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Palmenzwergkauz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Glaucidium palmarum)

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Palmenzwergkauz
Datei:Colima Pygmy Owl.jpg

Colima-Sperlingskauz

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Gattung: Sperlingskäuze (Glaucidium)
Art: Palmenzwergkauz
Wissenschaftlicher Name
Glaucidium palmarum
Nelson, 1901

Der Palmenzwergkauz (Glaucidium palmarum) oder Colima-Sperlingskauz ist eine kleine Eulenart aus der Gattung der Sperlingskäuze. Die kaum Handlängen-große Eule kommt ausschließlich in Nordamerika vor.

Erscheinungsbild

Der Palmenzwergkauz erreicht eine Körpergröße von 13 bis 15 Zentimetern.<ref name="könig403"> König et al., S. 403 </ref> Er ist auf der Körperoberseite blass graubraun bis olivbraun. Der Oberkopf ist weißlich bis gelblich gefleckt. Im Nacken befindet sich ein auffälliges Occipitalgesicht, wie es für alle Sperlingskauz-Arten charakteristisch ist. Die Körperunterseite ist weißlich mit gelblich-braunen bis zimtfarbenen Längsstreifen und braunen Flecken auf den Brustseiten. Die Augen sind gelb.

Im Verbreitungsgebiet des Palmenzwergkauzes kommen mehrere andere Sperlingskauz-Arten vor, mit denen dieser verwechselt werden kann. Der Sanchezzwergkauz ist dunkler. Bei ihm sind außerdem nur der Vorderkopf und die Kopfseiten gepunktet. Der Gnomenzwergkauz ist ebenso wie der Brasilzwergkauz größer. Letztere Art hat außerdem einen längeren Schwanz und ist auf dem Kopf gestreift. Dem Elfenkauz fehlt das Occipitalgesicht und er ist auf der Körperunterseite fein gesprenkelt.

Verbreitungsgebiet und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet des Palmenzwergkauzes erstreckt sich im Westen Mexikos entlang der Pazifikküste. Es reicht von der Mitte Sonoras bis nach Oaxaca. Er ist ein Standvogel, der trocken-tropische Wälder vom Meeresniveau bis in Höhenlagen von 1.500 Meter über NN besiedelt.

Lebensweise

Wie eine Reihe anderer amerikanischer Sperlingskauz-Arten ist auch der Palmenzwergkauz teilweise tagaktiv. Sein Nahrungsspektrum besteht aus Kleinvögeln, Reptilien und anderen kleinen Wirbeltieren sowie größeren Insekten und anderen Wirbellosen. Über die Fortpflanzungsbiologie dieser Art ist nichts bekannt.<ref name="könig403" />

Unterarten

Laut IOC World Bird List ist der Palmenzwergkauz (Glaucidium palmarum <templatestyles src="Person/styles.css" />Nelson, 1901)<ref name="nelson174">Edward William Nelson (1901), S. 174.</ref> monotypisch.<ref>IOC World Bird List Owls</ref> Lange wurden Glaucidium minutissimum oberholseri <templatestyles src="Person/styles.css" />Moore, RT, 1937<ref name="moore105">Robert Thomas Moore (1937), S. 105.</ref> und Glaucidium minutissimum griscomi <templatestyles src="Person/styles.css" />Moore, RT, 1947<ref name="moore33f">Robert Thomas Moore (1937), S. 33–35.</ref> als Unterarten betrachtet. Heute gelten beide als Synonym zur Nominatform.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Palmenzwergkauzes erfolgte 1901 durch Edward William Nelson unter dem wissenschaftlichen Namen Glaucidium palmarum. Das Typusexemplar wurde von ihm und Edward Alphonso Goldman im Militärbezirk Tepic gesammelt.<ref name="nelson174"/> Bereits 1832 führte Friedrich Boie die für die Wissenschaft neue Gattung Glaucidium ein.<ref name="boie970">Friedrich Boie (1832), S. 970.</ref><ref group="A">Boie kategorisierte den Australzwergkauz (Glaucidium nana (<templatestyles src="Person/styles.css" />King, PP, 1827)) und den Sperlingskauz (Glaucidium passerinum (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758)) in die neue Gattung.</ref> Dieser Name leitet sich von γλαυξ (glaux) für Eule ab. Der eigentliche Name ist die Diminutivform und bedeutet deshalb kleine Eule.<ref name="jobling391">James A. Jobling, S. 391.</ref> Der Artname palmarum ist lateinischen Ursprungs und bedeutet von der Palme von palma für Palme.<ref name="jobling289">James A. Jobling, S. 289.</ref> Mit oberholseri wird Harry Church Oberholser<ref name="moore105"/> geehrt, mit griscomi Ludlow Griscom.<ref name="moore33f"/>

Literatur

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Weblinks

Einzelnachweise

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Anmerkungen

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