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Coeloneurum ferrugineum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Coeloneurum)

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Coeloneurum ferrugineum
Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Nachtschattenartige (Solanales)
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Gattung: Coeloneurum
Art: Coeloneurum ferrugineum
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Coeloneurum
Radlk.
Wissenschaftlicher Name der Art
Coeloneurum ferrugineum
(Spreng.) Urb.

Coeloneurum ferrugineum ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist die einzige Art der Gattung Coeloneurum.

Beschreibung

Coeloneurum ferrugineum ist ein 2,6 bis 3,3 m hoher<ref name="Urban20" /> Baum oder Strauch mit schmalen, ledrigen Laubblättern. Die extraaxillären, fünfzähligen Blüten stehen einzeln und sind nahezu aufsitzend. Ihr Kelch ist glockig geformt. Die gelbe bis hellgelbe<ref name="Urban20" /> Krone besitzt eine kurze Kronröhre und einen breiten Kronsaum.<ref name="Wettstein1895" /> Der Kronsaum selbst ist tief gelappt.<ref name="Santiago03" /> Es werden fünf Staubblätter und ein zweifächriger Fruchtknoten gebildet. Je Fruchtknotenfach wird eine einzelne Samenanlage gebildet. Die Frucht ist eine eiförmige Beere.<ref name="Wettstein1895" /> Die Samen sind im Vergleich zu anderen Nachtschattengewächsen relativ groß. Es wird kein Endosperm gebildet. Der gerade Embryo besitzt dicke Keimblätter, die deutlich länger als die kleine Keimwurzel sind.<ref name="Hunziker01" />

Vorkommen und Standorte

Die Art kommt auf Hispaniola vor.<ref name="POWO" /> Die Standorte sind sehr trocken.<ref name="Santiago03" />

Taxonomie und Systematik

Coeloneurum ferrugineum wurde 1824 als Jacquinia ferruginea von Curt Polycarp Joachim Sprengel in Systema vegetabilium [Caroli Linnaei ... ]. Editio decima sexta 16. Auflage Band 1 Seite 668 erstbeschrieben. Die Art wurde 1899 von Ignatz Urban in Symbolae Antillanae: seu fundamenta florae Indiae occidentalis ... Band 1 Teil 2 Seite 380 als Coeloneurum ferrugineum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Spreng.) Urb. in die Gattung Coeloneurum gestellt.

Die Zuordnung der Gattung Coeloneurum zu den Nachtschattengewächsen wurde lange Zeit angezweifelt, so schließt beispielsweise Armando Hunziker in seiner Systematik der Nachtschattengewächse diese und drei andere Gattungen aufgrund der Samenmorphologie aus der Familie aus und ordnet sie einer eigenen Familie Goetzeaceae zu.<ref name="Hunziker01" />

Molekularbiologische Untersuchungen haben jedoch nachgewiesen, dass die zu den Goetzeaceae gezählten Gattungen zusammen mit den Gattungen Duckeodendron und Metternichia in den Nachtschattengewächsen einzuordnen sind. Richard Olmstead führt sie in seiner Systematik der Familie in einer Unterfamilie Goetzeoideae.<ref name="Santiago03" /> Die Verwandtschaftsverhältnisse zu den nahestehenden Gattungen zeigt das folgende Kladogramm.



Duckeodendron


   

 Metternichia


   

 Coeloneurum


   

 Henoonia


   

 Espadaea


   

 Goetzea


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Kladogramm vereinfacht nach <ref name="Santiago03" />

Nachweise

Literatur

  • Armando T. Hunziker: The Genera of Solanaceae. A.R.G. Gantner Verlag K.G., Ruggell, Liechtenstein 2001, ISBN 3-904144-77-4.
  • Richard v. Wettstein: Nolanaceae, Solanaceae, Scrophulariaceae. In: A. Engler (Hrsg.): Die natürlichen Pflanzenfamilien nebst ihren Gattungen und wichtigeren Arten. IV. Teil, 3. Abteilung b, 1895. S. 30.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Hunziker01">Armando T. Hunziker: The Genera of Solanaceae. A.R.G. Gantner Verlag K.G., Ruggell, Liechtenstein 2001, ISBN 3-904144-77-4.</ref>.<ref name="Santiago03">Eugenio Santiago-Valentin und Richard G. Olmstead: Phylogenetics of the Antillean Goetzeoideae (Solanaceae) and Their Relationships within the Solanaceae based on Chloroplast and ITS DNA Sequence Data. In: Systematic Botany, Band 28, Heft 2. S. 452–460.</ref> <ref name="Urban20">Ignatius Urban: Symbolae Antillanae Seu Fundamenta Florae Indiae Occidentalis, Band VIII, 1920–1921. S. 629–630.</ref> <ref name="Wettstein1895"> Richard v. Wettstein: Nolanaceae, Solanaceae, Scrophulariaceae. In: A. Engler (Hrsg.): Die natürlichen Pflanzenfamilien nebst ihren Gattungen und wichtigeren Arten. IV. Teil, 3. Abteilung b, 1895. S. 29–30.</ref> <ref name="POWO">Coeloneurum ferrugineum . In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>