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Eine verhängnisvolle Affäre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Fatal Attraction)
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Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1987
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Adrian Lyne
Drehbuch James Dearden
Produktion
Musik Maurice Jarre
Kamera Howard Atherton
Schnitt
Besetzung
Synchronisation

Eine verhängnisvolle Affäre ist ein US-amerikanischer Psychothriller des Regisseurs Adrian Lyne. Michael Douglas spielt einen Anwalt, dessen Seitensprung (Glenn Close) sich als Psychoathin entpuppt. Der Film erschien 1987 zu guten Kritiken.

Handlung

Dan Gallagher ist ein erfolgreicher, glücklich verheirateter Anwalt, der mit seiner Frau Beth und Tochter Ellen in Manhattan lebt. Durch geschäftliche Tätigkeiten macht er Bekanntschaft mit Alex Forrest, einer Verlagslektorin. Als seine Frau mit der Tochter für ein Wochenende die Stadt verlässt, schläft Dan mit Alex. Während er denkt, dass es sich dabei nur um eine flüchtige Affäre handelt, sieht Alex dies ganz anders und beginnt, sich an ihn zu klammern. Als Dan sich verabschieden will, schneidet Alex sich die Pulsadern auf. Er kümmert sich um ihre Verletzung und geht danach.

Alex beginnt damit, Dan zu stalken und taucht an mehreren Orten auf, um ihn zu treffen. So wartet sie in seinem Büro auf ihn und trifft in seiner Wohnung, die zum Verkauf steht, auf Beth, der sie Interesse am Kauf der Wohnung vortäuscht. Auch eine Einladung zu einer Aufführung von Madame Butterfly ihrerseits lehnt er ab. Des Weiteren ruft sie ihn wiederholt im Büro und zuhause an, stellt ihn schließlich zur Rede und behauptet, sie sei schwanger und plane, das Baby zu behalten. Später erscheint Dan in ihrer Wohnung, um sie zur Rechenschaft zu ziehen, was in einem heftigen Handgemenge mündet. Alex macht klar, dass sie nicht gedenkt, ignoriert zu werden.

Dan zieht mit seiner Familie aus der Stadt nach Bedford, doch das hält Alex nicht auf. Sie schickt Dan ein Tonband, auf dem sie ihn beschimpft, lauert ihm in einem Parkhaus auf und übergießt seinen Wagen mit Säure. Außerdem folgt sie ihm eines Abends nach Hause, um ihn zu bespitzeln. Ihre Obsession eskaliert weiter. Dan geht zur Polizei, um eine einstweilige Verfügung gegen sie zu erwirken (er behauptet, dass diese für einen seiner Mandanten sei), wird aber belehrt, dass ohne stichhaltige Beweise nicht gegen Alex vorgegangen werden kann und dass der angebliche Mandant zu seinem Ehebruch stehen müsse.

Als die Gallaghers eines Tages nicht zu Hause sind, tötet Alex das Zwergkaninchen von Dans Tochter und kocht es auf dem Herd. Dan gesteht Beth daraufhin die Affäre und auch, dass Alex vermeintlich schwanger sei. Wütend verlangt Beth, dass Dan die Wohnung verlässt. Bevor er geht, ruft Dan Alex an und sagt ihr, dass Beth über die Affäre Bescheid wisse. Beth übernimmt den Hörer und droht Alex, dass sie sie umbringen werde, falls Alex die Gallaghers weiterhin belästige. Ohne Dans und Beths Wissen holt Alex daraufhin Ellen von der Schule ab und verbringt etwas Zeit in einem Vergnügungspark mit ihr, bevor sie die Kleine nach Hause bringt. Beth gerät in Panik, als sie Ellen abholen will und sie nicht findet. Auf der Suche nach ihrer Tochter fährt sie verzweifelt umher und gerät dabei in einen Auffahrunfall, bei dem sie verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert wird. Nach ihrer Entlassung verzeiht sie Dan die Affäre, und sie kehren gemeinsam nach Hause zurück.

Der wütende Dan bricht in die Wohnung von Alex ein, greift sie an und erwürgt sie beinahe im Affekt. Alex attackiert Dan daraufhin mit einem Küchenmesser, doch dieser schafft es, sie zu überwältigen. Er legt das Messer weg und verlässt schweigend die Wohnung, während Alex lächelnd an der Küchentheke lehnt. Dan geht zur Polizei, um Alex unter anderem wegen Kidnapping verhaften zu lassen, und die Polizei beginnt mit der Fahndung.

Beth lässt daheim ein Bad für sich ein, als Alex plötzlich mit dem Küchenmesser erscheint. Sie beginnt, ihre Abneigung gegen Beth zu erklären, wobei sie nervös mit dem Messer herumfuchtelt, sich dabei ins Bein schneidet, und greift dann Beth an. Dan hört die Schreie aus dem Badezimmer, stürmt hinein und drückt Alex in die Badewanne, wodurch er sie anscheinend ertränkt. Plötzlich taucht sie wieder aus dem Wasser auf und will Dan mit dem Messer attackieren, wird jedoch von Beth mit Dans Waffe erschossen.

Die letzte Szene zeigt Polizeiautos vor dem Haus der Gallaghers. Nachdem Dan mit der Polizei alles besprochen hat, geht er zurück in die Wohnung, wo Beth auf ihn wartet. Sie umarmen sich und gehen nach oben, während die Kamera auf einem Bild von ihnen und Ellen verweilt.

Entstehung und Veröffentlichung

Dan Gallagher Michael Douglas Volker Brandt
Alex Forrest Glenn Close Hallgerd Bruckhaus
Beth Gallagher Anne Archer Karin Buchholz
Arthur Fred Gwynne Arnold Marquis

Im ursprünglichen Ende beging Alex Selbstmord und ließ es so aussehen, als habe Dan sie umgebracht. Bei Testvorführungen war das Publikum mit diesem Ausgang jedoch nicht zufrieden, weshalb das letztlich bekannte Ende nachgedreht wurde. In der japanischen Kinoversion wurde das ursprünglich gedrehte Ende gezeigt.

Die deutsche Synchronfassung entstand im Auftrag der Berliner Synchron, Dialogregie führte Lutz Riedel nach eigenem Dialogbuch.<ref name="synchro">Eine verhängnisvolle Affäre. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 12. Februar 2021.</ref>

Eine verhängnisvolle Affäre startete am 18. September 1987 in den US-Kinos und am 4. Februar 1988 in Deutschland. Er stand acht Wochen auf dem ersten Platz der US-Kinocharts und entwickelte sich 1987 zum Film mit dem zweithöchsten Einspielergebnis (nach Noch drei Männer, noch ein Baby). Für die Zuschauerzahlen in den deutschen Kinos erhielt der Film 1988 die Goldene Leinwand. Insgesamt spielte er weltweit rund 320 Mio. US-Dollar ein, davon 157 Mio. US-Dollar in Nordamerika.<ref>Fatal Attraction (1987). In: Box Office Mojo. Amazon, abgerufen am 26. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Gesamteinnahmen von etwa 884 Mio. US-Dollar.

Querbezüge zu anderen Werken

Kritiken

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Eine verhängnisvolle Affäre. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Metacritic (Metascore) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">Eine verhängnisvolle Affäre. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Prädikat der FBW wertvoll<ref>Jury-Begründung. In: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW). Abgerufen am 26. April 2026.</ref>
AllMovie [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: SternsymbolSternsymbol<ref>Vorlage:AllMovie</ref>
CinemaScore A<ref>Datenbankabfrage bei cinemascore.com</ref>

Eine verhängnisvolle Affäre erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend freundliche Besprechungen und ordnet den Film damit als „Verbrieft Frisch“ ein.<ref name="rotten tomatoes" /> Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.<ref name="metacritic" />

Die deutsche Filmkritik nahm den Film unterschiedlich auf. Einerseits wurde er für seine spannende Erzählweise gelobt. Weitgehende Einigkeit herrsche jedoch in einem Punkt: Der Showdown, der stellenweise an Die Teuflischen von Henri-Georges Clouzot (1954) erinnert, hätte kürzer ausfallen dürfen.

Das Lexikon des internationalen Films urteilt, was als psychologisch differenziert gezeichnete Studie um Verantwortung und Schuld beginne, schlage um in einen dicht konstruierten Thriller, der seine Spannungseffekte an einigen Punkten überstrapaziere und in Gefahr gerate, das ernsthafte Thema zu vordergründig aufzulösen.<ref>Eine verhängnisvolle Affäre. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>

Oliver Armknecht vom Filmportal filmrezensionen.de schreibt 2023, wer sich nicht an Punkten wie mangelnder Glaubwürdigkeit oder einem zu langen Showdown störe, könne noch immer erstaunlich viel Spaß haben. „Vor allem das entfesselte Spiel von Glenn Close, die hier einer Naturgewalt gleich durch das Leben des Anwalts fegt, ist mehrere Jahrzehnte später noch immer beeindruckend.“<ref>Eine verhängnisvolle Affäre filmrezensionen.de, 18. August 2023, abgerufen am 19. August 2023</ref>

Auszeichnungen und Bestenlisten

Eine verhängnisvolle Affäre gewann 9 Filmpreise und erhielt weitere 22 Nominierungen. 1987 erreichte der Film auf der Liste der Top Ten des National Board of Review Platz 1.

  • 1988 – Für den Oscar nominiert in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin (Close), Beste Nebendarstellerin (Archer) und Bester Schnitt
  • 1988 – Für den Golden Globe nominiert in den Kategorien Bester Film – Drama, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin – Drama (Close) und Beste Nebendarstellerin (Archer)
  • 1988 – Goldene Kamera für Glenn Close und Michael Douglas als beste Schauspieler (international)
  • 1988 – Für den Saturn Award nominiert in der Kategorie Bestes Drehbuch
  • 1989 – BAFTA Award in der Kategorie Bester Schnitt. Außerdem nominiert in den Kategorien Bester Hauptdarsteller (Douglas) und Beste Nebendarstellerin (Archer)
  • 1989 – Für den Grammy nominiert in der Kategorie Beste instrumentale Filmmusik
  • 1998 – American Film Institute: Platz 28 der 100 besten amerikanischen Thriller aller Zeiten, Platz 7 der Top-100-Schurken für Glenn Close als Alex Forrest<ref>America’s 100 Greatest Heroes & Villains filmsite.org, abgerufen am 19. August 2023</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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