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Eisen(II)-disulfid

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Eisen(II)-disulfid ist das Disulfid des zweiwertigen Eisens mit der Formel FeS2. Natürlich kommt es mineralisch als Pyrit und als Markasit vor.

Gewinnung und Darstellung

Eisen(II)-disulfid kann durch Erhitzen von Eisen(II)-sulfid mit Schwefel hergestellt werden:

<math>\mathrm{FeS + S \longrightarrow FeS_2}</math>

Ebenso entsteht Eisen(II)-disulfid beim Überleiten von Schwefelwasserstoff H2S über Eisen(III)-oxid bei Rotglut:<ref>Vorlage:Holleman-Wiberg</ref>.

<math>\mathrm{Fe_2O_3 + 4\ H_2S \longrightarrow 2\ FeS_2 + 3\ H_2O + H_2}</math>

Eigenschaften

Datei:Dodecahedral pyrite.jpg
Pyritkristalle aus Huansala, Huánuco Dep., Peru

Reines Eisen(II)-disulfid bildet gold- bzw. messinggelbe Kristalle. In der kubischen Kristallform kommt Eisen(II)-disulfid in der Natur als Pyrit vor. Erhitzt man Pyrit an der Luft („Rösten“), so spaltet er Schwefel ab und verbrennt dabei zu Schwefeldioxid SO2 und Eisen(III)-oxid Fe2O3:

<math>\mathrm{4\ FeS_2 + 11\ O_2 \longrightarrow 2\ Fe_2O_3 + 8\ SO_2}</math>

Es reagiert, ebenso wie Eisen(II)-sulfid, mit Säuren unter Bildung von Schwefelwasserstoff (das in diesem Falle zunächst gebildete Disulfan (H2S2) ist bei Normalbedingungen instabil und zerfällt zu H2S und Schwefel).

Verwendung

Früher wurde Eisen(II)-disulfid in großen Mengen für die Herstellung von Schwefelsäure H2SO4 verwendet.<ref>Pearson: Anorganische Chemie, 2010, S. 287.</ref> Heutzutage wird es für die Kathode der Lithium-Eisensulfid-Batterie benutzt.<ref>Vorlage:Literatur</ref> In steinzeitlichen Schlagfeuerzeugen wurde Schwefelkies benutzt, um Funken zu schlagen.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Einzelnachweise

<references />