Kohl-Lauch
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| Kohl-Lauch | ||||||||||||
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| Datei:Allium oleraceum - rohulauk.jpg
Kohl-Lauch (Allium oleraceum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Allium oleraceum | ||||||||||||
| L. |
Der Kohl-Lauch (Allium oleraceum), auch Gemüse-Lauch<ref name="GRIN" /> oder Ross-Lauch genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch (Allium). Trotz des Namens Kohl-Lauch wird die Pflanze kaum als Wildgemüse oder Suppenwürze verwendet, da die Blätter früh verdorren und der Stängel vergleichsweise hart ist, was ihm auch den Namen Ross-Lauch eingebracht hat.<ref name="wbdd" />
Beschreibung
Der Kohl-Lauch ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht eine Höhe von 20 bis 70 Zentimeter. Er bildet eine oder mehrere eiförmige Zwiebeln, die etwa 1,2 bis 2 Zentimeter lang werden und Durchmesser von 1 bis 1,5 Zentimeter erreichen. Die Außenhaut ist braun bis gräulich, die inneren Zwiebelschalen sind weiß bis hellbraun.<ref name="FoNA" /> Die Stängel sind hart, die Blätter sind halbrund oder dicklich flach,<ref name="wbdd" /> rinnig, aber nicht röhrenförmig.<ref name="blv" /> Sie werden 5 Millimeter breit, die Unterseite ist rau,<ref name="blv" /> zur Blütezeit sind sie meist verdorrt.
Als Blütenstände werden lockere Scheindolden aus wenigen rötlichen oder grünlichweißen Einzelblüten<ref name="blv" /> gebildet. Die Hüllblätter sind länger als der Blütenstand.<ref name="blv" /> Die Blütenstiele sind 2 bis 4 Zentimeter lang. Zwischen den Blüten sind dunkelrote Brutzwiebeln sichtbar, wobei auch nur die Brutzwiebeln ausgebildet sein können. Die glockigen Blüten werden 5 bis 8 Millimeter lang,<ref name="wbdd" /> die Staubfäden haben keine seitlichen Zähne.<ref name="blv" />
Die Blütezeit dauert von Juni bis August.<ref name="wbdd" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32 oder 40.<ref name="Oberdorfer 2001" />
Verbreitung und Standortansprüche
Der Kohl-Lauch ist mit Ausnahme von Westeuropa in ganz Europa verbreitet. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen Norwegen<ref>bis zu 70° nördlicher Länge; Helena Åström, Carl-Adam Hæggström, Eeva Hæggström, Geographical distribution of Allium oleraceum cytotypes in Finland and Sweden. Nordic Journal of Botany 33, 2015, 120. doi:10.1111/njb.00521, ISSN 1756-1051</ref> bis nach Sizilien und von Frankreich bis in den europäischen Teil von Russland und in den Kaukasus.<ref name="GRIN" /> In andere Gebiete wurde er eingebürgert, man findet ihn inzwischen beispielsweise in Neuengland an Straßenrändern und Ruderalflächen.<ref name="FoNA" />
Der Kohl-Lauch wächst auf trockenen Rasen, an Hecken, auf Weinbergen, an Schutzmauern und auf Bahnschottern. Selten findet man ihn auf nassen Wiesen. Er wächst zerstreut auf basenreichen und etwas stickstoffhaltigen, lockeren Böden und fehlt auf kalkarmen Böden.<ref name="wbdd" /> Er ist in Mitteleuropa eine Festuco-Brometea-Klassencharakterart.<ref name="Oberdorfer 2001" /> In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil am Häselgehrberg bei Häselgehr bis zu 1220 Metern Meereshöhe auf.<ref name="Dörr und Lippert" />
Systematik
Der Kohl-Lauch ist eine Art in der Gattung Lauch (Allium). Dort wird er zur Sektion Codonoprasum in der Untergattung Allium gezählt.<ref name="GRIN" />
Weitere zum Teil auch nur regional gebräuchliche Bezeichnungen für den Kohl-Lauch sind oder waren: Ackerknoblauch, Feldknoblauch, wäld Knobläng (Siebenbürgen) und Knufflok (Altmark).<ref name="Pritzel-Jessen 1882" />
Bildergalerie
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Blüte
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Bulbillen
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Perigonblätter mit Staubblättern (Innenansicht)
Siehe auch
Literatur
- Dietmar Aichele, Marianne Golte-Bechtle: Was blüht denn da? 57. Auflage. Kosmos, Stuttgart 2005, ISBN 3-440-10212-2, S. 120.
- Thomas Schauer, Claus Caspari: Der BLV Pflanzenführer für unterwegs. 2., durchgesehene Auflage. BLV, München 2008, ISBN 978-3-8354-0354-3, S. 342.
Einzelnachweise
<references> <ref name="wbdd"> Aichele, Golte-Bechtle: Was blüht denn da? </ref> <ref name="blv"> Schauer, Caspari: Der BLV Pflanzenführer für unterwegs </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FoNA"> Dale W. McNeal Jr., T. D. Jacobsen: Allium. In: </ref> <ref name="Oberdorfer 2001"> </ref> <ref name="Pritzel-Jessen 1882"> Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 18, (Textarchiv – Internet Archive). </ref> <ref name="Dörr und Lippert"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, IHW, Eching 2001, ISBN 3-930167-50-6, S. 350. </ref> </references>
Weblinks
- Kohl-Lauch. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Verbreitungskarte im Quadrantenraster auf deutschlandflora.de (Netzwerk Phytodiversität Deutschland e. V.)
- Kohl-Lauch. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Allium oleraceum L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora.
- Verbreitung auf der Nordhalbkugel aus: Eric Hultén, Magnus Fries: Atlas of North European vascular plants. 1986, ISBN 3-87429-263-0 bei Den virtuella floran. (schwedisch)
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)