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Δ-Lemma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Delta-Lemma)

Das <math>\Delta</math>-Lemma ist ein mathematischer Satz aus der kombinatorischen Mengenlehre. Es findet Anwendung bei der Entwicklung der Forcing-Methode.

Aussage

Sei <math>D</math> eine Familie von Mengen, und <math>d</math> eine weitere Menge. <math>D</math> heißt ein <math>\Delta</math>-System mit Wurzel <math>d</math>, falls gilt:

  • <math>\forall x\neq y\in D: x\cap y=d</math>, der Schnitt zweier Mengen aus <math>D</math> ist also konstant.

Das <math>\Delta</math>-Lemma besagt nun: Jede überabzählbare Familie endlicher Mengen enthält ein überabzählbares <math>\Delta</math>-System.

Verallgemeinerung

Das Lemma lässt sich wie folgt verallgemeinern: Seien <math>\lambda<\mu</math> Kardinalzahlen mit

  • <math>\mu</math> ist regulär: <math>\mu=cf(\mu)</math>
  • Für alle <math>\alpha<\mu</math> gilt: <math>\alpha^{<\lambda}:=\sup_{\gamma<\lambda}\alpha^{\gamma}<\mu</math> (siehe Kardinalzahlarithmetik),

dann gibt es für jede Familie <math>I</math> mit <math>\left|I\right|=\mu</math> und <math>\left|a\right|<\lambda</math> für <math>a\in I</math> ein <math>\Delta</math>-System der Mächtigkeit <math>\mu</math>. Setzt man <math>\lambda=\aleph_0</math> und <math>\mu=\aleph_1</math>, so erhält man obigen Spezialfall.

Literatur

  • Thomas Jech: Set Theory. 3rd millennium edition, revised and expanded, corrected 4th print. Springer, Berlin u. a. 2006, ISBN 3-540-44085-2.
  • Kenneth Kunen: Set Theory. An Introduction to Independence Proofs (= Studies in Logic and the Foundations of Mathematics. Bd. 102). North-Holland Publishing Co., Amsterdam u. a. 1980, ISBN 0-444-85401-0.