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Codex Vaticanus Graecus 2061

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Codex Vaticanus 2062)
Manuskripte des Neuen Testaments
PapyriUnzialeMinuskelnLektionare
Unzial 048
Name Codex Vaticanus 2061
Text Apostelgeschichte, Katholische Briefe, Paulusbriefe
Sprache Griechisch
Datum 5. Jahrhundert
Lagerort Vatikanische Bibliothek
Größe 30 × 27 cm
Typ Alexandrinischer Texttyp
Kategorie II
Notiz nahe an Codex A

Der Codex Vaticanus 2061 (Gregory-Aland Nr. 048; von Soden α 1) ist eine griechische Handschrift des Neuen Testaments, die auf das 5. Jahrhundert datiert wird.<ref name="Aland">Kurt und Barbara Aland: Der Text des Neuen Testaments. Einführung in die wissenschaftlichen Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1981, ISBN 3-438-06011-6, S. 123.</ref> Früher trug sie die Bezeichnung Codex Basilianus 100, noch früher Codex Patriniensis 27.<ref name = Gregory/>

Beschreibung

Die Handschrift umfasst nahezu die gesamte Apostelgeschichte, Katholische Briefe, Paulusbriefe auf 21 Pergamentblättern (von original 316). Sie hat ein Format von 30 × 27 cm. Der Text steht in drei Spalten mit 40–41 Zeilen und 12–15 Buchstaben pro Zeile.<ref name = Gregory>C. R. Gregory: Textkritik des Neuen Testaments. Leipzig 1900, Bd. 1, S. 121.</ref> Die Buchstaben sind einfach rund und quadratisch. Spiritus asper, Spiritus lenis und Akzente scheinen zu fehlen. Euthalian apparatus fehlen auch.<ref name = Gregory/>

Die Handschrift ist ein zweimal überschriebener Palimpsest.<ref name = Aland/> Der Bibeltext wurde zuerst überschrieben mit Homilien des Johannes Chrysostomus: in lotionem pedum; in sanctum Sabbatam; de proditone Iudae; in sanctum Thoma; in ascensionem. Ein weiteres Mal wurde er überschrieben mit Texten von Gregor von Nazianz.<ref>https://www.trismegistos.org/ldab/text.php?tm=%20144136 Eintrag in der Leuven Database of Ancient Books.</ref>

Text

Der griechische Text des Codex repräsentiert den Alexandrinischen Texttyp. Es wird der Kategorie II zugeordnet.<ref name = Aland/> Die Handschrift ist nahe am Codex Alexandrinus.<ref name = Kenyon>Frederic G. Kenyon: Handbook to the Textual Criticism of the New Testament. 2. Auflage. London 1912, S. 122.</ref>

Geschichte

Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Handschrift in dem Kloster der heiligen Maria von Patire bei Rossano in Kalabrien aufbewahrt.<ref name = Gregory/>

Der Codex wird in der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek (Gr. 2061) in Rom aufbewahrt.<ref name = Aland/>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references/>

Literatur

Weblinks