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Daumenschraube

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(Weitergeleitet von Daumenstock)
Datei:16XX Daumenschraube anagoria.JPG
Daumenschraube aus dem 17. Jahrhundert, Märkisches Museum Berlin
Datei:Theresiana-Daumenstock.jpg
Daumenschraube aus der Constitutio Criminalis Theresiana

Die Daumenschraube, die in der Constitutio Criminalis Theresiana von 1769 als Daumenstock bezeichnet wurde, war ein Folterinstrument zur „Wahrheitsfindung“ der Rechtsprechung im Spätmittelalter (spätestens ab dem 14. Jahrhundert) und der frühen Neuzeit. Sie wurde bei einer peinlichen Befragung zur Erwirkung von Geständnissen eingesetzt.<ref>Daumenschraube. In: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2013; abgerufen am 23. September 2013.</ref>

Anwendung

Der Daumen oder andere Finger werden in eine Zwinge gespannt. Deren durch Gewinde miteinander verbundene Backen werden durch Schrauben zunehmend zusammen gepresst. Dieser Druck ist äußerst schmerzhaft und nicht selten mit Frakturen verbunden, die bleibende Schäden an der Hand verursachen können.

Sehr oft wurde diese Form der Folter zur Erlangung von „Geständnissen“ bei der Hexenverfolgung eingesetzt.

Die Folter wurde oft von Medizinfachkundigen durchgeführt.

Umgangssprache

Die umgangssprachliche Redewendung „die Daumenschrauben anziehen“ bedeutet „Druck ausüben“ oder „zwingen“.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Daumenschraube – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />