Echium gentianoides
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| Echium gentianoides | ||||||||||||
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| Datei:Echium gentianoides LC0410.jpg
Echium gentianoides | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Echium gentianoides | ||||||||||||
| Webb ex Coincy |
Echium gentianoides, auch Enzianartiger Natternkopf genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Natternköpfe (Echium) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Echium gentianoides ist ein verzweigter Strauch und erreicht Wuchshöhen von bis zu 70 Zentimetern.<ref name="Bramwell1972" /> Die silber-graue Borke ist kahl.<ref name="Bramwell1972" />
Die Laubblätter sind in kurzen Blattstiel und -spreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 10 Zentimetern und einer Breite von 5 bis 10 Millimetern lanzettlich mit fast spitzem bis stumpfem oberen Ende.<ref name="Bramwell1972" /> Die Blattoberseite ist borstig behaart und die -unterseite ist mehr oder weniger kahl.<ref name="Bramwell1972" />
Generative Merkmale
Der Blütenstandsschaft ist stachelig. Der Blütenstand ist thyrsoid und die seitlichen zymoiden Teilblütenstände sind einfach. Es sind kurze Blütenstiele vorhanden.<ref name="Bramwell1972" />
Die zwittrigen Blüten sind deutlich zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf 8 bis 10 Millimeter langen Kelchblätter sind auf der Hälfte ihrer Länge glockenförmig verwachsen.<ref name="Bramwell1972" /> Die bis zu 2,5 Zentimeter langen, blau-violetten Blütenkronen erinnern etwas an Enzianblüten (Gentiana). Die fünf Staubblätter sind unterschiedlich lang, die zwei längeren überragen die Kronröhre und die drei kürzeren überragen die Kronröhre nicht. Die fünf etwa 4 Millimeter langen Kronzipfel sind rund bis eiförmig.<ref name="Bramwell1972" /> Der Griffel ist mindestens so lang wie die Blütenkrone und ist am oberen Ende zweigabelig.<ref name="Bramwell1972" />
Die bei Reife schwärzlichen Klausen sind breit-konisch.<ref name="Bramwell1972" />
Vorkommen
Echium gentianoides ist ein Endemit der Kanareninsel La Palma. Echium gentianoides gedeiht in Hochlagen von 1650 bis 2400 Metern, vor allem in der Pflanzengesellschaft Tolpidetum calderae. Vorkommen gibt es vor allem bei Los Coralejos und Cumbres de Garafia.
Taxonomie
Die Erstbeschreibung von Echium gentianoides erfolgte 1903 durch Philip Barker Webb in Auguste Henri Cornut de Coincy: Bulletin de l'herbier Boissier, sér. 2, 3, Seite 498.<ref name="Euro+Med" /> Ein Synonym für Echium gentianoides <templatestyles src="Person/styles.css" />Webb ex Coincy ist Echium thyrsiflorum <templatestyles src="Person/styles.css" />Masson ex Link.<ref name="Bramwell1972" />
Literatur
- Adalbert Hohenester, Walter Welß: Exkursionsflora für die Kanarischen Inseln. Ulmer Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-8001-3466-7.
- D. Bramwell: A revision of the genus Echium in Macaronesia. In: Lagascalia, Volume 2, Issue 1, 1972, S. 37–115. PDF (17 MB). - Echium gentianoides auf S. 104.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Euro+Med"> Benito Valdés, E. von Raab-Straube, 2011+: Boraginaceae. Datenblatt Echium gentianoides In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Bramwell1972"> D. Bramwell: A revision of the genus Echium in Macaronesia. In: Lagascalia, Volume 2, Issue 1, 1972, S. 37–115. PDF (17 MB). - Echium gentianoides auf S. 104. </ref> </references>