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Glockige Prachtglocke

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(Weitergeleitet von Enkianthus campanulatus)

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Glockige Prachtglocke
Datei:Enkianthus campanulatus.jpg

Glockige Prachtglocke (Enkianthus campanulatus)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)
Gattung: Prachtglocken (Enkianthus)
Art: Glockige Prachtglocke
Wissenschaftlicher Name
Enkianthus campanulatus
(Miq.) G.Nicholson

Die Glockige Prachtglocke (Enkianthus campanulatus), meist Japanische Prachtglocke genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Prachtglocken (Enkianthus) innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).<ref name="GRIN" /> Sie kommt nur auf den japanischen Inseln südliches Hokkaido, Honshu sowie Shikoku vor.<ref name="GRIN" /> Sie wird als Zierpflanze verwendet.<ref name="GRIN" />

Beschreibung

Datei:Enkianthus campanulatus 2017-06-25 3046.jpg
Laubblätter
Datei:Enkianthus campanulatus (Sarasadoudan) - Flickr - odako1.jpg
Herbstfärbung des Laubes
Datei:Enkianthus campanulatus 03 (17502953605).jpg
Zweig mit Blüten
Datei:Enkianthus campanulatus kz02.jpg
Winterknospen

Vegetative Merkmale

Enkianthus campanulatus wächst sommergrüner, reichverzweigter Strauch oder kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen von 2 bis 3 Metern, seltener bis zu 5 Metern.<ref name="MissouriBotanicalGarden" /><ref name="BaumkundeDe" /> In der Jugend ist der Wuchs schlank aufrecht, die Äste sind quirlig angeordnet. Im Alter wird der Wuchs lockerer, bleibt aber aufrecht.

Die wechselständig an den Zweigenden gehäuft angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis 7 Zentimetern länglich, verkehrt-eiförmig bis elliptisch mit stumpfem bis spitzem, oft stachelspitzigem, oberen Ende und fein spitziggesägtem, -gezähntem Rand. Beide Blattseiten sind borstig behaart.<ref name="BaumkundeDe" /> Besonders bei hellem Standort bildet sich eine prächtige Herbstfärbung heraus, die von einem feurigen Rot bis Orangegelb reicht.<ref name="MissouriBotanicalGarden" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt im Mai nach der Blattentfaltung<ref name="BaumkundeDe" /> bis Juni.<ref name="MissouriBotanicalGarden" /> Zehn bis zwanzig relativ kleinen Blüten hängen in endständigen, schirmtraubige Blütenständen zusammen. Die gestielten, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die bis 2 Zentimeter langen Blütenstiele sind behaart. Der behaarte Kelch ist nur klein mit schmalen, spitzen Zipfeln. Die glockenförmigen Blütenkronen mit kurzen Lappen besitzen einen ganzen, gerundeten Saum und sind gelblich bis hellorange, mit feiner roter Zeichnung<ref name="BaumkundeDe" /> und wirken daher aus der Entfernung lachsfarben. Die 10 Staubblätter mit zwei fädigen Anhängseln an der Spitze sind viel kürzer als die Blütenkrone. Die an der Basis verbreiterten Staubfäden sind behaart. Der kahle, fünfkammerige Fruchtknoten ist oberständig mit kurzem Griffel und kleiner, kopfiger, gestutzter Narbe. Es ist ein Diskus vorhanden.

Die nach oben aufgerichteten, kleinen, ledrigen, lokulizidalen und mehrsamigen Kapselfrüchte mit beständigem Kelch und Griffel sind bei einer Länge von 5 bis 7 Millimetern ellipsoid.<ref name="BaumkundeDe" /> Die bräunlichen, länglichen, abgeflachten und kurz geflügelten Samen sind bis 4,5 Millimeter lang.

Taxonomie

Die Erstbeschreibung erfolgte 1863 unter dem Namen (Basionym) Andromeda campanulata durch Friedrich Anton Wilhelm Miquel in Annales Musei Botanici Lugduno-Batavi, 1, S. 31–32.<ref name="Miquel1863" /> Die Neukombination zu Enkianthus campanulatus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Miq.) G.Nicholson wurde 1884 in durch George Nicholson in The Illustrated Dictionary of Gardening, ... 1, S. 510.<ref name="Nicholson1884" /> veröffentlicht.<ref name="Tropicos" /> Das Artepitheton campanulatus bedeutet glockenförmig.<ref name="MissouriBotanicalGarden" />

Verwendung als Zierpflanze

Die Japanische Prachtglocke wird in einigen Sorten als Zierpflanze verwendet.<ref name="MissouriBotanicalGarden" /> Enkianthus campanulatus gedeiht am besten auf humosen und sauren Böden. Sie kann sowohl im Halbschatten als auch in der Sonne stehen, hier muss aber auf ausreichende Bodenfeuchtigkeit geachtet werden. Sie gedeiht in den USDA-Klimazonen 4 bis 7.<ref name="MissouriBotanicalGarden" />

Beispielsweise ergibt die Japanische Prachtglocke neben Rhododendren, Fächer-Ahorn, Japanischer Blütenkirsche und Bambus-Arten eine ostasiatische Mischung, die als entsprechende Gartenlandschaft, also Asiatischer Garten, gestaltet werden kann.

Symbolik

Enkianthus campanulatus ist das Symbol der japanischen Stadt Nakatsugawa.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Enkianthus campanulatus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Miquel1863"> Miquel, 1863: eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Nicholson1884"> George Nicholson, 1884: eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="MissouriBotanicalGarden"> Datenblatt mit Abbildungen bei Missouri Botanical Garden. </ref> <ref name="BaumkundeDe"> Datenblatt mit Abbildungen bei Baumkunde.de. </ref> </references>

Weiterführende Literatur