beziehungsweise sind dort zu erwarten.<ref name="Strittmatter2008" />
-
Garten-Safranschirmling
Chlorophyllum brunneum -
Olivbrauner Safranschirmling
Chlorophyllum olivieri -
Gemeiner Safranschirmling Chlorophyllum rhacodes
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Hexenring aus Fruchtkörpern der Art Chlorophyllum molybdites auf einer Rasenfläche
Bedeutung
Die Gattung enthält Speisepilze wie den Olivbraunen Safranschirmling. C. molybdites ist giftig und verursacht Vergiftungen mit den Symptomen des Gastrointestinalen Syndroms. Ebenfalls zu den Giftpilzen wird der Gift-Safranschirmling (C. venenatum) gezählt, dessen Berechtigung als eigene Art ist jedoch umstritten.
Quellen
Literatur
- Else C. Vellinga: Type studies in Agaricaceae – the complex of Chlorophyllum rachodes. In: Mycotaxon. Band 85, 2003, S. 259–270 (berkeley.edu [PDF; 1,8 MB]).
- Else C. Vellinga: New combinations in Chlorophyllum. In: Mycotaxon. Band 83, 2002, S. 415–417 (berkeley.edu [PDF; 405 kB]).
Einzelnachweise
<references> <ref name="Friebes2013"> Gernot Friebes: Über die komplizierte Gruppe der Safran- und Riesenschirmlinge: Die Gattungen Chlorophyllum und Macrolepiota. In: Der Tintling. Heft 4/2013, Nr. 83. Karin Montag, 2013, ISSN 1430-595X, S. 7–27. </ref> <ref name="Strittmatter2008"> Eric Strittmatter: Die Gattung Chlorophyllum. In: fungiworld.com. Pilz-Taxa-Datenbank. 28. Juni 2008, abgerufen am 1. August 2012. </ref> </references>
Weblinks
- Thomas J. Volk: Tom Volk's Fungus of the Month for August 1999. This month's fungus is Chlorophyllum molybdites, the green spored Lepiota. 2009, abgerufen am 1. August 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).