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Emmerthal

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Vorlage:Hinweisbaustein

Wappen Deutschlandkarte
Datei:Wappen von Emmerthal.png
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 2′ N, 9° 23′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|03252005}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 2′ N, 9° 23′ O
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Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hameln-Pyrmont
Höhe: 87 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|03252005}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 31860
Vorwahlen: 05155, 05157, 05286, 05151Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HM
Gemeindeschlüssel: 03 2 52 005
Gemeindegliederung: 4 Ortschaften mit 17 Ortsteilen
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Berliner Straße 15
31860 Emmerthal
Website: www.emmerthal.de
Bürgermeister: Dominik Petters<ref>https://votemanager.kdo.de/20210912/03252005/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=224&stimmentyp=0&id=ebene_3_id_338</ref> (SPD)
Lage der Gemeinde Emmerthal im Landkreis Hameln-Pyrmont
<imagemap>

Bild:Emmerthal in HM.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 152 114 127 81 116 80 107 69 123 58 126 48 142 56 159 26 179 29 186 8 202 11 200 23 213 29 227 63 214 67 217 78 214 96 222 107 224 114 230 133 206 124 194 141 170 132 173 122 154 110 142 92 Bad Münder am Deister poly 238 173 238 201 260 231 307 301 314 293 304 280 313 266 307 247 320 237 314 213 320 201 317 190 326 170 331 168 330 159 295 140 274 137 276 159 286 173 275 183 Salzhemmendorf poly 185 196 183 172 194 172 187 145 206 129 221 142 227 118 237 116 255 105 293 137 263 142 274 157 285 173 275 182 242 176 238 194 252 218 252 229 240 230 241 235 200 215 200 202 Coppenbrügge poly 16 169 46 181 53 168 69 160 80 150 103 142 113 137 134 141 154 113 134 90 114 78 108 63 93 59 34 87 12 89 3 96 31 128 24 133 15 134 18 144 28 145 Hessisch Oldendorf poly 69 156 80 186 95 197 106 207 112 223 127 205 151 222 175 210 184 198 184 174 191 167 197 150 184 137 171 133 170 122 151 114 130 144 111 142 97 146 76 145 Hameln poly 91 272 106 268 115 241 106 233 116 221 125 210 152 220 168 214 184 200 200 204 202 216 245 238 241 245 211 248 209 258 211 263 194 269 175 284 165 285 130 290 123 290 119 303 115 285 Emmerthal poly 18 289 72 266 91 270 105 282 114 291 115 300 125 309 130 312 128 328 114 335 101 341 93 347 73 349 79 338 87 300 74 300 60 283 42 301 35 308 Bad Pyrmont poly 17 282 54 274 67 264 90 266 98 270 107 266 110 250 115 242 108 235 112 222 108 203 95 199 82 192 73 176 66 158 53 178 40 184 26 174 14 170 14 179 30 191 16 215 25 238 32 255 Aerzen poly 115 362 100 349 87 349 75 355 63 358 74 341 86 303 57 289 50 308 36 313 15 292 26 269 29 255 20 226 22 206 25 188 11 178 0 176 4 147 0 358 Nordrhein-Westfalen poly 115 358 103 343 119 333 130 321 133 311 126 304 131 292 147 290 175 286 201 266 221 252 236 244 249 230 265 225 305 295 315 298 334 307 352 287 353 288 347 361 132 360 Landkreis Holzminden poly 353 285 345 288 346 299 335 305 305 279 311 264 311 253 318 243 322 231 316 214 323 199 320 192 329 170 332 159 314 153 307 143 296 145 305 139 317 140 326 147 329 145 344 140 346 129 353 119 Landkreis Hildesheim poly 185 0 203 12 201 21 212 28 223 40 224 55 227 62 227 68 217 102 226 114 242 107 253 105 279 122 289 135 309 140 323 142 330 145 340 128 353 120 354 107 342 97 247 98 247 2 235 0 Region Hannover poly 3 174 12 177 15 168 15 161 24 146 12 136 13 132 26 133 31 130 5 92 11 84 25 90 73 58 88 56 119 61 123 50 158 26 173 26 185 4 180 0 1 1 Landkreis Schaumburg rect 298 56 311 69 Landkreis Hameln-Pyrmont rect 249 3 348 97 Niedersachsen desc bottom-right </imagemap>

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Emmerthal (<phonos file="LL-Q188 (deu)-PetiteTrolline-Emmerthal.wav">Aussprache</phonos>/?) ist eine Gemeinde im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Sie besteht aus 17 ehemals selbständigen Orten beiderseits der Weser im Naturpark Weserbergland.

Gemeindegliederung

Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich in Kirchohsen. Die Gemeinde besteht aus vier Ortschaften mit 17 Ortsteilen:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hauptsatzung der Gemeinde Emmerthal – Ortsräte (Memento vom 12. November 2014 im Internet Archive), abgerufen am 12. November 2014</ref>

Geschichte

Vor- und Frühgeschichte

Ältester Nachweis menschlicher Existenz in der Umgebung ist ein auf 60.000 Jahre geschätzter Faustkeil, der sich im Besitz des Hamelner Museums befindet. Den Anschluss an ein frühes Wegenetz ermöglichte eine Furt durch die Weser. An den Hellweg erinnern Straßennamen und der Hellberg.

Mittelalter

Emmerthal lag im „Tilithigau“. Karl der Große soll um 780 in „Ohsen“ (das spätere „Kirchohsen“ und heutiger Sitz der Verwaltung im Kernbereich der Gemeinde Emmerthal) ein Missionszentrum mit Kirche gegründet haben, das von etwa 800 bis 1200 Archidiakonat des Bischofs von Minden war.<ref>Eine Quelle aus dem Jahr 1765 erwähnt ein Fenster, das Karl den Großen zeigt und die Unterschrift trägt: „König Carolus Magnus Fundator Ecelesiae in Osen – MCLX“, d. h. Karl der Große, Gründer der Kirche in Ohsen.</ref> Das Kloster St. Bonifatius bestand zwar schon seit etwa 800, aber der Bischof wählte das verkehrsgünstige Ohsen als Sitz seines Archidiakons und Stellvertreters.

Im Jahre 1004 fand die erste urkundliche Erwähnung Ohsens statt. König Heinrich II., der Heilige, unterzeichnete eine Urkunde in der Villa Ohsen (vermutlich einem Königshof). Im Spannungsfeld der Auseinandersetzungen zwischen Franken, Sachsen und Welfen („Heinrich der Löwe“) entfalteten die Grafen von Everstein von ihrer auf dem Everstein zwischen Lobach und Negenborn (westlich von Stadtoldendorf) gelegenen Burg Everstein aus Selbständigkeit und Macht. Mit ihren Burgen zu Hermersen (Hämelschenburg), der Burg Waldau, der Burg Ohsen<ref>Eine Burg Grohnde wurde erst um 1421 erwähnt</ref> und dem Rittergut Ohr prägten sie im 12. und 13. Jahrhundert den Emmerthaler Raum.

Weitere urkundliche Erwähnungen von Ohsen stammen aus dem Jahr 1259. Nach dem Ende des Herzogtums Sachsens waren die Grafen von Everstein und die Edelherren von Homburg die mächtigsten Dynastien in Südniedersachsen. Im Bereich der Weser überschnitten sich die Besitzungen der Familien. Die Homburger standen in den Wirren der Zeit auf der Seite Heinrichs des Löwen, die Grafen von Everstein kämpften mit Kaiser Friedrich Barbarossa. Nach Heinrichs Sturz suchten die Eversteiner Grafen Schutz beim Bischof von Köln und übertrugen ihm die Burg Ohsen. Doch konnten die Grafen den Vorstoß Heinrich des Löwen nicht aufhalten: Sie mussten Burg Everstein aufgegeben und zogen nach Ohsen. Ab 1408 unterstand das Amt Ohsen dem Fürstentum Calenberg.

Neuzeit

Datei:Emmerthal Frenke Börry Bessinghausen 1757.jpg
Frenke und Börry 1757, Kupferstich von Jakobus van der Schley
Datei:Bataille de Hastenbeck.jpg
Hagenohsen, Emmern, Ohr und Voremberg auf einer topographischen Karte um 1790

Der Raum Emmerthal hat eine wechselvolle Geschichte mit Kriegshandlungen und dem Wüstfallen<ref>Namen und Beschreibungen liefert die Website von Uwe Copei in der Rubrik Wüstungen: [1]</ref> von Siedlungen zu verzeichnen.

Als später die Ämter Grohnde und Ohsen das Gebiet verwalteten, hatten sich die Verhältnisse gebessert. Im Jahre 1810 erfolgte die Anlage des Ohrbergparks. Im Jahre 1823 wurde das kleinere Amt Ohsen in das Amt Grohnde, dieses wiederum 1859 in das Amt Hameln eingegliedert. Daraus entstand 1885 der preußische Kreis Hameln.

20. Jahrhundert

Die Gemeinde Emmerthal wurde durch das „Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Hameln“ am 1. Januar 1973 aus 17 bis dahin selbständigen Orten gebildet.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982">Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 194.</ref>

Einwohnerzahlentwicklung

Datei:Einwohnerentwicklung von Emmerthal.svg
Einwohnerentwicklung von Emmerthal von 1961 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle
Jahr Einwohnerzahl
1961 11.680
1970 11.163
1987 10.675
1990 10.936
1995 11.175
2000 11.385
2005 11.127
2010 10.552
2011 10.377
2015 9.876
2017 9.847

(Einwohnerzahlen: 1961: am 6. Juni, 1970: am 27. Mai, jeweils in den heutigen Grenzen<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />, ab 1987: jeweils am 31. Dezember<ref>Regionalstatistische Datenbank, Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen LSKN-Online</ref>)

Politik

<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />

Gemeinderatswahl 2021
Wahlbeteiligung: 60,27 % (-3,76 %p)
 %
50
40
30
20
10
0
41,01 %
33,42 %
9,08 %
6,50 %
5,33 %
2,00 %
1,40 %
n. k. %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
+3,06 %p
−0,22 %p
+2,01 %p
−2,73 %p
−4,37 %p
+2,00 %p
+0,33 %p
−1,37 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Freie Wählergemeinschaft Emmerthal

Rat

Der Rat der Gemeinde Emmerthal besteht aus 23 Ratsfrauen und Ratsherren. Stimmberechtigt im Rat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Dominik Petters (SPD).

Die letzte Kommunalwahl vom 12. September 2021 ergab das folgende Ergebnis:

Bürgermeister

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Emmerthal ist Dominik Petters (SPD). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 26. September 2021 erhielt er 52,61 Prozent in der Stichwahl. Sein Gegenkandidat Nils Benze (CDU) erhielt 47,39 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,06 Prozent.<ref>Ergebnis Stichwahl Bürgermeister Emmerthal 2021. 26. Juni 2021, abgerufen am 25. Juni 2022.</ref>

Wappen

Wappenbeschreibung: Gespalten durch eine steigende einschweifige goldene Spitze, darin ein schwarzes Mühlrad; rechts in blau ein links gewendeter steigender rot gekrönter und rot bewehrter silberner Löwe, links in blau ein silberner Schrägrechtswellenbalken.

Die Gemeindefarben (auch Flaggenfarben) sind gold und blau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Landschaft und (Rad-)Wandern

Die Landschaft um Emmerthal wird vom Seitental der Emmer und den Tälern von Weser und Ilse sowie den Wäldern vom Bückeberg, Scharfenberg, Hellberg, Ruhberg, Baßberg und Grohnder Forst geprägt. Emmerthal liegt am Weserradweg, am Weserberglandwanderweg und der Straße der Weserrenaissance.

Bauwerke

Datei:2008-Schloss Haemelschenburg.jpg
Schloss Hämelschenburg
Datei:Ohrbergpark Frühjahr Azaleen.jpg
Ohrbergpark mit blühenden Azaleen im Frühjahr

Ohrbergpark

Im 1810 angelegten Ohrbergpark finden sich Azaleen- und Rhododendronbüsche sowie exotische Bäume. Im südlichen Teil gibt es einen Wechsel von Freiflächen und Gehölzpflanzungen, im nördlichen Teil geht der Park in einen lichten Wald mit Hohlwegen und Treppen über.

Museum für Landtechnik und Landarbeit

Das Museum für Landtechnik und Landarbeit in Börry vermittelt einen Einblick in das bäuerliche Leben verschiedener Epochen. Thematisiert wird der Wandel von der manuellen zu mechanisierten Landwirtschaft. Auf einem Außengelände sind alte Landmaschinen ausgestellt.

Kultur

Die Gemeinde führt das Emmerthaler Kulturprogramm „Zeit für Kultur in Emmerthal“ durch. Es gibt ein umfangreiches Kulturleben, unter anderem durch Museen.

Musik

Es gibt verschiedene Gesangvereine, Chöre und Orchester.

Sport und Soziales

Es gibt Sportvereine und Tennisplätze, Hallenbad und Sporthallen (in Kirchohsen), Kindergärten und Kinderspielkreis, Alten- und Pflegeheime sowie Einrichtungen für betreutes Wohnen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Emmerthal im Städtedreieck Hameln-Bad Pyrmont-Bodenwerder besitzt günstige Voraussetzungen für den Fremdenverkehr und Ansiedlungsvorhaben jeder Art. Es gibt Bauland aus Gemeindevermögen sowie erschlossenes Gelände für Gewerbeansiedlungen.

Verkehr

Die Gemeinde ist verkehrsgünstig angeschlossen zwischen den Räumen Hannover-Hildesheim im Osten und Ostwestfalen-Lippe im Westen durch die Bundesstraße 83. Mit der Valentinibrücke wird die Berliner Straße (L 431) über die Weser geführt. Der Bahnhof Emmerthal zwischen Hagenohsen und Kirchohsen im Nordwesten der Gemeinde liegt an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken, die hier die Weser überquert und von der S-Bahnlinie S5 PaderbornHamelnHannover HbfFlughafen Hannover befahren wird. Regelmäßig fahren auch Busse.

Linie Verlauf Takt
S 5 Paderborn Hbf – Altenbeken – Steinheim (Westf) – Schieder – Lügde – Bad Pyrmont – Emmerthal – Hameln – Bad Münder (Deister) – Springe – Völksen/Eldagsen – Bennigsen – Holtensen/Linderte – Weetzen – Hannover-Linden/Fischerhof – Hannover Bismarckstraße – Hannover Hbf – Hannover-Nordstadt – Hannover-Ledeburg – Hannover-Vinnhorst – Langenhagen Mitte – Langenhagen Pferdemarkt – Hannover Flughafen
Stand: Fahrplanwechsel Juni 2022
60 min (Paderborn–Bad Pyrmont)
30/60 min

Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Vorwohle–Emmerthal wurde 1982 eingestellt.

In Grohnde gibt es eine Rollfähre über die Weser.

Unternehmen

Angesiedelt sind Metall- und holzverarbeitende Industrie, Apparatebau, Chemische Industrie, Arzneimittelproduktion. Neben dem Kernkraftwerk Grohnde (stillgelegt am 31. Dezember 2021) existieren eine Windkraftanlage in Börry und das Solarforschungsinstitut in Ohr. Daneben bestehen einige mittelständische Unternehmen.

Öffentliche Einrichtungen

In Kirchohsen gibt es ein Schwimmbad, das vor 2002 renoviert wurde.

Bildung

Es gibt Grundschulen in Kirchohsen, Amelgatzen und in Börry als Bildungshaus seit Januar 2015 in Verbindung mit der Kindertagesstätte, in Kirchohsen eine Haupt- und Realschule, die Johann-Comenius-Schule.<ref>http://www.johann-comenius-schule.de/</ref> Die Grundschule in Grohnde wurde im Sommer 2010 geschlossen.

Forschungseinrichtungen

Am 18. November 1993 wurde in Ohr der Neubau des Instituts für Solarenergieforschung GmbH Hameln/Emmerthal (ISFH) seiner Bestimmung übergeben. Der Beschluss zur Gründung des Institutes für Solarenergieforschung wurde bereits 1985 von der Landesregierung in Hannover auf eine Initiative von Hellmut Glubrecht gefasst; 1987 nahm das Institut seine Arbeit in Hannover auf. 1993 zog die Abteilung Photovoltaik und die Abteilung Solarthermie in den Neubau bei Hameln ein; die seinerzeit dritte Abteilung Photokatalyse verblieb in Universitätsnähe am Standort in Hannover. Erst nach Abschluss einer Gebäudeerweiterung im Jahr 2000 wurde der Standort Hannover aufgegeben. Das Institut für Solarenergieforschung ist ein An-Institut der Universität Hannover; es beschäftigt derzeit rund 160 Mitarbeiter. Der Geschäftsführer des ISFH, Rolf Brendel ist gleichzeitig Lehrstuhlinhaber in der Fakultät für Mathematik und Physik und leitet dort die Abteilung Solarenergie. Im Jahr 2008 wurde ein rund 850 m² großer Erweiterungsbau (Technologiehalle) vor dem Hauptgebäude fertiggestellt. Die Technologiehalle beherbergt eine Vielzahl von Großgeräten für die industrielle Solarzellenproduktion und die Kollektorentwicklung.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

  • Fritz Saacke (1926–2017), Bürgermeister von Emmerthal, Landrat und Landtagsabgeordneter
  • Mareike Wulf (* 1979), Politikerin (CDU), Bundestagsabgeordnete, Parlamentarische Staatssekretärin, wohnt in Ohr

Literatur

  • Hans-Cord Sarnighausen: Amtsjuristen von 1635 bis 1859 in Grohnde/Weser, Museumsverein Hameln Jahrbuch 2008, S. 34–57 mit Abbildungen und 49 Quellenangaben.
  • Kirchenbuch von Kirchohsen, 1654 und 1655, längere Ausführungen über praktizierte Inquisition.

Weblinks

Commons: Emmerthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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