Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338 Neudorf (Duisburg) – WikipediaZum Inhalt springen
Neudorf ist ein Duisburger Stadtteil im Stadtbezirk Duisburg-Mitte. Der Doppel-Stadtteil hat 27.822 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2025) auf einer Fläche von 10,71 km², bestehend aus den beiden Ortsteilen Neudorf-Nord (14.794 Einwohner) und Neudorf-Süd (13.028 Einwohner).
Auf der Heide, zwischen Landwehr und Duisburger Wald, entstand im Jahre 1770 das Friedrichsdorf, auch Op de Heid genannt. Es war eine Gründung von Friedrich dem Großen, der am 1. September 1769 einigen Pfälzer Familien unkultivierten Boden übergab. Man versprach ihnen die freie Religionsausübung, die Befreiung vom Militärdienst, eine zehnjährige Steuerfreiheit, Wohnbauzuschüsse und Reisegeldvergütung. Dieser Ansiedlungsversuch scheiterte jedoch, da alle Kolonisten innerhalb weniger Monate in ihre Heimat zurückkehrten.
Am 30. Mai 1770 gab es einen erneuten Zuzug von „Kolonisten“ nach Duisburg-Neudorf mit 13 hessisch-darmstädtischen Familien, bis August 1770 folgten vier weitere Familien.<ref>Zur Geschichte der Gründung Neudorfs, den Namen der Kolonisten und der Familienzusammensetzung, zu Grundrissen und Ansichten der Kolonistenhäuser siehe: Roden, Günter von : Zur Geschichte von Duisburg-Neudorf. Zusammenfassung, Ergänzungen, Anregungen zur weiteren Forschung. In: Duisburger Forschungen, Band 14. Duisburg : Walter Braun Verlag, 1970, S. 160–179</ref> An diese Besiedlungsphase erinnert heute noch der Straßenname „Koloniestraße“.<ref>Marie-Louise Seidenfaden: Kolonisten aus Südhessen auf der Duisburger Heide (1770). In: Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Band 26, Seite 259 ff.</ref>
Seine höchste Einwohnerzahl hatte der Doppelstadtteil in den 1960er Jahren mit fast 45.000 Einwohnern.
Hügelgrab aus 800 v. Chr. auf dem Neudorfer Friedhof (Rest eines von Wedau bis zur Monning reichenden riesigen Hügelgräberfeldes)<ref>Grabhügelfeld in der Wedau | Objektansicht. Abgerufen am 15. November 2023.</ref>
das Technologiezentrum: Auf einem ehemaligen Gewerbe-/Industriegebiet (Carstanjenpark) wurde ein Technologiepark angesiedelt, nachdem dort für längere Zeit das Institut für Gießereitechnik der Universität Duisburg beheimatet war.
das technisch-gewerbliche Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg
Alter Friedhof
An der bekannten Duisburger Straße „Sternbuschweg“, der bis 2006 als Bundesstraße 8 geführten Straße, befindet sich der größte Friedhof auf dem Gebiet der alten Stadt Duisburg. Auf ihm liegen viele bekannte Persönlichkeiten aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben der Stadt. Als bekannteste sind zu nennen: die Fabrikantenfamilien Carl Böninger-Merrem und die Familie Carl Carstanjen.
Der 30 ha große Friedhof entstand 1870 und ersetzte die Friedhöfe an der Salvatorkirche, der alten Duisburger Stadtkirche und an der heutigen Mercatorhalle. Die Grabmäler der alten Friedhöfe wurden an verschiedenen Orten auf dem neu entstandenen Friedhof wieder aufgestellt. Der Friedhof zeichnet sich durch einen sehr alten Baumbestand aus. Die Mitte des Friedhofs ziert eine 1874 erbaute neugotische Kapelle aus Backstein mit Kuppeldach. Nach der starken Zerstörung des Zweiten Weltkriegs wurde die Kapelle instand gesetzt und in den nachfolgenden Jahren immer wieder saniert und modernisiert.
Als sich zu Beginn der 1920er Jahre die vollständige Belegung des damaligen Hauptfriedhofes am Sternbuschweg abzeichnete, entschied man sich seitens der Stadt für die Errichtung einer neuen Begräbnisstätte. Hinsichtlich des Geländes entschied man sich für einen Teil des Duisburger Stadtwaldes an der heutigen Düsseldorfer Straße. Nach der Herrichtung der Fläche begann man im Jahre 1923 mit den Grablegungen. Der neue Friedhof erhielt die Bezeichnung Waldfriedhof und wird alternativ auch als Neuer Friedhof bezeichnet.
Des Weiteren befinden sich im Sportpark Wedau mehrere Schwimmvereine (wie zum Beispiel dem ASC Duisburg), der Landessportbund NRW, der Westdeutsche Fußballverband, Kanuvereine, die international anerkannte Regattabahn, eine Wasserskianlage, ein Klettergarten, weitere Turn- und Sportvereine und zahlreiche Restaurants und Gaststätten.