Körperscanner
Körperscanner, auch Ganzkörperscanner, Bodyscanner oder Nacktscanner – bei der Verwendung von Terahertz-Strahlung auch als Terahertz-Kameras bezeichnet – sind Geräte, mit denen der Körper einer Person sowie Gegenstände unter der Kleidung, abgebildet werden können. So können beispielsweise Waffen oder Sprengstoffe sichtbar gemacht werden. Dies kann mit verschiedenen Methoden realisiert werden.
Methoden
Röntgenstrahlung
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Ein Röntgenscanner ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) rastert ein Objekt punktförmig ab und misst die Rückstreuung. Ein Röntgen-Abtaststrahl hat einen Durchmesser von 5–10 mm.<ref>Patent US5181234: Patent of Pencil beam of X-rays Scanner. Veröffentlicht am 19. Januar 1993.</ref> Im Gegensatz dazu registriert ein medizinisches Röntgengerät den Kontrast, der durch die unterschiedliche Absorption der Strahlung in verschiedenen Gewebetypen (reichlich Calcium im Knochen, kaum Calcium in der Muskulatur) entsteht.
Die rückgestreute Compton-Strahlung eignet sich für die Oberflächenanalyse. Die Rückstreuung sinkt mit steigender Energie. Beim Gerät Secure 1000 liegt die Strahlungsenergie im Bereich von 20–50 keV.<ref>Radiation Safety Engineering Assessment Report for the Rapiscan Secure 1000 in Single Pose Configuration. VERSION 2.0, NSTD-09-1085. (PDF) U.S. Department of Homeland Security Transportation Security Administration, August 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. April 2013; abgerufen am 11. Mai 2014.</ref> Die Compton-Streuung tritt überwiegend bei leichten Materialien wie Wasserstoff, Sauerstoff oder Kohlenstoff auf, bei schweren Materialien wie Metallen überwiegt die Absorption. Diese schwache Rückstreuung wird mit empfindlichen Detektoren aufgezeichnet und es genügen geringe Intensitäten. Die mittlere Gesamtstrahlenbelastung eines Röntgenscanners soll bei 0,1–0,2 µSv liegen, wobei die punktförmige Strahlenbelastung durch Mittelung unberücksichtigt bleibt.<ref>Jeanne Rubner: Blick durch die Kleider. In: Süddeutsche.de. 17. Mai 2010.</ref>
Terahertzstrahlung
Terahertzstrahlung (wegen ihrer Wellenlänge auch als Millimeterwellen bezeichnet) ist elektromagnetische Strahlung im Grenzbereich zwischen Infrarotlicht und Mikrowellenstrahlung und Teil der natürlichen Wärmestrahlung. Die hiermit arbeitenden Geräte werden auf Englisch millimeter wave scanner genannt. Es werden zwei verschiedene Funktionsweisen unterschieden:
Aktive Methode
Bei der aktiven Methode scannt ein fokussierter Strahl den Körper ab und rekonstruiert durch Variation der Wellenlänge aus der Rückstreuung ein Bild. Auf diese Weise können gestochen scharfe dreidimensionale Darstellungen des nackten Körpers des Überprüften erzeugt werden.<ref name="FAZ2010">Peter Welchering: Körperscanner: Ein möglichst genaues Bild ohne tiefe Einblicke. In: FAZ.NET. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Januar 2010, abgerufen am 9. Januar 2010.</ref> Aktuelle Geräte (seit Juli 2009) können Personen außerhalb einer Kabine im Vorbeigehen abtasten.<ref>Erich Moechel: Die neue Generation der Nacktscanner. Meldung vom 4. Januar 2010 bei „futurezone“ des ORF</ref>
Passive Methode
Bei der passiven Methode wird nur die natürliche Wärmeabstrahlung des menschlichen Körpers detektiert,<ref>Torsten May: Mit der THz-Technologie zu neuer Sicherheit. In: Photonik. Band 2. AT-Fachverlag, 2009, S. 14. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mit der THz-Technologie zu neuer Sicherheit ( vom 27. März 2010 im Internet Archive)</ref> wodurch ein Abbild der Körperkonturen ohne anatomische Details erzeugt werden kann.<ref>Breite Front gegen Nackt-Scanner. Auf heise.de am 24. Oktober 2008.</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Die passive Terahertztechnik erfordert keine Strahlungsquelle, sondern registriert die vorhandene Strahlung mit Wellenlängen kleiner als 1 mm.
Ende 2009 wurden Prototypen vorgestellt, die aus mehr als zehn Metern Entfernung funktionieren.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Die neue Generation der Nacktscanner.] In: orf.at. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Institut für Photonische Technologien in Jena entwickelte Kameras, die Gegenstände am Körper sichtbar macht.<ref>Ralf Nestler: Körperscanner: Abtasten ohne zu berühren. In: tagesspiegel.de. 12. Januar 2010, abgerufen am 31. Januar 2024.</ref>
Vorgaben der EU
Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998, Anlage 4, Nr. 4.1.1.10 schreibt vor, dass die Benutzung von Ganzkörperscannern (egal welcher Art) durch Passagiere freiwillig ist. Auf Bitten des Passagiers muss das Sicherheitspersonal eine andere Untersuchungsmethode wählen. In der Durchführungsverordnung heißt es dazu genau:
„Fluggäste haben das Recht, die Kontrolle mit einem Sicherheitsscanner zu verweigern. In diesem Fall ist der Fluggast durch eine alternative Methode zu kontrollieren, die mindestens eine Durchsuchung von Hand gemäß Anlage 4-A des Durchführungsbeschlusses C(2015) 8005 der Kommission umfasst.“<ref name="eudir_2015_1998">Anlage 4, Nr. 4.1.1, Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 der Kommission vom 5. November 2015, zur Festlegung detaillierter Maßnahmen für die Durchführung der gemeinsamen Grundstandards, für die LuftsicherheitVorlage:Abrufdatum. In: Amtsblatt der Europäischen Union. L, Nr. 299, 14. November 2015, S. 1.</ref>
und weiterhin:
„Vor der Kontrolle mit einem Sicherheitsscanner ist der Fluggast über die eingesetzte Technologie, die mit ihrem Einsatz verbundenen Bedingungen und die Möglichkeit der Verweigerung einer Kontrolle mit dem Sicherheitsscanner zu unterrichten.“
Auch sind in der EU nur Sicherheitsscanner, die nicht mit ionisierender Strahlung arbeiten, zugelassen (Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998, Anlage 4, Nr. 4.1.1.2).<ref name="eudir_2015_1998" />
Einsatzgebiete
Das Haupteinsatzgebiet ist die unten näher behandelte Flughafensicherheit.
Für einen Einsatz im Bundestag schlugen Sicherheitsexperten bereits 2008 Körperscanner vor. Dies wurde jedoch nicht umgesetzt.<ref>Stefan Krempl: FDP-Bundestagsfraktion will 2010 noch keine Nacktscanner. In: heise.de. 6. Januar 2010, abgerufen am 3. Februar 2024.</ref> Für den Einsatz der Körperscanner in Deutschland gibt es keine gesetzliche Grundlage. Der Einsatz an deutschen Flughäfen zur Personenkontrolle ist für Passagiere daher freiwillig (siehe Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998, Anlage 4, Nr. 4.1.1.10).<ref>Anhang, Anlage 4 – Fluggäste und Handgepäck, Nr. 4.1.1.10, Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 der Kommission vom 5. November 2015, zur Festlegung detaillierter Maßnahmen für die Durchführung der gemeinsamen Grundstandards, für die LuftsicherheitVorlage:Abrufdatum. In: Amtsblatt der Europäischen Union. L, Nr. 299, 14. November 2015, S. 16.</ref>
Flughafensicherheit
Als erster Airport führt der Flughafen Schiphol in Amsterdam den Körperscanner ein. Am 31. Dezember 2009 gingen die ersten zwei der 17 bestellten Geräte in Betrieb. Der Flughafen führte den Bodyscanner aufgrund des versuchten Terroranschlags beim Landeanflug auf Detroit ein. Seit dem versuchten Anschlag geriet der Nacktscanner weltweit in den Fokus, weil die verbotenen Substanzen am Attentäter Umar Farouk im normalen Metalldetektor in Amsterdam nicht entdeckt wurden. Körperscanner werden auf den Flughäfen in Moskau generell eingesetzt.
Vereinigte Staaten
Im Rahmen der Flughafensicherheit werden in den USA als Alternative zum Abtasten per Hand mit Terahertzwellen arbeitende Geräte bei Sicherheitskontrollen am Flughafen immer häufiger eingesetzt.<ref name="USAToday.com">10 airports install body scanners. Auf: usatoday.com, 6. Juni 2008.</ref> Körperscanner werden als full body scanner bezeichnet;<ref>siehe auch englische Wikipedia</ref> der Vorgang als whole body imaging.<ref>Former homeland security chief argues for whole-body imaging, The Washington Post, 1. Januar 2010 (englisch)</ref>
Michael Chertoff, von Februar 2005 bis Januar 2009 Minister für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten, setzte sich sehr für deren Einführung ein.
Im Herbst 2010 waren in den Vereinigten Staaten mehr als 310 Geräte im Einsatz. Weitere 450 sollten in der Zeit kurz darauf hinzukommen.<ref name="szNov2010">Entwürdigend und gefährlich. sueddeutsche.de, 16. November 2010, abgerufen am 24. November 2010.</ref> Bei der Einführung neuer Körperscanner am John F. Kennedy International Airport in New York begrüßte die Ministerin für Innere Sicherheit, Janet Napolitano, die Geräte als Durchbruch bei der Bekämpfung des Terrorismus, weigerte sich aber, sich selbst in einem Gerät untersuchen zu lassen.<ref>Christina Boyle: Body scanners unveiled at JFK Airport; Homeland Security Sect. Janet Napolitano doesn’t volunteer. In: NYDailyNews.com. 22. Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Oktober 2010; abgerufen am 26. Oktober 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> An den entsprechenden Flughäfen der USA können Flugpassagiere zwischen einer Untersuchung im Körperscanner und dem sogenannten extended patdown, einem intensiven manuellen Abtasten mit den Handflächen, wählen.<ref name="szNov2010" />
Europäische Union
In der Europäischen Union sind die Geräte zurzeit noch nicht zugelassen. Einige Flughäfen in der EU haben eine Sonderbewilligung und testen die Geräte versuchsweise unter strengen Auflagen der EU-Kommission. Zur Durchführung eines Scans muss die Einwilligung des betroffenen Passagiers eingeholt werden.<ref name="NZZ">Umstrittene Nacktscanner werden zum Thema. Auf: nzz.ch, 28. Dezember 2009.</ref> Seit Januar 2010 wird der Körperscanner ProVision ATD der Firma L-3 Communications mit Terahertzstrahlung am niederländischen Flughafen Schiphol eingesetzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ProVision ATD Body Scanner ( vom 17. August 2013 im Internet Archive) auf analysedimages.com, 18. Mai 2013</ref><ref name="nlScanner">Luftsicherheit: Niederlande führen ab sofort Nacktscanner ein. In: Welt online. Axel Springer AG, 30. Dezember 2009, abgerufen am 31. Dezember 2009.</ref> In Großbritannien ist der Einsatz des Scanners seit Anfang 2010 für ausgewählte Personen verpflichtend: Ohne die Durchführung der Prozedur dürfen diese Passagiere ihren gewünschten Flug nicht antreten.<ref>'No scan, no flight’ at Heathrow and Manchester. In: BBC News. 1. Februar 2010, abgerufen am 2. Februar 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Während eines halbjährigen Probebetriebs der Geräte in Manchester wurden 210.000 Flugreisende durchleuchtet. Zwei Frauen haben hierbei aus religiösen beziehungsweise gesundheitlichen Gründen eine Körperbestrahlung abgelehnt und durften somit gemäß den britischen Gesetzesvorgaben ihren Flug nicht antreten.<ref>Flughafen Manchester zieht positives Fazit von Nacktscanner-Einsatz auf heise.de, 4. August 2010</ref>
Deutschland
Das Bundespolizeipräsidium hat es noch Anfang 2010 als unwahrscheinlich bezeichnet, dass es einen flächendeckenden Einsatz von Körperscannern vor dem Sommer 2011 in Deutschland geben wird, da eine Gesundheitsgefährdung durch die Strahlenbelastung nicht ausgeschlossen werden kann und es bei Versuchen mit den Scannern zum Teil nicht gelungen ist, Sprengstoff zu entdecken.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Nacktscanner offenbar noch nicht einsetzbar.] In: heise.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Am 27. September 2010 begann ein Praxistest auf dem Flughafen Hamburg, bei dem Freiwillige die neue Sicherheitsüberprüfung ausprobieren können. Die Tests waren zunächst auf sieben Monate angelegt, wurden aber um drei Monate bis zum 31. Juli 2011 verlängert. Nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz waren die getesteten Geräte gesundheitlich unbedenklich. Es stellte sich heraus, dass die Testgeräte weniger Sicherheit boten als die herkömmliche Methode mit Metalldetektor und Abtasten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Körperscanner: Nackte Tatsachen.] In: gutjahr.biz. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. Oktober 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Zudem signalisierten die neuen Geräte bereits Schweißflecken unter den Achseln oder Papiertaschentücher in der Hosentasche der Passagiere als Sicherheitsrisiko. Hierdurch mussten viele Fluggäste manuell nachkontrolliert werden, was die Personenkontrollen verzögerte. Wegen häufiger Fehlalarme (bis zu 100 %<ref name="scannerupdate">heise.de</ref>) wurden die Körperscanner mehrfach deaktiviert.<ref name="WeltHamburg">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Körperscanner geben massenhaft Fehlalarm.] In: welt.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Oktober 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Nach Auswertung der zehnmonatigen Testphase unter Beteiligung von 809.000 freiwilligen Passagieren entschied Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich Ende August 2011, vorerst auf den flächendeckenden Einsatz von Körperscannern an deutschen Flughäfen zu verzichten.<ref>Nacktscanner versagen im Praxistest Spiegel Online, 31. August 2011</ref> Seit 24. November 2012 sind am Flughafen Frankfurt Main Körperscanner in einer weiteren Testphase im Einsatz. Die Benutzung der Scanner ist freiwillig.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ab sofort Körperscanner am Frankfurter Flughafen.] In: heise.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. November 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Derzeit sind solche Geräte in Stuttgart im Einsatz. Passagiere, die sich weigern, das Gerät zu betreten, müssen längere Wartezeiten hinnehmen. Seit 2014 werden die mittlerweile ausgereiften Körperscanner auch am Hamburger Flughafen wieder eingesetzt und die Passagiere können zwischen Körperscanner und Abtasten wählen.<ref>Comeback für den Nacktscanner am Flughafen Hamburg. Hamburger Abendblatt, 31. Oktober 2014, abgerufen am 21. Juni 2015.</ref>
Auch in Berlin wurden im Flughafen Tegel seit Mitte 2014 Körperscanner eingesetzt. In Schönefeld befinden sie sich in der Mitte der beiden Terminals.<ref>In Schönefeld und Tegel werden Körperscanner aufgestellt. Abgerufen am 24. August 2016.</ref> Seit Mai 2017 nutzt auch der Flughafen München Körperscanner im Terminal 2 zur Entlastung der Mitarbeiter.<ref>Abendzeitung, Germany: Am Terminal 2: Flughafen München führt Nacktscanner dauerhaft ein. (abendzeitung-muenchen.de [abgerufen am 6. Januar 2018]).</ref>
Kritik
Gesundheitliche Gefährdung
Die Terahertzstrahlung gehört zum allgegenwärtigen Strahlenspektrum. Sie wirkt aufgrund ihrer geringeren Energie nicht ionisierend. Bei Geräten im Passivmodus wird keine Strahlenquelle auf den Körper gerichtet, sodass keine Strahlungsschäden eintreten können.
Zu aktiven Rückstreuscannern liegen dem Bundesamt für Strahlenschutz keine belastbaren Informationen über die gesundheitlichen Auswirkungen der eingesetzten Frequenzen und Leistungen des Rückstreuverfahrens mit Terahertzstrahlung vor. Jenseits von Laborversuchen fehlen Langzeitstudien.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Schaden Körperscanner der Gesundheit?] In: dw-world.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 10. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Zudem sind bisher keine Schädigungsszenarien beschrieben und keine Schadensereignisse berichtet worden. Es existieren Studien, die als Folge von Terahertzbestrahlung genetische Schäden nachweisen, andere Studien lassen jedoch nicht auf Schäden schließen. In Laborversuchen wurden Resonanzeffekte in der Zelle als Voraussetzung für eine Wirkung auf DNS-Ketten festgestellt.<ref>„Some studies reported significant genetic damage while others, although similar, showed none.“ In: technologyreview.com. 30. Oktober 2009, abgerufen am 11. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>How Terahertz Waves Tear Apart DNA. Abgerufen am 11. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>DNA Breathing Dynamics in the Presence of a Terahertz Field. Abgerufen am 11. Januar 2024.</ref> Weitergehende Untersuchungen zu solchen Effekten mit nicht ionisierender Strahlung liegen nicht vor.
Im April 2010 veröffentlichten vier Professoren der University of California, San Francisco, darunter Mitglieder der National Academy of Sciences (NAS) sowie Experten für Strahlung und Krebserkrankungen, einen offenen Brief, in dem sie vor den möglichen Gesundheitsgefahren durch Röntgen-Rückstreuungs-Scanner warnen.<ref>npr.org (PDF)</ref> Die Professoren äußern in ihrem Brief Zweifel insbesondere an der effektiven Strahlungsdosis, die die zuständigen US-Behörden angeben, und weisen darauf hin, dass die Strahlendosis nicht vom ganzen Körper aufgenommen wird (wie die Behörden in ihrer Rechnung unterstellen), sondern nur von den obersten Hautschichten, so dass die Dosis auf das betroffene Gewebe ungleich größer sei. Die Professoren beklagen außerdem in ihrem Brief, dass die gesundheitlich relevantesten Strahlungsparameter der Scanner (Photonenfluss pro Fläche und Zeitspanne) von den Behörden unter Verschluss gehalten werden, und befürchten ein erhöhtes Krebsrisiko vor allem für Frauen (Brust), Männer (Hoden), Kinder, ältere Passagiere über 65 Jahre, HIV-geschwächte Menschen, Schwangere sowie allgemein für Blutzellen in den oberen Hautschichten, die Netzhaut des Auges und die Schilddrüse. Da Röntgen-Rückstreuungsscanner in den USA bereits den Großteil der verwendeten Geräte ausmachen, befürchten die Wissenschaftler, dass durch spätere Krebserkrankungen eine größere Gefährdung für Leib und Leben der Passagiere bestehen könnte als durch Terrorismus selbst.
Abgrenzung zu Röntgenscannern
Röntgenstrahlung verursacht durch ihre ionisierende Wirkung Zellschäden, die Krebserkrankungen auslösen können. Aus diesem Grund wird eine Strahlenbelastung im Bereich der Medizin nur in Kauf genommen, wenn es für die Verbesserung der Gesundheit unerlässlich ist.
Ob die bei einer konkreten Kontrolle eingesetzten Körperscanner nur Terahertz- oder auch Röntgenstrahlung einsetzen, ist für den Passagier nicht eindeutig festzustellen.
Verletzung der Intimsphäre
Umstritten ist der Einsatz am Menschen, da dieser durch das Gerät nackt sichtbar ist. Zudem würden auf den sehr scharfen Bildern private Details wie Prothesen, künstliche Darmausgänge oder Piercings sichtbar.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Körperscanner mit Datenschutz schon 2010?] In: tagesschau.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Was ist auf den Bildern zu erkennen?] In: focus.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Dies stellt nach Einschätzungen von Vertretern aus Politik, Kirche und Gewerkschaften eine erhebliche Verletzung der Privatsphäre und Menschenwürde dar. In Deutschland hatte das Bundesinnenministerium im Oktober 2008 den Einsatz der Scanner ausgeschlossen. Der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hatte sich für eine Weiterentwicklung der Geräte ausgesprochen, aber die Darstellung der Bilder kritisiert: „Aber so lange solche Bilder entstehen, werden sie nicht eingesetzt werden“. „Ich will nicht, dass die Bundespolizei in das Licht kommt, sie seien heimliche Spanner.“<ref name="tagesschau">Bundesregierung lehnt „Nackt-Scanner“ ab. „Diesen Unfug machen wir nicht mit“. Auf: tagesschau.de, 24. Oktober 2008.</ref>
Aus der technischen Spezifikation der Transportation Security Administration (TSA) für Körperscanner geht hervor, dass die in den USA eingesetzten Geräte über Festplatten sowie USB- und Netzwerkanschlüsse verfügen, wodurch mit ihnen erstellte Bilder gespeichert und übertragen werden können. Zudem ist ein „Level Z“-Modus beschrieben, der es autorisierten Stellen erlaubt, die Privatsphäre-Filter zu deaktivieren und Bilddateien zu exportieren.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Whole Body Imaging Technology („Backscatter“ X-Ray and Millimeter Wave Screening).] In: epic.org. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Dies steht im Widerspruch zu Versicherungen der TSA, dass die Scanner Bilder nicht dauerhaft speichern könnten. Im April 2010 wurde bekannt, dass die US-Regierung auf Testgeräten etwa 2.000 Bilder, die von Körperscannern angefertigt wurden, gespeichert hat.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig US-Regierung speicherte „Nackt-Scanner-Fotos“.] In: heise.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. April 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Im August 2010 gab der United States Marshals Service zu, wiederholt mehrere Zehntausend Scan-Bilder eines Sicherheitssystems in Florida dauerhaft gespeichert zu haben. Das Electronic Privacy Information Center (EPIC) urteilte in diesem Zusammenhang, dass „diese Geräte so gebaut sind und auch eingesetzt werden, dass Bilder routinemäßig gespeichert und archiviert werden“.<ref>US-Bundespolizei speichert Nacktscannerbilder auf zdnet.de, 5. August 2010</ref>
Die an niederländischen Flughäfen genutzten Geräte zeigen den Kontrolleuren nur ein Körperschema.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nur eine Art Strichmännchen ( vom 31. Dezember 2009 im Internet Archive), 30. Dezember 2009</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Körperscanner mit Datenschutz schon 2010?] In: tagesschau.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Außerdem war in Diskussion, dass die intimen Stellen grundsätzlich nicht angezeigt werden und im Verdachtsfall über einen Schalter angezeigt werden können. Eine andere Idee war, dass die Kontrolleure in einem getrennten Raum sitzen, sodass diese die Körperbilder nicht den Personen zuordnen können oder mit ihnen in Kommunikation treten können.<ref>heise online: Brüssel schlägt Rechtsrahmen für Nacktscanner vor „Sicherheitsbedienstete, die Scans auf verdächtige Gegenstände hin untersuchen, müssen in einem separaten Raum ohne Sichtkontakt sitzen. Eine Verbindung zwischen den Aufnahmen und den Reisenden darf nicht hergestellt werden.“ (abgerufen am 15. November 2011)</ref> Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit äußerte im Januar 2010, er habe noch kein Gerät gesehen, bei dem die Persönlichkeitsrechte gewahrt würden; die Vermeidung von Nacktbildern alleine reiche hierfür nicht aus.<ref>Stefan Krempl: Gegenwind für Einsatz von Nacktscannern. Meldung vom 5. Januar 2010 bei heise online, abgerufen am 7. Januar 2009</ref>
Britische Datenschützer fordern zudem weitere Regeln zum Datenschutz, um die Weitergabe von Aufnahmen an Dritte zu verhindern. Die Gefahr hierfür bestehe insbesondere bei prominenten Fluggästen.<ref name="Britannien">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Nacktscanner verstoßen gegen britisches Kinderporno-Verbot.] In: spiegel.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Infragestellen des Sicherheitsgewinnes
Der Körperscanner ermöglicht keine Analyse von Körperöffnungen oder des Körperinneren. So können dort versteckte Gegenstände nur durch andere Methoden aufgespürt werden, beispielsweise Metalldetektoren oder Leibesvisitation. Da Terahertzstrahlung und Röntgenstrahlung zwar nur schwach von Textilien, aber stärker von Wasser zurückgestreut werden, können Gegenstände unter feuchten Kleidungsschichten verborgen werden.
In Laborversuchen konnte die Bundespolizei mit Hilfe von Körperscannern Sprengstoff noch nicht ausreichend erkennen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Wenn aus dem „Nein“ ein „Ja, aber“ wird.] In: SWR. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Metall und Keramik werden zwar gut dargestellt, Plastikfolien, in denen auch Explosivstoffe transportiert werden können, sind jedoch sehr schwer zu entdecken.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Was man mit Sicherheit sieht, sind Piercings.] In: Deutschlandfunk. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der Sicherheitsgewinn durch den Einsatz der Geräte sei laut Sicherheitsexperten minimal, zudem im Falle des Anschlagsversuchs von Detroit nicht fehlende Kontrollen, sondern die unzureichende Kommunikation der Sicherheitsbehörden zu dem Sicherheitsrisiko geführt haben.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Datenschützer: Sicherheitsgewinn minimal.] In: sueddeutsche.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Warum es Bedenken gegen Nacktscanner gibt.] In: Sächsische Zeitung. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Zudem zeigen sich an internationalen Flughäfen grundsätzliche Sicherheitslücken, die das Einbringen von Gefahrgut ohne Teilnahme an einem Scan-Vorgang ermöglichen: So konnte ein Reporter Anfang 2010 im internationalen Terminal des Flughafens Rom-Fiumicino nachts die Sicherheitszone ohne jegliche Kontrolle betreten, da diese nur tagsüber überwacht wird. Eingeschleuste Waffen oder Sprengstoffe könnten auf diese Weise am nächsten Tag ohne Probleme an Bord eines beliebigen Flugzeugs gebracht werden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sicherheitszone nachts ohne Kontrolle.] In: tagesschau.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Februar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Zeitverlust
Ersten Tests am Flughafen Köln/Bonn zufolge könnten durch Einsatz des Körperscanners nur halb so viele Passagiere in gleicher Zeit durch die Sicherheitskontrollen geschleust werden wie mit den aktuell eingesetzten Geräten, wodurch Staus und Zeitverluste für die Passagiere verursacht werden könnten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Justizministerin knüpft Einsatz von Nacktscannern an Bedingungen.] In: spiegel.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Auch der Geschäftsführer des Flughafens Hannover-Langenhagen rechnet mit einer Verlangsamung der Kontrollgeschwindigkeit um 50 Prozent beim Einsatz der neuen Geräte.<ref name="Hille">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Flughafen-Chef in Hannover: Körperscanner überflüssig.] In: Hamburger Abendblatt. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Oktober 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Bei den Tests am Flughafen Hamburg ergaben sich mitunter längere Wartezeiten für die Passagiere, da es häufig (bis zu 100 %<ref name="scannerupdate" />) zu Fehlalarmen kommt.<ref name="WeltHamburg" />
Untersuchung von Kindern
Britische Kinderschützer argumentieren, Körperscanner würden gegen das britische Kinderschutzgesetz von 1978 verstoßen. Dieses verbietet, unangemessene Bilder von Minderjährigen zu erstellen, was durch den Scan-Vorgang passieren würde.<ref name="Britannien" />
Kosten
Neue Scanner an deutschen Flughäfen würden durch das Bundesinnenministerium gekauft und somit vom Steuerzahler bezahlt. Es ist noch nicht bekannt, welche Beträge hierfür insgesamt zu investieren sind. Die Kontrollen selber würden weiterhin über das Flugticket bezahlt werden. Momentan kostet jede Kontrolle je nach Flughafen zwischen zwei und zehn Euro.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bis auf die Haut.] In: Zeit online. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der Einsatz jedes der etwa 600 Vollkörperscanner kostet an 65 US-amerikanischen Flughäfen jeweils 170.000 US-$ pro Jahr.<ref>Silke Hasselmann: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Terroristen planten angeblich neue Unterhosenbombe. CIA vereitelt offenbar Al-Kaida-Anschlag. ( vom 11. Mai 2012 im Internet Archive) Meldung bei Tagesschau.de vom 8. Mai 2012.</ref>
In den USA soll als Reaktion auf den Anschlag auf den Flug 253 zunächst eine Milliarde Dollar für den Einsatz der neuen Geräte an Flughäfen ausgegeben werden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Obama übernimmt die Verantwortung.] In: tagesschau.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Übliche am Markt erhältliche Modelle kosten etwa 120.000 EUR pro Stück,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Fragen und Antworten rund um den Nacktscanner.] In: Zeit online. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> was mehr als das Zehnfache der Kosten für die bislang an Flughäfen eingesetzten Metalldetektoren darstellt.<ref name="n-tv 2010-01-06" /> Für den Flughafen Berlin-Tegel sind Geräte vorgesehen, deren Preis bei 300.000 EUR pro Stück liegt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Körperscanner für Tegel könnten 15 Millionen kosten.] In: Tagesspiegel. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. Januar 2023.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Allein in Deutschland gibt es 39 Verkehrsflughäfen, die jeweils mit einigen Geräten ausgestattet werden müssten, um den geforderten Sicherheitsgewinn zu erzielen. Allein am Stuttgarter Flughafen wären 22 Körperscanner notwendig. Das würde schon bei diesem Anschaffungskosten in Höhe von rund 2,86 Millionen Euro bedeuten.<ref>Teure Nacktscanner – Höhere Sicherheit kostet mehr, Stuttgarter Nachrichten am 6. Januar 2010</ref> Bei größeren Flughäfen mit mehr Reisenden bräuchte es noch mehr: Der Flughafen von Amsterdam will 75 Geräte einsetzen.<ref>Nacktscanner als Verstoß gegen Kinderporno-Gesetz?, Die Presse am 5. Januar 2010</ref>
Hersteller
Die Körperscanner, welche zunächst am Hamburger Flughafen getestet werden sollen, stammen von der amerikanischen Firma L-3 Communications.<ref>Nacktscanner und Streubomben: Ein Hersteller von international geächteten Kriegswaffen beliefert die Bundespolizei mit Körperscannern. Süddeutsche Zeitung, 11. August 2010, abgerufen am 19. September 2010.</ref><ref>Nacktscanner: „Geschmacklos“ finden die Grünen, dass der Hersteller der bestellten Nacktscanner auch Streubomben produziert. Frankfurter Rundschau, 11. August 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. August 2010; abgerufen am 19. September 2010. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Weiterer großer Hersteller auf dem europäischen Markt ist Rohde & Schwarz. Diese verkauften unter anderem 300 Stück ihres Systems QPS an das deutsche Bundesministerium des Innern.<ref>Rohde & Schwarz erhält Großauftrag für Körperscanner vom Bundesministerium des Innern. Rohde&Schwarz, 11. August 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Februar 2019; abgerufen am 22. Februar 2019.</ref>
Lobbyismus
Der ehemalige Minister für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten Michael Chertoff wurde dafür kritisiert, dass er den Einsatz von Körperscannern stark beworben hat, ohne dabei bekannt zu geben, dass er Lobbyist für einen der Hersteller der Geräte ist.<ref>The Airport Scanner Scam. MotherJones.com, 4. Januar 2010, abgerufen am 24. November 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Andere Körperscanner-Lobbyisten mit Verbindungen zur US-Regierung sind unter anderem:<ref>The TSA and the full-body-scanner lobby (englisch). washingtonexaminer.com, 29. September 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. März 2016; abgerufen am 24. November 2010.</ref>
- die ehemaligen ranghohen TSA-Mitarbeiter Tom Blank und Chad Wolf
- Kevin Patrick Kelly, der enge Verbindungen zum Ministerium für Innere Sicherheit besitzt
- der ehemalige US-Senator Al D’Amato
Sonstiges
Diskussion nach dem Northwest-Airlines-Flug 253
Nach einem missglückten Terroranschlag auf den Northwest-Airlines-Flug 253 von Amsterdam nach Detroit am 25. Dezember 2009, bei dem ein Passagier 80 Gramm des Sprengstoffes Nitropenta an Bord schmuggeln konnte, setzte eine erneute Diskussion über die Nutzung des Körperscanners an Flughäfen ein, obwohl bezweifelt wird, dass der Sprengstoff durch den Scanner erkannt worden wäre<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Experten bezweifeln Nutzen der Nacktscanner.] In: spiegel.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und den US-Geheimdiensten genügend Informationen vorlagen, um die Anschlagspläne im Vorfeld aufzudecken.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Obama rügt seine Geheimdienste.] In: Zeit Online. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sprach sich in diesem Zusammenhang für eine Verwendung aus, sofern sie gesundheitlich „völlig unbedenklich“ sei und die Persönlichkeitsrechte „vollumfänglich gewahrt“ werden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Nur eine Art Strichmännchen.] In: sueddeutsche.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Marktentwicklung
Für das Geschäft mit Körperscannern wird ein Boom für die nächsten Jahre prognostiziert. Das Marktvolumen für sicherheitstechnische Ausrüstungen und Produkte liegt für Europa bei etwa neun Milliarden Euro. Weltweit werden Schätzungen zufolge 50.000 neue Geräte in den nächsten Jahren verkauft werden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Forscher entwickeln tugendhaften Allesblicker.] In: Spiegel Online. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Es gibt vier<ref name="Hersteller">American Science and Engineering, Inc. (ASEI), USA; L-3 Communications, USA; Rapiscan Systems (OSI-Tochter), USA sowie Smiths Detection Group Limited, Watford, Hertfordshire, UK bzw. Smiths Heimann GmbH, Wiesbaden, Deutschland.</ref> bedeutende Hersteller für diese Geräte, von denen drei ihren Sitz in den USA haben.<ref name="n-tv 2010-01-06" /> Die Aktienkurse der entsprechenden vier Gesellschaften sind kurz nach dem Anschlag auf den Northwest-Airlines-Flug 253 stark gestiegen.<ref name="n-tv 2010-01-06">Dossier: Boom-Branche Sicherheit: Scanner lassen Kassen klingeln. In: n-tv.de/dpa. 6. Januar 2010, abgerufen am 13. Januar 2010: „Dass die Körperscanner kommen werden, steht aber zumindest für die Börsianer schon fest: Seit Weihnachten stiegen die Aktienkurse aller vier großen Hersteller sprunghaft an.“</ref>
Das deutsche Bundesforschungsministerium fördert Projekte, die die Entwicklung und den Einsatz von Körperscannern auf Terahertzbasis zum Gegenstand haben. Ziel ist es, Gefahrstoffe präzise zu erkennen, die geprüften Personen aber nur schematisch darzustellen.<ref name="BMBF 2009-12-29">Bundesforschungsministerium fördert Technologie für Körperscanner nach der Leitlinie „Mehr sehen, weniger zeigen“. In: Pressemitteilung 304/2009. Bundesministerium für Bildung und Forschung, 29. Dezember 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2010; abgerufen am 2. Januar 2010.</ref>
Resonanz
Der Leiter des FDP-Arbeitskreises Recht und Innen, Hartfrid Wolff, betonte, dass es „mit den Liberalen einen nationalen Alleingang beim Scanner-Einsatz nicht geben“ wird. Statt einer Insellösung sollte eine EU-weite Regelung gefunden werden oder die Körperscanner sollten erst gar nicht verwendet werden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig FDP-Fraktion schließt Nacktscanner-Einsatz für 2010 aus – Polizeigewerkschaft will Fluggäste von Terror-Profilern überprüfen lassen.] In: Neue Osnabrücker Zeitung. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Auf ihrem Parteitag im April 2010 stellte die FDP die Forderung, dass jeder Flugpassagier die freie Wahl zwischen einer Leibesvisitation und der Untersuchung mittels eines Körperscanners haben sollte.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig FDP-Parteitag gegen Nacktscanner, ELENA und Vorratsdatenspeicherung.] In: heise.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. April 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Die deutsche Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) äußerte sich in einem Interview mit dem Spiegel ablehnend zum Einsatz von „Nacktscanner[n]“.<ref name="Spiegel-2/2010">„Das muss besser werden“. In: Der Spiegel. Nr. 2, 2010, S. 32–34 (online – Interview mit Leutheusser-Schnarrenberger, Zitat S. 34).
„[…] Die Intimsphäre muss gewahrt sein, und es darf keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen geben. […] Wenn das, was jetzt kommen könnte, ein Nacktscanner wäre, dann hätten Sie recht. Deshalb wird es mit uns auch keinen Nacktscanner geben.“
</ref> Körperscanner dürften nur dann eingesetzt werden, wenn die Intimsphäre nicht verletzt und die Gesundheit nicht beeinträchtigt werde.<ref name="Spiegel-2/2010" />
Die Gewerkschaft der Polizei sprach sich am 2. Januar 2010 für den Einsatz aus, jedoch sollte in diesem Zuge das gesamte System der Flugsicherheit auf den Prüfstand. Vom Einsatz der Scanner könne man keine Wunderdinge erwarten, da sie nur eines von vielen Sicherheitslöchern schließen könnten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Gesamte Flugsicherheit muss auf den Prüfstand.] In: gdp.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Debatte um Flugsicherheit: Bald Nacktscanner an deutschen Flughäfen? ( vom 5. Januar 2010 im Internet Archive) In: tagesschau.de, 2. Januar 2010. Abgerufen am 3. Januar 2010.</ref> Zudem könne ein Scanner kein qualifiziertes Personal ersetzen, was die größte Sicherheitslücke darstellen würde.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Trügerische Sicherheit – Kontrollmängel am Flughafen.] In: gdp.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Die Vereinigung Cockpit, ein Verband für Verkehrsflugzeugführer und Flugingenieure, „bedauert die derzeitige Verkürzung der Sicherheitsdebatte um Kontrollen an Flughäfen auf die so genannten Körperscanner.“ Der Pilotenverband fordert ein Gesamtsicherheitskonzept, in dem Körperscanner nur ein kleiner Baustein sein könnten, und legte einen Elf-Punkte-Plan zur Verbesserung der Sicherheit vor.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Körperscanner und Sicherheitskontrollen an Flughäfen.] In: Vereinigung Cockpit. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Januar 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Raoul Hille, der Geschäftsführer des Flughafens Hannover-Langenhagen, äußerte sich kritisch zu den Scannern: „Der Sicherheitsgewinn sei marginal, die Kosten seien zu hoch, und das Gesundheitsrisiko für Vielflieger und Flughafen-Mitarbeiter sei unklar.“<ref name="Hille" />
In der deutschen Bevölkerung ist die Resonanz zu dem Einsatz von Körperscannern an Flughäfen laut einer Forsa-Umfrage des Sterns überwiegend positiv. Von 1.006 Befragten unterstützten 63 Prozent deren Einsatz, 31 Prozent lehnten ihn ab. Die restlichen sechs Prozent hatten sich keine Meinung gebildet.<ref>Deutsche für Einsatz von Körperscannern. Umfrage vom 6. Januar 2010 bei stern.de, abgerufen am 6. Januar 2009</ref>
Petition: Datenschutz – keine Zulassung von Ganzkörper-Scannern
Am 3. Januar 2010 wurde von Kritikern der Ganzkörper-Scanner beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eine öffentliche Petition eingereicht. Nach ihrer Zulassung wurde die Petition am 11. Januar 2010 im Internet veröffentlicht.<ref>Norbert Hense: Petition: Datenschutz – Keine Zulassung von Ganzkörper-Scannern. Deutscher Bundestag, 11. Januar 2010, abgerufen am 11. Januar 2010.</ref> Bis zu ihrem Abschluss erhielt sie 16.925 Unterschriften.<ref>Gordon Repinski: Online-Petition: Schüler mobilisiert gegen Nacktscanner. In: Spiegel Online. 28. Januar 2010, abgerufen am 28. Januar 2010.</ref>
Besondere Vorkommnisse
Von tausenden Scan-Bildern, die entgegen anderweitigen Aussagen doch gespeichert wurden, stellte das Blog Gizmodo im Herbst 2010 100 Bilder in einem Video zusammengefasst ins Internet.<ref>Hundert nackte Amerikaner im Netz. spiegel.de, 17. November 2010, abgerufen am 24. November 2010.</ref> Sicherheitsleute sind an einem amerikanischen Flughafen angeblich in eine Schlägerei geraten, nachdem einer von ihnen eine abfällige Bemerkung über den Penis des anderen gemacht habe. Auch sei es so, dass attraktive Frauen besonders häufig „zufällig“ für die Körperscans ausgewählt würden.<ref name="szNov2010" />
Zum Thanksgiving-Fest 2010 haben in den USA Bürger, welche die Vorgehensweise der TSA kritisieren, zum Boykott aufgerufen: Passagiere sollen sich der Untersuchung im Körperscanner verweigern und so massenweise personal- und zeitintensive Abtastuntersuchungen erzwingen.<ref>US-Bürger boykottieren Intim-Kontrollen. focus.de, 24. November 2010, abgerufen am 24. November 2010.</ref>
Weblinks
- Bundesamt für Strahlenschutz: Strahlenschutzaspekte bei Ganzkörperscannern.
- Electronic Privacy Information Center: Whole Body Imaging Technology („Backscatter X-Ray“ and Millimeter Wave Screening) (mit Bildern, englischsprachig)
- Gregor Strate, Sebastian Luig: Aktueller Begriff: Körperscanner (PDF; 62 kB). In: Deutscher Bundestag (Hrsg.): Analysen und Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste, Der Aktuelle Begriff Nr. 22/10 vom 25. März 2010
Einzelnachweise und Anmerkungen
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