Brienne (Adelsgeschlecht)
Das Haus Brienne war eine Familie des Feudaladels der hochmittelalterlichen Champagne in Frankreich, deren namensgebende Stammburg bei der heutigen Gemeinde Brienne-le-Château im Département Aube lag. Besondere historische Prominenz hat diese Familie aufgrund ihrer generationenübergreifenden Beteiligung an den Kreuzzügen des 12. und 13. Jahrhunderts erlangt und hat einen König von Jerusalem und Kaiser von Konstantinopel hervorgebracht. Darüber hinaus stellten die Brienne drei Connétable von Frankreich und zwei Lord High Constable in England.
Geschichte
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Die Ursprünge der Familie reichen bis in die Mitte des 10. Jahrhunderts zurück. Flodoard von Reims notierte in seinen Annalen für das Jahr 951 die Belagerung und Schleifung der Burg von Brienne durch König Ludwig IV. „den Überseeischen“, weil deren Herren, die Brüder Gotbert und Engelbert I., das Umland mit Raubzügen heimgesucht hatten.<ref>Vgl. Flodoard von Reims, MGH, Scriptores (in folio) 3, S. 400f; Richer von Reims, MGH, Scriptores (in folio) 38, S. 168f.</ref> Offenbar ist es Engelbert I. in der Folgezeit gelungen, seine Burg wiederaufzubauen, da sie ihm und seinen Nachkommen weiter als Stammsitz diente, über deren Umland sie eine dauerhafte Herrschaft konsolidieren konnten. Eine Genealogie der frühsten Vertreter derer von Brienne ist mangels einer ausreichenden Dokumentation nur wage zu konstruieren. Offenbar hat bis in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts eine Abfolge von drei Personen namens Engelbert bestanden, von denen schon Engelbert I. den Grafentitel reklamiert hat. Erst ab Graf Walter I. in der Mitte des 11. Jahrhunderts ist eine Genealogie nachzuverfolgen.
Die Grafschaft Brienne war keine der großen Territorialherrschaften des feudalen mittelalterlichen Frankreichs. Sie hatte nicht einmal den gesamten alten fränkischen pagus Breonensis umfasst, sondern nur noch dessen südliche Hälfte entsprochen, etwa dem heutigen Kanton Brienne-le-Château. Das machtpolitische Gewicht des Grafenhauses war deshalb begrenzt und spätestens ab dem 11. Jahrhundert hatte es die lehnsrechtliche Oberhoheit der mächtigen Grafen der Champagne anerkennen müssen, deren Hauptresidenz Troyes etwa zwanzig Kilometer westlich von Brienne lag. Eine gewisse regionale Bedeutung hatte die Familie hauptsächlich durch ihre Versippung mit den ihnen benachbarten Familien erlangt, besonders die Herrenfamilie von Joinville war bis in das 13. Jahrhundert hinein eng mit ihr assoziiert.
Mit Graf Erhard I. († ca. 1114) hat die lange Kreuzfahrertradition der Familie begonnen, die nahezu für jede Feudalfamilie der Champagne charakteristisch war und für die besonders jene von Brienne prominent geworden ist. Nicht weniger als zwölf Familienmitglieder haben sich bis zum Ende des 13. Jahrhunderts aktiv an den Kreuzzügen beteiligt. Besondere Berühmtheit hatte dabei Johann von Brienne († 1237) erlangt, der 1210 als Nachgeborener und geringbegüteter Sohn der Familie als Ehemann für die Königin von Jerusalem ausgesucht und somit in die Herrschaft über dieses Kreuzfahrerkönigreich gesetzt wurde. Von 1218 bis 1221 hatte er den Kreuzzug von Damiette (fünfter Kreuzzug) angeführt und ist kurz vor seinem Lebensende für den lateinischen Kaiserthron in Konstantinopel erwählt wurden. Über seine Tochter, Königin Isabella II. († 1228), ist er zum Großvater der letzten Herrscher des Staufergeschlechts geworden.
Die Hauptlinie des Hauses Brienne ist 1360 mit Gräfin Isabella als deren letzte Vertreterin im Mannesstamm erloschen, die Grafschaft Brienne ist an ihre Erben aus dem Haus Enghien übergegangen. Von Johann von Brienne abstammende Nebenzweige haben sowohl in Frankreich als Grafen von Eu und Vizegrafen von Beaumont bis in das 14. und in England als Viscount Beaumont bis in das 16. Jahrhundert fortbestanden.
Wappen
Die frühsten heraldischen Darstellungen des Hauses Brienne stammen aus dem 13. Jahrhundert und haben das Grundmotiv eines goldenen aufrechtstehenden Löwen auf blauem Schild (Bild 1). Diese Löwendarstellung erscheint erstmals auf einem Siegel Johanns von Brienne aus dem Jahr 1209.<ref>Vgl. Louis Douët d’Arcq, Inventaires et documents publ. par ordre de l’Empereur: Collection de sceaux, Bd. 1 (1863), Nr. 1016, S. 428.</ref> Auf Siegeln der gräflichen Hauptlinie erscheint dieses Motiv in der Folge ergänzt mit Schindeln (Bild 2), welches heute als Wappen der Commune Brienne-le-Château dient. Ein in Ramerupt niedergelassener Seitenzweig hatte seinen Schild gold-blau gestreift (Bild 3), während jener der Vizegrafen von Beaumont ihren Schild mit goldenen Fleur-de-Lys besetzt hatte (Bild 4). Letzteres findet heute Verwendung als Wappen der Commune Beaumont-sur-Sarthe.
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Bild 1
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Bild 2
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Bild 3
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Bild 4
Als in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts der englische Chronist Matthäus Paris seine Historia Anglorum illustrierte, hatte er die Nachricht vom Tod Johanns von Brienne mit der Darstellung eines auf den Kopf gestellten Wappens versehen, dass einen goldenen Fisch auf blauem Schild zeigt (Bild 5). Dabei ist ein Fischmotiv auf keinen der bekannten Siegel des Hauses Brienne je verwendet worden.
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Stammliste (Auszug)
Die Herren von Brienne
- Engelbert I. (951 und 968 bezeugt)
- Engelbert II. († vor 1027/31) wohl dessen Sohn
- Engelbert III. († vor 1035) wohl dessen Sohn
- Walter I. von Brienne, 1035 Graf von Brienne, † vor 1089/90, dessen Sohn – Nachkommen siehe unten
Literatur
- Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln Band III.4 (1989), Tafel 681–686
Weblinks
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