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Scottish Episcopal Church

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(Weitergeleitet von Episcopal Church of Scotland)
Scottish Episcopal Church
Schild der Scottish Episcopal Church
Schild der Scottish Episcopal Church
Schild der Scottish Episcopal Church
Allgemeines
Glaubensrichtung Anglikanismus
Organisation Episkopalkirche
Verbreitung Schottland
Primas der Scottish Episcopal Church Bischof Mark Strange
Mitgliedschaft Anglikanische Gemeinschaft
Zahlen
Mitglieder 27.585 (2019)<ref name="2019 Annual Report SEC">37th Annual Report, S. 63. (PDF) The Scottish Episcopal Church, abgerufen am 24. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Sonstiges
Website scotland.anglican.org
Datei:Dioceses of the Scottish Episcopal Church.png
Karte der Diözesen der Scottish Episcopal Church

Die {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (schott.-gäl.: Eaglais Easbaigeach na h-Alba, dt. Schottische Episkopalkirche) ist eine Mitgliedskirche der Anglikanischen Gemeinschaft.

Geschichte

In der Geschichte der Reformation in Schottland entwickelte sich der Presbyterianismus im Laufe des 17. Jahrhunderts zur bei weitem stärksten Richtung. Er prägte die Church of Scotland. Einer seiner Grundsätze – dieser wurde sogar namengebend – ist die Leitung der Kirche durch Presbyter (Älteste). Demgegenüber hielt eine Minderheit der Gläubigen und insbesondere des Klerus in der Auseinandersetzung mit der presbyterianischen Mehrheit am Prinzip der bischöflichen (episkopalen) Leitung fest.

Als sie 1689, nach der Glorious Revolution, aufgefordert wurden, den Treueid auf den neuen König Wilhelm III. zu leisten, lehnten zahlreiche episkopal gesinnte schottische Bischöfe und Geistliche dies ab und wurden daraufhin als „Non-Jurors“ („Nicht-Schwörer“) amtsenthoben oder von presbyterianisch gesinnten Gläubigen vertrieben.<ref>John Parker Lawson: History of the Scottish Episcopal Church from the Revolution to the Present Time. Gallie and Bayley, Edinburgh 1843, S. 88–91 und S. 122–124.</ref> Daraufhin trennten sie sich 1690 von der Church of Scotland.<ref>John Parker Lawson: History of the Scottish Episcopal Church from the Revolution to the Present Time. Gallie and Bayley, Edinburgh 1843, S. 150.</ref> Im Laufe der folgenden Jahre konstituierten sie die Episcopal Church in Scotland (so der erste Name, später Episcopal Church of Scotland).<ref>John Parker Lawson: History of the Scottish Episcopal Church from the Revolution to the Present Time. Gallie and Bayley, Edinburgh 1843, S. 167.</ref> Nach der Vereinigung von England und Schottland im Jahr 1707 wurde die Episcopal Church of Scotland im Scottish Episcopalians Act 1711 gesetzlich anerkannt.

Nachdem sich überdurchschnittlich viele „Episcopalians“ (Anhänger der Episcopal Church of Scotland) 1715 am Ersten Jakobitenaufstand beteiligt hatten, wurden der Episcopal Church 1719 per Gesetz zahlreiche Beschränkungen auferlegt. U. a. durften an einem Gottesdienst – abgesehen von den Familienangehörigen des Geistlichen – höchstens neun Gläubige teilnehmen.<ref>Gerald Stranraer-Mull: A church for Scotland. The story of the Scottish Episcopal Church. Edinburgh 2012, S. 19.</ref> Nach dem Zweiten Jakobitenaufstand 1745 zerstörten englische Truppen zahlreiche episkopale Kirchen.

Die Strafgesetze (Penals Acts) wurden im Folgejahr verschärft: Fortan durften höchstens vier Gläubige gleichzeitig an einem Gottesdienst teilnehmen. Deshalb feierten die Geistlichen sonntags an einem Ort bis zu 15 Gottesdienste hintereinander, dazu weitere an den Wochentagen.<ref>Gerald Stranraer-Mull: A church for Scotland. The story of the Scottish Episcopal Church. Edinburgh 2012, S. 20.</ref> Außerdem wurde den episkopalen Gläubigen das Wahlrecht entzogen; sie durften kein öffentlichen Ämter ausüben oder an einer Universität studieren. 1792 wurden die Strafgesetze gegen die Episcopalians aufgehoben.<ref>John Parker Lawson: History of the Scottish Episcopal Church from the Revolution to the Present Time. Gallie and Bayley, Edinburgh 1843, S. 430.</ref> Allerdings wurden die von der Church of Scotland übernommenen Kirchen den episkopalen Gemeinden nicht zurückgegeben.<ref>Gerald Stranraer-Mull: A church for Scotland. The story of the Scottish Episcopal Church. Edinburgh 2012, S. 22.</ref>

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden in der Episcopal Church of Scotland vier ordensähnliche Frauengemeinschaften, darunter die Community of Saint Margaret of Scotland, die von 1864 bis 2002 bestand.<ref>Gerald Stranraer-Mull: A church for Scotland. The story of the Scottish Episcopal Church. Edinburgh 2012, S. 23.</ref> Im Jahr 1900 zählte die Episcopal Church in Schottland gut 124.000 Mitglieder in 356 Gemeinden.<ref>Artikel Scotland, Episcopal Church of. In: Encyclopædia Britannica. 11. Auflage. Band 24 (1911), S. 467–468, hier S. 467.</ref>

Im Jahr 1973 wurde die Beschränkung des Klerus auf hauptamtliche Theologen aufgehoben: Damals wurden erstmals Laien ordiniert, die kein volles Theologiestudium absolviert hatten und weiterhin einem Zivilberuf nachgingen.<ref>Gerald Stranraer-Mull: A church for Scotland. The story of the Scottish Episcopal Church. Edinburgh 2012, S. 30.</ref> 1994 wurden die ersten Frauen ordiniert.<ref>Gerald Stranraer-Mull: A church for Scotland. The story of the Scottish Episcopal Church. Edinburgh 2012, S. 32.</ref> Die Generalsynode von 2002 ermöglichte auch die Bischofsweihe für Frauen. Im Juni 2017 ermöglichte die Generalsynode die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare.<ref>BBC:Scottish Episcopal Church approves gay marriage</ref>

Gliederung, Leitung und Mitgliedschaft

Die Scottish Episcopal Church besteht aus sieben Diözesen:

Diözese Gemeinden Kathedrale Lage der Diözesen in Schottland Webseite
Diözese von Aberdeen und Orkney 47 St Andrew’s Cathedral, Aberdeen Datei:St Andrew's Cathedral, King Street, Aberdeen.JPG Datei:Diocese of Aberdeen and Orkney.png aberdeen.anglican.org
Diözese von Argyll und The Isles 33 St John’s Cathedral, Oban Datei:St John's Cathedral 3.jpg Datei:Diocese of Argyll.png argyll.anglican.org
Cathedral of The Isles Datei:Cumbrae, Cathedral of the Isles. - geograph.org.uk - 427110.jpg
Diözese von Brechin 29 St Paul’s Cathedral, Dundee Datei:St Paul's Cathedral, Dundee.jpg Datei:Diocese of Brechin.png thedioceseofbrechin.org
Diözese von Edinburgh 57 St Mary’s Cathedral, Edinburgh Datei:St Mary's Cathedral, Edinburgh.jpg Datei:Diocese of Edinburgh.png edinburgh.anglican.org
Diözese von Glasgow und Galloway 65 St Mary’s Cathedral, Glasgow Datei:Wfm st marys cathedral.jpg Datei:Diocese of Glasgow.png glasgow.anglican.org
Diözese von Moray, Ross und Caithness 39 Inverness Cathedral Datei:Cathedral - panoramio - Stuart Locke.jpg Datei:Diocese of Moray, Ross & Caithness.png moray.anglican.org
Diözese von St Andrews, Dunkeld und Dunblane 53 St Ninian’s Cathedral, Perth Datei:St Ninian's Cathedral, Perth (Scotland).jpg Datei:Diocese of St Andrews.png standrews.anglican.org

Die Leitung obliegt dem Bischofskollegium (College of Bishops), dessen Sprecher ein Primas ohne festen Sitz ist. Außerdem tagt alljährlich die Synode (General Synod). Sitz der Kirche ist Edinburgh.

Die Mitgliederzahl liegt bei etwa 27.585.<ref name="2019 Annual Report SEC" /> Die Church of Scotland und die römisch-katholische Kirche sind somit weit mitgliederstärker.

Die Scottish Episcopal Church ist Mitglied der Porvoo-Gemeinschaft, mit deren Kirchen sie volle Kirchengemeinschaft vereinbart hat.

Literatur

in der Reihenfolge des Erscheinens

  • John Parker Lawson: History of the Scottish Episcopal Church from the Revolution to the Present Time. Gallie and Bayley, Edinburgh 1843.
  • Frederick Goldie: A Short History of the Episcopal Church in Scotland. From the Restoration to the Present Time. Saint Andrew Press, Edinburgh 1976, ISBN 0-7152-0315-0.
  • Gerald Stranraer-Mull: A church for Scotland. The story of the Scottish Episcopal Church. 4., überarbeitete Auflage. General Synod of the Scottish Episcopal Church, Edinburgh 2012, ISBN 0-905573-42-0.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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