Fein- und Raugewicht
Als Feingewicht (auch Nettogewicht oder Korn) bezeichnet man die Masse des in einer Legierung enthaltenen Edelmetalls, vor allem bei Münzen oder Schmuck.<ref name="Schroetter">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Sie wird in einem üblichen Massemaß angegeben, z. B. in Gramm.
Die Gesamtmasse einschließlich der nicht edelmetallischen Anteile (häufig Kupfer) heißt Raugewicht (ältere Schreibweise Rauhgewicht, auch Bruttogewicht oder Schrot).<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Das Verhältnis von Fein- zu Raugewicht nennt man Feingehalt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Bei Münzen war früher allein das Feingewicht des verwendeten Silbers oder Goldes ausschlaggebend für den Wert von Kurantstücken. Fein- und Raugewicht wurden durch den Münzfuß bestimmt.
Siehe auch
Einzelnachweise
<references/>
Literatur
- Luschin von Ebengreuth: Grundriß der Münzkunde. B. G. Teubner, Leipzig und Berlin 1918 (= Aus Natur und Geisteswelt. Band 91), S. 11.
- Helmut Kahnt, Bernd Knorr: Alte Maße, Münzen und Gewichte. Ein Lexikon. Bibliographisches Institut, Leipzig 1986, Lizenzausgabe Mannheim/Wien/Zürich 1987, ISBN 3-411-02148-9, S. 383 (Feingewicht) und 395 (Rauhgewicht).