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Codo … düse im Sauseschritt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Codo (Lied))
Codo
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Deutsch-Österreichisches Feingefühl
Veröffentlichung 1983
Länge 4:24
Genre(s) Neue Deutsche Welle
Autor(en) Annette Humpe, Georg Januszewski, Josef Prokopetz, Manfred Oskar Tauchen<ref>Repertoiresuche. In: online.gema.de. Abgerufen am 13. Juni 2022.</ref>
Produktion Annette Humpe
Album DÖF

Codo … düse im Sauseschritt ist ein NDW-Song der Band Deutsch-Österreichisches Feingefühl (DÖF) aus dem Jahr 1983. Die Musik stammt von den DÖF-Mitgliedern Josef Prokopetz und Manfred Tauchen sowie der deutschen Sängerin Annette Humpe, der Text von Prokopetz, Tauchen, Humpe und Georg Januszewski. Annette Humpe war neben ihrer Autorentätigkeit auch für die Produktion zuständig. Ihre Schwester Inga Humpe sang den Refrain des Liedes. Die Single wurde in mehreren europäischen Ländern ein Nummer-eins-Hit und verkaufte sich 1,2 Millionen Mal.

Text

Der Liedtext handelt von einem raumfahrenden Sternbewohner namens Codo, was laut Joesi Prokopetz eine Abkürzung für „Cosmischer Dolm“ (in österreichischer Umgangssprache etwa Depp) ist.<ref name=":0">Ich will Spass: "DÖF" (Neue Deutsche Welle). Abgerufen am 29. August 2024.</ref><ref>Dolm : Idiot, Dummkopf | Dein Österreichisches Wörterbuch. Abgerufen am 29. August 2024.</ref> Die Idee zu „Codo“ sowie die Hookline „Und ich düse, düse, düse im Sauseschritt“ stammen von dem Wiener Georg Januszewski. Er schrieb ein Lied „Kodo“ im Sommer 1978 und sang es seitdem im Freundeskreis, mit gleichbleibendem Refrain, aber wechselndem sonstigen Text. An der neu vertonten endgültigen Version wurde er zu einem Viertel als Mitautor des Textes beteiligt.<ref name=Jusline>TE OGH 1988/1/19 4Ob409/87 JUSLINE Entscheidung Veröffentlicht am 19. Januar 1988, aufgerufen am 27. August 2025</ref><ref name=Scheytt>DÖF: Codo (...düse im Sauseschritt). In: Jochen Scheytts Musikseiten. Abgerufen am 25. August 2025.</ref>

Codo bringt im Lied gegen den Widerstand des regierenden „Herrn des Hasses“ die verbotene Liebe wieder zur Erde zurück.<ref>Die Frau mit der Ideal-Linie. 24. März 2011, abgerufen am 29. August 2024.</ref> Inga Humpe, die den Refrain singt,<ref name="Der Spiegel Codo">POPMUSIK · So gräßlich häßlich · Der infantile Weltraumschlager "Codo" ist der Hit des Sommers. In: Der Spiegel. Nr. 35, 1983, S. 170–171 (online).</ref> stellt im Musikvideo das Wesen Codo im Glitzerkostüm auf einer Schaukel sitzend dar.<ref>Himmel und Hölle. In: oe1.orf.at. Abgerufen am 1. Dezember 2017.</ref> Für sie war Codo „ein außerirdisches Wesen ohne bestimmtes Geschlecht, das den Hass überwindet und uns verstreßten und negativ eingestellten Menschen alles bringt, was wir vermissen: gute Laune, Witz, Charme und vor allem Liebe“.<ref name=":0" /> Die Sprechrollen übernehmen Manfred Tauchen als personifizierter Hass und Joesi Prokopetz.<ref name=Scheytt></ref>

Veröffentlichungen

Datei:Rein-gar-nix-Single.jpg
Rein gar nix. B-Seite der GiG-Records-Single von 1983

Die B-Seite der Single enthält das 5:32 Minuten lange gesprochene Kabarettstück Rein gar nix als humoristisches Hörspiel: Zwei Ansager versuchen darin, die Zuhörer davon zu überzeugen, die falsch herum aufgelegte Platte umzudrehen.<ref group="Anm."> Angaben nach der österreichischen Single-Veröffentlichung von 1983, Seite B. (GIG Records 111 136)</ref> Außerdem gibt es eine Maxi-Single, worauf sich eine 5:11 Minuten lange Version von Codo befindet.<ref name="discogs">Codo (… düse im Sauseschritt) bei Discogs, abgerufen am 29. August 2024.</ref> Codo erschien auch auf dem Album DÖF, das sich im deutschsprachigen Raum über 500.000 Mal verkaufte. Des Weiteren existiert eine jiddisch-englische Version unter dem Namen Cojdoj, the Flying Schissel auf der B-Seite der Single Love Me. Die GiG-Records-Cover sind blau mit weißer Schrift,<ref name="discogs" /> das Artwork der WEA-Records-Ausgaben stammt von Manfred Deix.

Kontroversen

Plagiatsvorwürfe

Um die Melodie des Titels erhob sich nach 1983 ein Urheberrechtsstreit, da das Lied nach Ansicht von Holger Biege auf eine seiner Kompositionen zurückgeht, den Titel Küss mich und lieb mich, gesungen von Gerd Christian in der DDR. Laut der Schilderung von Bieges Witwe Cordelia erfuhr Biege nach seiner Flucht aus der DDR 1983 durch Zufall, dass Annette Humpe die Melodie ganz bewusst kopiert und sich dabei sogar über Ossis lustig gemacht habe, die gegen so ein Plagiat „sowieso nichts machen könnten“.<ref>Wolfgang Martin: Sagte mal ein Dichter – Holger Biege. Die Biografie. Berlin 2019, ISBN 978-3-95958-191-2.</ref> Dies war für Biege der Anlass zum Plagiatsverfahren.

Es existieren widersprüchliche Angaben darüber, welche Seite in der ersten Instanz Recht bekam.<ref>Der 40. Geburtstag von CODO oder: Holger Bieges heimlicher Nr. 1 Hit. In: Deutsche Mugge. Abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Nach einer Berufung ging das Verfahren in die zweite Instanz, in der ein Vergleich vorgeschlagen wurde, woraufhin Biege auf weitere rechtliche Schritte verzichtete.<ref name=Scheytt/><ref>Joesi Prokopetz (DÖF). „Codo war im gesamten Programm nur ein Ausrutscher…“ In: Deutsche Mugge. Abgerufen am 29. Juli 2025 (Interview vom 29. Mai 2007).</ref>

Klage von Georg Januszewski

Januszewski hatte gefordert, nicht nur am Text, sondern auch an der Musik mitbeteiligt zu werden. Dies wurde im Jänner 1988 vom Obersten Gerichtshof in letzter Instanz nach Oberlandesgericht und Handelsgericht zurückgewiesen. Eine Mitbeteiligung wäre zwar grundsätzlich möglich gewesen, Januszewski habe jedoch vertraglich darauf verzichtet.<ref name=Jusline/>

Buffy–Titelmelodie

Die als Buffy Theme bezeichnete Titelmusik der zwischen 1997 und 2003 ausgestrahlten US-amerikanischen Fernsehserie Buffy – Im Bann der Dämonen weist eine deutliche Ähnlichkeit zu der auf „uh“ gesungenen Melodielinie von Codo auf, die im Original zuerst nach 50 Sekunden auftritt und mehrfach vorkommt.<ref>Buffy the Vampire Slayer: Theme Song | Season 1 | Buffy the Vampire Slayer. 22. Juni 2022, abgerufen am 19. November 2025.</ref> Darauf angesprochen, gab Steve Sherlock, Mitglied der US-amerikanischen Alternative-Rock-Band Nerf Herder, der diese Melodie komponiert hatte, 2006 in einem Interview an, er habe „noch nie von DÖF gehört“ und die Ähnlichkeit sei „zufällig“.<ref>Caroline van Oosten de Boer, Milo Vermeulen: Before Nerf Herder, the original Buffy theme: "Codo" by 1980s Austrian band, Dof - BtAS - Whedonesque.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. Juni 2011;.</ref>

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

Codo … düse im Sauseschritt avancierte zum Nummer-eins-Hit in Belgien,<ref name="ChartsAT" /> Deutschland (fünf Wochen),<ref name="ChartsDE" /> den Niederlanden<ref>Chartplatzierung in den Niederlanden. In: top40.nl. Nederlandse Top 40, abgerufen am 2. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und Österreich.<ref name="ChartsAT" /> Darüber hinaus erreichte es mit Rang vier die Top 10 in der Schweiz.<ref name="ChartsCH" />

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Auszeichnungen für Musikverkäufe

Quellen zufolge verkaufte sich die Single weltweit über 1,2 Millionen Mal,<ref>Die besten Party-Hits. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. September 2012;.</ref> davon laut Schallplattenauszeichnungen über 250.000 Mal in Deutschland.

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Rezeption

Coverversionen

Reminiszenzen

  • Adel Tawil, der mit Annette Humpe zusammengearbeitet hat, zitiert das Stück neben anderen in seinem Song Lieder aus dem Jahr 2013 musikalisch.
  • Das Lied Sklave der Gruppe Kraftklub (vom Album Keine Nacht für Niemand, 2017) enthält ebenfalls Reminiszenzen an andere Lieder, darunter auch Codo. Die Passage „Business, Ich mache Business. Ich bin der Boss“ imitiert Metrum, Wortklang und Betonung einer Passage in Codo („Hässlich, ich bin so hässlich, [so grässlich hässlich,] ich bin der Hass!“).<ref>Dennis Drögemüller: Kraftklub inszenieren Büro-Tristesse in Video zu Sklave. In: VISIONS.de. 31. Mai 2017, abgerufen am 19. November 2025.</ref>

Weblinks

Commons: Codo … düse im Sauseschritt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

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Einzelnachweise

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