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Gelb-Betonie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Fuchsschwanz-Ziest)

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Gelb-Betonie
Datei:Gelb-Betonie.jpg

Gelb-Betonie (Betonica alopecuros)

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Lamioideae
Gattung: Betonien (Betonica)
Art: Gelb-Betonie
Wissenschaftlicher Name
Betonica alopecuros
L.

Vorlage:Hinweisbaustein

Die Gelb-Betonie<ref name="Fischer" /> (Betonica alopecuros), auch Gelbe Betonie,<ref name="FloraWeb" /> Gelber Ziest<ref name="Fischer" /> oder Fuchsschwanz-Ziest<ref name="Fischer" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Betonien (Betonica) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Beschreibung

Datei:Betonica alopecurus Atlas Alpenflora.jpg
Illustration aus Atlas der Alpenflora, 1882
Datei:Betonica alopecuros PID1718-1.jpg
Blütenstand

Vegetative Merkmale

Die Gelb-Betonie ist ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 40 (bis 50) Zentimetern. Der aufrechte Stängel ist im Querschnitt viereckig und locker borstig behaart. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Sie sind grundständig oder am Stängel gegenständig. Der Blattstiel ist 5 bis 15 Zentimeter lang.<ref name="HegiGams1964" /> Die Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis 6 Zentimetern sowie einer Breite von 2 bis 4 Zentimetern eiförmig mit herzförmigem Spreitengrund und unregelmäßig gekerbt-gezähntem Blattrand.<ref name="fdi" /><ref name="HegiGams1964" /> Die Blattspreite ist etwas glänzend.<ref name="HegiGams1964" /> Die obersten Stängelblätter sind viel kleiner und fast sitzend.<ref name="HegiGams1964" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis September.<ref name="HegiGams1964" /> Die Tragblätter sind lanzettlich und 6 bis 7 Millimeter lang. Der Blütenstand ist eine 3 bis 11 Zentimeter lange Scheinähre, die aus etwa 2 bis 8 dicht gedrängten 10- bis 14-blütigen Scheinquirlen besteht.<ref name="HegiGams1964" /> Nur der unterste Scheinquirl ist öfter etwas abgerückt und von den Tragblättern stärker überragt.<ref name="HegiGams1964" /> Die annähernd ungestielte Blüte ist zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist borstig behaart, die Kelchröhre 5 bis 6 Millimeter lang, die Kelchzipfel 2 bis 3 Millimeter. Die gelbe Krone ist 12 bis 16 Millimeter lang.<ref name="fdi" /> Die Krone ist zu einer Röhre verwachsen, die innen einen Haarring trägt.<ref name="HegiGams1964" /> Die Oberlippe ist schmal, ziemlich flach und zweispaltig<ref name="InfoFlora" />, die Unterlippe ist dreilappig und herabgeschlagen.<ref name="HegiGams1964" /> Die Nüsschen sind etwa 2 Millimeter lang, glatt und hellbraun.<ref name="HegiGams1964" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.<ref name="MFG2" />

Vorkommen

Die Gelb-Betonie gedeiht in europäischen Gebirgen in den Alpen, den Pyrenäen und auf der Balkanhalbinsel in Höhenlagen von 300 bis 2300 Metern, nach Süden dringt sie in Italien in den Mittleren Apennin<ref name="fdi" /> und in Griechenland bis zum Peloponnes<ref name="MFG2" /> vor.

In Deutschland wächst die Gelb-Betonie im Allgäu, in den Bayerischen Alpen und bei Berchtesgaden. In Österreich kommt sie zerstreut in den Bundesländern Salzburg, Kärnten, Steiermark, Oberösterreich und Niederösterreich von der obermontanen bis subalpinen Höhenstufe<ref name="Fischer" /> vor. In den Allgäuer Alpen steigt sie im Tiroler Teil bei Hinterhornbach bis zu einer Höhenlage von 1750 Metern auf.<ref name="Dörr-Lippert" /> In Oberbayern erreicht sie sogar eine Meereshöhe von 1980 Metern.<ref name="HegiGams1964" />

Die Gelb-Betonie besiedelt sonnige Lagen auf frischen und meist kalkreichen subalpinen bis alpinen Matten sowie auf Steinschutt.<ref name="roth" /> Sie ist eine Charakterart der Ordnung Seslerietalia albicantis, kommt aber auch in Mesobrometen oder in Pflanzengesellschaften des Verbands Thlaspeion rotundifolii vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Betonica alopecuros erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 573.<ref name="SpPl" /> Ein häufig verwendetes Synonym ist Stachys alopecuros <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Benth.<ref name="Fischer"/> Diese Verwandtschaftsgruppe wird kontrovers diskutiert und je nach Autor gehört diese Art zur Gattung Betonica oder Stachys.

Das Artepitheton ist von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (also: Fuchsschwanz) abgeleitet.

Man kann 2 Unterarten unterscheiden:

  • Betonica alopecuros subsp. alopecuros
  • Betonica alopecuros subsp. divulsa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ten.) Bartolucci & Peruzzi (Syn.: Betonica alopecuros var. divulsa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ten.) Nyman, Stachys alopecuros subsp. divulsa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ten.) Grande): Sie kommt im zentralen Apennin vor.<ref name="fdi" /> Die Chromosomenzahl ist ebenfalls 2n = 16.<ref name="IPCN" />
  • Betonica alopecuros subsp. jacquinii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Gren. & Godr.) O.Schwarz (Syn.: Betonica jacquinii <templatestyles src="Person/styles.css" />Gren. & Godr.): Sie wird von manchen Autoren als Synonym zu Betonica alopecuros subsp. alopecuros gestellt.<ref name="POWO" />

Nachweise

<references> <ref name="fdi"> Sandro Pignatti (Hrsg.): Flora d'Italia. Band 2. Edagricole, Bologna 2003, ISBN 88-506-2449-2, S. 463 (Dritter unveränderter Nachdruck der 1. Auflage von 1982). </ref> <ref name="roth"> Werner Rothmaler (Begr.), Rudolf Schubert, Walter Vent (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 4. Kritischer Band. 7. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-06-012526-0, S. 500. </ref> <ref name="Fischer">/ </ref> <ref name="MFG2"> Claus Baden: Stachys. In: </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 573, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D2%26issue%3D%26spage%3D573%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D</ref> <ref name="FloraWeb">Gelbe Betonie. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum, abgerufen am 8. Februar 2014. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Dörr-Lippert"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 399. </ref> <ref name="IPCN"> Betonica divulsa bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora"> Stachys alopecuros (L.) Benth. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="HegiGams1964">Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 4. Verlag Carl Hanser, München 1964. S. 2432–2435.</ref> <ref name="POWO">Betonica alopecuros. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks

Commons: Gelb-Betonie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien