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Eva & Adele

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(Weitergeleitet von Eva und Adele)
Datei:Oliver Mark - Eva & Adele, Berlin 2002.jpg
Adele und Eva, fotografiert von Oliver Mark, Berlin 2002

Eva & Adele (Eigenschreibweise EVA & ADELE) waren ein Künstlerpaar aus Deutschland mit Wohnsitz in Berlin. Sie verstanden sich als Gesamtkunstwerk und traten ab 1991 in permanenter Performance künstlerisch wie auch im Alltag ausschließlich gemeinsam auf, stets in identischen Outfits. Seit 1997 waren sie auch mit materiellen Werken in Ausstellungen vertreten. Neben öffentlichen Auftritten arbeiteten sie in den Bereichen Fotografie, Video, Skulptur und Malerei.<ref>Evelyn Vogel: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Süddeutsche Zeitung, 7. Januar 2022, abgerufen am 22. Mai 2025.</ref> Eva starb am 21. Mai 2025.<ref name="faz">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 21. Mai 2025, abgerufen am 21. Mai 2025.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Monopol, 21. Mai 2025, abgerufen am 21. Mai 2025.</ref>

Leben und Kunst

Eva wurde biologisch als Junge geboren. 2011 ließ sie ihren Personenstand offiziell in „weiblich“ ändern, nachdem ein Gericht ihrem Antrag stattgegeben hatte. Sie erklärte, dass ihr „Körper zwar männlich“ sei, ihre „Seele jedoch nicht“.<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Datei:3876 - Eva & Adele - Milano, 9 July 2007 - Foto Giovanni Dall'Orto.jpg
Eva (rechts) und Adele (links), Mailand (2007)

Im April 1991 begannen sie mit ihrer Hochzeit im Rahmen einer Ausstellungseröffnung<ref>Sebastian Preuss: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Zeit, 27. April 2018, abgerufen am 5. November 2020.</ref> das lebenslange und permanente Kunstprojekt EVA & ADELE. Sie erklärten sich als mit einer Zeitmaschine aus der Zukunft in Berlin gelandet.<ref>Cornelia Gockel: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Fresko Magazin, Februar 2014, abgerufen am 5. November 2020.</ref> Sie erschienen seitdem in exzentrischen, oft pinkfarbenen Damenkostümen, Stöckelschuhen, Handtäschchen, mit kahlgeschorenen Köpfen und bunt geschminkten Gesichtern. Die Künstlerinnen verstanden sich als „work of art“, Leben als Kunst und Kunst als Leben. Obwohl ihr Äußeres weiblich konnotiert ist, traten sie für eine Geschlechtsidentität ein, die nicht durch die Gesellschaft definiert wird, sondern frei wählbar ist.

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Grabstätte auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof Berlin

Im Gegensatz zu Gilbert & George, die sich ebenfalls als lebendes Kunstwerk verstehen, gaben Eva & Adele ihre reale Identität auf. Ihre artifizielle Erscheinung sollte keinerlei Rückschlüsse auf die beiden Personen zulassen. Ihre bürgerlichen Namen und Geburtsdaten ließen sie nicht bekannt werden.<ref name="faz"/> Ihr Slogan lautete Coming out of the Future. Als Biographie gaben sie lediglich ihre Körpermaße an, so wie auch ein Kunstwerk vermessen wird. Als lebendes Kunstwerk postulierten sie Wherever we are is Museum (Wo immer wir sind, ist Museum).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Universalmuseum Joanneum, abgerufen am 23. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

In Performances und Begegnungen entstandene Fotografien verwandelten sie im Atelier in Bilder, zum Werkkomplex Cum. Aus Fotografien, die sie von sich selbst in den Medien fanden, entstand der Werkkomplex Mediaplastic. Echtzeit-Videos entstanden im Zuge ihrer Performances.<ref name=":0" />

Futuring

Futuring ist eine Worterfindung des Künstlerpaares. Als Kunstwerk veröffentlichten Eva & Adele diese Worterfindung erstmals in Stempelform im Jahr 1991 anlässlich ihrer Performance Hochzeit Metropolis im Martin-Gropius-Bau in Berlin. Seither nahm das Kunstwort Futuring eine Schlüsselfunktion in ihrem Werk ein. Der Begriff taucht in nahezu allen entsprechenden künstlerischen Medien, auf Ausstellungen und in deren Begleitprogrammen auf.

Rezeption

Eva & Adele wurden von verschiedenen Künstlern filmisch porträtiert.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 23. Mai 2025.</ref><ref>Leo Leigh: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. U-Dox, 21. Dezember 2011, abgerufen am 23. Mai 2025.</ref> Rosa von Praunheim porträtierte Eva & Adele 2012 im Rahmen der Filmreihe Rosas Welt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Internet Movie Database, abgerufen am 26. März 2022.</ref>

Ausstellungen (Auswahl)

Datei:Eva+Adele Eröffnung am 10.3.2013 im MARTa Herford.jpg
Eva & Adele am 10. März 2013 auf der Vernissage ihrer Ausstellung Futuring im MARTa Herford

EVA & ADELE nahmen außerdem seit 1997 an Kunstaktionen und Gruppenausstellungen in Europa, den USA und Asien teil.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 23. Mai 2025.</ref>

Literatur

  • Kévin Bideaux: « D’EVA ET ADELE À “EVA & ADELE”. DE L’ART À LA VIE ET INVERSEMENT : LES TRANSITIONS D’EVA & ADELE » Images Re-Vues, Hors-série 11, « Corps en transition : une réflexion sur l’histoire des représentations du corps en mutation », 2023, doi:10.4000/imagesrevues.13888.
  • EVA & ADELE: THE PRESENT OF THE FUTURE, Linz 2024 (mit Textbeiträgen von Jacek Kochanowski, Rainald Schumacher, Alfred Weidinger)
  • Nicole Gnesa (Hrsg.): EVA & ADELE. KEEP THE ROSY WING STRONG. Hirmer Verlag, München 2021, ISBN 978-3-7774-3883-2.
  • EVA & ADELE: YOU ARE MY BIGGEST INSPIRATION. Hrsg. v. Musée d'Art moderne de la Ville de Paris und EVA & ADELE, München 2016 (mit Textbeiträgen von Fabrice Hergott, Marcus Steinweg und Julia Garimorth), ISBN 978-3-7774-2614-3.
  • EVA & ADELE: OBSIDIAN. Marta Herford 2013 (mit Texten von Roland Nachtigäller, Reinhard Ermen und Jan-Philipp Fruehsorge).
  • EVA & ADELE: FUTURING. Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Heidelberg 2012 (mit Textbeiträgen von Meinrad Maria Grewenig, Frank Krämer und Angeli Janhsen).
  • EVA & ADELE, ROSA ROT. Hrsg. von Museum der Moderne Salzburg und Lentos Kunstmuseum Linz. DuMont Buchverlag, Köln 2008, ISBN 978-3-8321-9096-5 (mit Textbeiträgen von Margit Zuckriegl, Sabine Kampmann und Nina Kirsch).
  • EVA & ADELE: Day by Day – Painting. The Nordic Watercolour Museum, Ostfildern-Ruit 2003, ISBN 3-7757-9184-1 (mit Textbeiträgen von Bera Nordal, Andreas Schalhorn und Sabine Kampmann),.
  • EVA & ADELE: Logo – Mediaplastic-Wings-Lingerie. Saarlandmuseum, Overbeck-Gesellschaft, Neuer Sächsischer Kunstverein, Ostfildern-Ruit 2000, ISBN 3-7757-9039-X (mit Textbeiträgen von Thea Herold, Gesine Last und Dietmar Kamper).
  • EVA & ADELE: Wherever we are is Museum. Neuer Berliner Kunstverein, Ostfildern-Ruit 1999, ISBN 3-89322-979-5 (mit Textbeiträgen von Renate Puvogel, Robert Fleck, Thomas Wulffen und Paolo Bianchi).
  • EVA & ADELE: Nota – Licht auf Weimar. Licht auf Weimar – Die ephemeren Medien, Ostfildern-Ruit 1999, ISBN 3-89322-244-8 (mit Textbeiträgen von Dietmar Kamper und Bernd Rosner).
  • EVA & ADELE: Cum. Sprengel Museum Hannover, Ostfildern-Ruit 1997, ISBN 3-89169-118-1 (mit Textbeiträgen von Ulrich Krempel und Paolo Bianchi).
  • EVA & ADELE: Close-up & Blow-up. Galerie Jérôme de Noirmont, Paris 2000 (mit einem Textbeitrag von Robert Fleck).

Weblinks

Commons: Eva & Adele – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise

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