Bahr al-Ghazal (Fluss)
Vorlage:Infobox Fluss Bahr al-Ghazal (Vorlage:ArS;<ref name="bahr">Die Grundbedeutung des Wortes Vorlage:ArS ist „Meer“. Es wird aber auch für große perennierende Flüsse verwendet, nicht zuletzt für die Quellflüsse des Nil, im Unterschied zu Vorlage:ArS.</ref> alternative Schreibweise: Bahr el-Ghazal) ist ein Fluss im Südsudan.
Verlauf
Der Bahr al-Ghazal ist 716 Kilometer lang und entspringt in der Bergregion bei Yambio an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Sein Quellfluss Sue-Jur bildet beim Zusammenfluss mit dem Fluss Bahr al-Arab in der Nähe der Stadt Wang Kai, südöstlich von Bentiu, den eigentlichen Fluss Bahr al-Ghazal. Er fließt weiter durch den No-See, wo er mit dem Bahr al-Dschabal (Berg-Fluss/Berg-Meer)<ref name="bahr" /> zusammentrifft und beide anschließend den Weißen Nil (Bahr al-Abyad) bilden.
Der Fluss wurde erstmals 1772 durch den französischen Geographen Jean-Baptiste Bourguignon d’Anville auf einer Karte verzeichnet und ist Namensgeber der Region Bahr al-Ghazal und der Bundesstaaten Gharb Bahr al-Ghazal und Schamal Bahr al-Ghazal.
Das Gebiet, in dem sich Lol, Jur und Bahr al-Arab vereinigen, bildet zusammen mit dem Hauptverlauf des Ghazal den Bahr al-Ghazal-Sumpf, der nahtlos in den Sudd übergeht. Dort münden auch die Flüsse Tonj mit dem Naam von Süden und dem Qez Zarge von Norden. Im Gegensatz zu vielen Flussmündungen, ist das gesamte Gebiet von einer Vielzahl an Kanälen durchzogen, in denen sich schon weit vor deren, oder nach der eigentlichen Mündung die einzelnen Flüsse mischen. Genaue Verlaufe und Mündungsreihenfolgen sind teils flexibel und lassen sich schwer bis gar nicht bestimmen.
Hydrologie
Das Einzugsgebiet des Bahr el Ghazal entspricht ca. 20 % der Fläche des Gesamteinzugsgebiets des Nils und erhält eine durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge von über 400 Mrd. m³, von denen aber nur ca. 0,6 Mrd. m³ in den No-See fließen.<ref>Torben Gerdes: Vorlage:Webarchiv Christian-Albrechts-Universität Kiel, SS 2005 (Seminararbeit)</ref> Die Regenzeit im Einzugsgebiet dauert von Juni bis August.<ref name="Meng2024" />
Siehe auch
Literatur
- Vorlage:Britannica 1911
- Vorlage:Literatur
- Georg Schweinfurth: Wahrnehmungen auf einer Fahrt von Chartūm nach dem Gazellen-Fluß, Januar–März 1869. In: Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. 5. Band, 1870, S. 29–62 (Volltext bei Wikisource).
Weblinks
Vorlage:Commonscat Vorlage:Wiktionary
Einzelnachweise
<references />